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KropotkinKropotkin ist eine Stadt im Süden Russlands in der Region Krasnodar mit etwa 80.000 Einwohnern. Benannt ist die Stadt nach dem russischen Anarchisten und Schriftsteller Pjotr Kropotkin (1842 - 1921). Kropotkin setzte sich damals für eine gewalt- und herrschaftsfreie Gesellschaft ein.

Von der Vergangenheit in die düstere Gegenwart: Die Stadt Kropotkin weihte heute am 9. Mai ein Denkmal ihre gefallenen Soldaten im Krieg gegen die Ukraine ein. 60 Namen sind darauf eingraviert, es ist aber noch Platz für neue gefallene Soldaten.

Das Haus der Kultur aus Kropotkin schreibt dazu auf Odnoklassniki (Klassenkameraden):

Kindergarten Nr 67 in Ussurijsk

Ussurijsk ist eine Großstadt in der Region Primorje im Fernen Osten Russlands. Die Stadt hat etwa 180.000 Einwohner, sie ist 60 km von der chinesischen Grenze und genau so weit vom pazifischen Ozean entfernt. Das nur zur Erläuterung, wo wir uns befinden.

Die "patriotische" Erziehung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in Russland ist eigentlich eine Erziehung zum permanenten Militarismus, zum ständigen Kampf gegen innere und äußere Feinde. Sie wird vom Staat initiert und mit einem Heer von entsprechend ausgebildeten Beratern und beinahe überall gleichlautenden Programmen in allen Erziehungs- und Bildungseinrichtungen durchgeführt.

Diese grotesken Ausmaße zeigt uns beispielhaft der Kindergarten Nr. 67 in Ussurijsk. Wir geben den Originalbeitrag auf VKontakte übersetzt wieder:

Woronino

Das Dorf Woronino liegt etwa 15 km östlich von Tomsk, der Hauptstadt der gleichnamigen Oblast. Das Dorf hat nur etwas über 1.000 Einwohner, aber im Ort ist ein neuer Friedhof für die Bestattung getöteter russischer Soldaten aus der Region entstanden. Inzwischen gibt es dort bereits etwa 50 Soldatengräber, aber es gibt auch Bereiche, die für neue Beisetzungen vorbereitet sind. Wir haben bis zum 30.04.24 insgesamt 333 getötete Soldaten aus der Region gelistet.

Maksim Tschernyschew Unter den bestehenden Gräbern gibt es auch die Ruhestätte von Maksim Tschernyschew (Foto rechts), einem jungen Wehrpflichtigen, der in der Region Brjansk mit seinem LKW in einen Hinterhalt von tschetschenischen Kämpfern geriet,die auf Seite der Ukraine kämpfen. Wir hatten darüber berichtet.

Kinderspiele

Was sich russische Erzieher so alles ausdenken, um den Kindern die richtige patriotische Gesinnung einzutrichtern. Deutschland kann aber beruhigt sein, der kleine General wird in einem Daimler-Benz gefahren.

Viktor Alexandrowitsch NikitinALLEE DER HELDEN 03.04.24 -- Link

Am 13. März starb unser Verwandter in der Zone des nördlichen Militärbezirks in Richtung Kupyansky.

Viktor Alexandrowitsch Nikitin

8. November 1965. - 13.03.2024.

Ein Bewohner der Stadt Belgorod. Er ging als Freiwilliger im Alter von 58 Jahren. Wir sind stolz. Wir trauern.

Kadettenschule Jalta

Im schönen Jalta auf der Krim lebt Jelena. Ihr kleiner Sohn wurde gerade in die Kadettenschule aufgenommen, das freut das Mutterherz. Zusammen mit ihrem Sohn feierte sie im April den Kadettenball im besten Hotel der Stadt. Jelena unterstützt  auch manch schulischen Wettbewerb, ihr Sohn nimmt zusammen mit seinen Mitschülern der 1. Klasse der Kadettenschule am Zeichen- und Kreativwettbewerb  „Mit Kindern die Ewige Flamme zeichnen“ teil. Man möge diese Herausforderung mit "Gefällt mir" auf VKontakte unterstützen, schreibt Jelena am 21. April.

Doch ein paar Tage später muss Jelena über einen Trauerfall in der Familie berichten. Ihr Onkel ist im Krieg gegen die Ukraine getötet worden. Er gehörte zu einer Marine-Angriffsbrigade und zerstörte Ortschaften in der Region Saporischschja.

Wladiwostok Memorial

Wladiwostok ist eine Großstadt ganz im Süden der Region Primorje im Fernen Osten Russlands. Die Stadt hat 600.000 Einwohner und ist Luftlinie etwa 6.400 km von Moskau entfernt. Das entspricht der Entfernung von Frankfurt nach New York. Wladiwostok ist auch die Endstation der Transsibirischen Eisenbahn und wer will kann von hier aus auch mit einer Fähre weiter nach Japan reisen. Nun hat der Militärfriedhof von Wladiwostok ein neues Denkmal bekommen. Ende April wurde er eingeweiht.

Auf einer Tafel sind die Namen von 72 Soldaten eingraviert, die im Krieg gegen die Ukraine gefallen sind. Die gesamte Fläche einschließlich der dazu gehörigen Gräber ist aufwendig gestaltet und bestätigt den allgegenwärtigen Eindruck, dass sich der Staat mehr um die toten als um die lebendigen Bürger kümmert.

Korsakowka1

Das Dorf Korsakowka befindet sich im fernen Osten Russlands ganz im Süden der Region Primorje. Die Grenze zu China ist nicht weit entfernt und zur russischen Großstadt Ussurijsk sind es etwa 25 km. Im Jahr 2021 zählte das Dorf 1.300 Einwohner - leicht fallende Tendenz. Und so geografisch fern das Dorf vom Kriegsgeschehen in der Ukraine auch sein mag, der Krieg ist auch in diesem Dorf angekommen.

Ende April gedachten die Schule und einige Dorfbewohner der sechs gefallenen Soldaten aus ihrem Flecken mit einer Schweigeminute. Die Veranstaltung kam nicht aus der Mitte der Dorfgemeinschaft, sondern wurde von oben staatlich orchestriert.

NutePelmen

Nutepelmen LageEs gibt nur wenige Orte auf der Erde, die so abgelegen sind wie der Ort Nutepelmen. Er liegt an der nordöstlichen Küste der Tschuktschen-Halbinsel zur Tschuktschensee. In der Sommerhälfte kann man das Dorf mit einem Schiff oder Hubschrauber von Wankarem aus erreichen. Im Winter gibt es eine fast 200 km lange Eispiste bis zur nächsten Straße. Aber wir haben das alles schon hier geschrieben.

Das Dorf hatte im Jahr 2021 noch 133 Bewohner. Kürzlich ist ein junger Sanitäter aus dem Dorf im Krieg gegen die Ukraine getötet worden - Roman Rachthyn, geboren am 12.01.1987. Aktuell wird der nächste Gefallene aus dem Ort gemeldet - Waleri Sleptsow - geboren am 9. August 1985.

All diese jungen Tschuktschen im besten Alter sind in einem Land aufgewachsen, das reich an Bodenschätzen ist. Die Menschen dort haben wenig von diesem Reichtum, der landet in den Zentren Russlands. Und so sterben auch diese Menschen nur für die russische Welt. Genau das sagt auch der Nachruf auf den jungen Mann:

Dimtry Malyschew und Alex Malennikow

Kannibale Dmitri Malyschew (links) und Zerstückler Alexander Maslennikow (rechts)

Der Kannibale Dimitry Malyschew war vor zehn Jahren zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt worden, der Mörder zweier Frauen Alexander Maslennikow musste seit 2017 insgesamt 23 Jahre absitzen. Beide trafen im Oktober 2023 zusammen, als sie sich einem Sturm-V Kommando anschlossen. In einem Interview mit einem Internetmedium aus Wolgograd sagte Malyschew:

"Alexander und ich saßen zusammen und unterzeichneten im Oktober 2023 gemeinsam einen Vertrag mit dem Verteidigungsministerium. Wir dienen in Sturm V. Ich kannte Leute, die nur zum Tapetenwechsel aus der Kolonie hierherkamen. Sie verschwinden normalerweise schnell. Aber ich verstand, warum ich ging und wohin ich ging. Wie würden Sie reagieren, wenn Ihrer kleinen Tochter in der Grundschule gesagt würde, wie man ein Kondom richtig anzieht? Oder werden Männer die Straße entlanggehen und sich gegenseitig küssen? Ist das für Sie normal? Für mich ist das nicht normal."

Also wird es Zeit, uns den Lebensweg dieser beiden Gesellen etwas genauer anzuschauen:

Maxim Sergejewitsch KutsarDer Mann auf dem Foto heißt Maxim Sergejewitsch Kutsar und kam aus einem Dorf in der sibirischen Region Omsk. Er saß im Gefängnis und wurde dort von der Gruppe Wagner rekrutiert. Am 7. Mai 2023 ist er gefallen. Aber diese Informationen sind schon lange Routine, die eigentliche Geschichte begann 11,5 Jahre zuvor.

Maxim war im August 2012 zur Geburtstagsfeier der Mutter seiner Freundin eingeladen. Dort trank er reichlich über den Durst und begann zu randalieren. Der Hausbesitzer verweigerte dem damals 20-jährigen jungen Mann weiteren Alkohol. Irgendwann schlief auch der Hausbesitzer ein und Maxim nahm Rache. Mit einem Messer und einem Schraubenzieher stach er auf den Kopf und Hals des Mannes ein. Der Mann war sofort tot.

Russisches Militär Michail Schwarz

Das Foto zeigt russische Soldaten einer Kampftruppe. Veröffentlicht hat es die Frau des getöteten Soldaten Michael Schwarz aus Pskow. Es ist ein bunt zusammengewürfelter Haufen aus Soldaten aller Altersstufen und Ethnien, wahrscheinlich auch ausländische Söldner. Diese Sturmtruppen haben die höchsten Verluste zu verzeichnen.

Dschankoj Kinder

Die Stadt Dschankoj liegt im Norden der Halbinsel Krim in der Nähe des Nord-Krim Kanals. Knapp 40.000 Menschen leben in der Stadt - Tendenz abnehmend. Da die politische Situation für die Bewohner der Krim völlig offen ist, bleibt die Region bei Russland oder gelingt es der Ukraine sie zurück zu holen, setzen die aktuellen Machthaber auch auf die Indoktrination der Kinder und Jugendlichen für Russland. Dazu ein Beispiel aus Dschankoj.

Smolensk Kadetten

Im fernen Osten"Russlands, ganz im Süden der Region Chabarowsk, liegt der Bezirk Vjasemski. Dort leben etwa 20.000 Menschen - fallende Tendenz.  Verwaltungszentrum ist die gleichnamige Stadt Vjasemski mit aktuell knapp 13.000 Einwohnern. Der Leiter des Bezirks Alexander Usenko stellt in seinem Telegramkanal eine Veranstaltung der dortigen Kadettenschule N2 vor, bei der der Sohn eines getöteten Soldaten dessen Mut-Orden überreicht bekam.

nepalDie russische Militärpolizei sucht in den besetzten Gebieten der Ukraine nach desertierten Söldnern aus Nepal. Uns liegen sieben solcher Steckbriefe vor, mit denen nach den verschwundenen Nepalesen gesucht wird. Nach einem Bericht des ukrainischen Geheimdienstes soll es sich um deutlich mehr Söldner handeln - der Geheimdienst spricht von Massenflucht.

Derzeit sind nach Angaben eines nepalesischen  Internetmediums (Stand 12.02.24, deutsche Übersetzung pdf) etwa 16 getötete nepalesische Söldner der russischen Armee bekannt, 116 wurden verletzt,  272 gelten als vermisst (also getötet oder auf der Flucht) und vier wurden vom ukrainischen Militär gefangen genommen.

Alle Steckbriefe sind gleich aufgebaut, zur Veranschaulichung zeigen wir ein Exemplar mit der Google-Übersetzungsfunktion in deutscher Sprache (Tschetendra Khadka). Die Originale findet man am Ende des Beitrags.

Kinder Kalatsch

Kalatsch ist ein Städtchen mit etwa 20.000 Einwohner in der Region Woronesch. Die dritte und siebte Klasse einer dortigen Hauptschule hielt Mitte April am Kriegerdenkmal der Stadt eine Kundgebung zum Gedenken an den Schulabsolventen Roman Belolipetsky ab, der im Krieg gegen die Ukraine getötet wurde.

Die Leiterin des Schulmuseums, Frau Kadatskaja, erklärte den Kindern und Jugendlichen den Sinn der Veranstaltung:

Adgam Jamilowitsch Nurtdinow

Starokangyschewo ist ein kleiner Flecken in Baschkortostan  mit gerade mal 125 Einwohnern - alles ethnische Baschkiren. Das Dorf hat schon bessere Zeiten gesehen, im Jahr 2002 zählte man noch knapp 400 Bewohner.  Die Stadt Djurtjuli ist 14 km entfernt, in der Stadt leben über 30.000 Menschen. Und der nächste Bahnhof ist 122 km weit weg. Am 24. April wurde im Dorf Starokangyschewo ein getöteter Soldat im Krieg gegen die Ukraine begraben.

Da Baschkortostan im Moment die höchste Zahl an Kriegstoten zu verzeichnen hat, dokumentieren wir, wie die Verwaltungen der Bezirke diese Verluste der Bevölkerung vermittelt. Lassen wir Rip Jusupow, Leiter des Bezirks Djurtjulinsky zu Wort kommen:

An einem bewölkten Tag kommen Tränen ...

Fremder Krieg

Auf Grund der Menge der gefallenen russischen Soldaten im Krieg gegen die Ukraine, müssen wir den Informationsgehalt unserer Tabellen immer weiter zurückschrauben. Und es sieht so aus, dass die Opfer des Krieges weiter steigen werden. Im Moment ist die Region Baschkortostan (Baschkirien) davon am meisten betroffen.

Einen guten Überblick über die Situation in Baschkirien bietet auch die Webseite "Fremder Krieg". Insgesamt über 1.600 getötete Soldaten aus der Region sind dort sehr detailliert in russischer Sprache zusammen getragen worden.

Wir haben in unseren Listen bereits über 1.800 Kriegstote aus der Region Baschkortostan recherchiert. Das mag daran liegen, dass wir von Beginn des Krieges an diese Region im Blick hatten. Wann "Fremder Krieg" an die Öffentlichkeit ging, wissen wir nicht - aber sicher erst in jüngster Zeit.

Heldenschreibtische im Dorf Lobaski

Das Dorf Lobaski liegt im Bezirk Atjaschewski in der russischen Teilrepublik Mordwinien. Weniger als 600 Menschen leben im Dorf und auch der Bezirk hat nur knapp 18.000 Einwohner. Früher waren es mehr - 1970 lebten im Bezirk doppelt so viele Menschen.

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