Oleksandr SyrskyjVorausgeschickt - wir haben in den letzten zwei Monaten viele Gefallene in unsere Datenbank aufgenommen, die in den vorangegangenen Kriegsjahren getötet wurden. Hauptsächlich die Veröffentlichungen von Listen der gefallenen Soldaten verschiedener russischer Einheiten durch die ukrainische staatliche Initiative "Ich will finden" und die zahlreichen Einweihungen von Denkmälern mit den Namen der Gefallenen waren dafür verantwortlich.

Allerdings der Krieg schreitet fort und viele der Toten liegen auf dem Schlachtfeld und können nicht gefunden oder geborgen werden. Andere warten in den Leichenhäusern auf ihre Identifizierung.  Wir nehmen deshalb an, dass die Zahl der erfassten Toten aus den Kriegsjahren vor 2025 ungefähr identisch ist mit den noch nicht von uns registrierten gefallenen Soldaten aus 2025.

Der Oberkommandierende der ukrainischen Streitkräfte, Oleksandr Syrskyj (Foto links), hat zum 31. August 25 einen Bericht über die russischen Kriegsopfer in diesem Jahr veröffentlicht. Danach hätten diese seit Anfang des Jahres etwa 290.000 Tote und Verletzte zu beklagen. Wir wollen anhand unserer Statistik überprüfen, ob diese Angaben plausibel sein können.

Sowjetski

Die zunehmende Miliarisierung im gesamten Bildungsbereich Russlands haben wir schon mehrfach vorgestellt. Besonders beliebt an Schulen ist das Militärspiel Zarnitza (Blitz), das sich an Kinder zwischen zehn und vierzehn Jahren wendet. Es geht aber auch noch jünger, wie unser Video zeigt.

Wir sind zu Gast im Kindergarten "Rodnitschok" in der Stadt Sowjetski im Autonomen Kreis der Chanten & Mansen. Der Name ist des Kindergartens ist gewöhnungsbedürftig, er bedeutet so etwas wie Fontanelle. Die örtlichen Erzieher haben sich ausgedacht, das Spiel auch auf Kindergartenformat zu transformieren. Was dabei herausgekommen ist, zeigt das von ihnen aufgenommene Video.

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Mordwinischer Chor -- Foto: Erzianj jurnalist -- Lizenz: CC BY-SA 3.0

In unserer Berichterstattung über die verschiedenen russischen Regionen ist die russische Teilrepublik Mordwinien (oder auch Mordowien) bisher kaum vorgekommen. Die Region liegt im Föderationskreis Wolga, die Hauptstadt Saransk befindet sich rund 640 km südöstlich von Moskau. Namensgeber der Republik sind die Mordwinen, eine finnisch-ungarische Ethnie, die allerdings nur 37 % der Bevölkerung ausmacht. Die Bevölkerungsmehrheit stellen die Russen - die hauptsächlich in den Städten leben.  Allerdings schrumpft die Bevölkerung Mordwiniens stetig - 1970 lebten noch etwa eine Million Menschen dort, heute sind es nur noch 760.000. 

Schokscha Schule

In der Schokscha-Schule

Warum werden ländliche Schulen geschlossen?

Im Dorf Schokscha im Bezirk Tenguschewski der Republik Mordwinien wird die einzige nationale Schule der Region geschlossen, die einzige, in der Mordwinisch (Ersja) als Muttersprache unterrichtet wird. Der offizielle Grund ist der schlechte Zustand des Gebäudes. Den Einwohnern erklären die Beamten die Optimierung der Schulen mit der Notwendigkeit, „Geld für die Spezielle Militäroperation bereitzustellen“. Die Menschen sind jedoch überzeugt, dass das für die Instandsetzung der Dorfschulen vorgesehene Geld einfach gestohlen wurde.

Anadyr

Anadyr, Hauptstadt von Tschukotka, mit etwa 13.000 Bewohnern

Eigentlich ist der Autonome Kreis der Tschuktschen für die russische Kriegsmaschine nicht sonderlich interessant. Nur weniger als 50.000 Menschen leben in einem Gebiet, das doppelt so groß wie Deutschland ist. Zudem ist die Hauptstadt von Tschukotka, Anadyr, Luftlinie über 6.000 km von Moskau entfernt. Im Vergleich - das entspricht etwa der Entfernung Frankurt/Main nach Washington DC.  Und trotzdem versucht die russische Propaganda überall in Tschukotka Symphatie für den Krieg bei der Bevölkerung hervorzurufen und trommelt auf allen möglichen Kanälen  für eine Vertragsunterzeichnung beim Militär.

Wir wollen die Freiwilligenwerbung und einige Veranstaltungen im August vorstellen, die alle im Zusammenhang mit dem Krieg gegen die Ukraine stehen:

Woronesch drill2

Die Millionenstadt Woronesch liegt im südlichen Zentralrussland rund 500 km von Moskau entfernt. Im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine war sie ein großes Aufmarschgebiet für die Invasionstruppen.

Heute wollen wir eine Unterrichtseinheit der 10. und letzten Klasse der Sekundarschulen von Woronesch vorstellen:  Das Marschlied-Singen. Die örtlichen Schulen veranstalteten um den 20. Mai 2025 dazu einen Wettbewerb, welche Klasse am besten beim Marschieren singen kann. Und damit auch das Ambiente stimmt, sind die Schulklassen in Militäruniform samt St. Georgs-Band angetreten.

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