OM Wir beobachten die Situation in 66 Regionen Russlands und haben damit 81,8 % der Gesamtbevölkerung Russlands im Blick. Alle registrierten Kriegstoten stammen aus offenen Quellen und werden von uns auf die Originalinformation verlinkt. Es kann allerdings vorkommen, dass diese von den Verfassern nachträglich gelöscht werden. Neu dabei sind die Regionen  Kemerowo und Tomsk. Beide Verwaltungseinheiten liegen in Sibirien nebeneinander und haben zusammmen 3,8 Millionen Einwohner.

Nicht berücksichtigt werden von uns Daten aus den beiden "Volksrepubliken" Donezk und Luhansk sowie von der Krim. Deren Armeen setzen sich zum überwiegenden Teil aus Bürgern Russlands zusammen, so dass wir diese Todesfälle meist in den Regionen verzeichnen können. Die ukrainischen Bürger, die auf der Seite Russlands fallen, nehmen wir nicht auf.

Durch die neuen Regionen erfassen wir jetzt 81,8 % statt vorher 79,2 % der russischen Bevölkerung. Wie zu erwarten war, ergeben sich daraus keine zusätzlichen Erkenntnisse.

Swerlowsk GlückGanz am Anfang des Ukrainekriegs wurde in der Region Luhansk die Stadt Schtschastja eingenommen. Der Name bedeutet auf russisch so etwas wie "Glück". Die ukrainischen Verteidiger konnten zwar die Einnahme der Stadt nicht verhindern, aber ein ganzes russisches Bataillon aus Swerdlowsk wurde dabei aufgerieben. Der Vorgang blieb geheim, erst jetzt wird darüber gesprochen.

Im russischen Krieg gegen die Ukraine werden weiterhin die Bewohner der ländlichen Gebiete und der Grenzregionen bevorzugt an die Front geschickt. Dafür dürfen die Dorfbewohner noch einmal zehn Jahre auf eine geteerte Dorfstraße warten.

Hier ein Trauerzug für den 30 Jahre alten Viktor Jurjewitsch Krasowski in seinem Heimatdort Utjanka/Altai. Der Mann war im Herbst letzten Jahres für den Krieg mobilisiert worden.

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 St. Petersburg, Eremitage/Winterpalast  -- Urheber: Alexandru Baboş Albabos -- Lizenz: CC BY 3.0

St. Petersburg ist mit 5,4 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt Russlands. Sie wird umgeben von der Oblast Leningrad mit ca. 1,8 Millionen Einwohnern, deren Verwaltung auch in St. Petersburg beheimatet ist. Die historische Innenstadt von St. Petersburg ist Weltkulturerbe.

St. Petersburg & Oblast Leningrad:  Teil I bis 100 -- Teil II bis 300 -- Teil III bis 500 -- Teil IV bis 700 -- Teil V ab 701

Iwanowo IL 22Wir hatten vor, alle bei der Wagner-Rebellion (23./24.06.23) getöteten Soldaten gemeinsam vorzustellen. Das scheint nicht möglich, viele Informationen dazu sind nicht zuverlässig oder widersprüchlich.

Bekannt wurden die Abschüsse von folgenden Flugobjekten:

  • IL-22M - Fliegender Gefechtsstand der russischen Streitkräfte mit elektronischer Aufklärung
  • MI-8 Transporthubschrauber
  • 3 Mi-8MTPR-1, fliegender Gefechtsstand, davon zwei zerstört, einer beschädigt
  • Mi-35M Kampfhubschrauber
  • Ka-52 „Aligator“ neuster Kampfhubschrauber

Zumindest für die acht Insassen des abgeschossenen Überwachungsflugzeugs IL-22M  gab es bisher eine Trauerfeier in Iwanowo am 7. Juli 23. Das Flugzeug verfügte über keine Bewaffnung und wurde am 24.06.23 abgeschossen. Die Besatzung wollen wir zunächst vorstellen:

russische Opposition

Es gibt in Russland noch immer Opposition gegen den Krieg. Einige Projekte wollen wie hier erneut vorstellen, da sich auf Grund der Repression der russischen Regierung sich Kriegsgegner immer wieder neu formieren müssen. Ein Teil dieser Initiativen liefert uns auch wertvolle Hinweise auf die im Krieg gefallenen Soldaten

Wir zitieren die aktuelle Information zu den Projekten:

KemerowoDie Region Kemerowo haben wir noch nicht in unsere Statistiken aufgenommen. Der Grund ist einfach: Zu Beginn des Krieges konnten wir aus dieser Region nur wenige Meldungen registrieren. Die Region ist aber das mit am dichtest besiedelte Gebiet in Sibirien und das Steinkohlerevier Russlands. Sie wird meist kurz Kusbass genannt.

Die Behörden von Kemerowo melden nur jeden zehnten Kriegstoten in der Ukraine.

Bahnhof Voevodskoe Mordowien

Bahnhof Voevodskoe, Mordowien -- Urheber: Cossrad  -- CC BY-SA 4.0

Die Mordwinen sind ein finno-ugrisches Volk, machen aber nur noch etwa 40% der Bevölkerung Mordwiniens aus. Die Republik gehört zum Föderationskreis Wolga, hat etwa 800.000 Einwohner. Die Hauptstadt ist Saransk mit knapp 300.000 Bewohnern. Das Land verfügt über eine hoch entwickelte, diversifizierte Wirtschaft und ist reich an Bodenschätzen (Edelmetallen).

Mordwinien: Teil I bis 101 -- Teil II ab 102

Viktor PetrowVorweg - diese Geschichte basiert auf einer Meldung im russischen Facebook VKontakte. Wir können die Richtigkeit nicht überprüfen, manches erscheint plausibel.

Viktor Petrow, 40 Jahre, arbeitete auf einem Familienbauernhof in seiner Heimatstadt Sosnowka (Region Irkutsk). Sofort nach Kriegsbeginn versuchte er sich als Freiwilliger zu melden. Schließlich wurde er im Herbst 2022 mobilisiert und wurde einer Luhansker Militäreinheit zugeordnet.

Denkmal VasilihMitte Juni 23 wurde auf einem Militärgelände in Sewastopol (Krim) ein neues Denkmal eröffnet. Es ist der Besatzung des Rettungsschleppers „Wassili Bekh“ gewidmet, der genau ein Jahr zuvor durch zwei von einer ukrainischen Drohne abgeschossenen Raketen versenkt worden war. Vier Militärs und sieben Zivilisten kamen dabei ums Leben, mindestens 12 weitere zivile Besatzungsmitglieder wurden erheblich verletzt. Der Untergang der „Wassili Bekh“ war eine entscheidende Niederlage Russlands im Krieg gegen die Ukraine. Sie leitete das Ende der Besetzung der ukrainischen Schlangeninsel durch russisches Militär ein. Der Versuch, die gesamte Schwarzmeerküste der Ukraine im Handstreich zu erobern, scheiterte auch von See her.

Saratow II

Saratow an der Wolga - Urheber/Fotograf: Alexxx1979 - - CC BY-SA 4.0

Die Oblast und Stadt Saratow haben eine deutsche Geschichte. Auf Einladung der deutschstämmigen Zarin Katharina II zogen sehr viele Deutsche, besonders aus Süddeutschland, in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts in die Region - die Wolgadeutschen, wie sie genannt wurden. Josef Stalin beendete dann 1941 deren Einfluss auf die Region. Aus Angst vor Kollaboration mit den vorrückenden deutschen Truppen wurden die deutschstämmigen Bürger nach Zentralasien und Sibirien deportiert.

Auch Saratow hat eine hohe Anzahl von gefallenen Soldaten im Krieg gegen die Ukraine zu verzeichnen.

Saratow: Teil I bis 99 -- Teil II bis 300 -- Teil III bis 500 -- Teil IV bis 700 -- Teil V ab 701

OM Wir beobachten die Situation in 64 Regionen Russlands und haben damit 79,2 % der Gesamtbevölkerung Russlands im Blick. Alle registrierten Kriegstoten stammen aus offenen Quellen und werden von uns auf die Originalinformation verlinkt. Es kann allerdings vorkommen, dass diese von den Verfassern nachträglich gelöscht werden. Neu dabei ist die Region Woronesch, die an die Ukraine angrenzt.

Nicht berücksichtigt werden von uns Daten aus den beiden "Volksrepubliken" Donezk und Luhansk sowie von der Krim. Deren Armeen setzen sich zum überwiegenden Teil aus Bürgern Russlands zusammen, so dass wir diese Todesfälle meist in den Regionen verzeichnen können. Die ukrainischen Bürger, die auf der Seite Russlands fallen, nehmen wir nicht auf.

Neu dabei ist die Region Woronesch mit etwa  2,3 Millionen Einwohnern. Damit erfassen wir statt 77,6 % jetzt 79,2 % der russischen Bevölkerung. Wie zu erwarten war, ergeben sich daraus keine zusätzlichen Erkenntnisse.

UMPOUMPO - Das ist das Kürzel für ein Industrieunternehmen der Rüstungsindustrie, das in Ufa, der Hauptstadt von Baschkortostan, Triebwerke für Hubschrauber und Kampfflugzeuge herstellt. Im Juli 2018 wurde deren Topmanager Yuri Yashin (Foto links) in einer Tiefgarage zu Tode geprügelt.

Rostow am DonPanorama Rostow am Don -- Urheber: Вадим Анохин - Lizenz: CC BY-SA 3.0

Die Oblast Rostow am Don liegt im Süden Russlands mit etwa 4,3 Millionen Einwohnern. Die gleichnamige Hauptstadt zählt, 1,1 Millionen Bewohner. Die Region gilt als das wirtschaftliche und wissenschaftliche Zentrum des südlichen Russlands.

Sie ist auch Heimat der Don-Kosaken, von denen etwa 140 Tausend in den Regionen Rostow und Wolgograd leben. Im Krieg gegen die Ukraine waren sie bereits 2014 im Donbass aktiv und stellten mehrere Bataillone, die heute in die "reguläre" Armee der Donezker und Luhansker Pseudoregierungen integriert sind.

Rostow am Don: Teil I bis 300 -- Teil II bis 500 -- Teil III bis 700 -- Teil IV ab 701

Nikita LyubimovNikita Ljubimow, 23 Jahre, kommt aus dem Dorf Murzakovo in Tschwaschien, das etwa 40 km von der Hauptstadt Tscheboksary entfernt liegt. Nikita wurde im August 22 aus einer Haftanstalt für die Gruppe Wagner rekrutiert, wurde im November 22 schwer verletzt und kam als Held Anfang 2023 wieder zurück in seine Heimat.

Ein Ohr wäre ihm abhanden gekommen und auch sein rechtes Bein hätte etwas abbekommen, verlautete es aus der Verwaltung. Und die örtliche Schule würdigte auf ihrer Seite auch Nikita namentlich, dass er mit anderen zusammen, seine heilige Pflicht erfüllt hätte und die Schule stolz auf ihn wäre.

Dabei war Nikita immer ein besonderes Bürschchen, um es vorsichtig auszudrücken.

Kreml Kasan

Kreml von Kasan - Urheber: A.Savin

Die russische Republik Tatarstan hat etwa 3,8 Millionen Einwohner, davon leben 1,14 Millionen in der Hauptstadt Kasan. Namensgeber der Republik sind die Tataren, die etwas über die Hälfte der Bevölkerung stellen. Die Tataren sind ein Turk-Volk muslimischen Glaubens. Die größte Minderheit in Tatarstan stellen die Russen mit etwa 40% Bevölkerungsanteil.

Tatarstan gilt als eine der reichsten Republiken Russlands mit reichhaltigen Gas- und Erdölvorkommen und einer entwickelten Industrie.

Republik Tatarstan: Teil I bis 100 -- Teil II bis 200 -- Teil III bis 300 -- Teil IV bis 500 -- Teil V bis 700 -- Teil VI ab 701

Lena

Panorama des Dorfes Lena -- Urheber: msdte - CC BY 3.0

Archangelsk (wörtlich „Erzengelstadt“) ist eine Hafenstadt in Nordrussland mit 348.783 Einwohnern. Sie ist administratives Zentrum der Oblast Archangelsk mit insgesamt 1,2 Millionen Einwohnern und befindet sich oberhalb der Mündung der Nördlichen Dwina in das Weiße Meer.

Archangelsk: Teil I bis 150 -- Teil II bis 300 - Teil III ab 301

KasachenAltai

Kasachische Förster im Altai-Gebirge -- Urheber: Dmitry A. Mottl -- Lizenz: CC BY 3.0

Etwa 1,3 Millionen Kasachen sollen in Russland leben. Die Kasachen sind eine turksprachige Ethnie, deren Religion vorwiegend der sunnitische Islam ist. Kasachstan hat nach der Unabhängigkeit im Dezember 1991 versucht, viele Kasachen aus Russland zurück zu holen, wenn auch mit bescheidenem Erfolg.

Die in Russland lebenden Kasachen sind Staatsbürger des Landes und wie alle Minderheiten dort mehr oder weniger integriert. Und natürlich werden sie auch beim Krieg gegen die Ukraine eingesetzt. Nachstehend veröffentlichen wir eine Liste von Kasachen aus den Regionen Russlands, die im Krieg gefallen sind. Es sind etwa 300 Namen, man geht aber von über 1.000 Getöteten aus.

Soweit die kasachischen Kriegstoten von uns noch nicht erfasst sind, werden wir diese von Fall zu Fall nachtragen.

Wolgograd Panorama Mamajew Huegel

Blick auf die Stadt vom Mamaev-Hügel - Urheber: FontCity - Eigenes Werk CC BY-SA 4.0

Wolgograd - auf dem Mamajew-Hügel steht heute eine große Gedenkstätte der russischen Opfer in der Schlacht um Stalingrad (heute Wolgograd). Vielleicht sollte eine weitere Gedenkstätte hinzukommen, denn die Stadt hat hohe Opferzahlen im Ukrainekrieg zu verzeichnen.

Wolgograd: Teil I bis 99 -- Teil II bis 200 -- Teil III bis 300 --  Teil IV bis 400  -- Teil V bis 600 -- Teil VI bis 800 -- Teil VII ab 801

Woronesch Hauptgebaeude der Suedostbahn

 Woronesch - Hauptgebäude der Südostbahn -- Urheber: Bychkov Denis -- Lizenz: CC BY-SA 3.0

Die Oblast Woronesch liegt etwa 500 km südwestlich von Moskau und grenzt an die Ukraine. Die Einwohnerzahl beträgt etwas über 2,3 Millionen, davon leben knapp 900 Tausend in der gleichnamigen Hauptstadt. Die Region verfügt über eine bedeutende Industrie mit Flugzeugbau, sowie Chemie und Lebensmittelverarbeitung - wie üblich mit großer Umweltverschmutzung im Gepäck. Dazu kommen fruchtbare Schwarzerdeböden mit intensiver Landwirtschaft.

Zuletzt wurde die Region bekannt, als die Gruppe Wagner mit einer kampfbereiten Truppe nach Norden Richtung Moskau durch Woronesch fuhr und eine Ölraffinerie dabei in Brand gesetzt wurde.

Wir haben die Liste des regimekritischen Projekts "vornadzor" übernommen, geprüft und übersetzt. Die Liste ist nach dem kyrillischen Alphabet sortiert, wir haben das nicht geändert und werden sie nach unserem System weiterführen.

Woronesch: Teil I bis 400 -- Teil II ab 401

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