15.07.2026 -- 221.293// Zuwachs zum 30.06.2026: 2.769
Russlands Präsident schickt die Jugend seines Landes in einen verbrecherischen Krieg. Wie viele russische Soldaten inzwischen in der Ukraine ihr Leben gelassen haben, können wir nicht komplett aufklären. Wir sammeln hier seit Beginn des Krieges im Februar 2022 die Todesmeldungen aus den Medien der Regionen und sozialen Netzwerken Russlands und verschaffen so zumindest einen ungefähren Überblick.
Im ersten Kriegsjahr haben wir noch die Meldungen im übersetzten Originaltext veröffentlicht, auf Grund der schieren Menge der Kriegstoten mussten wir später zur Tabellenform übergehen, jetzt führen wir nur noch reduzierte Listen. Eine Liste der Regionen und den dazu veröffentlichten Tabellen, finden Sie hier.
Monatlich veröffentlichen wir eine Zusammenfassung unserer Datenbank - die Liste mit allen Auswertungen finden Sie hier - Aktuell Auswertung zum 31.05.2026 & erfasst zum 30.06.2026. | Karte der Regionen Russlands | Föderationssubjekte | Kontakt: info[ɛt]oskarmaria.de
Unsere Webseite oskarmaria.de und die dazu gehörigen IP-Adressen wurden durch die russische Aufsichtsbehörde für das Internet "Roskomnadsor" am 26. August 2024 gesperrt. Details dazu erfahren Sie hier. | Alternativ-Link: gibtsnet.eu
Wieder einmal haben sich einige verwegene und tapfere CounterStrike-Spieler zu einem Rudel zusammengeschlossen und ein Board aus dem Boden gestampft.
Alles neu macht der Mai, sagte sich Big-Rudi, Chef des All-U-Can-Eat-Boards und startete vor ein paar Tagen mit einem neuen, völlig jungfräulichen Board. Die alten Beiträge und auch die Mitglieder wurden nicht übernommen.
Die vier IRC-Netzwerke german-elite.de, german-elite-net.de, insiderZ und highteq haben eine gemeinsame Geschichte. Nachdem sich jetzt die ersten beiden Netzwerke wieder zusammengeschlossen haben, es Trouble mit den Leuten von highteq gab, hat HERZ, Chef der InsiderZ, seine Chronik in einem Kommentar zum Beitrag IRC: Eine Flut und eine Hochzeit veröffentlicht, die wir hier noch einmal an hervorgehobener Stelle dokumentieren wollen.
Weiterlesen: Vier IRC-Netzwerke und ihre gemeinsame Geschichte
Keinen Spaß scheint die Firma Microsoft zu versehen, wenn es um den im Netz kursierenden Quellcode von Windows 2000 geht. Blieb in der Vergangenheit das rege Tauschen von Betriebssystemen und Office-Produkten meist ungeahndet, so geht der Softwareriese in den letzten Tagen recht rigide gegen die Leute vor, die den Quellcode über Tauschbörsen verbreiten. Der Verlag Heise berichtete heute von solchen Fällen. Doch auch Nachrichtenboards werden beobachtet, wie Tux, der Administrator des Burningboards, heute mitteilte.
Nach einer 4-wöchigen Pause, in der keine Registrationen auf dem VirtualboX - Board möglich waren, ist heute die Registration wieder auf unbeschränkte Zeit geöffnet worden.
Letzten Samstag trat ein, was von Kennern der Szene bereits vorhergesagt worden war. Das Eselchen-Portal wurde durch den Hoster MrE-Media vom Netz genommen. Inzwischen hat Schaedel, Chef des Brainstorm24-Boards, für die jetzt heimatlosen Mitglieder ein Forum geschaffen, in dem diese aktuelle Informationen erhalten und sich austauschen können. In etwa einer Woche soll das Eselchen-Portal wieder ans Netz gehen, meint Administratorin ChaosSpezies, die sich den Fragen der BoardNachrichten stellte.
Weiterlesen: Update: Wie geht es weiter mit dem Eselchen-Portal-Board?
Es ist ja inzwischen allgemein bekannt: Cosmo Connor kann seine Linkseite nicht mehr regelmäßig betreuen. Doch seine Nachfolger stehen schon bereit und hoffen, den Altmeister demnächst beerben zu können. Einer davon ist CoolaShacka mit seiner CSW, jetzt will auch RAW mit seiner RAW syndicates`s Linkseite beim Kampf um das Erbe mitmischen.
Jeder kann sich solch eine Situation gut vorstellen. Viele Board-Projekte sind als Freizeitbeschäftigung entstanden. Jetzt hat ein Macher einfach keine Zeit mehr dafür. Aber es wäre eine Schande, wenn deshalb eine gut funktionierende Community gesprengt werden würde. Das ist der Grund, warum Skyrider für sein xpBoard einen Nachfolger sucht.
Völlig unerwartet hat uns heute Nacht eine Nachricht erreicht. LoddarNewYork und Genial sind als Administratoren des Skats-Board zurückgetreten. Das Skats-Board ohne Loddar, das sind Erdbeeren ohne Schlagsahne oder Internet ohne Computer - einfach undenkbar. Verantwortlich für das Board zeichnet ab sofort Jupp11, er wird unterstützt von Chopper und Choppershexe als Co-Administratoren.
Die Szene der Nachrichtenbretter im Netz ist kaum zu überblicken. Immer wieder findet man ein interessantes Board, das man bisher noch nicht bemerkt hatte, das aber in Qualität und Benutzerzahlen leicht mit vielen hier vorgestellten Boards konkurrieren kann. Die BoardNachrichten wollen kein Werbemedium für ambitionierte Webmaster sein. Wenn wir neue Projekte vorstellen, dann nur, wenn wir von deren Qualität auch überzeugt sind. Solch ein Board ist die VirtualboX, deren Macher ein qualitativ hochwertiges Nachrichtenbrett auf die Beine gestellt haben und das mit seinen Benutzerzahlen leicht mit arrivierten Boards konkurrieren kann.
Lange konnte sich das Ultimate-Board beim Hoster Ezboard halten. Mit der Begründung, dass dort Illegales geschehe, wurde das Forum Mitte Mai schließlich geschlossen. Aber Q-Bert wollte seine Projekte nicht aufgeben und arbeitete an einer Fortsetzung. Doch enttäuscht vom Verlauf einiger Diskussionen hat er sich jetzt entschlossen, seine Projekte ganz einzustellen.
Nachdem das Hoppers-Board lange Zeit nur noch für registrierte Mitglieder zugänglich war, kann man es jetzt wieder als Beobachter mitlesen. Die Registrierungspflicht wurde aufgehoben. Doch Interessantes wird man dort nicht mehr finden, das Board ist inzwischen weitgehend inhaltlich verödet.
Noch immer sind die Umstände nicht völlig aufgeklärt, warum Virtualbox geschlossen werden musste. Doch einige ehemalige Teammitglieder sind nicht untätig geblieben und haben ein Nachfolgeprojekt ins Leben gerufen. Dabei sind Doctor (Administrator), Wotan (Moderator) und øxygen (Server Adminstrator) vom früheren Team. Das neue Board sieht fast genau so aus wie das alte, nur der Name hat sich geändert - Ironbase heißt das neue Forum.
Nicht viel Glück hat zur Zeit die deutsche Elite. Zuerst war das Mainboard des Webservers defekt und musste ausgetauscht werden, jetzt ist der Nameserver verschollen. Das german-Elite-Board kann man im Moment nur über seine IP erreichen oder über eine kleine Umleitung, die die BoardNachrichten eingerichtet haben. Noch schlimmer hat es TheLand getroffen. Das Board wurde vom Betreiber des gEB-Nameservers gehostet und ist überhaupt nicht erreichbar.
Weiterlesen: gEB und TheLand durch Ausfall des Hosters betroffen
Ein einmaliger Ausrutscher ist es sicher nicht. Denn seit Wochen versucht das WbC-Board mit allen Mitteln Usern einen Dialer aufzunötigen, will man das Board verlassen. Und wurde das Programm erst installiert, bekommt man es kaum wieder los. Äußern Mitglieder des Boards zu dieser Praxis Kritik in der Öffentlichkeit, dann müssen sie mit einem Verlust ihres WbC-Accounts rechnen. Dabei ist diese Form der Dialer-Werbung auch für Inhaber von robusten Geschmacksnerven kaum zu ertragen und könnte zudem auch einige gesetzliche Bestimmungen verletzen.
Nach Informationen der BoardNachrichten müsste sowohl beim gEB als auch bei The-Land alles in Kürze wieder normal laufen. Offensichtlich wurde der Serverstandort gewechselt, jetzt dauert es etwas, bis sich im Netz die neuen Adressen verbreitet haben.
Weiterlesen: Update: gEB und TheLand durch Ausfall des Hosters betroffen
Nachdem sich die Wogen scheinbar wieder etwas geglättet, nachdem sich einige Hitzköpfe abgekühlt haben, ist es an der Zeit, das Thema Gulli noch einmal nachzubereiten und den Blick auf das Wesentliche zu lenken. Vorneweg das Thema war zu keiner Zeit das gulli-Board. Es geht auch nicht um Illegales. Es geht auch nicht um die "Szene", was immer man darunter verstehen mag. Und auch die Dialer sind nie Mittelpunkt des Falls Gulli gewesen.
Hier reden wir von einer Geschäftsidee, die auch Gulli betreibt, die allerdings weder ein neues Produkt noch eine besondere Dienstleistung zu bieten hat. Es wird vielmehr versucht im Stil eines billigen Marktschreiers auf dem Rummel, mit Tricks und Rosstäuscherei einige Talmiprodukte an die Dummen und Ahnungslosen im Internet zu verkaufen. Taffe gulli-Boardies sind natürlich außen vor.
Ein Jahr ist es nun her an dem die erste und bis heute große wBB Hacking Seite das Licht der Welt erblickte.
Zwei, damals noch unerfahrene User wollten für die zahlreichen Fans die das WoltLab Burning Board schon hatte eine kleine Community aufmachen in der man Hilfe zum Forum bekommt, Hacks erstellt und und und damit das Forum immer besser und besser wird.
Eine große Überraschung gab es beim xpBoard. Dessen Boardchef Skyrider will sich ganz zurückziehen und suchte einen Nachfolger, der an seine Stelle tritt. Die BoardNachrichten haben hier darüber berichtet. Das neue Team wurde inzwischen gefunden. Mit SilverShadow ist ein altbekannter Namen aus der Boardszene darunter.
Weiterlesen: Update: xpBoard mit neuem Team und voller Überraschungen
Bereits kurz nach der Veröffentlichung der Version der phpBB-Forensoftware haben wir dieses Programm für die Boardrundschau eingesetzt. AA hat damals als technischer Administrator kompetent verschiedene Sicherheitslücken gestopft und neue Features hinzugefügt. Inzwischen wurde allerdings das Programm zur Version 2.03 weiterentwickelt, zahlreiche zusätzliche Features sind dazu gekommen. Deshalb wurde es Zeit, die bisherige Software komplett auszutauschen und in ein "jungfräuliches" System wieder alle Zusatzfunktionen einzubauen.
Das legendäre Sacrificial-Board wurde für immer abgeschaltet. Gegründet wurde es als eine Herberge für ehemalige und aktive Mitglieder des SoS-Boards. Doch im März wurde das Board von einigen Mitarbeitern der Software-Industrie in die Mangel genommen und mit Schließung bedroht. Ab diesem Zeitpunkt ging es bergab.
Viele Liebhaber anspruchsvollerer Musik haben in der letzten Zeit Musik über die Tauschbörse Soulseek getauscht. Doch deren Domain wurde im August nicht verlängert und ist jetzt nicht mehr erreichbar. Kein gutes Zeichen für die Weiterexistenz dieses Napster-Nachfolgers.
Weiterlesen: Die Musiktauschbörse Soulseek wieder ohne Domain

Auf dem Foto sieht Igor wie ein professioneller Soldat aus, in Wirklichkeit war er eher ein Ritter der traurigen Gestalt. Entsprechend verlief auch seine Zeit als Vertragssoldat. Im August 2024 kam er in ukrainische Gefangenschaft, ein Verhör mit ihm wurde veröffentlicht. Aber niemand vermisste ihn. Igor wurde nach einiger Zeit ausgetauscht und musste wieder zurück in den Krieg. Am 23. Mai 2026 war dann Schluss. Igor Gennadjewitsch Kalinin wurde am 04.07.1974 geboren und lebte im Dorf Iljinsky in Karelien. Am 11.06. wurde er dort begraben.
Es ist alles zusammen gekommen, die Hitze der letzten Tage, die unsere Arbeitsmoral untergraben hat, durch die hessischen Ferien bedingte dünne Besetzung und schließlich ist unsere EDV-Erfassung auch noch abgestürzt. So dauerte unsere Zusammenfassung des Monats Mai länger als geplant. Wir bitten um Entschuldigung.
Die Todeslisten aller russischen Regionen sind jetzt bis zum Monat Mai 2026 aktuell. Die übliche Zusammenfassung werden wir bis zum 16.07.26 vorlegen.
Folgende Regionallisten wurden neu angelegt:
Wir hatten etwas Probleme mit unserer internen IT, deshalb haben wir uns mit dem Monat April 2026 weiter verspätet und konnten auch keine aktuellen Themen einschieben. Die Zusammenfassung werden wir am morgigen Donnerstag vorlegen.
Alle russischen Regionen wurden bereits mit den Daten des Monats April 2026 aktualisiert.
Folgende Listen wurden neu angelegt:
Wir haben alle russischen Regionen mit den Daten des Monats März 2026 aktualisiert.
Folgende Listen wurden neu angelegt:
Die ausführliche Zusammenfassung zum Monat März 2026 und die erfassten Daten zum April 2026 werden wir bis spätestens 12. Mai vorlegen können.
CK, 11.05.2026
Wir sind gerade im Stress und bereiten den Abschluss des Monats März 2026 vor. So haben wir versehentlich einen unfertigen Beitrag online gestellt: „Für Glaube und Vaterland in Nowomoskowsk“. Wir bitten um Entschuldigung.
Wir haben den Beitrag wieder versteckt, er wird erst in den nächsten Tagen - dann hoffentlich komplett - veröffentlicht.
OM 07.05.2026
Am Abend des 5. Mai 2026 war unsere Domain „oskarmaria.de“ nicht zu erreichen. Nach hektischen Versuchen, das Problem auf unserem Webserver zu suchen, mussten wir feststellen, dass wir nicht unternehmen können. Die Namensauflösung für de-Domains war bei Denic gestört. Über unsere zweite Domain https://www.gibtsnet.eu sind wir weiterhin & ungestört zu erreichen.
Zum Beitrag über die beiden in Russland inhaftierten Frauen Natalia Leonhardt und Daria Jegerewa wollen wir noch einige Anmerkungen nachreichen.
Nach der Verhaftung der beiden Frauen wurde zunächst nur der Name von Daria Jegerewa bekannt. Die Familie von Frau Leonhardt wollte, dass ihr Name nicht genannt werden solle. Sie versprachen sich so bessere Chancen vor Gericht. Das ist nicht eingetreten.
Aber dazu passt: Wir hatten beim Unterstützerkomitee angefragt, ob wir ein Foto benutzen können, das beide Frauen zeigt. Am folgenden Tag haben wir die Erlaubnis bekommen, die dann wenig später zurückgezogen wurde. Die Verantwortliche hatte unsere Webseite besucht und meinte danach, dass eine Fotoveröffentlichung in unserem Kontext den beiden Frauen eher schaden würde. Wir wollen das nicht weiter kommentieren.
Russische Freiwillige, die in den ersten drei Monaten nach Vertragsunterzeichnung an der Front getötet wurden, stellen wir unter der Überschrift „Ohne viele Worte“ vor. Da es zu viele waren, haben wir zunächst maximal einen Gefallenen pro Tag veröffentlicht. Aktuell ist die Situation so, dass es in vielen Regionen inzwischen untersagt ist, die genauen Daten anzugeben, wann der Vertrag unterschrieben und wann der Freiwillige getötet wurde. Neue Freiwillige sollen durch solch eine Wahrheit nicht abgeschreckt werden, meinen die russischen Behörden.
Wir haben uns deshalb entschieden, wieder alle Kurzzeitsoldaten zu veröffentlichen, die wir registrieren. Das sind meist Männer aus Burjatien, da in dieser Region - teilweise - noch immer ausführliche Nachrufe publiziert werden. Burjatien steht stellvertretend für alle russischen Regionen, wie unser aktuelles Beispiel aus Transbaikalien zeigt. Im Bezirk Krasnotschikoisky haben wir unter 128 Gefallenen insgesamt 36 Kurzzeitsoldaten gefunden.
Eine aktuelle Liste der Antrittsprämien aller rusischen Regionen, die der russische Staat für Zeitsoldaten bezahlt, haben wir hier veröffentlicht.
Wir haben alle russischen Regionen mit den Daten des Monats Februar 2026 aktualisiert.
Folgende Listen wurden neu angelegt:
Die ausführliche Zusammenfassung zum Februar 2026 und die erfassten Daten zum März 2026 werden wir bis spätestens 10. April vorlegen können.
OM, 09.04.2026
Vielleicht ist euch aufgefallen, dass wir sehr häufig Personen aus Burjatien vorstellen. In unserer Rubrik der Kurzzeitsoldaten (Ohne viele Worte) sind überwiegend Gefallene aus Burjatien vertreten. Das hat einfache Gründe - in Burjatien werden gewohnheitsmäßig ausführliche Nachrufe auf die im Krieg getöteten Landeskinder veröffentlicht. So erfahren wir viele Details. Das kommt in anderen Regionen eher selten vor, häufig werden auch mißliebige Daten gezielt verheimlicht. So zum Beispiel dass die getöteten Soldaten aus der Haft an die Front entlassen wurden, dass sie nur eine kurze Überlebensdauer hatten, usw. In einigen Regionen wie Baschkortostan sind inzwischen solche detaillierten Nachrichten verboten, häufig wird sogar das Alter verschwiegen.
So muss Burjatien als Beispiel herhalten, wenn es um Kurzzeitsoldaten, jugendliche Dummköpfe und Häftlinge geht. Es wird in allen anderen Regionen nicht viel anders sein.
Wir haben alle russischen Regionen mit den Daten des Monats Januar 2025 aktualisiert.
Es wurden neun neue Listen angelegt:
Die ausführliche Zusammenfassung zum Januar 2026 und die erfassten Daten zum Februar 2026 werden wir bis spätestens 13. März vorlegen können.
OM, 12.03.26
Der Trend bei den Nachrufen hält an - konkrete Daten werden nicht mehr angegeben. So will es die russische Regierung. Damit kann man nicht mehr abschätzen, wie lange der Zeitvertrag mit dem Militär dauerte oder besser, wie schnell der Soldat nach Vertragsunterzeichnung getötet wurde. Auch wird die Feststellung verhindert, wie lange der getötete Soldat irgendwo an der Front liegen blieb.
Normalerweise haben wir max. einen Kurzzeitsoldaten pro Tag in unserer Rubrik „Ohne viele Worte“ veröffentlicht. Das haben wir heute ausnahmsweiße verändert und alle Kurzzeitsoldaten gelistet, die uns im Zeitraum vom 19. bis 20. Januar 26 aufgefallen sind. Als Beleg dafür, dass auch weiterhin viele russischen Freiwilligen nur kurze Zeit an der Front überleben, auch wenn diese Tatsache unterdrückt werden soll.
CK, 23.02.26
Nach aktuellen Berichten wurden von der russischen Behörde für das Internet "Roskomnadsor" alle „Sozialen Netzwerke“ des Meta-Konzerns abgeschaltet. Folglich sind Facebook, Instagram und der Nachrichtendienst Whatsapp in Russland nicht mehr zu erreichen. Für uns ist das beinahe bedeutungslos. Nur aus der russischen Teilrepublik Nordossetien-Alanien kamen manchmal Informationen via Instagram.
Schwieriger stellt sich die Situation bei Telegram dar. Viele Meldungen von unabhängigen & kritischen Gruppierungen kommen aus Russland über Telegram. Und auch staatliche Akteure nutzen dieses Medium häufig zur Präsentation und Dokumentation ihrer Arbeit. Im Moment berichten Nutzer aus Russland, dass sich Videos und Fotos nur langsam aufbauen - wenn überhaupt. Telegram ist also noch nicht ganz abgeschaltet, aber der Zugriff deutlich erschwert. Wir werden weiter berichten.
OM, 11.02.26
Wir haben jetzt alle russischen Regionen mit den Daten des Monats Dezember 2025 aktualisiert. Es wurden sechs neue Listen angelegt:
Die ausführliche Zusammenfassung zum Dezember 2025 und die erfassten Daten zum Januar 2026 werden wir bis spätestens 4. Februar vorlegen können.
CK, 01.02.26
Noch zwei Tage und wir sind endlich mit den Kriegstoten vom Dezember 2025 durch. Dann müssen die Namen noch übersetzt und alles in unsere Tabellen eingetragen werden, was zusätzlich zwei bis drei Tage in Anspruch nimmt. Zum gleichen Zeitpunkt werden dann auch die erfassten Zahlen vom Januar 2026 verfügbar sein.
Ein Blick in unsere Datenbank zeigt - es wird keine großen Überraschungen geben. Baschkortostan und Tatarstan, führend bei den Kriegstoten nach Regionen, werden ihren Vorsprung weiter ausbauen. Dahinter kommt die Region Swerdlowsk usw. Und wenn man die Kriegstoten ins Verhältnis zur Bevölkerung der Regionen stellt, bauen die ethnisch bestimmten Regionen wie Tuwa, Burjatien, Tschukotka, Altai und Jakutien ihren Abstand zu den russisch geprägten Regionen weiter aus.
OM, 28.01.26
Zu unserer Berichterstattung über den russischen Angriffskrieg passt der Bürgerprotest über den Abriss eines Gebäudes in St. Petersburg vordergründig nicht. Wir meinen aber, der Artikel passt sehr gut.
Zum einen ist er einer der wenigen breit aufgestellten Bürgerproteste seit Beginn des russischen Angriffskrieges. Auf Anhieb fallen uns dazu nur noch die Proteste im baschkirischen Baimak Anfang 2024 ein.
Zum anderen dokumentiert er sehr gut die verschiedenen Meinungen und Vorurteile der Stadtbürger von St. Petersburg. Die „Migranten“ im Beitrag sind keine Migranten in unserem Sinne, sondern ganz normale russische Staatsbürger, deren Geburtsregion der russische Kaukasus ist. Dagestan ist die größte, überwiegend muslimisch geprägte russische Teilrepublik im Kaukasus.
Und vielleicht, vielleicht ein ganz klein wenig, existiert der zivile Ungehorsam in Russland immer noch. Und konnte auch durch die seit Beginn des Krieges ständig erweiterte Repression nicht ganz ausgerottet werden.
Wir haben jetzt alle russischen Regionen mit den Daten des Monats November 2025 aktualisiert. Es wurden 21 neue Listen angelegt:
Bei den Fotos zu den neuen Tabellen haben wir auf Kritik reagiert und möglichst keine Postkartenmotive ausgewählt. Denn diese bilden die Lebenswirklichkeit der Menschen in diesen Regionen nicht ab.
Die große Zahl an russischen Kriegstoten lässt uns kaum noch Zeit zu aktuellen Berichten. Wir können etwa 300 Kriegstote pro Tag bearbeiten, da darf aber nichts dazwischen kommen - wie zum Beispiel persönliche Angelegenheiten. Tatsächlich haben wir im Moment durchschnittlich etwa 400 Fälle in unseren Listen.
Heute haben wir den 20. November bearbeitet, es wird also mindestens noch 11 Tage dauern, bis wir den November abgeschlossen haben.
Die hohe Zahl an Kriegstoten resultiert nicht aus dem aktuellen Kampfgeschehen. Durch das Erbschaftsregister können viele Suchanfragen auf VKontakte und Telegramkanälen geschlossen werden - Soldat tot.
Das alles hindert uns nicht, in den nächsten Tagen einen Zwischenstand zum 15. Dezember zu veröffentlichen.
Wir haben heute alle russischen Regionen mit den Daten des Oktobers aktualisiert. Es wurden drei neue Listen angelegt:
Wir werden für eine kurze Zeit nicht erreichbar sein - einfach später wieder kommen.

Nachdem die Aufmerksamkeit zu unseren Veröffentlichungen wächst, eine kurze Information zu OskarMaria.
Unter diesem Pseudonym war der Initiator im Internet seit über 25 Jahren recht unregelmäßig präsent. Ab dem Jahr 2014 hat er hier über die Situation in den von Russland besetzten Gebieten des Donbass geschrieben. Als einer der ersten Journalisten überhaupt informierte er über die damals neu gegründete Gruppe Wagner.
Beruflich war er seit den 80-iger Jahren Geschäftsführer von diversen Medienunternehmen im Printbereich. Jetzt im Ruhestand, Kinder erwachsen, bleibt etwas mehr Zeit, die gesammelten Erfahrungen zusammen mit wenigen Mitstreitern für dieses Projekt zu nutzen.
Nachtrag: OskarMaria– das ist eine kleine Verbeugung vor dem beinahe vergessenen Schriftsteller Oskar Maria Graf. In Zeiten der Bücherverbrennungen wurden seine Werke von den Nazis verschont, ja sogar teilweise empfohlen. „Verbrennt mich!“ schrieb er 1933 in der Wiener Arbeiterzeitung, „nach meinem ganzen Leben und nach meinem ganzen Schreiben habe ich das Recht, zu verlangen, dass meine Bücher der reinen Flamme des Scheiterhaufens überantwortet werden und nicht in die blutigen Hände und die verdorbenen Hirne der braunen Mordbanden gelangen!“ Schließlich floh er in die USA – dort lebte er in bescheidenen Verhältnissen. Deutschland wollte den unbequemen Mann nach dem Krieg nicht wieder haben. Er starb 1967 in New York.
Literaturempfehlung: Wir sind Gefangene - Autobiograhie 1927.
Doppelt
Wladimir: 25. Artem Kozhenkov // Nischni Nowgorod: 35 Artem Kozhenkov
Wolgograd: 01 Juri Agarkov // Pskow: 41 Juri Agarkow
Kutelev Stanislav, dreifach, Kostroma, Rjasan und Orenburg. Nur Orenburg
Nikolai Symov, Rjasan & Tschuwaschien - nur Tschuwaschien
Mamontov Mikhail - Krasnodar Teil 1 & Teil 2
Ivan Alekseevich Chulkov, Kostroma, Pos. 51/56
Elimov Alexey Michailowitsch , Kostroma & Tschuwaschien
Falsch einsortiert
Ruslan Khamitov, Tscheljabinsk, kein Söldner der Gruppe Wagner

Danila Andrejewitsch, 18 Jahre
Ohne seine Eltern zu informieren, schloss Danila kurz nach seinem 18. Geburtstag einen Vertrag mit dem russischen Militär. Auch er fiel auf die Lüge herein, dass ein Drohnenpilot fern der Front aus einem geschützten Bereich heraus Ukrainer töten würde. Doch ein halbes Jahr später war Danila tot. Danila Andrejewitsch Potrebitsch wurde am 26. Januar 2007 in Luhansk (Ukraine) geboren. Seine Eltern flohen im Jahr 2014 vor dem von Russland organisierten Krieg in der Ostukraine nach Woronesch.
Wir hatten bereits über die Aussage der russischen Militätbloggerin Agnes Becker berichtet, die in ihrem Telegramkanal eine angeblich unabhängige Studie zitiert hatte. Danach würde die durchschnittliche Überlebensdauer eines Soldaten bei einem Angriff an den vordersten Positionen nur 20 - 35 Minuten betragen. Am letzten Mittwoch bestätigte der CIA-Direktor John Ratcliff diese Aussage:
„Unsere Erkenntnisse decken sich mit einigen Berichten aus offenen Quellen, die Sie möglicherweise im Zusammenhang mit der Ukraine gesehen haben: Die durchschnittliche Lebenserwartung eines russischen Rekruten, der derzeit auf dem Schlachtfeld in der Ukraine eintrifft, wird auf 20 bis 30 Minuten geschätzt.“
Durch den Einsatz von Drohnen mit KI-Unterstützung steigen jedoch die Verlustzahlen auch weit hinter der Front. Im folgenden Video sieht man solch eine Drohne, die zielgerichtet einen russischen Militärlaster ausschaltet. Vermutlich handelt es sich um die in Deutschland hergestellt HX-2 der Rüstungsfirma Helsing.
Ilja Eduardowitsch Tirskij, 26 Jahre
Geburtsdatum: 18.07.1998
Todesdatum: 08.04.2025
Todesort: Oblast Donezk, Bezirk Wolnowacha, Siedlung Schewtschenko
Art des Dienstes: Vertrag vom 27.02.2025, Militäreinheit 46102
Ziviler Beruf: Koch
Wohnort: Jakutsk
Telegram-Kanal „Die Toten aus Sacha“ vom 02.06.26
Wladimir Sergejewitsch Nenartowitsch, 59 Jahre
Telegram-Kanal „Die Toten aus Sacha“ vom 28.05.2026
Die Kleinstadt Tschulym liegt etwa 130 km westlich der Hauptstadt Nowosibirsk. In der Stadt und im dazugehörigen Bezirk leben rund 20.000 Menschen - Tendenz rückläufig. Die Gegend ist landwirtschaftlich geprägt, etwa ein Drittel aller Erwerbstätigen arbeiten in diesem Bereich.
Ein Denkmal erinnert an die Toten aus den sowjetischen und russischen Kriegen. Im Krieg in Afghanistan sind zwei Soldaten aus dem Bezirk getötet worden, in den Tschetschenienkriegen wurden acht Männer getötet und im aktuellen Krieg gegen die Ukraine wurden bisher 113 Namen eingraviert.
Setzt man jene 113 Kriegtoten ins Verhältnis zur Bevölkerung, so würde jene Region an zweiter Stelle aller russischen Regionen in unserer entsprechenden Tabelle stehen.
Nikolai Afanassjewitsch Atlasow (Rufname „Odun“), 35 Jahre alt
Status: Verstorben Geburtsdatum: 29. Oktober 1989
Sterbedatum: 28. März 2025
Geburtsort: Rajon Changalasski, Dorf Katschikatsy
Sterbeort: Region Donezk, Siedlung Jelisawetowka
Dienstverhältnis: Vertragsdienst (ab 30. November 2024)
Kinder (Anzahl): Unbekannt
Ziviler Beruf: Abfüllung und Lieferservice für reines Trinkwasser
„Die Toten aus Sacha“ vom 5.5.26