30.09.2026 -- 241.171// Zuwachs zum 31.08.2026: 11.032
In der russischen 70. motorisierten Schützendivision gab es Ende November 2023 Probleme mit der Disziplin. Die Befehlshaber drohten deshalb dem Unteroffizier Posmetuchow, ihn zu den Angriffstruppen zu schicken. Der betrank sich am kommenden Tag und startete in diesem Zustand ein Gemetzel. Zuerst erschoss er zwei Wachsoldaten, dann drang er in den Unterstand des Kommandanten ein und tötete zwei Offiziere. Die Opfer: Oberstleutnant Stanislaw Petrowitsch Kljukin (Foto), Hauptmann Michael Trubin, Unteroffizier Wladimir Glazyew und der Schütze W. Petritschenko.
Die ganze Angelegenheit wurde zunächst vertuscht, die Ermittlungsakte wurde auf unbekanntem Weg Mitte Februar 24 öffentlich gemacht.
Die Kleinstadt Sobinka in der russischen Region Wladimir konduliert. Alexander Simonow, ein Einwohner der Stadt, wurde am 28. Januar dieses Jahres im Krieg gegen die Ukraine getötet. Die Stadtverwaltung schreibt auf VKontakte:
...Das Leben stellte verschiedene schwierige Probleme dar, die gelöst werden mussten. Im Mai 2022 meldete er sich ehrenamtlich. Alexander hat viele Auszeichnungen erhalten, die letzte ist posthum „Für Mut“...
Die Probleme, die gelöst werden mussten, findet man in den Akten des örtlichen Gerichts. Der besoffene Simonow bekam Streit mit einem Bruder im Alkohol und erstach den Kumpan mit einem Küchenmesser. Dafür gab es im Jahr 2015 elf Jahre in einer Hochsicherheitskolonie.
Die russische Nachrichtenagentur Astra berichtete, dass in der Nacht des 7. Februar 24, im Gebiet des besetzten Dorfes Kurjatschiwka in der Region Lugansk, Soldaten der Militäreinheit 36994 einen kleinen Umtrunk bis tief in die Nacht veranstalteten. Der artete irgendwann aus und es kam zum Streit.
Der 48-jährige Soldat Alexander Steblin eröffnete mit einem Maschinengewehr das Feuer auf seine Kollegen. Seine Kugeln trafen den 33-jährigen Rinat Khalilov und den 43-jährige Pavel Lyashenko, die auf der Stelle tot waren. Ein weiterer Soldat, der 39-jährige Juri Generalow, wurde mit einer Schusswunde in der Brust ins Krankenhaus eingeliefert.
Der Schütze wurde von anderen Soldaten schließlich überwältigt und der Militärpolizei übergeben.
In der Neujahrsnacht 2022/2023 feuerte die ukrainische Armee Raketen auf eine Berufsschule in Makijiwka, einer von Russland besetzten Großstadt in der Ukraine. Die Schule wurde als Unterkunft und Befehlszentrale der russischen Invasionsarmee benutzt. Durch den Beschuss wurde sie völlig zerstört. Die Wirkung des Beschusses wurde durch die Lagerung von Munition an der Schule verstärkt. Eine Vielzahl russischer Soldaten wurde getötet oder verletzt. Von offizieller russischer Seite wurden die wirklichen Opferzahlen niermals veröffentlicht. Wir haben bis heute 140 Namen der getöteten Soldaten veröffentlicht.
In den russischen sozialen Medien kursieren neuere Listen mit 139 getöteten Soldaten, zusätzlich werden noch einmal 21 Namen genannt, deren sterbliche Überreste verschollen sind. Über die Zahl der Verletzten ist nirgendwo etwas bekannt.
In ganz Russland werden an den Schulen sogenannte "Heldenschreibtsiche" eingerichtet. Auf diesen Schülertischen sind Informationen über ehemalige Schüler der betreffenden Schule angebracht, die im Krieg gegen die Ukraine getötet wurden. Die besten Schüler haben dann das Recht, an jenen Schreibtischen zu sitzen.
Nachstehend eine Information aus der Region Stawropol:
In den städtischen Schulen von Stawropol wurden 85 Schreibtische der Helden installiert.
Die Umsetzung des gesamtrussischen patriotischen Projekts „Schreibtisch des Helden“ wird in der Regionalhauptstadt fortgesetzt. In jeder Bildungseinrichtung, in der Heldenschreibtisch installiert wurde, findet die Eröffnung feierlich auf Einladung geehrter Gäste statt – Verwandte und enge geehrte Landsleute, Militärveteranen.
Wir versuchen, Bedingungen zu schaffen, um unserer jungen Generation eine respektvolle Haltung gegenüber der Geschichte Russlands, seiner heroischen Vergangenheit und Gegenwart zu vermitteln, indem wir das Beispiel der Heldentaten unserer Landsleute verwenden: Veteranen des Großen Vaterländischen Krieges und Teilnehmer an modernen Kämpfen Operationen.
Diesen Monat haben wir in städtischen Schulen 20 Schülertische mit Informationen über geehrte Absolventen, ihre Fotos, ihre Biografie und ihre heldenhafte Reise aufgestellt. Sie alle sind unsere mutigen Teilnehmer an einer besonderen Militäroperation.
Und insgesamt gibt es 85 Heldenparteien in 37 Schulen in Stawropol“, sagte der Leiter des Regionalzentrums, Iwan Uljantschenko.
Am 18. Januar 24 erschien folgende Todesanzeige in einer orthodoxen VKontakte-Gruppe:
18. Januar 2024 - er wäre 50 Jahre alt geworden.....
Am 4. Dezember 2022, während der SVO (Bakhmut), starb unser lieber Sohn, Vater, Bruder und Freund Sergej Wjatscheslawowitsch Strachow. Du wirst für immer in unseren Herzen und in unserem bleiben Erinnerung. Ewige Erinnerung an den Helden!
Auf der Suche nach der Region von Sergej ergab sich eine etwas andere Sichtweise auf den Mann:
Sergej wurde am 15.05.2015 vom Gericht der Großstadt Miass (Region Tscheljabinsk) zu 11,5 Jahren Lagerhaft verurteilt. Laut Gericht hatte er mit einem Kumpel etwas gebechert. Der schlief ein und Sergej klaute ihm sein Handy mit dem er sich auf den Heimweg machte.
Als sein Saufkumpan aufwachte, die Polizei informierte, schickte die eine Streife zu Sergejs Wohnadresse.
Die Tür war nicht abgeschlossen, aber Sergej war beschäftigt. Er malträtierte gerade einen anderen Kollegen im Alkohol mit einem Nudelholz. Das Opfer war da schon tot, ein vorheriger Messerstich hatte sein Leben beendet.
Und wie eingangs bereits erwähnt, mit der vorzeitigen Entlassung durch die Gruppe Wagner wurde es auch nichts.
Der ehemalige Polizeichef der Millionenstadt Jekaterinburg (Region Swerdlowsk) wurde im Ukrainekrieg getötet. Igor Trofinow kämpfte wahrscheinlich in einer der Sturm-Z Einheiten der Strafgefangenen.
Trofinow war 2022 wegen Bestechlichkeit und Waffenbesitzes zu neun Jahren, vier Monaten Haft verurteilt worden. Zudem wurden alle Gelder auf seinem Konto beschlagnahmt.
Die Familie hatte das Urteil nicht akzeptiert, am 10.01.24 sollte eine Beschwerde vor dem Kassationsgericht Tscheljabinsk verhandelt werden. Das war nicht mehr nötig, der Mann starb Ende Dezember 23.
Ein russischer Soldat raste in einem Lexus in den Gegenverkehr und prallte im besetzten Teil der Region Saporoschje gegen einen KAMAZ-Lastwagen mit verwundeten Soldaten. Zwei Menschen kamen ums Leben, 13 wurden verletzt.
Der Unfall ereignete sich am Abend des 25. Dezember 23 auf der Autobahn in der Nähe des Dorfes Wladimirowka in der Region Saporoschje. Der 29-jährige Sergeant und Kommandeur der technischen Geheimdienstabteilung der russischen Streitkräfte, Taimuraz Chugajew (Foto), flog beim Fahren eines Lexus auf die Gegenfahrbahn und prallte gegen einen KAMAZ.
Der LKW transportierte verwundete russisches Soldaten. Zwei Passagiere der KAMAZ wurden getötet – ein Soldat der Militäreinheit 63354, Gefreiter Maxim Tablow, und ein Soldat der Militäreinheit 71718, Sergeant Wladimir Artamonow.
Der Fahrer-Sanitäter, der den KAMAZ fuhr, der Gefreite Islan R., wurde verletzt. Außerdem wurden infolge des Unfalls 12 weitere Verwundete des LKWs zusätzlich verletzt.
Frau Abdulowa aus der Großstadt Miass ist Witwe. Sie erinnerte am 25.12.23 an den Tod ihres Gatten:
"Am 26. Dezember 2022 starb der 1976 geborene Rais Abdulow heldenhaft auf dem Territorium Russlands. Rais meldete sich freiwillig zum Krieg und kämpfte in der PMC Wagner. Er erfüllte treu seine militärische Pflicht, das Vaterland zu verteidigen, blieb für immer in unseren Herzen als ein lieber, geliebter Ehemann und Vater."
Es fehlt uns an Zeit, all diese Meldungen zu überprüfen, für Rais machen wir eine Ausnahme:
Mit Urteil des Stadtgerichts Miass der Region Tscheljabinsk vom 5. März 2019 wurde Rais Chrmaichaliewitsch Abdulow gemäß §105 des Strafgesetzbuches der Russischen Föderation (Mord) zu 11 Jahren Haft in einer Hochsicherheitsstrafkolonie verurteilt. Extrem betrunken (Abdulows Aussage im Prozess) versetzte er seinem Trinkgefährten mindestens 24 gezielte Stiche in den Hals, ins Gesicht und die Brust. In der Haft von der Gruppe Wagner rekrutiert.
Ein russischer Autor hat alle Ereignisse des Ukrainekrieges zusammengetragen, die die Region Woronesch betreffen. Das Konvolut ist schwer zu lesen, weil alle möglichen Informationen hintereinandergepackt sind.
Dazu gehört auch die Meuterei der Gruppe Wagner, die sich teilweise in der Region um Woronesch abspielte. Mit der Übersetzung von Google kann man den Text in deutscher Sprache lesen.
Für Interessierte: Link
Originalbeitrag aus einem russischen Telegram-Kanal:
Bei der Räumung des Territoriums von Marinka wurde ein Ziegelstein mit der Aufschrift gefunden: „Wer mich findet, kümmert sich um meine Mutter, meine Schwester und meinen Bruder. Rudakow Roman Alexandrowitsch. Stadt Bataisk. Diese letzte Bitte wurde von einem Soldaten, offenbar vom 103. Regiment der 150. motorisierten Schützendivision, an der Wand hinterlassen.
Berichten zufolge wurden in der Nähe neun Leichen unserer Soldaten gefunden. Die Überreste russischer Soldaten werden zur DNA-Untersuchung geschickt. Der beschriftete Ziegelstein wird als Denkmal erhalten und verbleibt im Hauptquartier der Einheit. Die Konservierung der Inschrift auf dem Stein wird von Spezialisten des Regionalmuseums für Lokalgeschichte Rostow durchgeführt.
Es wird darauf hingewiesen, dass nach vorläufigen Angaben die Angriffsgruppe von Roman Rudakow überfallen und umzingelt wurde – die Kommunikation ging verloren und unsere Soldaten starben im Kampf bis zur letzten Kugel.
Der Ziegelstein
Durch den Krieg Russlands gegen die Ukraine kommen auch immer wieder zeitlich zurückliegende Details aus dem Jahr 2014 ans Licht der Öffentlichkeit. Nach russischer Lesert hätten in diesem Jahr Separatisten aus dem Donbass Krieg gegen die Zentralregierung der Ukraine geführt. Tatsächlich stammte aber ein großer Teil dieser "Separatisten" aus Russland. Ein weiteres Bespiel ist dieser Mann:
Alexander Kusnezow kommt aus der Region Nowosibirsk und war ab dem Jahr 2003 Berufssoldat - zunächst im Tschetschenienkrieg. "Im Jahr 2014 beteiligte sich der Mann als Teil der Bewegung „Höfliches Volk“ am Unabhängigkeitskampf der Bürger der Volksrepubliken Donezk und Lugansk", schreibt ein lokales Medium aus der Region.
Im Krieg gegen die Ukraine nahm er als Söldner der Gruppe Wagner teil, überlebte Bakhmut und nach Auflösung der Wagner-Einheiten ging er zur regulären russischen Armee. Er war 40 Jahre alt als er am 01.12.23 schließlich an der Front getötet wurde.
Abatskoje ist ein größeres Dorf mit etwa 8.000 Einwohnern in der westsibirischen Region Tjumen. Es war im Jahr 2015 als zwei Freunde reichlich betrunken mit einem Auto durch das Dorf kutschierten . Einer der beiden, der damals 20-jährige Dmitri Tatjanenko, prahlte damit, dass er bedenkenlos einen Menschen töten könne. Top - die Wette galt. Die beiden hielten auf der Straße einen 50-jährigen Dorfbewohner an und boten ihm an, ihn nach Hause zu fahren.
Stattdessen ging die Fahrt an einen abgelegenen Ort, Dmitri versuchte das Opfer zu erwürgen, was aber nicht gelang. Die helfende Hand des Freundes besorgte eine Bajonettschaufel, mit der er den Mann schließlich erschlug. Die Leiche wurde im Sumpf entsorgt, die Schaufel im Fluss.
Erst sechs Jahre später wurde das Verbrechen aufgeklärt. Dimitri Tatjanenko wurde 2021 zu 17 Jahren in einer Hochsicherheitskolonie verurteilt, sein Komplize erhielt 14 Jahre. Die Geschichte endete wie viele andere: Im November 2022 verpflichtete sich Dimitri bei der Gruppe Wagner, am 17. Januar 23 wurde er bei Bakhmut getötet.
Aber halt - ganz ist die Geschichte noch nicht erzählt. In seinem Heimatdorf plant die Verwaltung, seinen Namen auf einen Gedenkobelisken einzugravieren - natürlich ohne die hässlichen Details. Ein Anfang ist in der lokalen Zeitung schon gemacht. Original, übersetzt.
Hätten wir in unserer Jugend nicht "Risiko" bis zum Abwinken gespielt, dann hätte sich die Region Kamtschatka nicht im Gedächtnis eingebrannt. Im fernen Osten Russlands, ganz weit weg vom Krieg gegen die Ukraine, hat man in Schulen und Waisenhäusern der Hauptstadt Petropawlowsk-Kamtschatski der Kriegstoten im Ukrainekrieg gedacht.
Maria Belkina, Regionalkoordinatorin des Parteiprojekts „Frauenbewegung des Vereinigten Russlands“, suchte dazu die passenden Worte:
„Unsere heilige Pflicht ist es, die Erinnerung an diejenigen zu bewahren, die ihr Leben für unser friedliches Leben, für ihr Vaterland gegeben haben. Dies sind die Helden, die die Welt vor faschistischen Invasoren gerettet haben, diejenigen, die das Vaterland, ihre Familie und Verwandten verteidigt haben und weiterhin verteidigen."
Irgendwie scheint die Punkkultur in der Provinz Russlands verspätet angekommen zu sein. Die Rede ist von Sergej Ljutas, der erst 2001 geboren wurde, aber in der russischen Stadt Apatity wie ein Punk leben wollte. Was durchaus als Herauforderung zu begreifen ist, denn Apatity ist eine Stadt in der Region Murmansk und da ist es vorwiegend kalt.
Der junge Mann hatte folglich eine nette Sammlung von Jugendstrafen. So stahlen er und seine Freunde im Oktober 2017 mehrere Dutzend Flaschen Whisky aus der Bar Barewitsch und im Juli 2018 verursachte er an einer Lukoil-Tankstelle einen Unfall mit einem gestohlenen Auto. Das alles (und noch viel mehr) brachte ihm eine längere Haftstrafe ein.
Auch Sergey ließ sich von der Gruppe Wagner im Gefängnis verpflichten und oh Wunder, der junge Mann überlebte Bakhmut, wenn auch schwer verletzt. Ende Mai humpelte er nach Hause, doch offensichtlich auch psychisch schwer traumatisiert. Den Andeutungen nach hat eine zu starke Droge sein Leben beendet.
Die Kosakenjurte des Großherzogs aus Proletarsk (Region Rostow) meldet den Tod eines ihrer Kosakenbrüder im Ukrainekrieg mit drastischen Worten:
Heute Morgen ist unser Kosakenbruder Pawel Solomko im Kampf gegen den Ukrofaschismus einen Heldentod gestorben!
Die Kosaken der Jurte des Großherzogs sprechen der Familie und den Freunden des gefallenen Helden, seines Bruders Dmitri Solomko, ihr aufrichtiges Beileid aus! Es gibt keine Worte, um unsere Trauer und unser Mitgefühl für die Familie von Pavel Solomko auszudrücken ...
Alle vernünftigen Menschen werden über Jahrhunderte und Generationen hinweg den verfluchten drogenabhängigen Selenskyj, seine westlichen Kuratoren – die Sholtsy (Scholz), die Macrons, die Dudas, die Nachkommen des Christusmörders Netanjahu, den ausländischen Großvaters Biden verdammen!!!
Pawel Solomko hat für immer seinen Platz in den Reihen unseres unsterblichen Regiments eingenommen! Ewiges Gedenken an den Helden!!!
Der freundliche Herr auf dem Sessel heißt Talgat Abdrakipow und kommt aus der Großstadt Nabereschnyje Tschelny in Tatarstan. Es geschah im September 2019, Talgat und sein Freund von der Schulzeit an - Rustem Popow - betranken sich gemeinsam. Es kam zum Streit, Rustem argumentierte mit einem Stuhl, Talgat konterte mit einem Messer. Ein Stich, danach war Ruhe, Talgat aß etwas und trank weiter. Nach einer Weile überprüfte er den Puls von Rustem, der nicht mehr vorhanden war. So ging Talgat von dannen, um die Sache zu regeln. Er kaufte Müllsäcke und besorgte eine große Einkaufstasche, zerstückelte die Leiche, verpackte alles sorgsam und machte sauber. Dann rief er einen anderen Freund an, der ihm bei der Entsorgung seines Mülls behiflich sein musste. Der Müll flog unter einer Brücke in den Fluss.
Irgendwann tauchten die menschlichen Überreste auf, der Täter wurde ermittelt und Talgat wurde vom Gericht zu zehn Jahren Lagerhaft verurteilt.
Die Sache endete, wie alle diese Geschichten enden. Aus der Haft von der Gruppe Wagner rekrutiert, danach ein schneller Tod. Doch immerhin hat es der Mann auf eine Gedenktafel der im Ukrainekrieg gefallenen Soldaten aus Nabereschnyje Tschelny geschafft.
Dein Wille ist die Ehre deines lieben Sohnes, des Sohnes deines Sohnes, des Sohnes deines Sohnes, deiner Schwiegertochter, deiner Schwiegertochter. MONGUL DORUSH-OL MERGENOVYCH, geboren am 27. Mai 1984, ist seit 2002 Lehrer der Schule Nr. 2 im Bezirk Shagaan-Aryg.
In den Jahren 2002-2004 begleitete Sergeant Ergelig die albanische Wache in den Bezirk Kansk der Region Krasnojarsk. Es ist der Ort, an dem Sie das Essen und das Essen der Kolonie genießen können, das voller Freude und Glück ist.
Vor der Operation von Tuskailattyngan, Sie werden am 25.11.2023 zwei Einwohner der Stadt Salechard sein, möchte ich mit großem Stolz Ihren Freunden, Kollegen, Klassenkameraden und Kollegen meinen Dank aussprechen. Sie haben mich mit einem Tanz überrascht.
Hören wir den Menschen in der Branche zu.
Übersetzung mit Google
Es gibt Dinge, die kann man kaum glauben. Da überfällt die verbrecherische Regierung Russlands das Nachbarland Ukraine und entfesselt einen Krieg mit hunderttausenden toten Zivilisten und Soldaten, mit mehr als 200.000 schwer traumatisierten Menschen, mit Zerstörung ganzer Städte und doch nehmen es die Menschen in Russland mit mehr oder weniger Begeisterung hin.
Aber die Folter und den Mord an der Katze Kuzi (Foto), den verzeiht die russische Öffentlichkeit nicht.
In Kurzform: Der Skandal spielte im Jahr 2021 in der Stadt Sewerodwinsk, Gebiet Archangelsk. Es gab Streit zwischen Anna-Viktoria und ihrer Schwiegermutter. Anna-Viktoria und ihr Partner Artjom ließen ihren Groll an der Katze der Schwiegermutter aus, indem sie diese etwas folterten. Schwiegermutter bemerkte zunächst nichts, weil sie Kopfhörer trug.
Irgendwann war die Katze verschwunden, die Polizei ging der Sache nach, fand die Katzenleiche und stellte Folterspuren fest. Über ganz Russland gab es einen Aufschrei nach Sühne. Das Paar bekam eine Haftstrafe jeweils über mehr als drei Jahre.
Und jetzt zurück zum Krieg gegen die Ukraine: Artjom Lawrentjew (Foto), der Katzenfolterer, wurde aus der Haft zum Sturm-Z rekrutiert, im Sommer 23 getötet, im Januar 24 erst gefunden und was von ihm noch übrig ist, wird demnächst begraben.
Die Langform findet man in der russischen Wikipedia, die wir unredigiert als Rohfassung übersetzt hier veröffentlichen.
Was einen Professor der Universität Samara in den Krieg treibt, wäre interessant zu wissen. Wir wissen nur, dass er jetzt tot ist.
Die Nachricht:
Im Alter von 48 Jahren starb bei der Erfüllung von Aufgaben während einer speziellen Militäroperation auf dem Territorium der Ukraine, der Gefreite, Aufklärungsoffizier,
Außerordentlicher Professor der Abteilung für Tierwissenschaften,
Fakultät für Biotechnologie und Veterinärmedizin, Samara
Staatliche Landwirtschaftsuniversität
Andrej Wladimirowitsch Kiritschenko
05.02.1976 - 14.11.2023

Aleksey Alexandrowitsch Schaerman kam aus einem Dorf in der Region Tjumen und war ziemlich sicher ein wenig erfreulicher Zeitgenosse. Er hatte bereits vorher Strafen wegen Diebstahls kassiert, als er im Sommer 2011 zu 12 Jahren in einer Hochsicherheitskolonie verurteilt wurde. Aleksey hatte betrunken einen Saufkumpan mit einem Messer getötet.
Im Oktober 2022 schloss sich dann Aleksey der Gruppe Wagner an, ganz ohne Not, denn er wäre ja sowieso im nächsten Jahr entlassen worden. Aber vielleicht brauchte er das Geld.
Das Geld brauchte er dann auch nicht - am 15. April 2023 wurde er im Ukrainekrieg getötet.
Es stellte sich heraus, dass der Mann zumindest eine Sache richtig gemacht hatte. Von den fünf Millionen Sarggeld verfügte er testamentarisch, daß eine Million an eine seiner Schwestern und der Rest an seine Lebensgefährtin gehen sollte. Er hatte mit der Frau allerdings nur wenige Monate gemeinsam verbracht.
Doch Alexey hatte noch drei zusätzliche Schwestern und einen Bruder, die gerichtlich ihren Anteil am Sarggeld einforderten. Das machte Alexeys Tod erst öffentlich. Ihre Klage wurde vom Gericht der Kleinstadt Sawodoukowsk Ende November 23 abgelehnt.
In der Region Stawropol gab es mal drei Freunde: Igor Pak, Jewgeni Bajramukow und Bakhmud Bakhmudow. Alle zusammen hatten Großes vor, ein sehr großes Ding. Warum sie sich dazu einen Autokran ausgesucht hatten, bleibt uns leider unbekannt. Auf jeden Fall wollten sie solch ein massiges Ding stehlen und für viel Geld weiterverkaufen.
Der Coup lief allerdings aus dem Ruder. Sie hatten einen Kranfahrer mit einem Vorwand zu einem verlassenen Ort gelockt, dort überwältigten sie ihn ihn, zwei hielten das Opfer fest. Mit fünf Schlägen auf den Kopf des Opfers mit einem Hammer löschte der Dritte das Lebenslicht des Kranfahrers aus. Die Leiche entsorgten sie in einem Entwässerungskanal.
Bei der Überführung des Autokrans waren die Drei auch nicht die Geschicktesten. Ihre Fahrt fiel einer Polizeistreife auf, sie wurden festgenommen. Ein Gericht der Region Stawropol verurteilte sie im Jahr 2010 zu jeweils 20 Jahren Haft.
Igor Pak (Foto) wollte es letztes Jahr mit der Gruppe Wagner versuchen. Er kämpfte für die Freiheit und Unabhängigkeit der Volksrepublik Luhansk., wie es im Nachruf beschönigend heißt. Tatsächlich kämpfte er um eine vorzeitige Entlassung. Auch das ging schief, vor mehr als einem Jahr wurde er an der Front getötet.
Aus Obninsk in der Region Kaluga kam Artem Pawlowitsch Rodionow, ein Mann mit Schulden. Knapp hunderttausend Rubel wollten die Gerichtvollzieher von ihm. Das sind umgerechnet etwa tausend Euro, in Russland aber deutlich mehr wert. Wenn man nicht bezahlen kann, dann helfen vielleicht einige kleine Diebstähle dachte Artem und besuchte folglich zwei Häuser in seiner Nachbarschaft.
Die Beute: einen Siemens 3in1-Mikrowellenherd, Sony LCD-Fernseher mit Fernbedienung, eine Schleifmaschine der Marke Dextr; Anglerschleifer der Marke „Interskol“; eine Handkreissäge der Marke Bosch; eine Stichsäge der Marke Devall, ein elektrischer Hefter, ein Luftgewehr, ein Satz Klempnerwerkzeuge, bestehend aus 5 Teilen (Hammer, Bügelsäge, Handsäge, zwei Schraubendreher), Herren-Outventure-Jacke, Herrenjacke (Daunenjacke) „Columbia“, alles zusammen im Wert von 63.000 Rubel. Dieser Einbruch und noch ein zweiter dazu brachten ihm im Jahr 2022 dann 3,5 Jahre Lagerhaft ein.
Damit nicht genug mit Artems Dummheiten - statt die Haft abzusitzen, ließ er sich als Söldner der Gruppe Wagner verpflichten. Er wurde am 24.05.23 bei Bakhmut getötet.
Originaltext - 22.11.23 - Link
Olga berichtet, dass ihr 32-jähriger Sohn Iwan Leschew in der Kampfzone gestorben ist. Seine Leiche wurde in der Kampfzone zurückgelassen.
Olga, eine Bewohnerin des Autonomen Kreises Chanty-Mansi, erzählte die Geschichte ihres 32-jährigen Sohnes Iwan Leschew. Der Mann ging zu einer speziellen Militäroperation aus einer Strafanstalt heraus. Der Mann wurde einer "Sturm Z"-Einheit zugeteilt. Im September informierten Kameraden Olga, dass ihr Sohn getötet wurde.
Olga erklärte, dass sie, als ihr Sohn noch lebte, von den Regeln seines Kommandos erfuhr. Der Frau zufolge weigert die Armee sich, die toten Kämpfer, abzutransportieren. Unter Drohungen werden Kämpfer an der Front gelassen, selbst wenn der Soldat verwundet ist. So erhielt beispielsweise ein Sturmtruppler eine Schrapnellwunde, setzte aber seinen Dienst ohne die notwendige Behandlung fort." Es gibt eine unausgesprochene Regel, die besagt, dass sie nicht evakuiert werden. Als ob sie keine Menschen wären."
Olga gibt zu, dass ihr Sohn jetzt weder als tot oder vermisst geführt wird. Aus diesem Grund hat sie außer den Worten von Iwans Kameraden nichts in der Hand. Auch bei der Armee gibt es keine Beweise für das Ableben des Mannes. Olga hat keine Informationen von der Staatsanwaltschaft, der Präsidialverwaltung oder dem Roten Kreuz erhalten.
Wir haben über jenen Raketenangriff auf eine Morgenbesprechung hochrangiger russischer Militärpolizisten in der Region Cherson berichtet. Jetzt wurde ein neues Opfer bekannt:
Oberleutnant der Reserve Lew Alekseewitsch Janvarew aus der Region Mari El gehörte auch zu den Todesopfern, wie verschiedene Eintragungen bei VKontakte berichten.
Lew Janvarew wurde 53 Jahre alt. Er wurde am 19. November in Joschkar-Ola beerdigt.

Eine steile Karriere hatte Konstantin Alexejewitsch Poleschajew (14.08.1972 - 21.09.2026) hinter sich. Im Jahr 1996 beendete er sein Studium in der Ukraine als Bauingenieur für Straßen- und Flugplatzbau. Bereits neun Jahre später war er Leiter der Straßenbaubehörde in Belgorod. Schließlich wurde er im Jahr 2015 zum Bürgermeister der Großstadt Belgorod gewählt und vier Jahre später wurde er zum stellvertretenden Gouverneur der Oblast Belgorod ernannt. Aber auch Konstantin ließ sich schmieren, er nahm einen Porsche Panamera und einen Range Rover gegen Gefälligkeiten von einem Bauunternehmen an. Im August 2024 wurde er zu fünf Jahren Haft in einer Hochsicherheitsstrafanstalt verurteilt. Statt in den Knast ging Konstantin an die Front. Eine ukrainische Drohne beendete sein Leben.
An Themen für unsere Titelseite mangelt es uns wahrlich nicht. Leider frisst die Erfassung der vielen Kriegstoten einen Großteil unserer Zeit auf.
Damit wir nicht weiter in Rückstand geraten, konzentrieren wir uns im Moment auf die Erfassung all der vielen russischen Gefallenen.
Im Monat September 26 gibt es zudem eine Besonderheit. Von den über 10.000 erfassten Kriegstoten stammt die Mehrzahl nicht aus dem aktuellen Kriegsgeschehen, sondern aus dem Abgleich mit anderen regionalen und überregionalen Listen.
Die staatliche Berufsschule in der Großstadt Bijsk in der Region Altai hat eine Liste ihrer Absolventen veröffentlicht, die im Krieg gegen die Ukraine gefallen sind. Insgesamt 47 Namen haben wir gezählt. Darunter waren 13 Kurzzeitsoldaten.
Deren Namen haben wir heute in der Rubrik „Ohne viele Worte“ eingestellt, allerdings haben wir auf eine Strukturierung diesmal verzichtet. Wir haben die übersetzten Texte ohne Änderungen veröffentlicht. Sie sind recht kurz, da kann man es schon mal so machen.
Auch an diesem Beispiel bestätigt sich, dass etwa 30% aller Freiwilligen in kürzester Zeit an der Front getötet werden.
Es gibt auch einige Wagner-Söldner unter den Kurzzeitsoldaten, diese dürften alle aus den Haftanstalten stammen.
Die russischen lokalen Nachrichten- und Unterhaltungsseiten im Internet sind mit viel Werbung vollgepflastert. Ganz besonders ärgerlich ist eine besondere Werbeform - die Orginalseite, die man lesen möchte, verschwindet und wird durch eine Bildschirm füllende Werbeanzeige ersetzt. Man kann diese Werbung nur dadurch umgehen, dass man die Seite verlässt und danach neu aufruft. Aber damit nicht genug - man ruft eine Nachrichtenseite auf, zum Beispiel aus Saratow und bekommt Werbung zum Beispiel der „Deutschen Telekom“ oder von „Aldi Talk“ auf den Bildschirm gebeamt. Technisch ist das einfach zu realisieren. Man ist mit einer deutschen IP-Adresse unterwegs und die Werbung wird entsprechend angepasst.
Allerdings muss man sich fragen, warum Firmen wie die Telekom oder Aldi ihren Werbeagenturen erlauben, auf russischen Webseiten sehr dubiose Anzeigeninhalte zu schalten. Und letztlich auch zur Finanzierung dieser russischen systemkonformen Medien beitragen.
Die Liste der deutschen Namen unter den russischen Kriegstoten wird immer länger. Im August sind erneut 60 deutsch klingende Nachnamen dazu gekommen. Es ist zu erwarten, dass wir in wenigen Tagen die Zahl von 2.000 erreichen werden. Wir veröffentlichen dazu auch die regionale Verteilung dieser Namen. Diese stimmt grob auch mit den Siedlungsgebieten der in Russland verbliebenen Russlanddeutschen überein.
Sicher gibt es darunter auch Russen, die nur noch den Namen führen, aber mit russlanddeutscher Kultur nichts zu tun haben. In der Liste befinden sich wahrscheinlich auch jiddische Namen, die aus dem deutschen Sprachraum nach Osten gewandert sind, wie zum Beispiel der Nachname „Zuckermann“ in unserer Liste.
Die Opferlisten der russischen Regionen haben wir in den letzten Tagen bis Ende August 2026 aktualisiert.
Eine Zusammenfassung dieses Monats ist in den kommenden Tagen zu erwarten.
Folgende Regionallisten wurden neu angelegt:
OM, 16.09.26
Durch die ersten Erkältungskrankheiten sind wir im Moment etwas in Schwierigkeiten. Trotzdem habe ich heute den Monatsabschluss Juli 2026 freigeschaltet, obwohl er nur oberflächlich Korrektur gelesen wurde. Sollten noch Fehler im Fließtext sein, werden diese im Laufe des morgigen Tages korrigiert - versprochen. Die Tabellen & veröffentlichten Zahlen dagegen wurden überprüft.
CK, 25.08.2026
Die Opferlisten der russischen Regionen haben wir in den letzten Tagen bis Ende Juli 2026 aktualisiert. Eine Zusammenfassung des Monats Juli ist in den kommenden Tagen zu erwarten.
Folgende Regionallisten wurden neu angelegt:
OM, 24.08.26
Im kalten Winter 2022 in Ischewsk, der Hauptstadt der russischen Teilrepublik Udmurtien, sang eine Gruppe Friedensdemonstranten das Lied „Möge es immer Sonenschein geben“. Wir haben darüber berichtet. Das Lied, aus der Perspektive eines kleinen Jungen, ist ein Apell an uns Menschen, den Frieden zu sichern. Das Lied gehört(e) zur sowjetischen Jugendkultur und wurde auch von den jungen Pionieren in der DDR gerne gesungen. Hier eine Version von Pete Seeger.
Der russische Refrain lautet etwa so:
Möge es immer Sonnenschein geben,
möge es immer blauen Himmel geben,
möge es immer Mama geben,
möge es immer mich geben!
In Anbetracht dieses Jahrhundertsommers können wir feststellen: Den ewigen Sonnenschein und den immer blauen Himmel haben wir. Den Frieden dagegen noch nicht.
OM, 11.08.26
Wir haben unsere Liste mit den deutschen Namen der Kriegstoten bis zum Juni 2026 aktualisiert. Insgesamt sind es jetzt 1.855 Namen.
Bitte beachtet - all diese Kriegstoten müssen nicht unbedingt einen russlanddeutschen Hintergrund haben. Sicher gibt es darunter auch einige Russen, die nur noch den Namen führen, aber mit russlanddeutscher Kultur nichts zu tun haben. Es ist durchaus auch möglich, dass sich darunter auch jüdische Namen befinden, die aus dem deutschen Sprachraum nach Osten gewandert sind.
Typisches Beispiel dafür ist der Nachname „Katzenelnbogen“, den wir einigemale in Russland angetroffen haben. Katzenelenbogen ist eine Kleinstadt am Rande des Taunus, den Namen hat eine jüdische Dynastie angenommen, die dort im Mittelalter gegründet wurde.
Und natürlich - es ist auch möglich, dass wir uns bei einigen der Namen getäuscht haben und diese eine andere Herkunft haben.
CK, 07.08.26
Die Opferlisten der russischen Regionen haben wir in den letzten Tagen bis Ende Juni 2026 aktualisiert. Eine Zusammenfassung des Monats Juni ist in den kommende Tagen zu erwarten.
Folgende Regionallisten wurden neu angelegt:
OM, 02.08.26
Da wir jeden Tag mehrere Kurzzeitsoldaten unter den russischen Kriegstoten finden, haben wir etwas umgestellt. Diese Personalien sind aus unserer Rubrik „Personalien & Kurznachrichten“ verschwunden, wir haben dafür eine neue Rubrik „Ohne viele Worte“ erstellt. Dort findet man nur den Namen des Kurzzeitsoldaten und das Datum der Veröffentlichung. Mit einem Klick auf den Namen erhält man das übliche Profil dieses Menschen.
Zunächst haben wir unsere letzte Veröffentlichung der 12 Kurzzeitsoldaten dort eingestellt, der Beitrag ist deshalb von der Titelseite verschwunden. In den nächsten Tagen werden wir täglich mehrere neue Kurzzeitsoldaten veröffentlichen, die bisher auf Halde liegen.
Auf Anfrage einiger Leser haben wir unserer Tabelle mit den vermutlich russlanddeutschen Kriegstoten noch eine Liste der regionalen Verteilung hinzugefügt.
Wie zu erwarten kommen die meisten dieser Kriegstoten aus Sibirien: Region Altai, Omsk und Nowosibirsk.
Das Übersetzen der russischen Namen ins Deutsche ist ein Kapitel für sich. Wir machen das mit dem Übersetzungsprogramm von DeepL. Allerdings ist das Ergebnis so, dass man alle Namenübersetzungen überprüfen muss. Spätestens nach einigen Namen fällt das Programm wieder ins Englische zurück und die Ergebnisse sind nur schwer lesbar. Manchmal vergisst das Programm auch Endungen oder wirft Zeichen mit fremden, nicht deutschen Akzentzeichen aus.
Beim Durchgehen der übersetzten Namen markieren wir die deutschen mit einem Sonderzeichen, damit wir diese in eine extra Tabelle überführen können. Was macht DeepL zuletzt? Haben wir solch einen Namen markiert und verbessern in der Folge weitere Namen, dann markiert KI diese auch mit jenem Sonderzeichen. So rutschen auch russische Namen automatisch in unsere Tabelle der Russlanddeutschen.
Folglich - alles muss erneut korrigiert werden.
Es ist alles zusammen gekommen, die Hitze der letzten Tage, die unsere Arbeitsmoral untergraben hat, durch die hessischen Ferien bedingte dünne Besetzung und schließlich ist unsere EDV-Erfassung auch noch abgestürzt. So dauerte unsere Zusammenfassung des Monats Mai länger als geplant. Wir bitten um Entschuldigung.
Die Todeslisten aller russischen Regionen sind jetzt bis zum Monat Mai 2026 aktuell. Die übliche Zusammenfassung werden wir bis zum 16.07.26 vorlegen.
Folgende Regionallisten wurden neu angelegt:
Wir hatten etwas Probleme mit unserer internen IT, deshalb haben wir uns mit dem Monat April 2026 weiter verspätet und konnten auch keine aktuellen Themen einschieben. Die Zusammenfassung werden wir am morgigen Donnerstag vorlegen.
Alle russischen Regionen wurden bereits mit den Daten des Monats April 2026 aktualisiert.
Folgende Listen wurden neu angelegt:
Wir haben alle russischen Regionen mit den Daten des Monats März 2026 aktualisiert.
Folgende Listen wurden neu angelegt:
Die ausführliche Zusammenfassung zum Monat März 2026 und die erfassten Daten zum April 2026 werden wir bis spätestens 12. Mai vorlegen können.
CK, 11.05.2026
Wir sind gerade im Stress und bereiten den Abschluss des Monats März 2026 vor. So haben wir versehentlich einen unfertigen Beitrag online gestellt: „Für Glaube und Vaterland in Nowomoskowsk“. Wir bitten um Entschuldigung.
Wir haben den Beitrag wieder versteckt, er wird erst in den nächsten Tagen - dann hoffentlich komplett - veröffentlicht.
OM 07.05.2026
Am Abend des 5. Mai 2026 war unsere Domain „oskarmaria.de“ nicht zu erreichen. Nach hektischen Versuchen, das Problem auf unserem Webserver zu suchen, mussten wir feststellen, dass wir nichts unternehmen können. Die Namensauflösung für de-Domains war bei Denic gestört. Über unsere zweite Domain https://www.gibtsnet.eu sind wir weiterhin & ungestört zu erreichen.
Zum Beitrag über die beiden in Russland inhaftierten Frauen Natalia Leonhardt und Daria Jegerewa wollen wir noch einige Anmerkungen nachreichen.
Nach der Verhaftung der beiden Frauen wurde zunächst nur der Name von Daria Jegerewa bekannt. Die Familie von Frau Leonhardt wollte, dass ihr Name nicht genannt werden solle. Sie versprachen sich so bessere Chancen vor Gericht. Das ist nicht eingetreten.
Aber dazu passt: Wir hatten beim Unterstützerkomitee angefragt, ob wir ein Foto benutzen können, das beide Frauen zeigt. Am folgenden Tag haben wir die Erlaubnis bekommen, die dann wenig später zurückgezogen wurde. Die Verantwortliche hatte unsere Webseite besucht und meinte danach, dass eine Fotoveröffentlichung in unserem Kontext den beiden Frauen eher schaden würde. Wir wollen das nicht weiter kommentieren.

Nachdem die Aufmerksamkeit zu unseren Veröffentlichungen wächst, eine kurze Information zu OskarMaria.
Unter diesem Pseudonym war der Initiator im Internet seit über 25 Jahren recht unregelmäßig präsent. Ab dem Jahr 2014 hat er hier über die Situation in den von Russland besetzten Gebieten des Donbass geschrieben. Als einer der ersten Journalisten überhaupt informierte er über die damals neu gegründete Gruppe Wagner.
Beruflich war er seit den 80-iger Jahren Geschäftsführer von diversen Medienunternehmen im Printbereich. Jetzt im Ruhestand, Kinder erwachsen, bleibt etwas mehr Zeit, die gesammelten Erfahrungen zusammen mit wenigen Mitstreitern für dieses Projekt zu nutzen.
Nachtrag: OskarMaria– das ist eine kleine Verbeugung vor dem beinahe vergessenen Schriftsteller Oskar Maria Graf. In Zeiten der Bücherverbrennungen wurden seine Werke von den Nazis verschont, ja sogar teilweise empfohlen. „Verbrennt mich!“ schrieb er 1933 in der Wiener Arbeiterzeitung, „nach meinem ganzen Leben und nach meinem ganzen Schreiben habe ich das Recht, zu verlangen, dass meine Bücher der reinen Flamme des Scheiterhaufens überantwortet werden und nicht in die blutigen Hände und die verdorbenen Hirne der braunen Mordbanden gelangen!“ Schließlich floh er in die USA – dort lebte er in bescheidenen Verhältnissen. Deutschland wollte den unbequemen Mann nach dem Krieg nicht wieder haben. Er starb 1967 in New York.
Literaturempfehlung: Wir sind Gefangene - Autobiograhie 1927.
Doppelt
Wladimir: 25. Artem Kozhenkov // Nischni Nowgorod: 35 Artem Kozhenkov
Wolgograd: 01 Juri Agarkov // Pskow: 41 Juri Agarkow
Kutelev Stanislav, dreifach, Kostroma, Rjasan und Orenburg. Nur Orenburg
Nikolai Symov, Rjasan & Tschuwaschien - nur Tschuwaschien
Mamontov Mikhail - Krasnodar Teil 1 & Teil 2
Ivan Alekseevich Chulkov, Kostroma, Pos. 51/56
Elimov Alexey Michailowitsch , Kostroma & Tschuwaschien
Falsch einsortiert
Ruslan Khamitov, Tscheljabinsk, kein Söldner der Gruppe Wagner
Die Liste der russischen Regionen über die Prämien für den Abschluss von -unbefristeten- Zeitverträgen mit dem Militär haben wir aktualisiert. Weiterhin sind die Unterschiede in der Höhe der Zahlungen extrem unterschiedlich. Wenn eine Region Probleme hat, ihre von Moskau vorgegeben Quoten zu erreichen, werden die Zahlungen erhöht. Im Fall dass eine Region ausreichend Zeitsoldaten stellen kann, werden die Zahlungen reduziert. Wir haben die Veränderungen in der Liste mit einem Sternchen (*) markiert.
Die höchsten Zahlungen leisten im Moment St. Petersburg und die umgebende Oblast Leningrad mit 4.500.000 Rubel, umgerechnet etwa 47.000 €. Zahlreiche Regionen zahlen allerdings die Mindestsumme von 800.000 Rubel oder 8.400 €.
Zudem berechnen wir die Durchschnittsprämie über ganz Russland hinweg, allerdings ohne die von Russland besetzten Gebiete in der Ukraine. Größere Veränderungen könnten anzeigen, ob Russland Schwieigkeiten hat, genügend Zeitsoldaten zu rekrutieren. Das scheint nicht der Fall.
Im Juli 2026 zahlten die Regionen im Durchschnitt 2.167.000 Rubel als Prämie, Anfang September erhöhte sich der Durchschnittsbetrag leicht auf 2.339.000 Rubel und ist im September mit 2.280.000 Rubel wieder etwas gefallen.
Die Stadt Schelechow muss man nicht kennen, sie ist eine Satellitenstadt der Regionalhauptstadt Irkutsk und existiert hauptsächlich auf Grund eines großen Aluminiumwerkes. In der Stadt gibt es auch das „Irkutsker Anti-Pest-Institut“. Dort arbeitete Daria Schipilowa, eine 28jährige junge Frau, die von den Behörden mal als Labortechnikerin, mal als wissenschaftliche Mitarbeiterin bezeichnet wurde.
Höchst wahrscheinlich stimmt letztere Angabe, die junge Frau forschte zur Wirksamkeit von antibakteriellen Medikamenten gegenüber Pestbakterien. Sie nahm zudem am jährlichen Allrussischen Kongress für Infektionskrankheiten (März) und an den internationalen Übungen von Schnelleinsatzteams für Notfälle (August) teil.
Am 29. September wurde die Frau ins Krankenhaus eingeliefert mit Verdacht auf Pest, offizielle Diagnose: Lungenentzündung mit unbekannter Ursache. Daria starb am 1. Oktober - an Lungenpest. Angeblich wäre ihr ein Reagenzglas mit Pestbakterien zerbrochen - wobei die Betonung auf angeblich liegt.
Die Behörden stellen etwa 200 Personen unter Quarantäne, die mit ihr Kontakt hatten.
Die ganze Region um den Baikalsee geriet danach in Aufruhr, weil man den offiziellen Beschwichtigungen nicht glaubte. Weitere Erkrankungen wurden bisher nicht festgestellt. Allerdings mussten die Arbeiter im örtlichen Aluminiumwerk mit Schutzmasken zur Arbeit antreten.
Anmerkung: Vielleicht erinnert sich jemand unter unseren Lesern über jene geheimen Bio-Labore, die angeblich die USA in der Ukraine betreiben würden. Die Behauptungen darüber gehen auf eine langanhaltende Desinformationskampagne Russlands zurück, die auch im Zuge des Ukraine-Krieges immer wieder als Argument für die russische Invasion gebraucht wurden. Für deren Existenz gab und gibt es keinerlei Hinweise. Tatsächlich finden sich jetzt solche Labore in Russland.
Die Rekrutierung von Zeitsoldaten für den russischen Angriffskrieg ist straff organisiert. Jede Region hat eine bestimmte Quote an neuen Freiwilligen zustellen, die von der Zentralregierung festgelegt wird. Die Regionalregierungen wiederum geben diese Quoten weiter und schreiben den Bezirken und Städten vor, wie viele Freiwillige diese akquirieren müssen. Die Höhe der ausgelobten Antrittsprämie richtet sich danach, wie schwierig es für die Regionalregierungen ist, neue Zeitsoldaten zu gewinnen.
Der russische Exilpolitiker Andrej Piwowarow berichtet nun, dass ihm 61 Gerichtsurteile vorliegen, in denen Regionalbeamte bestraft wurden, weil sie die gesetzten Quoten nicht erfüllen konnten. Eines der Beispiele handelt vom stellvertretenden Verwaltungsleiter der Großstadt Newinnomyssk in der Region Stawropol. Die Stadt konnte nur 80% der Quote an Freiwilligen erfüllen, der Beamte erhielt deshalb Ende des Jahres 2025 vom zuständigen Friedensrichter eine Geldstrafe von 30.000 Rubel (etwa 300 €).
Wir haben die Liste der russischen Regionen mit den Prämien für den Abschluss von -unbefristeten- Zeitverträgen mit dem Militär aktualisiert.
Seit unserer letzten Veröffentlichung Ende Juli haben einige Regionen ihre Antrittsprämien angepasst. Wenn eine Region Probleme hatte, ihre von Moskau vorgegeben Quoten zu erreichen, wurden die Zahlungen erhöht. Im Fall dass eine Region ausreichend Zeitsoldaten stellen kann, wurden die Zahlungen reduziert. Wir haben die Veränderungen in der Liste mit einem Sternchen (*) markiert.
In der Summe sind die bezahlten Prämien weiter angestiegen. Im Juli zahlten die Regionen im Durchschnitt 2.167.000 Rubel als Prämie, Anfang September 2026 erhöhte sich der Durchschnittsbetrag auf 2.339.000 Rubel.
Neu dabei sind Sonderzahlungen, die manche Regionen für Drohnenpiloten ausloben. Die Regionen Inguschetien, Kaliningrad, Pskow und die Stadt Sewastopol auf der Krim weisen diese Extrazahlungen aus. Eine besondere Pointe setzt die Region Komi - die Zeitsoldaten erhalten extra 100.000 Rubel bei Rückkehr, wohl wissend, dass nicht viele lebend von der Front nach Hause kommen werden.
Die russischen Behörden versuchen auf allen Ebenen zu verhindern, dass Informationen über Kriegstote das Land verlassen. Seit Beginn des russischen Krieges verschicken russische Bürger aus den verschiedensten Regionen Fotos und Videoaufnahmen über neue Kriegsgräber. Und zwar nicht an Geheimdienste, sondern zu den Telegram-Kanälen, die solche Informationen sammeln. Solch offene Info-Kanäle werden natürlich auch von den Geheimdiensten aller Länder gerne besucht, auch wenn diese mit Agententätigkeit nichts zu tun haben.
Nachstehend eine Presseerklärung des Regionalgerichts Jaroslawl vom 08.09.26:
Neuigkeiten vom 8. September 2026
Ein Einwohner von Jaroslawl, der Informationen über tote Soldaten weitergegeben hatte, wurde wegen Hochverrats verurteilt.
Das Regionalgericht Jaroslawl verurteilte heute einen 48-jährigen Einwohner wegen Hochverrats (Artikel 275 des Strafgesetzbuches der Russischen Föderation).
Das Gericht stellte fest, dass der Angeklagte Nikolai Schtscherbakow ab Oktober 2024 regelmäßig den Gedenkfriedhof aufsuchte und dort heimlich die Gräber von Militärangehörigen fotografierte und filmte. Der in Jaroslawl lebende Mann übermittelte die gesammelten Informationen anschließend per Instant Messenger an Vertreter der ukrainischen Geheimdienste.
Kriminelle Aktivitäten wurden von Beamten der FSB-Direktion für die Region Jaroslawl identifiziert und gestoppt.
Mit Urteil des Gerichts wurde Shcherbakov N. des Hochverrats (Artikel 275 des Strafgesetzbuches der Russischen Föderation) für schuldig befunden und zu einer Freiheitsstrafe von 14 Jahren in einer Strafkolonie mit strengem Regime verurteilt, gefolgt von einer Freiheitsbeschränkung von 1 Jahr und 6 Monaten.
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Im Herbst 2022 hat die russische Armee 300.000 Reservisten für den Krieg in der Ukraine eingezogen. Diese mobilisierten Soldaten sind jetzt viereinhalb Jahre im Dienst in einem Krieg, bei dem kein Ende in Sicht ist.
Bei vielen Meldungen über im Krieg gefallenen Soldaten können wir nicht erfahren, ob der Kriegstote ein freiwilliger Zeitsoldat, ein Mobilisierter oder ein Berufssoldat war. Trotzdem finden wir jeden Tag Meldungen, die den Status des Gefallenen nennen. Und da sind einige mobilisierte Reservisten darunter.
Deshalb stellt sich die Frage, wie viele der mobilisierten Männer noch im Kriegsgebiet vorhanden sind? Janis Kluge, von der Stiftung Wissenschaft & Politik, hat dazu eine Antwort geliefert. Anhand der Zahlungen im Bundeshaushalt für die mobilisierten Soldaten, konnte er ihre Anzahl berechnen. Von den knapp 300.000 mobilisierten Männern waren im Juli 2024 noch 246.303 vorhanden, im Juli 2025 waren noch 168.594 verblieben. Neuere Zahlen gibt es noch nicht. Setzt sich der Schwund fort, so dürften aktuell nur noch etwa 100.000 Mobilisierte im Dienst sein.
Diese Mobilisierten wurden im letzten Jahr häufig unter Druck gesetzt, in einen Zeitvertrag zu wechseln (siehe hier). Der weit größere Teil wurde getötet oder ist kriegsuntauglich, also physisch oder psychisch schwer verletzt.
„Dies ist eine sehr ernste und verantwortungsvolle Angelegenheit. Wir unternehmen gemeinsam mit Ihnen und den Bürgermeistern der Gemeinden auf allen Ebenen größte Anstrengungen, diese Aufgabe mit Würde zu bewältigen“, sprach der Gouverneur von Irkutsk, Igor Kobzew (Foto links), zu den Parlamentariern der Regionalversammlung. Er meinte damit die Erfüllung der Quote an Freiwilligen für den Kriegsdienst, die der Region Irkutsk von Moskau auferlegt wurde. Auf seinen Antrag hin wurden die Prämien von 2,1 Millionen Rubel auf 1,8 Millionen reduziert. Verurteilte und Angeklagte erhalten eine Million Rubel und neu eingeführt wurde die Zahlung von 900.000 Rubel für Ausländer und Statenlose.
Der eingebrachte Gesetzesentwurf wurde überarbeitet und in zweiter Lesung angenommen. Die Behörden gehen wohl davon aus, dass sie ihre Vorgaben hauptsächlich durch die Strafverfolgungs- und Ausländerbehörden abdecken können. Das spart Geld.
In der russischen Teilrepublik Inguschetien im Kaukasus überbringt der Ministerpräsident die Beileidsbekundigungen für die im Krieg gegen die Ukraine getöteten Inguschen persönlich. Mitte August hatte er vier Familien aufzusuchen.
Laut Wladimir Slasteinin, dem Ministerpräsidenten, nehmen insgesamt mehr als zweitausend Einwohner Inguschetiens an den Kampfhandlungen bei der russischen Armee teil. Wir haben bisher 290 Kriegstote registriert, die tatsächliche Zahl dürfte deutlich höher liegen.
Der Telegram-Kanal „Fortanga“ schreibt zu den Kriegsversehrten:
Mehrere hundert Menschen erlitten schwere Verletzungen. Allein im Jahr 2025 wurden in Inguschetien 464 Teilnehmer an den Kampfhandlungen behandelt. Die genaue Zahl der Verletzten und derjenigen, die im Laufe der Kampfhandlungen eine Behinderung erlitten, wird nicht genannt. Die Verwundeten erhalten nicht immer die ihnen zustehenden Prothesen und sind gezwungen, sich bei verschiedenen Behörden zu beschweren.
Eine Gruppe Lehrer hatten die Möglichkeit zu einer Audienz bei Wladimir Putin. Ein Mann berichtet von einem Ausflug zum Nordpol und auf Rückfrage berichtet er, zwei Eisbären gesehen zu haben. Das findet Wladimir interessant und erzählt, dass Orcas Eisbären in Stücke reißen und vertilgen würden (dafür konnte der Verfasser keine Belege finden). So wäre das Leben, meint Wladimir, der Stärkere frisst den Schwächeren, die Nahrungskette eben. Das sollen die Lehrer ruhig ihren Schülern beibringen. Und deshalb würde Russland ja auch die „Spezielle Militäroperation“ durchführen.
Jabloko ist die einzige Partei in Russland, die sich gegen den Angriffskrieg gegen die Ukraine ausspricht. Sie wurde durch Beschluss eines Moskauer Gerichts, von den kommenden Parlamentswahlen ausgeschlossen. Geklagt hatte die linksnationalistische Partei „Rodina“, die sich selbst nationalkonservativ nennt. Soviel zur allgemeinen Verwirrung.
In ihrer Klage warf Rodina der Partei Jabloko Uhrheberrechtsverletzungen vor. So hätte Jabloko ohne Genehmigung Zeilen aus dem Antikriegslied „Es soll immer Sonnenschein geben“ und die Zeile „Wenn es doch nur keinen Krieg gäbe“ aus Alexander Wolodins Theaterstück „Fünf Abende“ verwendet, sowie Umfragedaten des Lewada-Zentrums zitiert. Es gibt in der Klage weitere Vorwürfe ähnlicher Qualität.
Bliebe zum Schluss noch zu erwähnen: Der Sohn des Komponisten des Liedes „Es soll immer Sonnenschein geben“ hatte der Partei ganz offiziell die Erlaubnis zur Nutzung gegeben.
In den ersten sechs Monaten dieses Jahres hat Russland 43,5 Tonnen Gold verkauft. Aber es hat noch reichlich Reserven, Anfang Juli sollen sich noch 2.282 Tonnen Gold in den staatlichen Tresoren befunden haben. Trotzdem bedeutet dieser Verkauf den größten Rückgang der Goldreserven in den letzten 25 Jahre.
Der Goldverkauf dient in erster Linie der Deckung des russischen Haushaltsdefizits, der Staat muss immer höhere Ausgaben für den Krieg gegen die Ukraine finanzieren. Allerdings dürfte jenes verkaufte Gold meist im Land geblieben sein. In unsicheren Zeiten heben die Russen gerne ihre Rücklagen vom Konto ab und kaufen dafür Gold.
Die Kleinstadt Bad Ems liegt an der unteren Lahn und nur wenige Kilometer von der Stadt Koblenz entfernt. Bad Ems hatte seine Glanzzeit im 19. Jahrhundert. Es war die Kurstadt und Sommerresidenz von bedeutendem Adel und angesagten Künstlern. So führte zum Beispiel die Emser Depesche zum Französisch-Deutschen Krieg 1870/71.
Auch der russische Zar Alexander der II. verbrachte den Sommer gerne in Bad Ems. Dort unterzeichnete er am 30. Mai 1876 den „Emser Erlass“. Damit verbot er die Einfuhr und Veröffentlichung von Schriften in ukrainischer und belarussischer Sprache im Russischen Kaiserreich und stellte Zuwiderhandlungen unter Strafe. Eine kaiserliche Kommission hatte festgestellt, dass die Verwendung der ukrainischen Sprache staatsgefährdend wäre.
Dieses russische Überheblichkeitsdenken gegenüber den „Kleinrussen (Ukrainer)“ wirkt bis heute nach. Auf ihm basiert auch der propagandistische Überbau, mit dem der „Putinismus“ den russischen Angriffskrieg begründet.
Foto: Silin2005 -- Lizenz: Gemeinfrei -- Die Plakette wurde nach dem russischen Angriffskrieg 2022 von Unbekannten entfernt.
Wir hatten bereits über die Aussage der russischen Militätbloggerin Agnes Becker berichtet, die in ihrem Telegramkanal eine angeblich unabhängige Studie zitiert hatte. Danach würde die durchschnittliche Überlebensdauer eines Soldaten bei einem Angriff an den vordersten Positionen nur 20 - 35 Minuten betragen. Am letzten Mittwoch bestätigte der CIA-Direktor John Ratcliff diese Aussage:
„Unsere Erkenntnisse decken sich mit einigen Berichten aus offenen Quellen, die Sie möglicherweise im Zusammenhang mit der Ukraine gesehen haben: Die durchschnittliche Lebenserwartung eines russischen Rekruten, der derzeit auf dem Schlachtfeld in der Ukraine eintrifft, wird auf 20 bis 30 Minuten geschätzt.“
Durch den Einsatz von Drohnen mit KI-Unterstützung steigen jedoch die Verlustzahlen auch weit hinter der Front. Im folgenden Video sieht man solch eine Drohne, die zielgerichtet einen russischen Militärlaster ausschaltet. Vermutlich handelt es sich um die in Deutschland hergestellt HX-2 der Rüstungsfirma Helsing.
Die Kleinstadt Tschulym liegt etwa 130 km westlich der Hauptstadt Nowosibirsk. In der Stadt und im dazugehörigen Bezirk leben rund 20.000 Menschen - Tendenz rückläufig. Die Gegend ist landwirtschaftlich geprägt, etwa ein Drittel aller Erwerbstätigen arbeiten in diesem Bereich.
Ein Denkmal erinnert an die Toten aus den sowjetischen und russischen Kriegen. Im Krieg in Afghanistan sind zwei Soldaten aus dem Bezirk getötet worden, in den Tschetschenienkriegen wurden acht Männer getötet und im aktuellen Krieg gegen die Ukraine wurden bisher 113 Namen eingraviert.
Setzt man jene 113 Kriegtoten ins Verhältnis zur Bevölkerung, so würde jene Region an zweiter Stelle aller russischen Regionen in unserer entsprechenden Tabelle stehen.
Peter Frankopan ist Professor für Weltgeschichte an der Universität Oxford. In einem Essey über Wladimir Putin zitiert er den exilrussischen Telegram-Kanal „Astra“. Astra selbst zitiert in einem Beitrag eine/n Z-Blogger/in „Agna Becker“ der/die den Telegram-Kanal „Haus unter Lorbeeren“ betreibt. Agna Becker wiederum zitiert „unabhängige Studien von 'N' “ und damit kommen wir zur eigentlichen Nachricht.
Nach dieser Studie würde die durchschnittliche Überlebensdauer eines Soldaten bei einem Angriff an den vordersten Positionen nur 20 - 35 Minuten betragen. Laut der selben Studie betrage die „durchschnittliche Lebenserwartung“ eines Soldaten von der Zeit seiner Ankunft auf dem Übungsplatz bis zu seiner Abreise in den Kampfgebiet von zehn Tagen bis zu drei Wochen.
Ganz unrealistisch sind diese Aussagen nicht, wie unsere vielen Beispiele über Kurzzeitsoldaten zeigen. Wir haben Agna Becker angeschrieben und um einen Link auf die Originalveröffentlichung gebeten. Eine Antwort ist nicht zu erwarten.
„Ich freue mich auf meinen Tod“ ist der Titel einer bekannten Kantate von Johann Sebastian Bach. Die ist dem Autor spontan zum unten veröffentlichten - KI-generierten - Video eingefallen. In diesem werden 46 russische Soldaten vorgestellt, die alle aus der Großstadt Artjom oder deren näheren Umgebung in der Region Primorje stammen. Zur Erinnerung - die Region Primorje liegt im Fernen Osten Russlands. Die Soldaten im Video werfen ihre Waffen weg, lachen dabei und schreiten ins Nirwana.
Wieviel sinnvoller wäre es gewesen, wenn all diese Soldaten sich diesem verbrecherischen Krieg verweigert und gemeinsam ihre Waffen niedergelegt hätten? Sie wären zumindest lebend nach Hause gekommen. So dürfte auch diese KI-generierte Schmonzette keine Hilfe und Trost für ihre Angehörigen darstellen.
Im ersten Quartal 2026 floss beinahe jeder zweite Rubel aus dem russischen Staatshaushalt in das Militär. Das berichtet ein Mitarbeiter der deutschen Stiftung Wissenschaft und Politik in seinem aktuellen Rundschreiben. Ganz genau betragen die militärischen Ausgaben inzwischen 46% des gesamten russischen Haushalts.
Am 01.08.1914 ist Deutschland in den Ersten Weltkrieg eingetreten, am 11. November 1918 unterzeichnete eine deutsche Delegation den Waffenstillstand. Berechnet man die Zeitspanne des Krieges, so kommt man auf 1.564 Tage Krieg.
Am 24.02.2022 begann die zweite russische Invasion der Ukraine. Bis zum heutigen Tag gerechnet sind das inzwischen 1.570 Tage Krieg, der Konflikt dauert also inzwischen länger als der Erste Weltkrieg - trotz zwischen 300.000 und 500.000 russischen und vermutlich 100.000 ukrainischen Kriegstoten, all den Kriegsversehrten und unermesslicher Zerstörung der Lebensgrundlage der Menschen in der Region. Und noch immer ist kein Ende in Sicht.
Und zur Erinnerung: Die erste russischen Invasion in der Ukraine fand bereits im Jahr 2014 statt, als Russland die Krim gewaltsam annektierte und russische Geheimdiensttruppen in den Donbass einsickerten.
Das Dorf Uinskoje liegt in der russischen Region Perm mit etwa 4.000 Bewohnern. Vermutlich wurde in diesem Dorf ein Versuchsballon gestartet. In einer Information auf der VKonatkte-Seite der „Verwaltung des Stadtbezirks Uinsky“ wurde eine Anzeige der Verwaltung veröffentlicht. Danach werden Frauen in der Region Perm für den Kriegseinsatz rekrutiert. Die Behörden versprechen ein Gehalt von 210.000 Rubel pro Monat und einen Bonus von 1,5 Millionen Rubel für die Unterzeichnung eines Vertrags mit dem russischen Verteidigungsministerium. Der Vertrag soll eine Laufzeit von einem Jahr beinhalten. (Allerdings können solche Verträge laut einem Erlass des Präsidenten so lange verlängert werden, solange die Mobilisierung nicht aufgehoben ist.)
Laut dem Informationstext können nur Frauen zwischen 18 und 35 Jahren einen Vertrag als Drohnenpilotin unterzeichnen, Frauen unter 45 Jahren dürfen sich für Positionen als Fahrerin für humanitäre Hilfstransporte bewerben.
Die Informationsseite wurde inzwischen gelöscht. Allerdings ist es uns gelungen, noch einen Screenshot der betreffenden Anzeige zu sichern (Original, deutsche Übersetzung.).
Die russische Zensur verbietet die genaue Berichterstattung über die vielen ukrainischen Drohnenangriffe auf Erdölraffinerien und Militärstützpunkte im ganzen Land. Die örtlichen Medien berichten deshalb nur sehr zögerlich über die Resultate und zitieren lieber staatliche Erfolgsmeldungen, dass wieder eine Vielzahl von Drohnen abgeschossen wurden.
In den Kommentaren zu den Berichten der großen lokalen Medien ließen die Bürger ihrer Wut freien Lauf und verspotteten Behörden und Regierung. Wir haben mehrfach solche Kommentare veröffentlicht.
In den letzten Tagen gab es erneut Drohnenangriffe auf die Region Krasnodar und St. Petersburg. Wieder wurde im Raum Krasnodar eine Erdöl verarbeitende Anlage in Brand gesetzt und bei St. Petersburg wurde ein Munitionslager angegriffen. Es kam zu Explosionen, die Bevölkerung in der Nähe wurde evakuiert.
Leserkommentare zu den Berichten von Fontanka in St. Petersburg sind jetzt nicht mehr möglich, die Funktion wurde deaktiviert.
Die russische Staatsbank hat eine neue Tabelle über ihre Währungsreserven bis einschließlich 1. Mai veröffentlicht. Danach verkauft die Zentralbank seit Jahresanfang monatlich eine beträchtliche Menge an Gold - insgesamt knapp 28 Tonnen.
Russland dürfte durch den Verkauf etwa 3,7 Milliarden Euro eingenommen haben. Das russische Staatsvermögen wird aber nur zu einem geringen Teil, wenn überhaupt, bei den Bürgern ankommen. Der Staat benötigt die Einnahmen, um seinen Krieg gegen die Ukraine zu finanzieren.
„Udmurtien gegen Koruption“ ist ein Telegram-Kanal, über den wir auch Meldungen über russische Kriegstote aus der russischen Teilrepublik Udmurtien beziehen. Der Gründer des Kanals, Iwan Elisejew, hatte bis zum Jahr 2021 das regionale Büro Alexej Nawalnys geleitet. Ende 2021 verließ auch Elisejew Russland, um einer Verhaftung zu entgehen.
„Udmurtien gegen Koruption“ wurde inzwischen in das russische Register der „ausländischen Agenten“ aufgenommen. Iwan Elisejew wurde aktuell vom russischen Innenministerium zur Fahndung ausgeschrieben.