Ignatij Wassiljewitsch Saweljew

Ignatij Wassiljewitsch, 18 Jahre

Ignatij Wassiljewitsch Saweljew wurde am 12. September 2007 in der Stadt Slanzy geborenn. Slanzy ist eine Stadt mit rund 33.000 Einwohnern nahe der Grenze zu Estland. Nach der Schule hatte Ignatij keine feste Anstellung, sondern jobbte mal hier und dort in seiner Heimatstadt. Doch Ignatij träumte vom vielen Geld, wie man seinem VKontakte-Status entnehmen kann. So meldete er sich im Dezember 2025 zum Kriegsdienst in der Ukraine - natürlich ohne militärische Ausbildung. Am 10. Mai 2026 wurde er getötet, am 30. Mai in Slanzy bestattet.

Radmir Ildusowitsch Ulmaskulow

Radmir Ildusowitsch, 21 Jahre

Ich suche meinen einzigen Sohn, Radmir Ildusowitsch Ulmaskulow, Rufzeichen „Baschkir“, Militäreinheit 11079, Bataillon 1. Er ging am 6. Oktober 2025 von Mulino in der Region Nischni Nowgorod in die Reserve und wird seit dem 10. Oktober 2025 in der Region Charkow vermisst“, schreibt die Mutter am 17. Mai 2026. Da war ihr Sohn schon sieben Monate tot. Zwei Wochen später hat sie Gewissheit, am 31. Mai wurde er im Dorf Askarowo in Baschkortostan begraben. Die 76jährige Rasima kommentiert: „Wir müssen diesen sinnlosen Krieg endlich beenden. Wir verlieren so viele Kinder, und manche verdienen an unserer Trauer. Mein Beileid den Familien.“

Gleb Andrejewitsch Maximow

Gleb Andrejewitsch, 18 Jahre

Stark oder dumm, das ist die Frage? Anton schreibt in einem Kommentar: „Gleb trat im Oktober oder November, ich weiß es nicht mehr genau, in die Armee ein und war noch stark genug, um den Vertrag zu unterschreiben. Ich traf ihn, als ich hierherkam; er war immer gut gelaunt und wollte unbedingt dorthin.“ Gleb Andrejewitsch Maximow wurde am 25.10.2007 geboren, war Ende Oktober 2024 gerade 18 Jahre alt geworden und hatte ohne militärische Vorkenntnisse einen Vertrag zum Kriegsdienst unterschrieben. Niemand hat den dummen Jungen aufgehalten - auch nicht seine Mutter. Gleb kam aus der Stadt Werchni Ufalei in der sibirischen Oblast Tscheljabinsk.

Iwan Elenberger

Iwan Andrejewitsch, 19 Jahre

Iwan kommt aus einer dysfunktionalen Familie. Sein Vater Andrej wurde im Jahr 2024 zu 7 Monaten gemeinütziger Arbeit verurteilt, weil er umgerechnet etwa 50.000 € Unterhaltszahlungen für Iwan nicht geleistet hatte. Und seine Mutter Jewgenija posierte ein Jahr später mit einem großen Blumenstrauß auf der Motorhaube ihres Mercedes (Iwans Antrittsprämie ?)). So wundert es nicht, dass Iwan sich am 21.12.2024 freiwillig zum Kriegsdienst meldete. Er wäre Zimmermann einer Pioniereinheit gewesen, meldet eine ukrainische Seite - aber das ist nicht sicher. Ziemlich sicher ist, dass Iwan russlanddeutscher Abstammung war. Iwan Andrejewitsch Ellenberger wurde am 22. Mai 2006 in der Siedlung Kotschenjowo in der Oblast Nowosibirsk geboren. Am 20.04.26 war sein Todestag.

Alexander Wladimirowitsch Belozerzew

Alexander Wladimirowitsch, 18 Jahre

„Weißt du, das Schicksal ist nicht dumm... Es bringt dir Menschen, entweder solche, die du brauchst... oder solche, die dich brauchen... In jeder Lebensphase... Und egal wie seltsam die Wendungen des Lebens auch erscheinen mögen... Manchmal sogar grausam – wisse, dass dies genau die Lektion ist, die du gebraucht hast!“, schrieb der 13 Jahre alte Alexander in seinen VKontakte-Status. Doch solche Küchenweisheiten haben ihm nicht geholfen, jene grausame Lektion hat ihm den Tod gebracht. Alexander Wladimirowitsch Belozerzew wurde am 22. November im Dorf Gratschewka in der Oblast Lipezk geboren. Am 19. Mai 26 wurde er begraben.

Grigori Andrejewitsch Merzlikin

  • Nachricht: 15.05.2026
  • Name: Grigori Andrejewitsch Merzlikin
  • Geboren:  15. April 2002
  • Wohnort:  Dorf Iwolginsk
  • Region: Burjatien
  • Ausbildung: KFZ-Mechaniker
  • Beruf:  Arbeiter in der „Udmurtische Geflügelfabrik“, danach arbeitslos
  • Familie: Unverheiratet
  • Militärvertrag:  23. Oktober 2025
  • Getötet:  10. Januar 2026
  • Beisetzung: 16.05.2026
  • Bemerkung:  Grigori wurde durch eine Kampfdrohne getötet.

Maxim Nikolajewitsch Nastjew

Maxim Nikolajewitsch, 19 Jahre

„Er kehrte nicht von einem Kampfeinsatz zurück“, beginnt das Nachruf von Maxim. Richtiger wäre gewesen: Maxim kehrte nicht von seinem ersten Kampfeinsatz zurück. Maxim Nikolajewitsch Nastjew wurde am 29. Oktober 2006 im Dorf Nischneborskaja mit gerade mal 42 Bewohnern in der Region Archangelsk geboren. Er hatte am 22.10.25 einen Vertrag mit dem Militär abgeschlossen und kam Ende des Jahres an die Front. Dort wurde er am 29.12.2025 getötet.

Mongelen Michailowitsch Dolsatmaa

Mongelen Michailowitsch, 19 Jahre

Inmitten von Zerstörung so lang das Auge reicht steht ein 19jähriger Tuwiner, genannt Tyson, und blickt stolz in die Kamera. Doch eigentlich hätte ihm ein Licht aufgehen müssen, dass er in der Ukraine „keinen Kampf für den Frieden und die Zukunft der Heimat – seines geliebten Tuwa“ führt, wie sein Nachruf behauptet. Die Konsequenz folgte schnell: Im Dezember 2025 meldete er sich freiwillig, am 5. Mai 2026 war für ihn Schluss. Mongelen Michailowitsch Dolsatmaa wurde am 25.11.2006 im Dorf Samagaltai in der russischen Teilrepublik Tuwa geboren.

Suren Alexandrowitsch Tjuljusch

Suren Alexandrowitsch, 18 Jahre

VKontakte vom 8.05.26: „Liebe Mitmenschen! Unser lieber, bescheidener, tapferer, gütiger und treuer Sohn, geliebter Bruder seiner Schwestern, unser Bruder, der älteste von acht Brüdern und treuer Freund vieler Menschen – Suren Alexandrowitsch Tjuljusch wurde am 27.05.2007 in Kysyl-Orda geboren. Am 19. November 2025 zog er im Dienste seines Landes und seines Volkes in den militärischen Sondereinsatz. Wir sprechen den Angehörigen und Freunden unser tiefstes Beileid aus; er ist im heldenhaften Einsatz für Gegenwart und Zukunft der Heimat und des Volkes verstorben“. Suren kam aus der russischen Teilrepublik Tuwa und hat für die Gegenwart und Zukunft seines Volkes definitiv keinen Beitrag geleistet.

Nikita Jurjewitsch Jakunin

Nikita Jurjewitsch, 19 Jahre

Nikita Jurjewitsch Jakunin, geboren am 4. August 2006, verstarb tragisch im Dienst der russischen Streitkräfte“, heißt es im Nachruf. Was für eine absurde Aussage, im Krieg ist der Tod niemals tragisch, also eine Verkettung von unglücklichen Begebenheiten, sondern die logische Konsequenz. Nikita kam aus der Kleinstadt Sosnowka in der Oblast Kirow und wurde am 16.01.26 in der Ukraine getötet.

Wladimir Wladimirowitsch Badjanow

Wladimir Wladimirowitsch, 22 Jahre

Wladimir Wladimirowitsch Badjanow (17. April 2003 – 27. Mai 2025) wurde in Nischni Nowgorod geboren und lebte dort. Trotz seiner Diabetes Typ 1, an der er seit seinem zwölften Lebensjahr litt, und seiner Einstufung als Schwerbehinderter der Gruppe 3 meldete er sich freiwillig zum Nordmilitärbezirk. Sein Rufname war „Badja“.“ So lautet eine Heldengeschichte einer Gruppe von Kriegsunterstützern aus der Region Altai. Doch freiwillig hat sich Badja nicht zum Kriegsdienst gemeldet. Aus finanziellen Gründen hatte er sich als Drogenkurier anwerben lassen und bekam u.a. für den Besitz von 0,87 Gramm Haschisch vom Gericht eine Haftstrafe von insgesamt acht Jahren. Deshalb verpflichtete er sich „freiwillig“ und handelte statt Gefängnis nur seinen Tod ein.

Jegor Sergejewitsch Serenekow

Jegor Sergejewitsch, 19 Jahre

Todesstrafe: Jegor Sergejewitsch Serenekow, geboren am 7. Januar 2007, lebte in der Stadt Alatyr in der russischen Teilrepublik Tschuwaschien. Weshalb er am 30. Mai 2025 vor Gericht stand, wurde nicht veröffentlicht. Aber an diesem Tag wurde das Verfahren gegen ihn ausgesetzt. Um einer Verurteilung und Haftstrafe zu entgehen, hatte man ihn „überzeugt“ doch besser sich freiwillig zum Militär zu verpflichten. „So junge Leute wie dich schickt man nicht an die Front. Du bekommst einen ruhigen Job in der Küche oder baust Unterstände für die Armee“, sind die üblichen Beschwichtigungen der Rekrutierer. Am 12.04.26 wurde Jegor bei einem Einsatz getötet, am 6.Mai wurde er begraben und am 18. Mai 2026 wurde das Verfahren gegen ihn eingestellt. Begründung: Tod eines Verdächtigen oder Angeklagten.

Sergej Igorewitsch Tschulkow

Sergej Igorewitsch, 19 Jahre

Der typische Lebenslauf eines jungen russischen Kriegstoten: Sergej Igorewitsch Tschulkow wurde am 21. März 2007 in der westsibirischen Großstadt Kurgan geboren. Im Juni 2025 musste er seinen Wehrdienst antreten, wurde zum Vertragsdienst überredet, an die Front geschickt, am 6. April 2026 in der Ukraine getötet und am 7. Mai bestattet.

Keschik Olegowitsch Mongusch

Keschik Olegowisch, 19 Jahre

Unser lieber Sohn und geliebter Bruder, Keschik Olegowitsch Mongusch, wurde am 11. Juni 2005 im Sum Kyzyl-Dag (Bezirk Bai-Taiga) geboren. Als tapferer Soldat der 74. Selbstständigen Garde-Motorisierten Schützenbrigade diente er der Verteidigung seiner Heimat Tuwa. Wir sind zutiefst betrübt mitzuteilen, dass er am 4. Oktober 2024 bei der Ausübung seines furchtlosen militärischen Dienstes ums Leben kam“, schreibt seine Familie. Nur - Keschik hat seine Heimat nicht verteidigt, sondern zog los, einn fremdes Land zu erobern. Am 6.05.26 wurde er bestattet.

Andrej Davidowitsch Helm

Andrej Davidowitsch, 20 Jahre

Das Dorf Nikolajewka liegt im deutschen Nationalrajon in der Region Altai. Andrej Davidowitsch Helm wurde dort als Russlanddeutscher am 23. Dezember 2004 geboren. Nach der Schule begann er ohne Berufsausbildung sofort zu arbeiten. Im Jahr 2023 wurde er zum Wehrdienst eingezogen und wurde zu einem Zeitvertrag mit dem russischen Militär überredet. Am 26. April 2025 wurde er in der Region Belgorod getötet. „Er lebt in unseren Herzen, in unseren Erinnerungen und in unserem Wunsch weiter, die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Lasst uns seinen Mut, seinen Heldenmut und die strahlende Zukunft, für die er gekämpft hat, ehren“, dichtet der Nachruf. In einer besseren Welt zieht niemand in den Krieg.

Ilja Iwanowitsch Uljanow

Ilja Iwanowitsch, 20 Jahre

Der Lebenslauf eines Drohnenpiloten: Ilja Iwanowitsch Uljanow wurde am 12. März 2006 in der Kleinstadt Sakamensk in Burjatien geboren. Im Jahr 2012 wurde er eingeschult und schloss die Schule nach neun Jahren ab. Danach absolvierte er eine landwirtschaftliche Ausbildung, die er im Jahr 2025 mit einem Diplom als „Meister der Agrarproduktion“ abschloss. Am 23. Mai 2025 meldete er sich freiwillig, um Drohnenpilot bei der russischen Armee zu werden. Die Drohnenbetreiber agieren zwar nicht an vorderster Front, sind aber das vorrangige Ziel der ukrainischen Verteidiger. Am 27. Mai 2026 wurde Ilja getötet und am 11. Juni beigesetzt.

Arsenij Semenowitsch Jerimejew

Arsenij Semenowitsch, 19 Jahre

Arsenij Semenowitsch Jerimejew, ~19 Jahre alt
Status: Verstorben
Geburtsdatum: Unbekannt
Todesdatum: Dezember 2025 (Beerdigung: 26.04.2026)
Diensttyp: Wehrpflichtiger! Während seines Militärdienstes wurde er unter dem Vorwand, an Fahrkursen teilzunehmen, in die Kampfzone „zur Evakuation von Verwundeten“ geschickt, wo er starb.
Friedlicher Beruf: Nach dem Schulabschluss wurde er zum Militärdienst eingezogen
Wohnort: Dorf Sulgatschtschy, Amga-Ulus
Er hatte die Schule abgeschlossen und wurde zum Militärdienst eingezogen. Anstatt an Fahrkursen teilzunehmen, wurde er in die Kampfzone „zur Evakuation von Verwundeten“ geschickt, wo er starb. Seine Angehörigen wurden nicht informiert. So etwas darf nie wieder passieren
Telegram-Kanal „Die Toten aus der Rep. Sacha“ vom 05.05.26

Ruslan Wladimirowitsch Ryskin

Ruslan Wladimirowitsch, 20 Jahre

Wie war er denn so – frage ich die Mutter, Ihr Sohn Ruslan Wladimirowitsch Ryskin?
Die Mutter erzählt, und es ist unmöglich, die Tränen zurückzuhalten,
Ihr Sohn hat die Namenliste auf dem Obelisken ergänzt.
Er war wie viele andere, ein einfacher Junge,
er ließ seine Freunde und Kameraden in der Not nicht im Stich,
es ist unwahrscheinlich, dass über alle Helden Bücher geschrieben werden –
wie viele Söhne sind bereits im Krieg gefallen.“
Ruslan kam aus der Stadt Nowosibirsk, seine Mutter hat ein Gedicht über ihn in Auftrag gegeben.

Sergei Wjatscheslawowitsch Orlow

Sergei Wjatscheslawowitsch, 19 Jahre

Sergej hat seine Ausbildung am Agrar- und Technologiekolleg unterbrochen, nahm ein Urlaubssemester, verpflichtete sich im August 2025 zum Kriegsdienst in der Ukraine und war nach zwei Monaten tot. Sergei Wjatscheslawowitsch Orlow  (21.12.2006 - 26.10.2025) stammte aus dem großen Dorf Troitskoje in der sibirischen Oblast Omsk. Das Dorf wurde übrigens Anfang des 20. Jahrhunderts von deutschen Siedlern gegründet.

Oleg Anatoljewitsch Wereschtschagin

Oleg Anatoljewitsch, 19 Jahre

Auch Oleg hat seine Ausbildung der Maschinenbautechnik an der Luftfahrttechnischen Schule Ulan-Ude nach dem 2. Jahr abgebrochen. So musste er seinen Wehrdienst ableisten. Es brauchte nur vier Monate, um Oleg zum Vertragsdienst zu überzeugen. Dann ging es schnell an die Front und ein halbes Jahr später war er tot. Oleg Anatoljewitsch Wereschtschagin (04.01.2007 - 11.04.2026) wurde in seinem Heimatort Tselinny in Burjatien begraben.

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