15.01.2026 -- 177.297 // Zuwachs zum 31.12.2025: 3.754
Russlands Präsident schickt die Jugend seines Landes in einen verbrecherischen Krieg. Wie viele russische Soldaten inzwischen in der Ukraine ihr Leben gelassen haben, können wir nicht komplett aufklären. Wir sammeln hier seit Beginn des Krieges im Februar 2022 die Todesmeldungen aus den Medien der Regionen und sozialen Netzwerken Russlands und verschaffen so zumindest einen ungefähren Überblick.
Im ersten Kriegsjahr haben wir noch die Meldungen im übersetzten Originaltext veröffentlicht, auf Grund der schieren Menge der Kriegstoten mussten wir später zur Tabellenform übergehen, jetzt führen wir nur noch reduzierte Listen. Eine Liste der Regionen und den dazu veröffentlichten Tabellen, finden Sie hier.
Jeden Monat veröffentlichen wir eine Zusammenfassung unserer Datenbank - die Liste mit allen Auswertungen finden Sie hier - Aktuell 30.11.2025 und erfasst 31.12.2025 | Karte der Regionen Russlands | Föderationssubjekte
Unsere Webseite oskarmaria.de und die dazu gehörigen IP-Adressen wurden durch die russische Aufsichtsbehörde für das Internet "Roskomnadsor" am 26. August 2024 gesperrt. Details dazu erfahren Sie hier. | Alternativ-Link: gibtsnet.eu

Belaja Kalitwa - Kirche „Einzug der Jungfrau Maria in den Tempel“ -- Foto: Сергей С. Петров -- Lizenz: CC BY-SA 4.0
Belaja Kalitwa ist eine Stadt in der Oblast Rostow, die im waldlosen Steppengebiet des Donezbecken liegt. Lange Zeit war der Ort vorwiegend von Donkosaken bewohnt. Heute gibt es ein großes Aluminiumwerk in der Stadt, das das Stadtbild prägt.
In Belaja Kalitwa ist ein Video entstanden, das 55 Stadtbewohner zeigt, die im Krieg gegen die Ukraine gefallen sind. Die Soldaten verwandeln sich im Film in Kraniche und fliegen davon. Dabei wurden KI-Werkzeuge reichlich in Anspruch genommen.
Die Leibgarde des venezolanischen Präsidenten bestand zu einem erheblichen Teil aus kubanischen Soldaten. Insgesamt 32 Kubaner wurden bei der Entführung von Maduro am 3. Januar 26 auch getötet. Der Film zeigt die Überführung der sterblichen Überreste der Soldaten nach Kuba. Dort wurde inzwischen eine zweiwöchige Staatstrauer angeordnet.
Soviel Ehre wird den kubanischen Söldnern im Dienst der russischen Armee nicht zuteil. Ihre Überreste werden nicht in die Heimat ausgeflogen, selbst in Gefangenschaft geratene Kubaner erhalten keine Hilfe von der kubanischen Regierung. Die staatliche ukrainische Intiative „Ich will leben“ hat eine Liste mit 54 kubanischen Söldnern veröffentlicht, die alle auf Seiten Russlands im Krieg gegen die Ukraine gekämpft hatten und getötet wurden.

Russische Fernfahrer
Etwa 7.000 Transportunternehmen befanden sich im Jahr 2025 in der Liquidation oder Insolvenz. Aufgrund gestiegener Kraftstoffpreise und Leasingzahlungen, gestiegener Wartungskosten für Fahrzeuge, hoher Leitzinsen sowie gestiegener Abwrackprämien geben Spediteure mehr aus, als sie verdienen, sodass Transporte unrentabel werden. Darüber hinaus sagen Experten, dass sich auch der allgemeine Rückgang der Industrie auf den Transport auswirkt.
Vorbemerkung: Die folgenden Statistiken basieren auf unserer elektronischen Erfassung der russischen Kriegstoten. Erst bis zum 20.12.25 haben wir bisher die Daten kontrolliert und vervollständigt, der Rest steht noch aus. Es sind allerdings keine großen Korrekturen zu erwarten. In der Regel fischen wir wenige doppelt erfasste Namen heraus, aber es kommen auch neue dazu.
In einem Monat und einer Woche geht Russlands Angriffskrieg ins fünfte Jahr und weiter ist kein Ende in Sicht. Doch Präsident Putin hat seiner Bevölkerung große Versprechungen gemacht. Er will Kleinrussland zurück ins russische Staatsgebiet holen.
Medweschje See im Tofalarija Naturreservat -- Foto: Olegjihc -- Lizenz: CC BY-SA 4.0
Wir befinden uns im Bezirk Nischneudinsk im Westen der Oblast Irkutsk. Das Gebirge auf dem Foto ist der Ostsajan, den man meist nur per Hubschrauber erreichen kann. In diesem völlig abgelegen Teil Russlands lebt das Volk Tofalaren, von dem gerade mal noch 800 Menschen existieren.
Die Tofalaren sind eine turksprachige Ethnie, die früher nomadisch gelebt hat und die durch andere Ethnien in das abgelegene Gebiet im Ostsayan abgedrängt wurde. Die Tofalaren lebten von der Rentierzucht und von der Jagd. Die Zivilisation bescherte ihnen sinkende Lebenserwartung, hohe Kindersterblichkeit, hohe Arbeitslosigkeit und ein schnelles Sinken des natürlichen Bevölkerungswachstums.
Mit Andrej Choljamojew stellt das Volk der Tofalaren jetzt auch den jüngsten Kriegstoten aller Völker rund um den Baikalsee.

Wachleute, die für den Abriss des Gebäudes des Allunionsforschungsinstituts für Zellstoff- und Papierindustrie (VNIIBa) angeheuert wurden
Am 8. Januar 2026 wurde in St. Petersburg das Gebäude des Allunionsforschungsinstituts für Zellstoff- und Papierindustrie abgerissen, das sieben Jahre lang von Stadtbeschützern und Bewohnern des Stadtteils Wyborgsky verteidigt worden war. Der Abriss wurde von heftigen Auseinandersetzungen zwischen seinen Verteidigern und zahlreichen angeheuerten Sicherheitskräften begleitet. Es kam zur Festnahme von Aktivisten, zur Einleitung von anderthalb Dutzend Verwaltungsverfahren und einem Strafverfahren. Die Namen der Verteidiger des Gebäudes, mit denen Redaktion gesprochen hat, wurden aus Sicherheitsgründen geändert.
Weiterlesen: Die Macht in unserer Heimatstadt St. Petersburg wurde von Banditen übernommen!
Die Ruinen der ukrainischen Stadt Bachmut
Wir haben heute ein historisches Datum erreicht: Am 24. Februar 2022 startete der russische Präsident Wladimir Putin den Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine und wollte die Hauptstadt Kiew in drei Tagen erobern. Seither sind beinahe vier Jahre vergangen - genau 1.417 Tage.
Am 22. Juni 1941 startete Adolf Hitler den Überfall auf die damalige Sowjetunion und Deutschland musste nach anfänglichen Erfolgen am 8. Mai 1945 bedingungslos kapitulieren. Dieser gescheiterte Feldzug für „Lebensraum im Osten“ dauerte damit ebenfalls 1.417 Tage.
Bezirk Bogorod in der Oblast Kirow -- Foto: Ele-chudinovsk -- Lizenz: CC BY-SA 4.0
Der Bezirk Bogorod liegt im Südosten der Oblast Kirow und hat rund 3.500 Bewohner. Wie die gesamte Oblast Kirow ist auch dieser Bezirk schwindsüchtig - die Menschen wandern ab. Um das Jahr 1970 lebten noch 12.000 Menschen im Bezirk Bogorod.
Für den Bezirk gibt es eine privat betriebene Webseite „ www.bogorodskoe43.ru“, die am 9. Dezember 2025 eine Liste der Bewohner der gesamten Oblast Kirow veröffentlicht hat, die im Krieg gegen die Ukraine getötet wurden. Das ist bemerkenswert, denn solche Zusammenstellungen sind in Russland eigentlich verboten, die Zensur wird gerichtlich schnell durchgesetzt und kann zur Schließung der gesamten Webseite führen.
Weiterlesen: Kirows gefallene „Helden“ -- Februar 2022 bis Dezember 2025

Janrakynnot -- Foto: NinaMalich -- Lizenz CC BY-SA 4.0
Janrakynnot ist ein kleines Dorf im Bezirk Prowidenski im Autonomen Kreis Tschukotka. Im gesamten Bezirk leben 3.700 Menschen, im Dorf Janrakynnot lebten 2015 noch 314 Personen. Die Siedlung wurde auf einem festen Felsen erbaut inmitten sumpfiger Tundra. Man blickt vom Dorf aus auf die Beringsee. Der Ort ist in der eisfreien Zeit nur auf dem Wasserweg oder per Hubschrauber erreichbar, ansonsten auch über eine Winterpiste von Prowidenija, die teils über die zugefrorene Meerenge verläuft.
Es gibt kaum Arbeit im hohen Nordosten Russland und das Leben ist hart für die Rentierhirten, Jäger und Fischer. Janrakynnot wird als das Chicago der Region bezeichnet. Alkoholismus und rauer Umgang untereinander gehören zum Alltag. Die Verwaltung der Region lockt diese Menschen mit guten Worten und viel Geld zum Vertragsdienst im Krieg gegen die Ukraine.
Aus diesem kleinen Dorf sind bereits sieben Einwohner im Krieg gegen die Ukraine gefallen.
Weiterlesen: Sieben Gefallene aus einem 300-Seelendorf in Tschukotka - 5. Update
| Erfasste russische Kriegstote | |
| Jahr 2022 | 10.600 |
| Jahr 2023 | 29.353 |
| Jahr 2024 | 51.616 |
| Jahr 2025 | 81.974 |
| Summe | 173.543 |
Vorausgeschickt - die folgenden Statistiken basieren auf unserer elektronischen Erfassung der russischen Kriegstoten. Erst bis zum 10.12.25 haben wir die Daten kontrolliert, der Rest steht noch aus. Es sind allerdings keine großen Korrekturen zu erwarten. In der Regel fischen wir wenige doppelt erfasste Namen heraus, aber es kommen auch neue dazu.
Halten wir fest:
Weiterlesen: Das Karussell des Todes dreht sich immer schneller
Am 6. Dezember 2025 fand im Dorf Iwantschug in der Oblast Astrachan eine Trauerfeier für Marat Izbassarowitsch Schadirow statt. Marat wurde am 17.08.1971 geboren, er zog in den Krieg gegen die Ukraine und wurde an jenem 6. Dezember begraben.
Das Dorf Iwantschug hat rund 1.400 Bewohner, davon 66 % Russen und 28% Kasachen. Es liegt im Wolgadelta 25 Meter unter dem Meeresspiegel.
Am 2. Dezember 25 veranstaltete die Sekundarschule des Dorfes Kisljanskoje eine Gedenkveranstaltung für die im Krieg gegen die Ukraine getöteten Dorfbewohner. Das Dorf liegt im Zentrum der Oblast Kurgan und hat knapp 900 Bewohner. Rechnet man die anderen Gemeinden dazu, die zur Dorfverwaltung gehören, so kommt man auf etwa 2.500 Einwohner.
Insgesamt wurden acht Bewohner des Dorfes inzwischen im Krieg getötet. Und natürlich bringt die Schule die Ursachen und den Ablauf des Krieges für die Schulkinder völlig durcheinander: Die Soldaten hätten für den Frieden gekämpft und Leben gerettet.
Ein Krieg in all seinen Facetten ist an Grausamkeit nicht zu überbieten. Aber es gibt auch in diesem Todeschaos immer noch ganz besonders extreme Vorkommnisse. Über 6.000 Beschwerden von russischen Soldaten und deren Angehörigen über Folter, Liqudierung, Bestechlichkeit und die Anordnung von Selbstmordangriffen in der russischen Armee waren öffentlich zugänglich und wurden der New York Times zugespielt. Diese hat am 31.12.2025 einen langen Beitrag zu dem Thema veröffentlicht, der für jedermann aufrufbar ist.
Regelmäßige Leser unserer Beiträge dürfte das alles bekannt vorkommen. Über all die von der New York Times berichten Vorfälle, haben wir bereits berichtet. Besonders herausgestellt wurde von der NYT der Fall von Said Murtasaliew (Foto links), über den wir im August 2025 einen Artikel veröffentlicht haben.
Weiterlesen: Russische Soldaten - von den eigenen Kommandanten gefoltert und getötet
Gurjewsky-Museums für Heimatgeschichte
Im Dezember 2025 haben wir einige Meldungen aus der Stadt Gurjewsk bearbeitet, die wir vorstellen wollen.
Gurjewsk liegt im Kussbass, etwa 200 km südlich der Hauptstadt Kemerowo und hat im Moment rund 21.000 Bewohner - Tendenz stetig abnehmend. Die Stadt entstand Angang des 19. Jahrhunderts mit dem Bau einer Silberhütte. Das Silber ist Vergangenheit, heute dreht sich alles um die Produktion von Gusseisen. Das „Gurjewsker Metallurgische Werk“ hat rund 1.800 Mitarbeiter und ist der mit Abstand bedeutendste Arbeitgeber der Stadt. Sollte es einmal geschlossen werden, dann steht es schlecht um die Stadt.
Vorausgeschickt: Seit Beginn des russischen Angriffskrieges ermitteln wir die russischen Kriegstoten aus offenen Quellen. Wir machen das ohne Werbung, ohne Unterstützung von außen, sind politisch ungebunden und tragen die erheblichen Kosten selbst. Wir erstellen alle Informationen nach bestem Wissen und Gewissen.
Leider können wir die exakten Zahlen erst jetzt vorlegen und das wird sich auch nicht ändern. Wir können maximal etwa 300 Kriegstote pro Arbeitstag überprüfen und verarbeiten, also etwa 7.500 im Monat. Auch im Dezember 2025 geht die Anzahl der erfassten russischen Kriegstoten nicht zurück.
Bei den erfassten Zahlen bleiben wir aber aktuell, diese sind zudem für aktuelle Einschätzungen relevant und außerdem höchst exakt. Im November mussten wir am Ende unsere Statistik gerade mal um zwei Personen korrigieren.
Nachschub für den Fleischwolf
Am 17. Dezember nahm Wladimir Putin an einer erweiterten Sitzung des Verteidigungsministeriums teil. Dort wurden die Rekrutierungszahlen für das Jahr 2025 vorgestellt. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden in Russland 409.611 Zeitsoldaten neu rekrutiert, bis zum Jahresende soll diese Zahl auf 420.000 ansteigen (2024 waren es 449.243). Das bedeutet, dass im Jahresdurchschnitt jeden Monat 35.000 neue Soldaten angeworben wurden.
Weiterlesen: Getötete russische Soldaten -- Stand: 30.11.2025
Es ist eine Konstante seit Beginn der russischen Besetzung des Donbass, dass die Personen, die sich ins Rampenlicht geschoben haben und bei der Donbass-Soldateska beliebt waren, irgend wann einmal verschwinden. Entweder sie gehen freiwillig oder sie werden auf die eine oder andere Art liquidiert. Wir haben das in unserem Beitrag „Der schnelle Tod der Separatistenführer des Donbass“ bereits detailliert geschildert.
Nach dem Chef der Gruppe Wagner, Jewgeni Prigoschin, wurde aktuell auch der Gründer der rechtsradikalen Fußball-Hooligan-Einheit „Hispaniola“, Stanislaw Orlow, von staatlichen Akteuren ausgeschaltet.
Es ist Mitte November 2025, wir besuchen die Schule Nr. 28 im Dorf Nowokinskaja mit etwa 800 Bewohnern - Tendenz fallend. Das Dorf liegt im Süden der Oblast Krasnodar nahe an der Grenze zur Region Stawropol.
Wie in vielen Schulen in ganz Russland folgt auch diese Schule einer Initiative der Partei „Einiges Russland“, die überall gleichförmige „Heldenschreibtische“ aufstellen lässt - zu Ehren von im Krieg gegen die Ukraine gefallenen ehemaligen Schülern.
In der ersten Reihe sitzen die Schulanfänger, die wahrscheinlich nur begriffen haben, dass man an diesem Tag sein Feiertagsgewand anziehen muss. In der zweiten Reihe sitzen die Angehörigen des getöteten Soldaten. Dahinter stehen die Schüler der mittleren Jahrgänge und ganz hinten stehen die älteren Schüler in passender russischer Tarnuniform. Die älteren Jahrgänge bekommen bereits in der Schule eine militärisch-patriotischen Erziehung, die sie in die Aufgaben und Regeln des allgegenwärtigen russischen Soldatentums einweist.
Krasnouralsk im Winter 2022 -- Foto: Vyacheslav Bukharov -- Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Stadt Krasnouralsk liegt am östlichen Rand des Urals - also im asiatischen Teil Russlands, etwa 180 km nördlich von Jekaterinburg, der Hauptstadt der Oblast Swerdlowsk. Die Stadt hat rund 21.000 Bewohner, Tendenz fallend. Seit dem Jahr 1970 hat sich die Bevölkerungszahl halbiert. Wichtigster Arbeitgeber der Stadt ist eine Kupferschmelze, die auch verantwortlich für die hohe Belastung der Luft und des Bodens mit giftigen Schwefelverbindungen ist.
Die ukrainische Stadt Lyman mit ehemals mehr als 20.000 Einwohnern in der Oblast Donezk wird durch ukrainische Truppen gehalten. Allerdings ist die Front nahe. Die Intensität der Kampfhandlungen lässt sich jetzt nicht so sehr an den zerstörten Gebäuden ablesen, sondern vielmehr an der Menge an Glasfaserfäden.
Ukrainische Drohnenaufnahmen zeigen, wie Lyman jetzt aussieht. Die russischen Truppen sind nahe und ganz allmählich wird die Stadt von einem „Spinnennetz“ bedeckt. Jeden Tag fliegen Hunderte von russischen und ukrainischen Drohnen hin und her – und jede hinterlässt ihr Spur.
In den älteren Generationen in Russland ist die ehemalige Sowjetunion noch tief verwurzelt. Das gilt auch für die Mitglieder der Kommunistischen Partei Russlands, die gerne wieder die Sowjetunion in ihrer imperialen Größe auferstehen lassen möchten. Daher unterstützen sie die russische Regierung im Krieg gegen die Ukraine, die ebenfalls die Schmach der Perestroika abschütteln und die ehemaligen Teilstaaten der Sowjetunion wieder heim ins Reich zwingen will.
Die Union der sowjetischen Offiziere, eine Unterorganisation der Kommunistischen Partei, hat anlässlich der Beerdigung eines im Krieg gegen die Ukraine gefallenen Mitglieds, ihre Einstellung zum Krieg gegen die Ukraine dargelegt - „eigentlich ein Krieg zweier brüderlichen Völker“. Sie benennen damit Russen und Ukrainer als eigenständige Völker und nicht wie Wladimir Putin, der die Ukrainer als Teil des russischen Volkes sieht - als Klein (Ukrainer)- und Großrussen.
Der übersetzte Text:
Weiterlesen: Ein Bürgerkrieg zwischen zwei brüderlichen Völkern
Es ist für uns ungewöhnlich, bereits einen Zwischenbericht zum 15. Dezember 2025 zu veröffentlichen, obwohl wir mit dem November 2025 noch nicht fertig sind. Die hohen russischen Verluste der letzten drei Monate haben uns bei unseren Auswertungen stark zurückgeworfen. Bei den erfassten Zahlen bleiben wir aktuell und diese dürften für aktuelle Einschätzungen ebenfalls relevant sein.
Auch nach beinahe vier Jahre Krieg sind wir selbst immer wieder betroffen, mit welcher Gleichgültigkeit gegenüber dem menschlichen Leben, das russische Militär seine eigenen Soldaten in selbstmörderische Angriffe schickt. Für jeden Quadratkilometer erobertes, verwüstetes und auf Jahren unbewohnbares ukrainisches Land werden eine Vielzahl von eigenen Soldaten geopfert und kein Ende dieser Barbarei ist in Sicht.

Hinduistische Andacht mit burjatischen Soldaten / Oktober 2022
Knapp 4.000 getötete Soldaten aus Burjatien haben wir in unserer Datenbank und das bei einer Bevölkerung von weniger als einer Million Bewohner dieser russischen Region. Im Gegensatz zu allen anderen russischen föderalen Gebietseinheiten bekommen die gefallenen Soldaten meist einen zwar geschönten, aber doch recht ausführlichen Nachruf mit den wesentlichen Fakten wie Alter, Ausbildung, Wehrdienst, Beruf und Teilnahme am Krieg.
Die Öffentlichkeit erfährt so, wie häufig die angeworbenen Freiwilligen schnell in den Angriff geworfen werden und dort nicht lange überleben. Trotzdem lassen sich viele Männer aus der Region dadurch nicht abschrecken und melden sich freiwillig zum Kriegsdienst an der Front. Einer der Gründe dafür ist die Armut der Menschen und die harten Lebensbedingungen der arbeitenden Männer. Trotz handwerklicher Berufsausbildung finden viele junge Männer ohne Beziehungen kaum Arbeit in ihrem Beruf und müssen als Hilfsarbeiter oder Tagelöhner bei harter Arbeit mit geringem Lohn auskommen.
Da gleichen die Verdienstmöglichkeiten im Vertragsdienst beim Militär beinahe einem Lottogewinn und so verdrängen jene Freiwilligen das hohe Risiko, das sie dabei eingehen. Wir dokumentieren drei aktuelle Beispiele:

Alexej Igorewitsch Detkow stammte aus der Region um die ehemalige Großstadt Leninsk-Kusnezki in der Oblast Kemerowo. Im Juli 2011 eskalierte eine Prügelei mit einem Bekannten. Besoffen stürmte Alexej und ein Kumpel zur Wohnung des Bekannten, in der sich dessen Frau und Kind befand. Die Frau wurde mit einem Baseballschläger erschlagen. Aus Angst, entdeckt zu werden, flüchteten die Angreifer in ein anderes Haus, wo sie drei Menschen mit jenem Baseballschläger und Messern töteten und das Haus anschließend in Brand setzten, um ihre Spuren zu verwischen. Sie flohen mit dem Auto eines der Opfer. Im Prozess bekam Alexej 23 Jahre Knast in einem Hochsicherheitsgefängnis. Auch Alexej zog die geringe Chance, den Krieg gegen die Ukraine zu überleben, dem Gefängnis vor. Er hat es nicht geschafft, bekommt stattdessen am 22.01.2026 ein würdiges militärisches Begräbnis.
Zu unserer Berichterstattung über den russischen Angriffskrieg passt der Bürgerprotest über den Abriss eines Gebäudes in St. Petersburg vordergründig nicht. Wir meinen aber, der Artikel passt sehr gut.
Zum einen ist er einer der wenigen breit aufgestellten Bürgerproteste seit Beginn des russischen Angriffskrieges. Auf Anhieb fallen uns dazu nur noch die Proteste im baschkirischen Baimak Anfang 2024 ein.
Zum anderen dokumentiert er sehr gut die verschiedenen Meinungen und Vorurteile der Stadtbürger von St. Petersburg. Die „Migranten“ im Beitrag sind keine Migranten in unserem Sinne, sondern ganz normale russische Staatsbürger, deren Geburtsregion der russische Kaukasus ist. Dagestan ist die größte, überwiegend muslimisch geprägte russische Teilrepublik im Kaukasus.
Und vielleicht, vielleicht ein ganz klein wenig, existiert der zivile Ungehorsam in Russland immer noch. Und konnte auch durch die seit Beginn des Krieges ständig erweiterte Repression nicht ganz ausgerottet werden.
Wir haben jetzt alle russischen Regionen mit den Daten des Monats November 2025 aktualisiert. Es wurden 21 neue Listen angelegt:
Bei den Fotos zu den neuen Tabellen haben wir auf Kritik reagiert und möglichst keine Postkartenmotive ausgewählt. Denn diese bilden die Lebenswirklichkeit der Menschen in diesen Regionen nicht ab.
Die große Zahl an russischen Kriegstoten lässt uns kaum noch Zeit zu aktuellen Berichten. Wir können etwa 300 Kriegstote pro Tag bearbeiten, da darf aber nichts dazwischen kommen - wie zum Beispiel persönliche Angelegenheiten. Tatsächlich haben wir im Moment durchschnittlich etwa 400 Fälle in unseren Listen.
Heute haben wir den 20. November bearbeitet, es wird also mindestens noch 11 Tage dauern, bis wir den November abgeschlossen haben.
Die hohe Zahl an Kriegstoten resultiert nicht aus dem aktuellen Kampfgeschehen. Durch das Erbschaftsregister können viele Suchanfragen auf VKontakte und Telegramkanälen geschlossen werden - Soldat tot.
Das alles hindert uns nicht, in den nächsten Tagen einen Zwischenstand zum 15. Dezember zu veröffentlichen.
Wir haben heute alle russischen Regionen mit den Daten des Oktobers aktualisiert. Es wurden drei neue Listen angelegt:
Wir werden für eine kurze Zeit nicht erreichbar sein - einfach später wieder kommen.
Unter den Positionen 1021 und 1022 der Region Krasnojarsk haben wir die im Beitrag „Die Särge sind natürlich geschlossen“ genannten Alexej und Michail Leschok bereits gelistet. Der Originalbeitrag über Alexej ist nicht mehr verfügbar, deshalb haben wir auf eine Zweitveröffentlichung verlinkt. Der Status von Michail Leschok auf VKontakte ist allerdings weiterhin online, dort findet man noch weitere Fotos. Den dritten Bruder Wladimir haben wir bisher noch nicht in unserer Datenbank.
Am 8. November 1939 explodierte um 21:20 h im Bürgerbräukeller in München eine Bombe. Sie galt Adolf Hitler, der zwei Monate zuvor den Angriffskrieg gegen Polen gestartet hatte. Allerdings hatte der „Führer" wegen schlechten Wetters seine Zeitplanung umgestellt und war bereits auf der Rückreise. Wäre das Attentat erfolgreich gewesen, wäre der Welt - vielleicht - jener zweite Weltkrieg erspart geblieben und jene begonnen Kampfhandlungen wären eingestellt worden.
Der schwäbische Tischler Georg Elsner hatte jenes Attentat akribisch geplant, er wurde kurz vor Kriegsende im KZ Dachau ermordet.
Jenes Attentat hat auch im deutschen Grundgesetz Eingang gefunden. In Artikel 20 Absatz 4 der Verfassung heißt es: „Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.“
Auch in Russland bedarf es dringend solch mutiger Menschen, die jenem blutigen & verbrecherischen Gemetzel in der Ukraine ein Ende setzen.
Günter W. Berger, 08.11.25
Die hohen Verlustzahlen der russischen Armee stellen uns aktuell vor unlösbare Probleme. Wir können pro Tag etwa 300 Meldungen verarbeiten bei sechs Arbeitstagen in der Woche. Folglich kommen wir im Moment jeden Tag mit etwa 100 bis 150 Meldungen in den Rückstand.
Aktuell haben wir etwa 7.000 Kriegstote aus dem Oktober bearbeitet - also die regionale Herkunft, das Alter und weitere Informationen in unsere Datenbank eingetragen. Es wird also noch mindestens 12 Tage dauern, bis wir den Monat Oktober 2025 komplett abschließen können.
An den von uns bereits veröffentlichten Zahlen wird sich allerdings nur marginal etwas ändern.
Alle russischen Regionen wurden jetzt mit den Daten des Monats September 2025 aktualisiert.
Folgende neue Listen wurden angelegt:
Die Monatszusammenfassung 09/25 werden wir bis zum 14.10.25 auch fertig bekommen.
Uff....
Aus aktuellem Anlass wollen wir darauf hinweisen, dass wir in unserer Statistik der russischen Kriegstoten in der Regel keine ausländischen Söldner erfassen, die auf der Seite von Russland kämpften. Wir wissen, dass nordkoreanische Einheiten in der Region Kursk am Krieg teilgenommen haben, dass Russland in Nepal, Indien, China, in afrikanischen Staaten und in Kuba aktiv Söldner angeworben hat und viele dieser Männer im Einsatz auch getötet wurden. Und auf Baustellen und in Wirtschaftsbetrieben gibt es Razzien auf Arbeiter ohne russischen Aufenthaltstitel. Da es aber keine öffentlichen Meldungen der russischen Armee über die eigenen Verluste gibt, erfahren wir nichts über diese Kriegsopfer.
Ausnahmen sind dann gegeben, wenn die Ukraine den Tod von Söldnern öffentlich macht oder wenn die ausländischen Soldaten in Russland gelebt und verwurzelt waren. Dann gibt es Meldungen in den lokalen Medien und auch eine Beisetzung auf russischem Boden.
Ein Ableger der staatlichen Initiative „Ich will (jemanden) finden" mit Namen „Ich will leben“ hat heute eine Liste mit gefallenen Söldnern aus Tadschikistan veröffentlicht, die 446 Namen enthält. Die Initiative schreibt dazu:
„Russische Nationalisten haben gemeinsam mit der Polizei eine Jagd auf (Arbeits-)Migranten organisiert: Gefangene werden gezwungen, Verträge zu unterzeichnen, um im Krieg zu kämpfen. Ihnen drohen Abschiebung oder Gefängnis. Duschanbe ignoriert all das weiterhin.“
Stand 30.09.2025 wurden im September 8.626 Kriegstote neu in unsere Datenbank aufgenommen - so viele wie noch nie. Die hohe Zahl an getöteten russischen Soldaten überfordert uns im Moment. Für all diese Namen müssen ja noch die persönlichen Daten festgestellt werden - also Herkunft, Alter, usw. Im Moment haben wir etwa 6.000 davon bearbeitet, wir werden also noch mindestens 12 Tage für unsere übliche Monatszusammenstellung benötigen. Eine vorläufige Zusammenstellung veröffentlichen wir in den kommenden Tagen.
Die monatlich im Jahr 2025 erfassten Toten:
| Januar | 5.360 |
| Februar | 5.578 |
| März | 5.018 |
| April | 3.894 |
| Mai | 3.245 |
| Juni | 4.592 |
| Juli | 7.084 |
| August | 7.224 |
| September | 8.626 |
| Summe 2025 | 50.621 |
| Durchschnitt Monat | 5.625 |
An der Front in der Ukraine wären die Kampfhandlungen leicht zurück gegangen oder zumindest nicht eskaliert, lesen wir aus den Mitteilungen der beiden Kriegsparteien heraus. Doch mit unserer Statistik der Kriegstoten können wir das nicht bestätigen. Natürlich wissen wir, dass die Informationen sehr zeitversetzt bei uns ankommen, aber die Zahlen gehen ständig weiter nach oben. Und im September 2025 gibt es keine außergewöhnlichen Sonderinformationen, wie die vorgestellten Listen der staatlich ukrainischen Initiative "Ich will finden" in den Monaten zuvor.
Doch wenn wir die von uns bisher erfassten Zahlen auf den ganzen Monat hochrechnen, dürften im September mehr als 8.000 neue Kriegstote dazu kommen. Der höchste Wert seit Beginn des Krieges.
24.09.25
In der ersten Hälfte des Septembers 2025 haben wir 4.022 getötete russische Soldaten neu erfasst. In einem halben Monat sind mehr Gefallene zusammengekommen als im Monat April 25 oder Mai 25. Wie üblich sind auch ein paar Auswertungen von Videos und Denkmälern dabei mit Gefallenen der vorherigen Jahre, aber der Anteil ist nicht sehr hoch.
Daraus ergeben sich die folgenden Zahlen nach unseren bewährten Schätzungen:
| Kriegstote 15.09.25 | 137.845 |
| Geschätzt (nur 60% erfasst) |
230.000 |
| Versehrte Soldaten | 804.000 |
| Kriegsopfer gesamt | 1.034.000 |
Die monatlich im Jahr 2025 erfassten Toten:
| Januar | 5.360 |
| Februar | 5.578 |
| März | 5.018 |
| April | 3.894 |
| Mai | 3.245 |
| Juni | 4.592 |
| Juli | 7.084 |
| August | 7.224 |
| bis 15. September | 4.022 |
Alle im Monat August 2025 gefundenen russischen Kriegstoten sind jetzt in den entsprechenden Tabellen der Regionen eingepflegt.
Auf Grund der hohen Verlustzahlen sind einige Tabellen neu dazu gekommen:
Die ausführliche Zusammenfassung des Monats August wollen wir bis zum 11.09.25 vorlegen.
Vor mehr als 20 Jahren hatte ich einen Versuch gestartet, englische Texte mit einem Übersetzungsprogramm in die deutsche Sprache übersetzen zu lassen. Ich habe den Versuch schnell abgebrochen, weil das Ergebnis völlig unbrauchbar war. Also habe ich weiter einen professioneller Übersetzer an die Texte gesetzt.
Dank KI-gesteuerter Übersetzungsprogramme sind die Ergebnisse im heutigen Arbeitsalltag inzwischen mehr als brauchbar, ohne diese Hilfe wäre unsere Webseite nicht finanzierbar.
Seit Beginn des russischen Angriffskrieges haben sich zudem die Übersetzungen stetig verbessert. Bei normalen Texten gibt es kaum noch einen qualitativen Unterschied zwischen den beiden von uns benutzten Programmen "DeepL" und "Google Translate". In beiden Fällen nervt allerdings, dass beide Sprachmodelle ihre Basis in der englischen Sprache haben. Begriffe wie Firmennamen, Namen von Institutionen usw. werden immer in der englischen Übersetzung ausgegeben.
Der Vorteil des von Google herausgegeben Browsers Chrome ist, dass man Webseiten sehr einfach in die gewünschte Sprache übersetzen kann. Das funktioniert für uns allerdings häufig nicht - lässt man sich eine russische Telegram-Seite mit Chrome anzeigen, bekommt man in der Regel keine brauchbare Übersetzung, Das Programm fabuliert etwas wild zusammen, weil es annimmt, die Texte wären in englischer Sprache geschrieben. Die selbe Reaktion hat man auch häufig beim russischen sozialen Netzwerk VKontakte und fast immer bei Odnoklasniki. Man fragt sich, warum ein Ki-Programm die russische Sprache in diesen Fällen nicht erkennt, besonders weil alle Texte zudem auch in kyrillischer Schrift geschrieben sind.
Die Übersetzungen der russischen Namen sind allerdings für uns das größte Problem. Mit Google Translate bekommt man in der Regel nur eine englischsprachige Übersetzung, die man in Deutsch oft nur schwer aussprechen kann. Besser ist da DeepL, das Programm hat sich zudem in den letzten Jahren in dieser Disziplin stetig verbessert. Doch seit drei Monaten bringt es uns zu Verzweiflung. Unsere Namenslisten werden zerhackt, Namen doppelt übersetzt, Leerzeichen missachtet, Zeilenschaltungen vervielfacht und html-Code wird im Klartext gleich mitgeliefert. Aus den Listen macht das Programm ein wildes Durcheinander. Obwohl die reinen Namensübersetzungen besser wurden, können wir mit dem Ergebnis zunächst nichts anfangen. Das nennt man dann Fortschritt.
OM, 08.09.25
Im August hatten wir Urlaubszeit und zusätzlich für 14 Tage einen Totalausfall unserer Internetverbindung. Der vierte Techniker hat es dann geschafft, uns wieder eine stabile Verbindung herzustellen. In der Zwischenzeit mussten wir uns mit mobilem Internet behelfen.
Dazu sind die erfassten Kriegstoten noch einmal angestiegen. Einer der Gründe dafür ist die Liste der russischen Einheit "Schwarze Husaren", deren Auswertung glücklicherweise von anderer Stelle vorgenommen wurde.
| Monat | ermittelt |
| Januar 25 | 5.360 |
| Februar 25 | 5.578 |
| März 25 | 5.018 |
| April 25 | 3.894 |
| Mai 25 | 3.245 |
| Juni 25 | 4.592 |
| Juli 25 | 7.084 |
| August 25 | 7.224 |
Es wird jetzt noch ein paar Tage dauern bis wir die endgültige Auswertung vorlegen können.
Auf Grund der Ferienzeit und der Tatsache, dass wir im August wahrscheinlich einen neuen fragwürdigen Rekord mit den erfassten Kriegstoten aufstellen werden, wird es mindestens noch 10 Tage dauern, bis wir die übliche Zusammenfassung vorlegen können. Wir haben im Moment etwa 5.000 Gefallene in unserer Datenbank und so wie es aussieht werden wir über 7.000 getötete Soldaten erfassen.
Dann müssen wir die Namen noch übersetzen, damit sie für unsere westlichen Besucher überhaupt lesbar sind und schließlich in unsere Tabellen einpflegen...
01.09.25
Alle im Monat Juli 2025 gefundenen russischen Kriegstoten sind jetzt in den entsprechenden Tabellen der Regionen eingepflegt.
Auf Grund der hohen Verlustzahlen sind viele Tabellen neu dazu gekommen:
Die ausführliche Zusammenfassung des Monats Juli wollen wir bis zum 11.08.25 vorlegen.
Beim Blick auf den Kopf unserer Webseite könnt ihr sehen, dass wir im Monat Juli 6.973 russische Kriegstote erfasst haben. Das ist ein neuer Monatsrekord, der hauptsächlich durch die Auswertung von Videos, Denkmälern und Listen zusammen gekommen ist. Aber auch die aktuellen Todeszahlen sind wieder hoch.
| Monat | ermittelt |
| Januar 25 | 5.360 |
| Februar 25 | 5.578 |
| März 25 | 5.018 |
| April 25 | 3.894 |
| Mai 25 | 3.245 |
| Juni 25 | 4.592 |
| Juli 25 | 7.084 |
Auf Grund der Ferienzeit und der großen Anzahl an Kriegstoten wird die endgültige Auswertung noch etwa sieben bis zehn Tage dauern. Wir werden deshalb unsere vorläufige Abschätzung vorziehen und noch am 1. Augst 25 veröffentlichen.
Korrektur: Wir hatten eine Gruppe von 107 Namen gestern unterschlagen. Wir haben die Zahlen entsprechend korrigiert.
Quer durch ganz Russland von kleinen Gemeinden aufwärts zu Großstädten gab es in den letzten Wochen überall Gedenkveranstaltungen zu den Toten im Krieg gegen die Ukraine. Die Veranstaltungen werden in Videos und Fotoserien festgehalten. Es werden Denkmäler mit Tafeln eingeweiht, auf denen die Namen der Gefallenen eingraviert wurden. Bemerkenswert ist, dass die Veranstaltungen meist nur von Angehörigen, der lokalen Prominenz und den Militärvereinigungen besucht werden. Dazu kommen noch abkommandierte Jugendliche der Jugendarmee. Aber es sind niemals Veranstaltungen mit sehr vielen Teilnehmern.
Über die im Internet dokumentierten Videos und Fotos können wir viele neue Namen in unsere Listen aufnehmen - meist keine aktuellen Fälle, sondern Soldaten, deren Tod oft längere Zeit zurück liegt. Im aktuellen Monat Juli werden wahrscheinlich 6.000 neue Gefallene und mehr dazu kommen, ein neuer Monatsrekord, von dem man aber nicht auf die aktuelle Kriegssituation schließen sollte.
Durch den damit verbunden hohen Arbeitsaufwand werden wir mit neuen Beiträgen im Moment kürzer treten müssen.

Nachdem die Aufmerksamkeit zu unseren Veröffentlichungen wächst, eine kurze Information zu OskarMaria.
Unter diesem Pseudonym war der Initiator im Internet seit über 25 Jahren recht unregelmäßig präsent. Ab dem Jahr 2014 hat er hier über die Situation in den von Russland besetzten Gebieten des Donbass geschrieben. Als einer der ersten Journalisten überhaupt informierte er über die damals neu gegründete Gruppe Wagner.
Beruflich war er seit den 80-iger Jahren Geschäftsführer von diversen Medienunternehmen im Printbereich. Jetzt im Ruhestand, Kinder erwachsen, bleibt etwas mehr Zeit, die gesammelten Erfahrungen zusammen mit wenigen Mitstreitern für dieses Projekt zu nutzen.
Nachtrag: OskarMaria– das ist eine kleine Verbeugung vor dem beinahe vergessenen Schriftsteller Oskar Maria Graf. In Zeiten der Bücherverbrennungen wurden seine Werke von den Nazis verschont, ja sogar teilweise empfohlen. „Verbrennt mich!“ schrieb er 1933 in der Wiener Arbeiterzeitung, „nach meinem ganzen Leben und nach meinem ganzen Schreiben habe ich das Recht, zu verlangen, dass meine Bücher der reinen Flamme des Scheiterhaufens überantwortet werden und nicht in die blutigen Hände und die verdorbenen Hirne der braunen Mordbanden gelangen!“ Schließlich floh er in die USA – dort lebte er in bescheidenen Verhältnissen. Deutschland wollte den unbequemen Mann nach dem Krieg nicht wieder haben. Er starb 1967 in New York.
Literaturempfehlung: Wir sind Gefangene - Autobiograhie 1927.
Doppelt
Wladimir: 25. Artem Kozhenkov // Nischni Nowgorod: 35 Artem Kozhenkov
Wolgograd: 01 Juri Agarkov // Pskow: 41 Juri Agarkow
Kutelev Stanislav, dreifach, Kostroma, Rjasan und Orenburg. Nur Orenburg
Nikolai Symov, Rjasan & Tschuwaschien - nur Tschuwaschien
Mamontov Mikhail - Krasnodar Teil 1 & Teil 2
Ivan Alekseevich Chulkov, Kostroma, Pos. 51/56
Elimov Alexey Michailowitsch , Kostroma & Tschuwaschien
Falsch einsortiert
Ruslan Khamitov, Tscheljabinsk, kein Söldner der Gruppe Wagner

Ilja Denisowitsch, 19 Jahre
Tagebuch eines Wehrpflichtigen:
Ilja Denisowitsch Tarasow wurde am 16. Oktober 2005 in Dobrjanka in der Region Perm geboren.
Wir meinen damit die Antrittsprämien, die Russen erhalten, wenn sie freiwillig einen Zeitvertrag mit dem Militär abschließen. Und der Begriff „Russisch Roulette“ ist dabei nicht falsch, denn die Überlebenschancen sind gering.
In der zweiten Hälfte des letzten Jahres haben viele Regionen diese Antrittsprämien stark reduziert. Offensichtlich fehlt es an Neuunterzeichner, deshalb erhöhen manche Regionen diese Prämien zum Teil erheblich - trotz chronischem Haushaltsdefizit. Denn alle Regionen müssen eine bestimmte Quote erfüllen, um jene 30.000 bis 35.000 monatlich gefallenen und verwundeten Soldaten im Krieg gegen die Ukraine zu ersetzen.
Über Anhebung der Prämien in Baschkortostan und Tatarstan haben wir bereits berichtet. In Tschuwaschien wurde die regionale Prämie von 400.000 Rubel auf 2,1 Millionen Rubel angehoben. Bis zum 31.03.26 erhält somit jeder Neuunterzeichner zusammen mit der Prämie des Staates 2,5 Millionen Rubel (€ 27.000). In Samara wurde die Einmalzahlung von 400.000 auf 1,1 Millionen Rubel erhöht, dort erhält jeder Unterzeichner zusammen mit der Staatsprämie 1,5 Millionen Rubel (€ 16.000). Und schließlich in Orenburg gibt es zusammen mit der Staatsprämie statt 800.000 Rubel jetzt 1,4 Millionen Rubel (€ 15.000). Bereits Ende Dezember hat auch die ökonomisch schwache Region Mari El die Prämien stark angehoben. Statt bisher 800.000 Rubel von Staat und Region gibt es jetzt 2,5 Millionen Rubel (€ 27.000).
Es lohnt sich also, quer durch Russland zu reisen - dorthin wo die höchsten Prämien gezahlt werden.
Die Stadt Pokrowsk in der Ukraine ist zur Zeit eine der umkämpfsten Regionen an der Front. Sie wurde im letzten Jahr mit der Taktik der Infiltration durch russische Einheiten teilweise besetzt, deren Unterstützung und Versorgung aber durch ukrainische Kräfte erfolgreich verhindert wurde. So ist die Stadt und deren Umgebung aktuell wieder frei von russischen Angreifern.
Doch immer wieder schicken russische Kommandeure ihre Soldaten einzeln oder in kleinen Gruppen in Richtung der Stadt, in der Hoffnung wieder einen Stützpunkt hinter den Verteidigungslinien aufbauen zu können. Wie in diesem Fall sind die Soldaten nicht einmal bewaffnet.
Weite Teile der Front sind vermint, aber für die vorschleichenden Soldaten warten auch andere Fallen. Unser Video zeigt eine Drohne auf der Lauer. Sie übermittelt ihre Bilder an den Drohnenpiloten, der entscheidet, wann der Sprengkörper gezündet wird. Auch jener russische Soldat wird irgendwann in unseren Listen auftauchen.
Alexej Fjodorowitsch Jeropejew wurde am 21.11.1978 im Dorf Scharaldai in Burjatien geboren. Nach der Schule begann Alexej eine Ausbildung zum Schneider und KFZ-Mechaniker. Nach einem Unfall wurde er schwerbehindert, Stufe 2. Der Nachruf schreibt: „Trotz dieser Schwierigkeiten blieb Alexey optimistisch und verdiente sich etwas dazu, indem er Kleidung und Schuhe nähte und dabei sein handwerkliches Geschick unter Beweis stellte. Er konnte keine Familie gründen, blieb aber stets ein gütiger und mitfühlender Mensch.“
Trotz schwerster Behinderung konnte Alexej am 16.05.2025 einen Vertrag als Zeitsoldat mit dem russischen Militär abschließen.
Die Sache endete schnell - Alexej wurde bereits am 11. Juni 2025 bei einem Einsatz ins Verderben geschickt.
So schwärmt der Nachruf weiter: „Alexey war von Natur aus gutherzig, mitfühlend und hilfsbereit. Er war stets bereit, andere zu unterstützen und mit ihnen Freud und Leid zu teilen. Seine Güte und Menschlichkeit werden in den Herzen all derer, die ihn kannten, für immer weiterleben.“
Ein russischer Kommandeur steht auf dem Rollfeld des Flughafens in Kaliningrad und nimmt vor dem Abflug an die ukrainische Front noch ein Video für seine Familie auf.
Seine Worte in deutscher Übersetzung:
"Hallo, meine Lieben!
Jetzt fliegen wir los. Hinter mir steht ein Il-76-Flugzeug, mit dem wir fliegen werden. Gefühle gemischt. Es ist unklar, was uns erwartet, was als Nächstes kommt.
Aber offiziell geht es in die Zone der Spezialoperation, um Verluste aufzufüllen. Die Verluste sind, soweit ich verstehe, sehr hoch. Deshalb schicken sie jeden dorthin.
Niemand wird in die Kategorie der Untauglichen eingestuft. Wir haben hier mehrere Behinderte. Sogar solche mit Prothesen. Also werden alle der Reihe nach aus dem Krieg zurückkehren – entweder behindert oder mit den Füßen voran.
Aber hoffen wir auf das Beste. Ich hoffe, lebend zurückzukommen. Gott segne euch.
Möge Gott ein schnelles Kriegsende gewähren.
Ich liebe euch, Küsse.Tschüss."
Vorausgeschickt - die wahrscheinliche Liquidierung des „Hispaniola“-Gründers, Stanislaw Orlow, ist für das Kriegsgeschehen in der Ukraine völlig ohne Bedeutung. Interessant ist lediglich, wie der russische Staat mit jenen militärisch-politischen Anführern umgeht, die in der Öffentlichkeit zu viel Aufmerksamkeit bekommen. Wer sich nicht in die graue Masse des Militärs einordnet, läuft Gefahr irgendwann durch staatliche Akteure beseitigt zu werden (Beispiele). Die Ermittlungen zum Tod verlaufen regelmäßig im Sande, aber die liquidierte Person bekommt ein prächtiges Staatsbegäbnis mit vielen weinenden Trauergästen.
So passierte dann auch im Fall Orlow, der am 22.12.2025 in Moskau beerdigt wurde und zu dessen Ehren das Militär ein beachtliches Trauerkommando abstellte.
Der Telegram-Kanal von ehemaligen Hispaniola-Akteuren veröffentliche folgendes Video von der Beisetzung:
Der Gründer der Hooligan-Einheit „Hispaniola“, Stanislaw Alexandrowitsch Orlow, wurde getötet. Orlow wurde am 2.12.1981 geboren und lebte in Moskau. Nach bisher unbestätigten Meldungen, sollte er von russischen Beamten verhaftet werden und wurde dabei erschossen.
Nachdem die kämpfenden Hispaniola-Freibeuter sich bereits im Oktober 2025 aufgelöst hatten, wurde jetzt auch der Piraten-Kapitän liquidiert.
Als Begründung für den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine gab es in den Verlautbarungen der Behörden meist folgende Begründungen:
Immer häufiger finden wir eine etwas andere Begründung für den Krieg unter den Todesmeldungen für gefallenen Soldaten auf VKontakte, Odnoklassniki und Telegram, die dort von russischen Bots gezielt veröffentlicht werden:
Putin hat mit der Gründung des Zentralen Militärbezirks richtig gehandelt; die Ukraine geriet unter den Einfluss des Westens, und das stellte eine ernsthafte Bedrohung dar.
oder
Kurz gesagt, ich unterstütze Putin in seiner Entscheidung, die SWO (Spezielle Militäroperation) zu entfesseln, weil die Ukraine unter den Einfluss des Westens geraten ist und dies eine ernsthafte Bedrohung für uns darstellt.
In der ersten Amtszeit von Donald Trump hat der US-amerikanische Kongress am 2. August 2017 ein Gesetz verabschiedet, das vom damaligen Präsidenten Trump auch unterzeichnet wurde. Darin heißt es im §247:
(1) Unterstützung der Regierung der Ukraine bei der Wiederherstellung ihrer Souveränität und territorialen Integrität;
(2) Verurteilung und Bekämpfung aller destabilisierenden Bestrebungen der Regierung der Russischen Föderation in der Ukraine, die gegen ihre Verpflichtungen und internationalen Zusagen verstoßen;
(3) niemals Anerkennung der illegalen Annexion der Krim durch die Regierung der Russischen Föderation oder der Abtrennung ukrainischen Territoriums durch militärische Gewalt;
Im Zusammenhang mit einem amerikanischen 28 Punkte Friedensplan war Trump bereit, die Krim und den Donbass als russisch anzuerkennen. Er würde damit gegen sein eigenes Gesetz verstoßen.
Nun - Gesetze kann man ändern, dafür bedürfte es dann einer Mehrheit im amerikanischen Kongress. Die wäre aktuell allerdings mehr als fraglich.
Die vom Kriegsfront zurückgekehrten russischen „Helden der speziellen Militäroperation“ haben mehr als tausend Bürger Russlands getötet oder verletzt.
In den fast vier Jahren des Krieges gegen die Ukraine haben die vom Kriegsfront zurückgekehrten Veteranen der „SVO“ mehr als 1000 Menschen getötet und verletzt, wie die Publikation „Вёрстка (Layout)“ zusammenstellte. Ihre Opfer sind meist Angehörige und Bekannte, die Verbrechen werden häufig während Sauftouren begangen.
So zum Beispiel hat der 43-jährige Einwohner der Stadt Wladimir, Alexej Demeschenko, nach seiner Rückkehr aus der Ukraine einen Mitsäufer in der „Snack-Bar“ mit einem Messer erstochen, weil dieser sich gegen den Krieg aussprach. Der Täter bekam neun Jahre aufgebrummt. Das Gericht sah allerdings einen mildernden Umstand für den Täter, da das Opfer sich gegen den Krieg aussprach.
Oder zum Beispiel hat der 33-jährige Andrej Kurbasow, gebürtig aus der Stadt Wladimir, eine 17-jährige Frau vergewaltigt und getötet. Der mobilisierte Soldat Pawel Sawtschenkow erstach einen Mittrinker in der Grill-Bar „Mirage“ und der Soldat aus der Wladimir-Region, Valery Schumilow, erstach einen Saufkumpan in der Küche wegen eines Streits über den Krieg.
Ein Oberst, der Folter und Diebstahl in der Strafanstalt IK Nr. 15 untersuchte, wurde im Krieg getötet. Seine Angehörigen erfuhren von seiner Todesnachricht von der Bank.
Der FSIN-Oberst Alexander Wladimirowitsch Tscheprasow führte eine interne Untersuchung in der Kolonie Nr. 15 in Angarsk durch (Oblast Irkutsk), nachdem dort ein Gefangenenaufstand und ein Feuer stattgefunden hatten. Später wurde von Folter berichtet. Tscheprasow stieß auf ein großes Netzwerk von Sicherheitskräften und Geschäftsleuten, die Holz stahlen und ins Ausland schickten.
Er konnte die Sache nicht zu Ende untersuchen: Tscheprasow wurde selbst der Bestechung beschuldigt und zu 12 Jahren Strafkolonie verurteilt. Dort unterzeichnete er einen Vertrag, ging an die Front und verschwand spurlos.
Was mit ihm passiert ist, können seine Frau und Mutter nicht erfahren. Weder im Wehramt noch in der Militäreinheit selbst antwortet man ihnen. Es gibt auch keine offizielle Todesanzeige.
Aus dem Telegram-Kanal „Menschen vom Baikal“. Den gesamten Beitrag in russischer Sprache gibt es hier.
Der Telegram-Kanal „Udmurtien gegen Korruption“ hat einen Film vom Soldatenfriedhof der Stadt veröffentlicht. Abonnenten des Kanals haben auch Fotos der Soldatengräber eingereicht, allerdings nur von eineinhalb Reihen. „Das ist schwer anzusehen“, erklärten sie.
Wir konnten auf Grund dieser Fotos 21 Namen neu in unsere Datenbank aufnehmen.
Anmerkung: Es empfiehlt sich den Film in größerer Auflösung anzuschauen, dazu nur auf die Überschrift des Beitrags klicken.
Seit dem Jahr 2022 wurden in Usbekistan 338 Strafverfahren gegen eigene Bürger eingeleitet wegen Beteiligung an bewaffneten Konflikten im Ausland. Fast alle dürften auf Seiten Russlands im Krieg gegen die Ukraine gekämpft haben.
Laut usbekischer Darstellung wurde die überwiegende Mehrheit der Beteiligten durch Täuschung in den militärischen Konflikt hineingezogen oder nach Kontakt mit kriminellen Organisationen in Kampfgebiete geschickt. In seltenen Fällen erfolgte die Teilnahme aus finanziellen Gründen.
Eine unserer Informationsquellen aus Baschkortostan ist seit Beginn des Krieges der Telegram-Kanal „Aspekte Baschkortostan“. Er lieferte Einblicke in die bevölkerungsreichste russische Teilrepublik und veröffentlichte auch Namen der im Krieg gegen die Ukraine gefallenen Soldaten. Um nicht unter Zensurmaßnamen zu fallen, beschränkte sich der Kanal ausschließlich auf die Berichterstattung aus der Region und verzichtete auf Kommentierungen und Wertungen.
Das hat alles nichts geholfen. Am 21. November 25 wurde auch Aspekte als „ausländischer Agent“ eingestuft. Das russische Justizministerium schreibt in seiner Erklärung:
„Die Publikation verbreitete Falschinformationen über Entscheidungen und Maßnahmen russischer Regierungsstellen und lehnte die Militäroperation in der Ukraine ab. Sie war an der Erstellung und Verbreitung von Botschaften und Materialien ausländischer Agenten an die Öffentlichkeit beteiligt.“
Die Publikation „Aspekte – Baschkortostan“ wurde vom Team von Echo Moskwy in Ufa kurz nach der Schließung ihres Radiosenders im Frühjahr 2022 ins Leben gerufen. Die erste Sendung wurde am Morgen des 1. April 2022 auf dem YouTube-Kanal des Projekts ausgestrahlt. Seitdem konzentriert sich „Aspekte“ auf regionale Nachrichten.
Jetzt prangt über jedem Beitrag von Aspekte der großgeschriebene Satz: „18+ DAS VORLIEGENDE MATERIAL (INFORMATIONEN) WURDE VON EINEM AUSLÄNDISCHEN AGENTEN DER INTERNETPUBLIKATION „ASPEKTE VON BASCHKORTOSTAN” VERÖFFENTLICHT ODER BEZIEHT SICH AUF DIE TÄTIGKEIT EINES AUSLÄNDISCHEN AGENTEN DER INTERNETPUBLIKATION „ASPEKTE VON BASCHKORTOSTAN”.
Zwei Journalisten des Projekts, Ruslan Walijew und Jewgeni Konoplin, haben Russland inzwischen verlassen und leben in Deutschland.