15.07.2026 -- 221.293// Zuwachs zum 30.06.2026: 2.769
Russlands Präsident schickt die Jugend seines Landes in einen verbrecherischen Krieg. Wie viele russische Soldaten inzwischen in der Ukraine ihr Leben gelassen haben, können wir nicht komplett aufklären. Wir sammeln hier seit Beginn des Krieges im Februar 2022 die Todesmeldungen aus den Medien der Regionen und sozialen Netzwerken Russlands und verschaffen so zumindest einen ungefähren Überblick.
Im ersten Kriegsjahr haben wir noch die Meldungen im übersetzten Originaltext veröffentlicht, auf Grund der schieren Menge der Kriegstoten mussten wir später zur Tabellenform übergehen, jetzt führen wir nur noch reduzierte Listen. Eine Liste der Regionen und den dazu veröffentlichten Tabellen, finden Sie hier.
Monatlich veröffentlichen wir eine Zusammenfassung unserer Datenbank - die Liste mit allen Auswertungen finden Sie hier - Aktuell Auswertung zum 31.05.2026 & erfasst zum 30.06.2026. | Karte der Regionen Russlands | Föderationssubjekte | Kontakt: info[ɛt]oskarmaria.de
Unsere Webseite oskarmaria.de und die dazu gehörigen IP-Adressen wurden durch die russische Aufsichtsbehörde für das Internet "Roskomnadsor" am 26. August 2024 gesperrt. Details dazu erfahren Sie hier. | Alternativ-Link: gibtsnet.eu
Technisch mag es im Prinzip dasselbe sein: Das Kopieren und Tauschen von Computerprogrammen und Musikdateien. Rechtlich gesehen ist es ein großer Unterschied. Im Gegensatz zur Software darf Musik für den privaten Gebrauch kopiert und getauscht werden. Nur aus diesem Grund konnten auch all die Musiktauschbörsen im Netz entstehen. Und wenn wie zuletzt Audiogalaxy sich diese dem Druck der Musikindustrie beugen mussten, so waren dafür weniger Gerichtsentscheidungen ausschlaggebend. Denn langwierige gerichtliche Auseinandersetzungen mit den Musikkonzernen konnte sich bisher keine der meist finanzschwachen Tauschbörsen leisten.
Dabei war es in der Vergangenheit selbstverständlich, dass man Musik aus dem Radio oder von der Schallplatte mit einem Tonbandgerät kopiert hat. Und auch niemand hielt die Hand auf, wenn man abends am Lagerfeuer einen aktuellen Hit zur Gitarre gejodelt hatte. Doch im Zeitalter der digitalen Kopie, die es erlaubt ein Stück ganz ohne Qualitätsverluste wieder und wieder zu kopieren, wollen die Musikkonzerne solch eine Vervielfältigung möglichst unterbinden oder falls das nicht möglich ist, zumindest gutes Geld daran verdienen. Umso wichtiger wird es, das Recht auf den privaten, nicht kommerziellen Austausch von Musik öffentlich zu verteidigen und nicht in eine rechtliche Grauzone drängen zu lassen, wie es immer wieder von den Vertretern der Industrie versucht wird.
Ganz in einer Nische ist Soulseek angesiedelt, eine Musiktauschbörse hauptsächlich für Liebhaber von elektronischer Musik oder Musik ganz abseits des Mainstreams. Das finanziell nicht auf Rosen gebettete Projekt kommt allerdings der Idee des privaten Tausches von Musik wesentlich näher, als es bei anderen Musikbörsen der Fall ist oder war. Denn bei Soulseek kann man sich seine Tauschpartner selbst heraussuchen.
Weiterlesen: Soulseek: Eine Musiktauschbörse der anderen Art
Wir hatten ja bereits gestern über die merkwürdigen Bürgschaftsregeln berichtet, die das Newgen-Board für ihre Mitglieder einführen wollen. Diese sollen für neue Mitglieder bürgen, damit diese Zugang zu allen Foren erhalten. Dabei wurden die Regeln gleich so weitgehend formuliert, dass wohl etwas Widerspruch unter den Mitgliedern aufgekommen und von Sippenhaft die Rede ist. Heute präzisierte Administrator Cabby noch einmal die Regeln und nahm eine argumentative Anleihe beim Bankgewerbe auf.
Mit dieser Zusammenstellung erheben die BoardNachrichten keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wir haben die wichtigsten Tools zusammengestellt und erläutern, was sie bewirken. Eine Bastelanleitung für den fiesesten Boardbetreiber wollen wir damit aber nicht bieten.
Weiterlesen: Teil 2: Die hinterhältigsten Zusatzprogramme zur Forensoftware
Wir haben uns heute mal wieder entschlossen, Neuanmeldungen zu ermöglichen. Ich wünsche allen neuen Mitglieder viel Spass auf dem Vmbox-Board. Unsere Adresse: vmbox.netXpit
Ganesha, Administrator des Natural-Inspiration-Boards, hat heute ein Rundschreiben an alle Mitglieder verschickt. Darin erhebt er schwere Vorwürfe gegen den ehemaligen Moderator Ben-99. Die BoardNachrichten haben inzwischen eine Kopie diesen Briefes aus einer Vielzahl von Quellen zugeschickt bekommen. Nachstehend dokumentieren wir das Schreiben Ganeshas, aber wir haben auch Ben-99 um eine Stellungnahme gebeten.
Weiterlesen: Ein offener Brief vom Natural-Inspiration-Board
Wieder wurde die Webseite phpNuke.org gehackt und der Inhalt einiger Beiträge verändert. Offensichtlich wurden bereits wieder neue, schwerwiegende Sicherheitslücken bei dem OpenSource-Programm entdeckt und ausgenutzt. Inzwischen wird von zahlreichen anderen Seiten berichtet, die bereits ebenfalls Opfer eines Angriffs wurden. Allen phpNuke-Nutzern ab Version 5.5 aufwärts wird dringend ein Sicherheitsupdate empfohlen.
Anlässlich des zweiten Jahrestages öffnet das Buha-Security-Board für kurze Zeit die Neuregistrierung. Der technische Administrator Cracky schreibt dazu in einer Stellungnahme:
Nachdem das WBB 2 kostenpflichtig wurde und sich viele darüber beschwert haben, wurde nun ein neues Projekt gestartet. Eine Forensoftware, die - wenn sie fertig ist - mehr zu bieten haben soll als das WBB 2.
Einiges hat sich seit unserer letzten Erhebung geändert. Gulli hatte für kurze Zeit die Registrierung geöffnet und hat knapp 1.800 neue Mitglieder dazu bekommen. Auch die in diesem Jahr stark zurückgefallene ftpworld hat das Board wieder für neue Registrierungen geöffnet. Etwas zweischneidig dagegen sind die offenen Türen beim Newgen-Board. Alle neuen Mitglieder sehen nur einen kleinen Teil der vorhandenen Foren. Zwar machen die Betreiber keinen Hehl aus dieser Ungleichbehandlung, doch solche extremen Unterschiede der beiden Benutzergruppen werden auf Dauer nicht gut gehen. Immerhin sind ein Großteil der nervigen PopUps und Dialer zur Zeit verschwunden.
Begonnen hatte es mit dem Gulli-Board. Dort kam es zum Konflikt zwischen Boardchef Gulli und seinem Administrator westi. Dieser bekam Hausverbot und gründete daraufhin mit einigen Gleichgesinnten die ftpworld - ein Diskussionsboard, das im Prinzip die selben Inhalte wie die Gulli-Foren bot. Doch westi fehlte Gullis Geschäftssinn, der vor einem Jahr noch auf seinen Seiten über Anarchie und Untergrund räsonierte, aber gleichzeitig an unbedarfte Szeneneulinge fleißig Dialer verteilte. So musste Westi die Boardkosten über Spenden finanzieren, dazu riss eine anwaltliche Abmahnung über eine Webseite der ftpworld ein tiefes Loch in seine Urlaubskasse. Die Besucherzahlen blieben immer weit hinter denen der Gulli-Foren zurück. Jetzt macht das Team einen radikalen Schnitt: Alle rechtlich schwierigen Themen werden komplett vom Board verbannt.
Ein Kind kann nach einem Jahr kaum laufen. Im Netz gehen die Uhren schneller, da gehört ein Forum nach einem Jahr bereits zu den arrivierten Projekten. Während andere Musik-Foren in den vergangenen Monaten sang- und klaglos eingegangen sind, kann sich der Freundeskreis guter Musik über mangelnde Resonanz nicht beklagen. Von den 1500 registrierten Mitgliedern sind zwar nur etwa zwanzig Prozent richtig aktiv, doch diese sind dem Board recht eng verbunden. Auch die Seitenaufrufe sind etwas zurückgegangen. Doch das liegt meist nur daran, dass viele Benutzer sich im Chat bei Soulseek treffen und deshalb das Board weniger für bloße Unterhaltungen benutzt wird als für den inhaltlichen Austausch über Musik.
Der neue Newsletter hat einen eigenartigen Titel? - Der Titel ist Programm! Wer heute schon im Board war, hat möglicherweise schon einen prüfenden Blick in die Adressleiste des Browsers geworfen, ob das auch wirklich das Century-Board ist? Ja, es ist das Century-Board! Wie dem aufmerksamen Boardie-Auge nicht entgangen sein wird, haben in der vergangenen Nacht ein paar - wie die Poliker es so schön bezeichnen - Umstrukturierungsmaßnahmen stattgefunden.
Man sollte es nicht glauben: Heute um 10:30 h informierte Boardchef Schaedel seine Mitglieder über die missliche Situation beim Brainstorm-Board. Durch finanzielle Probleme des Hosters ist der gekaufte Server wahrscheinlich perdu und ein neuer muss her. Bereits zwei Stunden später haben Mitglieder die Hälfte der notwendigen Spendensumme zugesagt.
Weiterlesen: Brainstorm-Board braucht Spenden für neuen Server
1000 Members
Leechcenter hat letzt Woche die 1000 Member-Grenze überschritten. Die aktuelle Mitgliederzahl liegt bei: 1024. Die Admins werden nun anfangen 0-poster zu löschen.
Will man eine Webseite ins Netz stellen, dann braucht man dazu einen zuverlässigen Hoster. Doch das Angebot an diesen Dienstleistungen ist in den letzten Jahren so groß geworden, dass es kaum zu überblicken ist. Aus Kostengründen bieten viele Hoster ihre Leistungen nur sehr spartanisch an, häufig werden Versprechungen auch nicht eingehalten. Um Webmastern einen besseren Überblick über die vielen Hostingangebote zu verschaffen, öffnet ab kommenden Sonntag das Forum Webhostingtalk seine Pforten.
Der Freundeskreis guter Musik ist wegen Umbauarbeiten für einen Tag geschlossen. Das Board wird im Augenblick auf eine neue Software umgestellt. Der technische Administrator razor:alien hat soeben gemeldet: Alle Mitglieder und Beiträge erfolgreich konvertiert. Bis aber alle Feinarbeiten erledigt sind, wird es noch eine ganze Weile dauern.
Das gEB schließt heute für mindestens drei Wochen seine Pforten. Für gelangweilte Boardmitglieder wäre es in dieser Zeit sicher das Beste, mal den Computer gänzlich ausgeschaltet zu lassen und sich den Sommerferien hinzugeben. Doch echte Junkies brauchen ihre tägliche Boardprise und deshalb haben wir uns nach ein paar Alternativen umgesehen, damit keiner an Entzugserscheinungen leiden muss.
Es ist heiß, da streift man gerne ein T-Shirt über. Vor kurzer Zeit noch wollte DocViper viele Boards mit solchen Hemdchen beglücken. Die Sache entpuppte sich als Desaster. Die Shirts waren überteuert, die Bestellungen wurden nur sehr zögerlich ausgeführt, es gab jede Menge unzufriedener Kunden und dazu noch eifrige Diskussionen quer über alle Boards. Inzwischen gibt es im Internet jedoch Serviceunternehmen, die solche T-Shirts bedrucken und versenden. Ganz ohne Risiko können so die Betreiber von Nachrichten-Boards einen T-Shirt-Shop einrichten und erhalten mit jedem verkauften Hemdchen noch einen gewissen Betrag zur Finanzierung ihrer Arbeit.
Der Entwickler von des beliebten InfoPortals phpNuke, Francisco Burzi steckt in Schwierigkeiten. Bisher wurden er und sein Projekt von der Firma Mandrake gesponsort. Doch diese hat die Unterstützung eingestellt und finanziert im Augenblick nur noch die Webseite. Jetzt will Burzi, der in Venezuela lebt, sein Software-Projekt aufgeben, sobald die neue Version 5.6 fertig gestellt ist.
EselchenPortal ist wieder erreichbar. So konnte man auch erfahren, was angeblich los gewesen sein soll. Dramatisches habe sich abgespielt: Dos- & Scriptattacken hätten dem Board-Server so zugesetzt, dass er sicherheitshalber vom Netz genommen wurde. Mehr oder weniger gleichzeitig hätte die Administratorin TheBlond eine Hausdurchsuchung über sich ergehen lassen müssen. Dabei wäre nicht nur ihr privater Rechner beschlagnahmt worden, sondern auch der VIP-Server und der Donkey-Server. Damit sind die exklusiven Angebot des EselchenPortals zuerst einmal futsch.
Wer über solch merkwürdiges Zusammenwirken von Script-Kiddies und Staatsmacht bedenklich den Kopf schüttelt, wird wahrscheinlich nicht ganz Unrecht haben. Man möge aber bedenken: Sowohl das Brainstorm24-Board, wie auch das EselchenPortal sind in den letzten Monaten stark gewachsen und haben Besucherzahlen, die viele andere Boards in den Schatten stellen.
Die Seite über Internet-Sicherheit von Bavarian Tommy hat ein neues Forum erhalten, nachdem das alte Forum nicht mehr den gewünschten Anforderungen entsprach. Er schreibt dazu auf seiner Seite: "Ein kleiner Wermuthstropfen ist jedoch, dass die User aus dem alten Forum nicht übernommen werden können bzw. die Seite und das Forum leider nur über zwei getrennte Userdatenbanken verwaltet werden können. Ich denke jedoch, dass dies in Anbetracht des erheblichen Zugewinns an Komfort und Flexibilität in Kauf genommen werden kann."
das erst im oktober '04 online gegangene szene board bdsm-in hat soeben seinen sysop gekickt, der den von ihm modifizierten freeware chat gleich mitnahm.

Maxim Wjatscheslawowitsch Safronow wurde am 4. Julij 1995 im Dorf Nowaja Brjan in Burjatien geboren. Das Dorf hat seit den Zeiten der Perestroika fast die Hälfte seiner Einwohner verloren. Heute leben noch etwa 4.200 Menschen dort. Maxim bekam während seiner Schulzeit eine kräftige Dosis Militarismus eingeflösst: Er besuchte den militärpatriotischen Club „Kasatschok“ und absolvierte das Militärspiel „Zarnitsa“. Nach der Schule studierte Maxim Medizin und arbeitete als Anästhesist und Notfallmediziner in einem Krankenhaus in Tschita (Transbaikalien).
Im Jahr 2025 wollte Maxim endlich ordentlich verdienen und ging als Notfallmediziner im Rang eines Leutnants an die Front in der Ukraine. Eine häufige Legende der Nachrufschreiber lautet, dass der Tote heldenhaft Verwundete evakuiert hätte und dabei getötet wurde. So auch bei Maxim - eine Drohne hätte am 23. Juni 26 den Rettungswagen angegriffen und Maxim getötet.
Es ist alles zusammen gekommen, die Hitze der letzten Tage, die unsere Arbeitsmoral untergraben hat, durch die hessischen Ferien bedingte dünne Besetzung und schließlich ist unsere EDV-Erfassung auch noch abgestürzt. So dauerte unsere Zusammenfassung des Monats Mai länger als geplant. Wir bitten um Entschuldigung.
Die Todeslisten aller russischen Regionen sind jetzt bis zum Monat Mai 2026 aktuell. Die übliche Zusammenfassung werden wir bis zum 16.07.26 vorlegen.
Folgende Regionallisten wurden neu angelegt:
Wir hatten etwas Probleme mit unserer internen IT, deshalb haben wir uns mit dem Monat April 2026 weiter verspätet und konnten auch keine aktuellen Themen einschieben. Die Zusammenfassung werden wir am morgigen Donnerstag vorlegen.
Alle russischen Regionen wurden bereits mit den Daten des Monats April 2026 aktualisiert.
Folgende Listen wurden neu angelegt:
Wir haben alle russischen Regionen mit den Daten des Monats März 2026 aktualisiert.
Folgende Listen wurden neu angelegt:
Die ausführliche Zusammenfassung zum Monat März 2026 und die erfassten Daten zum April 2026 werden wir bis spätestens 12. Mai vorlegen können.
CK, 11.05.2026
Wir sind gerade im Stress und bereiten den Abschluss des Monats März 2026 vor. So haben wir versehentlich einen unfertigen Beitrag online gestellt: „Für Glaube und Vaterland in Nowomoskowsk“. Wir bitten um Entschuldigung.
Wir haben den Beitrag wieder versteckt, er wird erst in den nächsten Tagen - dann hoffentlich komplett - veröffentlicht.
OM 07.05.2026
Am Abend des 5. Mai 2026 war unsere Domain „oskarmaria.de“ nicht zu erreichen. Nach hektischen Versuchen, das Problem auf unserem Webserver zu suchen, mussten wir feststellen, dass wir nicht unternehmen können. Die Namensauflösung für de-Domains war bei Denic gestört. Über unsere zweite Domain https://www.gibtsnet.eu sind wir weiterhin & ungestört zu erreichen.
Zum Beitrag über die beiden in Russland inhaftierten Frauen Natalia Leonhardt und Daria Jegerewa wollen wir noch einige Anmerkungen nachreichen.
Nach der Verhaftung der beiden Frauen wurde zunächst nur der Name von Daria Jegerewa bekannt. Die Familie von Frau Leonhardt wollte, dass ihr Name nicht genannt werden solle. Sie versprachen sich so bessere Chancen vor Gericht. Das ist nicht eingetreten.
Aber dazu passt: Wir hatten beim Unterstützerkomitee angefragt, ob wir ein Foto benutzen können, das beide Frauen zeigt. Am folgenden Tag haben wir die Erlaubnis bekommen, die dann wenig später zurückgezogen wurde. Die Verantwortliche hatte unsere Webseite besucht und meinte danach, dass eine Fotoveröffentlichung in unserem Kontext den beiden Frauen eher schaden würde. Wir wollen das nicht weiter kommentieren.
Russische Freiwillige, die in den ersten drei Monaten nach Vertragsunterzeichnung an der Front getötet wurden, stellen wir unter der Überschrift „Ohne viele Worte“ vor. Da es zu viele waren, haben wir zunächst maximal einen Gefallenen pro Tag veröffentlicht. Aktuell ist die Situation so, dass es in vielen Regionen inzwischen untersagt ist, die genauen Daten anzugeben, wann der Vertrag unterschrieben und wann der Freiwillige getötet wurde. Neue Freiwillige sollen durch solch eine Wahrheit nicht abgeschreckt werden, meinen die russischen Behörden.
Wir haben uns deshalb entschieden, wieder alle Kurzzeitsoldaten zu veröffentlichen, die wir registrieren. Das sind meist Männer aus Burjatien, da in dieser Region - teilweise - noch immer ausführliche Nachrufe publiziert werden. Burjatien steht stellvertretend für alle russischen Regionen, wie unser aktuelles Beispiel aus Transbaikalien zeigt. Im Bezirk Krasnotschikoisky haben wir unter 128 Gefallenen insgesamt 36 Kurzzeitsoldaten gefunden.
Eine aktuelle Liste der Antrittsprämien aller rusischen Regionen, die der russische Staat für Zeitsoldaten bezahlt, haben wir hier veröffentlicht.
Wir haben alle russischen Regionen mit den Daten des Monats Februar 2026 aktualisiert.
Folgende Listen wurden neu angelegt:
Die ausführliche Zusammenfassung zum Februar 2026 und die erfassten Daten zum März 2026 werden wir bis spätestens 10. April vorlegen können.
OM, 09.04.2026
Vielleicht ist euch aufgefallen, dass wir sehr häufig Personen aus Burjatien vorstellen. In unserer Rubrik der Kurzzeitsoldaten (Ohne viele Worte) sind überwiegend Gefallene aus Burjatien vertreten. Das hat einfache Gründe - in Burjatien werden gewohnheitsmäßig ausführliche Nachrufe auf die im Krieg getöteten Landeskinder veröffentlicht. So erfahren wir viele Details. Das kommt in anderen Regionen eher selten vor, häufig werden auch mißliebige Daten gezielt verheimlicht. So zum Beispiel dass die getöteten Soldaten aus der Haft an die Front entlassen wurden, dass sie nur eine kurze Überlebensdauer hatten, usw. In einigen Regionen wie Baschkortostan sind inzwischen solche detaillierten Nachrichten verboten, häufig wird sogar das Alter verschwiegen.
So muss Burjatien als Beispiel herhalten, wenn es um Kurzzeitsoldaten, jugendliche Dummköpfe und Häftlinge geht. Es wird in allen anderen Regionen nicht viel anders sein.
Wir haben alle russischen Regionen mit den Daten des Monats Januar 2025 aktualisiert.
Es wurden neun neue Listen angelegt:
Die ausführliche Zusammenfassung zum Januar 2026 und die erfassten Daten zum Februar 2026 werden wir bis spätestens 13. März vorlegen können.
OM, 12.03.26
Der Trend bei den Nachrufen hält an - konkrete Daten werden nicht mehr angegeben. So will es die russische Regierung. Damit kann man nicht mehr abschätzen, wie lange der Zeitvertrag mit dem Militär dauerte oder besser, wie schnell der Soldat nach Vertragsunterzeichnung getötet wurde. Auch wird die Feststellung verhindert, wie lange der getötete Soldat irgendwo an der Front liegen blieb.
Normalerweise haben wir max. einen Kurzzeitsoldaten pro Tag in unserer Rubrik „Ohne viele Worte“ veröffentlicht. Das haben wir heute ausnahmsweiße verändert und alle Kurzzeitsoldaten gelistet, die uns im Zeitraum vom 19. bis 20. Januar 26 aufgefallen sind. Als Beleg dafür, dass auch weiterhin viele russischen Freiwilligen nur kurze Zeit an der Front überleben, auch wenn diese Tatsache unterdrückt werden soll.
CK, 23.02.26
Nach aktuellen Berichten wurden von der russischen Behörde für das Internet "Roskomnadsor" alle „Sozialen Netzwerke“ des Meta-Konzerns abgeschaltet. Folglich sind Facebook, Instagram und der Nachrichtendienst Whatsapp in Russland nicht mehr zu erreichen. Für uns ist das beinahe bedeutungslos. Nur aus der russischen Teilrepublik Nordossetien-Alanien kamen manchmal Informationen via Instagram.
Schwieriger stellt sich die Situation bei Telegram dar. Viele Meldungen von unabhängigen & kritischen Gruppierungen kommen aus Russland über Telegram. Und auch staatliche Akteure nutzen dieses Medium häufig zur Präsentation und Dokumentation ihrer Arbeit. Im Moment berichten Nutzer aus Russland, dass sich Videos und Fotos nur langsam aufbauen - wenn überhaupt. Telegram ist also noch nicht ganz abgeschaltet, aber der Zugriff deutlich erschwert. Wir werden weiter berichten.
OM, 11.02.26
Wir haben jetzt alle russischen Regionen mit den Daten des Monats Dezember 2025 aktualisiert. Es wurden sechs neue Listen angelegt:
Die ausführliche Zusammenfassung zum Dezember 2025 und die erfassten Daten zum Januar 2026 werden wir bis spätestens 4. Februar vorlegen können.
CK, 01.02.26
Noch zwei Tage und wir sind endlich mit den Kriegstoten vom Dezember 2025 durch. Dann müssen die Namen noch übersetzt und alles in unsere Tabellen eingetragen werden, was zusätzlich zwei bis drei Tage in Anspruch nimmt. Zum gleichen Zeitpunkt werden dann auch die erfassten Zahlen vom Januar 2026 verfügbar sein.
Ein Blick in unsere Datenbank zeigt - es wird keine großen Überraschungen geben. Baschkortostan und Tatarstan, führend bei den Kriegstoten nach Regionen, werden ihren Vorsprung weiter ausbauen. Dahinter kommt die Region Swerdlowsk usw. Und wenn man die Kriegstoten ins Verhältnis zur Bevölkerung der Regionen stellt, bauen die ethnisch bestimmten Regionen wie Tuwa, Burjatien, Tschukotka, Altai und Jakutien ihren Abstand zu den russisch geprägten Regionen weiter aus.
OM, 28.01.26
Zu unserer Berichterstattung über den russischen Angriffskrieg passt der Bürgerprotest über den Abriss eines Gebäudes in St. Petersburg vordergründig nicht. Wir meinen aber, der Artikel passt sehr gut.
Zum einen ist er einer der wenigen breit aufgestellten Bürgerproteste seit Beginn des russischen Angriffskrieges. Auf Anhieb fallen uns dazu nur noch die Proteste im baschkirischen Baimak Anfang 2024 ein.
Zum anderen dokumentiert er sehr gut die verschiedenen Meinungen und Vorurteile der Stadtbürger von St. Petersburg. Die „Migranten“ im Beitrag sind keine Migranten in unserem Sinne, sondern ganz normale russische Staatsbürger, deren Geburtsregion der russische Kaukasus ist. Dagestan ist die größte, überwiegend muslimisch geprägte russische Teilrepublik im Kaukasus.
Und vielleicht, vielleicht ein ganz klein wenig, existiert der zivile Ungehorsam in Russland immer noch. Und konnte auch durch die seit Beginn des Krieges ständig erweiterte Repression nicht ganz ausgerottet werden.
Wir haben jetzt alle russischen Regionen mit den Daten des Monats November 2025 aktualisiert. Es wurden 21 neue Listen angelegt:
Bei den Fotos zu den neuen Tabellen haben wir auf Kritik reagiert und möglichst keine Postkartenmotive ausgewählt. Denn diese bilden die Lebenswirklichkeit der Menschen in diesen Regionen nicht ab.
Die große Zahl an russischen Kriegstoten lässt uns kaum noch Zeit zu aktuellen Berichten. Wir können etwa 300 Kriegstote pro Tag bearbeiten, da darf aber nichts dazwischen kommen - wie zum Beispiel persönliche Angelegenheiten. Tatsächlich haben wir im Moment durchschnittlich etwa 400 Fälle in unseren Listen.
Heute haben wir den 20. November bearbeitet, es wird also mindestens noch 11 Tage dauern, bis wir den November abgeschlossen haben.
Die hohe Zahl an Kriegstoten resultiert nicht aus dem aktuellen Kampfgeschehen. Durch das Erbschaftsregister können viele Suchanfragen auf VKontakte und Telegramkanälen geschlossen werden - Soldat tot.
Das alles hindert uns nicht, in den nächsten Tagen einen Zwischenstand zum 15. Dezember zu veröffentlichen.
Wir haben heute alle russischen Regionen mit den Daten des Oktobers aktualisiert. Es wurden drei neue Listen angelegt:
Wir werden für eine kurze Zeit nicht erreichbar sein - einfach später wieder kommen.

Nachdem die Aufmerksamkeit zu unseren Veröffentlichungen wächst, eine kurze Information zu OskarMaria.
Unter diesem Pseudonym war der Initiator im Internet seit über 25 Jahren recht unregelmäßig präsent. Ab dem Jahr 2014 hat er hier über die Situation in den von Russland besetzten Gebieten des Donbass geschrieben. Als einer der ersten Journalisten überhaupt informierte er über die damals neu gegründete Gruppe Wagner.
Beruflich war er seit den 80-iger Jahren Geschäftsführer von diversen Medienunternehmen im Printbereich. Jetzt im Ruhestand, Kinder erwachsen, bleibt etwas mehr Zeit, die gesammelten Erfahrungen zusammen mit wenigen Mitstreitern für dieses Projekt zu nutzen.
Nachtrag: OskarMaria– das ist eine kleine Verbeugung vor dem beinahe vergessenen Schriftsteller Oskar Maria Graf. In Zeiten der Bücherverbrennungen wurden seine Werke von den Nazis verschont, ja sogar teilweise empfohlen. „Verbrennt mich!“ schrieb er 1933 in der Wiener Arbeiterzeitung, „nach meinem ganzen Leben und nach meinem ganzen Schreiben habe ich das Recht, zu verlangen, dass meine Bücher der reinen Flamme des Scheiterhaufens überantwortet werden und nicht in die blutigen Hände und die verdorbenen Hirne der braunen Mordbanden gelangen!“ Schließlich floh er in die USA – dort lebte er in bescheidenen Verhältnissen. Deutschland wollte den unbequemen Mann nach dem Krieg nicht wieder haben. Er starb 1967 in New York.
Literaturempfehlung: Wir sind Gefangene - Autobiograhie 1927.
Doppelt
Wladimir: 25. Artem Kozhenkov // Nischni Nowgorod: 35 Artem Kozhenkov
Wolgograd: 01 Juri Agarkov // Pskow: 41 Juri Agarkow
Kutelev Stanislav, dreifach, Kostroma, Rjasan und Orenburg. Nur Orenburg
Nikolai Symov, Rjasan & Tschuwaschien - nur Tschuwaschien
Mamontov Mikhail - Krasnodar Teil 1 & Teil 2
Ivan Alekseevich Chulkov, Kostroma, Pos. 51/56
Elimov Alexey Michailowitsch , Kostroma & Tschuwaschien
Falsch einsortiert
Ruslan Khamitov, Tscheljabinsk, kein Söldner der Gruppe Wagner

Alidin-Cherel Soldat-Oolowitsch, 18 Jahre
Wann lernt Tuwas Jugend endlich: Im Krieg in der Ukraine verteidigt man - nicht - seine Heimat. Und das Leben bietet bessere Chancen, als in ukrainischen Feldern jämmerlich zu krepieren. Auch Alidin-Cherel Soldat-Oolowitsch Damba hatte das nicht begriffen. Aidin wurde am 02.08.2006 im Dorf Saryg-Sep in der russischen Teilrepublik Tuwa geboren. Nach seiner Schule begann er eine Ausbildung zum Bauhandwerker, die er wohl abgebrochen hat. Im Juni 2025 wurde er zum Wehrdienst eingezogen und wäre ein Jahr später gesund wieder zuhause angekommen. Doch am 06.03.2026 erlag er dem Druck seiner Vorgesetzten und/oder dem angebotenen vielen Geld und unterzeichnete einen Militärvertrag. Am 31. Mai 26 meldete seine Familie Aidins Tod.
Wladimir Sergejewitsch Nenartowitsch, 59 Jahre
Telegram-Kanal „Die Toten aus Sacha“ vom 28.05.2026
Die Kleinstadt Tschulym liegt etwa 130 km westlich der Hauptstadt Nowosibirsk. In der Stadt und im dazugehörigen Bezirk leben rund 20.000 Menschen - Tendenz rückläufig. Die Gegend ist landwirtschaftlich geprägt, etwa ein Drittel aller Erwerbstätigen arbeiten in diesem Bereich.
Ein Denkmal erinnert an die Toten aus den sowjetischen und russischen Kriegen. Im Krieg in Afghanistan sind zwei Soldaten aus dem Bezirk getötet worden, in den Tschetschenienkriegen wurden acht Männer getötet und im aktuellen Krieg gegen die Ukraine wurden bisher 113 Namen eingraviert.
Setzt man jene 113 Kriegtoten ins Verhältnis zur Bevölkerung, so würde jene Region an zweiter Stelle aller russischen Regionen in unserer entsprechenden Tabelle stehen.
Nikolai Afanassjewitsch Atlasow (Rufname „Odun“), 35 Jahre alt
Status: Verstorben Geburtsdatum: 29. Oktober 1989
Sterbedatum: 28. März 2025
Geburtsort: Rajon Changalasski, Dorf Katschikatsy
Sterbeort: Region Donezk, Siedlung Jelisawetowka
Dienstverhältnis: Vertragsdienst (ab 30. November 2024)
Kinder (Anzahl): Unbekannt
Ziviler Beruf: Abfüllung und Lieferservice für reines Trinkwasser
„Die Toten aus Sacha“ vom 5.5.26
Peter Frankopan ist Professor für Weltgeschichte an der Universität Oxford. In einem Essey über Wladimir Putin zitiert er den exilrussischen Telegram-Kanal „Astra“. Astra selbst zitiert in einem Beitrag eine/n Z-Blogger/in „Agna Becker“ der/die den Telegram-Kanal „Haus unter Lorbeeren“ betreibt. Agna Becker wiederum zitiert „unabhängige Studien von 'N' “ und damit kommen wir zur eigentlichen Nachricht.
Nach dieser Studie würde die durchschnittliche Überlebensdauer eines Soldaten bei einem Angriff an den vordersten Positionen nur 20 - 35 Minuten betragen. Laut der selben Studie betrage die „durchschnittliche Lebenserwartung“ eines Soldaten von der Zeit seiner Ankunft auf dem Übungsplatz bis zu seiner Abreise in den Kampfgebiet von zehn Tagen bis zu drei Wochen.
Ganz unrealistisch sind diese Aussagen nicht, wie unsere vielen Beispiele über Kurzzeitsoldaten zeigen. Wir haben Agna Becker angeschrieben und um einen Link auf die Originalveröffentlichung gebeten. Eine Antwort ist nicht zu erwarten.
„Ich freue mich auf meinen Tod“ ist der Titel einer bekannten Kantate von Johann Sebastian Bach. Die ist dem Autor spontan zum unten veröffentlichten - KI-generierten - Video eingefallen. In diesem werden 46 russische Soldaten vorgestellt, die alle aus der Großstadt Artjom oder deren näheren Umgebung in der Region Primorje stammen. Zur Erinnerung - die Region Primorje liegt im Fernen Osten Russlands. Die Soldaten im Video werfen ihre Waffen weg, lachen dabei und schreiten ins Nirwana.
Wieviel sinnvoller wäre es gewesen, wenn all diese Soldaten sich diesem verbrecherischen Krieg verweigert und gemeinsam ihre Waffen niedergelegt hätten? Sie wären zumindest lebend nach Hause gekommen. So dürfte auch diese KI-generierte Schmonzette keine Hilfe und Trost für ihre Angehörigen darstellen.