Jegor Alexandrowitsch Naumenko

Denis Gennadiewitsch, 19 Jahre

Ein Foto von Wladimir Putin, der nach Frieden strebt, ziert den VKontakte-Status von Jegor Alexandrowitsch Naumenko.  Und ganz in diesem Sinne gab Jegor sein Leben für den Führer. Jegor, geboren am 26. Juni 2007, lebte in der Großstadt Beresniki in der Region Perm.  Kurz nach seinem 18. Geburstag meldete sich Jegor freiwillig zum Dienst an der Front. So war er gerade 86 Tage lang 18 Jahre alt, als er am 20.09.25 getötet wurde. Wir empfehlen die interessante Debatte zu seinem Tod unter dem Nachruf, die besorgte Bürger, russische Bots und vielleicht auch Ukrainer zu Streit bis zu Beschimpfungen anregte.

Denis Gennadiewitsch Ostretsow

Denis Gennadiewitsch, 19 Jahre

Das Leben von Denis Gennadiewitsch Ostretsow zusammengefasst: Denis wurde in der Region Tambow geboren. Seine Eltern verließen ihn und er lebte in einem Waisenhaus. Im Alter von viereinhalb Jahren wurde er adoptiert. Die Familie zog nach Moskau, dort besuchte Denis ein Rehabilitations- und Bildungszentrum für Kinder mit Wirbelsäulenerkrankungen. In den letzten Jahren fühlte sich Denis vorwiegend allein. Die Melancholie versuchte er im Fitnessstudion zu vertreiben - mit bescheidenem Erfolg. So meldete er sich im Oktober 2024 freiwillig und war am 21.12.24 tot. Begraben wurde er am 18. Januar 2026.

Gleb Andrejewitsch Barsukow 6

Gleb Andrejewitsch, 18 Jahre

Das Foto mit dem kleinen rothaarigen Frechdachs wurde im November 2012 aufgenommen. Von da an hatte er noch knapp 12 Jahre zu leben. Am 1. September 2024 suchte ihn seine Mutter öffentlich: „Ich suche meinen Sohn, Gleb Andrejewitsch Barsukow, geboren am 3.02.2006. Er wurde am 14.-16. August 2024 in der Volksrepublik Lugansk als vermisst gemeldet. Auf seinem rechten Unterarm hat er ein Tattoo mit einem Kreuz, in dessen Händen sich ein Kleeblatt und ein Herz befinden... Er hat rote Haare.“ Das Nachlassgericht hat seinen Tod auf den 13. August 2024 festgelegt. Gleb lebte in Stawropol im Süden Russlands.

Denis Alexandrowitsch Gorjunow

Denis Alexandrowitsch, 21 Jahre

Denis war der typische „Halbzeitsoldat“. Er wurde am 29.06.2022 zum Wehrdienst eingezogen und genau zur Hälfte seiner Dienstzeit zum Kriegsdienst verpflichtet. Am 29.12.2022 unterzeichnete er den Vertrag. Es dauerte zwei Jahre, dann war auch Denis an der Reihe. Am 4. Dezember 2025 wurde er an der Front schwer verletzt und starb im Krankenhaus, ohne das Bewusstsein wiedererlangt zu haben. Denis Alexandrowitsch Gorjunow wurde am 26. Juni 2004 im großen Dorf Turuntajewo in Burjatien geboren.

Kirill Viktorowitsch Babin

Kirill Viktorowitsch, 18 Jahre

Niemand hat den dummen Kirill gestoppt - nicht seine Eltern, nicht seine Freunde, nicht der Kommissar bei der Registrierung, nicht die Kommandanten an der Front. Kirill Viktorowitsch Babin, geboren am 28. Juni 2006 in der Siedlung Talmenka in der Region Altai, meldete sich sofort nach seinem 18. Geburtstag freiwillig bei Militär und ging an die Front. Bereits am 27.10.24 wurde er als vermisst gemeldet und am 1.11.24 für tot erklärt. Für seine Beerdigung ließ sich Kirill dann mehr Zeit. Am 15.12.2025 wurde er beigesetzt.

Jewgeni Wassiljewitsch Swjagin

Jewgeni Wassiljewitsch, 19 Jahre

Warum melden sich junge Menschen freiwillig an die Front? Richtig, das viele Geld spielt immer eine Rolle. Aber manche wollen sich auch beweisen - so wie Jewgeni.
Jewgeni Wassiljewitsch Swjagin, geboren am 07.10.2005 in der Stadt Kjachta, fing eine Ausbildung zum KFZ-Mechaniker an und brach mitten drin ab. So musste er seinen Wehrdienst ableisten und beim Militär wollte er dann allen beweisen, dass er kein Versager war. Er meldete sich freiwillig, kam Ende 2024 an die Front und war am 9. Juli 25 tot. Was zu beweisen war.

Jaroslaw Igorewitsch Chochrjakow

Jaroslaw Igorewitsch, 19 Jahre

Unser Krieg ist also vorbei, mein Junge. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, wie ich ohne dich weiterleben soll“, schreibt Mutter Tatjana auf VKontakte zum Tod von Jaroslaw. Jaroslaws bester Freund hat darauf folgende Antwort: „Lebe, genieße das Leben, gehe spazieren, spiele – falle hin, steh wieder auf, sei frech, schimpfe – lass Fremde fallen, rette deine eigenen – bleibe dem Prinzip treu – überlebe.“ Jaroslaw Igorewitsch Chochrjakow, 26.07.2006 - etwa 3,12,2025, lebte in Chita, der Hauptstadt Transbaikaliens.

Alexander Romanowitsch Gretschischnikow

Alexander Romanowitsch, 18 Jahre

Alexander Romanowitsch Gretschischnikow stammt aus dem Kur- und Ferienort Aluschta auf der Krim. Sascha wurde am 3. Oktober 2025 volljährig und war bereits am 05. Dezember als Freiwilliger im Krieg gegen sein eigenes Land gefallen. Damit war er gerade zwei Monate lang 18 Jahre alt. Trotzdem veröffentlicht sein Vater oder Großvater zum Jahresanfang 2026 in seinem Status: „Frohes Neues Jahr, Freunde! Wir glauben an uns! Wir glauben an Russlands Sieg.“

Miron Iwanowitsch Danilow

Miron Iwanowitsch, 20 Jahre

Im Dezember 2023 wurde Miron zum Wehrdienst eingezogen. Ob freiwillig, betrogen oder unter Zwang wissen wir nicht - Miron unterschrieb zu Beginn seines Wehrdienstes einen Zeitvertrag mit dem russischen Militär. Bereits im April 2024 wurde er verwundet, aber nach seiner Genesung ging es zurück in den Krieg. Am 24.09.2025 war er dann tot. Miron Iwanowitsch Danilow, geboren am 8.05.2005, lebte im Dorf Gorchon in Burjatien, das an der Transsibirischen Eisenbahnlinie liegt.

Nikita Viktorowitsch Kazunin

Nikita Viktorowitsch, 23 Jahre

Nikita Viktorowitsch Kazunin wurde am 24.11.2001 im Dorf Zaytschiki (Häschen) in der Oblast Wologda geboren. Bereits in der Schule wurde er zum Soldatentum erzogen und wurde Berufsmilitär. Beim russischen Angriffskrieg war er von Beginn an dabei und wurde schwer verwundet. Doch wie der „Zufall“ (Zitat Nachruf) so will, landete er nach seiner Genesung wieder an der Front. Am 12.12.25 wurde er beigesetzt. „Es ist schmerzlich, traurig und erschütternd! Junge, gutaussehende Männer sterben. Sie hätten ewig leben sollen, ihre Lieben küssen, Kinder haben, ihre Eltern ehren…“, lamentiert der Nachruf. Die Antwort ist sehr einfach - einfach keinen Krieg beginnen.

Wadim Wjatscheslawowitsch Artemenko

Wadim Wjatscheslawowitsch, 18 Jahre

Er erfüllte seine militärische Pflicht gewissenhaft und ehrenhaft und bewies dabei ein hohes Maß an Patriotismus und Hingabe zum Vaterland“, schreibt der Nachruf über Wadim. Damit ist ja alles gesagt in einem Land, das 18-jährige Jungs an der Front gnadenlos verheizt. Wadim Wjatscheslawowitsch Artemenko, geboren am 24. Mai 2007, stammte aus dem Bezirk Schirnowski im Norden der Oblast Wolgograd und wurde am 8. Januar 2026 begraben.

Danil Ulaschtschuk

Daniil Ulaschtschuk, 18 Jahre

Von Kopf bis Fuß auf das Soldatentum eingestellt - so lebte die Familie von Walentina (Mitte). Der -wahrscheinliche- Vater im „Gruppe Wagner“ T-Shirt, die Mama voll mit Abonnements auf Militär & Krieg. Alle zusammen lebten in der Stadt Kondopoga in Karelien. Da wollte Sohn Daniil (Foto rechts) auch nicht hinten anstehen und meldete sich freiwillig zum Kriegsdienst - mit erwartbarem Ausgang. „Ich kann es nicht glauben, ich kann es nicht glauben, ich kann es nicht glauben, wie ich ohne dich leben soll!“, weint Mama. Daniil Ulaschtschuk, geboren am 29.07.2007, wurde am 16.12.25 beigesetzt.

Raschid Zafarbekowitsch Islomow

Raschid Safarbekowitsch, 18 Jahre

Raschid wuchs in der Siedlung Onochoi in Burjatien auf. Rund um Onochoi gibt es einige Einrichtungen und Siedlungen des russischen Militärs. Raschids Eltern sind keine Burjaten, sondern kommen aus muslimischen Regionen Russlands. Raschid wurde am 19. Mai 2025 zum Wehrdienst eingezogen und nach der Grundausbildung in die Region Kursk versetzt. Dort wird immer noch gekämpft. Raschid Safarbekowitsch Islomow, geboren am 3. Mai 2007, wurde am 4. Januar 2026 beigesetzt.

Dmitri Michailowitsch, 18 Jahre

Dima ist in einer Plattenbau-Siedlung aufgewachsen. Als er 14 Jahre alt war, bekannte er in seinem VKontakte-Status: „Ich lutsche Schwänze.“ und mit 15 Jahren schrieb er über ein Foto: „Scheiß auf die Gesetze“ (der blasse Junge mit Kappe auf dem Foto rechts).
Drei Jahre später ist er an der Front gelandet und hat den 19. Geburtstag nicht mehr geschafft. Dafür hat Mama ein rührseliges KI-Video in Auftrag gegeben.
Dmitri Michailowitsch Jakunitschew, 11.08.2006 - 03.05.2025, wuchs in der Großstadt Wologda auf.
Der Autor dieser Zeilen hätte da auch noch eine Frage: „Was will er mit dem Maschinengewehr im Jenseits?

Timofei Wadimowitsch Kobjakow

Timofei Wadimowitsch, 20 Jahre

Dumme Sprüche bleiben dumm, auch wenn man sie bei fast jedem russischen Kriegsbegräbnis hört. Auch Timofeis Lieblingsspruch wäre gewesen: „ „Ich bin ein Krieger, ich werde ewig leben.“ Doch Timofei ist tot - endgültig und wird morgen vergessen sein. Während des Wehrdienstes meldete er sich freiwillig, wurde zum Drohnenpiloten ausgebildet und gehörte zu den Einheiten, die die ukrainische Stadt Pokrowsk zunächst zerstört hatten und danach einnehmen wollten. Timofei Wadimowitsch Kobjakow, 02.12.2004 - 25.11.2025, lebte mal im Dorf Askiz in Chakassien..

Viktor Aleschkin

Viktor Konstantinowitsch, 18 Jahre

Viktor Konstantinowitsch Aleschkin, 16.11.2006 - 02. Juli 2025, stammte aus dem Dorf Nowy Bujan in der Oblast Samara. Auf den wenigen Fotos in seinem VKontakte-Status versteckte er meist sein Gesicht und hatte auch sonst nicht viel zu sagen. Im Nachhinein ist alles nicht mehr wichtig, auch Viktors Leben wurde vergeudet. Etwas mehr als ein halbes Jahr nach seinem 18. Geburtstag wurde er bei einem Angriff in einem fremden Land getötet.

Alexei Jurjewitsch Polosow

Alexej Jurjewitsch, 19 Jahre

Wieder eine Waisengeschichte: Alexej hatte wohl wenige Freunde, auf seinen Fotos wirkt er nachdenklich und vereinsamt, meist fotgrafierte er ältere Autos. Er hatte seine Eltern verloren und wurde von der Tante aufgezogen. Nach der 9. Klasse absolvierte er eine Ausbildung zum Computerbediener. Sein Ende kam schnell: Anfang 2025 meldete er sich ohne Wehrdiensterfahrung freiwillig an die Front, im April war er tot. Alexej Jurjewitsch Polosow, 02.04.2006 - 04.04.2025, lebte im Dorf Maksaticha in der Oblast Twer.

Juri Tschernow

Juri Tschernow , 18 Jahre

Das sind Mama Tatjana und Sohn Juri Ende Januar 2025. Beide lebten in Petrosawodsk, der Hauptstadt Kareliens. Kurz gesagt - Juri war ein Idiot und Mama hat ihn nicht davon abgehalten, idiotische Dinge zu tun. Juri Tschernow wurde am 25.03.2025 achtzehn Jahre alt und am 12.04.25 stand er schon in einer Kaserne in Kampfuniform. Am 31.10. prozte er noch auf einem verbrannten russischen Panzer: „Lasst uns den Durchbruch schaffen.“ Danach war Juri Geschichte.

Wladimir Leonidowitsch Gripkow

Wladimir Leonidowitsch, 18 Jahre

Wladimir Leonidowitsch Gribkow, geboren am 6. Juli 2006, wuchs im Dorf Uwat in der Oblast Tjumen auf. Nach der Schule wollte er eine Ausbildung zum Koch und Konditor absolvieren. Aber stattdessen ging er ganz ohne militärische Vorkenntnisse freiwillig an die Front. Am 6.12.24 unterzeichnete er den Vertrag, am 3. März 25 war sein Leben vorbei. Ein aktuelleres Foto haben wir nicht gefunden, es stammt vom 29.09.2017.

Keschik Alasch oolowitsch Chertek

Keschik Alasch-oolowitsch, 22 Jahre

Unser geliebter Mann, der älteste Sohn seiner Mutter, der geliebte, bescheidene, großzügige, tapfere, stets lächelnde, mutige und zukunftsorientierte Schwiegersohn. Er war ein verspielter, lustiger und vertrauenswürdiger Freund seiner Klassenkameraden und Freunde. Der geliebte Vater seiner einzigen Tochter, Keschik Alasch-oolowitsch Chertek (genannt Maestro), wurde am 20.03.2003 geboren. Er schloss 2020 die Mittelschule Nr. 2 in Ak-Dowurach ab. Seit September 2024 nahm er an einer besonderen Militäroperation für das Vaterland und die Zukunft seines Volkes teil. Am 15.11.2025 fiel er im Kampf. Das Lächeln und das Lachen unseres kleinen Jungen werden uns immer in Erinnerung bleiben. (Tuwa, Barun-Chemtschiksky koschuun. 28.11.25)

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