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Am 2. Dezember 25 veranstaltete die Sekundarschule des Dorfes Kisljanskoje eine Gedenkveranstaltung für die im Krieg gegen die Ukraine getöteten Dorfbewohner. Das Dorf liegt im Zentrum der Oblast Kurgan und hat knapp 900 Bewohner. Rechnet man die anderen Gemeinden dazu, die zur Dorfverwaltung gehören, so kommt man auf etwa 2.500 Einwohner.

Insgesamt wurden acht Bewohner des Dorfes inzwischen im Krieg getötet. Und natürlich bringt die Schule die Ursachen und den Ablauf des Krieges für die Schulkinder völlig durcheinander: Die Soldaten hätten für den Frieden gekämpft und Leben gerettet. 

Aber bei der Durchsicht der Foren und Sozialen Medien in Russland ist ein Trend unverkennbar: Die Menschen sind den Krieg leid. Immer weniger Beileidsbekundigungen unter den Todesmeldungen, immer weniger Besucher bei den Begräbnissen, nur Betroffene kommen zu den Gedenkveranstaltungen.

So auch im Dorf Kisljanskoje - Tristesse pur. Die Schulkinder wurden zwangsverpflichtet, dazu noch die Hinterbliebenen der Gefallenen und ein paar Vertreter der Obrigkeit.

Der übersetzte Beitrag der Schule:

Kisljanskoje 2

⭐Helden sterben nie… ⭐

Heute fand in unserem Dorf eine Kundgebung statt, um ein neues Banner zu enthüllen, das unsere im Militärdienst in der Ukraine gefallenen Landsleute ehrt.

Am 24. Februar 2022 begann eine besondere Militäroperation. Viele Mitglieder unseres Gemeinderats von Kisliaye gehören zu den Soldaten, die heute für den Frieden kämpfen. Sie beweisen Mut, Standhaftigkeit und Heldentum und retten Leben. Leider sterben auch Helden…

Kisljanskoje 3

Im Sommer 2024 starben Valery Alekseyev und Vladimir Pankratyev. Im selben Herbst starben unsere Schulabgänger Stanislav Felyushev und Alexander Butakov. Im März 2025 wurde das Leben von Aleksey Sosnovskikh jäh beendet, und im Mai starb Sergey Kuznetsov. Diesen Sommer mussten wir uns von Dmitry Igishev verabschieden. Gestern erreichte uns erneut eine schreckliche Nachricht: Artyom Postovalov ist gestorben.

Bei der Kundgebung war auch Irina Aleksandrovna Shibanova, Leiterin der nördlichen Territorialabteilung, anwesend. Wladimir Tichonowitsch Ostapenko, Ehrenbürger der Region Kurgan, und Natalja Petrowna Tschistjakowa, Vorsitzende des Veteranenrats, dankten den Verteidigern des Vaterlandes. Sie hielten eine Schweigeminute ab und legten Blumen zum Gedenken an die Helden nieder.

Wie sich unser Leben auch verändern mag, die Namen unserer Helden werden für immer auf der Fahne verewigt sein. Jeder, der vorbeikommt, wird wissen, dass sie hier für ein friedliches Leben lebten, studierten, arbeiteten und starben.
Wir werden uns bemühen, dass die Erinnerung an unsere Helden in den Herzen eines jeden von uns weiterlebt .

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Das letzte Foto ist leider unscharf, aber es zeigt alle Anwesenden. Außer den Schulkindern sind kaum Erwachsene zu finden.

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