Roman Dmitrijewitsch Eifert

Alexander Igorewitsch, 19 Jahre

Roman Dmitrijewitsch Eifert dürfte der jüngste russische Gefallene im Krieg gegen die Ukraine sein mit gesichert russlanddeutschen Wurzeln. Roman wurde am 03. Oktober 2007 geboren und wuchs im Dorf Selenaja Poljana mit knapp 400 Bewohnern im Bezirk Kljutschewski in der Region Altai auf. Im Oktober wurde er 18 Jahre alt und im selben Monat verpflichtete er sich freiwillig beim russischen Militär. Bereits am 10. Januar 2026 war er tot und wurde noch im selben Monat bestattet. Leider gibt es keine weiteren Informationen über Roman.

Alexander Igorewitsch Dongak

Alexander Igorewitsch, 19 Jahre

Alexander Igorewitsch Dongak wurde am 21.06.2006 Dorf Bischiktig-Chaja in der russischen Teilrepublik Tuwa geboren. „Er war ein bescheidener, respektvoller, hilfsbereiter, freundlicher, fleißiger und stets lächelnder Sohn“, schreiben seine Eltern. Diese Charaktereigenschaften dürften eher unwahrscheinlich sein - solche jungen Leute ziehen nicht mit 18 Jahren in den Krieg. Sein Tod wurde am 20.01.2026 öffentlich gemacht.

Wladimir Nikolajewitsch Dmitrijew 

Wladimir Nikolajewitsch, 22 Jahre

Wladimir, der ganze Stolz seiner Eltern, hatte es mit 22 Jahren schon zum Leutnant der russischen Armee gebracht. Nur - da ständig auch Offiziere an der Front getötet werden, bekommt man das Offizierspatent beschleunigt, um die Lücken aufzufüllen. Doch jetzt ist auch Wladimir schon wieder tot und sein Platz muss wieder aufgefüllt werden. Am 25. Januar 2026 wurde er in seiner Heimatstadt in der Oblast Irkutsk begrabenWladimir Nikolajewitsch Dmitrijew wurde am 02.02.2003 in Ust-Ilimsk geboren.

Ai Chan Kartoschka Romanowitsch Mongusch

Ai-Chan (Kartoschka) Romanowitsch, 25 Jahre

Der tapfere Verteidiger des Volkes, Ai-Chan (Kartoschka) Romanowitsch Mongusch (Kriegername „Alasch“), wurde am 20. November 2000 in Kyzyl-Orda als zweiter Sohn einer besonderen, goldgelben Familie geboren. Am 3. Juni 2025 unterzeichnete er mutig einen Militärvertrag für den Frieden und die Ruhe seines Volkes und verließ seine Heimat Tuwa, um in den verfluchten Krieg zu ziehen. Am 1. Januar 2026, während er seine heilige Pflicht erfüllte, das Vaterland verteidigte und seine militärische Mission erfüllte, starb er in seiner Jugend, im Beisein seiner geliebten Eltern, Geschwister, Freunde, Kinder, Verwandten und Freunde. Mit tiefer Trauer geben wir seinen Tod bekannt.“ (Link)

Juri Antonowitsch Stepanow

Juri Antonowitsch Stepanow, 22 Jahre alt

  • Status: Verstorben
  • Geburtsdatum:  29.04.2003
  • Todesdatum:  14.09.2025
  • Geburtsort:  Wiljuisk, Wiljuiski Ulus
  • Todesort:  Kupjansk, Charkiw-Region
  • Dienstart:  Vertragsdienst
  • Kinder (Anzahl):  Keine
  • Friedlicher Beruf:  Keiner

Meldung des Telegram-Kanals „Die Toten aus der Republik Sacha (Jakutien) vom 19.01.2026

Daniel Sergejewitsch, 19 Jahre

Wir wissen nicht, was Daniel angestellt hat. Sein Urteil haben wir nicht gefunden, vermutlich weil es unter das Jugendstrafrecht fällt. Aber Daniel wurde am 26. März 2023 aus der Haftanstalt IK-53 in Werchoturje, Oblast Swerlowsk zum Kriegsdienst entlassen. Er hatte einen Vertrag mit dem russischen Militär abgeschlossen und anstatt der Haftstrafe die Todesstrafe bekommen. Drei Monate später war er tot. Erst im März 2024 wurde öffentlich nach ihm gesucht.. Daniil Sergejewitsch Schischkin wuchs in Jekaterinburg auf.

Jewgeni Alexejewitsch Alimpiew

Jewgeni Alexejewitsch, 19 Jahre

Jewgeni war von Kopf bis Fuß auf Militär eingestellt. Sogar in der Schule trug er Tarnfleck. Im Frühsommer des Jahres 2025 beendete er die Schule. Ob er einen Vertrag während des Wehrdienstes abgeschlossen hat oder sich gleich freiwillig gemeldet hat, war nicht zu erfahren. Am 17. Januar 2026 wurde er begraben. Jewgeni Alexejewitsch Alimpiew, geboren am 18.06.2006, wuchs in der Stadt Morosowsk in der Oblast Rostow auf.

Denis Leonidowitsch Akbuljakow

Denis Leonidowitsch, 20 Jahre

Karaidel heißt ein Dorf in Baschkortostan mit mehr als 6.000 Bewohnern. Den Namen könnte man auch in Bayern oder Österreich verorten, aber er setzt sich zusammen aus basckirisch kara & idel, also schwarzer Fluss. Denis Leonidowitsch Akbuljakow, 28.03.2005 - 19.11.2025, wuchs in Karaidel auf, ging dort zur Schule und brach die berufliche Weiterbildung ab. So musste er im Frühjahr 2023 seinen Wehrdienst ableisten und drei Wochen später unterschrieb er einen Zeitvertrag. Danach wurde es düster: Aus gesundheitlichen Gründen, sagt der Nachruf, wurde er im Jahr 2025 an die Front verlegt. Dort wurde Denis zunächst ein Held, weil er trotz Verwundung zehn Tage in seiner Stellung verblieb, bis er evakuiert wurde. Dafür gab es einen Orden. Kaum gesund, musste er gleich wieder an die Front. Als Mitglied einer Drohneneinheit wurde er getötet.

Olimpi Orlanowitsch Baikara

Sergej Anatoljewitsch, 19 Jahre

Der junge Tuwiner Olimpi Orlanowitsch Baikara, 09.03.2006 - 02.02.2026, wurde an der Front getötet. Er wäre ein bescheidener, respektvoller, freundlicher, hilfsbereiter, fleißiger und stets lächelnder Sohn gewesen, der im Rahmen jener besonderen Militäroperation für die friedliche Zukunft unseres Landes heldenhaft getötet wurde, schreiben seine Eltern im Nachruf. In der Aufzählung der Eigenschaften des Sohnes fehlt der Begriff - intelligent. Denn mit etwas mehr Intelligenz hätte Olimpi erkennen müssen, dass es bei jenem Krieg eben nicht um jene friedliche Zukunft von Tuwa oder ganz Russland geht, sondern um die Eroberung eines fremden Landes. Aber wahrscheinlich ging es ihm nur um das viele Geld, das man im Kriegsdienst verdienen kann.

Kirill Wjatscheslawowitsch Guliajew

Kirill Wjatscheslawowitsch, 18 Jahre

Kirill wollte unbedingt kämpfen“, schreibt die Autorin des Nachrufs zusätzlich in einem Kommentar. Kirill wuchs bei den Großeltern auf und wollte sich beweisen. So blieben ihm nach seinem 18. Geburtstag 111 Tage bis zu seinem Tod. Kirill Wjatscheslawowitsch Guliajew, 01.09.2007 - 20.12.2025, lebte in der Kleinstadt Ostaschkow in der Oblast Twer.

Sergej Anatoljewitsch Kateba

Sergej Anatoljewitsch, 19 Jahre

Zwei Jugendliche waren in der Kleinstadt Alexandrowsk-Sachalin auf der Insel Sachalin in eine Garage eingebrochen. Um den Einbruch zu verschleiern, zündeten sie die Garage einfach an. Dadurch fakelten sie ein älteres Auto und eine weitere Garage ab. Im Mai 2025 wurden die zwei Schlingel schließlich gesamtschuldnerisch zum Schadensersatz von rund 430.000 Rubel (etwa 4.700 €) verurteilt. Eine Gefängnisstrafe gab es bereits zuvor. Beide waren zum Zeitpunkt der Tat minderjährig, allerdings war Sergej Anatoljewitsch Kateba zum Termin des Gerichtsverfahrens inzwischen volljährig. Deshalb wurde sein Name auch öffentlich genannt. Man kann annehmen, dass die Behörden Sergej mit Nachdruck von den Vorzügen des Vertragsdienstes beim Militär überzeugt haben. So käme er frei und könne seine Schulden bezahlen. Tatsächlich war es dann die Todesstrafe. Sergej Anatoljewitsch Kateba, geboren am 04. September 2006 in Alexandrowsk-Sachalin, wurde am 12. Januar 2026 in seiner Heimat bestattet.

Ratmir Saybulatow, 19 Jahre

Ratmir hatte Pech mit seiner Familie und geriet in die Fänge des kosakischen Jugendklubs „Die Bande“. Dort  gibt ein Kriegsveteran aus dem Afghanistankrieg den Jugendlichen „Halt und Orientierung“. Was so viel wie militaristische Erziehung bedeutet. So wundert es auch nicht, dass Ratmirs Lebensweg nach seinem 18. Geburtstag direkt zum Militär und von dort in den Tod führte. Ratmir Saybulatow wurde am 20.01.2006 in der Stadt Semiluki in der Oblst Woronesch geboren.

Wjatscheslaw Denisowitsch Tschugurajew

Wjatscheslaw Denisowitsch, 18 Jahre

Slawa starb für das Vaterland. Wir sind stolz, wir erinnern uns und wir trauern“, schreibt die örtliche Gedenkgruppe für Militärangehörige. Und weiter: „Slava wäre am 10. Januar 19 Jahre alt geworden, aber er wird es nicht mehr. Gedenken wir derer, die ihr Leben für unseren gemeinsamen Frieden gaben.“ Alles völlig falsch. Slawa starb nicht für das Vaterland, er gab auch nicht sein Leben für den Frieden - sondern für den Krieg. Er wurde getötet in einem Krieg, den Russland vor knapp vier Jahren begonnen hat und jetzt kein Ende findet - weil das Kriegsziel nicht erreicht wurde, weil viel zu viele russische Bürger verwundet und getötet wurden, weil Billionen Rubel in diesem Krieg sinnlos verheizt wurden und weil die Regierung den Russen deshalb unbedingt einen Sieg verkaufen will. Wjatscheslaw Denisowitsch Tschugurajew wuchs in der Siedlung Oktjabrskoje (Oktober) im Autonomen Kreis der Chanten und Mansen auf.

Efim Alexandrowitsch Kladkin

Efim Alexandrowitsch, 19 Jahre

Telegram-Kanal „Die Toten aus Sacha“ am 06.01.2026:

Efim Alexandrowitsch Kladkin

Status: Verstorben
Geburtsdatum: 07.01.2006
Todesdatum: 29.08.2025
Geburtsort: Dorf Ytyk-Kjuel, Tatinskij Ulus
Todesort: Kursker Gebiet
Dienstart: Vertragsdienst (unterzeichnete einen Vertrag während des Wehrdienstes)
Kinder (Anzahl): Keine
Friedlicher Beruf: Schlosser

Danila Alexejewitsch Schukow

Danila Alexejewitsch, 19 Jahre

Mit 15 Jahren hat Danila in einem regionalen Wettbewerb der Berufsschulen den ersten Preis im Bereich Sanitär- und Heizungstechnik gewonnen. Seine Fertigkeiten in diesem Beruf wird er nicht ausüben können. Am 8. März 2025 wurde er irgendwo an der Front in der Ukraine getötet. Danila Alexejewitsch Schukow wurde am 29.06.2005 in der Kleinstadt Gorochowez im Osten der Oblast Wladimir geboren. Am 8. Januar 2026 wurden seine Überreste in seiner Heimat bestattet.

Dmitri Wjatscheslawowitsch Karpow

Dmitri Wjatscheslawowitsch, 19 Jahre

Dmitri Wjatscheslawowitsch Karpow stammt aus Lyskowo, einer Kleinstadt in der Oblast Nischni Nowgorod. Er hatte sich freiwillig zum Kriegsdienst verpflichtet und war kaum an der Front, da war er auch schon tot. Doch mit dieser beschämenden Tatsache will sich in Russland niemand befassen. Ganz lakonisch schreibt der örtliche Fernsehsender: „Seine Karriere als Verteidiger endete am 20. April 2025“. Dimitri wurde am 04.03.2006 geboren, meldete sich am 29.01.2025 freiwillig und war nach weniger als drei Monaten tot.

Dmitri Igorjewitsch Murzenko

Dmitri Igorjewitsch, 20 Jahre

Dystopische Zeichnungen, Superhelden und Mangas waren Dimitris Welt noch vor drei Jahren. Und wahrscheinlich ist er in der Realität niemals angekommen. Dimitri lebte in der ukrainischen Stadt Donezk, die seit 10 Jahren von Russland besetzt ist. Auch er zog in den Krieg gegen sein eigenes Land und verlor. Dimitri Igorewitsch Murzenko, 19.05.2005 - 02.10.2025.

Maxim Sergejewitsch Kalinin

Maxim Sergejewitsch, 19 Jahre

Ohne Maxim geht gar nichts! Es ist wunderbar, wenn es Menschen gibt, die etwas finden, das sie lieben, egal wo sie leben. Und noch schöner ist es, wenn ihre Kreativität das Leben anderer bereichert oder es ihnen zumindest schöner macht. Hier geht es um Maxim Kalinin, einen jungen Aktivisten aus dem Dorf Leontjewski... Heute studiert Maxim im zweiten Jahr an der Turinsker Multidisziplinären Technischen Schule (TMT). Sein Schwerpunkt liegt auf digitaler Informationsverarbeitung. Nach seinem Abschluss wird er seinen Wehrdienst ableisten. Seinem Land etwas zurückzugeben, ist ihm ein wichtiges Anliegen, und so ist es kein Wunder, dass Maxim zum Vorsitzenden des bürgerschaftlichen und patriotischen Bereichs der Studierendenvertretung gewählt wurde“, schrieb die Turinsker Regionalzeitung am 16.11.23. Zurückgeben konnte Maxim dann doch nichts. „Militärpatriotisch“ vorprogrammiert, unterschrieb er einen Vertrag mit dem Militär. Maxim Sergejewitsch Kalinin wurde am 19.10.2005 im kleinen Dorf Leontjewskoje in der Region Swerdlowsk geboren und am 04.01.2026 dort begraben. Katja, seine große Liebe, hat ihren Status auf VKontakte auf „aktive Partnersuche“ umgestellt.

Alexej Witaljewitsch Poroschin

Alexej Witaljewitsch, 19 Jahre

Des Geldes wegen ist Alexej in den Krieg gezogen. Das kann man aus seinen Abonnements auf VKontakte schließen. Natürlich ist die Sache schief gegangen, am 3. Juni 2025 zog er los, am 30.12.25 meldete seine Schwester seinen Tod. „Ich schreibe einen Abschiedsbrief, in dem ich allen meine Liebe ausdrücke“, hinterließ er als Motto auf seinem Status. Damit meinte er sicher nicht die ukrainischen Menschen, die er in deren Land töten wollte. Alexej Witaljewitsch Poroschin wuchs in einem Dorf mit dem schönen Namen Schangaly in der Oblast Archangelsk auf.

Artem Wladimirowitsch, 19 Jahre

Aus dem kleinen Dorf Koregino in der Oblast Kostroma kam Artem Wladimirowitsch Saweljew. Obwohl noch keine 20 Jahre alt war er schon verheiratet und hatte ein einjähriges Kind. Am 17. Februar 2025 schrieb er, dass sein Militärvertrag gerade erst begonnen hätte. 41 Tage später war er tot. Sein Kind wird keine Erinnerung an den Vater haben.

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