Heute sind wir in der Hochschule für Verkehrstechnologie in Nowosibirsk. Im Februar 2026 waren Rekrutierer des russischen Militärs eingetroffen und versuchten Studenten zu überzeugen, einen Vertrag als Drohnenpilot zu unterschreiben. Doch nur wenige Studenten gingen auf das Angebot ein - wenn überhaupt.

Das empörte die Direktorin Maria Kirsanowa so sehr, dass sie ihre 400 Studenten über 18 Jahre zu einer Versammlung einbestellte und mal richtig zusammenstauchte. Dummerweise haben in Russland die meisten Studenten auch ein Smartphone, mit dem man Audioaufnahmen herstellen kann und so kam ihre vierminütige Philippika an die Öffentlichkeit.


Sie hätte erwartet, dass ihre Kinder als erstes ihr Vaterland verteidigen würde, sagte die Direktorin und meinte damit die Studenten ihres Kollegs. 

„Wer hat euch diese Angst eingejagt? Wer wird uns beschützen?“, fragte sie. „Seid ihr alle Feiglinge, die hier sitzen und um ihr Leben fürchten?“ und „habt ihr Angst, in Zinksärgen nach Hause zurückzukehren?

Zudem wisse sie, dass einige Studenten sich nur deshalb am Kolleg eingeschrieben hätte, um dem Wehrdienst zu entgehen.

Immerhin bestätigte die Direktorin, dass die Audio-Aufnahme ihrer Rede authentisch wäre.


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