Das Foto der betagten Mutter eines gefallenen russischen Soldaten hat uns veranlasst, diesen kurzen Bericht zu veröffentlichen.
Wir befinden uns im abgelegenen Dorf Gluchowka mit weniger als tausend Bewohnern in der Region Belgorod. Das Dorf besitzt eine Sekundarschule, die Mitte Februar 2025 einen „Heldenschreibtisch" für den ehemaligen Schüler Jurij Iwanowitsch Klischin (07.11.1974 - 17.06.2024) einweihte. Jene Heldenschreibtische stellen eine landesweite Aktion der Partei „Einiges Russland" dar, zum Gedenken an die vielen getöteten Soldaten im Krieg gegen die Ukraine.
Wie in allen, ziemlich gleichgeschalteten Veranstaltungen werden die Kriegstoten zu Helden überhöht, den Schulkindern wird Soldatentum und das Sterben im Krieg als höchste patriotische Aufgabe vermittelt. Hier in der Schule wurde extra eine Soldatenecke mit Munitionskisten und Tarnnetzen aufgebaut.
Wir geben den Text der Schule im übersetzten Original wieder:
14.02.2025 -- Link
ERÖFFNUNG DES HELDENSCHREIBTISCHES
Unsere Schule feierte ein bedeutendes Ereignis: die feierliche Eröffnung des „Heldenschreibtisches“ zu Ehren unseres Schulabgängers Jurij Iwanowitsch Klischin, der am 17. Juni 2024 bei einer militärischen Sonderoperation in der Ukraine ums Leben kam.
Der „Heldentisch“ ist ein Schülertisch, auf dem ein Foto des Helden, seine Biografie und Informationen über seine Leistungen ausgestellt sind.
Die Schulleiterin, Natalja Mitrofanowna Kolmykowa, eröffnete die feierliche Versammlung.
Der Leiter der Gluchovsky-Territorialverwaltung, Juri Alexejewitsch Afanasjew, und die künstlerische Leiterin des Gluchowsky-Modellhauses der Kultur, Jekaterina Alexandrowna Schatochina, wandten sich ebenfalls an die Anwesenden.
An der Eröffnung des „Heldenpults“ nahmen Juri Iwanowitsch Klischins Mutter, Jewdokia Jegorowna, und seine Schwester, Jekaterina Iwanowna Petrutschik, teil.
Die Enthüllung des „Heldenpults“ von Juri Iwanowitsch Klischin markiert ein neues Kapitel in der Geschichte der Schule und bietet vielen Schülern die Chance, sich weiterzuentwickeln, Selbstvertrauen zu gewinnen und in ihrem Studium und ihren kreativen Bestrebungen nach Exzellenz zu streben.
Vor allem aber wird die feierliche Enthüllung des „Heldenpults“ zu einem unvergänglichen Symbol der Inspiration für kommende Generationen, zu einem Beispiel für Furchtlosigkeit, Selbstaufopferung, Verantwortungsbewusstsein und Mut. Juri Iwanowitsch wird für immer in unseren Herzen weiterleben.
Das Recht, als Erster am „Heldenpult“ Platz zu nehmen, wurde Eduard Eirich, einem Schüler der 7. Klasse und Gewinner zahlreicher gesamtrussischer und regionaler Kinderwettbewerbe, zuteil
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