Vorbemerkung: Dieser Nachruf verheimlicht unangenehme Tatsachen aus dem Leben von „Zeus“. Der Mann war Chefarzt in einer Klinik in Baschkortostan, gab alles auf und zog nach Tatarstan um, um sich alsbald „freiwillig“ zum Kriegsdienst zu melden. Im Kriegseinsatz sind Ärzte immer Offiziere, auch in Russland. Nach seinem Status als Chefarzt wäre er also mindestens ein Hauptmann des medizinischen Dienstes. Zeus hatte allerdings den Rang eines Fähnrichs, war also kein Offizier der russischen Armee. Vermutlich hatte der Mann strafrechtliche Probleme und meldete sich deshalb freiwillig. Im Internet haben wir dazu nichts gefunden.
Der Teilnehmer der Sondermilitäroperation Ildar Fanilowitsch Faisow wurde am 23. Dezember 1979 in dem Dorf Nowotaslarowo im Bezirk Burajew geboren.
Von der ersten bis zur elften Klasse besuchte er die allgemeinbildende Mittelschule Nr. 2 in Burajew und schloss sie 1997 mit einer Goldmedaille ab. Er war aktiv am kulturellen und sportlichen Leben der Schule und des Bezirks beteiligt, war Führer der Jugendbewegung, tanzte in der Volkstanzgruppe "Duslyk" und genoss den Respekt seiner Mitschüler und hatte viele Freunde.
Im Jahr 2003 schloss er das Bakirische Staatliche Medizinische Universität im Fachbereich "Medizin" ab und begann seine berufliche Tätigkeit als Praktikant in der chirurgischen Abteilung des Burajewer Bezirkskrankenhauses. Von 2004 bis 2006 arbeitete er als Chirurg, absolvierte eine Umschulung im Fachbereich "Onkologie" und war seit 2006 als Onkologe tätig. Im Jahr 2009 war er stellvertretender Chefarzt für klinisch-experten Dienst und seit 2015 nebenberuflich als Palliativmediziner tätig. Von 2020 bis 2023 leitete er die Palliativstation. Im Jahr 2023 zog er mit seiner Familie in die Republik Tatarstan um.
Bevor er den Vertrag unterzeichnete, arbeitete Ildar Fanilowitsch als Onkologe in Kliniken und Hospizen in Kasan. Seine Berufserfahrung in Gesundheitseinrichtungen beträgt 22 Jahre, davon etwa 20 Jahre im Burajewer Bezirkskrankenhaus. Im Laufe seiner Arbeit erwies er sich als echter Profi seines Fachs, erfahrener Spezialist und verantwortungsvoller Arzt. Für seine langjährige fruchtbare Arbeit erhielt er Dankesbriefe vom Ministerium für Gesundheit der Republik Baschkortostan sowie zahlreiche behördliche und regionale Auszeichnungen.
Am 4. Juli 2024 schloss er auf freiwilliger Basis einen Vertrag mit dem Verteidigungsministerium der Russischen Föderation ab.
Unter dem Decknamen "Zeus" diente Ildar Fanilowitsch als Kommandant des medizinischen Zuges - Arzt des 12.10 separaten Schützenbataillons "Batyr" selbstlos in der Sondermilitäroperation und rettete das Leben unserer Soldaten. Tag für Tag, unter Beschuss, leistete er medizinische Hilfe für die Verwundeten und arbeitete rund um die Uhr, zeigte Standhaftigkeit und Hingabe an seine Arbeit. Er rettete viele Leben.
Für seinen Mut und Heldentum während der Sondermilitäroperation wurde er ausgezeichnet: mit der Medaille des Verteidigungsministeriums der Russischen Föderation "Teilnehmer der Sondermilitäroperation"; mit der staatlichen Auszeichnung "Medaille des Ordens "Für Verdienste um die Republik Tatarstan"; mit der Medaille des Verteidigungsministeriums der Russischen Föderation "Für Tapferkeit im Kampf" II. Klasse; er wurde für die staatliche Auszeichnung "Für die Rettung von Ertrinkenden" vorgeschlagen.
Leider fiel der Fähnrich Ildar Fanilowitsch am 11. Januar 2026 bei der Ausführung einer Kampfaufgabe in der Sondermilitäroperation in den Gebieten der Volksrepubliken Donezk und Lugansk heldenhaft.
Ildar Fanilowitsch war ein Beispiel für Standhaftigkeit, Tapferkeit und Vaterlandsliebe. Sein Andenken wird für immer in den Herzen seiner Angehörigen, Freunde und Mitbürger bleiben. Wir sprechen den Angehörigen und Freunden unser tiefes Beileid aus. Ewiger Ruhm dem Helden!
Die Trauerfeier und Abschiedszeremonie finden am 29. Januar 2026 um 10 Uhr (MEZ) im Bestattungskomplex "Kurgan" in der Allee für Helden der Sondermilitäroperation, Adresse: Kasan, Mamadyshsky Trakt, 179 statt.
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