Stanislaw Petrowitsch KlyukinIn der russischen 70. motorisierten Schützendivision gab es Ende November 2023 Probleme mit der Disziplin. Die Befehlshaber drohten deshalb dem Unteroffizier Posmetuchow, ihn zu den Angriffstruppen zu schicken. Der betrank sich am kommenden Tag und startete in diesem Zustand ein Gemetzel. Zuerst erschoss er zwei Wachsoldaten, dann drang er in den Unterstand des Kommandanten ein und tötete zwei Offiziere. Die Opfer: Oberstleutnant Stanislaw Petrowitsch Kljukin (Foto), Hauptmann Michael Trubin, Unteroffizier Wladimir Glazyew und der Schütze W. Petritschenko.
Die ganze Angelegenheit wurde zunächst vertuscht, die Ermittlungsakte wurde auf unbekanntem Weg Mitte Februar 24 öffentlich gemacht.

Die Kleinstadt Sobinka in der russischen Region Wladimir konduliert. Alexander Simonow, ein Einwohner der Stadt, wurde am 28. Januar dieses Jahres im Krieg gegen die Ukraine getötet. Die Stadtverwaltung schreibt auf VKontakte:
...Das Leben stellte verschiedene schwierige Probleme dar, die gelöst werden mussten. Im Mai 2022 meldete er sich ehrenamtlich. Alexander hat viele Auszeichnungen erhalten, die letzte ist posthum „Für Mut“...
Die Probleme, die gelöst werden mussten, findet man in den Akten des örtlichen Gerichts. Der besoffene Simonow bekam Streit mit einem Bruder im Alkohol und erstach den Kumpan mit einem Küchenmesser. Dafür gab es im Jahr 2015 elf Jahre in einer Hochsicherheitskolonie.

Alexander SteblinDie russische Nachrichtenagentur Astra berichtete, dass in der Nacht des 7. Februar 24,  im Gebiet des besetzten Dorfes Kurjatschiwka in der Region Lugansk, Soldaten der Militäreinheit 36994 einen kleinen Umtrunk bis tief in die Nacht veranstalteten.  Der artete irgendwann aus und es kam zum Streit.
Der 48-jährige Soldat Alexander Steblin eröffnete mit einem Maschinengewehr das Feuer auf seine Kollegen. Seine Kugeln trafen den 33-jährigen Rinat Khalilov und den 43-jährige Pavel Lyashenko, die auf der Stelle tot waren. Ein weiterer Soldat, der 39-jährige Juri Generalow, wurde mit einer Schusswunde in der Brust ins Krankenhaus eingeliefert.
Der Schütze wurde von anderen Soldaten schließlich überwältigt und der Militärpolizei übergeben.

In der Neujahrsnacht 2022/2023 feuerte die ukrainische Armee Raketen auf eine Berufsschule in Makijiwka, einer von Russland besetzten Großstadt in der Ukraine. Die Schule wurde als Unterkunft und Befehlszentrale der russischen Invasionsarmee benutzt. Durch den Beschuss wurde sie völlig zerstört. Die Wirkung des Beschusses wurde durch die Lagerung von Munition an der Schule verstärkt. Eine Vielzahl russischer Soldaten wurde getötet oder verletzt.  Von offizieller russischer Seite wurden die wirklichen Opferzahlen niermals veröffentlicht. Wir haben bis heute 140 Namen der getöteten Soldaten veröffentlicht.
In den russischen sozialen Medien kursieren neuere Listen mit 139 getöteten Soldaten, zusätzlich werden noch einmal 21 Namen genannt, deren sterbliche Überreste verschollen sind.  Über die Zahl der Verletzten ist nirgendwo etwas bekannt.

Heldenschreibtisch StawropolIn ganz Russland werden an den Schulen sogenannte "Heldenschreibtsiche" eingerichtet.  Auf diesen Schülertischen sind Informationen über ehemalige Schüler der betreffenden Schule angebracht, die im Krieg gegen die Ukraine getötet wurden. Die besten Schüler haben dann das Recht, an jenen Schreibtischen zu sitzen.
Nachstehend eine Information aus der Region Stawropol:
In den städtischen Schulen von Stawropol wurden 85 Schreibtische der Helden installiert.
Die Umsetzung des gesamtrussischen patriotischen Projekts „Schreibtisch des Helden“ wird in der Regionalhauptstadt fortgesetzt. In jeder Bildungseinrichtung, in der Heldenschreibtisch installiert wurde, findet die Eröffnung feierlich auf Einladung geehrter Gäste statt – Verwandte und enge geehrte Landsleute, Militärveteranen.
Wir versuchen, Bedingungen zu schaffen, um unserer jungen Generation eine respektvolle Haltung gegenüber der Geschichte Russlands, seiner heroischen Vergangenheit und Gegenwart zu vermitteln, indem wir das Beispiel der Heldentaten unserer Landsleute verwenden: Veteranen des Großen Vaterländischen Krieges und Teilnehmer an modernen Kämpfen Operationen. 
Diesen Monat haben wir in städtischen Schulen 20 Schülertische mit Informationen über geehrte Absolventen, ihre Fotos, ihre Biografie und ihre heldenhafte Reise aufgestellt. Sie alle sind unsere mutigen Teilnehmer an einer besonderen Militäroperation.
Und insgesamt gibt es 85 Heldenparteien in 37 Schulen in Stawropol“, sagte der Leiter des Regionalzentrums, Iwan Uljantschenko.

Sergej Wjatscheslawowitsch StrachowAm 18. Januar 24 erschien folgende Todesanzeige in einer orthodoxen VKontakte-Gruppe:
18. Januar 2024 -  er wäre 50 Jahre alt geworden.....
Am 4. Dezember 2022, während der SVO (Bakhmut), starb unser lieber Sohn, Vater, Bruder und Freund Sergej Wjatscheslawowitsch Strachow. Du wirst für immer in unseren Herzen und in unserem bleiben Erinnerung. Ewige Erinnerung an den Helden!

Auf der Suche nach der Region von Sergej ergab sich eine etwas andere Sichtweise auf den Mann:
Sergej wurde am 15.05.2015 vom Gericht der Großstadt Miass (Region Tscheljabinsk) zu 11,5 Jahren Lagerhaft verurteilt. Laut Gericht hatte er mit einem Kumpel etwas gebechert. Der schlief ein und Sergej klaute ihm sein Handy mit dem er sich auf den Heimweg machte.
Als sein Saufkumpan aufwachte, die Polizei informierte, schickte die eine Streife zu Sergejs Wohnadresse.
Die Tür war nicht abgeschlossen, aber Sergej war beschäftigt. Er malträtierte gerade einen anderen Kollegen im Alkohol mit einem Nudelholz. Das Opfer war da schon tot, ein vorheriger Messerstich hatte sein Leben beendet.
Und wie eingangs bereits erwähnt, mit der vorzeitigen Entlassung durch die Gruppe Wagner wurde es auch nichts.

Igor Trofinow Der ehemalige Polizeichef der Millionenstadt Jekaterinburg (Region Swerdlowsk) wurde im Ukrainekrieg getötet. Igor Trofinow kämpfte wahrscheinlich in einer der Sturm-Z Einheiten der Strafgefangenen.
Trofinow war 2022 wegen Bestechlichkeit und Waffenbesitzes zu neun Jahren, vier Monaten Haft verurteilt worden. Zudem wurden alle Gelder auf seinem Konto beschlagnahmt.
Die Familie hatte das Urteil nicht akzeptiert, am 10.01.24 sollte eine Beschwerde vor dem Kassationsgericht Tscheljabinsk verhandelt werden. Das war nicht mehr nötig, der Mann starb Ende Dezember 23.

Taimuraz ChugajewEin russischer Soldat raste in einem Lexus in den Gegenverkehr und prallte im besetzten Teil der Region Saporoschje gegen einen KAMAZ-Lastwagen mit verwundeten Soldaten. Zwei Menschen kamen ums Leben, 13 wurden verletzt.

Der Unfall ereignete sich am Abend des 25. Dezember 23 auf der Autobahn in der Nähe des Dorfes Wladimirowka in der Region Saporoschje. Der 29-jährige Sergeant und Kommandeur der technischen Geheimdienstabteilung der russischen Streitkräfte, Taimuraz Chugajew (Foto), flog beim Fahren eines Lexus auf die Gegenfahrbahn und prallte gegen einen KAMAZ.

Der LKW transportierte verwundete russisches Soldaten. Zwei Passagiere der KAMAZ wurden getötet – ein Soldat der Militäreinheit 63354, Gefreiter Maxim Tablow, und ein Soldat der Militäreinheit 71718, Sergeant Wladimir Artamonow.

Der Fahrer-Sanitäter, der den KAMAZ fuhr, der Gefreite Islan R., wurde verletzt. Außerdem wurden infolge des Unfalls 12 weitere Verwundete des LKWs zusätzlich verletzt.

Rais AbdulowFrau Abdulowa aus der Großstadt Miass ist Witwe. Sie erinnerte am 25.12.23 an den Tod ihres Gatten:
"Am 26. Dezember 2022 starb der 1976 geborene Rais Abdulow heldenhaft auf dem Territorium Russlands. Rais meldete sich freiwillig zum Krieg und kämpfte in der PMC Wagner. Er erfüllte treu seine militärische Pflicht, das Vaterland zu verteidigen, blieb für immer in unseren Herzen als ein lieber, geliebter Ehemann und Vater."
Es fehlt uns an Zeit, all diese Meldungen zu überprüfen, für Rais machen wir eine Ausnahme:
Mit Urteil des Stadtgerichts Miass der Region Tscheljabinsk vom 5. März 2019 wurde Rais Chrmaichaliewitsch Abdulow gemäß §105 des Strafgesetzbuches der Russischen Föderation (Mord) zu 11 Jahren Haft in einer Hochsicherheitsstrafkolonie verurteilt. Extrem betrunken (Abdulows Aussage im Prozess) versetzte er seinem Trinkgefährten mindestens 24 gezielte Stiche in den Hals, ins Gesicht und die Brust. In der Haft von der Gruppe Wagner rekrutiert.

Ein russischer Autor hat alle Ereignisse des Ukrainekrieges zusammengetragen, die die Region Woronesch betreffen. Das Konvolut ist schwer zu lesen, weil alle möglichen Informationen hintereinandergepackt sind.
Dazu gehört auch die Meuterei der Gruppe Wagner, die sich teilweise in der Region um Woronesch abspielte. Mit der Übersetzung von Google kann man den Text in deutscher Sprache lesen.
Für Interessierte: Link

Originalbeitrag aus einem russischen Telegram-Kanal:
Bei der Räumung des Territoriums von Marinka wurde ein Ziegelstein mit der Aufschrift gefunden: „Wer mich findet, kümmert sich um meine Mutter, meine Schwester und meinen Bruder. Rudakow Roman Alexandrowitsch. Stadt Bataisk. Diese letzte Bitte wurde von einem Soldaten, offenbar vom 103. Regiment der 150. motorisierten Schützendivision, an der Wand hinterlassen.
Berichten zufolge wurden in der Nähe neun Leichen unserer Soldaten gefunden. Die Überreste russischer Soldaten werden zur DNA-Untersuchung geschickt. Der beschriftete Ziegelstein wird als Denkmal erhalten und verbleibt im Hauptquartier der Einheit. Die Konservierung der Inschrift auf dem Stein wird von Spezialisten des Regionalmuseums für Lokalgeschichte Rostow durchgeführt.
Es wird darauf hingewiesen, dass nach vorläufigen Angaben die Angriffsgruppe von Roman Rudakow überfallen und umzingelt wurde – die Kommunikation ging verloren und unsere Soldaten starben im Kampf bis zur letzten Kugel.
Der Ziegelstein

Alexander KuznetsowDurch den Krieg Russlands gegen die Ukraine kommen auch immer wieder zeitlich zurückliegende Details aus dem Jahr 2014 ans Licht der Öffentlichkeit. Nach russischer Lesert hätten in diesem Jahr Separatisten aus dem Donbass Krieg gegen die Zentralregierung der Ukraine geführt. Tatsächlich stammte aber ein großer Teil dieser "Separatisten" aus Russland. Ein weiteres Bespiel ist dieser Mann:
Alexander Kusnezow kommt aus der Region Nowosibirsk und war ab dem Jahr 2003 Berufssoldat - zunächst im Tschetschenienkrieg. "Im Jahr 2014 beteiligte sich der Mann als Teil der Bewegung „Höfliches Volk“ am Unabhängigkeitskampf der Bürger der Volksrepubliken Donezk und Lugansk", schreibt ein lokales Medium aus der Region.
Im Krieg gegen die Ukraine nahm er als Söldner der Gruppe Wagner teil, überlebte Bakhmut und nach Auflösung der Wagner-Einheiten ging er zur regulären russischen Armee. Er war 40 Jahre alt als er am 01.12.23 schließlich an der Front getötet wurde.

Abatskoje ist ein größeres Dorf mit etwa 8.000 Einwohnern in der westsibirischen Region Tjumen. Es war im Jahr 2015 als zwei Freunde reichlich betrunken mit einem Auto durch das Dorf kutschierten . Einer der beiden, der damals 20-jährige Dmitri Tatjanenko, prahlte damit, dass er bedenkenlos einen Menschen töten könne. Top - die Wette galt. Die beiden hielten auf der Straße einen 50-jährigen Dorfbewohner an und boten ihm an, ihn nach Hause zu fahren.
Stattdessen ging die Fahrt an einen abgelegenen Ort, Dmitri versuchte das Opfer zu erwürgen, was aber nicht gelang. Die helfende Hand des Freundes besorgte eine Bajonettschaufel, mit der er den Mann schließlich erschlug. Die Leiche wurde im Sumpf entsorgt, die Schaufel im Fluss.
Erst  sechs Jahre später wurde das Verbrechen aufgeklärt. Dimitri Tatjanenko wurde 2021 zu 17 Jahren in einer Hochsicherheitskolonie verurteilt, sein Komplize erhielt 14 Jahre. Die Geschichte endete wie viele andere: Im November 2022 verpflichtete sich Dimitri bei der Gruppe Wagner, am 17. Januar 23 wurde er bei Bakhmut getötet.
Aber halt - ganz ist die Geschichte noch nicht erzählt. In seinem Heimatdorf plant die Verwaltung, seinen Namen auf einen Gedenkobelisken einzugravieren - natürlich ohne die hässlichen Details. Ein Anfang ist in der lokalen Zeitung schon gemacht. Original, übersetzt.

Hätten wir in unserer Jugend nicht "Risiko" bis zum Abwinken gespielt, dann hätte sich die Region Kamtschatka nicht im Gedächtnis eingebrannt. Im fernen Osten Russlands, ganz weit weg vom Krieg gegen die Ukraine, hat man in Schulen und Waisenhäusern der Hauptstadt Petropawlowsk-Kamtschatski der Kriegstoten im Ukrainekrieg gedacht.
Maria Belkina, Regionalkoordinatorin des Parteiprojekts „Frauenbewegung des Vereinigten Russlands“, suchte dazu die passenden Worte:
„Unsere heilige Pflicht ist es, die Erinnerung an diejenigen zu bewahren, die ihr Leben für unser friedliches Leben, für ihr Vaterland gegeben haben. Dies sind die Helden, die die Welt vor faschistischen Invasoren gerettet haben, diejenigen, die das Vaterland, ihre Familie und Verwandten verteidigt haben und weiterhin verteidigen."

Sergej LjutasIrgendwie scheint die Punkkultur in der Provinz Russlands verspätet angekommen zu sein. Die Rede ist von Sergej Ljutas, der erst 2001 geboren wurde, aber in der russischen Stadt Apatity wie ein Punk leben wollte. Was durchaus als Herauforderung zu begreifen ist, denn Apatity ist eine Stadt in der Region Murmansk und da ist es vorwiegend kalt.
Der junge Mann hatte folglich eine nette Sammlung von Jugendstrafen. So stahlen er und seine Freunde im Oktober 2017 mehrere Dutzend Flaschen Whisky aus der Bar Barewitsch und im Juli 2018 verursachte er an einer Lukoil-Tankstelle einen Unfall mit einem gestohlenen Auto. Das alles (und noch viel mehr) brachte ihm eine längere Haftstrafe ein.
Auch Sergey ließ sich von der Gruppe Wagner im Gefängnis verpflichten und oh Wunder, der junge Mann überlebte Bakhmut, wenn auch schwer verletzt. Ende Mai humpelte er nach Hause, doch offensichtlich auch psychisch schwer traumatisiert. Den Andeutungen nach hat eine zu starke Droge sein Leben beendet.

Pavel SolomkoDie Kosakenjurte des Großherzogs aus Proletarsk (Region Rostow) meldet den Tod eines ihrer Kosakenbrüder im Ukrainekrieg mit drastischen Worten:
Heute Morgen ist unser Kosakenbruder Pawel Solomko im Kampf gegen den Ukrofaschismus einen Heldentod gestorben!
Die Kosaken der Jurte des Großherzogs sprechen der Familie und den Freunden des gefallenen Helden, seines Bruders Dmitri Solomko, ihr aufrichtiges Beileid aus! Es gibt keine Worte, um unsere Trauer und unser Mitgefühl für die Familie von Pavel Solomko auszudrücken ...
Alle vernünftigen Menschen werden über Jahrhunderte und Generationen hinweg den verfluchten drogenabhängigen Selenskyj, seine westlichen Kuratoren – die Sholtsy (Scholz), die Macrons, die Dudas, die Nachkommen des Christusmörders Netanjahu, den ausländischen Großvaters Biden verdammen!!!
Pawel Solomko hat für immer seinen Platz in den Reihen unseres unsterblichen Regiments eingenommen! Ewiges Gedenken an den Helden!!!

Talgat AbdrakipowDer freundliche Herr auf dem Sessel heißt Talgat Abdrakipow und kommt aus der Großstadt Nabereschnyje Tschelny in Tatarstan. Es geschah im September 2019, Talgat und sein Freund von der Schulzeit an - Rustem Popow - betranken sich gemeinsam. Es kam zum Streit, Rustem argumentierte mit einem Stuhl, Talgat konterte mit einem Messer. Ein Stich, danach war Ruhe, Talgat aß etwas und trank weiter. Nach einer Weile überprüfte er den Puls von Rustem, der nicht mehr vorhanden war. So ging Talgat von dannen, um die Sache zu regeln. Er kaufte Müllsäcke und besorgte eine große Einkaufs­tasche, zerstückelte die Leiche, verpackte alles sorgsam und machte sauber. Dann rief er einen anderen Freund an, der ihm bei der Entsorgung seines Mülls behiflich sein musste. Der Müll flog unter einer Brücke in den Fluss.
Irgendwann tauchten die menschlichen Überreste auf, der Täter wurde ermittelt und Talgat wurde vom Gericht zu zehn Jahren Lagerhaft verurteilt.
Die Sache endete, wie alle diese Geschichten enden. Aus der Haft von der Gruppe Wagner rekrutiert, danach ein schneller Tod. Doch immerhin hat es der Mann auf eine Gedenktafel der im Ukrainekrieg gefallenen Soldaten aus Nabereschnyje Tschelny geschafft.

Dorush ool Mergenovich MongulDein Wille ist die Ehre deines lieben Sohnes, des Sohnes deines Sohnes, des Sohnes deines Sohnes, deiner Schwiegertochter, deiner Schwiegertochter. MONGUL DORUSH-OL MERGENOVYCH, geboren am 27. Mai 1984, ist seit 2002 Lehrer der Schule Nr. 2 im Bezirk Shagaan-Aryg.
In den Jahren 2002-2004 begleitete Sergeant Ergelig die albanische Wache in den Bezirk Kansk der Region Krasnojarsk. Es ist der Ort, an dem Sie das Essen und das Essen der Kolonie genießen können, das voller Freude und Glück ist.
Vor der Operation von Tuskailattyngan, Sie werden am 25.11.2023 zwei Einwohner der Stadt Salechard sein, möchte ich mit großem Stolz Ihren Freunden, Kollegen, Klassenkameraden und Kollegen meinen Dank aussprechen. Sie haben mich mit einem Tanz überrascht.
Hören wir den Menschen in der Branche zu.
Übersetzung mit Google

Artem LawrentjewEs gibt Dinge, die kann man kaum glauben. Da überfällt die verbrecherische Regierung Russlands das Nachbarland Ukraine und entfesselt einen Krieg mit hunderttausenden toten Zivilisten und Soldaten, mit  mehr als 200.000 schwer traumatisierten Menschen, mit Zerstörung  ganzer Städte und doch nehmen es die Menschen in Russland mit mehr oder weniger Begeisterung hin.
Aber die Folter und den Mord an der Katze Kuzi (Foto), den verzeiht die russische Öffentlichkeit nicht.
In Kurzform: Der Skandal spielte im Jahr 2021 in der Stadt Sewerodwinsk, Gebiet Archangelsk. Es gab Streit zwischen Anna-Viktoria und ihrer Schwiegermutter. Anna-Viktoria und ihr Partner Artjom ließen ihren Groll an der Katze der Schwiegermutter aus, indem sie diese etwas folterten. Schwiegermutter bemerkte zunächst nichts, weil sie Kopfhörer trug.
Irgendwann war die Katze verschwunden, die Polizei ging der Sache nach, fand die Katzenleiche und stellte Folterspuren fest. Über ganz Russland gab es einen Aufschrei nach Sühne. Das Paar bekam eine Haftstrafe jeweils über mehr als drei Jahre.
Und jetzt zurück zum Krieg gegen die Ukraine: Artjom Lawrentjew (Foto), der Katzenfolterer, wurde aus der Haft zum Sturm-Z rekrutiert, im Sommer 23 getötet, im Januar 24 erst gefunden  und was von ihm noch übrig ist, wird demnächst begraben.
Die Langform findet man in der russischen Wikipedia, die wir unredigiert als Rohfassung übersetzt hier veröffentlichen.

Was einen Professor der Universität Samara in den Krieg treibt, wäre interessant zu wissen. Wir wissen nur, dass er jetzt tot ist.

Die Nachricht:
Im Alter von 48 Jahren starb bei der Erfüllung von Aufgaben während einer speziellen Militäroperation auf dem Territorium der Ukraine, der Gefreite, Aufklärungsoffizier,
Außerordentlicher Professor der Abteilung für Tierwissenschaften,
Fakultät für Biotechnologie und Veterinärmedizin, Samara
Staatliche Landwirtschaftsuniversität
Andrej Wladimirowitsch Kiritschenko
05.02.1976 - 14.11.2023

Kirichenko Andrey

Aleksey Alexandrowitsch SchaermanAleksey Alexandrowitsch Schaerman kam aus einem Dorf in der Region Tjumen und war ziemlich sicher ein wenig erfreulicher Zeitgenosse. Er hatte bereits vorher Strafen wegen Diebstahls kassiert, als er im Sommer 2011 zu 12 Jahren in einer Hochsicherheitskolonie verurteilt wurde. Aleksey hatte betrunken einen Saufkumpan mit einem Messer getötet.
Im Oktober 2022 schloss sich dann Aleksey der Gruppe Wagner an, ganz ohne Not, denn er wäre ja sowieso im nächsten Jahr entlassen worden. Aber vielleicht brauchte er das Geld.
Das Geld brauchte er dann auch nicht - am 15. April 2023 wurde er im Ukrainekrieg getötet.
Es stellte sich heraus, dass der Mann zumindest eine Sache richtig gemacht hatte. Von den fünf Millionen Sarggeld verfügte er testamentarisch,  daß eine Million an eine seiner Schwestern und der Rest an seine Lebensgefährtin gehen sollte. Er hatte mit der Frau allerdings nur wenige Monate gemeinsam verbracht.
Doch Alexey hatte noch drei zusätzliche Schwestern und einen Bruder, die gerichtlich ihren Anteil am Sarggeld einforderten. Das machte Alexeys Tod erst öffentlich. Ihre Klage wurde vom Gericht der Kleinstadt Sawodoukowsk Ende November 23 abgelehnt.

igor pakIn der Region Stawropol gab es mal drei Freunde: Igor Pak, Jewgeni Bajramukow und Bakhmud Bakhmudow. Alle zusammen hatten Großes vor, ein sehr großes Ding. Warum sie sich dazu einen Autokran ausgesucht hatten, bleibt uns leider unbekannt.  Auf jeden Fall wollten sie solch ein massiges Ding stehlen und für viel Geld weiterverkaufen.
Der Coup lief allerdings aus dem Ruder. Sie hatten einen Kranfahrer mit einem Vorwand zu einem verlassenen Ort gelockt,  dort überwältigten sie ihn ihn, zwei hielten das Opfer fest. Mit fünf Schlägen auf den Kopf des Opfers mit einem Hammer löschte der Dritte das Lebenslicht des Kranfahrers aus. Die Leiche entsorgten sie in einem Entwässerungskanal.
Bei der Überführung des Autokrans waren die Drei auch nicht die Geschicktesten. Ihre Fahrt fiel einer Polizeistreife auf, sie wurden festgenommen. Ein Gericht der Region Stawropol verurteilte sie im Jahr 2010 zu jeweils 20 Jahren Haft.
Igor Pak (Foto) wollte es letztes Jahr mit der Gruppe Wagner versuchen. Er kämpfte für die Freiheit und Unabhängigkeit der Volksrepublik Luhansk., wie es im Nachruf beschönigend heißt. Tatsächlich kämpfte er um eine vorzeitige Entlassung. Auch das ging schief, vor mehr als einem Jahr wurde er an der Front getötet.

Artem Pawlowitsch RodionowAus Obninsk in der Region Kaluga kam Artem Pawlowitsch Rodionow, ein Mann mit Schulden. Knapp hunderttausend Rubel wollten die Gerichtvollzieher von ihm.  Das sind umgerechnet etwa tausend Euro, in Russland aber deutlich mehr wert. Wenn man nicht bezahlen kann, dann helfen vielleicht einige kleine Diebstähle dachte Artem und besuchte folglich zwei Häuser in seiner Nachbarschaft.
Die Beute: einen Siemens 3in1-Mikrowellenherd, Sony LCD-Fernseher mit Fernbedienung, eine Schleifmaschine der Marke Dextr; Anglerschleifer der Marke „Interskol“; eine Handkreissäge der Marke Bosch; eine Stichsäge der Marke Devall, ein elektrischer Hefter, ein Luftgewehr, ein Satz Klempnerwerkzeuge, bestehend aus 5 Teilen (Hammer, Bügelsäge, Handsäge, zwei Schraubendreher), Herren-Outventure-Jacke, Herrenjacke (Daunenjacke) „Columbia“, alles zusammen im Wert von 63.000 Rubel. Dieser Einbruch und noch ein zweiter dazu brachten ihm im Jahr 2022 dann 3,5 Jahre Lagerhaft ein.
Damit nicht genug mit Artems Dummheiten - statt die Haft abzusitzen, ließ er sich als Söldner der Gruppe Wagner verpflichten. Er wurde am 24.05.23 bei Bakhmut getötet.

Iwan LeschewOriginaltext - 22.11.23 - Link

Olga berichtet, dass ihr 32-jähriger Sohn Iwan Leschew in der Kampfzone gestorben ist. Seine Leiche wurde in der Kampfzone zurückgelassen.
Olga, eine Bewohnerin des Autonomen Kreises Chanty-Mansi, erzählte die Geschichte ihres 32-jährigen Sohnes Iwan Leschew. Der Mann ging zu einer speziellen Militäroperation aus einer Strafanstalt heraus. Der Mann wurde einer "Sturm Z"-Einheit zugeteilt. Im September informierten Kameraden Olga, dass ihr Sohn getötet wurde.
Olga erklärte, dass sie, als ihr Sohn noch lebte, von den Regeln seines Kommandos erfuhr. Der Frau zufolge weigert die Armee sich, die toten Kämpfer, abzutransportieren. Unter Drohungen werden Kämpfer an der Front gelassen, selbst wenn der Soldat verwundet ist. So erhielt beispielsweise ein Sturmtruppler eine Schrapnellwunde, setzte aber seinen Dienst ohne die notwendige Behandlung fort." Es gibt eine unausgesprochene Regel, die besagt, dass sie nicht evakuiert werden. Als ob sie keine Menschen wären."
Olga gibt zu, dass ihr Sohn jetzt weder als tot oder vermisst geführt wird. Aus diesem Grund hat sie außer den Worten von Iwans Kameraden nichts in der Hand. Auch bei der Armee gibt es keine Beweise für das Ableben des Mannes. Olga hat keine Informationen von der Staatsanwaltschaft, der Präsidialverwaltung oder dem Roten Kreuz erhalten.

Lew Alekseewitsch JanvarewWir haben über jenen Raketenangriff auf eine Morgenbesprechung hochrangiger russischer Militärpolizisten in der Region Cherson berichtet. Jetzt wurde ein neues Opfer bekannt:
Oberleutnant der Reserve Lew Alekseewitsch Janvarew aus der Region Mari El gehörte auch zu den Todesopfern, wie verschiedene Eintragungen bei VKontakte berichten.
Lew Janvarew wurde 53 Jahre alt. Er wurde am 19. November in Joschkar-Ola beerdigt.

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