Vorausgeschickt: Seit Beginn des russischen Angriffskrieges ermitteln wir die russischen Kriegstoten aus offenen Quellen. Wir machen das ohne Werbung, ohne Unterstützung von außen, sind politisch ungebunden und tragen die erheblichen Kosten selbst. Wir erstellen alle Informationen nach bestem Wissen und Gewissen.
Ökonomie des Todes
Seit der zweiten Hälfte des Jahres 2023 rekrutiert das russische Militär in großem Stil Freiwillige, um die enormen Verluste im Krieg gegen die Ukraine zu ersetzen. Diese Freiwilligen machen die überwiegende Anzahl der russischen Kriegstoten aus. In der staatlichen Propaganda wird dies als Dienst für den Staat, zur Zerschlagung des Nazismus und zum Schutz der Bürger dargestellt. Aber in Wirklichkeit geht es um Geld: Um die hohen Antrittsprämien bei Unterzeichnung eines Militärvertrages, um den überdurchschnittlichen Sold an der Front, um die Tilgung von Schulden, um die vielen sozialen Vergünstigungen für Kriegsteilnehmer und natürlich um die Abfindungen bei Verletzungen oder im Todesfall.
Die Geldmittel die der Zentralstaat und die Regionen dafür aufwenden müssen, steigen deshalb kontinuierlich an.
Das System der Rekrutierungen
Die russische Zentralregierung gibt jeder Region vor, wie viele Personen sie für den Krieg in der Ukraine anwerben müssen. Entsprechend fallen auch die Prämien aus, die in den Regionen für eine Vertragsunterzeichnung gezahlt werden. Die Regierung in Moskau zahlt für jeden angeworbenen Soldaten den gleichen Betrag von 400.000 Rubel.
Was aus den regionalen Haushalten bezahlt wird hängt von der ökonomischen Situation in der Region ab und von dem Druck, der auf den Regionalgouverneuren lastet, genügend „Freiwillige“ jeden Monat vorzuweisen. So ist man häufig bereit mehr zu bezahlen, als die regionale Haushaltssituation hergibt und streicht stattdessen Sozialleistungen oder Investitionen.
Die Regionalregierungen geben diesen Druck an ihre Bezirke weiter, die an die Städte und Dörfer in ihrem Gebiet. Auch weiterführende Schulen und Großunternehmen werden beauftragt, unbedingt Freiwillige abzustellen.
Wie dieses System der Rekrutierung im Detail von oben nach unten organisiert ist, hat Janis Kluge von der deutschen Stiftung Wissenschaft & Politik in einem ausführlichen Beitrag in englischer Sprache dokumentiert.
Die Rolle des Geldes im Kleinen und Großen
Wer unsere Rubrik „Ohne viele Worte“ durchsucht, wird unter den Kurzzeitsoldaten viele einfache Männer aus den ländlichen Gebieten Russlands finden – ohne Berufsausbildung oder mit einfachsten Ausbildungen zum Traktorfahrer oder Schweißer.
Diese Männer arbeiten als Tagelöhner in der Landwirtschaft, als Schichtarbeiter häufig fern ihrem Zuhause oder im Rotationsverfahren im sibirischen Norden auf Erdölfeldern oder in Kohlegruben. Und alle diese Männer kommen damit gerade so um die Runden – eine finanzielle Rücklage für die Rente ist nicht möglich.
Das Risiko im Krieg schwer verletzt oder getötet zu werden, hält diese Männer nicht vom Kriegsdienst ab, winkt doch als Belohnung ein zukünftiges sorgenfreies Leben für sich und die Familie.
Die russische Teilrepublik Tuwa hat in unsere Statistik die mit Abstand höchste Todesrate gemessen an der Bevölkerung. Tuwa gehört zu den ärmsten russischen Regionen, da ist der Dienst in der Armee sehr lukrativ.
Tuwa hatte im Jahr 2025 ein Bruttoinlandsprodukt von rund 168 Milliarden Rubel (etwa 1,7 Milliarden €). Da stellen die mindestens 23 Milliarden Rubel für die Todesprämien der 2.263 gefallenen Tuwiner, verteilt auf die Kriegsjahre, doch einen bedeutenden Faktor für die Ökonomie der Region dar. Dazu kommen noch die Zahlungen für Kriegsversehrte, die Renten der Veteranen und all die damit verbundenen Sozialleistungen.
Die Rolle der Polizei und Justiz
Wie gefährlich der Kriegseinsatz in der Ukraine ist, dürfte inzwischen den meisten russischen Staatsbürgern bekannt sein. Deshalb entfaltet das Lockmittel Geld nur eine begrenzte Wirkung und reicht nicht immer, um die geforderten Kontingente aufzufüllen.
Dafür haben die lokalen Behörden andere Möglichkeiten.
Wenn zum Beispiel der Gerichtsvollzieher offene Forderungen pfändet oder Familien auf die Straße setzt, kann er immer ein gutes Angebot unterbreiten. Wenn der Mann einen Vertrag mit dem Militär unterzeichnet, können bis zu 10 Millionen Rubel erlassen werden.
Nimmt die Polizei einen Verdächtigen, einen Kleinkriminellen oder Drogenabhängigen fest, braucht es kein Protokoll und auch keine aufwändige Gerichtsverhandlung. Sollte der Delinquent einen Vertrag unterschreiben, ist alles vergeben und vergessen.
Gerne macht die Polizei auch Jagd auf nächtliche Herumtreiber unter Alkoholeinfluss. Die kassiert man ein und setzt sie unter physischen und psychischen Druck einen Vertrag zu unterschreiben. Danach separiert man sie von den anderen Gefangenen und überlässt sie so schnell wie möglich der Obhut des Militärs. Damit die aufgebrachten Ehefrauen oder andere Familienangehörige keine Chance bekommen, ihre Männer wieder nach Hause zu holen.
Das russische Exilmedium Verstka hat dazu Beispiele aus 17 Regionen gesammelt oder hier ein Bericht eines russischen Kriegsgefangenen. Die Beiträge sind in russischer Sprache, können aber mit der Übersetzungsfunktion des Browsers leicht gelesen werden.
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Das ist Vitaly Demakow aus Tawda in der Oblast Swerdlowsk. Vitaly wurde im Herbst 2022 zum Krieg mobilisiert. Er umarmt seine zwei Kinder bevor er in den Bus steigt. Er wird sie nie wieder sehen, kurz nach Weihnachten 2022 ist er in seinem Heimatort begraben worden. |
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Eine neue Mobilisierung?
Auf Grund der Schwierigkeiten jeden Monat mehr als 30.000 neue Freiwillige für die Front zu rekrutieren, könnte Präsident Putin nach der Parlamentswahl im September 2026 eine neue Mobilisierungswelle starten. Der ukrainische Präsident Selenskyj spricht von 500.000 Soldaten, die aus den Reihen der Reservisten mobilisiert werden sollen. Als Informationsquelle nennt er den ukrainischen Geheimdienst, der in der Regel gut informiert ist.
In Erwartung dieser Mobilisierung bilden sich bereits jetzt lange Schlangen an den Grenzübergängen zu Georgien, weil junge Männer sich in das Nachbarland in Sicherheit bringen wollen.
Es gibt unter den russischen Ökonomen im Exil auch eine gegensätzliche Auffassung. Eine weitere Mobilisierung würde in der Bevölkerung nicht gut aufgenommen. Die Menschen wissen um den Krieg, wollen aber nicht hineingezogen werden.
Zum anderen würde eine erneute Mobilisierung den angespannten Arbeitsmarkt weiter schädigen und könnte die durch den Krieg instabile Ökonomie Russlands weiter ins Trudeln bringen.
Einschätzung zur politischen Lage in Russland
Die Stimmung unter der Bevölkerung scheint langsam zu kippen. Das Vertrauen in die politische Lage nimmt ab.
Wie immer an dieser Stelle zitieren wir das einzig verbliebene Meinungsforschungsinstitut in Russland. Das Lewada-Zentrum schreibt am 14. August 2026:
- Die Mehrheit der Befragten beurteilt die aktuelle politische Lage in Russland als angespannt (57 %). Ein Anstieg um 10 Prozentpunkte seit Mai 2025.
- 13 % der Befragten stufen sie kritisch und explosiv ein. Ein Anstieg um 8 Prozentpunkte seit September 2025.
- Jeder vierte Befragte empfindet die politische Lage als ruhig (19 %). Ein Rückgang um 14 Prozentpunkte seit Mai 2025.
- 7 % bewertet die politische Situation als günstig. Ein Rückgang um 6 Prozentpunkte seit Mai 2025.
Seit Mitte des letzten Jahres ist ein Anstieg negativer Einschätzungen zu verzeichnen. Ähnliche Werte wurden zuletzt im September 2022, im Zuge der Ankündigung der Mobilmachung, beobachtet.
Altersstruktur
Zu Beginn des russischen Angriffskrieges wurden auf russischer Seite zunächst ausschließlich Berufssoldaten eingesetzt und folglich auch getötet. Diese waren in der Regel zwischen 20 und 35 Jahre alt. Danach kamen 300.000 mobilisierte Reservisten dazu - vom gerade aus dem Wehrdienst entlassen jungen Mann bis zu Männern kurz vor der Rente. Die Drecksarbeit machte zwischen Herbst 2022 und Frühjahr 2023 die Gruppe Wagner, deren Mannschaften aus den russischen Haftanstalten rekrutiert wurden.
Mit dem Anwerben von Zeitsoldaten ab dem Jahr 2024 wurden auch die russischen Soldaten immer älter. Durch die hohen Prämien und dem guten Verdienst wurden Männer kurz vor der Rente angelockt, die vor dem Ruhestand einmal in ihrem Leben richtig gutes Geld verdienen wollten. Dazu kamen beruflich gescheiterte oder hoch verschuldete Russen, Männer mit chronischen Krankheiten wie Hepatitis oder HIV, Alkoholiker, Drogenabhängige oder andere aus dem sozialen Netz gefallene Freiwillige. All diese Zeitsoldaten waren in der Mehrheit mittleren Alters.
Dieses Reservoir an Freiwilligen ist mittlerweile fast ausgeschöpft. Deshalb werden im Augenblick verstärkt junge Menschen angeworben, mit der Lüge, weit weg von der Front als Drohnenpilot eingesetzt zu werden. Allerdings dürften die vielen aus den Ausbildungsstätten und Universitäten rekrutierten Drohnenpiloten noch keine große Rolle in dieser Tabelle spielen, da die meisten Nachrichten über Todesfälle durchschnittlich erst nach einem halben Jahr gemeldet werden. Die Mehrzahl dieser getöteten Drohnenbediener wird dann in der Altersgruppe „geboren im Jahr 2.000 oder davor“ auftauchen, deren Anteil langsam wächst.
| Altersstruktur der russischen Kriegstoten | ||||||
| 08 2025 |
01 - 02 2026 |
03 - 04 2026 |
05 2026 |
06 2026 |
07 2026 |
|
| 2000 & jünger | 10,0 % | 10,3 % | 10,8 % | 12,9 % | 12,50 % | 12,9% |
| 1990 – 1999 | 27,0 % | 24,1 % | 26,0 % | 27,2 % | 26,00 % | 25,4% |
| 1980 – 1989 | 35,0 % | 34,3 % | 35,8 % | 34,7 % | 33,60 % | 35,0% |
| 1970 – 1979 | 22,0 % | 24,6 % | 21,8 % | 18,8 % | 22,00 % | 21,6% |
| 1960 – 1969 | 7,0 % | 6,7 % | 5,6 % | 6,3 % | 5,90 % | 5,1% |
| 1950 – 1959 | 0,1 % | 0,0 % | 0,0 % | 0,00 % | 0,0% | |

| Datum | Tote | Differenz zum Vormonat |
| 31.12.22 | 10.600 | |
| 31.1.23 | 12.700 | 2.100 |
| 28.2.23 | 16.100 | 3.400 |
| 31.3.23 | 19.700 | 3.600 |
| 30.4.23 | 22.500 | 2.800 |
| 31.5.23 | 25.100 | 2.600 |
| 30.6.23 | 27.200 | 2.100 |
| 31.7.23 | 29.300 | 2.100 |
| 31.8.23 | 31.200 | 1.900 |
| 30.9.23 | 33.100 | 1.900 |
| 31.10.23 | 35.001 | 1.901 |
| 30.11.23 | 37.596 | 2.595 |
| 31.12.23 | 39.953 | 2.357 |
| 31.1.24 | 43.064 | 3.111 |
| 29.2.24 | 46.378 | 3.314 |
| 31.3.24 | 49.486 | 3.108 |
| 30.4.24 | 53.159 | 3.673 |
| 31.5.24 | 56.035 | 2.876 |
| 30.6.24 | 59.460 | 3.425 |
| 31.7.24 | 63.854 | 4.394 |
| 31.8.24 | 68.100 | 4.246 |
| 30.9.24 | 72.737 | 4.637 |
| 31.10.24 | 78.094 | 5.357 |
| 30.11.24 | 84.930 | 6.836 |
| 31.12.24 | 91.569 | 6.639 |
| 31.1.25 | 96.929 | 5.360 |
| 28.2.25 | 102.516 | 5.587 |
| 31.3.25 | 107.581 | 5.065 |
| 30.4.25 | 111.678 | 4.097 |
| 31.5.25 | 114.923 | 3.245 |
| 30.6.25 | 119.515 | 4.592 |
| 31.7.25 | 126.488 | 6.973 |
| 31.8.25 | 133.823 | 7.335 |
| 30.9.25 | 142.449 | 8.626 |
| 31.10.25 | 153.112 | 10.663 |
| 30.11.25 | 162.911 | 9.799 |
| 31.12.25 | 173.535 | 10.624 |
| 31.01.26 | 182.890 | 9.355 |
| 28.02.26 | 190.974 | 8.084 |
| 31.03.26 | 199.201 | 8.227 |
| 30.04.26 | 206.308 | 7.107 |
| 31.05.26 | 213.686 | 7.378 |
| 30.06.26 | 218.524 | 4.838 |
| 31.07.26 | 223.562 | 5.037 |
Anmerkung: Die folgenden Diagramme sind identisch mit unserer Zusammenfassung vom Juni 2026. Wir hatten an dieser Stelle bereits die erfassten Daten vom Juli verwendet. Bei der Überprüfung der Daten mussten wir die Anzahl der Kriegstoten gerade mal um eine Person korrigieren.
Monatlich erfasste Kriegstote ab Dezember 2022
Die Grafik zeigt wie sich im Jahresrhythmus die erfassten Kriegstoten darstellen. Im Frühjahr sind die erfassten Kriegstoten niedriger, um sich dann im Sommer bis zum Herbst deutlich zu erhöhen. In jedem neuen Jahr wird das Niveau höher.
Die Zahlen zur Grafik findet ihr in der Tabelle rechts.
Erfasste russische Kriegstote bis 31. Juli 2026
Die Kurve der erfassten russischen Kriegstoten geht weiter steil nach oben. In Frühjahr gibt es aus den Erfahrungen der Vorjahre heraus eine leichte Abschwächung, die dann im Herbst & Winter sich ins Gegenteil verkehrt.
Gesamte russische Verluste bis Juli 2026 -- Verletzte & Tote
Anmerkung: Bis Juni 2025 sind wir von 3,5 verletzten Soldaten auf einen Kriegstoten ausgegangen. Dieses Verhältnis haben wir auf Grund der veränderten russischen Taktik (Infiltration) danach verändert. Seither gehen wir von 1,5 Verletzten auf einen Kriegstoten aus. An der Kurve hat sich so nur ein marginaler Knick ergeben, die Kurve steigt beinahe linear höher.
Liste der Regionen
Stand 31.07.2026
Die meisten von uns erfassten gefallenen Soldaten kommen im Monat Juli aus Tscheljabinsk (255), Tatarstan (244), Saratow (213), Swerdlowsk (193), Irkutsk (189), Krasnodar (163) und Perm (158). Aus 16 russischen Regionen haben wir mehr als 100 Kriegstote im Berichtsmonat erfasst.
36 Gefallene konnten wir keiner russischen Region zuordnen. Meist handelt es sich dabei um Suchanfragen von Angehörigen, die irgendwann mitteilen, dass der Gesuchte bei Kampfhandlungen gefallen ist, aber es wurde kein Wohnsitz angegeben. Dazu kommen ein Weißrusse, 13 ukrainische Bürger, die auf der russischen Seite gekämpft hatten, und ein Usbeke.
Allerdings hat die ukrainische staatliche Initiative „Ich will leben“ zusätzliche Listen veröffentlicht, die sich als authentisch herausgestellt haben:
- Belarus: Liste mit 314 Soldaten aus Weißrussland vom 24.11.25
- Indien: Der indische Außenminister erklärte, dass es sich um mehr als 200 von Russland an die Front geschickte Personen handelt, von denen 26 getötet wurden und weitere 7 vermisst sind. Liste (deutsch) mit 22 Namen von getöteten Indern vom 24.11.25. Der von uns im Dezember 2025 registrierte Inder, Godara Adschaja, ist nicht auf der Liste.
- Kamerun: Liste mit 93 getöteten Söldnern aus Kamerun
- Kasachen: Liste mit 270 getöteten Soldaten aus Kasachstan vom 15.10.25.
- Kenia: 5 getötete Soldaten, die sich weigerten, an Angriffen teilzunehmen.
- Kirgisen: Liste mit 143 getöteten Soldaten aus Kirgisien vom 31.10.25.
- Kuba: Eine Liste von 55 kubanischen Söldnern haben wir hier veröffentlicht.
- Tadschiken: Liste mit 446 getöteten Soldaten aus Tadschikistan vom 09.10.2025.
- Tansania: Liste mit 13 Bürgern von Söldnern aus Tansania, davon werden zwei vermisst.
- Usbeken: Liste mit 481 Söldnern aus Usbekistan vom 29.10.2025
In der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang ist ein großer Museumskomplex entstanden, der den im Krieg gegen die Ukraine getöteten nordkoreanischen Soldaten gewidmet ist. Es gibt dort zwei Mauern, auf denen die Namen der getöteten Soldaten gelistet sind. Die BBC hat daraus errechnet, dass rund 2.300 Nordkoreaner getötet wurden (Beitrag in englischer Sprache).
In der Summe ergibt das rund 4.200 weitere Kriegstote, die für die russische Sache gekämpft haben, die aber nicht in unseren Statistiken enthalten sind.
| Region | Todeszahlen 30.06.26 |
Todeszahlen 31.07.26 |
Einwohner | Kriegstote pro 100-tausend Einwohner |
|
| 1 | Adygeja | 458 | 464 | 439.996 | 105,46 |
| 2 | Altai Region | 3.924 | 4.046 | 2.419.755 | 167,21 |
| 3 | Altai Republik | 848 | 874 | 206.168 | 423,93 |
| 4 | Amur Oblast | 1.348 | 1.420 | 830.103 | 171,06 |
| 5 | Archangelsk | 2.279 | 2.344 | 1.227.626 | 190,94 |
| 6 | Astrachan | 1.832 | 1.897 | 1.010.073 | 187,81 |
| 7 | Autonomer Kreis der Chanten und Mansen (Jugra) | 2.118 | 2.171 | 1.532.243 | 141,69 |
| 8 | Autonomer Kreis der Jamal-Nenzen | 1.100 | 1.130 | 522.904 | 216,10 |
| 9 | Autonomer Kreis der Nenzen | 156 | 163 | 42.090 | 387,27 |
| 10 | Baschkortostan | 10.143 | 10.277 | 4.072.292 | 252,36 |
| 11 | Belgorod | 2.627 | 2.667 | 1.532.526 | 174,03 |
| 12 | Brjansk, Oblast | 1.839 | 1.882 | 1.278.217 | 147,24 |
| 13 | Burjatien | 4.950 | 5.072 | 972.021 | 521,80 |
| 14 | Chabarowsk, Region | 1.422 | 1.476 | 1.343.869 | 109,83 |
| 15 | Chakassien | 1.404 | 1.421 | 532.403 | 266,90 |
| 16 | Dagestan | 2.828 | 2.847 | 2.910.249 | 97,83 |
| 17 | Inguschetien | 281 | 290 | 412.529 | 70,30 |
| 18 | Irkutsk | 6.213 | 6.402 | 2.428.750 | 263,59 |
| 19 | Iwanowo | 1.722 | 1.761 | 1.061.651 | 165,87 |
| 20 | Jaroslawl | 1.194 | 1.223 | 1.272.468 | 96,11 |
| 21 | Jüdische Autonome Oblast | 284 | 297 | 176.558 | 168,22 |
| 22 | Kabardino-Balkarien | 687 | 705 | 859.939 | 81,98 |
| 23 | Kaliningrad | 1.186 | 1.213 | 941.873 | 128,79 |
| 24 | Kalmückien | 602 | 615 | 289.481 | 212,45 |
| 25 | Kaluga | 1.125 | 1.150 | 1.010.930 | 113,76 |
| 26 | Kamtschatka | 923 | 933 | 322.079 | 289,68 |
| 27 | Karatschai-Tscherkessien | 440 | 449 | 477.859 | 93,96 |
| 28 | Karelien | 1.453 | 1.494 | 643.548 | 232,15 |
| 29 | Kemerowo | 4.178 | 4.225 | 2.763.135 | 152,91 |
| 30 | Kirow | 3.519 | 3.603 | 1.341.312 | 268,62 |
| 31 | Komi | 2.017 | 2.075 | 901.189 | 230,25 |
| 32 | Kostroma | 998 | 1.050 | 667.562 | 157,29 |
| 33 | Krasnodar | 5.877 | 6.040 | 5.226.647 | 115,56 |
| 34 | Krasnojarsk | 4.154 | 4.232 | 2.828.187 | 149,64 |
| 35 | Kurgan | 1.705 | 1.744 | 910.807 | 191,48 |
| 36 | Kursk | 1.705 | 1.748 | 1.127.081 | 155,09 |
| 37 | Lipezk | 1.368 | 1.379 | 1.173.513 | 117,51 |
| 38 | Magadan | 476 | 504 | 156.996 | 321,03 |
| 39 | Mari El | 1.485 | 1.518 | 696.459 | 217,96 |
| 40 | Mordowien | 901 | 928 | 834.755 | 111,17 |
| 41 | Moskau | 2.641 | 2.668 | 11.503.501 | 23,19 |
| 42 | Moskau, Oblast | 5.983 | 6.084 | 7.095.120 | 85,75 |
| 43 | Murmansk | 946 | 960 | 795.409 | 120,69 |
| 44 | Nischni Nowgorod | 3.291 | 3.413 | 3.310.597 | 103,09 |
| 45 | Nord- und Südossetien | 1.676 | 1.698 | 766.512 | 221,52 |
| 46 | Nowgorod | 1.118 | 1.142 | 634.111 | 180,09 |
| 47 | Nowosibirsk | 3.981 | 4.053 | 2.665.911 | 152,03 |
| 48 | Omsk | 2.988 | 3.082 | 1.977.665 | 155,84 |
| 49 | Orenburg | 3.668 | 3.774 | 2.033.072 | 185,63 |
| 50 | Orjol | 887 | 903 | 786.935 | 114,75 |
| 51 | Pensa | 1.754 | 1.792 | 1.386.186 | 129,28 |
| 52 | Perm | 6.649 | 6.807 | 2.635.276 | 258,30 |
| 53 | Primorje, Region | 3.134 | 3.274 | 1.956.497 | 167,34 |
| 54 | Pskow | 997 | 1.018 | 673.423 | 151,17 |
| 55 | Rjasan | 1.072 | 1.086 | 1.154.114 | 94,10 |
| 56 | Rostow | 4.830 | 4.987 | 4.277.976 | 116,57 |
| 57 | Sacha (Jakutien) | 2.932 | 3.033 | 958.528 | 316,42 |
| 58 | Sachalin | 1.217 | 1.237 | 497.973 | 248,41 |
| 59 | Samara | 3.987 | 4.071 | 3.215.532 | 126,60 |
| 60 | Saratow | 5.847 | 6.060 | 2.521.892 | 240,30 |
| 61 | St. Petersburg /Leningrad | 3.787 | 3.854 | 6.596.434 | 58,43 |
| 62 | Smolensk | 936 | 951 | 985.537 | 96,50 |
| 63 | Stawropol | 2.818 | 2.883 | 2.786.281 | 103,47 |
| 64 | Swerdlowsk | 6.812 | 7.005 | 4.297.747 | 162,99 |
| 65 | Tambow | 1.427 | 1.463 | 1.091.994 | 133,98 |
| 66 | Tatarstan | 10.169 | 10.413 | 3.786.488 | 275,00 |
| 67 | Tjumen | 2.542 | 2.610 | 1.340.608 | 194,69 |
| 68 | Tomsk | 1.712 | 1.746 | 1.047.394 | 166,70 |
| 69 | Transbaikalien | 3.846 | 3.943 | 1.107.107 | 356,15 |
| 70 | Tscheljabinsk | 6.883 | 7.138 | 3.476.217 | 205,34 |
| 71 | Tschetschenien | 565 | 571 | 1.268.989 | 45,00 |
| 72 | Tschuktschen – Automomer Kreis | 269 | 281 | 50.526 | 556,15 |
| 73 | Tschuwaschien | 1.763 | 1.804 | 1.251.619 | 144,13 |
| 74 | Tula | 1.251 | 1.264 | 1.553.925 | 81,34 |
| 75 | Tuwa | 2.222 | 2.263 | 307.930 | 734,91 |
| 76 | Twer | 1.986 | 2.018 | 1.353.392 | 149,11 |
| 77 | Udmurtien | 3.315 | 3.378 | 1.521.420 | 222,03 |
| 78 | Uljanowsk | 2.148 | 2.187 | 1.292.799 | 169,17 |
| 79 | Wladimir | 1.615 | 1.650 | 1.443.693 | 114,29 |
| 80 | Wolgograd | 4.198 | 4.273 | 2.610.161 | 163,71 |
| 81 | Wologda | 2.019 | 2.065 | 1.202.444 | 171,73 |
| 82 | Woronesch | 2.584 | 2.627 | 2.335.380 | 112,49 |
| Summe Regionen | 208.234 | 213.258 | |||
| Krim / Ukraine | 2.320 | 2.357 | 1.909.499 | 121,50 | |
| Wagner Friedhof Krasnodar | 695 | 695 | |||
| Wagner ohne Region | 579 | 579 | |||
| Unbekannte Region | 6.623 | 6.672 | |||
| Gesamtzahl | 218.451 | 223.561 | 144.526.636 | 151,15 |
Unsere Abschätzung der gesamten Verluste
31.07.2026
Natürlich wissen wir, dass wir mit der Durchforstung der öffentlich zugänglichen Quellen nicht alle russischen Verluste erfassen können. Wir sind der Auffassung, dass wir nur 60% der tatsächlichen Verluste gefunden haben. Dieser Wert bestätigt sich - in etwa - immer wieder, zum Beispiel bei den Auswertungen längeren Videozusammenstellungen russischer Kriegstoter (Beispiel) und aus unserer Erfahrung der vier Kriegsjahre heraus, dürfte dieser konservative Wert der Realität ziemlich nahe kommen.
Allerdings meldete der britische Geheimdienst Ende Mai die Zahl von knapp 500.000 russischen Kriegstoten ((27.05.2026), der ukrainische Präsident Zelenskij legte sogar noch 200 Tausend Tote dazu und sprach von 700.000 Kriegstoten. Und auch die BBC meldet inzwischen einen höheren Prozentsatz an nicht ermittelten Kriegstoten als in den Monaten zuvor und spricht von 55% bis 65% nicht gefunden Opfern, was die Zahlen dann wesentlich nach oben treibt.
Inzwischen behandeln wir die Daten der BBC/Mediazona mit Vorsicht, da sie weiterhin mit etwa 20.000 Kriegstote aus dem Donbass ihre Zahlen auffüllen, obwohl es dafür keine tatsächlichen Belege gibt. Zudem haben sie im Frühjahr mal schnell die ermittelte Summe innerhalb von wenigen Tagen um etwa 30.000 Kriegstote erhöht. Woher sie diese Zahlen nehmen, konnten sie bisher nicht überzeugend darlegen. Irgendwann wird sich auch dieses Rätsel lösen, eine Gruppe von Aktivisten gleicht die ermittelten Kriegstoten ab und wir übernehmen dadurch Fälle, die wir nicht selbst in unsere Listen aufgenommen haben. So finden wir vielleicht die Wertigkeit dieses Sprungs in der BBC-Statistik.
Es ist durchaus möglich, dass durch die lange Dauer des Krieges inzwischen immer weniger Kriegstote öffentlich gemeldet werden. Und zudem die Medien kaum noch Interesse haben, ihre Leser mit täglich neuen Todesmeldungen zu verunsichern. Wir werden die Situation beobachten und eventuell unsere Einschätzungen auch anpassen. Immer wieder finden wir neue regionale öffentliche Zusammenstellungen, die die dortigen Kriegstoten auflisten. So können wir das Verhältnis von uns bekannten Kriegstoten zu den gesamten Opfern der Region ermitteln.
Bitte beachtet, dass viele Regionen auf den hinteren Platzen in unserer Liste "Kriegstote in Relation zur Bevölkerung" nur deshalb so wenige Verluste zu verzeichnen haben, weil die Behörden entsprechende Meldungen konsequent zurückhalten. Die Stadt Moskau, die Oblast Moskau und die Stadt St. Petersburg sind die bevölkerungsreichsten Regionen in ganz Russland. Gerade aus diesen Gebieten kommen nur wenige Informationen über die lokalen russischen Verluste.
Bisher haben wir einen Faktor von 3,5 Verletzten pro russischen Gefallenen in unseren Abschätzungen benutzt. Dieser Multiplikator hat in den ersten Kriegsjahren eine realistische Darstellung der russischen Verluste ergeben. Auf Grund der veränderten Angriffstaktik der russischen Armee, nämlich keine größeren Einheiten mehr in die Angriffe zu schicken, sondern mit vielen einzelnen Soldaten oder Kleingruppen versuchen, die ukrainische Abwehr zu infiltrieren, ist dieser Faktor nicht mehr zu halten. Wir haben deshalb unsere Abschätzung angepasst. Details dazu findet ihr in den Anmerkungen.
Abschätzung zum 31. Juli 2026
| Ermittelte Kriegstote |
Geschätzte Gesamtzahl |
Geschätzte Verletzte |
Gesamt- verluste |
|
| Unsere Statistik (31.07.2026) |
223.561 | 373.000 60% erfasst |
981.000* |
1.354.000 |
| Ukrainischer Präsident Zelenskyj im Interview mit Fox Ende Juli 2026 |
-- | 700.000 | 1.600.000 |
* Berechnung der Opferzahlen:
Auf Grund der veränderten Angriffstaktik der russischen Armee müssen wir unsere Abschätzungen anpassen. Es werden keine größeren Einheiten mehr in die Angriffe geschickt, sondern das Militär versucht, mit vielen einzelnen Soldaten oder Kleingruppen die ukrainische Abwehr zu infiltrieren. Da wir die Situation an der Front nur mit großer Verzögerung bei der Erhebung der Kriegstoten feststellen können, haben wir unsere Statistik ab Juli 2025 den neuen Gegebenheiten angepasst. Wir berechnen folglich ab Juli 2025 auf einen Gefallenen, 1,5 verwundete Soldaten.
Vergleichszahlen:
Zum Schluss wollen wir die Opferzahlen aus anderen Kriegen vorstellen. Damit jedem Leser auch die Dramatik der russischen Todeszahlen bewusst wird. Bitte beachtet, dass diese Zahlen nur die Kriegstoten jener genannten Länder benennen, die Opfer unter den Soldaten der betroffenen Ländern wesentlich höher sind, von der Zivilbevölkerung ganz zu schweigen.
| Vergleichszahlen | USA | Sowjetunion | Russland |
| Winterkrieg (Überfall der Sowjetunion auf Finnland, 30.11.39 - 13.03.40) |
167.976* | ||
| Koreakrieg 1950-1953 | 40.000 | ||
| Vietnamkrieg 1963 – 1973 | 58.220 | ||
| Afghanistan 1979 – 1989 | 14.500 | ||
| 1. Tschetschenienkrieg 1994 – 1996 | 14.000 | ||
| 2. Tschetschenienkrieg 1999 – 2009 | 3.684 | ||
| Irakkrieg 2003 – 2011 | 5.272 | ||
| Afghanistan 2001 – 2021 Gesamte US-geführte Koalition Inkl. Private Sicherheitsdienste |
7.263 |
*Sokolov, Boris (2000). Der Weg zum Frieden / Geheimnisse des finnischen Krieges -- ISBN 5-7838-0583-1
auch: Petrow, P.w. Winterkrieg. Baltikum, 1939-1940. - Helsinki: RME Group Oy, 2013. - 480 S. — ISBN 978-952-5761-01-6
Russische Kriegstote - nach absoluten Zahlen
Stand 31.07.2026
Die fünf führenden russischen Regionen in unserer Liste liegen auf der russischen Landkarte dich nebeneinander - im Osten des europäischen Russlands und ganz im Westen des asiatischen Russlands. In diesen fünf Regionen wohnen rund 18 Millionen Menschen, das sind knapp 13% der russischen Bevölkerung. Diese Regionen stellen aber rund 19 Prozent aller Kriegstoten, die meist nicht aus den großen Städten kommen, sondern aus der einfach lebenden Landbevölkerung.
Viele dieser Dörfer sind nur durch einfache Schotterstraßen an das Verkehrsnetz angebunden, es gibt keine Kanalisation, sondern Plumpsklos außerhalb der Häuser und viele der Dörfer sind auch nicht an das Gasnetz angeschlossen. Aus wirtschaftlicher Not heraus, melden sich die Bewohner als Freiwillige und kommen häufig im Zinksarg wieder nach Hause.
Das Gegenteil trifft auf die russischen Metropole zu: Stadt Moskau, Oblast Moskau und St. Petersburg. Nach den Zahlen vom Jahr 2010 leben in diesen Regionen 25,2 Millionen Menschen, das sind etwa 17,4 Prozent der russischen Bevölkerung. Bei den russischen Kriegstoten dagegen kommen diese Regionen nur auf 5,7% - ein wirklich extremer Unterschied, der noch größer ausfallen würde, wenn wir die Bevölkerungszahlen von 2025 heranziehen würden.
Hervorzuheben ist die Region Irkutsk. Innerhalb eines Jahres hat sie sich von der zehnten Stelle auf den sechsten Platz „verbessert“. Rund um den Baikalsee sind die Todesraten unter den russischen Soldaten ganz besonders hoch, nimmt man Burjatien, Irkutsk und Transbaikalien zusammen.
Die Regionen Russlands zeigt diese Landkarte.
| Region | Todeszahlen 31.07.26 |
Einwohner | Kriegstote pro 100-tausend Einwohner |
|
| 1 | Tatarstan | 10.413 | 3.786.488 | 275,00 |
| 2 | Baschkortostan | 10.277 | 4.072.292 | 252,36 |
| 3 | Tscheljabinsk | 7.138 | 3.476.217 | 205,34 |
| 4 | Swerdlowsk | 7.005 | 4.297.747 | 162,99 |
| 5 | Perm | 6.807 | 2.635.276 | 258,30 |
| 6 | Irkutsk | 6.402 | 2.428.750 | 263,59 |
| 7 | Moskau, Oblast | 6.084 | 7.095.120 | 85,75 |
| 8 | Saratow | 6.060 | 2.521.892 | 240,30 |
| 9 | Krasnodar | 6.040 | 5.226.647 | 115,56 |
| 10 | Burjatien | 5.072 | 972.021 | 521,80 |
| 11 | Rostow | 4.987 | 4.277.976 | 116,57 |
| 12 | Wolgograd | 4.273 | 2.610.161 | 163,71 |
| 13 | Krasnojarsk | 4.232 | 2.828.187 | 149,64 |
| 14 | Kemerowo | 4.225 | 2.763.135 | 152,91 |
| 15 | Samara | 4.071 | 3.215.532 | 126,60 |
| 16 | Nowosibirsk | 4.053 | 2.665.911 | 152,03 |
| 17 | Altai Region | 4.046 | 2.419.755 | 167,21 |
| 18 | Transbaikalien | 3.943 | 1.107.107 | 356,15 |
| 19 | St. Petersburg /Leningrad | 3.854 | 6.596.434 | 58,43 |
| 20 | Orenburg | 3.774 | 2.033.072 | 185,63 |
| 21 | Kirow | 3.603 | 1.341.312 | 268,62 |
| 22 | Nischni Nowgorod | 3.413 | 3.310.597 | 103,09 |
| 23 | Udmurtien | 3.378 | 1.521.420 | 222,03 |
| 24 | Primorje, Region | 3.274 | 1.956.497 | 167,34 |
| 25 | Omsk | 3.082 | 1.977.665 | 155,84 |
| 26 | Sacha (Jakutien) | 3.033 | 958.528 | 316,42 |
| 27 | Stawropol | 2.883 | 2.786.281 | 103,47 |
| 28 | Dagestan | 2.847 | 2.910.249 | 97,83 |
| 29 | Moskau | 2.668 | 11.503.501 | 23,19 |
| 30 | Belgorod | 2.667 | 1.532.526 | 174,03 |
| 31 | Woronesch | 2.627 | 2.335.380 | 112,49 |
| 32 | Tjumen | 2.610 | 1.340.608 | 194,69 |
| 33 | Archangelsk | 2.344 | 1.227.626 | 190,94 |
| 34 | Tuwa | 2.263 | 307.930 | 734,91 |
| 35 | Uljanowsk | 2.187 | 1.292.799 | 169,17 |
| 36 | Autonomer Kreis der Chanten und Mansen (Jugra) | 2.171 | 1.532.243 | 141,69 |
| 37 | Komi | 2.075 | 901.189 | 230,25 |
| 38 | Wologda | 2.065 | 1.202.444 | 171,73 |
| 39 | Twer | 2.018 | 1.353.392 | 149,11 |
| 40 | Astrachan | 1.897 | 1.010.073 | 187,81 |
| 41 | Brjansk, Oblast | 1.882 | 1.278.217 | 147,24 |
| 42 | Tschuwaschien | 1.804 | 1.251.619 | 144,13 |
| 43 | Pensa | 1.792 | 1.386.186 | 129,28 |
| 44 | Iwanowo | 1.761 | 1.061.651 | 165,87 |
| 45 | Kursk | 1.748 | 1.127.081 | 155,09 |
| 46 | Tomsk | 1.746 | 1.047.394 | 166,70 |
| 47 | Kurgan | 1.744 | 910.807 | 191,48 |
| 48 | Nord- und Südossetien | 1.698 | 766.512 | 221,52 |
| 49 | Wladimir | 1.650 | 1.443.693 | 114,29 |
| 50 | Mari El | 1.518 | 696.459 | 217,96 |
| 51 | Karelien | 1.494 | 643.548 | 232,15 |
| 52 | Chabarowsk, Region | 1.476 | 1.343.869 | 109,83 |
| 53 | Tambow | 1.463 | 1.091.994 | 133,98 |
| 54 | Chakassien | 1.421 | 532.403 | 266,90 |
| 55 | Amur Oblast | 1.420 | 830.103 | 171,06 |
| 56 | Lipezk | 1.379 | 1.173.513 | 117,51 |
| 57 | Tula | 1.264 | 1.553.925 | 81,34 |
| 58 | Sachalin | 1.237 | 497.973 | 248,41 |
| 59 | Jaroslawl | 1.223 | 1.272.468 | 96,11 |
| 60 | Kaliningrad | 1.213 | 941.873 | 128,79 |
| 61 | Kaluga | 1.150 | 1.010.930 | 113,76 |
| 62 | Nowgorod | 1.142 | 634.111 | 180,09 |
| 63 | Autonomer Kreis der Jamal-Nenzen | 1.130 | 522.904 | 216,10 |
| 64 | Rjasan | 1.086 | 1.154.114 | 94,10 |
| 65 | Kostroma | 1.050 | 667.562 | 157,29 |
| 66 | Pskow | 1.018 | 673.423 | 151,17 |
| 67 | Murmansk | 960 | 795.409 | 120,69 |
| 68 | Smolensk | 951 | 985.537 | 96,50 |
| 69 | Kamtschatka | 933 | 322.079 | 289,68 |
| 70 | Mordowien | 928 | 834.755 | 111,17 |
| 71 | Orjol | 903 | 786.935 | 114,75 |
| 72 | Altai Republik | 874 | 206.168 | 423,93 |
| 73 | Kabardino-Balkarien | 705 | 859.939 | 81,98 |
| 74 | Kalmückien | 615 | 289.481 | 212,45 |
| 75 | Tschetschenien | 571 | 1.268.989 | 45,00 |
| 76 | Magadan | 504 | 156.996 | 321,03 |
| 77 | Adygeja | 464 | 439.996 | 105,46 |
| 78 | Karatschai-Tscherkessien | 449 | 477.859 | 93,96 |
| 79 | Jüdische Autonome Oblast | 297 | 176.558 | 168,22 |
| 80 | Inguschetien | 290 | 412.529 | 70,30 |
| 81 | Tschuktschen – Automomer Kreis | 281 | 50.526 | 556,15 |
| 82 | Autonomer Kreis der Nenzen | 163 | 42.090 | 387,27 |
Russische Kriegstote - in Relation zur Bevölkerung
Stand 31.07.2026
Russland lässt bevorzugt andere Ethnien für den Krieg der Russen sterben. All die Bewohner der vorderen Regionen in unserer Tabelle treibt in erster Linie ihre Unwissenheit gepaart mit der russischen Propaganda, ihre bescheidene Lebenssituation und das viele Geld in die Fänge des russischen Militärs. Für den russischen Imperialismus sterben bevorzugt Tuwiner, Tschuktschen, Burjaten (in Burjatien, Transbaikalien und Irkutsk), Altaier, Nenzen, Ewenen, Korjaken, Jakuten, Chakassen, Tataren und Baschkiren.
Dramatisch sind weiterhin die hohen Zahlen im bevölkerungsarmen Autonomen Kreis der Tschuktschen - meist gehören diese Toten zur Ethnie der Tschuktschen, von denen etwa 16.000 Menschen übrig geblieben sind. Inzwischen rekrutiert das russische Militär auch verstärkt unter den Jakuten der Republik Sacha. Auch diese Männer sind es gewohnt, unter extremen Winterbedingungen zu arbeiten und zu jagen - also ideale Soldaten für den Krieg in der Ukraine. Ende 2023 stand Sacha noch auf Platz 22 dieser Liste, Ende 2024 auf Platz 16 und jetzt auf Platz 8.
Ungefährdeter Spitzenreiter bleibt die Region Tuwa, eine der ärmsten russischen Regionen. Wenn man - ganz grob - die Todesrate ins Verhältnis zur wehrfähigen Bevölkerung des Landes setzt, so wurden bereits 2,9 % der männlichen, wehrfähigen Bevölkerung im Krieg gegen die Ukraine getötet. Und auch weiterhin melden sich die Männer dieser Region aus wirtschaftlicher Not heraus freiwillig zum Kriegsdienst. Da passt eine andere Zahl dazu, Tuwa hat die höchste Geburtenrate von ganz Russland mit durchschnittlich 2,3 Kindern pro Frau.
Die in der russischen Bevölkerung wenig geliebten Kaukasier - also die Bewohner des Kaukasus - befinden sich fast alle am Ende der Tabelle, obwohl all diese Regionen zu den armen russischen Teilrepubliken zählen. Die politisch unruhigen Provinzen sind während des Krieges ruhig geblieben. Damit das so bleibt, wurden auf große Rekrutierungen verzichtet. So findet man die muslimisch geprägten Kaukasusrepubliken am Ende: Dagestan, Inguschetien, Karatschai-Tscherkessien, Kabardino-Balkarien und Tschetschenien. Die russische Teilrepublik Nordossetien-Alanien, in der die Mehrheit der Bevölkerung christlich-orthodoxen Glaubens ist, weist dagegen eine überdurchschnittliche Todesrate auf. Ebenso die arme, buddhistisch geprägte Teilrepublik Kalmückien aus dem Kaukasusvorland.
Die Regionen Russland zeigt diese Landkarte. Die rot und violett dargestellten Regionen liegen über dem Mittel (151,2) für ganz Russland.
| Region | Todeszahlen 31.07.26 |
Einwohner | Kriegstote pro 100-tausend Einwohner |
|
| 1 | Tuwa | 2.263 | 307.930 | 734,9 |
| 2 | Tschuktschen – Automomer Kreis | 281 | 50.526 | 556,1 |
| 3 | Burjatien | 5.072 | 972.021 | 521,8 |
| 4 | Altai Republik | 874 | 206.168 | 423,9 |
| 5 | Autonomer Kreis der Nenzen | 163 | 42.090 | 387,3 |
| 6 | Transbaikalien | 3.943 | 1.107.107 | 356,2 |
| 7 | Magadan | 504 | 156.996 | 321,0 |
| 8 | Sacha (Jakutien) | 3.033 | 958.528 | 316,4 |
| 9 | Kamtschatka | 933 | 322.079 | 289,7 |
| 10 | Tatarstan | 10.413 | 3.786.488 | 275,0 |
| 11 | Kirow | 3.603 | 1.341.312 | 268,6 |
| 12 | Chakassien | 1.421 | 532.403 | 266,9 |
| 13 | Irkutsk | 6.402 | 2.428.750 | 263,6 |
| 14 | Perm | 6.807 | 2.635.276 | 258,3 |
| 15 | Baschkortostan | 10.277 | 4.072.292 | 252,4 |
| 16 | Sachalin | 1.237 | 497.973 | 248,4 |
| 17 | Saratow | 6.060 | 2.521.892 | 240,3 |
| 18 | Karelien | 1.494 | 643.548 | 232,2 |
| 19 | Komi | 2.075 | 901.189 | 230,3 |
| 20 | Udmurtien | 3.378 | 1.521.420 | 222,0 |
| 21 | Nord- und Südossetien | 1.698 | 766.512 | 221,5 |
| 22 | Mari El | 1.518 | 696.459 | 218,0 |
| 23 | Autonomer Kreis der Jamal-Nenzen | 1.130 | 522.904 | 216,1 |
| 24 | Kalmückien | 615 | 289.481 | 212,4 |
| 25 | Tscheljabinsk | 7.138 | 3.476.217 | 205,3 |
| 26 | Tjumen | 2.610 | 1.340.608 | 194,7 |
| 27 | Kurgan | 1.744 | 910.807 | 191,5 |
| 28 | Archangelsk | 2.344 | 1.227.626 | 190,9 |
| 29 | Astrachan | 1.897 | 1.010.073 | 187,8 |
| 30 | Orenburg | 3.774 | 2.033.072 | 185,6 |
| 31 | Nowgorod | 1.142 | 634.111 | 180,1 |
| 32 | Belgorod | 2.667 | 1.532.526 | 174,0 |
| 33 | Wologda | 2.065 | 1.202.444 | 171,7 |
| 34 | Amur Oblast | 1.420 | 830.103 | 171,1 |
| 35 | Uljanowsk | 2.187 | 1.292.799 | 169,2 |
| 36 | Jüdische Autonome Oblast | 297 | 176.558 | 168,2 |
| 37 | Primorje, Region | 3.274 | 1.956.497 | 167,3 |
| 38 | Altai Region | 4.046 | 2.419.755 | 167,2 |
| 39 | Tomsk | 1.746 | 1.047.394 | 166,7 |
| 40 | Iwanowo | 1.761 | 1.061.651 | 165,9 |
| 41 | Wolgograd | 4.273 | 2.610.161 | 163,7 |
| 42 | Swerdlowsk | 7.005 | 4.297.747 | 163,0 |
| 43 | Kostroma | 1.050 | 667.562 | 157,3 |
| 44 | Omsk | 3.082 | 1.977.665 | 155,8 |
| 45 | Kursk | 1.748 | 1.127.081 | 155,1 |
| 46 | Kemerowo | 4.225 | 2.763.135 | 152,9 |
| 47 | Nowosibirsk | 4.053 | 2.665.911 | 152,0 |
| 48 | Pskow | 1.018 | 673.423 | 151,2 |
| 49 | Krasnojarsk | 4.232 | 2.828.187 | 149,6 |
| 50 | Twer | 2.018 | 1.353.392 | 149,1 |
| 51 | Brjansk, Oblast | 1.882 | 1.278.217 | 147,2 |
| 52 | Tschuwaschien | 1.804 | 1.251.619 | 144,1 |
| 53 | Autonomer Kreis der Chanten und Mansen (Jugra) | 2.171 | 1.532.243 | 141,7 |
| 54 | Tambow | 1.463 | 1.091.994 | 134,0 |
| 55 | Pensa | 1.792 | 1.386.186 | 129,3 |
| 56 | Kaliningrad | 1.213 | 941.873 | 128,8 |
| 57 | Samara | 4.071 | 3.215.532 | 126,6 |
| 58 | Murmansk | 960 | 795.409 | 120,7 |
| 59 | Lipezk | 1.379 | 1.173.513 | 117,5 |
| 60 | Rostow | 4.987 | 4.277.976 | 116,6 |
| 61 | Krasnodar | 6.040 | 5.226.647 | 115,6 |
| 62 | Orjol | 903 | 786.935 | 114,7 |
| 63 | Wladimir | 1.650 | 1.443.693 | 114,3 |
| 64 | Kaluga | 1.150 | 1.010.930 | 113,8 |
| 65 | Woronesch | 2.627 | 2.335.380 | 112,5 |
| 66 | Mordowien | 928 | 834.755 | 111,2 |
| 67 | Chabarowsk, Region | 1.476 | 1.343.869 | 109,8 |
| 68 | Adygeja | 464 | 439.996 | 105,5 |
| 69 | Stawropol | 2.883 | 2.786.281 | 103,5 |
| 70 | Nischni Nowgorod | 3.413 | 3.310.597 | 103,1 |
| 71 | Dagestan | 2.847 | 2.910.249 | 97,8 |
| 72 | Smolensk | 951 | 985.537 | 96,5 |
| 73 | Jaroslawl | 1.223 | 1.272.468 | 96,1 |
| 74 | Rjasan | 1.086 | 1.154.114 | 94,1 |
| 75 | Karatschai-Tscherkessien | 449 | 477.859 | 94,0 |
| 76 | Moskau, Oblast | 6.084 | 7.095.120 | 85,7 |
| 77 | Kabardino-Balkarien | 705 | 859.939 | 82,0 |
| 78 | Tula | 1.264 | 1.553.925 | 81,3 |
| 79 | Inguschetien | 290 | 412.529 | 70,3 |
| 80 | St. Petersburg /Leningrad | 3.854 | 6.596.434 | 58,4 |
| 81 | Tschetschenien | 571 | 1.268.989 | 45,0 |
| 82 | Moskau | 2.668 | 11.503.501 | 23,2 |
Anmerkungen:
Wir beobachten die Situation in allen Regionen Russlands. Alle registrierten Kriegstoten stammen aus offenen Quellen und werden von uns auf die Originalinformation verlinkt. Es kann allerdings vorkommen, dass diese von den Verfassern nachträglich gelöscht werden. In diesem Fall liegt uns ein Screenshot vor.
Die Sortierung der Kriegstoten nach Regionen ist extrem zeitraubend. Nur die wenigsten Meldungen kommen von amtlicher Seite, sondern meist von Freunden oder Familie. Hier sind die Angaben häufig unbestimmt, so dass fast alles nachrecherchiert werden muss. Da die Todeszahlen weiter steigen, haben wir im Jahr 2024 die Informationen in unseren Tabellen weiter reduziert, um den Arbeitsaufwand in Grenzen zu halten und veröffentlichen nur noch die Namen, die Ortsangabe, den Link auf die Originalinformation, die Altersangabe und den Tag des Todes, falls verfügbar.
Die von uns angegebenen Bevölkerungszahlen stammen von der russischen Zählung aus dem Jahr 2010. Zu Beginn des Krieges lagen uns keine aktuelleren Zahlen vor. Inzwischen gibt es eine neuere Zählung zum 1.1.2024. Danach ist die Bevölkerung inzwischen um etwas mehr als drei Millionen gewachsen. Zudem gibt es weiterhin eine Landflucht in die russischen Zentren. Der besseren Vergleichbarkeit haben wir bisher die Zahlen von 2010 belassen, da die rechnerischen Unterschiede meist nicht bedeutend wären.
Zusatzinformationen
Wir nehmen in die Statistik nur solche Kriegstote auf, bei denen es Hinweise auf eine russische Heimatregion gibt. Alle anderen werden als unbekannte Region geführt. Häufig kommen die Nachrichten von Verwandten, Kollegen oder Soldaten aus dem selben Trupp. Fehlt ein Hinweis auf den Lebensmittelpunkt, nehmen wir an, dass der getötete Soldat aus der selben Region wie der Berichterstatter stammt. Das muss nicht immer zutreffen.
Alle weiteren Informationen sind statistisch wenig aussagekräftig. Man kann schon froh sein, wenn der Name in der Todesnachricht genannt wird, statt unser Vater, Bruder, Schwager oder ein Kosenamen. Auch lange Texte enthalten häufig wenig Verwertbares. Wer genauere Informationen über Alter, Beruf, militärischer Rang, Todesort usw. haben möchte, müsste danach sehr umfangreich recherchieren. Das ist uns in diesem Zusammenhang nicht möglich.
Neu ab 28.03.24
Da wir nur noch einfache Tabellen veröffentlichen, müssen wir auch die Darstellungen vereinfachen. In den Meldungen kommen ganz unterschiedliche Darstellungen des Alters vor. Wir veröffentlichen nur noch zwei Varianten: xx Jahre(alt), oder geboren am, spätestens getötet am. Ist kein genaues Datum angegeben, sondern z.B. nur 1984, dann geben wir 1.1.1984 an. Oder falls nur der Monat angegeben ist, dann wird der 1. Tag im Monat angezeigt. Das hilft uns bei statistischen Auswertungen des Alters.
Uns liegen Fotos von Grabstellen russischer Soldaten vor, die aus nicht öffentlichen Quellen stammen. In diesen Fällen verlinken wir die aussagekräftigen Fotos auf unseren Webserver.
Grundlage unserer Abschätzungen
Wir wissen, dass wir mit unseren Zahlen nur bedingt die Realität abbilden. Viele Kriegstote werden öffentlich verschwiegen. Das bringt uns zu folgenden Überlegungen:
- Der ehemalige russische Offizier Vitaly Votanovsky hat die Friedhöfe in der gesamten Region Krasnodar aufgesucht und dabei die Gräber von Kriegstoten ermittelt, die von den Medien nicht veröffentlicht wurden. Man kann also davon ausgehen, dass zumindest in dieser Region die meisten gefallenen Soldaten auch erfasst wurden. Insgesamt haben wir in Krasnodar (Stand 15.10.23) 1.167 gefallene Soldaten gelistet, davon wurden 699 in den Medien veröffentlicht, Vitaly Votanovsky oder seine Mitstreiter haben bis zu diesem Zeitpunkt die Gräber von 468 weiteren Gefallenen aufgezählt. Das bedeutet, dass in der Region Krasnodar gerundet etwa 60% aller Kriegstoten durch die Medien veröffentlicht wurden.
- Auch am Beispiel der Toten von Makijiwka ergeben sich ähnliche Relationen. 89 tote Soldaten wurden gemeldet, wir haben 137 gelistet, das ergibt etwa 65 Prozent der öffentlich gemachten Opfer.
- Die tatarische Initiative "Tot aus Tatarstan" hat in ihrer Region ein umfassendes Bild der Opferzahlen erstellt. Danach hatten wir bis Oktober 24 etwa 67% aller Kriegstoten erfasst.
- Der britische Geheimdienst hat zuletzt am 04.12.23 sich zu den russischen Verlustzahlen geäußert. Nach seinen Angaben hätte Russland 50.000 tote Soldaten und 20.000 getötete Wagnersöldner zu verzeichnen. Dazu kämen 180.000 bis 240.000 verwundete Soldaten und 40.000 verwundete Wagner-Söldner. Die Anzahl der getöteten Wagner-Söldner bezieht sich übrigens auf eine Aussage von Jewgeny Prigoschin vor seiner Attacke auf das russische Militärsystem.
- Die Kriegstoten stellen aber nur einen Teil der Opferzahlen dar. Viele Soldaten wurden schwer traumatisiert – an Körper und Seele. Die BBC trifft dazu folgende Aussage: Nach Beobachtungen des US Center for Naval Analysis kommen auf jeden russischen Soldaten, der während des Krieges in der Ukraine getötet wurde, im Durchschnitt etwa dreieinhalb Verwundete. Durch die Situation an der Front im Jahr 2025 korrigieren wir den Multiplikator ab Juli 1025.
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Neu ab 01.07.2025
Auf Grund der veränderten Angriffstaktik der russischen Armee müssen wir unsere Abschätzungen anpassen. Es werden keine größeren Einheiten mehr in die Angriffe geschickt, sondern das Militär versucht, mit vielen einzelnen Soldaten oder Kleingruppen die ukrainische Abwehr zu infiltrieren. Die ukrainische Initiative "Ich will leben" schreibt dazu:
Aufgrund des Fehlens eines normalen Systems zur Evakuierung von Verwundeten vom Schlachtfeld kommen auf einen Gefallenen nur 1,3 verwundete Soldaten. Dies zeugt von einer geringen Überlebensrate der Verwundeten, die nur unzureichend in taktischer Medizin ausgebildet sind und nach einer Verwundung in der Regel ohne Hilfe zurückgelassen werden.
Da wir die Situation an der Front nur mit großer Verzögerung bei der Erhebung der Kriegstoten feststellen können, haben wir unsere Statistik ab Juli 2025 den neuen Gegebenheiten angepasst. Wir berechnen folglich ab Juli 2025 auf einen Gefallenen, 1,5 verwundete Soldaten.
Unsere Verlinkungen
Die meisten von uns erfassen getöteten russischen Soldaten im Krieg gegen die Ukraine stammen aus den sozialen Netzwerken Russlands (VKontake, Odnoklassniki). Diese Netzwerke werden von nicht durch uns betriebene Bots nach Stichworten abgesucht. Wir erhalten so Listen mit Links.
Bis wir diese Listen dann überprüfen gehen einige Tage ins Land. Es kommt häufig vor, dass inzwischen die Nachricht bereits gelöscht wurde. Finden wir keinen Alternativlink, veröffentlichen wir Sekundärlinks (pechalbeda200, poisk_in_ua), die nach unserer Erfahrung zuverlässig sind oder verlinken auf ein aussagekräftiges Foto in unserer eigenen Datenbank.
Der Krieg dauert inzwischen über vier Jahre. In dieser Zeit sind auch zahlreiche Zeitungen, Internetmedien und Telegramkanäle aus den unterschiedlichsten Gründen nicht mehr erreichbar. Hier laufen unsere Links ins Nirwana, dafür liegen uns Screenshots der Meldungen vor, die von uns angefordert werden können.
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