Kuibyschew

Stadt Kuibyschew -- Foto: DieselCat -- Lizenz: CC BY-SA 3.0

Kuibyschew ist eine Stadt mit etwa 45.000 Einwohner in der Oblast Nowosibirsk. Sie ist Verwaltungsszentrum des Bezirks Bezirks Kuibyschewski, der einschließlich der Stadt 55 Tausend Bewohner aufweist. Die Stadt liegt ungefähr 300km westlich der Hauptstadt Nowosibirsk.

Sehr viel los ist nicht in Kuibyschew, der Bahnhof wurde im Jahr 2006 geschlossen, dafür sollte das historische Zentrum einen besonderen Schutz erhalten. Und die Bevölkerung nimmt seit 1990 beständig ab - von damals 52.000 Bewohnern auf heute 42.000.

Das dürfte auch der Grund sein, warum viele Männer aus der Stadt und dem Bezirk ihr Heil im Krieg gegen die Ukraine gesucht und nur den Tod gefunden haben. Insgesamt 102 Kriegstote listet ein Video aus dem Bezirk auf, das wir nur zur Dokumentation hier eingefügt haben. Es ist etwa acht Minuten lang und hat ansonst keinerlei Wert. Wir konnten immerhin 27 neue Namen in unsere Datenbank aufnehmen.

Tschapajewsk 1

Tschapajewsk ist eine russische Stadt mit etwa 70.000 Einwohner in der Oblast Samara. Die Stadt liegt nur etwa 45 km von der Hauptstadt Samara entfernt. Die Sekundarschule Nr. 10 aus Tschapajewsk schickte am 7. November eine Delegation Schüler nach Samara, die an einer Gedenkparade der russischen Jugendarmee Junarmija teilnahmen.

Nowosergijewka

Ein Vater eines im Krieg gegen die Ukraine gefallenen Soldaten hat dieses Denkmal im Dorf Nowosergijewka gestiftet. Das Dorf mit etwa 13.000 Bewohnern liegt etwa 100 km nordwestlich von Orenburg, der Hauptstadt der gleichnamigen Oblast.
Die 20 hier dokumentierten Toten des Krieges gegen die Ukraine sind durchschnittliche Zahlen für die Region Orenburg.

Die Menschenverachtung mit der Russland seinen Krieg gegen die Ukraine führt, lässt sich kaum noch in Worte fassen. Und wieder einmal meinen wir nicht, was die russische Armee den Ukrainern antut – also der Beschuss von zivilen Wohngebieten, systematische Zerstörung der Lebensgrundlagen der Zivilbevölkerung, die Folter und das Töten von Kriegsgefangenen usw., sondern was dieser Staat seinen eigenen Bürgern aufbürdet.

Solch ein Staat hat sich verabschiedet von Begriffen wie Humanismus, sozialer Verantwortung und Rechtsstaatlichkeit. Russland opfert seine Bürger auf dem Altar der imperialen Träume einer abgehobenen Regierungsclique rund um den Präsidenten Putin.

Wie dieser Krieg inzwischen völlig entmenschlicht ist, wollen wir an drei Beispielen aufzeigen.

  • Wir dokumentieren – nur oberflächlich übersetzt – den Telegramkanal „Aspekte“ aus Baschkirien von zwei Tagen, dem 31.10.24 und dem 01.11.24 mit insgesamt 30 Meldungen im Krieg getöteter Bewohner Baschkortostans. Und das ist nur eine der über 90 Regionen Russlands.
  • Es gibt inzwischen etwa 150 dokumentierte Selbstmorde russischer Soldaten, die zu jenen Fleischangriffen (im russischen Duktus) losgeschickt, durch Granaten oder Drohnen verletzt und von ihren Kameraden zurückgelassen wurden. Wir dokumentieren die Aufnahme einer Drohne.
  • Und schließlich zeigen wir auch ein russisches Video vom Besuch eines Kühlhauses, in dem die russischen Kriegstoten „versandfertig“ vorbereitet und in Zinksärge verpackt werden.

Beide Filme sind nichts für schwache Nerven und zudem für Jugendliche unter 18 Jahren nicht geeignet.

Oleg JefimowEs wird in vielen Medien kolportiert, dass der russische Krieg gegen die Ukraine das normale Leben der Menschen in Russland kaum tangiert. Das ist schwer aus der Ferne zu beurteilen, doch der Allttag eines zufällig ausgewählten baschkirischen Landrats spricht eine andere Sprache.

Oleg Jefimow ist Leiter des Bezirks Bakalinsky im Westen Baschkortostans. Der Bezirk hat etwa 25.000 Bewohner und ist mit 1.950 km² größer als das deutsche Mittelgebirge Rhön.

Der Bezirk grenzt im Westen zudem an Tatarstan, was erklärt, dass 65% der  Bevölkerung Tataren sind. Und weil alles nicht kompliziert genug ist, gibt es zwei unterschiedliche Glaubensrichtungen bei den Tataren - etwa 80% sind Muslime , die Krjaschens dagegen sind orthodoxe Christen.

Aber zurück zu Landrat Oleg, dessen Tätigkeiten in Bezug auf den Krieg in der Ukraine wir im Oktober 2024 begleiten wollen.

Belogorsk

Belogorsk in der Oblast Amur -- Foto: Whatareyoumean -- Lizenz: CC BY-SA 4.0

Wieder sind wir im "Fernen Osten" Russlands unterwegs. Die Stadt Belogorsk ist die zweitgrößte Stadt in der Oblast Amur mit etwa 60.000 Einwohnern. Die Stadt hat einen Bahnhof an der Transsibirischen Eisenbahn, der für den Aufschwung der Gemeinde sorgte. Doch aktuell sind die Einwohnerzahlen rückläufig.

Die Region Amur gehört zu den Gebieten Russlands, von denen wir wenig über die Opfer des Krieges gegen die Ukraine erfahren. Da kommt uns solch ein kurzes Video ganz recht, das die getöteten Soldaten aus Belogorsk auflistet. Von den 26 aufgeführten Namen waren uns bisher 15 unbekannt und wurden neu in unsere Zusammenstellung aufgenommen.

Das folgende Video publizieren wir nur zu dokumentarischen Zwecken - es bringt sonst keine neuen Erkenntnisse.

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