Ein karelisches Dorf stirbt aufgrund des Abbaus von Grabsteinen

Steinabbau in Kaskesrutsche

Steinabbau in Kaskesrutschei

Das alte Wepsendorf Kaskesrutschei ist vom Verschwinden bedroht: Es ist von Steinbrüchen umgeben, in denen Steine ​​für Grabsteine ​​abgebaut werden. Ständige Explosionen erschüttern die Mauern der Holzhäuser, das Ufer des Onegasees, an dem das Dorf liegt, erodiert, der See verliert seine Fischbestand und die Brunnen versiegen.

Die Bewohner von Kaskesrutschei sind der Ansicht, dass ihr Recht als kleines Volk, in ihrer Heimat traditionell zu leben, massiv verletzt wird. Sie wenden sich schriftlich an das Ministerium für natürliche Ressourcen und beschweren sich bei Präsident Putin. Doch alles ist vergebens.

Tausende Transportunternehmen in Russland stehen vor der Liquidation

Russische Fernfahrer

Russische Fernfahrer

Etwa 7.000 Transportunternehmen befanden sich im Jahr 2025 in der Liquidation oder Insolvenz. Aufgrund gestiegener Kraftstoffpreise und Leasingzahlungen, gestiegener Wartungskosten für Fahrzeuge, hoher Leitzinsen sowie gestiegener Abwrackprämien geben Spediteure mehr aus, als sie verdienen, sodass Transporte unrentabel werden. Darüber hinaus sagen Experten, dass sich auch der allgemeine Rückgang der Industrie auf den Transport auswirkt.

Vorbemerkung: Die folgenden Statistiken basieren auf unserer elektronischen Erfassung der russischen Kriegstoten. Erst bis zum 20.12.25 haben wir bisher die Daten kontrolliert und vervollständigt, der Rest steht noch aus. Es sind allerdings keine großen Korrekturen zu erwarten. In der Regel fischen wir wenige doppelt erfasste Namen heraus, aber es kommen auch neue dazu.

Das Volk will den Sieg

In einem Monat und einer Woche geht Russlands Angriffskrieg ins fünfte Jahr und weiter ist kein Ende in Sicht. Doch Präsident Putin hat seiner Bevölkerung große Versprechungen gemacht. Er will Kleinrussland zurück ins russische Staatsgebiet holen.

Wie die Sicherheitskräfte die Verteidiger eines architektonischen Denkmals verfolgen

Peter Wachleute

Wachleute, die für den Abriss des Gebäudes des Allunionsforschungsinstituts für Zellstoff- und Papierindustrie (VNIIBa) angeheuert wurden

Am 8. Januar 2026 wurde in St. Petersburg das Gebäude des Allunionsforschungsinstituts für Zellstoff- und Papierindustrie abgerissen, das sieben Jahre lang von Stadtbeschützern und Bewohnern des Stadtteils Wyborgsky verteidigt worden war. Der Abriss wurde von heftigen Auseinandersetzungen zwischen seinen Verteidigern und zahlreichen angeheuerten Sicherheitskräften begleitet. Es kam zur Festnahme von Aktivisten, zur Einleitung von anderthalb Dutzend Verwaltungsverfahren und einem Strafverfahren. Die Namen der Verteidiger des Gebäudes, mit denen Redaktion gesprochen hat, wurden aus Sicherheitsgründen geändert.

Bakhmut during the battle 2023 03

Die Ruinen der ukrainischen Stadt Bachmut

Wir haben heute ein historisches Datum erreicht: Am 24. Februar 2022 startete der russische Präsident Wladimir Putin den Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine und wollte die Hauptstadt Kiew in drei Tagen erobern. Seither sind beinahe vier Jahre vergangen - genau 1.417 Tage.

Am 22. Juni 1941 startete Adolf Hitler den Überfall auf die damalige Sowjetunion und Deutschland musste nach anfänglichen Erfolgen am 8. Mai 1945 bedingungslos kapitulieren. Dieser gescheiterte Feldzug für „Lebensraum im Osten“ dauerte damit ebenfalls 1.417 Tage.

Bezirk Bogorodsky

 Bezirk Bogorod in der Oblast Kirow -- Foto: Ele-chudinovsk -- Lizenz: CC BY-SA 4.0 

Der Bezirk Bogorod liegt im Südosten der Oblast Kirow und hat rund 3.500 Bewohner. Wie die gesamte Oblast Kirow ist auch dieser Bezirk schwindsüchtig - die Menschen wandern ab. Um das Jahr 1970 lebten noch 12.000 Menschen im Bezirk Bogorod.

Für den Bezirk gibt es eine privat betriebene Webseite „ www.bogorodskoe43.ru“, die am 9. Dezember 2025 eine Liste der Bewohner der gesamten Oblast Kirow veröffentlicht hat, die im Krieg gegen die Ukraine getötet wurden. Das ist bemerkenswert, denn solche Zusammenstellungen sind in Russland eigentlich verboten, die Zensur wird gerichtlich schnell durchgesetzt und kann zur Schließung der gesamten Webseite führen.

Getötete russische Soldaten - Stand 31.12.2025

Erfasste russische Kriegstote
Jahr  2022 10.600
Jahr 2023 29.353
Jahr 2024 51.616
Jahr 2025 81.974
Summe 173.543

Vorausgeschickt - die folgenden Statistiken basieren auf unserer elektronischen Erfassung der russischen Kriegstoten. Erst bis zum 10.12.25 haben wir die Daten kontrolliert, der Rest steht noch aus. Es sind allerdings keine großen Korrekturen zu erwarten. In der Regel fischen wir wenige doppelt erfasste Namen heraus, aber es kommen auch neue dazu.

Halten wir fest:

  • Das Jahr 2025 war das blutigste Jahr seit Beginn des russischen Einmarsches in die Ukraine.
  • Russland verliert/verheizt jeden Monat zwischen 30.000 und 35.000 Soldaten an der Front.
  • Diese verwundeten oder getöteten Soldaten werden jeden Monat durch 35.000 neu rekrutierte Zeitsoldaten ersetzt.
  • Ein Frieden ist weiter nicht in Sicht.

Ein Krieg in all seinen Facetten ist an Grausamkeit nicht zu überbieten. Aber es gibt auch in diesem Todeschaos immer noch ganz besonders extreme Vorkommnisse. Über 6.000 Beschwerden von russischen Soldaten und deren Angehörigen über Folter, Liqudierung, Bestechlichkeit und die Anordnung von Selbstmordangriffen in der russischen Armee waren öffentlich zugänglich und wurden der New York Times zugespielt. Diese hat am 31.12.2025 einen langen Beitrag zu dem Thema veröffentlicht, der für jedermann aufrufbar ist.

Regelmäßige Leser unserer Beiträge dürfte das alles bekannt vorkommen. Über all die von der New York Times berichten Vorfälle, haben wir bereits berichtet. Besonders herausgestellt wurde von der NYT der Fall von Said Murtasaliew (Foto links), über den wir im August 2025 einen Artikel veröffentlicht haben.

Die ukrainische Stadt Lyman mit ehemals mehr als 20.000 Einwohnern in der Oblast Donezk wird durch ukrainische Truppen gehalten. Allerdings ist die Front nahe. Die Intensität der Kampfhandlungen lässt sich jetzt nicht so sehr an den zerstörten Gebäuden ablesen, sondern vielmehr an der Menge an Glasfaserfäden.

Ukrainische Drohnenaufnahmen zeigen, wie Lyman jetzt aussieht. Die russischen Truppen sind nahe und ganz allmählich wird die Stadt von einem „Spinnennetz“ bedeckt. Jeden Tag fliegen Hunderte von russischen und ukrainischen Drohnen hin und her – und jede hinterlässt ihr Spur.

UNION SOWJETISCHER OFFIZIERE Tscheljabinsk

In den älteren Generationen in Russland ist die ehemalige Sowjetunion noch tief verwurzelt. Das gilt auch für die Mitglieder der Kommunistischen Partei Russlands, die gerne wieder die Sowjetunion in ihrer imperialen Größe auferstehen lassen möchten. Daher unterstützen sie die russische Regierung im Krieg gegen die Ukraine, die ebenfalls die Schmach der Perestroika abschütteln und die ehemaligen Teilstaaten der Sowjetunion wieder heim ins Reich zwingen will.

Die Union der sowjetischen Offiziere, eine Unterorganisation der Kommunistischen Partei, hat anlässlich der Beerdigung eines im Krieg gegen die Ukraine gefallenen Mitglieds, ihre Einstellung zum Krieg gegen die Ukraine dargelegt - „eigentlich ein Krieg zweier brüderlichen Völker“. Sie benennen damit Russen und Ukrainer als eigenständige Völker und nicht wie Wladimir Putin, der die Ukrainer als Teil des russischen Volkes sieht - als Klein (Ukrainer)- und Großrussen.

Der übersetzte Text:

Die Bauarbeiter des Kernreaktors in Dimitrowgrad bekommen ihre Löhne nicht

Arbeiter Dimitrowgrad

Die Bauarbeiter des Kernreaktors fordern ihre Löhne

Ende September bezeichnete Präsident Putin auf dem internationalen Forum „Weltatomenergiewoche“ den im Bau befindlichen Kernreaktor in Dimitrowgrad in der Region Uljanowsk als revolutionäre Entwicklung russischer Wissenschaftler und Ingenieure, die es in Zukunft ermöglichen werde, das Problem der Entsorgung von Atommüll fast vollständig zu lösen. Doch wie sich herausstellte, gibt es auf der Baustelle große Probleme: Rund 300 Bauarbeiter traten in den Streik, weil sie seit zwei Monaten keine Löhne mehr erhalten haben. Sie versammelten sich vor dem Büro der Firma „Institut Orgenergostroy“, forderten die Begleichung der Schulden und nahmen eine Videobotschaft an den Leiter des FSB, Alexander Bastrykin, auf.

Waisenhaus Planeta 1

Wieviele junge Männer, die ohne elterliche Fürsorge in Waisenhäusern aufgewachsen sind, bereits im Krieg gegen die Ukraine verheizt wurden, haben wir nicht gezählt. Aber es sind bemerkenswert viele. 

Wir wollen einige Fotos aus dem Waisenhaus Planeta zeigen, das sich in Dimitrowgrad befindet, einer Großstadt mit rund 120.000 Einwohnern in der Oblast Uljanowsk. Am 10. 10.25 nahm eine Delegation des Jugendhauses am Militärspiel „Zarnitsa" teil. Und wenig später wurde der Tod des 18-jährige Kirill  Sleptsow gemeldet, aufgewachsen in jenem Waisenhaus und gefallen in der Ukraine.

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