Anatoli Nikolajewitsch ChurtessowAnatoli Nikolajewitsch Churtessow wurde am 16. Juni 2004 in der russischen Teilrepublik Adygeja geboren. Als er zehn Jahre als war zog seine Familie in das Dorf Noworoschdestwenskaja in der Oblast Krasnodar. Dort ging Anatoli in die Dorfschule und war Mitglied im Verein „Kosakenkühnheit“.

Im Süden Russlands ist die Kosakenkultur noch weit verbreitet und ersetzt dort die Jugendarmee Junarmija, wenn es um die militärisch-patriotische Erziehung der Jugendlichen geht..

Im August 2024 unterzeichnete Anatoli einen Vertrag mit dem russischen Militär. ohne vorher Wehrdienst geleistet zu haben.

Sein Militäreinsatz wurde vom örtlichen Kulturhaus dokumentiert. Allerdings kann es sein, dass das Kulturhaus etwas mit der Chrologie durcheinander gebracht hat. Denn nach Anatolis Odnoklassniki-Profil ist er erst nach dem 20. September 24 abgereist. Aber bleiben wir bei der Chronologie des Kulturhauses:

  • Im September 2024 sollte Anatoli zu einem Kampfeinsatz aufbrechen. Doch er bekam die Nachricht, dass seine Mutter gestorben wäre und er erhielt zehn Tage Urlaub. Alle Soldaten, die zu diesem Angriff losgezogen waren, kamen nicht mehr zurück.
  • Zurück aus dem Urlaub wurde Anatoli für einen Monat als Schreiber im Hauptquartier eingesetzt.
  • Ende Oktober 2024 kam dann der nächste Kampfauftrag. Der Schützenpanzer in den Anatoli saß, wurde komplett zerstört. Anatoli konnte sich aus dem brennenden Fahrzeug retten und entkommen.
  • Der nächste Auftrag zum Angriff kam dann Ende November 2024. Anatoli wurde erlitt seine erste Verwundung.
  • Im Februar 2025 bei einem weiteren Angriff wurde er erneut verwundet und kam nach Donezk ins Lazarett. 
  • Am Morgen des 29. März 2025 brach er zu einem Kampfeinsatz auf. Nach erfolgreichem Abschluss des Einsatzes in der Nacht zogen sie sich zurück. Zu diesem Zeitpunkt griffen die ukrainischen Streitkräfte die Einheit an, in der Anatoli stationiert war. Er erlitt schwere Beinverletzungen durch Granatsplitter. Anatoly kroch davon und versuchte, in einem Schützenloch Deckung zu suchen. Dort wurde er jedoch von einer Drohne erfasst und getötet.

Posthum wurde Anatoli mit der Medaille „Teilnehmer der militärischen Spezialoperation“ und einer Ehrenurkunde des russischen Verteidigungsministeriums ausgezeichnet.