30.09.2026 -- 241.171// Zuwachs zum 31.08.2026: 11.032
Die Verwaltung des Bezirks Sakamensk aus Burjatien berichtet am 27.11.24 über den Tod eines Soldaten. Iwan Stanislawowitsch Brjanski wurde am 29. November 2005 in Sakamensk geboren. Seine Familie zog allerdings 2018 nach St. Petersburg und Iwan ging dort zur Schule.
"Iwan Stanislawowitsch belegte beim Auf- und Abbau eines Kalaschnikow-Sturmgewehrs den ersten Platz, war aktiv und sportlich. Erhielt die Fachrichtung „Optiker-Mechaniker“," schreibt die Verwaltung.
Am 4. Juli 24 wurde Iwan zum Wehrdienst eingezogen und nach der Grundausbildung in die Region Belgorod versetzt. Am 7. November wurde er bei einem Dronenangriff getötet. Seinen 19. Geburtstag hat er nicht mehr erlebt.
In Russland gibt es eine Wehrpflicht für junge Männer, die ein Jahr lang dauert. Die Einberufung findet in der Regel zum Ende der Ausbildung statt.
Diese Wehrpflichtigen dürfen nicht bei der "speziellen Militäroperation" - also dem Krieg gegen die Ukraine - eingesetzt werden. Und doch sterben beinahe täglich junge russische Wehrdienstleistende irgendwo im Krieg. Manchmal sind es zufällige Begegnungen mit dem ukrainischem Militär, meist wurden sie bewusst in den Kampf geworfen.
Ein Telegramkanal sammelt seit August 2024 die Nachrichten über den Tod von jungen russischen Wehrpflichtigen im Krieg gegen die Ukraine. Stand 26. November 24 sind 369 getötete Wehrpflichtige veröffentlicht worden. Die aktuell letzte Meldung betraf Anton Denisowitsch Sawtschenko (Foto), geboren am 15.03.2006.
Das viele Geld, das man als Freiwilliger an der Front verdienen kann, lockt auch viele junge Männer an, wie wir in unseren Statistiken erkennen können.
Auch Kirill Alexejewitsch Trufanow ist so ein Fall. Kirill, geboren am 3. November 2005, kam aus einem Dorf in der Region Transbaikalien. In der Hauptstadt Tschita absolvierte er ab dem Jahr 2022 eine Ausbildung zum Meister für "Ausbau-, Bau- und Dekorationsarbeiten".
Im Mai 2024 brach er die Schule ab und schloss einen Vertrag mit dem russischen Militär. Das verdiente Geld kann er nicht mehr ausgeben, am 23. Oktober wurde er im Krieg getötet.
"Statt nach Halt zu suchen, fällst du ins Leere," so lautete das Motto von Kirill Wladimirowitsch Barejew, geboren am 24. Februar 2004. Kirill kam aus dem großen Dorf Jenotajewka im Süden Russlands in der Region Astrachan. Nach der Schule schloss Kirill eine Ausbildung zum Automechaniker ab und zog in die Hauptstadt Astrachan.
Dort ist Kirill -sprichwörtlich - ins Leere gefallen, denn er hat am 15. September 2024 einen Vertrag mit dem russischen Militär abgeschlossen, um am Krieg in der Ukraine teilzunehmen. Er hätte als Scharfschütze in einer Angriffseinheit fungiert, doch zum scharf Schießen hatte er nicht viel Zeit. Bereits am 15. Oktober 24 wurde Kirill Barejew getötet.
Am 11. November wurde Kirill in seinem Heimatdorf bestattet. Und zum Nachruf schickte die Bezirksverwaltung noch eine Lüge hinterher: "Er war ein einfacher Soldat, der unser Land mutig und ehrenvoll verteidigte."
Das Dorf Samburg liegt nördlich des Polarkreises und ist eine der abgelegensten Siedlungen im Autonomen Kreis der Jamal-Nenzen. Etwa 2.000 Bewohner leben im Dorf, die Mehrzahl sind Nenzen.
Am 10. November 2024 fand eine Trauerfeier für Wladimir Alexandrowitsch Segoi in der Dorfkirche statt. Wladimir, geboren am 19.03.2005, leistete seinen Wehrdienst und wurde wie so viele andere, zur Grenzsicherung in die Region Kursk abgestellt. Als im August ukrainische Truppen die Region besetzten, wurde auch Wladimir vertragswidrig ins Gefecht geworfen und bereits am 7. August 24 getötet.
Nach der Trauerfeier flog der Priester mit dem Hubschrauber zurück in die 230 km entfernte Stadt Tarko-Sale, dem Verwaltungszentrum des Bezirks.
Die Stadt Kirow liegt etwa 800 km nordöstlich von Moskau, sie ist die Hauptstadt der gleichnamigen Oblast. Ungefähr 475 Tausend Menschen leben in der industriell geprägten Stadt. Eine lokale Initiative hat die Namen aller Kriegstoten der Stadt Kirow auf VKontakte öffentlich gemacht und die Leser gebeten, weitere bisher unbekannte Namen zu nennen. Knapp 200 Namen sind so zusammengekommen.
Die Reaktionen in den Kommentaren sind meist betroffene Durchhalteparolen, kritische Stimmen sind ob der Repression kaum möglich. Aber diese Zusammenstellung zeigt auch, dass die russische Bevölkerung die ernormen Opferzahlen im Krieg gegen die Ukraine kennt und hinnimmt.
Wir verzichten auf eine Dokumentation jener Zusammenstellung und Diskussion, den Beitrag auf VKontakte findet man unter diesem Link. Man kann sich den Text via der Übersetzungsfunktion der Browser in deutscher Sprache darstellen lassen.
Am 8. Novemver 24 wurde im baschkirischen Dorf Werchnejarkejewo der Wehrpflichtige Timur Rischatowitsch Muchametow begraben. Timur wurde am 11. August 2002 dort geboren, hatte nach seiner Schulzeit eine Ausbildung an der Staatlichen Erdöluniversität Ufa abgeschlossen und wurde am 27. November 2023 zum Wehrdienst eingezogen.
Zunächst war er an der Militärakademie für Logistik in Pensa bei den Bodentruppen stationiert, aber seine Einheit wurde danach zu den Grenzschützern in die Region Kursk abkommandiert. Im August kam der Krieg auch in die Region Kursk und die russischen Wehrpflichtigen wurden ins Gefecht geworfen - entgegen all den zuvor beteuerten Versprechen der Staatsführung. Timur wurde am 7. August 24 in der Umgebung der Kleinstadt Sudscha getötet.
Video einer Dorbewohnerin:
In Russland gibt es zahlreiche Internetseiten, auf denen die Lebensläufe von im Krieg gegen die Ukraine gefallenen Soldaten dokumentiert werden. Meist sind es regionale Seiten, die von Bibliotheken oder Kulturinstitutionen betrieben werden und meist als Basis für patriotische Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche Verwendung finden.
Ein etwas größeres Projekt war die Webseite "Für den Sieg!", auf der immerhin knapp 6.000 Lebensläufe gefallener Soldaten veröffentlicht wurden. Es scheint allerdings, dass in Russland die Einsicht zunimmt, dass der "Sieg" noch eine ganze Weile weg ist - wenn überhaupt. Und bis dahin werden solche großen Sammelprojekte von Staats wegen als Risiko eingeschätzt.
So schreiben die Macher auch aktuell: "Liebe Besucher der Website Für den Sieg! Mit großem Bedauern teilen wir Ihnen mit, dass die Veröffentlichungen ab dem 2. November aufgrund von Umständen, die außerhalb des Einflussbereichs der Autoren liegen, eingestellt wurden.
Vielen Dank für Ihre ständige Aufmerksamkeit und Unterstützung des Projekts!"
Alexander Nikolajewitsch Tjumin, geboren am 7. Mai.1976, kam aus der Großstadt Noginsk in der Oblast Moskau. Alexander war im Jahr 2023 als russischer Soldat verletzt in ukrainische Gefangenschaft geraten. Von einem Verhör gibt es ein Video mit dem Mann. Über acht Monate blieb er dann in ukrainischer Gefangenschaft, bis er im Zuge eines Gefangenenaustausches wieder zurück nach Russland kam.
Aber frei war Alexander danach nicht. Er kam zunächst in ein Filterlager, wo überpüft wurde, ob man in der Ukraine nicht einen Spion oder anderweitig unzuverlässigen Bürger aus ihm gemacht hatte. Und auch danach gab es keine Gnade: Alexander musste zurück an die Front, wurde der Angriffsabteilung der 114. Brigade zugeteilt. Am 10. Juni 2024 gab es den letzten Kontakt zu seinen Angehörigen, im Oktober wurde schließlich sein Tod gemeldet.
Mit dem "Mutorden" wurde posthum Viktor Neumin aus dem Süd-Ural ausgezeichnet, er starb im März dieses Jahres.
Beamte riefen die Mutter und den Bruder des Verstorbenen zu der Zeremonie, aber die Lieben sind überhaupt nicht glücklich über dieses Eisen. Tränen sind die einzige Reaktion auf solche „Auszeichnungen“. Sie braucht keine Orden, sondern einen lebenden Sohn an ihrer Seite.
Eine Mutter kann sich nie mit dem Verlust des Wertvollsten abfinden - ihres Kindes. Und die Behörden haben buchstäblich Zehntausende solcher trauernden Mütter „geschaffen“.
Der Krieg ist ein großes Leid für alle, und er muss sofort beendet werden.
Nachricht des Telegram-Kanals "Tscheljabinsk der Zukunft" vom 4.11.24
Andrej Wiktorowitsch Tschesak, geboren am 26.01.1967, mehrfach verurteilt wegen Raubes und räuberischer Erpressung. Er wurde auf dem Friedhof Chochrjakowskoje in der „Allee des Ruhmes“ beigesetzt. Auf dem Kreuz steht das Sterbedatum 20.05.2024. Dies ist derselbe Andrej Tschesak, über den 2013 alle udmurtischen Massenmedien schrieben.
Im Jahr 2013 wurde er wegen Erpressung zu 3,6 Jahren Kolonie verurteilt. Zu diesem Zeitpunkt war er 46 Jahre alt.
Im Oktober 2012 soff er und zwei Komplizen in der Wohnung seines späteren Opfers.Nachdem er erfahren hatte, dass das Opfer ein Grundstück besaß, verlangte Tschesak, dass das Opfer Schutzgeld in Höhe von 50.000 Rubel zu zahlen hätte. Das Opfer weigerte sich, wurde geschlagen, mit einer Wäscheleine gefesselt und auf den Balkon gebracht. Vom Balkon aus begann er um Hilfe zu rufen. Er wurde in die Wohnung zurück gezerrt, erneut geschlagen und mit einem heißen Bügeleisen die Brust verbrannt, danach flüchteten die Täter.
2019 wurde Tschesak erneut verurteilt - das Zentrale Bezirksgericht von Tula verurteilte ihn wegen Raubes zu 2,4 Jahren in einer Kolonie. Die letzten zwei Monate dieser Strafe verbrachte er im IK-8 in Ischewsk.
Nach seiner Entlassung wurde er unter Verwaltungsaufsicht gestellt: 8 Jahre lang musste er sich zweimal im Monat bei der Polizei melden. Dies tat er unregelmäßig, weshalb er dreimal verurteilt wurde. Vielleicht wurde Tschesak dort dazu überredet, in seinem Alter in den Krieg zu ziehen. Er starb im Alter von 57 Jahren.
Marat Janybekowitsch Kurmambajew wurde am 23. November 1988 im kleinen Dorf Jubileiny in der Region Orenburg geboren. Nach der Schule machte er eine Ausbildung zum Fahrzeugmechaniker und arbeitete nach der Armee als Fahrer, Traktorfahrer und Maschienenbediener im örtlichen Landwirtschaftsbetrieb. Mit 24 Jahren heiratete er.
Nach dem Zusammenbruch der Staatsfarm gab es im Dorf keine Arbeit mehr und Marat begann, in andere Regionen des Landes zu reisen, um dort zu arbeiten. Um seine kleine Familie zu ernähren, er hatte eine Tochter und einen Sohn, nahm er jede Arbeit an.
Seiner Familie verschwieg er zunächst, dass er am 22. Juni 2024 einen Vertrag mit dem Militär zum Kriegsdienst abgeschlossen hatte. Bereits am 5. Juli war Marat an der Front im Einsatz und bekam das Rufzeichen "Kasache". Am 8. August 24 war der Krieg für Marat beendet. (Link)
Die Tschetschenen spielen im Krieg gegen die Ukraine eine merkwürdige Rolle. In der Öffentlichkeit trommeln sie zwar lautstark für den Krieg Putins, haben martialische Videos ins Netz gestellt, aber an der Front halten sich die tschetschenischen Einheit zurück. Sie agieren meist als Sperreinheiten, die verhindern, dass die russischen Angreifer zurückweichen. Und wenn sie dann überraschend an die Front geraten, weichen sie schnell zurück. "Wir wollen unser Leute nicht für Russland opfern", soll einer ihrer Kommandeure geäußert haben, als im August 24 ukrainische Einheiten Teile der Region Kursk besetzten.
Folgerichtig sind die Meldungen über tschetschenische Kriegstote rar. Der tschetschenische Machthaber Kadyrow möchte zudem seiner geschundenen Bevölkerung keine großen Opferzahlen zumuten. Man kann also mutmaßen, dass unsere veröffentlichten Zahlen zu Tschetschenien zu niedrig sind.
Wir haben heute einen kurzen Film über eine Ordensverleihung für im Krieg getöteten Tschetschenen aus der städtischen Siedlung Naurskaja (ca 10.000 Bewohner) veröffentlicht.
Wir konnten auf Grund dieses Videos sechs neue Namen nachtragen.
Nein - Nikita ist nicht der jüngste tote russische Soldat, über den wir hier berichten müssen, aber er steht an zweiter Stelle. Nikita Sergejewitsch Kostrikow, geboren am 27. Mai 2006, kam aus dem Dorf Werch-Sujetka mit etwa 2.000 Bewohnern in der Region Altai. Nikita wurde nach seinem 18. Geburtstag zum Wehrdienst einberufen und wäre Anfang Juni 2025 wieder heil zuhause gewesen.
Aber Nikita wurde ein "cooler" Job in der Computerabteilung einer Aufklärungseinheit versprochen, vielleicht durfte er auch Drohnen fliegen, dazu gab es eine ordentliche Prämie für die Unterschrift und danach ein gutes Gehalt. Da konnte Nikita nicht nein sagen.
Jetzt ist er tot, getötet am 17. September 2024 bei "der Erfüllung seiner Aufgaben", wie es im Nachruf heist. Und er hätte ein "kurzes, aber helles Leben gelebt".
Der Russlanddeutsche Daniel Engel, geboren am 20.08.1999, hat am 8. Juni 2022 auf einer VKontake-Seite zur Jobsuche folgenden Text inseriert:
"Daniel Engel, wir reinigen Baustellen jeglicher Komplexität! Während der Arbeiten und nach deren Abschluss sind wir für die Sauberkeit der Baustelle verantwortlich, Sie sind für die Kalkulation und Rückmeldung verantwortlich! 150 Rubel m² (rufen Sie 89527923237 oder 89005689342 an)."
Sein Bruder Sergej veröffentlichte am 1. November 2024 folgenden Text: "Bruder, schlaf gut! Und mögest du in Frieden ruhen. Ich vermisse dich sehr, du bist immer in meinem Herzen."
Andrej Andrejewitsch, 19 Jahre
Wir sind zutiefst betrübt, Ihnen mitteilen zu müssen, dass am 08.11.2024 unser geliebter Sohn, Enkel, Bruder, Neffe, zuverlässiger Freund und Kamerad zahlreicher Freunde und Kollegen, Andrej Andrejewitsch Antonow (geb. 19.03.2005), während der Erfüllung seiner dienstlichen Pflichten, während eines speziellen Militäreinsatzes, durch Mut und Heldentum verstorben ist.
Andrej war der gütigste, ehrlichste und gerechteste, tapferste und mutigste Mensch, eine Stütze für seine Verwandten, ein vorbildlicher Bruder, ein zuverlässiger und aufgeschlossener Freund. Es ist ein unersetzlicher Verlust für unsere Familie und zahlreiche Verwandte, ein schwerer Verlust für Klassenkameraden, Freunde und Kollegen.
Meldung aus Tuwa vom 11.11.24
Irina aus Ischewsk, der Hauptstadt von Udmurtien, suchte am 7. Oktober öffentlich nach ihrem Sohn. "Ich suche meinen Sohn Igor Sergejewitsch Agafonow, Rufzeichen ist mir unbekannt. Er hat am 16. August 2024 das zentrale Militärregistrierungs- und Einberufungsamt der Stadt Ischewsk verlassen, sich am 17. August 2024 bei mir gemeldet und es mir erzählt. Ab Rostow gab es keine Neuigkeiten mehr von ihm."
Irina wollte eigentlich ihren Sohn von dieser Entscheidung abhalten und ihn nicht gehen lassen - er ist trotzdem gegangen.
Wie zu erwarten war - die Suche ging nicht gut aus. Igor war bereits am 21. September tot. Am 30. Oktober 24 wurde Igor in Ischewsk begraben.
Alexander Igorewitsch Bajangujew kam aus der Kleinstadt Birjussinsk, die knapp 700 km westlich der Hauptstadt Irutsk liegt. Immerhin - der Ort hat einen Bahnhof an der Transsibirischen Eisenbahn. Alexander wurde am 18.08.2003 geboren und wuchs in einer sozialen Einrichtung auf. Seinen Eltern wurde das Sorgerecht entzogen.
Der Lebensweg solch entwurzelter jungen Leute führt häufig direkt zum russischen Militär. Alexander meldete sich im Juni 2024 freiwillig zum Kriegsdienst und gehörte wohl zu den Soldaten, die mit Motocross-Motorrädern aus dem Versandhaus an der Front agieren. Alexanders Aufgabe war es Nachschub an die Front zu bringen und Verwundete dort abzuholen. Bei einem Sturz brach er sich zwei Zehen, nach einem Tag im Krankenhaus musste er zurück zum Kriegseinsatz. Am 10. Oktober 2024 war sein junges Leben beendet. (Link)
Roman Olegowitsch Zaitschkin, 20 Jahre alt, kam aus dem Bezirk Sorokinsky mit weniger als 10.00 Bewohnern in der westsibirischen Region Tjumen. Er unterschrieb im Juli 2024 einen Vertrag mit dem russischen Militär, bereits am 15. August war er tot. Am 25. Oktober wurde er in seiner Heimat beigesetzt.
Die Bezirksverwaltung fabulierte im Nachruf: "Mit Ehre und Würde, mit Standhaftigkeit und Mut versuchte er unter Einsatz seines Lebens, Frieden und Ruhe in unserem Land zu bewahren."
Solche Sätze mögen dem autoritären russischen System geschuldet sein, doch unverständlich ist, dass in den zahlreichen Nachrufen und Komentaren zu Romans Tod, niemand die einfache Frage gestellt hat: Was ist das für ein Militär, das einen 20-jährigen Jungen ohne Erfahrung mit Krieg innerhalb weniger Tage/Wochen in den Tod geschickt hat?
Juri Wiktorowitsch Teptsow, 42 Jahre, kam aus dem Kurort Gorjatschi Kljutsch in der Region Krasnodar. Und richtig - im Stadtgebiet lag auch mal das militärische Trainingsgelände der Gruppe Wagner. Doch damit hatte Juri nichts zu tun. Er war ganz einfach in den Krieg gegen die Ukraine gezogen und hat ihn nicht überlebt.
Doch niemanden interessierte das, so hat seine Tante auf VKontakte am 25. Oktober 24 angekündigt, dass Juri am kommenden Tag beigesetzt würde. "Er war ein freundlicher Mann, auch wenn nicht alles im Leben gut lief," schrieb die Tante.
Eine schnelle Suche brachte wenig Erhellendes über Juri, aber es gab ein Urteil des Stadtgerichts von Gorjatschi Kljutsch. Danach war Juri am 26. Februar 2021 ganz ohne Corona-Schutzmaske in ein Lebensmittelgeschäft am Ort zum Einkaufen gegangen. Das Gericht verhängte eine Strafe vom 1.000 Rubel.
Offensichtlich scheint Juri aber kein prinzipielles Problem mit Masken gehabt zu haben, denn an der Front ließ er sich gerne mit Maske ablichten.
Unser geliebter Mann, der geliebte Sohn seiner Eltern, der geliebte Bruder seiner Schwestern, der ältere Bruder seiner Schwestern, der ältere Onkel seiner Tanten, der enge Freund vieler Verwandter, Freund von Freunden und Klassenkameraden, Aidasch Andreewitsch Hertek, wurde am 04.03.1999 geboren.
Er unterschrieb mutig seinen Militärvertrag, um sein Land zu verteidigen.
Wir sind zutiefst betrübt, seinen Verwandten und Freunden mitteilen zu müssen, dass er verstorben ist, während er furchtlos und heldenhaft seine militärischen Pflichten in einer speziellen Militäroperation erfüllte.
Aidasch ist einer von etwa 60 Tuwiner, die im Oktober 24 in ihrer Heimat begraben wurden.
Sergej Gennadjewitsch Tscherwow, geboren am 23.06.1978, wurde am 26. Oktober 24 im Bezirk Cholmogory in der Region Archangelsk beigesetzt.
Sergej hatte sich am 9. September 23 freiwillig zum Kriegsdienst in der russischen Armee gemeldet. Statt der üblichen Sprechblasen - Verteidiger des Vaterlandes, Kampf gegen Nazis, Ruf seines Herzens - nennt die Bezirksverwaltung den wirklichen Grund für Sergejs Entscheidung:
Sergej war arbeitslos, verdiente kein eigenes Geld und kümmerte sich stattdessen um den Haushalt, während seine Frau arbeitete. Aus dieser finanziellen Not heraus zog Sergej in den Krieg. Sein Tod brachte seiner Familie dann einen Geldregen - zwischen fünf und sieben Millionen Rubel.
Die Familie Zinkow kommst aus Donezk in der Region Rostow und ihre Geschichte ist eng mit Russlands Krieg gegen die Ukraine verbunden.
Andrej Zinkow, 19 Jahre alt, war Panzerfahrer in der russischen Armee. Anfang Oktober 2022 wurde sein Fahrzeug von einer ukrainischen Panzerabwehrgranate getroffen, sein Panzer brannte völlig aus, Andrej hatte keine Überlebenschance (Unsere Liste, Pos. 128).
Vater Juri Zinkow, 45 Jahre, suchte Rache und meldete sich daraufhin freiwillig an die Front. Ende Oktober 2023 wurde der Mann schwer verletzt, kam in ein Krankenhaus bei Rostow und danach in eine Einrichtung in St. Petersburg. Am 18. Januar 2024 starb er an seinen Verletzungen (Unsere Auflistung, Pos. 875).
Der älteste Sohn Alexander Zinkow, geboren am 19.07.2002, hat aus all diesen Erfahrungen seiner Familie nichts gelernt. Er meldete sich ebenfalls freiwillig zum Kriegsdienst, heiratete zunächst und zog im August 2024 an die Front. Am 19. Oktober 2024 beendete eine Gewehrkugel sein Leben (Link).
Alexej Gennadjewitsch Bojtsow war so ein entbehrlicher Soldat, nur als Kanonenfutter geeignet. Er wurde am 14. September 1981 geboren und kam aus dem Dorf Kusnezkowo in der Region Twer, das 2010 noch 143 Einwohner hatte. Die Hauptschule hat er nicht geschafft, dafür den Wehrdienst und danach gab es nichts mehr über ihn zu berichten, er hatte auch keine Familie.
Dafür unterzeichnet Alexej im September 2023 einen Vertrag mit dem Militär und wurde bereits am 30. November 2023 getötet. Bei solch unwichtigen Menschen dauert dann auch die Heimreise - am 29. Oktober 24 wurde er bestattet. Das Begräbnis fand im Nachbardorf Sloboda statt, das im Jahr 2010 noch genau 0 Bewohner aufwies.
Leider konnten wir das Alter von Ratibor Wladimirowitsch Jaungat nicht in Erfahrung bringen. Ratibor stammte aus der Umgebung von Salechard, der Hauptstadt des Autonomen Kreises der Jamal-Nenzen. Im Jahr 2024 hatte er sich beim russischen Militär verpflichtet und war Drohnenpilot in der Armee.
Man kann annehmen, dass auch Ratibor ein geschickter Zocker beim Spiel mit dem Computer war und so war der Umgang mit Drohnen für ihn nur logisch. Doch am Computer mag sein Motto in seinem Status bei VKontakte Gültigkeit haben - Leben, Sterben und das Ganze noch einmal.
Im Krieg dagegen gibt es kein weiteres Mal - Ratibor wurde am 22.10.24 in Salechard begraben.

Eine steile Karriere hatte Konstantin Alexejewitsch Poleschajew (14.08.1972 - 21.09.2026) hinter sich. Im Jahr 1996 beendete er sein Studium in der Ukraine als Bauingenieur für Straßen- und Flugplatzbau. Bereits neun Jahre später war er Leiter der Straßenbaubehörde in Belgorod. Schließlich wurde er im Jahr 2015 zum Bürgermeister der Großstadt Belgorod gewählt und vier Jahre später wurde er zum stellvertretenden Gouverneur der Oblast Belgorod ernannt. Aber auch Konstantin ließ sich schmieren, er nahm einen Porsche Panamera und einen Range Rover gegen Gefälligkeiten von einem Bauunternehmen an. Im August 2024 wurde er zu fünf Jahren Haft in einer Hochsicherheitsstrafanstalt verurteilt. Statt in den Knast ging Konstantin an die Front. Eine ukrainische Drohne beendete sein Leben.
An Themen für unsere Titelseite mangelt es uns wahrlich nicht. Leider frisst die Erfassung der vielen Kriegstoten einen Großteil unserer Zeit auf.
Damit wir nicht weiter in Rückstand geraten, konzentrieren wir uns im Moment auf die Erfassung all der vielen russischen Gefallenen.
Im Monat September 26 gibt es zudem eine Besonderheit. Von den über 10.000 erfassten Kriegstoten stammt die Mehrzahl nicht aus dem aktuellen Kriegsgeschehen, sondern aus dem Abgleich mit anderen regionalen und überregionalen Listen.
Die staatliche Berufsschule in der Großstadt Bijsk in der Region Altai hat eine Liste ihrer Absolventen veröffentlicht, die im Krieg gegen die Ukraine gefallen sind. Insgesamt 47 Namen haben wir gezählt. Darunter waren 13 Kurzzeitsoldaten.
Deren Namen haben wir heute in der Rubrik „Ohne viele Worte“ eingestellt, allerdings haben wir auf eine Strukturierung diesmal verzichtet. Wir haben die übersetzten Texte ohne Änderungen veröffentlicht. Sie sind recht kurz, da kann man es schon mal so machen.
Auch an diesem Beispiel bestätigt sich, dass etwa 30% aller Freiwilligen in kürzester Zeit an der Front getötet werden.
Es gibt auch einige Wagner-Söldner unter den Kurzzeitsoldaten, diese dürften alle aus den Haftanstalten stammen.
Die russischen lokalen Nachrichten- und Unterhaltungsseiten im Internet sind mit viel Werbung vollgepflastert. Ganz besonders ärgerlich ist eine besondere Werbeform - die Orginalseite, die man lesen möchte, verschwindet und wird durch eine Bildschirm füllende Werbeanzeige ersetzt. Man kann diese Werbung nur dadurch umgehen, dass man die Seite verlässt und danach neu aufruft. Aber damit nicht genug - man ruft eine Nachrichtenseite auf, zum Beispiel aus Saratow und bekommt Werbung zum Beispiel der „Deutschen Telekom“ oder von „Aldi Talk“ auf den Bildschirm gebeamt. Technisch ist das einfach zu realisieren. Man ist mit einer deutschen IP-Adresse unterwegs und die Werbung wird entsprechend angepasst.
Allerdings muss man sich fragen, warum Firmen wie die Telekom oder Aldi ihren Werbeagenturen erlauben, auf russischen Webseiten sehr dubiose Anzeigeninhalte zu schalten. Und letztlich auch zur Finanzierung dieser russischen systemkonformen Medien beitragen.
Die Liste der deutschen Namen unter den russischen Kriegstoten wird immer länger. Im August sind erneut 60 deutsch klingende Nachnamen dazu gekommen. Es ist zu erwarten, dass wir in wenigen Tagen die Zahl von 2.000 erreichen werden. Wir veröffentlichen dazu auch die regionale Verteilung dieser Namen. Diese stimmt grob auch mit den Siedlungsgebieten der in Russland verbliebenen Russlanddeutschen überein.
Sicher gibt es darunter auch Russen, die nur noch den Namen führen, aber mit russlanddeutscher Kultur nichts zu tun haben. In der Liste befinden sich wahrscheinlich auch jiddische Namen, die aus dem deutschen Sprachraum nach Osten gewandert sind, wie zum Beispiel der Nachname „Zuckermann“ in unserer Liste.
Die Opferlisten der russischen Regionen haben wir in den letzten Tagen bis Ende August 2026 aktualisiert.
Eine Zusammenfassung dieses Monats ist in den kommenden Tagen zu erwarten.
Folgende Regionallisten wurden neu angelegt:
OM, 16.09.26
Durch die ersten Erkältungskrankheiten sind wir im Moment etwas in Schwierigkeiten. Trotzdem habe ich heute den Monatsabschluss Juli 2026 freigeschaltet, obwohl er nur oberflächlich Korrektur gelesen wurde. Sollten noch Fehler im Fließtext sein, werden diese im Laufe des morgigen Tages korrigiert - versprochen. Die Tabellen & veröffentlichten Zahlen dagegen wurden überprüft.
CK, 25.08.2026
Die Opferlisten der russischen Regionen haben wir in den letzten Tagen bis Ende Juli 2026 aktualisiert. Eine Zusammenfassung des Monats Juli ist in den kommenden Tagen zu erwarten.
Folgende Regionallisten wurden neu angelegt:
OM, 24.08.26
Im kalten Winter 2022 in Ischewsk, der Hauptstadt der russischen Teilrepublik Udmurtien, sang eine Gruppe Friedensdemonstranten das Lied „Möge es immer Sonenschein geben“. Wir haben darüber berichtet. Das Lied, aus der Perspektive eines kleinen Jungen, ist ein Apell an uns Menschen, den Frieden zu sichern. Das Lied gehört(e) zur sowjetischen Jugendkultur und wurde auch von den jungen Pionieren in der DDR gerne gesungen. Hier eine Version von Pete Seeger.
Der russische Refrain lautet etwa so:
Möge es immer Sonnenschein geben,
möge es immer blauen Himmel geben,
möge es immer Mama geben,
möge es immer mich geben!
In Anbetracht dieses Jahrhundertsommers können wir feststellen: Den ewigen Sonnenschein und den immer blauen Himmel haben wir. Den Frieden dagegen noch nicht.
OM, 11.08.26
Wir haben unsere Liste mit den deutschen Namen der Kriegstoten bis zum Juni 2026 aktualisiert. Insgesamt sind es jetzt 1.855 Namen.
Bitte beachtet - all diese Kriegstoten müssen nicht unbedingt einen russlanddeutschen Hintergrund haben. Sicher gibt es darunter auch einige Russen, die nur noch den Namen führen, aber mit russlanddeutscher Kultur nichts zu tun haben. Es ist durchaus auch möglich, dass sich darunter auch jüdische Namen befinden, die aus dem deutschen Sprachraum nach Osten gewandert sind.
Typisches Beispiel dafür ist der Nachname „Katzenelnbogen“, den wir einigemale in Russland angetroffen haben. Katzenelenbogen ist eine Kleinstadt am Rande des Taunus, den Namen hat eine jüdische Dynastie angenommen, die dort im Mittelalter gegründet wurde.
Und natürlich - es ist auch möglich, dass wir uns bei einigen der Namen getäuscht haben und diese eine andere Herkunft haben.
CK, 07.08.26
Die Opferlisten der russischen Regionen haben wir in den letzten Tagen bis Ende Juni 2026 aktualisiert. Eine Zusammenfassung des Monats Juni ist in den kommende Tagen zu erwarten.
Folgende Regionallisten wurden neu angelegt:
OM, 02.08.26
Da wir jeden Tag mehrere Kurzzeitsoldaten unter den russischen Kriegstoten finden, haben wir etwas umgestellt. Diese Personalien sind aus unserer Rubrik „Personalien & Kurznachrichten“ verschwunden, wir haben dafür eine neue Rubrik „Ohne viele Worte“ erstellt. Dort findet man nur den Namen des Kurzzeitsoldaten und das Datum der Veröffentlichung. Mit einem Klick auf den Namen erhält man das übliche Profil dieses Menschen.
Zunächst haben wir unsere letzte Veröffentlichung der 12 Kurzzeitsoldaten dort eingestellt, der Beitrag ist deshalb von der Titelseite verschwunden. In den nächsten Tagen werden wir täglich mehrere neue Kurzzeitsoldaten veröffentlichen, die bisher auf Halde liegen.
Auf Anfrage einiger Leser haben wir unserer Tabelle mit den vermutlich russlanddeutschen Kriegstoten noch eine Liste der regionalen Verteilung hinzugefügt.
Wie zu erwarten kommen die meisten dieser Kriegstoten aus Sibirien: Region Altai, Omsk und Nowosibirsk.
Das Übersetzen der russischen Namen ins Deutsche ist ein Kapitel für sich. Wir machen das mit dem Übersetzungsprogramm von DeepL. Allerdings ist das Ergebnis so, dass man alle Namenübersetzungen überprüfen muss. Spätestens nach einigen Namen fällt das Programm wieder ins Englische zurück und die Ergebnisse sind nur schwer lesbar. Manchmal vergisst das Programm auch Endungen oder wirft Zeichen mit fremden, nicht deutschen Akzentzeichen aus.
Beim Durchgehen der übersetzten Namen markieren wir die deutschen mit einem Sonderzeichen, damit wir diese in eine extra Tabelle überführen können. Was macht DeepL zuletzt? Haben wir solch einen Namen markiert und verbessern in der Folge weitere Namen, dann markiert KI diese auch mit jenem Sonderzeichen. So rutschen auch russische Namen automatisch in unsere Tabelle der Russlanddeutschen.
Folglich - alles muss erneut korrigiert werden.
Es ist alles zusammen gekommen, die Hitze der letzten Tage, die unsere Arbeitsmoral untergraben hat, durch die hessischen Ferien bedingte dünne Besetzung und schließlich ist unsere EDV-Erfassung auch noch abgestürzt. So dauerte unsere Zusammenfassung des Monats Mai länger als geplant. Wir bitten um Entschuldigung.
Die Todeslisten aller russischen Regionen sind jetzt bis zum Monat Mai 2026 aktuell. Die übliche Zusammenfassung werden wir bis zum 16.07.26 vorlegen.
Folgende Regionallisten wurden neu angelegt:
Wir hatten etwas Probleme mit unserer internen IT, deshalb haben wir uns mit dem Monat April 2026 weiter verspätet und konnten auch keine aktuellen Themen einschieben. Die Zusammenfassung werden wir am morgigen Donnerstag vorlegen.
Alle russischen Regionen wurden bereits mit den Daten des Monats April 2026 aktualisiert.
Folgende Listen wurden neu angelegt:
Wir haben alle russischen Regionen mit den Daten des Monats März 2026 aktualisiert.
Folgende Listen wurden neu angelegt:
Die ausführliche Zusammenfassung zum Monat März 2026 und die erfassten Daten zum April 2026 werden wir bis spätestens 12. Mai vorlegen können.
CK, 11.05.2026
Wir sind gerade im Stress und bereiten den Abschluss des Monats März 2026 vor. So haben wir versehentlich einen unfertigen Beitrag online gestellt: „Für Glaube und Vaterland in Nowomoskowsk“. Wir bitten um Entschuldigung.
Wir haben den Beitrag wieder versteckt, er wird erst in den nächsten Tagen - dann hoffentlich komplett - veröffentlicht.
OM 07.05.2026
Am Abend des 5. Mai 2026 war unsere Domain „oskarmaria.de“ nicht zu erreichen. Nach hektischen Versuchen, das Problem auf unserem Webserver zu suchen, mussten wir feststellen, dass wir nichts unternehmen können. Die Namensauflösung für de-Domains war bei Denic gestört. Über unsere zweite Domain https://www.gibtsnet.eu sind wir weiterhin & ungestört zu erreichen.
Zum Beitrag über die beiden in Russland inhaftierten Frauen Natalia Leonhardt und Daria Jegerewa wollen wir noch einige Anmerkungen nachreichen.
Nach der Verhaftung der beiden Frauen wurde zunächst nur der Name von Daria Jegerewa bekannt. Die Familie von Frau Leonhardt wollte, dass ihr Name nicht genannt werden solle. Sie versprachen sich so bessere Chancen vor Gericht. Das ist nicht eingetreten.
Aber dazu passt: Wir hatten beim Unterstützerkomitee angefragt, ob wir ein Foto benutzen können, das beide Frauen zeigt. Am folgenden Tag haben wir die Erlaubnis bekommen, die dann wenig später zurückgezogen wurde. Die Verantwortliche hatte unsere Webseite besucht und meinte danach, dass eine Fotoveröffentlichung in unserem Kontext den beiden Frauen eher schaden würde. Wir wollen das nicht weiter kommentieren.

Nachdem die Aufmerksamkeit zu unseren Veröffentlichungen wächst, eine kurze Information zu OskarMaria.
Unter diesem Pseudonym war der Initiator im Internet seit über 25 Jahren recht unregelmäßig präsent. Ab dem Jahr 2014 hat er hier über die Situation in den von Russland besetzten Gebieten des Donbass geschrieben. Als einer der ersten Journalisten überhaupt informierte er über die damals neu gegründete Gruppe Wagner.
Beruflich war er seit den 80-iger Jahren Geschäftsführer von diversen Medienunternehmen im Printbereich. Jetzt im Ruhestand, Kinder erwachsen, bleibt etwas mehr Zeit, die gesammelten Erfahrungen zusammen mit wenigen Mitstreitern für dieses Projekt zu nutzen.
Nachtrag: OskarMaria– das ist eine kleine Verbeugung vor dem beinahe vergessenen Schriftsteller Oskar Maria Graf. In Zeiten der Bücherverbrennungen wurden seine Werke von den Nazis verschont, ja sogar teilweise empfohlen. „Verbrennt mich!“ schrieb er 1933 in der Wiener Arbeiterzeitung, „nach meinem ganzen Leben und nach meinem ganzen Schreiben habe ich das Recht, zu verlangen, dass meine Bücher der reinen Flamme des Scheiterhaufens überantwortet werden und nicht in die blutigen Hände und die verdorbenen Hirne der braunen Mordbanden gelangen!“ Schließlich floh er in die USA – dort lebte er in bescheidenen Verhältnissen. Deutschland wollte den unbequemen Mann nach dem Krieg nicht wieder haben. Er starb 1967 in New York.
Literaturempfehlung: Wir sind Gefangene - Autobiograhie 1927.
Doppelt
Wladimir: 25. Artem Kozhenkov // Nischni Nowgorod: 35 Artem Kozhenkov
Wolgograd: 01 Juri Agarkov // Pskow: 41 Juri Agarkow
Kutelev Stanislav, dreifach, Kostroma, Rjasan und Orenburg. Nur Orenburg
Nikolai Symov, Rjasan & Tschuwaschien - nur Tschuwaschien
Mamontov Mikhail - Krasnodar Teil 1 & Teil 2
Ivan Alekseevich Chulkov, Kostroma, Pos. 51/56
Elimov Alexey Michailowitsch , Kostroma & Tschuwaschien
Falsch einsortiert
Ruslan Khamitov, Tscheljabinsk, kein Söldner der Gruppe Wagner