Das Dorf Krasny Tschikoi in Transbaikalien -- Foto: Maxinvestigator -- Lizenz: CC BY-SA 4.0
Das Dorf Krasny Tschikoi ist das Verwaltungszentrum des Krasnotschikoisky Bezirks, der im Südwesten der Region Transbaikalien liegt. Der Bezirk hat rund 16.000 Bewohner, hat wenig Industrie und ist stark landwirtschaftlich geprägt. Der Bezirk liegt Luftlinie etwa 5.000 km östlich von Moskau, es ist also von dort ein weiter Weg zum Krieg in der Ukraine. Trotzdem sind bereits 128 Bewohner dieses kleinen, Menschen verlassenen Bezirks dort gefallen.
Das Dorf ist auch ein Mittelpunkt der Semeiskije, einer Glaubensgemeinschaft von priesterlosen Altgläubigen, die im 18. Jahrhundert nach Sibirien verbannt wurden, in den folgenden Texten werden die Männer dieses Glaubens als Semljak bezeichnet.
Die örtlich aufgestellte Liste aller Kriegstoten mit einer ausführlichen Einleitung zum Beginn dokumentiert außergewöhnlich gut, wie den Menschen dort ein völlig verzerrtes Bild jenes Krieges vermittelt wird. Wobei verzerrt eher untertrieben ist, die Menschen werden einfach über die Gründe und Ursachen des russischen Angriffskrieges belogen.
Die Toten des Bezirks Krasnotschikoisky in Transbaikalien -- Teil I -- Teil II -- Teil III
Die folgenden Argumente kennt man aus der russischen Staatspropaganda und ihren Apologeten seit dem Jahr 2014 - dem Jahr der Annektion der Krim und dem bewaffneten Überfall auf den Osten der Ukraine durch russische Geheimdienstsoldaten. Wir wollen deshalb nicht erneut darauf erwidern.
Die größte Frechheit ist allerdings der Bezug auf das Budapester Memorandum von 1994. In diesem Vertrag verpflichtet sich die Ukraine, die Atomwaffen und deren Träger abzugeben. Im Gegenzug verpflichten sich die USA, Großbritannien und Russland, die bestehenden Grenzen des Landes zu achten. Kurz vor dem Angriff Russlands bezog sich der ukrainische Präsident auf dieses Memorandum.
Link - Spezielle Militäroperation in der Ukraine
Vorwort
Am 21. Februar 2022 unterzeichnete der russische Präsident Wladimir Putin ein Dekret, mit dem er die Volksrepubliken Donezk und Luhansk als unabhängige Staaten anerkannte. Als Grund nannte er die Weigerung der Ukraine, die Minsker Vereinbarungen einzuhalten. Am Vortag hatte der russische Sicherheitsrat dem Staatsoberhaupt zu dieser Entscheidung geraten.
Am 24. Februar 2022 wandte sich der russische Präsident Wladimir Putin in einer Fernsehansprache an die Nation und kündigte den Beginn einer militärischen Spezialoperation im Donbass an. Die Ansprache wurde gegen 6:00 Uhr morgens im russischen Fernsehen übertragen.
Die Entscheidung wurde erzwungen, da die beiden Staatsoberhäupter der Republiken, Denis Puschilin und Leonid Pasechnik, um Unterstützung bei der Abwehr der Aggression aus der Ukraine baten, die eine militärische Lösung des Konflikts im Donbas anstrebt. Daher wurde gemäß Artikel 51 Absatz 7 der UN-Charta, mit Zustimmung des Föderationsrates und in Übereinstimmung mit den von der Föderationsversammlung ratifizierten Freundschafts- und Beistandsverträgen mit der DVR und der LVR beschlossen, eine militärische Sonderoperation durchzuführen.
Ziele der militärischen Spezialoperation
- Schutz der Bewohner der DVR und LVR, die seit acht Jahren Misshandlungen und Völkermord ausgesetzt sind;
- Neutraler und nuklearer Status der Ukraine mit obligatorischer Entmilitarisierung des Landes;
- Entnazifizierung der Ukraine. Vollständige Ausmerzung jeglicher neonazistischer und menschenfeindlicher Ideologie;
- Anerkennung des russischen Besitzanspruchs auf die Krim;
- Die Ukraine erkennt die Souveränität der DVR und LVR innerhalb der Verwaltungsgrenzen der Regionen Donezk und Luhansk an.
Voraussetzungen für den Beginn einer speziellen Militäroperation
Im Jahr 2014 fand in Kiew ein Staatsstreich unter Naziflaggen und -parolen statt. Acht Jahre lang haben die neuen Machthaber der Ukraine systematisch die russischsprachige Bevölkerung und die russische Identität vernichtet. Während dieser Zeit regneten Raketen und Mörsergranaten auf friedliche Städte in den Regionen Luhansk und Donezk, die sich gegen das Nazi-Regime in Kiew gestellt und den Weg der Unabhängigkeit gewählt hatten. Dabei wurden Frauen, Alte und Kinder getötet, die kein friedliches Leben kannten.
Laut offiziellen UN-Angaben wurden allein bei den Bombardierungen von Kiew rund 14.000 Menschen, darunter mehr als 150 Kinder, getötet. Die ukrainischen Behörden setzten verbotene Waffen, schwere Artillerie und Mörser ein. Die Angriffe richteten sich zudem nicht gegen militärische Ziele, sondern gegen lebenswichtige Infrastruktur: Wasserleitungen, Kläranlagen und Wohngebiete.
Selenskyjs nukleare Drohungen gegen den Frieden
Auf der Münchner Konferenz am 19. Februar 2022 drohte Selenskyj der gesamten Welt mit Atomwaffen.
„Als Präsident leite ich zum ersten Mal Konsultationen im Rahmen des Budapester Memorandums ein. Die Ukraine tut dies bereits zum vierten Mal. Doch für die Ukraine und mich ist dies das letzte Mal. Sollten die Konsultationen erneut scheitern oder keine konkreten Beschlüsse zu Sicherheitsgarantien für unseren Staat zustande kommen, wird die Ukraine mit Recht annehmen, dass das Budapester Memorandum wirkungslos ist und das gesamte Beschlüssepaket von 1994 infrage steht.“
Das Budapester Memorandum implizierte, dass die Ukraine auf die Schaffung eines eigenen Nuklearpotenzials verzichten und die von der UdSSR geerbten Atomwaffen zerstören würde.
Ein Angriff auf Russlands territoriale Integrität
Am selben Tag, dem 19. Februar 2022, schlugen zwei Raketen im Tarasowski-Bezirk der Region Rostow ein. Am 21. Februar zerstörte eine aus der Ukraine abgefeuerte Rakete einen russischen Grenzposten. Laut russischem Geheimdienst handelte es sich bei diesen Raketenangriffen um Testballons für eine großangelegte Operation, mit der Kiew den Donbass gewaltsam zurückerobern und die Krim annektieren wollte.
Unabhängige Quellen bestätigen dies, und der Plan wäre noch weiter gegangen. Der ehemalige ukrainische Ministerpräsident Mykola Asarow erklärte, dass die NATO im Rahmen ihres Plans vier weitere Brigaden in die Ukraine entsandt hätte, darunter eine Luftwaffe, die Atomsprengköpfe tragen kann. Westliche Truppen wären innerhalb von nur zwei bis drei Monaten im Land erschienen und hätten bis Ende des Jahres einen Konflikt mit Russland provozieren können, bei dem Atomwaffen zum Einsatz gekommen wären, schreibt Asarow.
Russland beschloss, in der Ukraine die Ordnung wiederherzustellen, um einen Dritten Weltkrieg und einen Angriff auf sein Territorium zu verhindern. Darüber hinaus bereitete die Ukraine eine Provokation zur Vernichtung der Bevölkerung der LVR und der DVR vor, und Putin rettete Hunderttausende von Menschenleben, ist Asarow überzeugt. Um diese Situation zu verhindern, kündigte der russische Präsident Wladimir Putin am 24. Februar 2022 den Beginn einer Sonderoperation zur Friedenssicherung in der Ukraine an.
Fortsetzung:
Die Toten des Bezirks Krasnotschikoisky in Transbaikalien - Teil II
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