DurchbruchAm 9. Dezember 2024 wurde in Russland landesweit der "Tag der Helden des Vaterlandes" durchgeführt. Wir befinden uns an diesem Tag im Südwesten Sibriens in der Oblast Kurgan - Luftlinie etwa 1.800 km von Moskau entfernt. Auch diese Region ist durch Abwanderung gekennzeichnet, in den Jahren um 1990 lebten noch 1,1 Millionen Menschen in der Oblast, heute nur noch 750.000.

Das Dorf Prorywnoe liegt nahe der Grenze zu Kasachstan, etwa 1.000 Menschen leben im Dorf und die örtliche Schule begeht mit all ihren Klassen am 9.12. beispielhaft den "Heldentag".

Auf der Webseite der Schule wird dokumentiert, welches Geschichtsbewusstsein den Schülern an diesem Tag vermittelt wurde und wie Russlands Krieg gegen die Ukraine als Verteidigung zu betrachten ist. Zudem hat das Dorf inzwischen drei Kriegstote zu beklagen.

Der übersetzte Text zu dem obigen Foto:

Jakutsk

Jakutsk im Jahr 2020 -- Foto: Якупова Инна  -- Lizenz: CC BY-SA 4.0

Militärkommissariat JakutskDie Stadt Jakutsk ist die Hauptstadt der russischen Teilrepublik Sacha - oder besser von Jakutien. Über 380.000 Menschen leben in der Stadt, die als die kälteste Großstadt der Welt gilt. Jetzt Ende Dezember herrschen dort Tagesdurchschnittstemperaturen von -36 Grad Celsius.

In der Vilyuyskiy Gasse in Jakutsk ist in einem zweistöckigen Gebäude das Militärkommissariat der Region untergebracht (Foto rechts). Gleichzeitig dient das Haus auch als Internierungslager für Soldaten aus der Region, die sich unerlaubt von der Truppe entfernt hatten, nach einem Fronturlaub einfach nicht wieder zur Truppe zurück gekehrt waren oder einen weiteren Kriegsdienst verweigert hatten.

In der Nacht vom 19. auf 20. Dezember brach ein Brand aus, dem die inhaftierten Soldaten in ihren Zellen nicht entkommen konnten. Fünf Männer starben, sieben weitere liegen mit einer Rauchvergiftung im Krankenhaus

Vier Namen der gestorbenen Gefangenen wurden inzwischen bekannt:

Igor Wladimirowitsch Jarylkin

Die Stadt Buinsk befindet sich etwa 140 km südlich von Kasan, der Hauptstadt Tatarstans. Und von dort sind es nur noch 20 km zum kleinen Dorf Tschuwaschisch Sarykamysch. Im Dorf lebten 2010 noch 127 Menschen und wie der Name des Dorfes schon sagt - alle tschuwaschischer Herkunft.

Am 20. Dezember 24 wurde im Dorf Igor Wladimirowitsch Jarylkin bestattet. Igor, geboren am 27. Juni 2004, hatte sich als Freiwilliger zum Krieg gegen die Ukraine verpflichtet und diese Entscheidung nicht überlebt.

Im Nachruf schreibt ein örtlicher Telegramkanal:

FreiwilligeJeder Mann, der im Rekrutierungsbüro gerade stehen kann, hat gute Chancen in die Reihen der Freiwilligen für den Kriegsdienst in der Ukraine aufgenommen zu werden - beinahe egal, wie alt der Bewerber ist. Der russischen Armee mangelt es an Personal, um die mindestens 30.000 Soldaten zu ersetzen, die das Militär in den verlustreichen Kämpfen im Donbass und in der Region Kursk jeden Monat verschleißt.

Wir wollen mit zwei kurzen Videos aus Russland die Ausbildung jener Freiwilligen zeigen, die eigentlich als Soldaten völlig ungeeignet erscheinen. Es sind verbrauchte Männer, durch harte Arbeit und/oder durch Alkoholmißbrauch früh gealtert, die auf ihre alten Tage noch einmal richtig viel Geld verdienen wollen.

All diese "Soldaten" werden an der Front nicht lange überleben. Es sind die, die bei den Angriffen ganz nach vorne geschickt werden, um vielleicht wieder eine Stellung zu erobern. Für das russische Militär sind das entbehrliche Soldaten, deren schnellen Tod man in Kauf nimmt.

Ruslan Ramasanowitsch Chasanow

Wir hatten in unserem Bericht über den Bezirk Baimak alle im Krieg gegen die Ukraine getöteten Bewohner des Bezirks im Zeitraum vom 1. bis zum 16. Dezember 24 zuammengefasst. Zwei Tage später gab es schon die nächste Beisetzung:

Sergei SobjaninWenn es um Abschätzungen und Prognosen zum russischen Krieg gegen die Ukraine geht, bewegen wir uns -vorsichtig- auf dünnem Eis. Besonders im ersten Jahr des Krieges wurden wir mit unseren Zahlen zu den russischen Kriegstoten nicht ernst genommen. Viel zu niedrig war die häufigste Kritik.

Das hat sich inzwischen geändert, durch die hohen russischen Opferzahlen bedarf es keiner propagandistischen Überhöhung der russischen Verluste und auch die Erhebungen von BBC/Mediazone haben sich in weiten Teilen unseren Zahlen angenähert.

Über die verletzten russischen Soldaten haben wir überhaupt keine Daten. Wir multiplizieren einfach die Kriegstoten mit dem Faktor 3,5, entsprechend den Beobachtungen des US Center for Naval Analysis, dass auf jeden getöteten russischen Soldaten, im Durchschnitt etwa dreieinhalb Verwundete kommen. In unserer letzten Berechnung haben wir auf dieser Grundlage 510.000 Verletzte angegeben.

Der Bürgermeister der Stadt Moskau, Sergei Semjonowitsch Sobjanin (Foto), hat anlässlich der Einweihung eines Behandlungszentrums für Kriegsversehrte eine Rede gehalten und die Zahl von 600.000 Kriegsverletzten genannt.

Seine Rede mit einer Übersetzung ins Deutsche:

Michail Michailowitsch PtschelowUnsere heute porträtierte Familie kommt aus Udmurtien - etwa 1200 km östlich von Moskau. Im Süden der russischen Teilrepublik nahe der Grenze zu Tatarstan gibt es die städtische Siedlung Kisner mit etwa 10.000 Bewohnern. Jetzt sind es nur noch wenige Kilometer bis zum Dorf Oberes Multan, in dem unsere Familie Ptschelow wohnte. Insgesamt wohnten im Dorf 2015 nur noch acht Personen, wovon vier unsere Familie stellte.

Michail Michailowitsch Ptschelow (Foto links) war der Familienvater, Ljudmila die Mutter, Wladislaw der Sohn und Wika die Tochter. Vater Michail, Jahrgang 1982, war in den Krieg gegen die Ukraine gezogen. Er hatte den Rang eines Oberfeldwebels der Armee und wurde am 28. Dezember 2023 irgendwo in der Ukraine getötet. Am 22. Januar 24 wurde er in der Hauptstadt Ischewsk mit militärischen Ehren verabschiedet.

Alexander Winschu PortraitIn der Mitte Sibiriens liegt die riesige Region Krasnojarsk mit der gleichnamigen Hauptstadt. Etwa 340 km nordöstlich von Krasnojarsk befindet sich der Bezirk Tassejewsky, Zentrum des Bezirks ist das Dorf Tassejewo. Bezirk und Dorf leiden unter einer schrumpfenden Bevölkerung, im Jahr 1989 hatte das Dorf noch über 10.000 Bewohner, im Jahr 2021 zählte man noch 6.664 Einwohner.

 Alexander Witaliewitsch Winschu wurde am 21. Dezember 2005 in Tassejewo geboren, ging dort zur Schule und absolvierte am Ort eine Fachschule - Anfang 2024 war seine Ausbildung abgeschlossen. Sascha (Alexander) hätte sich aktiv am patriotischen Leben der Fachschule beteiligt, schreibt die "Technische Fachschule Kansk" über Sascha.

Der Bezirk hat einen fürsorglichen Landrat, der sich um seine Schäfchen kümmert. Konstantin Diesendorf hat dem Namen nach deutsche Wurzeln und vertritt in der Region die Partei "Einiges Russland".  Diesendorf nahm den jungen Mann unter seine väterlichen Fittiche, empfahl ihm den Militärdienst, da es im Ort so gut wie keine Arbeit für junge Menschen gäbe.

Ruza Strasse der Partisanen

 Rusa - Straße der Partisanen -- Foto:  NVO -- Lizenz: CC BY-SA 3.0

 Die Stadt Rusa liegt etwa 110 km westlich von Moskau in der Oblast Moskau. Rusa hat knapp 15.000 Bewohner und ist ob seiner malerischen Umgebung ein beliebtes Ausflugs- und Erholungsziel der Menschen aus den nahen Großstädten. Die Stadt ist über zwei Buslinien mit Moskau verbunden.

Rusa ist gleichzeitig auch das Verwaltungszentrum des Bezirks Rusa. Der kommt auf etwa 80.000 Bewohner, die größte Stadt des Bezirks ist Tutschkowo mit 23.000 Einwohnern und dem Zugbahnhof des Bezirks.

Im russischen sozialen Netzwerk VKontakte wurde Ende November ein Beitrag veröffentlicht, der die Opferzahlen des Bezirks im Krieg gegen die Ukraine zusammenstellte. Danach befänden sich 450 Soldaten aus dem Bezirk im Kriegsgebiet, 61 Soldaten sind inzwischen dort gefallen. Wir konnten auf Grund des Berichts 27 neue Namen in unsere Datenbank aufnehmen.

Der übersetzte Beitrag vom 29.11.2024:

Argun Gebaeude

Stadt Argun -- Foto: Alexxx1979 -- Lizenz: CC BY-SA 4.0

Etwa 16 km östlich der tschetschenischen Hauptstadt Grosny liegt im Kaukasusvorland die Stadt Argun. Sie wurde während der beiden Tschetschenien-Kriege fast völlig zerstört. Teile der Stadt wurden wieder aufgebaut, die Hochhäuser auf dem Foto bekamen eine prunkvolle Moschee, benannt nach der Mutter des Tschetschenenführers Kadyrow.

Der Bürgermeister von Argun hat Ende Oktober an die Angehörigen gefallener Soldaten Orden verteilt. Wir konnten drei Namen in unsere Datenbank aufnehmen. Den übersetzten Beitrag auf VKontakte und das dazu gehörige Video wollen wir nachstehend vorstellen:

Kindergarten Nr. 8 1

Es ist der 9. Dezember 2024 und wir befinden uns in den südlicheren Regionen Russlands. Der Kindergarten Nr. 8 „Aljonuschka“ aus dem Dorf Wolotschajewski in der Region Rostow am Don feiert den Tag der "Helden des Vaterlandes" und gedenkt der Toten im Krieg gegen die Ukraine.

Staromainsky Bezirk

Der Staromainsky Bezirk liegt im Nordosten der Region Uljanowsk und hat definitiv auch schon bessere Tage gesehen. Vor hundert Jahren lebten im Bezirk etwa 30.000 Menschen, seither hat sich die Einwohnerzahl halbiert.

Die russische Partei "Einiges Russland" hat auch in diesem Bezirk das Projekt der "Heldenschreibtische" verwirklicht und zwei solcher Schreibtische aufgestellt -  zu Ehren von drei Schulabsolventen, die im Krieg gegen die Ukraine getötet wurden - Wassili Surgutanow, Alexej Sawgorodnew und Nikolaj Bakanow. Die besten Schüler dürfen dann an diesen Schreibtischen sitzen.

Regelmäßige Leser unserer Beiträge kennen bereits diese Heldenschreibtische, das entsprechende Foto dazu fanden wir berichtenswert.

Kirill Permjakow

In Russland gibt es zwei Städte mit dem Namen Blagoweschtschensk. Ganz im fernen Osten hat die Hauptstadt der Region Amur diesen Namen und im europäischen Teil Russland heißt so eine Stadt in Baschkortostan mit um die 35.000 Einwohnern. Aus Blagoweschtschensk in Baschkortostan kam der junge Mann, der auf dem Foto oben am Computer sitzt.

Sein Name war Kirill Permjakow, er wurde 06. Juli 2006 in der Stadt geboren und war leider alles andere als ein lieber Junge. Bereits mit 12 Jahren wurde er auffällig, brach die Schule ab und wurde danach zuhause unterrichtet. Nachdem er in einem Lebensmittelladen die Kasse geplündert hatte, kam er in eine geschlossene Sonderschule, die er ganz offensichtlich mit Bravour meisterte. Mit 17 Jahren wurde Kirill aus der Schule entlassen, danach hatte er noch ziemlich genau ein Jahr zu leben, bis er im Alter von 18 Jahren und zwei Monaten als russischer Soldat an der Front "entsorgt" wurde.

Viktor Baturin Wir hatten gestern über den jungen Wehrdienstleistenden Nikita Konstantinowitsch Molotschkowski berichtet, der auf Grund einer gefälschten Unterschrift unter einen Militärvertrag an die Front geschickt und dort im August getötet wurde. Seine Klage gegen das russische Militär wurde  Anfang Dezember abgewiesen, einen Tag danach erhielt seine Familie ein Gutachten eines forensischen Instituts, das die Fälschung bestätigte.

Aus dem selben Ort, der Stadt Ocha auf der Insel Sachalin, kam ein zweiter Wehrdienstleistender mit dem selben Schicksal. Viktor Baturin wurde bei Angriffen am Bein und am Arm verletzt und wäre zumindest am Leben - haben wir geschrieben. Aber das System der Unmenschlichkeit im russischen Militär hat sich erneut gezeigt - auch Viktor Baturin ist jetzt tot. Verletzt und wahrscheinlich unbewaffnet musste er an einem neuen Angriff teilnehmen.

Der zuletzt völlig verwahrloste Alexander-Friedhof bei Irkutsk wird jetzt aufwendig restauriert und soll demnächst feierlich wiedereröffnet werden. Zur Erinnerung - der Friedhof wurde stark vergrößert, um Platz für all die getöteten Wagner-Söldner aus der Region zu schaffen. Wir haben mehrfach darüber berichtet (1,2,3).

Inzwischen werden nicht nur Wagner-Söldner auf der Friedhofserweiterung begraben, sondern auch die vielen anderen Kriegsopfer aus der Region. Die "Menschen vom Baikal" haben dazu eine neue Liste veröffentlicht, die wir in unsere Zusammenstellung für Irkutsk aufgenommen haben.

Bemerkenswert ist auch, dass auf dem Friedhof wieder überlebensgroße Statuen der Gruppe-Wagner Chefs entstehen werden. Man kann das an dem noch leeren Podest erkennen, auf dem unten die Kennmarken von Jewgeni Prigoschin und Dimitri Utkin eingemeißelt sind (siehe). Beide Männer wurden mit ziemlicher Sicherheit vom russischen Staat ermordet, jetzt bekommen sie auf all jenen Wagnerfriedhöfen vom selben Staat ein Denkmal gesetzt.

Telegram-Bericht der  "Menschen vom Baikal" vom 4.12.2024:

Dimitrow 1

Etwa 65 km nördlich von Moskau liegt die Stadt Dimitrow mit etwa 63.000 Einwohnern. Die dortige Tschernowskaja-Sekundarschule hat sich dieser Tage dem Projekt  „Historisches Gedächtnis“ der Partei "Einiges Russland" angeschlossen und einen „Heldenschreibtisch“ eingeweiht. Das Recht an jenem Schreibtisch zu sitzen, wird Schülern für hervorragende Noten sowie für aktive Sozialarbeit am Ende des Schuljahres verliehen.

Gewidmet ist jener Heldenschreibtisch einem Sportlehrer der Schule, der sich als Freiwilliger an die Front gemeldet hatte und im Rang eines Leutnants dort getötet wurde.

Nikita MolotschowskiWir haben dieses Foto Ende Oktober für einen Tag ganz oben auf unserer Webseite veröffentlicht, es findet sich noch immer in unserer Rubrik Kriegsbilder. Bei dem jungen Soldaten handelt sich um Nikita Konstantinowitsch Molotschkowski, geboren im Jahr 2003, der aus der Stadt Ocha im Norden der Insel Sachalin kam. Jetzt wissen wir etwas mehr über den jungen Mann und sein Schicksal.

Nikita gehörte zu der Ethnie der Niwchen, sie sind die Ureinwohner der Region Amur und auch der Insel Sachalin. Nach der letzten Volkszählung leben nur noch knapp 4.000 Menschen, die sich dieser Herkunft verbunden fühlen. In der Stadt Ocha, wo Nikita geboren wurde, wohnen noch etwa 300 Niwchen und machen nur etwa ein Prozent der dortigen Bevölkerung aus.

Der junge Nikita Molotschkowski leistete Wehrdienst in der Region Chabarowsk und wollte unter keinen Umständen in den Krieg ziehen. Wehrpflichtige der Sachalin-Einheit wurden nach Angaben ihrer Angehörigen sehr lange – den gesamten Frühling und Sommer 2024 – und sehr hart „unter Druck gesetzt“ (siehe). Nur zwei hielten dem Druck stand – darunter Nikita Molotschkowski. Doch plötzlich präsentierten seine Vorgesetzten ihm einen Militärvertrag mit Unterschrift und zwangen ihn an die Front in der Ukraine.

Nischnie Juri

Dorf Nischni Juri -- Foto: Yan.gorev  -- Lizenz:CC BY-SA 4.0

Zur Orientierung - wir befinden uns im Ort Nischni Juri, Bezirk Malopurginsky in der russischen Teilrepublik Udmurtien. Im Dorf leben weniger als 800 Personen, die letzte Bürgerzählung stammt aus dem Jahr 2012. Auf dem Foto ist links das Verwaltungsgebäude des Dorfes zu sehen, das Gebäude rechts beherbergt ein Postamt. Die gesamte Gegend ist landwirtschaftlich geprägt.

Wir wollen die wenigen Fetzen des kurzen Lebens eines Wehrpflichtigen aus dem Dorf erzählen, die wir erfahren konnten.

Artem Gennadjewitsch Antonow

Wir haben gestern eine kurze Geschichte über Artem Gennadjewitsch Antonow geschrieben, die erst in den nächsten Tagen für unsere Rubrik Kriegsbilder vorgesehen war.

Der junge Mann wurde am 7. April 2005 geboren und kam aus dem größeren Dorf Werchnij Uslon in Tatarstan. Und er wäre im Krieg gegen die Ukraine am 21. Oktober getötet worden. Soweit unsere Informationen aus diversen sozialen Medien (Link, Link)- doch das war falsch.

Sergej Gennadjewitsch Murtasin 1

Es ist der 1. Dezember 2024, wir befinden uns im kleinen Dorf Turnojas mit knapp 300 Einwohnern in Tatarstan. Das Dorf wird überwiegend von Tschuwaschen bewohnt, deren Besonderheit wir kurz erklären wollen. Tataren, Baschkiren und Tschuwaschen sind alles turksprachige Ethnien, deren Sprache mit dem Türkisch verwandt ist. Im Unterschied zu den anderen Turkvölkern sind die Tschuwaschen überwiegend griechisch-orthodoxen Glaubens.

Im Dorf Turnojas wird an diesem Tag Sergej Gennadjewitsch Murtasin begraben. Er war sehr jung, wurde am 09. September 2005 im Dorf geboren und wurde am 18. Oktober  in der Ukraine getötet.

Go to top