Romano Robertowitsch Andreenko

Romano, 19 Jahre

Viel wissen wir nicht über Romano Robertowitsch Andreenko. Er gehörte zur Abteilung Attacke der russischen Armee, wurde am 05. Juni 2004 geboren und am 18. März 2024 getötet. Dafür wurde der Nachricht ein Gedicht begelegt, das die Angst und den Schmerz  des tödlich verwundeten Soldaten lyrisch verklärt:
Schlaf.... Soldat....
Die Erde weinte und drückte
an die verbrannte Brust ihrer Jungs...
Sie wurde zu einer ewigen Wiege
und flüsterte leise: „Schlaf... Soldat. „
Schlafe, Soldat. Held des Vaterlandes!
Verneige dich vor der Erde...
Und irgendwo, weit weg von zu Hause
auf der feuchten Erde.
höre ich dein langes Stöhnen...
Schlaf, mein Bruder, schlaf ein!

Wladislaw Wjatscheslawowitsch Prosekow

Wladislaw, 20 Jahre

Der Zustand des Soldaten ist ernst, lautete eine dringende Nachricht auf VKontakte für die Stadt Kopeisk vom 1. April 24. Gesucht wurden Angehörige von Wladislaw Wjatscheslawowitsch Prosekow, geboren am 12. September 2003 in Kopeisk, Oblast Tscheljabinsk. Wir wissen nicht ob sich Angehörige gemeldet haben oder ob Wladislaw völlig alleine gestorben ist. Am 10. Mai wurde er auf dem  Zentralfriedhof der Stadt beigesetzt.

Alexander Alexejewitsch Ljetschagow

Alexander, 21 Jahre

Alexander Alexejewitsch Ljetschagow kam aus der 800 Seelen Gemeinde Kuknur in der russischen Teilrepublik Mari El. Geboren wurde er am 17. November 2002, getötet am 21.12. 23.  Zur Bestattung im Mai bekam er ein Gedicht:
Sie liegen in der feuchten Erde. Ihre Seelen sind zu Gott geflogen.
Gegangen in den rauen Zeiten, Sie wollten leben wie wir.
Sie haben den Vorteil Sie werden nie grau sein.
Die Welt schweigt im Gedenken an sie.
Denn sie werden ewig jung bleiben...

Georgi Wadimowitsch Gamantsew

Georgi, 22 Jahre

Etwa 60 km von Moskau entfernt liegt die Stadt Dimitrow. An der dortigen weiterführenden Schule schloss Georgi "Goscha" Wadimowitsch Gamantsew, geb. 6. März 2002, eine Ausbildung in der Fachrichtung „Schutz in Notsituationen“ mit einem Diplom ab. Danach kam das Militär, ob Wehrdienst oder als Freiwilliger, das wissen wir nicht. Georgi wurde in die Region Belgorod abkommandiert. Dort wird jetzt heftig gekämpft und seine Ausbildung half wohl auch nicht. Goscha wurde am 4. Mai getötet.

Danil Wladimirowitsch Ponomar

Danil, 21 Jahre

Eine Ausbildung zum Fahrer einer Lokomotive war früher der Traum von vielen Jungen. Den ersten Schritt dazu hatte Danil Wladimirowitsch Ponomar schon gemacht und ein Diplom als "Assistent des Fahrers einer Elektrolokomotive" erhalten. Dann kam der Wehrdienst, Danil hat sich zum Vertragsdienst überreden lassen. Auch er musste an die Front und hat den Kriegsdienst nicht überlebt - 06.07.2002 - 26.04.2024.

 Arsalan Baldanjamsojew

Arsalan, 20 Jahre

Als Granatwerfer in einem motorisierten Schützenzug nahm Arsalan Baldanjamsojew am Krieg gegen die Ukraine teil. Der junge Mann, geboren am 28.10.2003 in einem Dorf in Transbaikalien, wollte eigentlich Flugzeugmechaniker werden. Nach der Schule besuchte er die Technische Hochschule für Luftfahrt in Ulan-Ude, Fakultät für Flugzeugbau. Doch nach Ende des ersten Kurses musste er Wehrdienst leisten (warum auch immer). Dort blieb er unter Vertrag als Fahrer-Elektriker und später musste auch er an die Front. Getötet am 5. April.

Wiktor Michailowitsch Troschchinowski

Viktor, 19 Jahre

Aus der Stadt Slawgorod in der Region Altai ist auch Wiktor Michailowitsch Troschchinowski, geb. 22. Februar 2005, dem Ruf der Propaganda gefolgt, hat sich zum Kriegsdienst gemeldet und hat den Entschluss nicht überlebt. Am 13 Mai wurde er begraben. Im Nachruf hat man einen weiteren Kübel Propaganda über den toten Jungen geschüttet: "Es ist schwierig, über den Tod so junger Menschen zu schreiben. Das ist für uns alle ein unwiederbringlicher Verlust. Indem sie Zivilisten vor der Grausamkeit der ukrainischen Streitkräfte schützten, zeigten sie ein wahres Beispiel an Mut und Ausdauer. Sie sind echte Helden, sie haben ihre Pflicht bis zur letzten Minute ihres Lebens ehrenhaft erfüllt und unsere Sicherheit und die Sicherheit des Landes verteidigt", schreibt ein unbekannter Autor im Nachruf.

Erdem Tschingisowitsch Schargalow

Erdem, 22 Jahre

Geboren am 26. April 2001 in Transbaikalien ist Erdem Tschingisowitsch Schargalow nach der Grundschule in die Hauptstadt von Burjatien, Ulan Ude, umgezogen. Nach seiner Schulausbildung geing es direkt zur Armee und dort blieb er. Er wurde nach Syrien geschickt und danach in den Krieg gegen die Ukraine. Zitat aus seinem Nachruf: "Am 1. Januar geriet er unter schweres feindliches Feuer und starb während eines Kampfeinsatzes, wobei er Standhaftigkeit und Mut bewies und seinem Militäreid treu blieb."

Ainur Schaimardanow

Ainur, 20 Jahre

Mit diesem Foto suchten Angehörige nach Ainur Schaimardanow, geboren am 11.09.2003. Er kam aus dem Dorf Tatarskoje Tanaewo in Tatarstan. Am 17. Februar bekam er den Befehl die Stadt Awdijiwka zu stürmen, seit dem 24. Februar galt er als vermisst. Doch alles Hoffen war vergebens, Ainur wurde am 11. Mai 2024 begraben.

Sultan Bachtjarowitsch Taibow

Sultan, 21 Jahre

Er kam aus dem großen Dorf Belidschi in Dagestan und hat es in die Moskauer Militärhochschule geschafft. Sultan Bachtjarowitsch Taibow, geb. am 3. September 2002, schloss die Akademie im Jahr 2023 als Leutnant ab. Von Moskau ging es nach Kaliningrad, wo er stationiert wurde. Auch er musste an die Front - viel genutzt hat es nicht, am 9. Februar hatte er bereits Dienstschluss - für immer. Eine Tafel in seiner Heimat erinnert an ihn.

Gennadi Kiselew

Gennadi, 21 Jahre

Aus dem Dorf Gusevsky im Bezirk Gus-Chrustalny in der Region Wladimir zog der 21-jährige Gennady Kiselew in den Krieg. Am 30. Januar verpflichtete er sich beim russischen Militär, einen Monat später war er tot.
Sie haben ihn vor etwa zwei Monaten während einer Aufklärung getötet. Erst vor Kurzem gefunden, machten wir uns auf den Weg zur Identifizierung. Viele kannten ihn, er war ein guter Kerl. Seinem Vater wurde mitgeteilt, dass noch nicht bekannt sei, wann die Leiche überführt werde, der Prozess könne bis zu sechs Monate dauern", sagte ein Bekannter.

Ruslan Andrejewitsch Ryschkow

Ruslan, 20 Jahre

Von Ruslan haben wir nur jenes bei schlechtem Licht aufgenommene Foto gefunden. Das könnte damit zusammenhängen, dass Ruslan Andrejewitsch Ryschkow in der Strafkolonie IK-8 einsaß. Er kam aus einem Dorf in der Nähe der Stadt Jelabuga in Tatarstan, geboren am 7.Mai 2003 und war mit seinen 20 Jahren schon ein Todeskandidat der Sturm-V-Truppen.  Am 16. Oktober 23 hat er das Gefängnis verlassen, sein Vater suchte ihn bis Ende April. Anfang Mai kam dann die Nachricht, sein Sohn wäre am 9. Januar gefallen.

Oleg Alekseewitsch Iwanow

Oleg, 22 Jahre

In der Schule wäre Oleg Alekseewitsch Iwanow gut im Sport gewesen, heißt es in seinem Nachruf. Nach der Schule kam der Wehrdienst und Olg blieb gleich dort unter Vertrag. Denn in Burjatien sind die Berufsaussichten eher düster. Er war dann in Syrien und ab 2023 als Panzerfahrer in der Ukraine. Die Überlebenschancen bei dieser Aufgabe sind dort gering. Oleg wurde am 4. März getötet.

Wladislaw Alexandrowitsch Podlesnych

Wladislaw, 20 Jahre

Seit dem 17. Februar 24 hatte die Familie keinen Kontakt mehr zu Wladislaw Alexandrowitsch Podlesnych. Der junge Mann, geboren am 05. Juni 2003 aus Omsk, hatte sich als Freiwilliger beim Militär in der Stadt Kasan in Tatarstan eintragen lassen.  Er war in der Region Saporischschja im Kampfeinsatz und nicht mehr zurückgekehrt. Im März veröffentlichten Angehörige ein Suchanfrage, besonderes Kennzeichen: Mickey Mouse Körper- und Halstattoos. Man hat ihn gefunden, tot, am 27. April wurde er begraben.

Daniil Wiktorowitsch Semjonow

Daniil, 22 Jahre

Nicht weit weg von der Stadtgrenze von Moskau liegt die Stadt Dolgoprudny mit etwa 90.000 Einwohnern. Von dort kommt Daniil Wiktorowitsch Semjonow, geb. 12. Oktober 2001. Nach der Schule ging es direkt zum Militär und als die Ukraine überfallen wurde, wollte Daniil auch mitmachen, schreibt seine Schule. Am 17. Oktober 23 wurde er getötet - heldenhaft, schreibt seine Schule.

Sergej Perwuninskij

Sergej, 21 Jahre

VKontakte - Informationen zu Weliki Ustjug (Region Wologda) am 28.04.24:
Ein weiterer Name auf der Liste der in diesem Krieg Getöteten. Sergej Perwuninskij, 21 Jahre alt. Gestorben am 18. April 2024. Der Tod des Soldaten wird vom Gymnasium gemeldet, an dem der Bewohner von Ustjug bis zur 6. Klasse studierte. Bis heute hat der Bezirk Weliki Ustjug mindestens 36 Menschen verloren – Teilnehmer an Militäroperationen in der Ukraine.

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