Kisseljowsk Leninstraße

Kisseljowsk, Leninstraße  -- Lizenz: CC BY-SA 3.0

Ohne Kohle wäre in Kisseljowsk nichts los. Mitten im heutigen Stadtgebiet lagen die ersten Kohleminen, von den vormals zehn Kohleabbaustellen sind im Moment noch vier irgendwie aktiv und sorgen für eine hohe Belastung der Umwelt. Im Winter kann es vorkommen, dass auf der Erde eine schwarze Schneedecke liegt. Kisseljowsk hatte in den 70-iger Jahren noch etwa 130.000 Einwohner, heute sind es noch 80.000 - Tendenz stetig fallend. Die Stadt liegt in der Oblast Kemerowo etwa 180 km südlich der Hauptstadt.

Die Zukunft für die Minenarbeiter der Stadt ist düster und so wundert es nicht, dass sich viele als Freiwillige für den Krieg in der Ukraine gemeldet haben. Statt einer Zukunft haben diese Männer aber nur den Tod gefunden. Uns liegt ein Film vor, der die Fotos von 142 Gefallenen aus Kisseljowsk zusammenfasst, davon waren uns bisher 55 unbekannt. Außer den Fotos der getöteten Soldaten enthlt das Video keine weiteren Informationen, die Tonspur mit Musk haben wir zudem entfernt. Wir veröffentlichen den Film ausschließlich zur Dokumentation der von uns erfassten Kriegstoten.


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