Drohnenschule 3

Ende September wurde in Krasnodar im Süden Russlands die erste Drohnenschule für Kinder & Jugendliche eröffnet. Dort sollen die Schüler die grundlegenden Fähigkeiten im Zusammenbau und in der Steuerung von Drohnen sowie im 3D-Druck erlernen. Die Ausbildung findet an echten Fluggeräten und Simulatoren statt. Doch nicht jedes Schulkind wird aufgenommen. Voraussetzung sind gute feinmotorische Fähigkeiten und eine Affinität zu technischen Berufen.

Die Ausbilder sind zum Teil Drohnenpiloten, die am russischen Angriffskrieg teilnehmen oder teilgenommen haben.

Birsk 4

Heute sind wir zu Besuch in der baschkirischen Stadt Birsk. Die Stadt hat rund 45.000 Einwohner und liegt etwa 100 km nördlich der Hauptstadt Ufa. Ende August wurde in Birsk ein Denkmal für die Einwohner der Stadt eingeweiht, die in den sowjetisch/russischen Kriegen nach dem zweiten Weltkrieg getötet wurden. 

Drei Bewohner der Stadt starben in Afghanistan, vier in den beiden Tschetschenenkriegen und bisher etwa 200 im russischen Krieg gegen die Ukraine.

Wie schwierig es ist, im Kampfgebiet zu überleben, zeigt das kurze Video aus ukrainischer Quelle. Werden russische Angreifer lokalisiert, dann schwirren die Kamikazedrohnen wie Stechmücken umher - auf der Suche nach einem neuen Opfer. Im Video ist das besonders zum Ende hin gut zu sehen.

Russland ist weiter auf dem Vormarsch mit nur geringen Geländegewinnen und hohen menschlichen Verlusten - wie auch unsere Statistiken zeigen. Die ukrainische Armeeführung berichtet aktuell von einer geänderten russischen Taktik im Kampfgebiet.

Zentrum Woin

Ein ehemaliger Kommandant der Gruppe Wagner wurde in der russischen Stadt Belgorod Leiter des „WOIN“-Zentrums. „WOIN“ - das ist eine von Wladimir Putin per Dekret initiierte Einrichtung, die der militärisch-patriotischen Erziehung von Jugendlichen ab 14 Jahren dienen soll. Andrej Bogatow gilt als einer der ersten Kommandeure der Gruppe Wagner. Bei einem Einsatz in Syrien wurde er verwundet und verlor einen Arm. In der Folge übernahm er das Kommando einer Sicherungseinheit für eine Ölraffinerie. Zurück in Belgorod ist er jetzt in pädagogischer Mission tätig.

Nikolsk 1

Das Leben in einem Dorf und Kloster im Donbass

Im Dorf Nikolsk im Bezirk Wolnowacha in der Region Donezk strebten schon vor der Annexion der Krim und dem Beginn des Krieges im Donbass viele Einwohner nach Russland. Dazu trug seinerzeit der Gründer des örtlichen Klosters der Heiligen Mariä Himmelfahrt, Nikolaus und Vasili, Pater Zosima, wesentlich bei. Bis zu seinem Tod im Jahr 2002 überzeugte er seine Mitmenschen davon, dass es zu einem Krieg zwischen Russland und der Ukraine kommen würde. Wenn es zu Unstimmigkeiten zwischen Moskau und Kiew käme, forderte er sie auf, nur auf den Patriarchen von Moskau zu hören.

Heute leben im Dorf Nikolskoje 42 Menschen und etwa zwei Dutzend Klosterbewohner. Die meisten Häuser sind zerstört, viele Einwohner sind nach Beginn der groß angelegten Offensive der russischen Armee ums Leben gekommen, die Überlebenden wurden wiederholt von Strafgefangenen geplündert, die als Vertragssoldaten in der russischen Armee dienen. Umherliegen Minen und ausgebrannte Kampftechnik. Dennoch kommen auch heute noch Pilger zum Kloster.

Dorfkinder in Tuwa

Kinder aus einem Dorf in Tuwa in tradioneller Kleidung -- Foto: Agilight -- Lizenz: CC BY-SA 4.0

Die russische Teilrepublik Tuwa ist eine der abgelegensten Regionen in ganz Russland. Lediglich über zwei asphaltierte Straßen kann man mit dem Auto oder Bus nach Tuwa reisen. Der Bau einer Eisenbahnverbindung wurde 2011 durch Wladimir Putin feierlich eröffnet, es wurden aber nur 50 Meter Bahnstrecke gebaut. Die Wirtschaft von Tuwa ist desolat, es gibt viele Bodenschätze, aber die Erlöse bleiben nicht im Land. Tuwa ist eine der ärmsten Regionen Russlands.

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