Maxim Sergejewitsch Lineitsew

Maxim Sergejewitsch, 19 Jahre

Zur Ergänzung unserer aktuellen Statistik der russischen Kriegstoten kann der Lebenslauf von Maxim herhalten. Maxim Sergejewitsch Lineitsew wurde am 06.04.2006 im großen Dorf Krasny Tschikoy in Transbaikalien geboren. Im Jahr 2023 beendete er die Schule und wollte Grundschullehrer werden. Doch er hielt nur ein Jahr durch, danach musste er die Hochschule verlassen. Solche Studienabbrecher werden gezielt als Drohnenpiloten angeworben, so auch Maxim. Am 18.10.2024 unterschrieb er einen Vertrag mit dem russischen Militär. Als Drohnenpilot wurde er mehrfach verwundet, am 1.12.2025 schließlich getötet.

Iwan Alexandrowitsch Iwaschow

Iwan Alexandrowitsch, 24 Jahre

Der eigentliche Fehler von Iwan geht auf das Jahr 2021 zurück. Damals heiratete der 18 oder 19 Jahre junge Mann eine Frau mit drei Kindern. Die galt es zu versorgen. Also beschloss Iwan im Jahr 2023 sich als Zeitsoldat beim russischen Militär zu verdingen. So musste er im Angriff durch unbekanntes Gelände marschieren, das zudem von den eigenen Leuten oder von der Ukraine vermint war. Das ging schief, am 29. Januar 2025 wurde er getötet. Jetzt bekam seine Witwe einen Tapferkeitsorden und ob der Sterbepräme des Gatten zuzüglich der Militärrente dürfte sie gut versorgt sein. Iwan Alexandrowitsch Iwaschow, geboren am 2404.2001, lebte in der Kleinstadt Arkadak in der Oblast Saratow.

Daniil Andrejewitsch Sarajew

Daniil Andrejewitsch, 18 Jahre

Bei einem Drohnenangriff wäre der Daniil in der Region Kursk getötet worden, schreibt ein Nachrichtenmagazin aus Orenburg. Daniil Andrejewitsch Sarajew, 18 Jahre alt, war ein russischer Wehrpflichtiger aus dem Dorf Karavanny in der Region Orenburg. Warum der junge Mann sich im Kampfgebiet befunden hatte, wird nicht berichtet. Am 8. April wurde er begraben.

Timerjan Maratowitsch Fazullin

Timerjan Maratowitsch, 22 Jahre

Aelita schreibt auf einer VKontakte-Suchseite am 12.10.24: „Suche meinen Bruder Timerjan Maratowitsch Fazullin. Geburtsdatum: 05.07.2002, Militäreinheit: 91711, Rufzeichen: „Kreuz“, verwundet am rechten Arm (unbeweglich), letzter Kontakt: 23.09.2024.“ Timerjan kam aus der Stadt Murawlenko im Süden des Automomen Kreises der Jamal-Nenzen. Auch wenn sein rechter Arm unbeweglich ist, dann hat er immer noch den linken, der ein Gewehr halten kann. Timerjan musste wieder zum Angriff antreten und war, wie wir heute wissen, am 25. September 2024 tot.

Keschik Arsenowitsch Oorschak

Keschik Arsenowitsch, 21 Jahre

Ich suche meinen Sohn, Keschik Arsenowitsch Oorschak, geboren am Donnerstag, den 18.07.2003, Rufzeichen Schwarz, aufgebrochen aus der Region Charkiw zwischen dem 1.12.24 bis 10.12.24. Seit einem Monat warte ich unerbittlich. Wohin soll ich mich wenden? Bitte um Rat“, schrieb Keschiks Mutter am 14.11.2025. Ihr Sohn war da beinahe ein Jahr tot, bestätigt das russische Erbschaftsregister. Keschik stammte aus dem tuwinischen Dorf Chowu-Aksy.

Jedeiko Konstantinowitsch Serotetto

Jedeiko Konstantinowitsch, 19 Jahre, Nenze

Nichts geschieht zufällig, alles ist vorherbestimmt“, war das Motto von Jedeiko Konstantinowitsch Serotetto auf seinem VKontakte-Status. Jedeiko, geboren am 27.Juni 2006, war ein Nenze, seine Eltern lebten traditionell in der Tundra, hüteten Rentiere und gingen auf die Jagd. Der junge Nenze wuchs im Dorf Jar-Sale im „Autonomen Kreis der Jamal-Nenzen“ auf. Vermutlich hat er seine Ausbildung abgebrochen und hatte -betrunken- in der Öffentlichkeit etwas randaliert, also wollte er seine Zukunft auf einem Zeitvertrag mit dem russischen Militär aufbauen. All das war nicht vorbestimmt. Erst danach ging sein Motto in Erfüllung - Ende 2025 schloss er einen Vertrag mit dem Militär, am 20.02.26 wurde er in seinem Heimatdorf begraben.

Denis Maximowitsch Mosin

Denis Maximowitsch, 18 Jahre

Helden werden nicht geboren, sondern gemacht, wie das Beispiel Denis Maximowitsch Mosin zeigt. „Mit 18 Jahren verweigerte er den Wehrdienst und meldete sich freiwillig zum Verteidigungsministerium. Nach seiner Einberufung bat er um die Versetzung zu einer Sturmbrigade der Luftlandetruppen. Nach seiner Ausbildung wurde er als Schütze und Pionier in ein Luftlande-Sturmbataillon versetzt. Er fiel heldenhaft bei einem Einsatz im Dorf Mirny... Denis, ein wahrer Verteidiger des Vaterlandes, verteidigte die Interessen seiner Heimat und seines Volkes. Und die Nation vergisst ihre Helden nicht. Ein herzliches Dankeschön an seine Mutter für die liebevolle Erziehung ihres Sohnes“, fabuliert die Heimatseite von Slawgorod, einer Stadt in der Region Altai.

Ilja Igorewitsch Chalezin

Ilja Igorewitsch, 24 Jahre

„Ich studiere in Orenburg und trainiere dort MMA (Mixed Martial Arts). Jeder sollte Sport treiben! Und junge Männer sollten fit sein; sie müssen ihr Vaterland, ihre Familien und ihre Lieben verteidigen. Ich ermutige alle jungen Männer zu einem gesunden Lebensstil!“, meinte der damals 17-jährige Ilja gegenüber den Dorfnachrichten. Diesem Weg blieb er treu, ging zu den Fallschirmjägern nach Pskow und am 19.01.2026 wie viele andere russische Soldaten bei Pokrowk in den Tod. Ilja Igorewitsch Chalezin, geboren im Jahr 2002, lebte im Dorf Isjangulowo im Süden Baschkortostans. Das Foto zeigt ihn mit seinem Vater, einem Veteranen des Tschetschenienkrieges.

Pawel Olegowitsch Wasjukow

Pawel Olegowitsch, 21 Jahre

Pawel Olegowitsch Wasjukow, geboren am 11.07.2004, kam aus der Stadt Waldai in der Oblast Nowgorod, war verheiratet und hatte ein Kind. In der Nähe der Stadt liegt auch die geheimnisvolle Residenz des russischen Präsidenten. Pawel hatte als Motto in seinem VKontakte-Status gewählt: „Ich erinnere mich, also lebe ich!“ Mit dem Erinnern ist es vorbei, Pawel zog mit seinem Vater in den Krieg und beide sind jetzt tot. Am 30.Januar 2026 wurde Pawel begraben.

Juri Alexejewitsch Artemjew

Juri Alexejewitsch, 18 Jahre

37 Tage nach seinem 18. Geburtstag war Juri tot, gefallen irgendwo an der Front. Erst 14 Monate später wurden seine Überreste in seiner Heimat begraben. Wladislaw schrieb in einem - inzwischen gelöschten - Kommentar: „Er ist nicht freiwillig gegangen, sondern musste gehen. Er hat in der Gegend einiges angestellt und musste deshalb gehen. Schade, aber er ist selbst schuld.“ Völlig falsch - egal was er angestellt hatte, ein Todesurteil hatte Juri niemals verdient. Und so wie es aussieht, wurde Juri ohne militärische Ausbildung in seinem ersten Einsatz in den Tod geschickt. Juri Alexejewitsch Artemjew, 04.12.2006 - 10.01.2025, stammte aus der städtischen Siedlung Muromzewo in der Oblast Omsk.

Wladimir Wladimirowitsch Schteinikow

Wladimir Wladimirowitsch, 18 Jahre

Der Krieg kann ja so eine coole Sache sein. Voll mit Action, Spannung und Thrill. Da musste Wolodja auch dabei sein. Drei Monate nach seinem 18. Geburtstag war er mitten drin und postete Szenen von der Front und Soldatenfotos auf seinem VKontakte-Status. Lange währte sein Soldatentum nicht, bereits einen Monat später war es aus mit Fotos & Videos. Mitte Februar 2026 meldete seine Mutter Ljubow Plotnikowa auf einer Kleinanzeigen-Seite Wolodjas Tod. Wladimir Wladimirowitsch Schteinikow, geboren am 21.07.2007, getötet wahrscheinlich im November 2025, wuchs im Dorf Krasny Woschod (Roter Sonnenaufgang) in der Region Perm auf.

Danil Alexandrowitsch Zaitsew

Danil Alexandrowitsch, 19 Jahre

Nach dem veröffentlichen Lebenslauf hat Danil seine weiterführende Schule an einem Kolleg in Selenginsk in Burjatien nicht abgeschlossen. So musste er im Mai 2024 seinen Wehrdienst ableisten und nach keinem halben Jahr unterschrieb er einen Zeitvertrag mit dem Militär. Am 29. Juli 2025 wurde er an der Front getötet. Danil Alexandrowitsch Zaitsew, geboren am 19.01.2006, wuchs im Dorf Turuntajewo in Burjatien auf und wurde dort am 27.03.2026 bestattet.

Valery Sergejewitsch, 18 Jahre

19 Jahre im Schnelldurchlauf: Valery Sergejewitsch Wasjutin, 22.01.2006 - 06.08.2025, ging in der Stadt Nerjungri in der Republik Sacha (Jakutien) in die Schule. Er zeugte ein Kind und wollte schnell zu Geld kommen.

Anton Eduardowitsch Isadykow

Anton Eduardowitsch, 18 Jahre

Schul - und Studiumabbrecher sind lohnende Opfer für die Rekrutierer der Armee. Anton Eduardowitsch Isadykow, geboren am 26. Februar 2007, hatte nach der Schule eine Ausbildung zur Strafverfolgung an einer technischen Universität begonnen und wohl nicht beendet. Also musste er seinen Wehrdienst ableisten und wurde nach drei Monaten vom Kriegsdienst „überzeugt“. Im September 2025 schloss er den Vertrag, am 19. Januar 2026 war er tot. Er wäre Kampfingenieur gewesen, was auf den Umgang mit Drohnen hindeutet. Anton kam aus dem kleinen Dorf Staroarsamatowo in Baschkortostan, das hauptsächlich von Mari bewohnt wird.

Iwan Sergejewitsch Schirjajew

Iwan Sergejewitsch, 18 Jahre

Die Stadt Workuta in der russischen Teilrepublik Komi war die Hölle und daran hat sich wenig geändert. Die Stadt liegt innerhalb des Polarkreises, ist die östlichste Stadt Europas und es gibt keine normal befahrbare Straßenverbindung dorthin. Zwischen 1930 und 1950 war sie Teil des sowjetischen Gulagsystems, tausende deportierte Russen und Kriegsgefangene starben ob der schweren Arbeit in den Kohlegruben und der miserablen Umstände. Zum Ende der Sowjetära lebten etwa 115.000 Menschen in der Stadt, heute sind es nur noch die Hälfte und es gibt Stimmen die sagen, dass nur noch ein Viertel der Bewohner übrig geblieben ist. Die Stadt zerfällt in weiten Teilen.
Das als Vorwort zu Iwan Sergejewitsch Schirjajew, der am 12. April 2007 in Workuta geboren wurde. Mit 17 Jahre ist er von Zuhause ausgebüxt, was im extremen Klima Workutas lebensgefährlich sein kann. Im Juli 2025 hatte er ein Strafverfahren wegen Gewalttätigkeiten am Hals, so meldete er sich im August 2025 freiwillig zum Kriegsdienst. Auch er hatte keine echte Chance, weder von zuhause aus, noch beim Militär. Bereits im Oktober 2025 wurde er getötet. „Er war ein freundlicher und mitfühlender Mensch“, schreibt der Nachruf.

Artjom Alexandrowitsch Ischakow

Artjom Alexandrowitsch, 18 Jahre

Artjom Alexandrowitsch Ischakow, geboren am 26. Juni 2006 lebte in Jekaterinburg und hatte wohl seine Freundin geschwängert. Er brauchte Geld, meldete sich freiwillig, trat seinen aktiven Dienst am 22.09. an und war am 25.09.2025 tot. Sein Vater, der nichts von seinem Sohn wissen wollte, machte es ihm gleich. Er unterschrieb im Dezember 2025 einen Militärvertrag & ging am 23.01.26 verloren. Wer bekommt jetzt die Kohle, will die Mutter wissen?

Sergej Andrejewitsch Iwanow

Sergej Andrejewitsch, 18 Jahre

Wie viele Schweißer haben wir in unserer Todesstatistik? Wir haben sie nicht gezählt, aber sehr viele. Immer wenn die Lehrer meinen, dass der Junge kein Potential zu höheren Aufgaben besitzt, wird ihm eine Ausbildung als Schweißer vorgeschlagen. Sergej Andrejewitsch Iwanow war auch so ein Fall. Er wurde am 3. März 2007 im Dorf Kljuewka geboren, das direkt am Baikalsee liegt. Einen Monat nach seinem 18. Geburtstag meldete er sich freiwillig zum Kriegsdienst und war am 19.11.2025 tot. Er wollte das Dorf Wremiwka in der ukrainischen Region Donezk einnehmen, es ist nicht gelungen. Ende Dezember war das Dorf noch immer umkämpft, Iwan Borissow, genau so alt wie Sergej und auch aus Burjatien, wurde dann dort getötet.

Iwan Alexandrowitsch Borissow

Iwan Alexandrowitsch, 18 Jahre

Wie schlecht es um die Bildung und die ökonomische Situation der jungen Menschen in Burjatien bestellt ist, zeigen die hohen Verlustzahlen im Krieg gegen die Ukraine. Obwohl in jedem Dorf bereits Soldatengräber aus dem Krieg gegen die Ukraine mahnen, ziehen weiter ganz junge Soldaten in einen Krieg, der auf Lügen basiert, die sie nicht durchschauen. Sie riskieren ihr Leben in der Hoffnung, endlich viel Geld zu verdienen. So auch Iwan Alexandrowitsch Borissow, geboren am 24.04.2007 im Dorf Treskowo in Burjatien. Er hatte keine abgeschlossene Berufsausbildung, wurde im Mai 2025 zum Wehrdienst eingezogen und ließ sich nach drei Monaten zum Kriegsdienst „überreden“. Am 29.12.2025 war auch Iwan Geschichte.

Sergej Viktorowitsch Badmajew

Sergej Viktorowitsch, 18 Jahre

Sergej Viktorowitsch Badmajew wurde am 17. Januar 2007 in Ulan-Ude, der Hauptstadt Burjatiens, geboren. Im Jahr 2022 war er mit der Schule fertig und hätte eine Ausbildung als Forstarbeiter angefangen. Von einem Abschluss ist nicht die Rede. Stattdessen jobbte er als Wachmann bei einer Einzelhandelskette und schuftete im Schichtdienst in einer Goldmine. Einen Monat nach seinem 18. Geburtstag meldete er sich freiwillig als Drohnenpilot zum Kriegsdienst. Sein Vater, ebenfalls an der Front, wurde am 19.10.25 getötet. Am 3. Dezember 2025 folgte ihm sein Sohn in den Tod.

Alexander Andrejewitsch Wagner

Alexander Andrejewitsch, 19 Jahre

Alexander Andrejewitsch Wagner, geboren am 30. Mai 2004, lebte in Barnaul, der Hauptstadt der Region Altai und war russlanddeutscher Abstammung. Er spielte in einer Jugendmannschaft Fußball, von Schule und Ausbildung war auf seinem VKontakte-Status nichts zu sehen. So machte er keine Ausbilung, wurde direkt nach dem 18. Geburtstag zum Wehrdienst eingezogen und meldete sich freiwillig zum Krieg in der Ukraine. Seine Mutter Olesja suchte ihren einzigen Sohn öffentlich am 25.08.2023, da war er bereits über einen Monat tot. Das Erbschaftsregister nennt den 04.07.2023 als seinen Todestag.

Go to top