Belaja Kalitwa Kirche

Belaja Kalitwa - Kirche „Einzug der Jungfrau Maria in den Tempel“ -- Foto: Сергей С. Петров -- Lizenz: CC BY-SA 4.0

Belaja Kalitwa ist eine Stadt in der Oblast Rostow, die im waldlosen Steppengebiet des Donezbecken liegt. Lange Zeit war der Ort vorwiegend von Donkosaken bewohnt. Heute gibt es ein großes Aluminiumwerk in der Stadt, das das Stadtbild prägt. 

In Belaja Kalitwa ist ein Video entstanden, das 55 Stadtbewohner zeigt, die im Krieg gegen die Ukraine gefallen sind. Die Soldaten verwandeln sich im Film in Kraniche und fliegen davon. Dabei wurden KI-Werkzeuge reichlich in Anspruch genommen. 

Kraniche stehen in der russischen Geschichte häufig als Symbol für gefallene Soldaten, das einem Gedicht des sowjetischen Dichters Rassul Gamsatow geschuldet ist. Gamsatow war ein parteitreuer Literat aus Dagestan, der das populäre Gedicht „Schurawli (Kraniche)“ geschaffen hat. Im Gedicht verwandeln sich die auf dem Schlachtfeld zurückgebliebenen toten Soldaten in Kraniche. Wobei die Kraniche die Seelen der Soldaten symbolisieren, die als weiße Vögel gen Himmel in die Ewigkeit fliegen.

Das Gedicht ist alles andere als ein Aufruf zum Frieden, wie es manchmal definiert wird. Sondern es verklärt die ungeheuren Verluste der Roten Armee im Zweiten Weltkrieg, genau so wie heute die vielen Toten im russischen Angriffskrieg. Denn die nutzlos gefallenen Soldaten existieren ja weiter im Himmel und schauen auf die Überlebenden hinab. (Lied auf youtube)

Aus urheberrechtlichen Gründen haben wir den Film mit anderer Musik unterlegt.



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