Kosakenklasse

Im Süden Russlands am Kaspischen Meer liegt die Region Astrachan. Im Wolgadelta, nur etwa 15 Kilometer von der Grenze zu Kasachstan entfernt, befindet sich das große Dorf Krasny Jar mit 12.000 Einwohnern. Etwa die Hälfte der Bevölkerung des Dorfes sind ethnische Kasachen. Und Krasny Jar hat zudem eine lange Kosakentradition.

Die Sekundarschule Nr.2 in Krasny Jar hat am Wettbewerb „Beste Kosakenklasse“ teilgenommen und konnte sich für die zehn besten Schulen in Russland qualifizieren. Aus Freude über diese Leistung hat die Schule ein sehr professionelles Video erstellt, das wir hier mit deutschen Untertiteln zeigen wollen.

Jal Sale

Dorf Jal-Sale -- Foto: yamal-media.ru

Jar-Sale ist ein aufstrebendes Dorf im Autonomen Kreis der Jamal-Nenzen. Es liegt im Süden der Jamal-Halbinsel etwas nördlich des Polarkreises an einem Ausläufer des Ob. Insgesamt leben etwa 8.500 Menschen in dem Dorf, die Bewohner sind in der Mehrzahl Nenzen.

Jar-Sale kann man weder mit der Eisenbahn noch mit dem Bus oder Auto erreichen. Es gibt einen regelmäßigen Verkehr mit dem Hubschrauber zur Hauptstadt der Region Salechard, im Sommer gibt es einen Schiffsverkehr und im Winter fahren auch private Geländewagen über angelegte Pisten - zum Teil über den zugefrorenen Ob. (Details zum Ort in russischer Sprache)

Seit Mitte November gibt es auch in Jar-Sale ein Denkmal für die im Krieg gegen die Ukraine gefallenen Soldaten. Dreißig Namen sind auf den Steinplatten eingraviert - eine sehr hohe Zahl in Relation zur Bevölkerung. Und man hat in weiser Voraussicht auch noch Platz für neue Namen gelassen.

Andrei Beldy Viktoria Donkan

Die Nanai sind ein kleines indigenes Volk im Fernen Osten Russlands und in China. Dort wird die Ethnie Hezhen genannt. Knapp 12.000 Nanai zählte man im Jahr 2021 noch in Russland, die meisten davon leben in der Region Chabarowsk.

Im Arbeiterdorf Perejaslawka in Chabrowsk fand ein Schwimmwettbewerb auf einem zugefrorenen See statt. Vor dem Wettbewerb hielten zwei Schamanen einen Ritus zur Beendigung des Krieges ab. Ihre Opfergaben waren Brot und Wodka.

Wytegra 1

Vom größten See der Erde, dem Kaspischen Meer, kann man mit dem Schiff quer durch Russland bis an die Ostsee fahren.  Es geht die Wolga weit hinauf bis zum Rybinsker Stausee, von dort führt der Wolga-Ostseekanal mit sieben Schleusen zur Ostsee oder zum Weißen Meer. Kurz vor dem Onegasee käme unser Schiff auch an der russischen Kleinstadt Wytegra mit etwa 10.000 Einwohnern in der Oblast Wologda vorbei. Dort wollen wir die der Belorutschea-Schule besuchen.

Trolleybus in Leninsk Kuznezki

Trolleybus in Leninsk-Kusnezki -- Foto: trolleyfan - Untitled -- Lizenz: CC BY-SA 3.0

Die Oblast Kemerowo - kurz Kusbass genannt, ist das Kohlerevier Russlands. Die Region liegt im Südwesten Sibiriens mit etwa 2,5 Millionen Einwohnern. Der Bergbau und die Kohleindustrie sind Kemerowos wirtschaftliche Grundlagen mit teils katastrophalen Auswirkungen auf die Umwelt.

Für uns ist die Region auch in gewisser Weise ein schwarzes Loch - wir haben bisher etwa 1.400 Kriegstote von dort registriert. Doch die örtliche Stiftung „Verteidiger des Vaterlandes“ nannte eine andere Zahl - mehr als 3.000.

Die Stadt Leninsk-Kusnezki mit etwa 92.000 Einwohnern ist eines der Zentren der Steinkohleförderung. Viele Minen befinden sich innerhalb der Stadt, immer wieder kommt es dort zu schweren Unglücken. Große Teile der Stadt wurden vom Architekten und Stadtplaner Ernst May aus Frankfurt am Main angelegt.

„Grieche & Fuchs":

Eine Mutter hat ihr Café in Leninsk-Kuznetsky nach den Rufzeichen ihrer Söhne benannt. Einer von ihnen ist bereits tot.

Gulkewitschi

Der Bezirk Gulkewitschi liegt im Nordosten der Oblast Krasnodar im Süden Russlands. Der Bezirk grenzt im Osten an die Region Stawropol und hat etwa 100.000 Bewohner. Zentrum des Bezirks ist die Stadt Gulkewitschi mit etwa 33.000 Einwohnern.

Stadt und Bezirk verfügen über einige Industrieansiedlungen und landwirtschaftliche Großbetriebe, dazu gibt es ein gut ausgebautes Straßen- und Eisenbahnnetz. Durch den Bezirk fließt der Kuban, der Namensgeber der gesamten Region, ein 870 km langer Fluss, der an der Nordflanke des Kaukasus entspringt und ins Asowsche Meer mündet.

Aus dem Bezirk Gulkewitschi liegt uns ein Video vor, das die Toten des Krieges gegen die Ukraine zeigt. Insgesamt werden 77 Namen aufgezählt, wir konnten 32 Namen deshalb nachtragen.

Wie bei vielen ähnlichen Videos hat auch dieses keinerlei besondere Informationen parat. Wir veröffentlichen es ausschließlich zur Dokumentation.

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