31.05.2026 -- 213.686// Zuwachs zum 30.04.2026: 7.376
Ben Jacobsen spielt gerne mit Modelleisenbahnen. Zur Steuerung der Züge, Weichen und Bahnübergänge hat er das OpenSource-Programm JMRI geschrieben. Das gefiel der amerikanischen Firma KAM nicht so dolle, denn die verkauft ähnliche Software für harte Dollars. Und hat ihre Angebote mit zahlreichen Patenten abgesichert. Also schickten sie Ben Jacobsen schnell mal ne Rechnung über 203.000 USD. Für jeden der 7000 Download bei SourceForge soll er 29 Dollar Lizenzkosten löhnen. Doch Ben Jacobsen lässt sich dann doch nicht so schnell einschüchtern - in einem Schreiben an die beauftragte Anwaltskanzlei reklamierte er, dass sein Programm bereits vor Einreichung des Patentantrags entwickelt worden wäre.
Den Fortgang der Auseinandersetzung kann man auf Ben Jacobsens Webseite verfolgen. Wollen wir hoffen, dass er sich mit seiner Argumentation durchsetzt. Ansonsten ist diese Auseinandersetzung ein gutes Beispiel dafür, warum Softwarepatente in Deutschland niemals gesetzlich zugelassen werden sollten. OskarMaria, 21.04.2006
Auf der Suche nach einem Zitat habe ich bei Google nach folgenden drei Begriffen gesucht: Freie, Rede, Waffe. Und über 800.000 Seiten mit meist unbrauchbarem Zeugs gefunden. Aber unter jeder Seite fand ich folgende Mitteilung: "Aus Rechtsgründen hat Google 3 Ergebnis(se) von dieser Seite entfernt. Weitere Informationen über diese Rechtsgründe finden Sie unter ChillingEffects.org." Eine genaue Erläuterung fehlte die URLs würden blah, blah, blah gegen Gesetze der USA oder irgendwelchen anderen Ländern verstoßen.
Google so geht das nicht. Denn ich bin sicher, genau diese drei Seiten habe ich gesucht - spätestens jetzt. Wenn Webseiten gegen Gesetze verstoßen, dann kann man per Gericht solche Seiten schließen. Sind die im Ausland untergebracht, dann können die dortigen Gerichte eingeschaltet werden. Aber in keinem Fall und ich betone das IN KEINEM FALL kann Google, eine Privatperson, eine Firma oder eine Behörde entscheiden, welche Webseiten gesetzeswidrig sind. Das ist Zensur und die verstößt wirklich gegen ein Gesetz gegen das Grundgesetz. Ich zitiere aus Artikel 5: Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt. OskarMaria, 21.04.2006
Jetzt liegt das schriftliche Urteil vor - in der Klage von Mario Dolzers Universal Boards gegen den Heise Verlag. Die Begründung hört sich so an, als ob das Betreiben von Foren einen Geschäftsbetrieb darstellt. Mit dem sich nach Belieben Geld verdienen lässt. Es zeigt sich hier wieder, dass in unserer Gesellschaft alles unter dem Gesichtspunkt eines Wirtschaftsbetriebs gesehen wird. Oder sagen wir es etwas politischer - alles fokussiert sich auf die kapitalistische Verwertung.
Aber holla - ihr Richter in Hamburg, was habt ihr für einen eingeschränkten Horizont? Denn die öffentliche Meinungsbildung, die freie Rede und das Kommentieren von Ereignissen haben doch gar nichts mit Penunzen und Moneten zu tun. Sondern sind ein wichtiger Bestandteil einer freien Gesellschaft und ein Teil unserer unverzichtbaren Grundrechte. Dazu gehört, dass im Eifer des Gefechts auch manchmal etwas über die Stränge geschlagen wird. Auswüchse kann man nach Kenntnis entfernen oder redigieren, aber es gibt keinerlei Rechtfertigung, dass gleich mit der juristischen Keule herumgefuchtelt wird. Solche Praxis fördert Duckmäusertum und staatsbürgerliche Trägheit.
Aber auch dem Heise-Verlag will ich ins Stammbuch schreiben (auch wenn manche das hier nicht gerne lesen) - juristische Revancheaktionen sind der Sache wenig dienlich. Sondern schränken den Handlungsspielraum von Forennutzern unnötig weiter ein. Will sagen - auch der unsägliche Mario Dolzer, den ich allzu gerne virtuell zum Teufel jagen möchte, hat mit seinem Hilfe-Forum den selben Umgang verdient. Nämlich eine einfache Information, dass bestimmte Beiträge fremde Rechte verletzen. Bevor teure Anwälte eingeschaltet werden!
Nachtrag: tw_24 hat mich darauf hingewiesen, dass das Urteil auch im Originaltext hier veröffentlich ist - danke. Ein schneller Blick darauf bestätigt meine obigen Befürchtungen.
OskarMaria, 14.04.2006
In Deutschland darf man nicht mal mehr auf die Seite verlinken - in Russland konnte sie bisher nicht juristisch belangt werden. Und in Großbritannien scheint AllOfMP3 trotzdem populärer zu sein, als manche von der Musikindustrie lizenzierte Downloaddienste. Das ergab eine Umfrage unter 1000 britischen Kunden. Akzeptable Preise gestaffelt nach verschiedenen Qualitätsstufen und frei von digitaler Gängelung - das scheinen die Gründe dafür zu sein, warum dieser Download-Dienst so geschätzt wird. Da hilft auch kein Maulkorb, den ein Münchner Gericht der deutschen Presse verordnet hat. OskarMaria, 12.04.2006
Noch nicht die neue Version Olympus - phpBB hat heute wieder weitere Verbesserungen an der Forensoftware veröffentlicht. Es wurden einige Fehler beseitigt und ein paar potentielle, aber als unkritisch eingestufte Sicherheitslecks geschlossen. Eine neue Funktion ist auch dazu gekommen - jetzt kann die Benutzung der Suchfunktion limitiert werden, wenn damit der Webserver zu stark belastet wird. Das Entwicklerteam empfiehlt allen Benutzern, unbedingt auf die neue Version 2.0.20 zu updaten.
Nachtrag: Gestern Abend war kein Download möglich. Offensichtlich hatten sich erneut Fehler eingeschlichen, so dass das Realease für etwa 24 Std. zurückgenommen wurde.
OskarMaria, 07.04.2006
"Eeein belegtes Brot mit Schinken, ein belegtes Brot mit Ei", sangen wir als Kinder und ich habe keine Ahnung, woher wir den Gröhler eigentlich hatten. "Und dazu eeeisgekühltes Coca-Cola, Coca-Cola eisgekühlt," ging es weiter und immer im Kreis herum. Das freut die Marketingabteilung großer Firmen, wenn die kleinen Kinder auf der Straße die Werbung für sie machen. Heute bedarf es da schon größerer Anstrengungen - bleiben wir beim Konzern mit der braunen, klebrigen Brause. Der hat für eine Werbekampagne den populären R&B-Sänger Ne-Yo verpflichtet und stellt auf Stageside eine live Show mit dem Künstler vor. Man kann sich die ganze Performance auch herunterladen - sogar völlig ohne digitale Einschränkungen, dafür aber über all die bekannten Tauschbörsen von Bittorrent bis eMule. OskarMaria, 30.04.2006
Transparency International Deutschland e.V. hat sich u.a. der Bekämpfung der Korruption verschrieben. Dabei wirbt die Organisation für so hehre Ideale wie Integrität, Verantwortlichkeit, Transparenz und Partizipation der Zivilgesellschaft. Doch wenn jemand Kritik an dem Verein übt, packt auch der bloß die große Anwaltskeule aus und klopft kräftig auf den Sack. Die von Ihnen aufgestellten Behauptungen entsprechen im wesentlichen nicht den Tatsachen, da wo es sich um Ihre Bewertungen handelt wird der Tatbestand der rechtswidrigen Schmähkritik erfüllt. Ich erspare es mir zunächst, auf Einzelheiten einzugehen, sondern gebe Ihnen Gelegenheit, den Text unverzüglich aus dem Netz zu nehmen , schreibt deren Rechtsvertreter an eine Bloggerin, die in einem Beitrag die Probleme einer Freundin mit diesem Arbeitgeber schilderte. Und droht zum Schluss eine strafbewehrte Unterlassungserklärung und eine einstweilige Verfügung an.
So kommt man als Anwalt ganz forsch daher und ohne jegliche Argumente aus. Man sichelt einfach mit knappen Worten alles weg, stellt eine Drohung und Kostenrisiko in den Raum und lässt die Gegnerin ratlos, was an ihrem Beitrag eigentlich justiziabel wäre. In diesem Fall ging allerdings der Schuss nach hinten los unter den vernetzten Bloggern zieht der Vorgang Kreise und verschafft dem Verein eine Transparenz, wie dieser sie sich besser nicht gewünscht hätte. -OskarMaria, 27.03.2006
Eine neue Version des kostenlosen Audioplayers ist soeben erschienen. Das schlanke Programm legt weniger wert auf großen optischen Schnickschnack. Dagegen bietet es Funktionalität, hervorragende Wiedergabequalität und geringe Prozessorbelastung. Es unterstützt zudem die wichtigsten Audioformate. Das Programm kann auf der Webseite der Programmierer heruntergeladen werden.
Nukelite aka Francisco Burzi hat eine neue Version der CMS-Software (Content Management System) phpNuke angekündigt. Die Version 6.5 liegt bereits in einer Alpha-Version vor und soll als Neuerungen das phpBB-Boardsystem und ein Chatprogramm integriert haben. Besonders die Fusion von phpNuke und phpBB 2.0 wird von vielen Webmastern dringend erwartet. Ärgerlich dagegen ist, dass die aktuelle Version des Programms noch voller Fehler steckt und in manchen Fällen Hackern Tür und Tor öffnet. Und obwohl Nukelite all diese Mängel kennt, wurde bisher nichts unternommen, die Fehler zu beseitigen. So müssen sich die Webmaster durch eine Vielzahl von Foren wühlen und individuell nach Lösungen suchen.
-OM 31.10.02
Admins Corner S-Coach Neues Bord wartet noch auf viele interressante Fragen zu den bisher geöffneten Themen, welche natürlich frei nach besten Wissen und Gewissen beantwortet werden. Nun legt mal los. ... Unsere Inet-Gemeinschaft gibt das beste bei Aufgaben von Netzwerkhardware, Protokolle & Netzwerkaufbau, HTML, Java, PHP, Perl, Grafik, Microsoft, Windows, Novell, Linux, Unix, Cisco, Sonstige Serversysteme und Clientsysteme, Hardware Troubleshooting und auch beim Overclocking & PC Modding Only. Außerdem gerade neu eröffnet unsere Topliste, welche wir zu einen Renner guter Seiten machen wollen.
Gulli muss umziehen. Nach Aussagen von Mitbetroffenen hat sein Vermieter seit fünf Monaten keine Miete mehr an den Hauseigentümer gezahlt. Jetzt hat der den Strom abgestellt und alle müssen sich ein neues Heim suchen....
Ok, ok, - ich berichtige. Der oder die Server der Firma Fliks it-solutions GmbH & Co KG , beheimatet in der Steueroase Norderfriedrichskoog, wurden heute abgeschaltet. Angeblich hätte Gullis Hoster seit einigen Monaten seine Rechnungen gegenüber dem Rechenzentrum nicht mehr bezahlt, so dass dort bei allen Servern am Netzstecker gezogen wurde.
Dabei hatten Gulli und sein Hoster ein wirklich außergewöhnliches Verhältnis. Der Commplex-Verantwortliche Markus B. sah im letzten Jahr großzügig darüber hinweg, dass die Gulli.com-Domain unter einem recht eigenwilligen Namen registriert war. Und eilte sogar letzten Sommer bis ins TAZ-Forum, um seinem bedrängten Schützling argumentativ zu Hilfe zu eilen.
- OM 11.03.03
Dr. Chills21, Administrator des mp3-Gathering-Board, schickt immer wieder neue aber falsche Meldungen per eMail an die Mitglieder des Boards. Zugegeben, dem Musik-board wurde durch den Hoster Calibra übel mitgespielt. Die BoardNachrichten berichteten darüber. Aber was die Verantwortlichen jetzt veranstalten, ist Chaos pur. Gestern 18:30 wurde vermeldet: "Neue URL, aber das Board läuft wieder. " Die neue Adresse war zwar erreichbar, aber das Board war im Wartungsmodus. Danach um 20:30 neue Mitteilung per eMail: "Wir updaten auf Version 2.0 und sind deshalb kurze Zeit nicht zu erreichen." Heute Nacht 0:00 eine weitere Neuigkeit: "Wir haben Probleme, bis Sonntag ist alles paletti...". Heute ging es mit den eMails weiter. Dr Chills um 13:45 h: "Ich werde in der nächsten Stunde das Board wieder auf diese URL umstellen: http://www153.calibra-web.de also einfach das /wbb2 weg lassen ;-)" und wenig später um 14:20 h:" Sorry, wenn wir die URL umstellen haben wir fehler in der Datenbank, also wird die URL bis auf weiteres : http://www153.calibra-web.de/wbb2/ sein!!!! Wenn sich etwas ändern sollte werdet ihr das natürlich gleich per email erfahren....." Bloß nicht Dr. Chills! Keine weiteren eMails mit Neuigkeiten von so kurzem Verfallsdatum. Einfach mal hinsetzen, tief durchatmen und das Board in aller Ruhe fertig stellen. Nach fast 14 Tagen Ausfall kommt es jetzt nicht mehr auf ein paar Stunden hin oder her an.
-OskarMaria, 4.04.02
AA, Chef des gEB, hatte in den letzten Tagen etwas Zeit zum Nachdenken. Schuld daran war eine defekte Festplatte im Boardserver, die das gEB zu einer Pause zwang. Diese Ruhepause nutzte AA, um sich über weitere Features der Software des gEB Gedanken zu machen. Gestern kündigte er an, dass das gEB in Kürze die persönlichen Nachrichten verschlüsseln wird, so dass diese weder von der Board-Administration noch von unliebsamen Gästen gelesen werden können. Das dazugehörige Programm wird im Augenblick von AA selbst entwickelt. Auf Grund der Vorgänge um das Sacrificial Board eine wichtige und richtige Entscheidung, die zeigt, dass das gEB berechtigterweise den Titel Elite im Namen führt.
-om 22.03.02
Die Entwicklung der phpBB-Software geht schnell voran. Heute ist das RC4 (Release Candidate) der Forensoftware erschienen und nach Angabe der Programmentwickler soll dies die letzte Programmversion vor der endgültigen Freigabe sein. In der Ankündigung wird der Entwicklungsstand noch als "mildly hairy silver " genannt. Übersetzt heißt das etwa "leicht haarige"-Beta-Version. Das Programm kann hier herunter geladen werden. Wer bereits eine deutsche Version kleiner als RC3 installiert hat, benötigt auch die deutsche Sprachdatei.
Instructor, bekannt durch seine früheren Szene-Programmier-Kurse, hat ein interessantes neues Projekt auf die Beine gestellt. Lassen wir ihn seine Seite Testversionen selbst vorstellen: "Warum auf Dutzenden News-Seiten nach Updates populärer Programme suchen, hier gibt es alles in komprimierter Form. Tägliche Updates von aktueller Shareware, Freeware, Betas und Links zu Testversionen von kommerzieller Software." Wer die Seite besucht, merkt schnell, dass Instructor viel Zeit in seine ambitionierten Shareware-Nachrichten investieren muss. Damit er schneller auf aktuelle Ereignisse und Software-Releases reagieren kann, sucht Instructor jetzt noch ein paar Mitstreiter, die bei der Recherche und beim Schreiben der Nachrichten mithelfen. Interessenten können Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Kontakt aufnehmen.
-om 18.03.02
Spocky und Diskpunsher vom CCB haben jetzt alle Themen und Beiträge aus dem alten vBB-Board konvertiert und den Mitgliedern auf dem neuen Board zugänglich gemacht. Allerdings stehen diese nur als Archivbeiträge zur Verfügung. Man kann sie lesen, aber keinen Beitrag mehr anfügen.
-om 18.03.02
CoolaShacka und sein DocViper haben sich am Wochenende verschärfte Regeln für das CSB ausgedacht. Niemand darf sich mehr öffentlich verabschieden und seinen Schritt begründen, wenn er dem Board den Rücken kehren will. Solche Themen würden nur Unruhe verbreiten, meinen die beiden und verweisen als Begründung auf das Skats-Board. Denn dort wäre der Rücktritt einiger Moderatoren in eine wilde Streiterei ausgeartet. Die Boardnachrichten haben darüber berichtet. Es besticht die Logik in der Argumentation der Beiden. Denn auf dem Skats-Board sind ja genau solche Abschiedsthemen strikt untersagt. Trotzdem hat das den öffentlichen Konflikt nicht verhindert.
-om 18.03.02
Nachdem der letzter Provider den Server sperrte und der Domain-Besitzer auch noch Besuch von der Staatsmacht bekam, ist das FX-Board jetzt bei einem neuen Provider untergekommen und unter www.fx-board.net wieder zu erreichen.
Sandy beherbergt offensichtlich den Netzserver, auf dem das gEB-Board gehostet ist. Heute war die Telecom bei ihr, um die neu beantragte Leitung zu prüfen. Um den Jungs von der pinkfarbenen ePost mal etwas Dampf zu machen, wurde sie im Chat von der Führungsspitze aufgefordert, sich schnell etwas frei zu machen oder zumindest einen sündigen Blick aus der Schublade zu holen. Vorsicht AA - das gibt einen scharfen Verweis von der Frauenbeauftragten und zieht im Widerholungsfall den Verlust der Boardführungslizenz nach sich.
OskarMaria ist zur Zeit wieder verstärkt Attacken aus der Hüpfburg ausgesetzt. Denen passt überhaupt nicht, dass ich hier einige meiner Geschichten vom alten Hafen präsentiere. Jetzt soll ich mit dem Urheberrecht erschlagen werden. Das wird ein Spaß - denn leider ist auch in dieser Sache das Recht nicht an des Hoppers Seite.
Killy, von TheForum geht in den Sommerurlaub. Damit ist das allseits beliebte WES (WeekEndSpecial) für einige Zeit eingestellt. Sowieso war WES nur noch ein Abklatsch früherer Tage. Zu viele Leute tummelten sich Samstag Morgen auf den Servern, die PUBs waren zu langsam oder schnell gelöscht, das Angebot immer spärlicher.

Nikolai Wassiljewitsch Senko wurde am 30.03.1979 in Ulan-Ude geboren. Nach der Schule wollte er Schauspieler werden und schloss die Schule für Kunst & Kultur ab. Doch dann kam der Wehrdienst und danach orietierte sich Nikolai neu - er wurde Polizist. Im Jahr 2018 ging er im Rang eines Polizeimajors in den Ruhestand. Doch auch ihn lockte das viele Geld im Kriegsdienst. Als einfacher Soldat meldete er sich im November 2023 freiwillig und überlebte immerhin eineinhalb Jahre. Im März 2025 war auch sein Leben beendet.
Wir haben alle russischen Regionen mit den Daten des Monats März 2026 aktualisiert.
Folgende Listen wurden neu angelegt:
Die ausführliche Zusammenfassung zum Monat März 2026 und die erfassten Daten zum April 2026 werden wir bis spätestens 12. Mai vorlegen können.
CK, 11.05.2026
Wir sind gerade im Stress und bereiten den Abschluss des Monats März 2026 vor. So haben wir versehentlich einen unfertigen Beitrag online gestellt: „Für Glaube und Vaterland in Nowomoskowsk“. Wir bitten um Entschuldigung.
Wir haben den Beitrag wieder versteckt, er wird erst in den nächsten Tagen - dann hoffentlich komplett - veröffentlicht.
OM 07.05.2026
Am Abend des 5. Mai 2026 war unsere Domain „oskarmaria.de“ nicht zu erreichen. Nach hektischen Versuchen, das Problem auf unserem Webserver zu suchen, mussten wir feststellen, dass wir nicht unternehmen können. Die Namensauflösung für de-Domains war bei Denic gestört. Über unsere zweite Domain https://www.gibtsnet.eu sind wir weiterhin & ungestört zu erreichen.
Zum Beitrag über die beiden in Russland inhaftierten Frauen Natalia Leonhardt und Daria Jegerewa wollen wir noch einige Anmerkungen nachreichen.
Nach der Verhaftung der beiden Frauen wurde zunächst nur der Name von Daria Jegerewa bekannt. Die Familie von Frau Leonhardt wollte, dass ihr Name nicht genannt werden solle. Sie versprachen sich so bessere Chancen vor Gericht. Das ist nicht eingetreten.
Aber dazu passt: Wir hatten beim Unterstützerkomitee angefragt, ob wir ein Foto benutzen können, das beide Frauen zeigt. Am folgenden Tag haben wir die Erlaubnis bekommen, die dann wenig später zurückgezogen wurde. Die Verantwortliche hatte unsere Webseite besucht und meinte danach, dass eine Fotoveröffentlichung in unserem Kontext den beiden Frauen eher schaden würde. Wir wollen das nicht weiter kommentieren.
Russische Freiwillige, die in den ersten drei Monaten nach Vertragsunterzeichnung an der Front getötet wurden, stellen wir unter der Überschrift „Ohne viele Worte“ vor. Da es zu viele waren, haben wir zunächst maximal einen Gefallenen pro Tag veröffentlicht. Aktuell ist die Situation so, dass es in vielen Regionen inzwischen untersagt ist, die genauen Daten anzugeben, wann der Vertrag unterschrieben und wann der Freiwillige getötet wurde. Neue Freiwillige sollen durch solch eine Wahrheit nicht abgeschreckt werden, meinen die russischen Behörden.
Wir haben uns deshalb entschieden, wieder alle Kurzzeitsoldaten zu veröffentlichen, die wir registrieren. Das sind meist Männer aus Burjatien, da in dieser Region - teilweise - noch immer ausführliche Nachrufe publiziert werden. Burjatien steht stellvertretend für alle russischen Regionen, wie unser aktuelles Beispiel aus Transbaikalien zeigt. Im Bezirk Krasnotschikoisky haben wir unter 128 Gefallenen insgesamt 36 Kurzzeitsoldaten gefunden.
Eine aktuelle Liste der Antrittsprämien aller rusischen Regionen, die der russische Staat für Zeitsoldaten bezahlt, haben wir hier veröffentlicht.
Wir haben alle russischen Regionen mit den Daten des Monats Februar 2026 aktualisiert.
Folgende Listen wurden neu angelegt:
Die ausführliche Zusammenfassung zum Februar 2026 und die erfassten Daten zum März 2026 werden wir bis spätestens 10. April vorlegen können.
OM, 09.04.2026
Vielleicht ist euch aufgefallen, dass wir sehr häufig Personen aus Burjatien vorstellen. In unserer Rubrik der Kurzzeitsoldaten (Ohne viele Worte) sind überwiegend Gefallene aus Burjatien vertreten. Das hat einfache Gründe - in Burjatien werden gewohnheitsmäßig ausführliche Nachrufe auf die im Krieg getöteten Landeskinder veröffentlicht. So erfahren wir viele Details. Das kommt in anderen Regionen eher selten vor, häufig werden auch mißliebige Daten gezielt verheimlicht. So zum Beispiel dass die getöteten Soldaten aus der Haft an die Front entlassen wurden, dass sie nur eine kurze Überlebensdauer hatten, usw. In einigen Regionen wie Baschkortostan sind inzwischen solche detaillierten Nachrichten verboten, häufig wird sogar das Alter verschwiegen.
So muss Burjatien als Beispiel herhalten, wenn es um Kurzzeitsoldaten, jugendliche Dummköpfe und Häftlinge geht. Es wird in allen anderen Regionen nicht viel anders sein.
Wir haben alle russischen Regionen mit den Daten des Monats Januar 2025 aktualisiert.
Es wurden neun neue Listen angelegt:
Die ausführliche Zusammenfassung zum Januar 2026 und die erfassten Daten zum Februar 2026 werden wir bis spätestens 13. März vorlegen können.
OM, 12.03.26
Der Trend bei den Nachrufen hält an - konkrete Daten werden nicht mehr angegeben. So will es die russische Regierung. Damit kann man nicht mehr abschätzen, wie lange der Zeitvertrag mit dem Militär dauerte oder besser, wie schnell der Soldat nach Vertragsunterzeichnung getötet wurde. Auch wird die Feststellung verhindert, wie lange der getötete Soldat irgendwo an der Front liegen blieb.
Normalerweise haben wir max. einen Kurzzeitsoldaten pro Tag in unserer Rubrik „Ohne viele Worte“ veröffentlicht. Das haben wir heute ausnahmsweiße verändert und alle Kurzzeitsoldaten gelistet, die uns im Zeitraum vom 19. bis 20. Januar 26 aufgefallen sind. Als Beleg dafür, dass auch weiterhin viele russischen Freiwilligen nur kurze Zeit an der Front überleben, auch wenn diese Tatsache unterdrückt werden soll.
CK, 23.02.26
Nach aktuellen Berichten wurden von der russischen Behörde für das Internet "Roskomnadsor" alle „Sozialen Netzwerke“ des Meta-Konzerns abgeschaltet. Folglich sind Facebook, Instagram und der Nachrichtendienst Whatsapp in Russland nicht mehr zu erreichen. Für uns ist das beinahe bedeutungslos. Nur aus der russischen Teilrepublik Nordossetien-Alanien kamen manchmal Informationen via Instagram.
Schwieriger stellt sich die Situation bei Telegram dar. Viele Meldungen von unabhängigen & kritischen Gruppierungen kommen aus Russland über Telegram. Und auch staatliche Akteure nutzen dieses Medium häufig zur Präsentation und Dokumentation ihrer Arbeit. Im Moment berichten Nutzer aus Russland, dass sich Videos und Fotos nur langsam aufbauen - wenn überhaupt. Telegram ist also noch nicht ganz abgeschaltet, aber der Zugriff deutlich erschwert. Wir werden weiter berichten.
OM, 11.02.26
Wir haben jetzt alle russischen Regionen mit den Daten des Monats Dezember 2025 aktualisiert. Es wurden sechs neue Listen angelegt:
Die ausführliche Zusammenfassung zum Dezember 2025 und die erfassten Daten zum Januar 2026 werden wir bis spätestens 4. Februar vorlegen können.
CK, 01.02.26
Noch zwei Tage und wir sind endlich mit den Kriegstoten vom Dezember 2025 durch. Dann müssen die Namen noch übersetzt und alles in unsere Tabellen eingetragen werden, was zusätzlich zwei bis drei Tage in Anspruch nimmt. Zum gleichen Zeitpunkt werden dann auch die erfassten Zahlen vom Januar 2026 verfügbar sein.
Ein Blick in unsere Datenbank zeigt - es wird keine großen Überraschungen geben. Baschkortostan und Tatarstan, führend bei den Kriegstoten nach Regionen, werden ihren Vorsprung weiter ausbauen. Dahinter kommt die Region Swerdlowsk usw. Und wenn man die Kriegstoten ins Verhältnis zur Bevölkerung der Regionen stellt, bauen die ethnisch bestimmten Regionen wie Tuwa, Burjatien, Tschukotka, Altai und Jakutien ihren Abstand zu den russisch geprägten Regionen weiter aus.
OM, 28.01.26
Zu unserer Berichterstattung über den russischen Angriffskrieg passt der Bürgerprotest über den Abriss eines Gebäudes in St. Petersburg vordergründig nicht. Wir meinen aber, der Artikel passt sehr gut.
Zum einen ist er einer der wenigen breit aufgestellten Bürgerproteste seit Beginn des russischen Angriffskrieges. Auf Anhieb fallen uns dazu nur noch die Proteste im baschkirischen Baimak Anfang 2024 ein.
Zum anderen dokumentiert er sehr gut die verschiedenen Meinungen und Vorurteile der Stadtbürger von St. Petersburg. Die „Migranten“ im Beitrag sind keine Migranten in unserem Sinne, sondern ganz normale russische Staatsbürger, deren Geburtsregion der russische Kaukasus ist. Dagestan ist die größte, überwiegend muslimisch geprägte russische Teilrepublik im Kaukasus.
Und vielleicht, vielleicht ein ganz klein wenig, existiert der zivile Ungehorsam in Russland immer noch. Und konnte auch durch die seit Beginn des Krieges ständig erweiterte Repression nicht ganz ausgerottet werden.
Wir haben jetzt alle russischen Regionen mit den Daten des Monats November 2025 aktualisiert. Es wurden 21 neue Listen angelegt:
Bei den Fotos zu den neuen Tabellen haben wir auf Kritik reagiert und möglichst keine Postkartenmotive ausgewählt. Denn diese bilden die Lebenswirklichkeit der Menschen in diesen Regionen nicht ab.
Die große Zahl an russischen Kriegstoten lässt uns kaum noch Zeit zu aktuellen Berichten. Wir können etwa 300 Kriegstote pro Tag bearbeiten, da darf aber nichts dazwischen kommen - wie zum Beispiel persönliche Angelegenheiten. Tatsächlich haben wir im Moment durchschnittlich etwa 400 Fälle in unseren Listen.
Heute haben wir den 20. November bearbeitet, es wird also mindestens noch 11 Tage dauern, bis wir den November abgeschlossen haben.
Die hohe Zahl an Kriegstoten resultiert nicht aus dem aktuellen Kampfgeschehen. Durch das Erbschaftsregister können viele Suchanfragen auf VKontakte und Telegramkanälen geschlossen werden - Soldat tot.
Das alles hindert uns nicht, in den nächsten Tagen einen Zwischenstand zum 15. Dezember zu veröffentlichen.
Wir haben heute alle russischen Regionen mit den Daten des Oktobers aktualisiert. Es wurden drei neue Listen angelegt:
Wir werden für eine kurze Zeit nicht erreichbar sein - einfach später wieder kommen.
Unter den Positionen 1021 und 1022 der Region Krasnojarsk haben wir die im Beitrag „Die Särge sind natürlich geschlossen“ genannten Alexej und Michail Leschok bereits gelistet. Der Originalbeitrag über Alexej ist nicht mehr verfügbar, deshalb haben wir auf eine Zweitveröffentlichung verlinkt. Der Status von Michail Leschok auf VKontakte ist allerdings weiterhin online, dort findet man noch weitere Fotos. Den dritten Bruder Wladimir haben wir bisher noch nicht in unserer Datenbank.
Am 8. November 1939 explodierte um 21:20 h im Bürgerbräukeller in München eine Bombe. Sie galt Adolf Hitler, der zwei Monate zuvor den Angriffskrieg gegen Polen gestartet hatte. Allerdings hatte der „Führer" wegen schlechten Wetters seine Zeitplanung umgestellt und war bereits auf der Rückreise. Wäre das Attentat erfolgreich gewesen, wäre der Welt - vielleicht - jener zweite Weltkrieg erspart geblieben und jene begonnen Kampfhandlungen wären eingestellt worden.
Der schwäbische Tischler Georg Elsner hatte jenes Attentat akribisch geplant, er wurde kurz vor Kriegsende im KZ Dachau ermordet.
Jenes Attentat hat auch im deutschen Grundgesetz Eingang gefunden. In Artikel 20 Absatz 4 der Verfassung heißt es: „Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.“
Auch in Russland bedarf es dringend solch mutiger Menschen, die jenem blutigen & verbrecherischen Gemetzel in der Ukraine ein Ende setzen.
Günter W. Berger, 08.11.25
Die hohen Verlustzahlen der russischen Armee stellen uns aktuell vor unlösbare Probleme. Wir können pro Tag etwa 300 Meldungen verarbeiten bei sechs Arbeitstagen in der Woche. Folglich kommen wir im Moment jeden Tag mit etwa 100 bis 150 Meldungen in den Rückstand.
Aktuell haben wir etwa 7.000 Kriegstote aus dem Oktober bearbeitet - also die regionale Herkunft, das Alter und weitere Informationen in unsere Datenbank eingetragen. Es wird also noch mindestens 12 Tage dauern, bis wir den Monat Oktober 2025 komplett abschließen können.
An den von uns bereits veröffentlichten Zahlen wird sich allerdings nur marginal etwas ändern.

Nachdem die Aufmerksamkeit zu unseren Veröffentlichungen wächst, eine kurze Information zu OskarMaria.
Unter diesem Pseudonym war der Initiator im Internet seit über 25 Jahren recht unregelmäßig präsent. Ab dem Jahr 2014 hat er hier über die Situation in den von Russland besetzten Gebieten des Donbass geschrieben. Als einer der ersten Journalisten überhaupt informierte er über die damals neu gegründete Gruppe Wagner.
Beruflich war er seit den 80-iger Jahren Geschäftsführer von diversen Medienunternehmen im Printbereich. Jetzt im Ruhestand, Kinder erwachsen, bleibt etwas mehr Zeit, die gesammelten Erfahrungen zusammen mit wenigen Mitstreitern für dieses Projekt zu nutzen.
Nachtrag: OskarMaria– das ist eine kleine Verbeugung vor dem beinahe vergessenen Schriftsteller Oskar Maria Graf. In Zeiten der Bücherverbrennungen wurden seine Werke von den Nazis verschont, ja sogar teilweise empfohlen. „Verbrennt mich!“ schrieb er 1933 in der Wiener Arbeiterzeitung, „nach meinem ganzen Leben und nach meinem ganzen Schreiben habe ich das Recht, zu verlangen, dass meine Bücher der reinen Flamme des Scheiterhaufens überantwortet werden und nicht in die blutigen Hände und die verdorbenen Hirne der braunen Mordbanden gelangen!“ Schließlich floh er in die USA – dort lebte er in bescheidenen Verhältnissen. Deutschland wollte den unbequemen Mann nach dem Krieg nicht wieder haben. Er starb 1967 in New York.
Literaturempfehlung: Wir sind Gefangene - Autobiograhie 1927.
Doppelt
Wladimir: 25. Artem Kozhenkov // Nischni Nowgorod: 35 Artem Kozhenkov
Wolgograd: 01 Juri Agarkov // Pskow: 41 Juri Agarkow
Kutelev Stanislav, dreifach, Kostroma, Rjasan und Orenburg. Nur Orenburg
Nikolai Symov, Rjasan & Tschuwaschien - nur Tschuwaschien
Mamontov Mikhail - Krasnodar Teil 1 & Teil 2
Ivan Alekseevich Chulkov, Kostroma, Pos. 51/56
Elimov Alexey Michailowitsch , Kostroma & Tschuwaschien
Falsch einsortiert
Ruslan Khamitov, Tscheljabinsk, kein Söldner der Gruppe Wagner