15.09.2026 -- 233.026// Zuwachs zum 31.08.2026: 2.885
Wir haben am 26.08.24 eine Sperrverfügung der russischen Regulierungsbehörde für das Internet "Roskomnadsor" erhalten. Gleichzeitig wurde auch unser Servicedienstleister aufgefordert, unsere Webseite abzuschalten. Das wird nicht passieren.
Begründet wird die Sperrung mit der Verletzung der Privatsphäre russischer Bürger. Wörtlich heißt es in der Begründung:
Die Tätigkeit der Internet-Ressource wurde als rechtswidrig und als Verstoß gegen die Rechte der Bürger auf Privatsphäre, Persönlichkeits- und Familiengeheimnis anerkannt.
Unsere Seite dürfte ab diesem Zeitpunkt aus Russland nicht mehr aufrufbar sein. Die Verfügung als pdf-Dokument.
Wir meinen, jene russische Sperrverfügung zielt genau in die richtige Richtung. Wir versuchen immer wieder, nicht nur schnöde Zahlen zu liefern, sondern den vielen russischen Opfern dieses Krieges ein Gesicht zu geben. Noch immer ist für uns aktuell, was wir mit einem Tucholsky-Zitat am 11. Januar 23 beschrieben haben:
Es wird von den Schrecknissen des Krieges gesprochen. Darauf sagt ein Diplomat vom Quai d’Orsay: „Der Krieg? Ich kann das nicht so schrecklich finden! Der Tod eines Menschen: das ist eine Katastrophe. Hunderttausend Tote: das ist eine Statistik!“
Die Rückbesinnung auf das Leid der einzelnen Menschen kann man natürlich in russischem Juristensprech als "als Verstoß gegen die Rechte der Bürger auf Privatsphäre, Persönlichkeits- und Familiengeheimnis" bezeichnen. Abgesehen davon, dass wir nur das publizieren, was bereits öffentlich gemacht wurde, zeigt jene Reaktion aus Russland, dass wir mit unseren Veröffentlichungen nicht ganz falsch liegen.
Wir haben auf die Sperrung unserer Webseite schnell reagiert und eine neue Domain geschaltet, die nicht unter die Sperrverfügung fällt. Alle Inhalte sind zusätzlich über https://www.gibtsnet.eu für russische Besucher verfügbar. Der Zugriff über diese Domain empfiehlt sich zudem, wenn man aus anderen Kontinenten auf unsere Webseite zugegriffen will.
Anatoli Petrowitsch Jaborow wurde am 29.08.62 geboren und war damit definitiv viel zu alt, um als Soldat an der Front zu kämpfen. Trotzdem hat es der Mann geschafft, eine längere Zeit am Leben zu bleiben. Er hatte sich im August 2023 als Freiwilliger gemeldet, bekam im März 2024 noch eine Ehrenurkunde seiner Vorgesetzten, doch am 11. Oktober 24 blieb dann auch seine Soldatenuhr stehen.
Anatoli kam aus dem kleinen Dorf Timino, Bezirk Juswinski, in der Region Perm. Sein Heimatdorf zählte 259 Bewohner, aber das war im Jahr 2010 und neuere Daten gibt es nicht. Timino wird überwiegend von Komi-Permjaken bewohnt, einer finnisch-ugrischen Ethnie. In Perm sollen noch etwa 94.000 Angehörige leben.
Das Leben im Dorf Timino ist einfach, die Menschen dort leben von der Landwirtschaft und Forstwirtschaft. Und aus diesem Grund wollen wir auch einige Fotos von der Beisetzung am 21.10.24 von Anatoli zeigen. Selbst der Versuch etwas militärisches Pathos in jenes Begäbnis zu bringen, ist ob der ärmlichen Realität zum Scheitern verdammt.
Vorausgeschickt: Für regelmäßge Leser unserer Berichte ist der folgende Text keine Neuigkeit. Wie zu unserer Bestätigung ist aktuell ein mitgeschnittenes/abgehörtes Telefongespräch aufgetaucht, das Alexander Borodai mit einem uns unbekannten Gesprächspartner geführt hat. Borodai gehörte zu den ersten "Separatisten", die 2014 versuchten im Osten der Ukraine militärisch die Macht zu übernehmen. Er war dann für einige Zeit der erste Präsident der "Volksrepublik Donezk". Dumm nur, dass Borodai ein Russe war, das sah nicht gut aus und so gab er seine Position an Alexander Sachartschenko ab.
Bei der Parlamentswahl 2021 wurde Alexander Borodai für die Partei "Einiges Russland" in das russische Parlament (Duma) gewählt.
Die Quelle für jenes Gespräch dürften Geheimdienstkreise sein. Wir können folglich seine Authentizität nicht garantieren. Allerdings kennen wir den Telegramkanal, der das Gespräch verbreitet hat, als zuverlässiges Informationsmedium.
Wir geben das Telefongespräch grob übersetzt in Deutsch wieder.
Der Soldat auf dem Foto ist Migueli Michailowitsch Stahl. Er kommt aus dem Dorf Nischne-Kamenka mit mehr als 2.000 Einwohnern in der Region Altai. Er wurde bereits am 13. Oktober 2023 im Krieg gegen die Ukraine getötet, aber erst am 18. September 24 in seinem Heimatdorf beigesetzt.
"Gefreiter Stahl starb im Kampf um die Freiheit und Unabhängigkeit des Vaterlandes," heißt es im Nachruf. Warum der Mann wirklich in den Krieg gezogen ist, wissen wir leider nicht so genau. Allerdings war er auch kein unbeschriebenes Blatt.
Im Juli 2021 wurde der bis dahin unbescholtene Migueli Stahl vom Stadtgericht Bijsk zu 250 Stunden Zwangsarbeit verurteilt. Er war in eine Wohnung eingebrochen und hatte Schmuck im Wert von etwa 1.200 € gestohlen.
Migueli Stahl ist einer der mehr als 700 Russlanddeutschen, die im Krieg gegen die Ukraine getötet wurden.
Ein Russlanddeutscher führt eine Liste mit den gefallenen Soldaten im Krieg gegen die Ukraine, deren Namen auf deutsche Wurzeln schließen lassen. Wir haben Ende August 24 bereits seine Liste veröffentlicht, inzwischen sind 100 neue Namen dazu gekommen.
Die folgende Liste wurde nur oberflächlich übersetzt. Über die russischen Namen kann man in fast allen Fällen die getöteten Soldaten auch in unseren Zusammenstellungen finden - zusammen mit dem Link auf die Originalinformation.
Weiterlesen: Russlanddeutsche - gefallen im Krieg gegen die Ukraine

Die städtische Siedlung Towarkowo liegt etwa 170 km südwestlich von Moskau in der Oblast Kaluga. Im dortigen Kindergarten "Umka" wurde am 30. Oktober 24 feierlich eine Erinnerungswand eingeweiht, die den gefallenen Soldaten im Krieg gegen die Ukraine gewidmet ist. Acht tote Soldaten aus der Region sind auf der Plakatwand verewigt, die von zwei Kindern in Shirts der Jugendarmee bewacht wird.
"Die Helden unserer Zeit, die im Kampf gegen den Faschismus ihr Leben ließen, werden in unserer Erinnerung weiterleben ...", schreibt der Kindergarten auf VKontakte.
Wir haben solche Heldenverehrung im Kindergarten schon mehrfach dokumentiert - in Swetlograd, Region Stawropol, in Rostow am Don und Kindergarten Nr. 67 in Ussurijsk, Region Pimorje.

Wir haben im März 2022 eine kleine Geschichte über einen Antikriegsprotest in Ischewsk, der Hauptstadt von Udmurtien, veröffentlicht. Damals haben wir noch nicht geahnt, welche Dimensionen dieser Krieg annehmen würde. Inzwischen hat die Region mehr als 1.200 Kriegstote zu verzeichnen und kein Ende des Krieges ist abzusehen.
Trotz Repression gibt es in Udmurtien immer noch eine aktive Gruppe, die sich gegen den Krieg wendet und einen Telegramkanal und eine reduzierte Webseite betreibt. Wir wollen einen Beitrag vom 18. Oktober 24 übersetzt vorstellen.
Bagajewskaja ist eine Staniza in der Region Rostow mit etwa 15.500 Bewohnern. Eine Staniza ist eine hauptsächlich von Kosaken bewohnte Siedlung mit dörflichem Charakter. Mitte Oktober 2024 gedachte die Schule einem ehemaligen Absolventen, der im Krieg gegen die Ukraine getötete wurde. Der junge Soldat, Sergej Alexandrowitsch Nam, wurde am 20. Mai 2000 geboren und am 6.6.2023 getötet. Eine Plakatwand mit dem jungen Soldaten wurde damals in der Staniza aufgestellt.
Damit der soldatische Nachwuchs nicht nachlässt, gedachte die Schule mit einer militärisch patriotischen Veranstaltung ihrem ehemaligen Schüler. Sergejs früher und völlig sinnloser Tod thematisierte die Schule gegenüber den Kindern nicht, stattdessen veranstaltete man eine Heldenverehrung.
Hauptstadt Elista - Lenin-Platz -- Foto: Alexxx1979 -- Lizenz: CC BY-SA 4.0
Kalmückien ist eine der vielen Besonderheiten rund um den Kaukasus. Die Kalmücken sind eine mongolische Ethnie, die es im frühen 17. Jahrhundert bis an die untere Wolga geschafft hat. Stalin hat das Volk 1943 zurück in den Osten deportiert, in den 50-iger Jahren wurde das Gebiet wieder eine autonome Republik. Die Kalmücken stellen knapp 60 Prozent der Bevölkerung und sind das einzige mehrheitlich buddhistische Volk in Europa.
Das Land ist dünn besiedelt, große Teile der Natur sind Steppe mit der Tendenz zur Wüstenbildung. Landwirtschaft ist der bedeutendste Wirtschaftsfaktor, dazu gibt es etwas Industrie in der Hauptstadt Elista und Öl- und Erdgasvorkommen am Kaspischen Meer. Im Gegensatz zu den anderen buddhistischen Völker Russlands (Tuwiner, Burjaten) sind die Todeszahlen im Krieg gegen die Ukraine nicht ganz so hoch (siehe auch).
Bei Odnoklassniki (Klassenkameraden) wurde eine Liste aller Kalmücken veröffentlicht, die im Krieg gegen die Ukraine getötet wurden. Aufgenommen in die Auflistung wurden nur die ethnischen Kalmücken. Wir konnten auf Grund dieser Liste 43 Namen in unserer Statistik nachtragen.
Der Autor hat dazu ein langes Vorwort geschrieben, das es wert ist zu lesen. Wir geben es im übersetzten Originaltext wieder. Die dazu gehörige Liste aller gefallenen Kalmücken haben wir grob übersetzt.
Dorf Kantschalan -- Foto: AlGaman -- Lizenz: CC BY-SA 3.0
Jetzt ist bereits tiefer Winter im Autonomen Kreis der Tschuktschen, aber nach unserem Wärmeempfinden ist es dort beinahe das ganze Jahr über Winter. Von den Namensgebern dieser russischen Region, den Tschuktschen, gibt es noch etwa 15.000 Angehörige. Sie leben überwiegend von der Rentierzucht, von der Jagd und vom Fischfang.
Es ist ein großes Drama für die indigene Bevölkerung, wenn die jungen Männer den Verlockungen des vielen Geldes verfallen, in den Krieg gegen die Ukraine ziehen und im Zinksarg wieder nach Hause kommen. Für Tschukotka haben wir bisher mehr als 90 Kriegstote gelistet, gemessen an der Bevölkerung steht die Region an vierthöchster Stelle in Russland. Und aktuell müssen wir den Tod von zwei weiteren Tschuktschen melden.
Es sind Hermann Pykol aus dem Dorf Kantschalan und Andrej Bochan aus dem Dorf Wankarem, über das wir bereits im April geschrieben haben.
Es ist Ende April 2024 irgendwo in der Nähe der Front in der Region Saporischschja. Ein Kosakinnenduo unterhält die russischen Soldaten an verschiedenen Orten mit einer Mischung aus Religiosität, Gesang und Kampfkunst. Zumindest was die beiden Frauen mit den Schwertern so anstellen ist bemerkenswert.
"Unsterbliche Kosaken des Kaukasus! Christus ist mit uns, der Sieg ist unser! Unsere russischen Kosakinnen, furchtlos und einzigartig, sind immer an der Front mit unserem russischen Soldaten! " lautet der Kommentar zum obigen Film.
Im Film gibt es eine kurze Tanzeinlage (1:58) eines jungen Soldaten, Ilja Krasnikow (Foto) aus der Großstadt Jessentuki in der Region Stawropol. Er war Akkordeonspieler und Tänzer in einem Kosakenensemble und war in den Krieg gegen die Ukraine gezogen. Einen Monat nach der Videoaufnahme war auch er tot.
Die Republik Altai ist eine kleine russische Teilrepublik im Süden Sibiriens, die man nicht mit der "Region Altai" verwechseln darf. In der abgelegenen, aber landschaftlich schönen Republik leben gerade mal 210.000 Menschen. Die abnehmende Mehrheit der Bevölkerung sind Russen, die Altaier, ein Turkvolk, stellen nach der letzten Volkszählung 37% der Bevölkerung.
Und weil die Region arm ist, haben sich viele Männer aus der Republik Altai durch die hohen Verdienstmöglichkeiten zum Kriegsdienst in der Ukraine anwerben lassen. Gemessen an der Bevölkerung stellen die Altaier die dritthöchste Rate in Russland mit 160 Kriegstoten auf 100.000 Bewohner.
Wir wollen die übersetzten Lebensläufe von drei Kriegstoten aus dem Altai der letzten Wochen vorstellen, die der Telegramkanal "Gorny Altai" veröffentlicht hat:
Am 2. Mai 2024 fahren drei Omnibusse von der Region Wolgograd an die Front in der Ukraine. Insgesamt sitzen 108 Männer in den Bussen, alles Häftlinge aus den Strafanstalten der Region Wolgograd. Alle haben im April einen Vertrag auf unbestimmte Dauer mit dem russischen Militär unterschrieben und würden nach Ende des Krieges ihre Freiheit erhalten.
Unser Film zeigt einen der Transporter mit den zukünftigen Frontkämpfern. Von diesen 108 Männern hätten nur sechs die kommenden Wochen überlebt, darunter auch der Mann, der jenes Video gedreht hat. Die anderen 102 würden als vermisst gelten.
Die russische Agentur Astra hat weitere Details recherchiert. Wir geben iihren Bericht übersetzt wieder:
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In Rostow am Don werden viele im Krieg gegen die Ukraine gefallenen russische Soldaten gesammelt und gerichtsmedizinisch identifiziert. Erst danach werden die Särge auf die Reise in die Heimatregion geschickt. Aber es gibt auch Kriegstote, die niemand einfordert und diese Soldaten werden dann in Rostow bestattet.
Eine junge Frau hat die Gräber katalogisiert, um die sich niemand kümmert. Sie hat die Namen, Geburts- und Todesdaten auf den Holzkreuzen in einen Notizblock notiert und öffentlich gemacht. Soweit wir keine weiteren Informationen gefunden haben, haben wir diese Kriegstoten der Region Rostow zugewiesen.
Den zweiten Teil der Liste haben wir übersetzt:

Die Söldnerarmee der Gruppe Wagner ist seit Juli 2023 Geschichte. Aber immer noch erreichen uns neue Namen von gefallenen Söldnern - meist aus der Haft rekrutierte Sträflinge, bei denen die Heimatregion unklar ist.
Damit die Dateien nicht zu groß werden, haben wir einen zweiten Teil eröffnet.
Teil I bis 400 -- Teil II ab 401
Wagner Söldner ohne Region -- Teil II |
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| 27.04.24 | ![]() |
401 Полосков Иван Юрьевич - Iwan Jurjewitsch Poloskow |
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402 Рябов Алексей Михайлович - Aleksey Michailowitsch Rjabow |
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403 Сайфидинов Рамазан - Ramazan Sajfidinow |
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404 Михайлов Илья Сергеевич - Ilja Sergejewitsch Michailow |
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405 Карнатов Александр Викторович - Alexander Wiktorowitsch Karnatow |
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406 Сунегин Александр Владимирович - Alexander Wladimirowitsch Sunegin |
| 27.04.24 | 407 Стрелков Константин Владимирович - Konstantin Wladimirowitsch Strelkow | |
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408 Пенкин Роман Евгеньевич - Roman Jewgenjewitsch Penkin |
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409 Бондарчук Александр Сергеевич - Alexander Sergejewitsch Bondartschuk |
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410 Жуков Кирилл Игоревич - Kirill Igorewitsch Schukow |
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411 Осипов Максим Валерьевич - Maxim Walerjewitsch Osipow |
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412 Ли Павел Алиевич - Pawel Aljewitsch Li |
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413 Герман Виктор - Viktor German |
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414 Добрин Валентин Владимирович - Walentin Wladimirowitsch Dobrin |
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415 Смирнов Сергей Олегович - Sergej Olegowitsch Smirnow |
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416 Верхотуров Сергей Владимирович - Sergej Wladimirowitsch Werchoturow 04.01.1994 - 03.12.23, Rufzeichen Kruglota |
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417 Мольц Геннадий Петрович - Gennadi Petrowitsch Molts |
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418 Мищенко Юрий Тарасович - Juri Tarasowitsch Mischenko |
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419 Зубаткин Владимир Сергеевич - Wladimir Sergejewitsch Subatkin |
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420 Новрузов Расим - Rasim Nowrussow |
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420 Филиппов Сергей Васильевич - Sergej Wassiljewitsch Filippow |
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421 Самарцев Роман Александрович - Roman Alexandrowitsch Samartsew |
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422 Суворов Александр Андреевич - Alexander Andrejewitsch Suworow |
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423 Винар Юрий Михайлович - Juri Michailowitsch Winar |
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424 Ефремов Максим Сергеевич - Maxim Sergejewitsch Efremow Rufzeichen PIK,I geboren am 09.05.1990 Er starb heldenhaft am 27. März 2023, als er seinen Militärdienst in der Schlacht um Artjomowsk erfüllte. Er wurde mit dem Staatspreis der Tapferkeitsmedaille und dem Schwarzen Kreuz des Wagner PMC ausgezeichnet. Posthum. |
| 30.04.24 | ![]() |
425 Вдовенко Александр Викторович - Alexander Wiktorowitsch Wdowenko |
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426 Голубинский Сергей Сергеевич - Sergej Sergejewitsch Golubinskij |
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427 Малышкин Андрей Михайлович - Andrej Michailowitsch Malyschkin |
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428 Гришин Василий Викторович - Wassili Wiktorowitsch Grischin Rufzeichen Evil Eye. In Artemovsk getötet. Ausgezeichnet mit einer Tapferkeitsmedaille und dem schwarzen Wagner-Kreuz. |
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429 Пегашов Александр Сергеевич - Alexander Sergejewitsch Pegaschow |
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430 Чернявский Максим Александрович - Maxim Aleksandrowitsch Tschernjawski
29.01.1994 - 12.01.2023 |
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431 Нургалеев Фаниль - Fanil Nurgalew |
| 02.05.24 | ![]() |
432 Воробьев Анатолий Васильевич - Anatoli Wassiljewitsch Worobjew |
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433 Лапатин Сергей Владимирович - Sergej Wladimirowitsch Lapatin | |
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434 Андращук Максим Александрович - Maxim Aleksandrowitsch Andraschtschuk |
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435 Трушин Александр Юрьевич - Alexander Jurjewitsch Truschin |
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436 Кораблин Николай Владимирович - Nikolai Wladimirowitsch Korablin |
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437 Шамякин Виктор Сергеевич - Viktor Sergejewitsch Schamjakin |
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438 Корымов Евгений - Jewgeni Korjomow |
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439 Плеханов Сергей Михайлович - Sergej Michailowitsch Plechanow |
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440 Брагунов Абрек Анзаурович - Abrek Anzaurowitsch Bragunow |
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441 Гончаров Александр Александрович - Alexander Alexandrowitsch Gontscharow |
| 04.05.24 | ![]() |
442 Смирнов Александр Викторович - Alexander Wiktorowitsch Smirnow |
| 03.05.24 | ![]() |
443 Гончаров Александр Сергеевич - Alexander Sergejewitsch Gontscharow |
| 01.05.24 | ![]() |
444 Юсупов Агзам - Agsam Jusupow |
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445 Мамаев Александр - Alexander Mamajew |
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446 Тимохин Владислав Викторович - Wladislaw Viktorowitsch Timochin |
| 20.05.24 | ![]() |
447 Савельев Артём Сергеевич - Artjom Sergejewitsch Saweljew 15.11.1990 - 20.01.2023 bei Bakhmut |
| 18.05.24 | ![]() |
448 Иванов Олег Вячеславович - Oleg Wjatscheslawowitsch Iwanow |
| 18.05.23 | ![]() |
449 Соколов Павел Владимирович - Pawel Wladimirowitsch Sokolow |
| 18.05.24 | ![]() |
450 Ковалев Александр Николаевич - Alexander Nikolajewitsch Kowaljow |
| 13.05.24 | ![]() |
451 Сарксян Арман Артурович - Arman Arturowitsch Sarksjan |
| 09.05.24 | ![]() |
452 Лосев Владимир Иванович - Wladimir Iwanowitsch Lossew |
| 09.05.24 | ![]() |
453 Аминев Тимергали Уралович - Timergali Uralowitsch Aminew |
| 06.05.24 | ![]() |
454 Гусев Павел Олегович - Pawel Olegowitsch Gussew |
| 06.05.24 | ![]() |
455 Узингер Юрий Яковлевич - Juri Jakowlewitsch Usinger |
| 06.05.24 | ![]() |
456 Долженков Данил Сергеевич - Danil Sergejewitsch Dolschenkow Dolschenkow Danil Sergejewitsch starb in Bakhmut. Posthum mit dem Kreuz des PMC „Wagner“ und der Medaille „Für Mut“ der Russischen Föderation ausgezeichnet |
| 06.05.24 | ![]() |
457 Неруш Дмитрий Сергеевич - Dmitri Sergejewitsch Nerusch |
| 06.05.24 | ![]() |
458 Сухан Сергей Сергеевич - Sergei Sergejewitsch Suchan |
| 06.05.24 | ![]() |
459 Кошманов Александр Игоревич - Alexander Igorewitsch Koschmanow |
| 06.05.24 | ![]() |
460 Саталкин Александр Евгеньевич - Alexander Jewgenjewitsch Satalkin |
| 06.05.24 | ![]() |
461 Кравченко Александр Николаевич - Alexander Nikolajewitsch Krawtschenko |
| 07.05.24 | ![]() |
462 Хистов Евгений Александрович - Jewgeni Alexandrowitsch Chistow |
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463 Стакунов Сергей Сергеевич - Sergej Sergejewitsch Stakunow |
| 07.05.24 | ![]() |
464 Загидуллин Арсен - Arsen Sagidullin |
| 07.05.24 | ![]() |
465 Цапурин Александр Сергеевич - Alexander Sergejewitsch Tsapurin |
| 07.05.24 | ![]() |
466 Федоров Александр Валерьевич - Alexander Walerjewitsch Fedorow |
| 07.05.24 | ![]() |
467 Тараненко Владимир Владимирович - Wladimir Wladimirowitsch Taranenko |
| 07.05.24 | ![]() |
468 Ивченко Анатолий Сергеевич - Anatoli Sergejewitsch Iwtschenko |
| 08.05.24 | ![]() |
469 Хамраев Бунёд - Bunjod Chamrajew Für Mut, Tapferkeit, Tapferkeit während der Schlachten in Bachmut. |
| 17.06.2023 | ![]() |
470 Андрей Александрович Елгаев - Andrej Alexandrowitsch Jelgajew |
| 06.06.24 | ![]() |
471 Богданов Илья Николаевич - Ilja Nikolajewitsch Bogdanow |
| 12.06.24 | ![]() |
472 Иванов Алексей Сергеевич - Aleksey Sergejewitsch Iwanow |
| 07.06.24 | ![]() |
473 Комаров Андрей Игоревич - Andrej Igorewitsch Komarow |
| 08.05.24 | ![]() |
474 Емельянов Максим Викторович - Maxim Wiktorowitsch Emeljanow |
| 25.04.24 | ![]() |
475 Шаров Даниил Андреевич - Daniil Andrejewitsch Scharow |
| 07.05.24 | 476 Изюмов Артем Витальевич - Artem Witaljewitsch Iziumow | |
| 21.06.24 | 477 Черкашин Денис - Denis Tscherkaschin Mein Bruder Tscherkaschin Denis, Rufzeichen (Gorbusha), starb am 12.12.22 in der Nähe von Bakhmut. Wir haben auch keine Informationen. |
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| 06.05.2024 | ![]() |
478 Мишин Александр Сергеевич - Alexander Sergejewitsch Mischin |
| 24.02.24 | ![]() |
479 Шавров Дмитрий Владимирович - Dmitri Wladimirowitsch Schawrow |
| 01.03.24 | ![]() |
480 Батраев Вячеслав Африевич - Wjatscheslaw Afrijewitsch Batrajew |
| 27.06.24 | ![]() |
481 Литвинов Евгений Александрович - Jewgeni Alexandrowitsch Litwinow |
| 02.06.24 | 482 Клоков Денис Сергеевич - Denis Sergejewitsch Klokow | |
| 02.06.24 | 483 Артем Николаевич Настыч - Artem Nikolajewitsch Nastytsch | |
| 02.06.24 | 484 Николай Владимирович Вшивков - Nikolaj Wladimirowitsch Wschiwkow | |
| 02.06.24 | 485 Кирилл Дмитриевич Тесемников - Kirill Dmitrijewitsch Tesemnikow | |
| 02.06.24 | 486 Денис Анатольевич Дерунов - Denis Anatoljewitsch Derunow | |
| 02.06.24 | 487 Кацура Олег Олегович - Oleg Olegowitsch Katsura | |
| 02.06.24 | 488 Леонов Алексей Сергеевич - Alexej Sergejewitsch Leonow | |
| 30.04.24 | ![]() |
489 Евгений Александрович Бурцев - Jewgeni Alexandrowitsch Burtsew |
| 28.06.24 | ![]() |
490 Киберев Анатолий Анатольевич - Anatoli Anatoljewitsch Kiberew |
| 12.06.24 | 491 Абрамов Евгений Владимирович - Jewgeni Wladimirowitsch Abramow | |
| 12.06.24 | 492 Кульчицкий Вадим Михайлович - Wadim Michailowitsch Kultschizki | |
| 05.05.24 | ![]() |
493 Федотов Андрей Александрович - Andrej Alexandrowitsch Fedotow |
| 05.05.24 | ![]() |
494 Чернышев Павел Викторович - Pawel Wiktorowitsch Tschernyschew |
| 04.05.24 | ![]() |
495 Колесников Дмитрий Александрович - Dmitri Alexandrowitsch Kolesnikow |
| 18.06.24 | ![]() |
496 Шумков Вадим Николаевич - Wadim Nikolajewitsch Schumkow |
| 08.07.24 | ![]() |
497 Дмитриев Андрей Андреевич - Andrej Andrejewitsch Dmitriew |
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498 Евстигнеев Евгений Анатольевич - Jewgeni Anatoljewitsch Evstignejew |
| 04.05.24 | ![]() |
499 Рогалев Евгений Юрьевич - Jewgeni Jurjewitsch Rogalew |
| 04.05.24 | ![]() |
500 Поляков Виталий Александрович - Witali Alexandrowitsch Poljakow |
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501 Евгений Николаевич Бровкин - Jewgeni Nikolajewitsch Browkin |
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502 Евгений Александрович Павловец - Jewgeni Alexandrowitsch Pawlowetz |
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503 Горошевич Александр Олегович - Alexander Olegowitsch Goroschewitsch |
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504 Дерей Иван Сергеевич - Iwan Sergejewitsch Derey |
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505 Владимир Андреевич Скворцов - Wladimir Andrejewitsch Skworzow |
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506 Макаров Максим Станиславович - Maksim Stanislawowitsch Makarow |
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507 Мазжеров Дмитрий Константинович - Dmitri Konstantinowitsch Mascherow |
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508 Бехтхольд Вадим Николаевич - Wadim Nikolajewitsch Bechthold |
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509 Несват Андрей Николаевич - Andrej Nikolajewitsch Neswat |
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510 Мальков Александр Вячеславович - Alexander Wjatscheslawowitsch Malkow |
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511 Вильнов Руслан Олегович - Ruslan Olegowitsch Wilnow |
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512 Урванцев Сергей Юрьевич - Sergej Jurjewitsch Urwantsew |
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513 Ложкин Алексей Васильевич - Aleksey Wassiljewitsch Loschkin |
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514 Будис Владлен Андреевич - Wladlen Andrejewitsch Budis |
| 25.04.24 | ![]() |
515 Поповкин Андрей Юрьевич - Andrej Jurjewitsch Popowkin |
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516 Ефимов Юрий Андреевич - Juri Andrejewitsch Jefimow |
| 15.07.24 | ![]() |
517 Зоркальцев Иван Михайлович - Iwan Michailowitsch Zorkalzew |
| 25.04.2024 | ![]() |
518 Носырев Сергей Владимирович - Sergej Wladimirowitsch Nosyrew Mein Bruder nahm vom 26.10.2022 bis zum 21.02.2023 als Kämpfer im PMC WAGNER, Rufzeichen PARGOR, am Militärbezirk Nord teil und führte Kampfeinsätze während der Schlacht um die Stadt Artjomowsk (DVR) durch. Er starb heldenhaft. Er wurde mit einer Staatsauszeichnung ausgezeichnet – einer Tapferkeitsmedaille. WIR LIEBEN, ERINNERN, WIR SIND STOLZ. |
| 25.04.24 | ![]() |
519 Вершинин Евгений Николаевич - Jewgeni Nikolajewitsch Werschinin |
| 25.04.24 | ![]() |
520 Ходжаев Достмурод Курбонович - Dostmurod Kurbonowitsch Chodschajew |
| 25.04.24 | ![]() |
521 Мязин Валерий Владимирович - Waleri Wladimirowitsch Mjasin |
| 25.04.24 | ![]() |
522 Дедловский Андрей Александрович - Andrej Alexandrowitsch Dedlowski |
| 25.04.24 | ![]() |
523 Столяров Александр Владимирович - Alexander Wladimirowitsch Stoljarow |
| 25.04.24 | ![]() |
524 Демченко Виктор Валентинович - Viktor Valentinowitsch Demtschenko |
| 26.04.24 | ![]() |
525 Пономарев Дмитрий Николаевич - Dmitri Nikolajewitsch Ponomarjow |
| 26.04.24 | ![]() |
526 Александров Вадим Александрович - Wadim Alexandrowitsch Alexandrow |
| 30.05.24 | ![]() |
527 Мельяновский Михаил Анатольевич - Michail Anatoljewitsch Melianowsky |
| 24.04.24 | ![]() |
528 Агеев Юрий Андреевич - Juri Andrejewitsch Agejew |
| 30.07.24 | 529 Болодьян Денис Валерьевич - Denis Walerjewitsch Bolodjan | |
| 08.08.24 | ![]() |
530 Марков Юрий Сергеевич - Juri Sergejewitsch Markow |
| 28.04.2024 | ![]() |
531 Кудряшов Сергей Александрович - Sergej Alexandrowitsch Kudrjaschow |
| 01.05.24 | ![]() |
532 Добряков Александр Викторович - Alexander Wiktorowitsch Dobrjakow |
| 25.02.2023 | ![]() |
533 Зиновьев Александр Николаевич - Alexander Nikolajewitsch Sinowjew |
| 10.02.23 | ![]() |
534 Бердников Максим Сергеевич - Maxim Sergejewitsch Berdnikow |
| 10.09.24 | ![]() |
535 Сыпачев Андрей Александрович - Andrej Alexandrowitsch Sypatschew |
| 13.07.24 | ![]() |
536 Фликов Вадим Владимирович - Wadim Wladimirowitsch Flikow |
| 13.07.24 | 537 Люлько Станислав Александрович - Stanislaw Alexandrowitsch Ljulko | |
| 13.07.24 | 538 Чосковец Евгений Владимирович - Jewgeni Wladimirowitsch Tschoskowetz | |
| 01.08.24 | ![]() |
539 Фаррахов Раил Рафилович - Rail Rafilowitsch Farrachow |
| 01.08.24 | ![]() |
540 - Суховерхов Александр Владимирович - Alexander Wladimirowitsch Suchochow |
| 09.10.2024 | 541 Лысенков Дмитрий Сергеевич - Dmitri Sergejewitsch Lysenkow | |
| 09.10.2024 | 542 Серегин Сергей Сергеевич - Sergej Sergejewitsch Seregin | |
| 23.04.2024 | 543 Калинин Андрей Александрович - Andrej Alexandrowitsch Kalinin 09.03.86-24.01.23 |
|
| 23.04.2024 | 544 Братушников Евгений Васильевич - Jewgeni Wassiljewitsch Bratuschnikow 10.10.89-29.11.22 |
|
| 23.04.2024 | 545 Исаков Бодир - Bodir Isakow 09.12.90-04.12.22 |
|
| 23.04.2024 | 546 Круглов Сергей Геннадьевич - Sergej Gennadjewitsch Kruglow 17.06.76-25.11.22 |
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| 23.04.2024 | 547 Балашов Александр Васильевич - Alexander Wassiljewitsch Balaschow 06.06.63-24.01.23 |
|
| 23.04.2024 | 548 Савинов Сергей Владимирович - Sergej Wladimirowitsch Sawinow 08.07.84.-11.12.22 |
|
| 23.04.2024 | 549 Дудаев Ацамаз - Asamaz Dudajew 28.11.92-14.11.22 |
|
| 23.04.2024 | 550 Мартыненко Антон Владимирович - Anton Wladimirowitsch Martynenko 10.05.85-21.10.22 |
|
| 23.04.2024 | 551 Каблуков Евгений Владимирович - Jewgeni Wladimirowitsch Kablukow 19.11.86-04.11.22 |
|
| 23.04.2024 | 552 Булдаков Николай Александрович - Nikolai Alexandrowitsch Buldakow 16.08.60-24.01.23 |
|
| 23.04.2024 | 553 Новохацкий Дмитрий Петрович - Dmitri Petrowitsch Nowochatski 28.10.82-05.11.22 |
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| 23.04.2024 | 554 Звонарев Артем Юрьевич - Artem Jurjewitsch Swonarew 31.07.88-03.09.22 |
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| 23.04.2024 | 555 Кашничев (Каменичев) Владимир Анатольевич - Wladimir Anatoljewitsch Kaschnitschew (Kamenitschew) 28.05.85-09.11.22 |
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| 23.04.2024 | 556 Пузряков Виктор Анатольевич - Wiktor Anatoljewitsch Pusarjakow 04.12.62-24.01.23 |
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| 23.04.2024 | 557 Смиренский Андрей Алексеевич - Andrej Aleksejewitsch Smirenski | |
| 23.04.2024 | 558 Соловьев Дмитрий Сергеевич - Dmitri Sergejewitsch Solowjew | |
| 23.04.2024 | 559 Пластинин Иван Сергеевич - Iwan Sergejewitsch Plastinin | |
| 15.10.2024 | ![]() |
560 Захаров Сергей Сергеевич - Sergej Sergejewitsch Sacharow |
| 22.03.23 | 561 Князев Иван Васильевич - Iwan Wassiljewitsch Knjasew | |
| 21.11.24 | ![]() |
562 Ли Павел Алиевич - Pawel Alijewitsch Lee |
| 19.10.24 | 563 Черенцов Никита Андреевич - Nikita Andrejewitsch Tscherenzow | |
| 06.12.24 | ![]() |
564 Синицин (Сеницин) Дмитрий - Dmitri Sinitsin (Senitsin) |
| 07.01.25 | ![]() |
565 Солдатов Александр Владимирович - Alexander Wladimirowitsch Soldatow |
| 10.01.25 | 566 Петров Андрей Евгеньевич - Andrej Jewgenjewitsch Petrow | |
| 05.03.25 | 567 Базаров Максим - Max Bazarow | |
| 01.04.25 | ![]() |
568 Галактионов Дмитрий Александрович - Dmitri Alexandrowitsch Galaktionow |
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569 Ковшов Андрей Сергеевич - Andrej Sergejewitsch Kowschow | |
| 21.04.25 | ![]() |
570 Кайков Владислав Борисович - Wladislaw Borissowitsch Kaikow |
| 01.05.25 | ![]() |
571 Соловьев Алексей Константинович - Alexej Konstantinowitsch Solowjew |
| 01.05.25 | ![]() |
572 Жораев Алик Бабаназарович - Alik Babanazarowitsch Dschorajew |
| 04.05.25 | ![]() |
573 Субочь Игорь Валериянович - Igor Walerijanowitsch Subotsch |
| 04.05.25 | ![]() |
574 Богданов Александр Сергеевич - Alexander Sergejewitsch Bogdanow |
| 05.05.25 | ![]() |
575 Молчанов Алексей Николаевич -- Alexej Nikolajewitsch Molchanow |
| 10.05.25 | ![]() |
576 Емельянов Владимир Николаевич - Wladimir Nikolajewitsch Jemeljanow |
| 23.03.2026 | ![]() |
577 Гнездилов Сергей Павлович - Sergej Pawlowitsch Gnesdilow |
| 12.04.2026 | 578 Саленко Дмитрий Андреевич - Dmitri Andrejewitsch Salenko | |
| 23.04.2026 | ![]() |
579 Речкин Андрей Николаевич - Andrej Nikolajewitsch Petschkin |
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Ganz im Nordosten des Autonomen Kreises der Jamal-Nenzen liegt das Dorf Gyda mit 3.600 Einwohnern. Die Dorfbevölkerung besteht zum überwiegenden Teil aus Nenzen, einer kleinen nordsibirischen Ethnie mit etwa 41.000 Angehörigen. Die Nenzen sind traditionelle Jäger, Fischer und Rentierhirten und haben diese Lebensweise bis heute bewahrt.
Das Dorf Gyda kann nur im Sommer von Juli bis September per Schiff erreicht werden, es gibt im Winter ein paar hart gefrorene Pisten zu anderen Siedlungen, ansonsten bleibt nur der Hubschrauber um Menschen und Waren anzuliefern
Aus dem Dorf Gyda kam Senasi Salinder, geboren am 10. November 2001. Am 11. Oktober wurde sein Tod im Krieg gegen die Ukraine gemeldet und er solle nach den Bräuchen der Nenzen in seinem Heimatdorf begraben werden.
Naturpark Nalitschewo bei Jelisowo -- Foto: Rost.galis -- Lizenz: CC BY-SA 4.0
Unsere Reise quer durch Russland führt uns heute in die Stadt Jelisowo mit knapp 40.000 Einwohnern, die sich im "Fernen Osten" Russlands auf der Halbinsel Kamtschatka befindet. Die Stadt ist so etwas wie ein regionales touristisches Zentrum auf der Halbinsel in der Nähe des Kronozki-Biosphärenreservates.
Wie sehr in Russland die schulische und die militärische Ausbildung ineinander verwoben sind, zeigt der kleine Film der Sekundarschule Nr. 2 aus Jelisowo. Dort wird ein "Heldenschreibtisch" eingeweiht, der einem jungen Schulabsoventen gewidmet ist - getötet im Krieg gegen die Ukraine. Anton Pawlowitsch Juschakow, geboren am 19.07.2000, getötet am 6. Dezember 2023. Wie Anton im Krieg gelandet ist, erfahren wir nicht.
Die Anzahl der monatlich von uns erfassten Kriegstoten geht weiter nach oben. Im Moment erfassen wir jeden Tag mehr als 200 neue gefallene Soldaten im Durchschnitt – das ist ein neuer Höchststand seit Kriegsbeginn.
Wobei zu beachten ist, einige dieser neuen Namen kommen aus dem gesamten Zeitraum seit dem Jahr 2022 und werden eben jetzt erst öffentlich bekannt – zum Beispiel durch Gedenktafeln, Ordensverleihungen und Chroniken.
Die russische Armee hat die menschenverachtende Kriegstaktik der Gruppe Wagner übernommen. Geringe Geländegewinne werden mit hohen Verlusten an Menschen und Material erkauft. Unser Schaubild links dokumentiert die Entwicklung seit Beginn 2023 und zeigt auf, was in den kommenden Monaten zu erwarten ist.
Sadonsk am Don -- Foto: Алексей Задонский -- Lizenz: CC BY-SA 4.0
Im Westen Russlands in der Region Lipezk liegt die Kleinstadt Sadonsk. Die Stadt liegt am linken Ufer des Don und hat etwa 10.000 Bewohner. Viel Industrie gibt es dort nicht, einige große Betriebe schlossen in den neunziger Jahren. Es gibt große Pläne, die landschaftlich schön gelegene Stadt touristisch und kulturell zu entwickeln, aber Russlands Ressourcen fließen ja in den Krieg.
Eine Anekdote zur Stadt - die Bürger von Sadonsk litten unter dem extremen Schwerlastverkehr, der sich auf einer Fernstraße durch die Stadt schlängelte. So wurde eine Umgehungsstraße gebaut. Doch die wurde dann mautpflichtig, so dass der Verkehr sich wieder durch die Stadt ergießt.
In Sadonsk ist auch das Gefangenenlager IK-6 der Region Lipezk angesiedelt. Auch dort wurden Insassen für die Sturm-Z Einheiten rekrutiert, die meisten werden nicht überlebt haben. Eine Frau aus der Region hat über die getöteten Lagerhäftlinge einen Film zusammengestellt und nennt 32 Namen - viele davon sehr jung.

Wir befinden uns Mitte September 2024 in der Stadt Polyssajewo im russischen Kohlerevier Kussbass (Kemerowo). Die Stadt hat etwa 25.000 Einwohner und ist aus der Kohleförderung heraus entstanden, Im Jahr 1952 wurde sie als Arbeitersiedlung zweier Kohleminen gegründet.
Jetzt gibt es auch eine "Heldengasse" in Polyssajewo, die den gefallenen Soldaten im Krieg gegen die Ukraine gewidmet ist. Die Einweihung dieser Ehrengasse mit etwa 20 Schaubildern der getöteten Soldaten aus dem Ort zeigt der etwa 10 Minuten lange Film.
Mit Balettszenen wird das Sterben jener Männer künstlerisch überhöht, bis dann jene Toten zum "ewigen Leben" emporsteigen. Getreu dem sehr dummen Motto, das man bei fast jeder Todesnachricht lesen muss: "Ein Krieger zu sein, bedeutet ewig zu leben."
Die Stadt Belorezk liegt im Süden Baschkortostans mit knapp 65.000 Einwohnern. Das wirtschaftliche Gerüst der Stadt ist die metallverarbeitende Industrie, die aber wirtschaftlich auf wackligen Beinen steht. Im Gegensatz zu der Gesamtbevölkerung von Baschkirien überwiegen in Belorezk die Russen, die beinahe 70% der Einwohnerschaft stellen.
Am 4. Oktober 24 fand die Beisetzung von Wladislaw Anatoljewitsch Minejew in Belorezk statt. Der junge Mann stammte aus der Stadt, wurde am 16.04.1997 dort geboren und arbeitete als Mechaniker im Hüttenwerk von Belorezk. Das war sicher kein Traumberuf und so wollte Wladislaw ziemlich sicher schnell viel Geld verdienen, auch wenn das im Nachruf ganz anders klingt. Wladislaw meldete sich im Juni 24 für den Kriegsdienst, bereits am 6. August 24 war er tot.
Der offizielle Nachruf der Stadt:

Oleg Anatoljewitsch Ganzurow, geboren am 9. Mai 1991, stammte aus dem kleinen Dorf Bolschoi Lug (Große Wiese) in Burjatien. Nach seinem Wehrdienst blieb er bei der Armee und stieg auf bis zum Leutnant mit einer stolzen Sammlung Orden. Seine kriegerische Laufbahn wurde am 22.07.2026 beendet. Natascha schreibt dazu in einem Kommentar:
Alles schön und gut, alles klar, Medaillen, alles wie es sein soll …, aber der Verdienst gebührt gerade den Jungs, die er wissentlich in den sicheren Tod geschickt hat – solche Kommandeure darf es nicht geben! Die Jungs, die er dorthin geschickt hat, können bis heute nicht evakuiert werden, und das dauert, nur mal kurz, ein halbes Jahr und länger …, und hier wurden sie so schnell evakuiert, dass er noch nicht einmal Zeit hatte, „verdorben“ zu werden, während die Angehörigen der einfachen, gewöhnlichen Soldaten warten müssen – vielleicht wird ja etwas von eurem Bruder, Ehemann oder Sohn zurückgebracht! Früher oder später kommt alles wie ein Bumerang zurück – möge er im Jenseits für die zahlreichen Leben Rechenschaft ablegen!
Durch die ersten Erkältungskrankheiten sind wir im Moment etwas in Schwierigkeiten. Trotzdem habe ich heute den Monatsabschluss Juli 2026 freigeschaltet, obwohl er nur oberflächlich Korrektur gelesen wurde. Sollten noch Fehler im Fließtext sein, werden diese im Laufe des morgigen Tages korrigiert - versprochen. Die Tabellen & veröffentlichten Zahlen dagegen wurden überprüft.
CK, 25.08.2026
Die Opferlisten der russischen Regionen haben wir in den letzten Tagen bis Ende Juli 2026 aktualisiert. Eine Zusammenfassung des Monats Juli ist in den kommende Tagen zu erwarten.
Folgende Regionallisten wurden neu angelegt:
OM, 24.08.26
Im kalten Winter 2022 in Ischewsk, der Hauptstadt der russischen Teilrepublik Udmurtien, sang eine Gruppe Friedensdemonstranten das Lied „Möge es immer Sonenschein geben“. Wir haben darüber berichtet. Das Lied, aus der Perspektive eines kleinen Jungen, ist ein Apell an uns Menschen, den Frieden zu sichern. Das Lied gehört(e) zur sowjetischen Jugendkultur und wurde auch von den jungen Pionieren in der DDR gerne gesungen. Hier eine Version von Pete Seeger.
Der russische Refrain lautet etwa so:
Möge es immer Sonnenschein geben,
möge es immer blauen Himmel geben,
möge es immer Mama geben,
möge es immer mich geben!
In Anbetracht dieses Jahrhundertsommers können wir feststellen: Den ewigen Sonnenschein und den immer blauen Himmel haben wir. Den Frieden dagegen noch nicht.
OM, 11.08.26
Wir haben unsere Liste mit den deutschen Namen der Kriegstoten bis zum Juni 2026 aktualisiert. Insgesamt sind es jetzt 1.855 Namen.
Bitte beachtet - all diese Kriegstoten müssen nicht unbedingt einen russlanddeutschen Hintergrund haben. Sicher gibt es darunter auch einige Russen, die nur noch den Namen führen, aber mit russlanddeutscher Kultur nichts zu tun haben. Es ist durchaus auch möglich, dass sich darunter auch jüdische Namen befinden, die aus dem deutschen Sprachraum nach Osten gewandert sind.
Typisches Beispiel dafür ist der Nachname „Katzenelnbogen“, den wir einigemale in Russland angetroffen haben. Katzenelenbogen ist eine Kleinstadt am Rande des Taunus, den Namen hat eine jüdische Dynastie angenommen, die dort im Mittelalter gegründet wurde.
Und natürlich - es ist auch möglich, dass wir uns bei einigen der Namen getäuscht haben und diese eine andere Herkunft haben.
CK, 07.08.26
Die Opferlisten der russischen Regionen haben wir in den letzten Tagen bis Ende Juni 2026 aktualisiert. Eine Zusammenfassung des Monats Juni ist in den kommende Tagen zu erwarten.
Folgende Regionallisten wurden neu angelegt:
OM, 02.08.26
Da wir jeden Tag mehrere Kurzzeitsoldaten unter den russischen Kriegstoten finden, haben wir etwas umgestellt. Diese Personalien sind aus unserer Rubrik „Personalien & Kurznachrichten“ verschwunden, wir haben dafür eine neue Rubrik „Ohne viele Worte“ erstellt. Dort findet man nur den Namen des Kurzzeitsoldaten und das Datum der Veröffentlichung. Mit einem Klick auf den Namen erhält man das übliche Profil dieses Menschen.
Zunächst haben wir unsere letzte Veröffentlichung der 12 Kurzzeitsoldaten dort eingestellt, der Beitrag ist deshalb von der Titelseite verschwunden. In den nächsten Tagen werden wir täglich mehrere neue Kurzzeitsoldaten veröffentlichen, die bisher auf Halde liegen.
Auf Anfrage einiger Leser haben wir unserer Tabelle mit den vermutlich russlanddeutschen Kriegstoten noch eine Liste der regionalen Verteilung hinzugefügt.
Wie zu erwarten kommen die meisten dieser Kriegstoten aus Sibirien: Region Altai, Omsk und Nowosibirsk.
Das Übersetzen der russischen Namen ins Deutsche ist ein Kapitel für sich. Wir machen das mit dem Übersetzungsprogramm von DeepL. Allerdings ist das Ergebnis so, dass man alle Namenübersetzungen überprüfen muss. Spätestens nach einigen Namen fällt das Programm wieder ins Englische zurück und die Ergebnisse sind nur schwer lesbar. Manchmal vergisst das Programm auch Endungen oder wirft Zeichen mit fremden, nicht deutschen Akzentzeichen aus.
Beim Durchgehen der übersetzten Namen markieren wir die deutschen mit einem Sonderzeichen, damit wir diese in eine extra Tabelle überführen können. Was macht DeepL zuletzt? Haben wir solch einen Namen markiert und verbessern in der Folge weitere Namen, dann markiert KI diese auch mit jenem Sonderzeichen. So rutschen auch russische Namen automatisch in unsere Tabelle der Russlanddeutschen.
Folglich - alles muss erneut korrigiert werden.
Es ist alles zusammen gekommen, die Hitze der letzten Tage, die unsere Arbeitsmoral untergraben hat, durch die hessischen Ferien bedingte dünne Besetzung und schließlich ist unsere EDV-Erfassung auch noch abgestürzt. So dauerte unsere Zusammenfassung des Monats Mai länger als geplant. Wir bitten um Entschuldigung.
Die Todeslisten aller russischen Regionen sind jetzt bis zum Monat Mai 2026 aktuell. Die übliche Zusammenfassung werden wir bis zum 16.07.26 vorlegen.
Folgende Regionallisten wurden neu angelegt:
Wir hatten etwas Probleme mit unserer internen IT, deshalb haben wir uns mit dem Monat April 2026 weiter verspätet und konnten auch keine aktuellen Themen einschieben. Die Zusammenfassung werden wir am morgigen Donnerstag vorlegen.
Alle russischen Regionen wurden bereits mit den Daten des Monats April 2026 aktualisiert.
Folgende Listen wurden neu angelegt:
Wir haben alle russischen Regionen mit den Daten des Monats März 2026 aktualisiert.
Folgende Listen wurden neu angelegt:
Die ausführliche Zusammenfassung zum Monat März 2026 und die erfassten Daten zum April 2026 werden wir bis spätestens 12. Mai vorlegen können.
CK, 11.05.2026
Wir sind gerade im Stress und bereiten den Abschluss des Monats März 2026 vor. So haben wir versehentlich einen unfertigen Beitrag online gestellt: „Für Glaube und Vaterland in Nowomoskowsk“. Wir bitten um Entschuldigung.
Wir haben den Beitrag wieder versteckt, er wird erst in den nächsten Tagen - dann hoffentlich komplett - veröffentlicht.
OM 07.05.2026
Am Abend des 5. Mai 2026 war unsere Domain „oskarmaria.de“ nicht zu erreichen. Nach hektischen Versuchen, das Problem auf unserem Webserver zu suchen, mussten wir feststellen, dass wir nichts unternehmen können. Die Namensauflösung für de-Domains war bei Denic gestört. Über unsere zweite Domain https://www.gibtsnet.eu sind wir weiterhin & ungestört zu erreichen.
Zum Beitrag über die beiden in Russland inhaftierten Frauen Natalia Leonhardt und Daria Jegerewa wollen wir noch einige Anmerkungen nachreichen.
Nach der Verhaftung der beiden Frauen wurde zunächst nur der Name von Daria Jegerewa bekannt. Die Familie von Frau Leonhardt wollte, dass ihr Name nicht genannt werden solle. Sie versprachen sich so bessere Chancen vor Gericht. Das ist nicht eingetreten.
Aber dazu passt: Wir hatten beim Unterstützerkomitee angefragt, ob wir ein Foto benutzen können, das beide Frauen zeigt. Am folgenden Tag haben wir die Erlaubnis bekommen, die dann wenig später zurückgezogen wurde. Die Verantwortliche hatte unsere Webseite besucht und meinte danach, dass eine Fotoveröffentlichung in unserem Kontext den beiden Frauen eher schaden würde. Wir wollen das nicht weiter kommentieren.
Russische Freiwillige, die in den ersten drei Monaten nach Vertragsunterzeichnung an der Front getötet wurden, stellen wir unter der Überschrift „Ohne viele Worte“ vor. Da es zu viele waren, haben wir zunächst maximal einen Gefallenen pro Tag veröffentlicht. Aktuell ist die Situation so, dass es in vielen Regionen inzwischen untersagt ist, die genauen Daten anzugeben, wann der Vertrag unterschrieben und wann der Freiwillige getötet wurde. Neue Freiwillige sollen durch solch eine Wahrheit nicht abgeschreckt werden, meinen die russischen Behörden.
Wir haben uns deshalb entschieden, wieder alle Kurzzeitsoldaten zu veröffentlichen, die wir registrieren. Das sind meist Männer aus Burjatien, da in dieser Region - teilweise - noch immer ausführliche Nachrufe publiziert werden. Burjatien steht stellvertretend für alle russischen Regionen, wie unser aktuelles Beispiel aus Transbaikalien zeigt. Im Bezirk Krasnotschikoisky haben wir unter 128 Gefallenen insgesamt 36 Kurzzeitsoldaten gefunden.
Eine aktuelle Liste der Antrittsprämien aller rusischen Regionen, die der russische Staat für Zeitsoldaten bezahlt, haben wir hier veröffentlicht.
Wir haben alle russischen Regionen mit den Daten des Monats Februar 2026 aktualisiert.
Folgende Listen wurden neu angelegt:
Die ausführliche Zusammenfassung zum Februar 2026 und die erfassten Daten zum März 2026 werden wir bis spätestens 10. April vorlegen können.
OM, 09.04.2026
Vielleicht ist euch aufgefallen, dass wir sehr häufig Personen aus Burjatien vorstellen. In unserer Rubrik der Kurzzeitsoldaten (Ohne viele Worte) sind überwiegend Gefallene aus Burjatien vertreten. Das hat einfache Gründe - in Burjatien werden gewohnheitsmäßig ausführliche Nachrufe auf die im Krieg getöteten Landeskinder veröffentlicht. So erfahren wir viele Details. Das kommt in anderen Regionen eher selten vor, häufig werden auch mißliebige Daten gezielt verheimlicht. So zum Beispiel dass die getöteten Soldaten aus der Haft an die Front entlassen wurden, dass sie nur eine kurze Überlebensdauer hatten, usw. In einigen Regionen wie Baschkortostan sind inzwischen solche detaillierten Nachrichten verboten, häufig wird sogar das Alter verschwiegen.
So muss Burjatien als Beispiel herhalten, wenn es um Kurzzeitsoldaten, jugendliche Dummköpfe und Häftlinge geht. Es wird in allen anderen Regionen nicht viel anders sein.
Wir haben alle russischen Regionen mit den Daten des Monats Januar 2025 aktualisiert.
Es wurden neun neue Listen angelegt:
Die ausführliche Zusammenfassung zum Januar 2026 und die erfassten Daten zum Februar 2026 werden wir bis spätestens 13. März vorlegen können.
OM, 12.03.26
Der Trend bei den Nachrufen hält an - konkrete Daten werden nicht mehr angegeben. So will es die russische Regierung. Damit kann man nicht mehr abschätzen, wie lange der Zeitvertrag mit dem Militär dauerte oder besser, wie schnell der Soldat nach Vertragsunterzeichnung getötet wurde. Auch wird die Feststellung verhindert, wie lange der getötete Soldat irgendwo an der Front liegen blieb.
Normalerweise haben wir max. einen Kurzzeitsoldaten pro Tag in unserer Rubrik „Ohne viele Worte“ veröffentlicht. Das haben wir heute ausnahmsweiße verändert und alle Kurzzeitsoldaten gelistet, die uns im Zeitraum vom 19. bis 20. Januar 26 aufgefallen sind. Als Beleg dafür, dass auch weiterhin viele russischen Freiwilligen nur kurze Zeit an der Front überleben, auch wenn diese Tatsache unterdrückt werden soll.
CK, 23.02.26

Nachdem die Aufmerksamkeit zu unseren Veröffentlichungen wächst, eine kurze Information zu OskarMaria.
Unter diesem Pseudonym war der Initiator im Internet seit über 25 Jahren recht unregelmäßig präsent. Ab dem Jahr 2014 hat er hier über die Situation in den von Russland besetzten Gebieten des Donbass geschrieben. Als einer der ersten Journalisten überhaupt informierte er über die damals neu gegründete Gruppe Wagner.
Beruflich war er seit den 80-iger Jahren Geschäftsführer von diversen Medienunternehmen im Printbereich. Jetzt im Ruhestand, Kinder erwachsen, bleibt etwas mehr Zeit, die gesammelten Erfahrungen zusammen mit wenigen Mitstreitern für dieses Projekt zu nutzen.
Nachtrag: OskarMaria– das ist eine kleine Verbeugung vor dem beinahe vergessenen Schriftsteller Oskar Maria Graf. In Zeiten der Bücherverbrennungen wurden seine Werke von den Nazis verschont, ja sogar teilweise empfohlen. „Verbrennt mich!“ schrieb er 1933 in der Wiener Arbeiterzeitung, „nach meinem ganzen Leben und nach meinem ganzen Schreiben habe ich das Recht, zu verlangen, dass meine Bücher der reinen Flamme des Scheiterhaufens überantwortet werden und nicht in die blutigen Hände und die verdorbenen Hirne der braunen Mordbanden gelangen!“ Schließlich floh er in die USA – dort lebte er in bescheidenen Verhältnissen. Deutschland wollte den unbequemen Mann nach dem Krieg nicht wieder haben. Er starb 1967 in New York.
Literaturempfehlung: Wir sind Gefangene - Autobiograhie 1927.
Doppelt
Wladimir: 25. Artem Kozhenkov // Nischni Nowgorod: 35 Artem Kozhenkov
Wolgograd: 01 Juri Agarkov // Pskow: 41 Juri Agarkow
Kutelev Stanislav, dreifach, Kostroma, Rjasan und Orenburg. Nur Orenburg
Nikolai Symov, Rjasan & Tschuwaschien - nur Tschuwaschien
Mamontov Mikhail - Krasnodar Teil 1 & Teil 2
Ivan Alekseevich Chulkov, Kostroma, Pos. 51/56
Elimov Alexey Michailowitsch , Kostroma & Tschuwaschien
Falsch einsortiert
Ruslan Khamitov, Tscheljabinsk, kein Söldner der Gruppe Wagner
Die Rekrutierung von Zeitsoldaten für den russischen Angriffskrieg ist straff organisiert. Jede Region hat eine bestimmte Quote an neuen Freiwilligen zustellen, die von der Zentralregierung festgelegt wird. Die Regionalregierungen wiederum geben diese Quoten weiter und schreiben den Bezirken und Städten vor, wie viele Freiwillige diese akquirieren müssen. Die Höhe der ausgelobten Antrittsprämie richtet sich danach, wie schwierig es für die Regionalregierungen ist, neue Zeitsoldaten zu gewinnen.
Der russische Exilpolitiker Andrej Piwowarow berichtet nun, dass ihm 61 Gerichtsurteile vorliegen, in denen Regionalbeamte bestraft wurden, weil sie die gesetzten Quoten nicht erfüllen konnten. Eines der Beispiele handelt vom stellvertretenden Verwaltungsleiter der Großstadt Newinnomyssk in der Region Stawropol. Die Stadt konnte nur 80% der Quote an Freiwilligen erfüllen, der Beamte erhielt deshalb Ende des Jahres 2025 vom zuständigen Friedensrichter eine Geldstrafe von 30.000 Rubel (etwa 300 €).
Wir haben die Liste der russischen Regionen mit den Prämien für den Abschluss von -unbefristeten- Zeitverträgen mit dem Militär aktualisiert.
Seit unserer letzten Veröffentlichung Ende Juli haben einige Regionen ihre Antrittsprämien angepasst. Wenn eine Region Probleme hatte, ihre von Moskau vorgegeben Quoten zu erreichen, wurden die Zahlungen erhöht. Im Fall dass eine Region ausreichend Zeitsoldaten stellen kann, wurden die Zahlungen reduziert. Wir haben die Veränderungen in der Liste mit einem Sternchen (*) markiert.
In der Summe sind die bezahlten Prämien weiter angestiegen. Im Juli zahlten die Regionen im Durchschnitt 2.167.000 Rubel als Prämie, Anfang September 2026 erhöhte sich der Durchschnittsbetrag auf 2.339.000 Rubel.
Neu dabei sind Sonderzahlungen, die manche Regionen für Drohnenpiloten ausloben. Die Regionen Inguschetien, Kaliningrad, Pskow und die Stadt Sewastopol auf der Krim weisen diese Extrazahlungen aus. Eine besondere Pointe setzt die Region Komi - die Zeitsoldaten erhalten extra 100.000 Rubel bei Rückkehr, wohl wissend, dass nicht viele lebend von der Front nach Hause kommen werden.
Die russischen Behörden versuchen auf allen Ebenen zu verhindern, dass Informationen über Kriegstote das Land verlassen. Seit Beginn des russischen Krieges verschicken russische Bürger aus den verschiedensten Regionen Fotos und Videoaufnahmen über neue Kriegsgräber. Und zwar nicht an Geheimdienste, sondern zu den Telegram-Kanälen, die solche Informationen sammeln. Solch offene Info-Kanäle werden natürlich auch von den Geheimdiensten aller Länder gerne besucht, auch wenn diese mit Agententätigkeit nichts zu tun haben.
Nachstehend eine Presseerklärung des Regionalgerichts Jaroslawl vom 08.09.26:
Neuigkeiten vom 8. September 2026
Ein Einwohner von Jaroslawl, der Informationen über tote Soldaten weitergegeben hatte, wurde wegen Hochverrats verurteilt.
Das Regionalgericht Jaroslawl verurteilte heute einen 48-jährigen Einwohner wegen Hochverrats (Artikel 275 des Strafgesetzbuches der Russischen Föderation).
Das Gericht stellte fest, dass der Angeklagte Nikolai Schtscherbakow ab Oktober 2024 regelmäßig den Gedenkfriedhof aufsuchte und dort heimlich die Gräber von Militärangehörigen fotografierte und filmte. Der in Jaroslawl lebende Mann übermittelte die gesammelten Informationen anschließend per Instant Messenger an Vertreter der ukrainischen Geheimdienste.
Kriminelle Aktivitäten wurden von Beamten der FSB-Direktion für die Region Jaroslawl identifiziert und gestoppt.
Mit Urteil des Gerichts wurde Shcherbakov N. des Hochverrats (Artikel 275 des Strafgesetzbuches der Russischen Föderation) für schuldig befunden und zu einer Freiheitsstrafe von 14 Jahren in einer Strafkolonie mit strengem Regime verurteilt, gefolgt von einer Freiheitsbeschränkung von 1 Jahr und 6 Monaten.
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Im Herbst 2022 hat die russische Armee 300.000 Reservisten für den Krieg in der Ukraine eingezogen. Diese mobilisierten Soldaten sind jetzt viereinhalb Jahre im Dienst in einem Krieg, bei dem kein Ende in Sicht ist.
Bei vielen Meldungen über im Krieg gefallenen Soldaten können wir nicht erfahren, ob der Kriegstote ein freiwilliger Zeitsoldat, ein Mobilisierter oder ein Berufssoldat war. Trotzdem finden wir jeden Tag Meldungen, die den Status des Gefallenen nennen. Und da sind einige mobilisierte Reservisten darunter.
Deshalb stellt sich die Frage, wie viele der mobilisierten Männer noch im Kriegsgebiet vorhanden sind? Janis Kluge, von der Stiftung Wissenschaft & Politik, hat dazu eine Antwort geliefert. Anhand der Zahlungen im Bundeshaushalt für die mobilisierten Soldaten, konnte er ihre Anzahl berechnen. Von den knapp 300.000 mobilisierten Männern waren im Juli 2024 noch 246.303 vorhanden, im Juli 2025 waren noch 168.594 verblieben. Neuere Zahlen gibt es noch nicht. Setzt sich der Schwund fort, so dürften aktuell nur noch etwa 100.000 Mobilisierte im Dienst sein.
Diese Mobilisierten wurden im letzten Jahr häufig unter Druck gesetzt, in einen Zeitvertrag zu wechseln (siehe hier). Der weit größere Teil wurde getötet oder ist kriegsuntauglich, also physisch oder psychisch schwer verletzt.
„Dies ist eine sehr ernste und verantwortungsvolle Angelegenheit. Wir unternehmen gemeinsam mit Ihnen und den Bürgermeistern der Gemeinden auf allen Ebenen größte Anstrengungen, diese Aufgabe mit Würde zu bewältigen“, sprach der Gouverneur von Irkutsk, Igor Kobzew (Foto links), zu den Parlamentariern der Regionalversammlung. Er meinte damit die Erfüllung der Quote an Freiwilligen für den Kriegsdienst, die der Region Irkutsk von Moskau auferlegt wurde. Auf seinen Antrag hin wurden die Prämien von 2,1 Millionen Rubel auf 1,8 Millionen reduziert. Verurteilte und Angeklagte erhalten eine Million Rubel und neu eingeführt wurde die Zahlung von 900.000 Rubel für Ausländer und Statenlose.
Der eingebrachte Gesetzesentwurf wurde überarbeitet und in zweiter Lesung angenommen. Die Behörden gehen wohl davon aus, dass sie ihre Vorgaben hauptsächlich durch die Strafverfolgungs- und Ausländerbehörden abdecken können. Das spart Geld.
In der russischen Teilrepublik Inguschetien im Kaukasus überbringt der Ministerpräsident die Beileidsbekundigungen für die im Krieg gegen die Ukraine getöteten Inguschen persönlich. Mitte August hatte er vier Familien aufzusuchen.
Laut Wladimir Slasteinin, dem Ministerpräsidenten, nehmen insgesamt mehr als zweitausend Einwohner Inguschetiens an den Kampfhandlungen bei der russischen Armee teil. Wir haben bisher 290 Kriegstote registriert, die tatsächliche Zahl dürfte deutlich höher liegen.
Der Telegram-Kanal „Fortanga“ schreibt zu den Kriegsversehrten:
Mehrere hundert Menschen erlitten schwere Verletzungen. Allein im Jahr 2025 wurden in Inguschetien 464 Teilnehmer an den Kampfhandlungen behandelt. Die genaue Zahl der Verletzten und derjenigen, die im Laufe der Kampfhandlungen eine Behinderung erlitten, wird nicht genannt. Die Verwundeten erhalten nicht immer die ihnen zustehenden Prothesen und sind gezwungen, sich bei verschiedenen Behörden zu beschweren.
Eine Gruppe Lehrer hatten die Möglichkeit zu einer Audienz bei Wladimir Putin. Ein Mann berichtet von einem Ausflug zum Nordpol und auf Rückfrage berichtet er, zwei Eisbären gesehen zu haben. Das findet Wladimir interessant und erzählt, dass Orcas Eisbären in Stücke reißen und vertilgen würden (dafür konnte der Verfasser keine Belege finden). So wäre das Leben, meint Wladimir, der Stärkere frisst den Schwächeren, die Nahrungskette eben. Das sollen die Lehrer ruhig ihren Schülern beibringen. Und deshalb würde Russland ja auch die „Spezielle Militäroperation“ durchführen.
Jabloko ist die einzige Partei in Russland, die sich gegen den Angriffskrieg gegen die Ukraine ausspricht. Sie wurde durch Beschluss eines Moskauer Gerichts, von den kommenden Parlamentswahlen ausgeschlossen. Geklagt hatte die linksnationalistische Partei „Rodina“, die sich selbst nationalkonservativ nennt. Soviel zur allgemeinen Verwirrung.
In ihrer Klage warf Rodina der Partei Jabloko Uhrheberrechtsverletzungen vor. So hätte Jabloko ohne Genehmigung Zeilen aus dem Antikriegslied „Es soll immer Sonnenschein geben“ und die Zeile „Wenn es doch nur keinen Krieg gäbe“ aus Alexander Wolodins Theaterstück „Fünf Abende“ verwendet, sowie Umfragedaten des Lewada-Zentrums zitiert. Es gibt in der Klage weitere Vorwürfe ähnlicher Qualität.
Bliebe zum Schluss noch zu erwähnen: Der Sohn des Komponisten des Liedes „Es soll immer Sonnenschein geben“ hatte der Partei ganz offiziell die Erlaubnis zur Nutzung gegeben.
In den ersten sechs Monaten dieses Jahres hat Russland 43,5 Tonnen Gold verkauft. Aber es hat noch reichlich Reserven, Anfang Juli sollen sich noch 2.282 Tonnen Gold in den staatlichen Tresoren befunden haben. Trotzdem bedeutet dieser Verkauf den größten Rückgang der Goldreserven in den letzten 25 Jahre.
Der Goldverkauf dient in erster Linie der Deckung des russischen Haushaltsdefizits, der Staat muss immer höhere Ausgaben für den Krieg gegen die Ukraine finanzieren. Allerdings dürfte jenes verkaufte Gold meist im Land geblieben sein. In unsicheren Zeiten heben die Russen gerne ihre Rücklagen vom Konto ab und kaufen dafür Gold.
Die Kleinstadt Bad Ems liegt an der unteren Lahn und nur wenige Kilometer von der Stadt Koblenz entfernt. Bad Ems hatte seine Glanzzeit im 19. Jahrhundert. Es war die Kurstadt und Sommerresidenz von bedeutendem Adel und angesagten Künstlern. So führte zum Beispiel die Emser Depesche zum Französisch-Deutschen Krieg 1870/71.
Auch der russische Zar Alexander der II. verbrachte den Sommer gerne in Bad Ems. Dort unterzeichnete er am 30. Mai 1876 den „Emser Erlass“. Damit verbot er die Einfuhr und Veröffentlichung von Schriften in ukrainischer und belarussischer Sprache im Russischen Kaiserreich und stellte Zuwiderhandlungen unter Strafe. Eine kaiserliche Kommission hatte festgestellt, dass die Verwendung der ukrainischen Sprache staatsgefährdend wäre.
Dieses russische Überheblichkeitsdenken gegenüber den „Kleinrussen (Ukrainer)“ wirkt bis heute nach. Auf ihm basiert auch der propagandistische Überbau, mit dem der „Putinismus“ den russischen Angriffskrieg begründet.
Foto: Silin2005 -- Lizenz: Gemeinfrei -- Die Plakette wurde nach dem russischen Angriffskrieg 2022 von Unbekannten entfernt.
Wir hatten bereits über die Aussage der russischen Militätbloggerin Agnes Becker berichtet, die in ihrem Telegramkanal eine angeblich unabhängige Studie zitiert hatte. Danach würde die durchschnittliche Überlebensdauer eines Soldaten bei einem Angriff an den vordersten Positionen nur 20 - 35 Minuten betragen. Am letzten Mittwoch bestätigte der CIA-Direktor John Ratcliff diese Aussage:
„Unsere Erkenntnisse decken sich mit einigen Berichten aus offenen Quellen, die Sie möglicherweise im Zusammenhang mit der Ukraine gesehen haben: Die durchschnittliche Lebenserwartung eines russischen Rekruten, der derzeit auf dem Schlachtfeld in der Ukraine eintrifft, wird auf 20 bis 30 Minuten geschätzt.“
Durch den Einsatz von Drohnen mit KI-Unterstützung steigen jedoch die Verlustzahlen auch weit hinter der Front. Im folgenden Video sieht man solch eine Drohne, die zielgerichtet einen russischen Militärlaster ausschaltet. Vermutlich handelt es sich um die in Deutschland hergestellt HX-2 der Rüstungsfirma Helsing.
Die Kleinstadt Tschulym liegt etwa 130 km westlich der Hauptstadt Nowosibirsk. In der Stadt und im dazugehörigen Bezirk leben rund 20.000 Menschen - Tendenz rückläufig. Die Gegend ist landwirtschaftlich geprägt, etwa ein Drittel aller Erwerbstätigen arbeiten in diesem Bereich.
Ein Denkmal erinnert an die Toten aus den sowjetischen und russischen Kriegen. Im Krieg in Afghanistan sind zwei Soldaten aus dem Bezirk getötet worden, in den Tschetschenienkriegen wurden acht Männer getötet und im aktuellen Krieg gegen die Ukraine wurden bisher 113 Namen eingraviert.
Setzt man jene 113 Kriegtoten ins Verhältnis zur Bevölkerung, so würde jene Region an zweiter Stelle aller russischen Regionen in unserer entsprechenden Tabelle stehen.
Peter Frankopan ist Professor für Weltgeschichte an der Universität Oxford. In einem Essey über Wladimir Putin zitiert er den exilrussischen Telegram-Kanal „Astra“. Astra selbst zitiert in einem Beitrag eine/n Z-Blogger/in „Agna Becker“ der/die den Telegram-Kanal „Haus unter Lorbeeren“ betreibt. Agna Becker wiederum zitiert „unabhängige Studien von 'N' “ und damit kommen wir zur eigentlichen Nachricht.
Nach dieser Studie würde die durchschnittliche Überlebensdauer eines Soldaten bei einem Angriff an den vordersten Positionen nur 20 - 35 Minuten betragen. Laut der selben Studie betrage die „durchschnittliche Lebenserwartung“ eines Soldaten von der Zeit seiner Ankunft auf dem Übungsplatz bis zu seiner Abreise in den Kampfgebiet von zehn Tagen bis zu drei Wochen.
Ganz unrealistisch sind diese Aussagen nicht, wie unsere vielen Beispiele über Kurzzeitsoldaten zeigen. Wir haben Agna Becker angeschrieben und um einen Link auf die Originalveröffentlichung gebeten. Eine Antwort ist nicht zu erwarten.
„Ich freue mich auf meinen Tod“ ist der Titel einer bekannten Kantate von Johann Sebastian Bach. Die ist dem Autor spontan zum unten veröffentlichten - KI-generierten - Video eingefallen. In diesem werden 46 russische Soldaten vorgestellt, die alle aus der Großstadt Artjom oder deren näheren Umgebung in der Region Primorje stammen. Zur Erinnerung - die Region Primorje liegt im Fernen Osten Russlands. Die Soldaten im Video werfen ihre Waffen weg, lachen dabei und schreiten ins Nirwana.
Wieviel sinnvoller wäre es gewesen, wenn all diese Soldaten sich diesem verbrecherischen Krieg verweigert und gemeinsam ihre Waffen niedergelegt hätten? Sie wären zumindest lebend nach Hause gekommen. So dürfte auch diese KI-generierte Schmonzette keine Hilfe und Trost für ihre Angehörigen darstellen.
Im ersten Quartal 2026 floss beinahe jeder zweite Rubel aus dem russischen Staatshaushalt in das Militär. Das berichtet ein Mitarbeiter der deutschen Stiftung Wissenschaft und Politik in seinem aktuellen Rundschreiben. Ganz genau betragen die militärischen Ausgaben inzwischen 46% des gesamten russischen Haushalts.
Am 01.08.1914 ist Deutschland in den Ersten Weltkrieg eingetreten, am 11. November 1918 unterzeichnete eine deutsche Delegation den Waffenstillstand. Berechnet man die Zeitspanne des Krieges, so kommt man auf 1.564 Tage Krieg.
Am 24.02.2022 begann die zweite russische Invasion der Ukraine. Bis zum heutigen Tag gerechnet sind das inzwischen 1.570 Tage Krieg, der Konflikt dauert also inzwischen länger als der Erste Weltkrieg - trotz zwischen 300.000 und 500.000 russischen und vermutlich 100.000 ukrainischen Kriegstoten, all den Kriegsversehrten und unermesslicher Zerstörung der Lebensgrundlage der Menschen in der Region. Und noch immer ist kein Ende in Sicht.
Und zur Erinnerung: Die erste russischen Invasion in der Ukraine fand bereits im Jahr 2014 statt, als Russland die Krim gewaltsam annektierte und russische Geheimdiensttruppen in den Donbass einsickerten.
Das Dorf Uinskoje liegt in der russischen Region Perm mit etwa 4.000 Bewohnern. Vermutlich wurde in diesem Dorf ein Versuchsballon gestartet. In einer Information auf der VKonatkte-Seite der „Verwaltung des Stadtbezirks Uinsky“ wurde eine Anzeige der Verwaltung veröffentlicht. Danach werden Frauen in der Region Perm für den Kriegseinsatz rekrutiert. Die Behörden versprechen ein Gehalt von 210.000 Rubel pro Monat und einen Bonus von 1,5 Millionen Rubel für die Unterzeichnung eines Vertrags mit dem russischen Verteidigungsministerium. Der Vertrag soll eine Laufzeit von einem Jahr beinhalten. (Allerdings können solche Verträge laut einem Erlass des Präsidenten so lange verlängert werden, solange die Mobilisierung nicht aufgehoben ist.)
Laut dem Informationstext können nur Frauen zwischen 18 und 35 Jahren einen Vertrag als Drohnenpilotin unterzeichnen, Frauen unter 45 Jahren dürfen sich für Positionen als Fahrerin für humanitäre Hilfstransporte bewerben.
Die Informationsseite wurde inzwischen gelöscht. Allerdings ist es uns gelungen, noch einen Screenshot der betreffenden Anzeige zu sichern (Original, deutsche Übersetzung.).
Die russische Zensur verbietet die genaue Berichterstattung über die vielen ukrainischen Drohnenangriffe auf Erdölraffinerien und Militärstützpunkte im ganzen Land. Die örtlichen Medien berichten deshalb nur sehr zögerlich über die Resultate und zitieren lieber staatliche Erfolgsmeldungen, dass wieder eine Vielzahl von Drohnen abgeschossen wurden.
In den Kommentaren zu den Berichten der großen lokalen Medien ließen die Bürger ihrer Wut freien Lauf und verspotteten Behörden und Regierung. Wir haben mehrfach solche Kommentare veröffentlicht.
In den letzten Tagen gab es erneut Drohnenangriffe auf die Region Krasnodar und St. Petersburg. Wieder wurde im Raum Krasnodar eine Erdöl verarbeitende Anlage in Brand gesetzt und bei St. Petersburg wurde ein Munitionslager angegriffen. Es kam zu Explosionen, die Bevölkerung in der Nähe wurde evakuiert.
Leserkommentare zu den Berichten von Fontanka in St. Petersburg sind jetzt nicht mehr möglich, die Funktion wurde deaktiviert.
Die russische Staatsbank hat eine neue Tabelle über ihre Währungsreserven bis einschließlich 1. Mai veröffentlicht. Danach verkauft die Zentralbank seit Jahresanfang monatlich eine beträchtliche Menge an Gold - insgesamt knapp 28 Tonnen.
Russland dürfte durch den Verkauf etwa 3,7 Milliarden Euro eingenommen haben. Das russische Staatsvermögen wird aber nur zu einem geringen Teil, wenn überhaupt, bei den Bürgern ankommen. Der Staat benötigt die Einnahmen, um seinen Krieg gegen die Ukraine zu finanzieren.
„Udmurtien gegen Koruption“ ist ein Telegram-Kanal, über den wir auch Meldungen über russische Kriegstote aus der russischen Teilrepublik Udmurtien beziehen. Der Gründer des Kanals, Iwan Elisejew, hatte bis zum Jahr 2021 das regionale Büro Alexej Nawalnys geleitet. Ende 2021 verließ auch Elisejew Russland, um einer Verhaftung zu entgehen.
„Udmurtien gegen Koruption“ wurde inzwischen in das russische Register der „ausländischen Agenten“ aufgenommen. Iwan Elisejew wurde aktuell vom russischen Innenministerium zur Fahndung ausgeschrieben.
Am 13. und 14. Mai startete Russland den größten Drohnenangriff auf Kiew und die gesamte Ukraine. Moskau setzte 1.567 Drohnen und 56 weitere Raketen ein. Allein in Kiew wurden 24 Menschen getötet.
Zwei Tage später griffen ukrainische Drohnen zum ersten Mal in großem Umfang die Region Moskau an. Ziele waren eine Erdölraffinerie und Betriebe mit militärischer Produktion. Mindestens drei Menschen wurden getötet.
Zum Bericht des Moskauer Internetportals MSK1 über die Schäden, gab es auch einige interessante Kommentare:
Das WZIOM ist ein staatliches Meinungsforschungsinstitut in Russland, das größte seiner Art im Land. Es veröffentlicht regelmäßig Untersuchungen über die Beliebtheitswerte des Präsidenten, der russischen Regierung und der Stimmung im Land. Im April 26 berichtete das Institut, dass die Zustimmungswerte zur Amtsführung des Präsidenten auf 65,6% gefallen wäre. Dem Ministerpräsidenten und seine Regierung bescheinigte das Institut Zustimmungswerte von 44,3%, bzw. 39,7%. Für eine deutsche Regierung wären das beruhigende Werte, im autoritären Staat Russland geht so etwas nicht.
Im Mai 2026 änderte WZIOM dann die Methodik - und siehe da, die Werte für Putin wurden besser. Zitat:
Laut den Ergebnissen einer gemeinsamen Umfrage unter Russen lag die Zustimmungsrate für die Leistung des Präsidenten im Zeitraum vom 4. Mai bis 10. Mai 2026 bei 66,8 %. Die positive Bewertung der Arbeit des Premierministers und der russischen Regierung in der vergangenen Woche betrug 42,2 % bzw. 38,9 %.
Damit kann Präsident Putin ganz gut leben und alle aktuellen politischen Probleme an seine Regierung adressieren.
Damit alles passt, hat WZIOM diesmal seine Methodik verändert. Statt einer reinen Telefonbefragung der Bürger, ist man jetzt zusätzlich von Haustüre zu Haustüre gegangen und hat die Menschen direkt angesprochen.
Frage an unsere Leser: Würden Sie in einem autoritären Staat eine ehrliche Antwort geben, wenn ein Unbekannter vor ihrer Tür steht und Sie nach Ihrer Meinung zum Präsidenten befragt? Auch wenn der Frager versichern würde, alles bliebe anonym?