30.06.2026 -- 218.524// Zuwachs zum 31.05.2026: 4.838

Ignatij Wassiljewitsch, 18 Jahre
Ignatij Wassiljewitsch Saweljew wurde am 12. September 2007 in der Stadt Slanzy geborenn. Slanzy ist eine Stadt mit rund 33.000 Einwohnern nahe der Grenze zu Estland. Nach der Schule hatte Ignatij keine feste Anstellung, sondern jobbte mal hier und dort in seiner Heimatstadt. Doch Ignatij träumte vom vielen Geld, wie man seinem VKontakte-Status entnehmen kann. So meldete er sich im Dezember 2025 zum Kriegsdienst in der Ukraine - natürlich ohne militärische Ausbildung. Am 10. Mai 2026 wurde er getötet, am 30. Mai in Slanzy bestattet.
Radmir Ildusowitsch, 21 Jahre
„Ich suche meinen einzigen Sohn, Radmir Ildusowitsch Ulmaskulow, Rufzeichen „Baschkir“, Militäreinheit 11079, Bataillon 1. Er ging am 6. Oktober 2025 von Mulino in der Region Nischni Nowgorod in die Reserve und wird seit dem 10. Oktober 2025 in der Region Charkow vermisst“, schreibt die Mutter am 17. Mai 2026. Da war ihr Sohn schon sieben Monate tot. Zwei Wochen später hat sie Gewissheit, am 31. Mai wurde er im Dorf Askarowo in Baschkortostan begraben. Die 76jährige Rasima kommentiert: „Wir müssen diesen sinnlosen Krieg endlich beenden. Wir verlieren so viele Kinder, und manche verdienen an unserer Trauer. Mein Beileid den Familien.“

Gleb Andrejewitsch, 18 Jahre
Stark oder dumm, das ist die Frage? Anton schreibt in einem Kommentar: „Gleb trat im Oktober oder November, ich weiß es nicht mehr genau, in die Armee ein und war noch stark genug, um den Vertrag zu unterschreiben. Ich traf ihn, als ich hierherkam; er war immer gut gelaunt und wollte unbedingt dorthin.“ Gleb Andrejewitsch Maximow wurde am 25.10.2007 geboren, war Ende Oktober 2024 gerade 18 Jahre alt geworden und hatte ohne militärische Vorkenntnisse einen Vertrag zum Kriegsdienst unterschrieben. Niemand hat den dummen Jungen aufgehalten - auch nicht seine Mutter. Gleb kam aus der Stadt Werchni Ufalei in der sibirischen Oblast Tscheljabinsk.
Iwan Andrejewitsch, 19 Jahre
Iwan kommt aus einer dysfunktionalen Familie. Sein Vater Andrej wurde im Jahr 2024 zu 7 Monaten gemeinütziger Arbeit verurteilt, weil er umgerechnet etwa 50.000 € Unterhaltszahlungen für Iwan nicht geleistet hatte. Und seine Mutter Jewgenija posierte ein Jahr später mit einem großen Blumenstrauß auf der Motorhaube ihres Mercedes (Iwans Antrittsprämie ?)). So wundert es nicht, dass Iwan sich am 21.12.2024 freiwillig zum Kriegsdienst meldete. Er wäre Zimmermann einer Pioniereinheit gewesen, meldet eine ukrainische Seite - aber das ist nicht sicher. Ziemlich sicher ist, dass Iwan russlanddeutscher Abstammung war. Iwan Andrejewitsch Ellenberger wurde am 22. Mai 2006 in der Siedlung Kotschenjowo in der Oblast Nowosibirsk geboren. Am 20.04.26 war sein Todestag.
Alexander Wladimirowitsch, 18 Jahre
„Weißt du, das Schicksal ist nicht dumm... Es bringt dir Menschen, entweder solche, die du brauchst... oder solche, die dich brauchen... In jeder Lebensphase... Und egal wie seltsam die Wendungen des Lebens auch erscheinen mögen... Manchmal sogar grausam – wisse, dass dies genau die Lektion ist, die du gebraucht hast!“, schrieb der 13 Jahre alte Alexander in seinen VKontakte-Status. Doch solche Küchenweisheiten haben ihm nicht geholfen, jene grausame Lektion hat ihm den Tod gebracht. Alexander Wladimirowitsch Belozerzew wurde am 22. November im Dorf Gratschewka in der Oblast Lipezk geboren. Am 19. Mai 26 wurde er begraben.

Maxim Nikolajewitsch, 19 Jahre
„Er kehrte nicht von einem Kampfeinsatz zurück“, beginnt das Nachruf von Maxim. Richtiger wäre gewesen: Maxim kehrte nicht von seinem ersten Kampfeinsatz zurück. Maxim Nikolajewitsch Nastjew wurde am 29. Oktober 2006 im Dorf Nischneborskaja mit gerade mal 42 Bewohnern in der Region Archangelsk geboren. Er hatte am 22.10.25 einen Vertrag mit dem Militär abgeschlossen und kam Ende des Jahres an die Front. Dort wurde er am 29.12.2025 getötet.
Mongelen Michailowitsch, 19 Jahre
Inmitten von Zerstörung so lang das Auge reicht steht ein 19jähriger Tuwiner, genannt Tyson, und blickt stolz in die Kamera. Doch eigentlich hätte ihm ein Licht aufgehen müssen, dass er in der Ukraine „keinen Kampf für den Frieden und die Zukunft der Heimat – seines geliebten Tuwa“ führt, wie sein Nachruf behauptet. Die Konsequenz folgte schnell: Im Dezember 2025 meldete er sich freiwillig, am 5. Mai 2026 war für ihn Schluss. Mongelen Michailowitsch Dolsatmaa wurde am 25.11.2006 im Dorf Samagaltai in der russischen Teilrepublik Tuwa geboren.

Suren Alexandrowitsch, 18 Jahre
VKontakte vom 8.05.26: „Liebe Mitmenschen! Unser lieber, bescheidener, tapferer, gütiger und treuer Sohn, geliebter Bruder seiner Schwestern, unser Bruder, der älteste von acht Brüdern und treuer Freund vieler Menschen – Suren Alexandrowitsch Tjuljusch wurde am 27.05.2007 in Kysyl-Orda geboren. Am 19. November 2025 zog er im Dienste seines Landes und seines Volkes in den militärischen Sondereinsatz. Wir sprechen den Angehörigen und Freunden unser tiefstes Beileid aus; er ist im heldenhaften Einsatz für Gegenwart und Zukunft der Heimat und des Volkes verstorben“. Suren kam aus der russischen Teilrepublik Tuwa und hat für die Gegenwart und Zukunft seines Volkes definitiv keinen Beitrag geleistet.

Nikita Jurjewitsch, 19 Jahre
„Nikita Jurjewitsch Jakunin, geboren am 4. August 2006, verstarb tragisch im Dienst der russischen Streitkräfte“, heißt es im Nachruf. Was für eine absurde Aussage, im Krieg ist der Tod niemals tragisch, also eine Verkettung von unglücklichen Begebenheiten, sondern die logische Konsequenz. Nikita kam aus der Kleinstadt Sosnowka in der Oblast Kirow und wurde am 16.01.26 in der Ukraine getötet.

Wladimir Wladimirowitsch, 22 Jahre
„Wladimir Wladimirowitsch Badjanow (17. April 2003 – 27. Mai 2025) wurde in Nischni Nowgorod geboren und lebte dort. Trotz seiner Diabetes Typ 1, an der er seit seinem zwölften Lebensjahr litt, und seiner Einstufung als Schwerbehinderter der Gruppe 3 meldete er sich freiwillig zum Nordmilitärbezirk. Sein Rufname war „Badja“.“ So lautet eine Heldengeschichte einer Gruppe von Kriegsunterstützern aus der Region Altai. Doch freiwillig hat sich Badja nicht zum Kriegsdienst gemeldet. Aus finanziellen Gründen hatte er sich als Drogenkurier anwerben lassen und bekam u.a. für den Besitz von 0,87 Gramm Haschisch vom Gericht eine Haftstrafe von insgesamt acht Jahren. Deshalb verpflichtete er sich „freiwillig“ und handelte statt Gefängnis nur seinen Tod ein.

Jegor Sergejewitsch, 19 Jahre
Todesstrafe: Jegor Sergejewitsch Serenekow, geboren am 7. Januar 2007, lebte in der Stadt Alatyr in der russischen Teilrepublik Tschuwaschien. Weshalb er am 30. Mai 2025 vor Gericht stand, wurde nicht veröffentlicht. Aber an diesem Tag wurde das Verfahren gegen ihn ausgesetzt. Um einer Verurteilung und Haftstrafe zu entgehen, hatte man ihn „überzeugt“ doch besser sich freiwillig zum Militär zu verpflichten. „So junge Leute wie dich schickt man nicht an die Front. Du bekommst einen ruhigen Job in der Küche oder baust Unterstände für die Armee“, sind die üblichen Beschwichtigungen der Rekrutierer. Am 12.04.26 wurde Jegor bei einem Einsatz getötet, am 6.Mai wurde er begraben und am 18. Mai 2026 wurde das Verfahren gegen ihn eingestellt. Begründung: Tod eines Verdächtigen oder Angeklagten.

Sergej Igorewitsch, 19 Jahre
Der typische Lebenslauf eines jungen russischen Kriegstoten: Sergej Igorewitsch Tschulkow wurde am 21. März 2007 in der westsibirischen Großstadt Kurgan geboren. Im Juni 2025 musste er seinen Wehrdienst antreten, wurde zum Vertragsdienst überredet, an die Front geschickt, am 6. April 2026 in der Ukraine getötet und am 7. Mai bestattet.

Keschik Olegowisch, 19 Jahre
„Unser lieber Sohn und geliebter Bruder, Keschik Olegowitsch Mongusch, wurde am 11. Juni 2005 im Sum Kyzyl-Dag (Bezirk Bai-Taiga) geboren. Als tapferer Soldat der 74. Selbstständigen Garde-Motorisierten Schützenbrigade diente er der Verteidigung seiner Heimat Tuwa. Wir sind zutiefst betrübt mitzuteilen, dass er am 4. Oktober 2024 bei der Ausübung seines furchtlosen militärischen Dienstes ums Leben kam“, schreibt seine Familie. Nur - Keschik hat seine Heimat nicht verteidigt, sondern zog los, einn fremdes Land zu erobern. Am 6.05.26 wurde er bestattet.
Andrej Davidowitsch, 20 Jahre
Das Dorf Nikolajewka liegt im deutschen Nationalrajon in der Region Altai. Andrej Davidowitsch Helm wurde dort als Russlanddeutscher am 23. Dezember 2004 geboren. Nach der Schule begann er ohne Berufsausbildung sofort zu arbeiten. Im Jahr 2023 wurde er zum Wehrdienst eingezogen und wurde zu einem Zeitvertrag mit dem russischen Militär überredet. Am 26. April 2025 wurde er in der Region Belgorod getötet. „Er lebt in unseren Herzen, in unseren Erinnerungen und in unserem Wunsch weiter, die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Lasst uns seinen Mut, seinen Heldenmut und die strahlende Zukunft, für die er gekämpft hat, ehren“, dichtet der Nachruf. In einer besseren Welt zieht niemand in den Krieg.

Ilja Iwanowitsch, 20 Jahre
Der Lebenslauf eines Drohnenpiloten: Ilja Iwanowitsch Uljanow wurde am 12. März 2006 in der Kleinstadt Sakamensk in Burjatien geboren. Im Jahr 2012 wurde er eingeschult und schloss die Schule nach neun Jahren ab. Danach absolvierte er eine landwirtschaftliche Ausbildung, die er im Jahr 2025 mit einem Diplom als „Meister der Agrarproduktion“ abschloss. Am 23. Mai 2025 meldete er sich freiwillig, um Drohnenpilot bei der russischen Armee zu werden. Die Drohnenbetreiber agieren zwar nicht an vorderster Front, sind aber das vorrangige Ziel der ukrainischen Verteidiger. Am 27. Mai 2026 wurde Ilja getötet und am 11. Juni beigesetzt.

Arsenij Semenowitsch, 19 Jahre
Arsenij Semenowitsch Jerimejew, ~19 Jahre alt
Status: Verstorben
Geburtsdatum: Unbekannt
Todesdatum: Dezember 2025 (Beerdigung: 26.04.2026)
Diensttyp: Wehrpflichtiger! Während seines Militärdienstes wurde er unter dem Vorwand, an Fahrkursen teilzunehmen, in die Kampfzone „zur Evakuation von Verwundeten“ geschickt, wo er starb.
Friedlicher Beruf: Nach dem Schulabschluss wurde er zum Militärdienst eingezogen
Wohnort: Dorf Sulgatschtschy, Amga-Ulus
Er hatte die Schule abgeschlossen und wurde zum Militärdienst eingezogen. Anstatt an Fahrkursen teilzunehmen, wurde er in die Kampfzone „zur Evakuation von Verwundeten“ geschickt, wo er starb. Seine Angehörigen wurden nicht informiert. So etwas darf nie wieder passieren
Telegram-Kanal „Die Toten aus der Rep. Sacha“ vom 05.05.26

Ruslan Wladimirowitsch, 20 Jahre
„Wie war er denn so – frage ich die Mutter, Ihr Sohn Ruslan Wladimirowitsch Ryskin?“
Die Mutter erzählt, und es ist unmöglich, die Tränen zurückzuhalten,
Ihr Sohn hat die Namenliste auf dem Obelisken ergänzt.
„Er war wie viele andere, ein einfacher Junge,
er ließ seine Freunde und Kameraden in der Not nicht im Stich,
es ist unwahrscheinlich, dass über alle Helden Bücher geschrieben werden –
wie viele Söhne sind bereits im Krieg gefallen.“
Ruslan kam aus der Stadt Nowosibirsk, seine Mutter hat ein Gedicht über ihn in Auftrag gegeben.

Sergei Wjatscheslawowitsch, 19 Jahre
Sergej hat seine Ausbildung am Agrar- und Technologiekolleg unterbrochen, nahm ein Urlaubssemester, verpflichtete sich im August 2025 zum Kriegsdienst in der Ukraine und war nach zwei Monaten tot. Sergei Wjatscheslawowitsch Orlow (21.12.2006 - 26.10.2025) stammte aus dem großen Dorf Troitskoje in der sibirischen Oblast Omsk. Das Dorf wurde übrigens Anfang des 20. Jahrhunderts von deutschen Siedlern gegründet.

Oleg Anatoljewitsch, 19 Jahre
Auch Oleg hat seine Ausbildung der Maschinenbautechnik an der Luftfahrttechnischen Schule Ulan-Ude nach dem 2. Jahr abgebrochen. So musste er seinen Wehrdienst ableisten. Es brauchte nur vier Monate, um Oleg zum Vertragsdienst zu überzeugen. Dann ging es schnell an die Front und ein halbes Jahr später war er tot. Oleg Anatoljewitsch Wereschtschagin (04.01.2007 - 11.04.2026) wurde in seinem Heimatort Tselinny in Burjatien begraben.

Maxim Wjatscheslawowitsch Safronow wurde am 4. Julij 1995 im Dorf Nowaja Brjan in Burjatien geboren. Das Dorf hat seit den Zeiten der Perestroika fast die Hälfte seiner Einwohner verloren. Heute leben noch etwa 4.200 Menschen dort. Maxim bekam während seiner Schulzeit eine kräftige Dosis Militarismus eingeflösst: Er besuchte den militärpatriotischen Club „Kasatschok“ und absolvierte das Militärspiel „Zarnitsa“. Nach der Schule studierte Maxim Medizin und arbeitete als Anästhesist und Notfallmediziner in einem Krankenhaus in Tschita (Transbaikalien).
Im Jahr 2025 wollte Maxim endlich ordentlich verdienen und ging als Notfallmediziner im Rang eines Leutnants an die Front in der Ukraine. Eine häufige Legende der Nachrufschreiber lautet, dass der Tote heldenhaft Verwundete evakuiert hätte und dabei getötet wurde. So auch bei Maxim - eine Drohne hätte am 23. Juni 26 den Rettungswagen angegriffen und Maxim getötet.

Nachdem die Aufmerksamkeit zu unseren Veröffentlichungen wächst, eine kurze Information zu OskarMaria.
Unter diesem Pseudonym war der Initiator im Internet seit über 25 Jahren recht unregelmäßig präsent. Ab dem Jahr 2014 hat er hier über die Situation in den von Russland besetzten Gebieten des Donbass geschrieben. Als einer der ersten Journalisten überhaupt informierte er über die damals neu gegründete Gruppe Wagner.
Beruflich war er seit den 80-iger Jahren Geschäftsführer von diversen Medienunternehmen im Printbereich. Jetzt im Ruhestand, Kinder erwachsen, bleibt etwas mehr Zeit, die gesammelten Erfahrungen zusammen mit wenigen Mitstreitern für dieses Projekt zu nutzen.
Nachtrag: OskarMaria– das ist eine kleine Verbeugung vor dem beinahe vergessenen Schriftsteller Oskar Maria Graf. In Zeiten der Bücherverbrennungen wurden seine Werke von den Nazis verschont, ja sogar teilweise empfohlen. „Verbrennt mich!“ schrieb er 1933 in der Wiener Arbeiterzeitung, „nach meinem ganzen Leben und nach meinem ganzen Schreiben habe ich das Recht, zu verlangen, dass meine Bücher der reinen Flamme des Scheiterhaufens überantwortet werden und nicht in die blutigen Hände und die verdorbenen Hirne der braunen Mordbanden gelangen!“ Schließlich floh er in die USA – dort lebte er in bescheidenen Verhältnissen. Deutschland wollte den unbequemen Mann nach dem Krieg nicht wieder haben. Er starb 1967 in New York.
Literaturempfehlung: Wir sind Gefangene - Autobiograhie 1927.
Wladimir Sergejewitsch Nenartowitsch, 59 Jahre
Telegram-Kanal „Die Toten aus Sacha“ vom 28.05.2026
Die Kleinstadt Tschulym liegt etwa 130 km westlich der Hauptstadt Nowosibirsk. In der Stadt und im dazugehörigen Bezirk leben rund 20.000 Menschen - Tendenz rückläufig. Die Gegend ist landwirtschaftlich geprägt, etwa ein Drittel aller Erwerbstätigen arbeiten in diesem Bereich.
Ein Denkmal erinnert an die Toten aus den sowjetischen und russischen Kriegen. Im Krieg in Afghanistan sind zwei Soldaten aus dem Bezirk getötet worden, in den Tschetschenienkriegen wurden acht Männer getötet und im aktuellen Krieg gegen die Ukraine wurden bisher 113 Namen eingraviert.
Setzt man jene 113 Kriegtoten ins Verhältnis zur Bevölkerung, so würde jene Region an zweiter Stelle aller russischen Regionen in unserer entsprechenden Tabelle stehen.
Nikolai Afanassjewitsch Atlasow (Rufname „Odun“), 35 Jahre alt
Status: Verstorben Geburtsdatum: 29. Oktober 1989
Sterbedatum: 28. März 2025
Geburtsort: Rajon Changalasski, Dorf Katschikatsy
Sterbeort: Region Donezk, Siedlung Jelisawetowka
Dienstverhältnis: Vertragsdienst (ab 30. November 2024)
Kinder (Anzahl): Unbekannt
Ziviler Beruf: Abfüllung und Lieferservice für reines Trinkwasser
„Die Toten aus Sacha“ vom 5.5.26
Peter Frankopan ist Professor für Weltgeschichte an der Universität Oxford. In einem Essey über Wladimir Putin zitiert er den exilrussischen Telegram-Kanal „Astra“. Astra selbst zitiert in einem Beitrag eine/n Z-Blogger/in „Agna Becker“ der/die den Telegram-Kanal „Haus unter Lorbeeren“ betreibt. Agna Becker wiederum zitiert „unabhängige Studien von 'N' “ und damit kommen wir zur eigentlichen Nachricht.
Nach dieser Studie würde die durchschnittliche Überlebensdauer eines Soldaten bei einem Angriff an den vordersten Positionen nur 20 - 35 Minuten betragen. Laut der selben Studie betrage die „durchschnittliche Lebenserwartung“ eines Soldaten von der Zeit seiner Ankunft auf dem Übungsplatz bis zu seiner Abreise in den Kampfgebiet von zehn Tagen bis zu drei Wochen.
Ganz unrealistisch sind diese Aussagen nicht, wie unsere vielen Beispiele über Kurzzeitsoldaten zeigen. Wir haben Agna Becker angeschrieben und um einen Link auf die Originalveröffentlichung gebeten. Eine Antwort ist nicht zu erwarten.
„Ich freue mich auf meinen Tod“ ist der Titel einer bekannten Kantate von Johann Sebastian Bach. Die ist dem Autor spontan zum unten veröffentlichten - KI-generierten - Video eingefallen. In diesem werden 46 russische Soldaten vorgestellt, die alle aus der Großstadt Artjom oder deren näheren Umgebung in der Region Primorje stammen. Zur Erinnerung - die Region Primorje liegt im Fernen Osten Russlands. Die Soldaten im Video werfen ihre Waffen weg, lachen dabei und schreiten ins Nirwana.
Wieviel sinnvoller wäre es gewesen, wenn all diese Soldaten sich diesem verbrecherischen Krieg verweigert und gemeinsam ihre Waffen niedergelegt hätten? Sie wären zumindest lebend nach Hause gekommen. So dürfte auch diese KI-generierte Schmonzette keine Hilfe und Trost für ihre Angehörigen darstellen.