Kursk Kindergarten 11

Mit der militärisch-patriotischen Indoktrination kann man nie zu früh beginnen, wie des Beispiel des Kindergartens Nr. 11 in der russischen Großstadt Kursk zeigt. Der älteste Kindergarten-Jahrgang ist Anfang September zu Besuch bei einer Kadettenschule der Stadt, um die Kinder auf ihren späteren schulischen Weg vorzubereiten.

Kindergarten 11 Kursk Drill SergeantDas russische Exilmedium Werstka berichtet, dass dass in immer mehr Kindergärten solche militärisch-patriotischen Kurse angeboten werden:

Mindestens 57 Städte und Dörfer in 26 Regionen Russlands haben spezielle Kadettengruppen in Kindergärten eingerichtet – die meisten davon wurden erst nach Ausbruch des Krieges in der Ukraine eröffnet. Kinder im Alter von vier bis sieben Jahren nehmen spielerisch an Schusswaffentraining und Nahkampf teil, treffen sich mit Angehörigen der Spezialeinheiten (SVO), probieren Gasmasken und Schutzwesten an, weben Tarnnetze und besuchen Stadtveranstaltungen in voller Uniform. Kindergärtnerinnen und -leiter geben ihre Methoden weiter, und einige schließen Vereinbarungen mit Kadettenklassen und Militärfakultäten an Universitäten ab. Sie behaupten, dies erleichtere den Kindern die „frühe Berufsorientierung“.

Der Kindergarten ist dabei der Ansicht, dass alle ihre Zöglinge davon träumen, später als Soldaten in der Armee zu dienen. Die Veranstaltung unter dem Motto „Kleine Schritte in eine große Zukunft" diente folglich, die Mädchen und Jungen für die Aufnahme in die Kursker Kadettenschule Nr. 61 vorzubereiten. 

Um der Veranstaltung einen militärischen Charakter zu geben, machte ein junger Mann den Drill Sergeant (Foto rechts), sorgte für das richtige soldatische Auftreten und animierte die Kleinen zu allerlei sportlichen Übungen.


-