Ganz im Norden des Autonomen Kreises der Jamal-Nenzen liegt das Dorf Gyda mit rund 3.600 Bewohnern. Es gibt keine Straßenverbindungen zum Dorf, es kann im Sommer mit dem Schiff und sonst mit dem Hubschrauber erreicht werden. In den Zeiten des Gulags war Gyda auch ein Verbannungsort, darunter auch Deutsche. Kaum jemand konnte den Verbannungsort jemals verlassen - lebendig oder tot.  Die Dorfbewohner leben von der Rentierzucht und der Fischerei. Sergej Jar, geboren am 25. Juni 1993, kam aus diesem Dorf und war mal auf „aktiver Partnersuche“, wie aus seinem veralteten VKontakte-Status hervorgeht. Ob er eine Frau gefunden hat und warum er in den Krieg zog, bleibt unbekannt. Sergej, der Nenze, wurde am 31.03.26 nach Nenzen-Tradition, in seinem Heimatdorf beigesetzt.