NachtWoelfe01"Ein helles Ereignis mit den Nachtwölfen" - so berichtet das Nikolo-Terebensky-Kloster (Region Twer) von einer Veranstaltung im April.
Zu Ehren eines im Krieg gegen die Ukraine getöteten Novizen des Klosters, war der Motorradklub "Night Wolfes" herangedonnert, um einen Gedenkstein zu errichten und Linden zu pflanzen. Angeführt wurde die Horde von deren Präsident Chirurg, bürgerlich Alexander Saldostanow, der auch gleich dokumentierte, dass zwischen der Haarpracht eines orthodoxen Priesters und eines Nachtwolfs kein großer Unterschied besteht (Foto).
Jener Novize, um den es bei dem Treffen ging, war wohl auch ein Nachtwolf und ging als Freiwilliger an die Front. "Er starb als wahrer Christ", schrieb das Kloster.NachtWoelfe02

OM, 09.05.23

Andrej LazarchukEs sind immer wieder die selben Geschichten: Andrej Lazarchuk, 29 Jahre, kommt aus der Region Jaroslawl. Aufgewachsen ist er zusammen mit seinen Geschwistern in einem Waisenhaus. Wenn man seinem Nachruf glauben kann, dann war er ein sehr guter Schüler. Geholfen hat es nichts, er verdiente schließlich sein Geld als einfachster Arbeiter.
2021 wurde er zu 10 Jahren Lagerhaft mit strengem Regime verurteilt. Er hatte irgend etwas zu tun mit " der illegalen Herstellung, Verkauf oder Weitergabe von Betäubungsmitteln, psychotropen Substanzen oder deren Analoga sowie illegaler Verkauf oder Weitergabe von Pflanzen, die Betäubungsmittel enthalten" - vermutlich Hanf. Ein großer Dealer war er sowieso nicht, im Waisenhaus meinte man, er wäre reingelegt worden.
Rettung nahte in Gestalt von Jewgeni Prigoschin. Ein halbes Jahr Dienst bei der Gruppe Wagner und man bekam die "Sie kommen aus dem Gefängnis frei - Karte". Auch Andrey Lazarchuk wählte diesen Ausgang, der eigentlich ein Weg ins Nichts ist.
Am 14. April wurde er in der Ehren-Allee der Stadt Pereslawl bestattet.
OM, 28.04.23

Wjatscheslaw TschepsarakowChakassien war schon immer besonders. Zu Beginn des Krieges gegen die Ukraine musste jeder leitende Staatsbeamte, egal ob Schuldirektor oder Leiter der Müllabfuhr, in den örtlichen Medien einen Besinnungsaufsatz abliefern - Thema: Warum die Spezialoperation gegen die Ukraine richtig und wichtig ist.
Aktuell könnte sich ein umtriebiger Einzelunternehmer namens Wjatscheslaw Tschepsarakow (Foto) aus der Hauptstadt für den "Darwin Award" bewerben. Der wollte unbedingt zur Söldnertruppe Wagner, unterschrieb am 25.02.23 einen Vertrag und war am 02.03.23 bereits tot. Schneller geht es kaum.
Auf der Beisetzung zeigte der Bürgermeister der Hauptstadt Abakan, Aleksey Lemin, dass er irgendwie auch nicht bei Sinnen ist: "Staatsterror und langjährige NS-Ideologie brechen Menschen. Der Kampf für das Vaterland gegen den Nationalsozialismus ist nicht nur ein Dienst. Dies ist eine Manifestation von Mut und Hingabe an Menschen auf höchstem Niveau. Der Mut unserer Kämpfer basiert auf einfachen, aber wichtigsten Werten: Menschlichkeit, Aufrichtigkeit und Hingabe. "
OM, 27.04.23

Maxim VladimirovMaxim "Zazu" Vladimirov, ein Fan von Zenit St. Petersburg, 40 Jahre alt, war im September 22 zum Krieg mobilisiert worden. Ende Februar 23 wurde er an der Front getötet. Im April wurde er in Begleitung anderer Fans beerdigt. Also sprach Militärkommissar Alexander Filkow:
Als Wehrkommissar möchte ich sagen, dass wir uns jetzt in einer solchen Phase befinden und wir Menschen nicht nur militärisch, sondern auch moralisch verlieren. Aber ich glaube, dass Maxim durch seinen Tod das Leben anderer gerettet und das Leben unseres Staates ermöglicht hat...

Ende Februar gab es für die russische Armee ein Debakel bei Wuhledar, einer Kleinstadt im Südosten der Ukraine. In Hinterhalten der ukrainischen Armee blieben die Panzervorstöße stecken, die Angreifer mussten sich zurückziehen und eine Vielzahl an militärischem Gerät zurücklassen. Eine Todesmitteilung an Angehörige zeigt, dass Soldaten der U-Boot-Flotte am Angriff beteiligt waren:
Liebe Ljudmila Wladimirowna,
Das Kommando und das Personal des 310. separaten U-Boot-Abwehrgeschwaders der Pazifikflotte informieren Sie mit Bitterkeit und Bedauern über den Tod Ihres Sohnes, Oberfeldwebel Wladimir Sergejewitsch Rudnik, am 28. Februar 2023. Ihr Sohn hat heldenhaft gekämpft und seine militärische Pflicht während einer militärischen Spezialoperation in der Ukraine erfüllt.
Während der Befreiung der Stadt Uglsdar (Wuhledar) von den Nationalisten fiel er einen Heldentod. Während des Kampfes zeigte er Mut und Entschlossenheit. Für die Soldaten des 310. separaten U-Boot-Geschwaders ist dies ein schwerer Verlust. Wladimir war während seines Dienstes ein Vorbild für die Erfüllung seiner offiziellen Pflichten, blieb dem Militäreid treu, beachtete heilig die Verfassung der Russischen Föderation und hielt sich strikt an die Anforderungen der Militärvorschriften, Befehle von Kommandanten und Vorgesetzten. Er zeigte sich als echter Krieger.
Worte können eine schreckliche Wunde im Herzen nicht heilen. Aber die strahlenden Erinnerungen an Wladimir als Helden werden immer stärker sein als der Tod. Er ist für immer in unseren Herzen. Für Mut und Tapferkeit, die während einer besonderen Militäroperation gezeigt wurden, wurde Oberfeldwebel Rudnik Vladimir Sergeevich । vorgestellt staatliche Auszeichnung.

Wladimir Sergejewitsch Rudnik

Vadim SokolovDa wir leider weder die Region Oryol noch die Oblast Moskau in unseren Aufstellungen berücksichtigen, fiele eigentlich Vadim Sokolov durch unser Raster. Aber eine kurze Notiz sollte der Mann schon wert sein. Das ist sein Nachruf auf V-Kontakte:
Vadim Andreevich Sokolov  ist ein russischer Wikipedianer, Historiker, Kandidat der Geschichtswissenschaften, Balkanist.  Er war Mitglied der russischen Wikipedia seit dem 11. Juli 2011 unter dem Spitznamen Sokolrus. Es war der beste Spezialist für Serben, Serbien und Jugoslawien in der russischen Wikipedia. 453 Artikel geschrieben, 30 Feature-Listen, insgesamt über 30.000 Änderungen vorgenommen.
Er starb am 16. März 2023 in der LPR, nachdem er von einer Mine in der Nähe von Lisichansk in die Luft gesprengt worden war, als er die Verwundeten herausgetragen hatte. 
Schade dass der Mann nichts aus den Balkankonflikten gelernt hat, nämlich dass solche Konklikte friedlich gelöst werden müssen. Und schade auch, dass immer wieder die selben Lügen in solche Nachrufe einfließen. Dass nämlich die Täter zu Opfern gemacht werden (hat Verwundete heraus getragen).
OM, 22.04.23

Damit niemand den Überblick verliert - über folgende Wagner-Friedhöfe haben wir berichtet:

  • Irkutsk
    Alexanderfriedhof - 57 Gräber von Wagner-Söldnern
  • Krasnodar
    Wagner-Friedhof Bakinskaya - 603 Gräber von Wagner-Söldnern
  • Luhansk
    Friedhof Dorf Kirovka - 38 Gräber von Wagner-Söldnern
  • Moskau
    Wagner Friedhof von Fryanovo (Stadt Shchelkovo) - 20 Gräber von Wagner-Söldnern
  • Nowosibirsk
    Gusinobrodsky-Friedhof -  69 Gräber von Wagner-Söldnern
  • Samara
    Nikolaevka Friedhof - 217 Gräber von Wagner-Söldnern
  • Swerdlowsk
    Berezovsky Friedhof bei Jekaterinburg - 60 Gräber von Wagner-Söldnern

OM, 19.04.23

BaikonurZu den Merkwürdigkeiten im russischen Krieg kam Ende März eine neue dazu. Zwei Kriegstote wurden in Kasachstan auf dem Weltraumbahnhof Baikonur bestattet. Der Oberfeldwebel der Luftlandetruppen Vitaly Anatolievich Bubenov und der Gefreite der Luftlandestreitkräfte  Grigory Aleksandrovich Arsyutov wurden dort zu Grabe getragen - warum auch immer.

Beide finden keinen Platz in unseren Zusammenstellungen und eine Region Baikonur wollen wir nicht eröffnen.
OM, 14.04.23

Faritzhan KhakimzhanovFaritzhan Khakimzhanov  ist der 700. von uns erfasste Kriegstote aus der Region Swerdlowsk. Die Oblast an der Kontinentgrenze zwischen Europa und Asien hat Burjatien den Rang abgelaufen, das seit Kriegsbeginn immer die höchsten Opferzahlen zu verzeichnen hatte. Allerdings ist ein Vergleich wenig sinnvoll, denn die Oblast Swerdlowsk hat mehr als die vierfache Bevölkerungszahl Burjatiens.
Über Faritzhan ist leider wenig bekannt. Nur dass er Ende März im Dorf Troitskoye, Bezirk Bogdanovichsky, begraben wurde.
OM, 08.04.23

Weitere neun Namen haben wir in unserer Liste der Wagner-Söldner unter unbekannte Region eingestellt. Basis war ein rührseliger  "Werbefilm" für die Söldner-Armee, in dem angegeben wird, all diese getöteten Männer wären für Russland als Helden gestorben. Dabei sind alle nur die schnell vergessenen Verlierer in einem sinnlosen Krieg.

Leonid Vladimirovich SkrebnevskyLeonid Vladimirovich Skrebnevsky war ein russischer Soldat aus Tatarstan, der im Krieg gegen die Ukraine getötet wurde. Auch nach seinem Tod bescherte er seinen Angehörigen nichts als Ärger.
Es ist anzunehmen, dass der Mann nicht Teil der regulären Armee war, denn er wurde zunächst in Samara bestattet. Die Familie erwirkte dann bei den Behörden, dass er in sein Heimatdorf Buta, Bezirk Almetjewsk  umgebettet wurde. Während der Bestattungszeremonie brannte dann sein Elternhaus auf Grund maroder Elektrik vollständig nieder.
CK, 30.03.23

martynova 1024x683Ein Ehepaar aus der Region Twer wurde zu 7 bezw. 6,5 Jahren Haft verurteilt. Das Verfahren gegen Alexander Martynov und Lyudmila Razumova wurde im März 2022 eröffnet, sie waren verhaftet und ins Gefängnis gebracht worden.
Die beiden hatten im russischen Klassenkameraden-Netzwerk (OK) Videos veröffentlicht, die nach Meinung des Gerichts die Russische Armee verunglimpfen würde. Außerdem brachten sie mit vorbereiteten Farben und Schablonen Inschriften an den Wänden von Gebäuden in Mokshino, Varaksino, Teshilovo, dem Dorf Mirny, dem Dorf Novozavidovsky an. Die Inschriften wurden auch auf dem örtlichen "Katyusha-Denkmal" angebracht - einer modernen Nachahmung eines Raketenwerfers aus dem Großen Vaterländischen Krieg.
OM, 29.03.23

Wladimir SolodownikowGewaltbereite Fußballfans rotten sich in Russland zum Krieg gegen die Ukraine zusammen. In der Schlacht um die ukrainische Ortschaft Wuhledar hörte man zum ersten Mal von einer privaten Militäreinheit "Espanyola".
Jene "PMC Espanyola" setzt sich danach zusammen aus Fußballfans verschiedener russischer Regionen  und Vereine. Hatte man früher am Rande von Fußballspielen gegeneinander gekämpft, so geht es jetzt vereint gegen den gemeinsamen Feind Ukraine.
Eingesetzt wurde die Einheit im Kampf um die ukrainische Kleinstadt Wuhledar, wo russische Einheiten in einen Hinterhalt gelockt wurden. So gab es unter den Fans auch einige Verluste. Prominentestes Opfer war Wladimir Solodownikow, ein Fan von ZSKA Moskau, mit dem Rufzeichen "Crazy". Der galt als erfahrener Kämpfer im Umgang mit schweren Waffen und hatte angeblich öffentlich getönt, die Ohren eines ukrainischen Asow-Soldaten als Trophäe mit nach Hause zu bringen.
OM, 27.03.23

Aleksey Vyacheslavovich BlagovenkoAleksey Vyacheslavovich Blagovenko ist ein junger Mann aus Tscheljabinsk über den wir eigentlich so gut wie nichts wissen. Sein Foto zeigt einen freundlichen jungen Mann mit roter Schildmütze. Aleksey ist im russischen Krieg gegen die Ukraine getötet worden.
Julija Romatschenko aus Jemanschelinsk hat auf der örtlichen VKontakte-Seite über seinen Tod berichtet. Und dabei eine Formulierung gewählt, die wir bereits öfters gelesen haben: "Aleksey starb, um seine Schulden gegenüber dem Mutterland zu bezahlen."
Das erinnert an ein mittelalterliches Verständnis des Leibeigenen. Also eines Menschen, dessen Wohl und Wehe vom Leibherrn bestimmt wird - bis in den Tod.
OM, 22.03.23

Artyom Aleksandrovich ParamonovArtyom Aleksandrovich Paramonov, geboren am 15. Juni 1993, stammt aus Petrosawodsk in Karelien. Er starb im russischen Krieg gegen die Ukraine als Söldner der Gruppe Wagner und wurde am 13. März begraben. Seinen Abschied musste eine Tante organisieren.
Es fällt auf, dass unter den Kriegstoten - über ganz Russland hinweg - häufig von Waisen und jungen Menschen berichtet wird, die in Waisenhäusern aufgewachsen sind. Wir führen dazu keine Statistik, erwähnen aber diese Tatsache immer, wenn verfügbar.
Junge Menschen ohne den Halt einer Familie suchen den gerne im Reglement der Armee, das könnte einer der Gründe sein. Oder sie sind leichter verführbar, ein anderer Grund.
OM, 21.03.23

Maxim KotowMaxim Kotow aus der Oblast Leningrad, wurde am 7. Februar 23 an der Front in der Ukraine getötet. Die Erlöserkirche von Wsewoloschsk veröffentlichte jetzt einen Nachruf mit seinem Lieblingszitat aus der Bibel:

Wenn du nur wüsstest, was es bedeutet: Ich will Barmherzigkeit, nicht Opfer...

Maxim war mehrere Jahre in unserer Kirche im Dienst. Er ging regelmäßig ins Walaam-Kloster, lebte dort monatelang und leistete jeglichen Gehorsam. Mehr als alles andere auf der Welt liebte er unseren Herrn Jesus Christus, die Allerheiligste Gottesgebärerin, besonders verehrte er Johannes den Täufer, hatte Eifer für Gott und für den Tempel.

Er war bescheiden, demütig, lehnte nie Hilfe ab, wusste zu schätzen, Freund zu sein und zu lieben. Er hatte 3 Hochschulbildungen, las viel, kannte die Heilige Schrift praktisch auswendig. Er träumte davon, seine irdische Reise innerhalb der Klostermauern zu beenden. In allen schwierigen Lebenssituationen, die sein ganzes Leben umgaben, verlor er nie den Mut, sondern verherrlichte immer Gott und vertraute nur auf ihn.

Nachdem er die Heiligen Mysterien Christi verkündet hatte, stieg er Anfang Januar in einen Zug und ging als Freiwilliger in die NWO-Zone, um den Jungs zu helfen, bei sich hatte er nur den Psalter und einen kleinen Rucksack mit Kleidern.
OM, 20.03.23

Wie zu Beginn des Ukrainekrieges häufen sich Todesfälle unter den Soldaten Burjatiens. Seit Beginn des Jahres haben wir im Moment etwa 200 Gefallene aus der Region recherchiert - täglich werden es mehr.
Einwohner Burjatiens beschwerten sich, dass sie nirgendwo eine Totenwache organisieren können. Alle Cafés sind von Firmenfeiern besetzt. Ein Leser wandte sich an die Redaktion der Zeitung Dzhidinka und sagte, dass mehrere Leichen toter Soldaten in den Bezirk Dzhidinka gebracht worden seien. Ihm zufolge wollten Verwandte eine Totenwache veranstalten, aber zur Zeit wären alle Cafés von Firmenfeiern besetzt.
OM 17.03.23

Artem ReschetnikowArtem Reschetnikow (Foto) und Iwan Gudkow, beides Söldner der Gruppe Wagner, sind bei Bakhmut, wie so viele vor ihnen, beim Sturm auf die Stadt gefallen. Artem bekam - posthum - sogar einen Orden der Tapferkeit. Dafür gibt es jetzt in den russisch sprachigen "Sozialen Medien" einen Shitstorm.

Artem Reschnikow war Lehrer und künstlerischer Leiter von Kindercamps, die Kinder haben ihn gemocht. Und Artem hat die Kinder auch gemocht - bis zum Mißbrauch. Das ging eine Weile gut, Fälle wurden vertuscht, bis er schließlich 2018 vor Gericht kam und zu 15 Jahren Lagerhaft verurteilt wurde. Dass der Mann jetzt beinahe wieder in Freiheit gewesen wäre, ja sogar mit Orden ausgezeichnet, das lässt des Volkes Seele kochen.
Dagegen ist der Drogenhandel, wegen dem sein Kollege Ivan Gudkow zu knapp elf Jahren verurteilt wurde, beinahe eine lässliche Sünde in der öffentlichen Meinung.
Das Töten von Menschen im Krieg scheint dagegen völlig normal zu sein, die Soldaten werden zuhause - tot oder lebendig - als Helden gefeiert.
OM,10.03.23

In einer Lagerhalle nahe dem Flughafen Tolmachevo von Nowosibirsk warteten Mitte Februar über 100 Särge auf den Weitertransport in die verschiedenen Städte und Dörfer Sibiriens. Auf den Holzkisten sind mit Kreide die Namen der Regionen zu sehen, wohin geliefert werden soll. Beigefügt sind auch die Sterbeurkunden.

Auf einer Kiste ist der Name des aus Chakassien stammenden Sergey Yumashev zu lesen. Er starb danach am 08.02.23 in der Nähe von Bakhmut. Er war ein Söldner der Gruppe Wagner und klamm. Man fand seine Daten in der Datenbank des Föderalen Gerichtsvollzieherdienstes.


OM, 04.03.23

In den letzten Tagen sind eine Vielzahl von Soldaten aus Burjatien im Ukrainekrieg gefallen. Das Land war seit Beginn des Krieges mit großem Abstand führend bei den Kriegstoten, doch offensichlich haben sich die Zahlen noch einmal deutlich erhöht.
Die Bezirke Kabansky und Ivolginsky haben deshalb alle kulturellen Veranstaltungen in ihrem Gebiet abgesagt.
OM 23.02.23

Tomsk FriedhofÜberall in Russland tauchen inzwischen Fotos von größeren Ansammlungen von Soldatengräbern auf. Ein Jahr nach dem Krieg gelingt es den russischen Behörden nicht mehr, das Ausmaß der Verluste an Menschen im Krieg gegen die Ukraine geheim zu halten. Und es sterben immer mehr russische Soldaten in den Gemetzeln.
Gerade einen Bericht über Soldatengräber in Tambow fertig gestellt, kommt die nächste Nachricht aus Tomsk. Beide Regionen beobachten wir eigentlich nicht.
"Begraben in drei Reihen Auf dem Friedhof in Woronino bei Tomsk ist die Zahl der Gräber von Russen gestiegen, die im Krieg mit der Ukraine getötet wurden. Das späteste Datum ist der 27. Dezember letzten Jahres. Einige der Gräber haben noch keine Namen oder Todesdaten. Gleichzeitig befinden sich in der Gasse drei frisch ausgehobene Gruben zur Bestattung." (Foto)
OM, 20.02.23

Zum Jahrestag von Russlands Krieg gegen die Ukraine hat die russische Rockgruppe DDT um den Sänger Juri  Schewtschuk ein neues Video veröffentlicht. Im Lied wird Russland aufgefordert, zurück nach Hause zu kommen und sich um seine eigenen Angelegenheiten zu kümmern.

Wir empfehlen das Lied direkt auf Youtube anzuhören und die Kommentare dazu sich via Chrome-Browser  übersetzen zu lassen. Das ergibt etwas Hoffnung in dieser düsteren Zeit.


OM, 19.02.23

Beim Kampf um die ukrainische Stadt Bakhmut gibt es kein Erbarmen. Immer neue Wellen von Söldnern der Gruppe Wagner werden nach vorne getrieben - direkt ins gegnerische Abwehrfeuer. Ein Zurück gibt es auch nicht, Feigheit vor dem Feind wird mit dem Tod bestraft. Es sind dort keine regulären Kämpfer der Gruppe Wagner, sondern dürftig ausgebildete Häftlinge, die sich auf einen Pakt mit Chef Prigoschin eingelassen haben.
Aus Belgorod kam heute eine Liste von Häftlingen, die jenes Massaker auch nicht überlebt haben. Hätten sie keinen Vertrag bei der Gruppe Wagner unterschrieben, wären sie zwischen 2023 und 24 aus der Haft entlassen worden.

  • Roman Kanishchev wurde wegen schwerer Körperverletzung zu 9,5 Jahren Haft verurteilt. Sein Prozess fand 2018 statt und Roman starb im Oktober 2022.
  • Maxim Berezhnoy wurde wegen Drogenhandels zu 2 Jahren Haft verurteilt. Der Prozess fand 2021 statt.
  • Alexander Dobrenky wurde zu 14,5 Jahren verurteilt, weil er eine Frau und zwei Kinder in einem Auto zu Tode gefahren hatte.
  • Dmitry Karamin wurde wegen Gewalt gegen einen Regierungsbeamten zu 2 Jahren und 10 Monaten verurteilt. Der Prozess fand 2020 statt.
  • Juri Suchatschew wurde zu einem Jahr Haft wegen Verstoßes gegen die Verkehrsregeln verurteilt, der der menschlichen Gesundheit schweren Schaden zufügte. Der Prozess fand 2022 statt.
  • Dmitry Khvoroshchev wurde wegen Falschgeldherstellung zu 8 Jahren Haft verurteilt. Sein Prozess fand 2016 statt.
  • Vladimir Toylov wurde wegen Verstoßes gegen die Verkehrsregeln, die die menschliche Gesundheit ernsthaft schädigten, zu 2 Jahren Haft verurteilt. Der Prozess fand 2020 statt.

OM, 19.02.23

Artjom Wojnow aus St. Petersburg schreibt in seinem VKontakte-Profil den Wahlspruch - Für die Wahrheit Russlands Sieg oder Tod. Irgendwie dumm dieser Satz - jetzt führen wir Artjom unter Pos. 251 der getöten Soldaten aus St. Petersburg. Merke - zum Frieden gibt es keine Alternative.
OM, 14.02.23

Die Liste der Toten aus der Berufsschule wurde heute wieder um zwei Einwohner Samaras länger.
89 tote Soldaten gab der Staat zu, inzwischen haben wir  108 136 erfasst, davon 128 aus der Oblast Samara.

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