31.05.2026 -- 213.686// Zuwachs zum 30.04.2026: 7.376

Igor Valeriewitsch, 19 Jahre
Laut seinem VKontakte-Status war Igor auf aktiver Partnersuche. Doch die Front im Krieg gegen die Ukraine war dafür sicher nicht der geeignete Platz. Auch sonst war Igor nicht der hellste Stern seines Dorfes. Nach der Schule hat es nur zu einer Ausbildung als Schweißer gereicht. So wundert es auch nicht, dass Igor sich gleich freiwillig zum Krieg gemeldet hat. Am 2. Juli wurde er getötet, am 16. September 25 beigesetzt. Igor Valeriewitsch Marutk , geboren am 24.05.2006, wuchs im kleinen Dorf Zagriwje in der Region Leningrad auf.

Afanasi Igorewitsch, 19 Jahre
Afanasi Igorewitsch Wilesow (Schulfoto), geboren am 3. Juli 2006, war der Sohn des Rektors der orthodoxen Kirche in Kudymkar. Kudymkar ist eine Stadt der Region Perm und Zentrum der Komi-Permjaken. Afanasis Bruder war in den Krieg gezogen und als Afanasi 18 Jahre alt wurde, meldete er sich freiwillig. Afanasi wurde den "Schwarzen Husaren" zugeteilt, von denen kaum jemand lebend nach Hause kommt (siehe). Am 24. August 25 war es dann auch um Afanasi geschehen. Seine Familie teilte der Öffentlichkeit Folgendes mit: „Seine Eltern sind stolz auf ihren Sohn, der wie die Heiligen Gottes sein Leben für seine Freunde gab. Wir alle werden eines Tages sterben, aber auf unterschiedliche Weise: Manche durch Drogen, manche durch Wodka, manche durch Unzucht, manche durch Altersschwäche oder wie Christus und die Heiligen, indem wir unser Leben für unsere Freunde geben“.

Wiktor Sergjewitsch, 20 Jahre
Wiktor Sergjewitsch Jazwenko, geboren am 31. Mai 2005, stammte aus der Großstadt Magnitogorsk in der Oblast Tscheljabinsk. Er war Wehrpflichtiger, hielt dem Druck seines Kommandanten nicht stand und unterschrieb einen Militärvertrag. An der Front wurde es noch schlimmer. Der Kompaniechef kassierte Schutzgeld, wer nicht zahlte, wurde zum Angriff geschickt. Nach acht Monaten war dann Schluss, am 17. Juli 25 wurde Wiktor getötet.
Gleb Gennadjewitsch, 18 Jahre
Über Gleb war eigentlich wenig zu erfahren, auch nicht warum er in den Krieg gezogen ist. Vielleicht reicht dieses Foto mit seinem Vater und seinem Großvater. Oder vielleicht, dass der Geburtstag seiner Mutter der 14.12.1992 ist. Sie war also 14 Jahre alt, als Gleb geboren wurde. Gleb Gennadjewitsch Bannikow, geboren am 11.04.2007, wuchs im Dorf Archangelskoje mit etwa 100 Bewohnern in der Region Pensa auf. Er wurde nach dem 6. August 2025 begraben.

Bogdan Iwanowitsch, 19 Jahre
Bogdan Iwanowitsch Chworostjan, geboren am 8. Mai 2005, absovierte eine Kadettenschule in der Stadt Omsk. Er hätte hervorragende Ergebnisse beim militärischen Teil der Ausbildung erzielt. Nach der Schule zog der Staat Bogdans Namen nicht zum Wehrdienst, da verpflichtete sich er gleich zum vertraglichen Kriegsdienst. Er wurde zum Drohnenbediener ausgebildet und am 25. Juni 24 getötet. Erst am 3.9.25 wurde er zuhause bestattet. Trost spendet seine ehemalige Schule: „Sein Leben war kurz, aber heiter. Bogdan, der sein Leben für die Sicherheit unseres Landes und die freie Zukunft unseres Volkes gab, ging in die Unsterblichkeit ein und blieb für immer neunzehn Jahre alt...“

Aydinbek Eduardowitsch, 23 Jahre
Das malerisch gelegene Dorf Balyktujul liegt auf 1.400 Meter Höhe in der Repupublik Altai. Bewohnt wird es von Altaiern. An das öffentliche Straßennetz ist es nur durch eine unbefestigte Straße angeschlossen. Auch diesem abgeschiedenen Dorf sterben junge Männer im Krieg gegen die Ukraine. Aydinbek Eduardowitsch Tadyschew wurde im Dorf am 1. Februar 2002 geboren und machte eine Ausbildung zum Lehrer. Doch während seines Wehrdienstes beging er zu Beginn des Krieges im Jahr 2022 den Fehler, sich zum Vertragsdienst zu verpflichten. Am 21.06.25 wurde er bei einem Angriff tödlich verwundet.

Maxim Dmitrijewitsch, 18 Jahre
Maxim Dmitrijewitsch Parchatschew, geboren am 11.01.2007, wuchs in der Kleinstadt Sorsk in Chakassien auf. Auch er fand das Soldatentum und den Krieg eine coole Sache, zeigte sich vermummt auf Fotos von der Front und bevor er die düstere Realität des Krieges richtig begriffen hat, war er schon tot. Am 10. August 25 wurde er auf dem Friedhof der Eisenbahnstation Jerbinskaja begraben.

Artem Batyrbekowitsch, 19 Jahre
„Wer Angst hat, ist schon halb besiegt“, schreibt Artem auf seiner VKontakte-Seite. Hätte er nur Angst gehabt und sich deshalb nicht zum Krieg gemeldet, würde er heute noch leben. So starb Artem als ethnischer Kasache für die russische Welt. Artem Batyrbekowitsch Schenspajew (29.12.2005 - 25.05.2024) stammte aus der Stadt Kartaly in der Oblast Tscheljabinsk. Erst im August 2025 wurde sein Tod bekannt. Der Patch auf seiner Mütze bedeutet: „Mama sagte, ich solle es anziehen".
Denis Andrejewitsch, 19 Jahre
„Er sagte: ‚Mama, ich gehe auf einen Kampfeinsatz.‘ Seitdem habe ich nichts mehr von meinem Sohn gehört“, sagt Swetlana, die nach ihrem vermissten Sohn sucht. Im Untersuchungsgefängnis wurde Denis ein Vertrag als Freiwilliger untergeschoben, weil er sich so einer Verurteilung entziehen könne. Damit wurde aus einer eventuellen Gefängnisstrafe ein Todesurteil. Denis Andrejewitsch Talalajew, geboren am 11. September 2005 in Sergijew Possad, Region Moskau, hatte am 9.11.24 zuletzt mit seiner Mutter Kontakt, die Todesurkunde wurde zum 20.11. ausgestellt. Mitte Mai 25 hatte die Mutter Gewissheit.

Alexander Michailowitsch, 18 Jahre
Alexander war für den Wehrdienst untauglich, aber er wollte unbedingt Soldat werden. Meldet man sich als Freiwilliger für den Ukrainekrieg, dann nimmt das Militär jeden, der auf zwei Beinen laufen kann. Alexander erzählte erst einen Tag vor seiner Abreise von seiner Vertragsunterschrift, weil er die Reaktion seiner Familie geahnt hatte. Fünf Monate nach seinem 18. Geburtstag wurde er in seinem Heimatdorf begraben. Alexander Michailowitsch Gwosdew, geboren am 21. Februar 2007, lebte im großen Dorf Grigoropolis in der Region Stawropol.

Schamil Rinatowitsch, 18 Jahre
Schamil Rinatowitsch Auchatow wurde am 8. September 2006 im Dorf Kusbajewo in Baschkortostan geboren. Mit 12 Jahren kam er in ein Kinderheim, danach in eine Pflegefamilie. Als er sechzehn war, machte er eine Ausbildung zum Landwirt. Die machte er gut, gewann Preise und sogar ein Stipendium der Republik Baschkortostan. Doch seine Familie unterstützte seine Entscheidung, als Freiwilliger in den Krieg zu ziehen. "Jetzt bin ich ein Verteidiger der Heimat", schrieb er zum Abschiedsfoto mit der Familie. Er wurde verletzt und zeigte danach einige düstere Grafiken auf seiner VKontakte-Seite. Am 6. Juni 25 wurden diese Ahnungen wahr.

Stanislaw Romanowitsch, 19 Jahre
Stas, ein junger Kolyma-Bewohner wurde am 2. Juli 25 im Krieg in der Ukraine getötet. Er verpasste seinen 20. Geburtstag um 20 Tage. Über Stanislaw Romanowitsch Sodnajtis, geboren am 22.07.2005 in Magadan, war kaum etwas zu erfahren. Er legte nach Bedarf einen neuen VKontakte-Account an, den er danach kaum mehr bediente. Stas mit 12 Jahren, mit 14 Jahren und mit 18 Jahren.

Alexander Konstantinowitsch, 19 Jahre
Mit abgeknabberten Fingernägeln malte Sascha eine Nationalflagge unter seine Klassenarbeit. Leider wählte er den falschen Weg zur eigenen Identität. Am 25. Januar 2025 meldete er sich freiwillig zum Krieg in der Ukraine. Am 2. Mai brach er zu einem Angriff auf, von dem er nicht lebend zurück kam. So wurde er am 16. Mai bestattet. Alexander Konstantinowitsch Scherstobitow, geboren am 07. April 2006, wuchs in der Stadt Miass in der Oblast Tscheljabinsk auf.

Nikita Alexejewitsch, 18 Jahre
Nach dem Schulende hat Nikita eine Lehre als Holzschnitzer an der Hochschule für Traditionelle Künste der Völker Transbaikaliens angefangen. Als ältester Sohn einer großen Familie, bei der der Vater abhanden gekommen war, musste Nikita wohl Geld nach Hause bringen. So zog Nikita ohne militärische Kenntnisse im Februar 2025 in den Krieg, den er nicht überlebte. Nikita Alexejewitsch Nadmitow (07.11.2006 - 31.07.2025) wuchs im Dorf Iwolginsk in Burjatien auf.

Alexander Dimitriewitsch, 19 Jahre
Am 25. Mai 2024 ist das obige Foto entstanden. Christina und Alexander waren ein Paar, beide hatten gerade die finale Kadettenklasse in der Stadt Serow abgeschlossen. Christina geht es noch immer gut, sie posiert für Fotos gut geschminkt mit wechselndem Outfit auf ihrer VKontakte-Seite. Alexander dagegen ist in den Krieg gezogen und war nach einem halben Jahr tot. Alexander Dmitrijewitsch Lewschin, (06.04.2006 - 12.08.2025) wuchs in der Stadt Krasnoturjinsk in der Oblast Swerdlowsk auf. Am 2. September wurde er begraben.

Sergej Sergejewitsch, 23 Jahre
Sergej Sergejewitsch Mardaschew (05.04.2001 - 12.01.2025) wuchs in der Staniza Beisug in der Region Krasnodar auf. Im Jahr 2022 erwarb er sein Offizierspatent, wurde Leutnant, zog in den Krieg und wurde getötet. Er hätte sein Leben für die Zukunft des Landes und den Frieden in jeder Familie gegeben, fabuliert der Nachruf der örtlichen Internetzeitung. Jedoch wer den Frieden will, beteiligt sich nicht an einem Krieg im fremden Land.

Dmitri Romanowitsch, 19 Jahre
Dmitri Romanowitsch Gurtskaja, geboren am 31.10.2005, lebte in der Stadt Nischnjaja Tura, einer geschlossenen Stadt in der Region Swerdlowsk. Auch er nahm den Schnellzug in den Tod, am 24. März 2025 wurde er getötet und am 28.08. begraben. " Die Beisetzung erfolgt auf der Allee des Ruhms in Nischnijaja Tura. Dmitri bewies Mut und Heldentum und wurde für uns alle zu einem Beispiel für Standhaftigkeit und Willenskraft. Sein Beitrag zur Verteidigung des Landes ist unbezahlbar und wird für immer in die Geschichte eingehen", schreibt das Lokalblatt.

Aijat Gairatowitsch, 18 Jahre
Aijat Gairatowitsch Achmedow, geboren am 26. Mai 2006, nahm kurz nach seinem 18. Geburtstag den Expresszug in den Tod. Er meldete sich ohne jede militärische Erfahrung freiwillig - am 5. September 2024 war er tot. Zur Beisetzung saß er dann im Bummelzug, die fand erst am 18.08.25 statt. Aijat kam aus dem Dorf Dergatschi in der Region Saratow.

Danil Alexandrowitsch, 23 Jahre
Danil Alexandrowitsch Schilin, geboren am 25.10,2002, kam aus Magadan im fernen Osten Russlands. Mit seinen jungen Jahren hatte er schon sechs Gerichtsverfahren hinter sich gebracht. Wir haben keines der Protokolle gelesen, uns reichte eine Odnoklassniki-Nachricht vom 24. Januar 2023. Danach hat er zwei Mobiltelefone in einem Vorort von Magadan gestohlen. Solche Vergehen kommen in Russland kaum mehr zur Verhandlung, den Delinquenten wird statt Urteil und Strafe ein Militärvertrag angeboten. Danil wurde am 6. April 2025 im Krieg getötet.

Mark Dmitrijewitsch, 19 Jahre
Mark Dmitrijewitsch Guselnikow wurde am21. Januar 2006 in der Stadt Gussinoosjorsk in Burjatien geboren. Er zog mit seinen Eltern aber bald nach Krasnojarsk. Nach der Schule reichte es gerade zu einer Ausbildung als Schweißer, die er nicht abschloss. Im Juli 2024 meldete er sich zum Kriegsdienst in der Ukraine, eine militärische Ausbildung hatte er nicht. Er landete in einer Drohneneinheit in der Region Kursk. Dort wurde er am 5. August 25 getötet. (Link)

Nikolai Wassiljewitsch Senko wurde am 30.03.1979 in Ulan-Ude geboren. Nach der Schule wollte er Schauspieler werden und schloss die Schule für Kunst & Kultur ab. Doch dann kam der Wehrdienst und danach orietierte sich Nikolai neu - er wurde Polizist. Im Jahr 2018 ging er im Rang eines Polizeimajors in den Ruhestand. Doch auch ihn lockte das viele Geld im Kriegsdienst. Als einfacher Soldat meldete er sich im November 2023 freiwillig und überlebte immerhin eineinhalb Jahre. Im März 2025 war auch sein Leben beendet.

Nachdem die Aufmerksamkeit zu unseren Veröffentlichungen wächst, eine kurze Information zu OskarMaria.
Unter diesem Pseudonym war der Initiator im Internet seit über 25 Jahren recht unregelmäßig präsent. Ab dem Jahr 2014 hat er hier über die Situation in den von Russland besetzten Gebieten des Donbass geschrieben. Als einer der ersten Journalisten überhaupt informierte er über die damals neu gegründete Gruppe Wagner.
Beruflich war er seit den 80-iger Jahren Geschäftsführer von diversen Medienunternehmen im Printbereich. Jetzt im Ruhestand, Kinder erwachsen, bleibt etwas mehr Zeit, die gesammelten Erfahrungen zusammen mit wenigen Mitstreitern für dieses Projekt zu nutzen.
Nachtrag: OskarMaria– das ist eine kleine Verbeugung vor dem beinahe vergessenen Schriftsteller Oskar Maria Graf. In Zeiten der Bücherverbrennungen wurden seine Werke von den Nazis verschont, ja sogar teilweise empfohlen. „Verbrennt mich!“ schrieb er 1933 in der Wiener Arbeiterzeitung, „nach meinem ganzen Leben und nach meinem ganzen Schreiben habe ich das Recht, zu verlangen, dass meine Bücher der reinen Flamme des Scheiterhaufens überantwortet werden und nicht in die blutigen Hände und die verdorbenen Hirne der braunen Mordbanden gelangen!“ Schließlich floh er in die USA – dort lebte er in bescheidenen Verhältnissen. Deutschland wollte den unbequemen Mann nach dem Krieg nicht wieder haben. Er starb 1967 in New York.
Literaturempfehlung: Wir sind Gefangene - Autobiograhie 1927.
Im ersten Quartal 2026 floss beinahe jeder zweite Rubel aus dem russischen Staatshaushalt in das Militär. Das berichtet ein Mitarbeiter der deutschen Stiftung Wissenschaft und Politik in seinem aktuellen Rundschreiben. Ganz genau betragen die militärischen Ausgaben inzwischen 46% des gesamten russischen Haushalts.
Am 01.08.1914 ist Deutschland in den Ersten Weltkrieg eingetreten, am 11. November 1918 unterzeichnete eine deutsche Delegation den Waffenstillstand. Berechnet man die Zeitspanne des Krieges, so kommt man auf 1.564 Tage Krieg.
Am 24.02.2022 begann die zweite russische Invasion der Ukraine. Bis zum heutigen Tag gerechnet sind das inzwischen 1.570 Tage Krieg, der Konflikt dauert also inzwischen länger als der Erste Weltkrieg - trotz zwischen 300.000 und 500.000 russischen und vermutlich 100.000 ukrainischen Kriegstoten, all den Kriegsversehrten und unermesslicher Zerstörung der Lebensgrundlage der Menschen in der Region. Und noch immer ist kein Ende in Sicht.
Und zur Erinnerung: Die erste russischen Invasion in der Ukraine fand bereits im Jahr 2014 statt, als Russland die Krim gewaltsam annektierte und russische Geheimdiensttruppen in den Donbass einsickerten.
Das Dorf Uinskoje liegt in der russischen Region Perm mit etwa 4.000 Bewohnern. Vermutlich wurde in diesem Dorf ein Versuchsballon gestartet. In einer Information auf der VKonatkte-Seite der „Verwaltung des Stadtbezirks Uinsky“ wurde eine Anzeige der Verwaltung veröffentlicht. Danach werden Frauen in der Region Perm für den Kriegseinsatz rekrutiert. Die Behörden versprechen ein Gehalt von 210.000 Rubel pro Monat und einen Bonus von 1,5 Millionen Rubel für die Unterzeichnung eines Vertrags mit dem russischen Verteidigungsministerium. Der Vertrag soll eine Laufzeit von einem Jahr beinhalten. (Allerdings können solche Verträge laut einem Erlass des Präsidenten so lange verlängert werden, solange die Mobilisierung nicht aufgehoben ist.)
Laut dem Informationstext können nur Frauen zwischen 18 und 35 Jahren einen Vertrag als Drohnenpilotin unterzeichnen, Frauen unter 45 Jahren dürfen sich für Positionen als Fahrerin für humanitäre Hilfstransporte bewerben.
Die Informationsseite wurde inzwischen gelöscht. Allerdings ist es uns gelungen, noch einen Screenshot der betreffenden Anzeige zu sichern (Original, deutsche Übersetzung.).
Die russische Zensur verbietet die genaue Berichterstattung über die vielen ukrainischen Drohnenangriffe auf Erdölraffinerien und Militärstützpunkte im ganzen Land. Die örtlichen Medien berichten deshalb nur sehr zögerlich über die Resultate und zitieren lieber staatliche Erfolgsmeldungen, dass wieder eine Vielzahl von Drohnen abgeschossen wurden.
In den Kommentaren zu den Berichten der großen lokalen Medien ließen die Bürger ihrer Wut freien Lauf und verspotteten Behörden und Regierung. Wir haben mehrfach solche Kommentare veröffentlicht.
In den letzten Tagen gab es erneut Drohnenangriffe auf die Region Krasnodar und St. Petersburg. Wieder wurde im Raum Krasnodar eine Erdöl verarbeitende Anlage in Brand gesetzt und bei St. Petersburg wurde ein Munitionslager angegriffen. Es kam zu Explosionen, die Bevölkerung in der Nähe wurde evakuiert.
Leserkommentare zu den Berichten von Fontanka in St. Petersburg sind jetzt nicht mehr möglich, die Funktion wurde deaktiviert.
17.04.2026
Sergej Jewgenjewitsch Jaschow, 32 Jahre alt
Status: Verstorben
Geburtsdatum: 03.08.1993
Todesdatum: 17.12.2025 (Beerdigung: 16.04.2026 in Ussuriysk)
Geburtsort: Olekminsk, Olekminsker Ulus
Todesort: Sewersk, Lugansk-Region
Dienstart: Vertragsdienst seit November 2025
Dienstort: Maschinengewehrschütze, 123. Motosturmbrigade
Kinder: 2
Die russische Staatsbank hat eine neue Tabelle über ihre Währungsreserven bis einschließlich 1. Mai veröffentlicht. Danach verkauft die Zentralbank seit Jahresanfang monatlich eine beträchtliche Menge an Gold - insgesamt knapp 28 Tonnen.
Russland dürfte durch den Verkauf etwa 3,7 Milliarden Euro eingenommen haben. Das russische Staatsvermögen wird aber nur zu einem geringen Teil, wenn überhaupt, bei den Bürgern ankommen. Der Staat benötigt die Einnahmen, um seinen Krieg gegen die Ukraine zu finanzieren.
„Udmurtien gegen Koruption“ ist ein Telegram-Kanal, über den wir auch Meldungen über russische Kriegstote aus der russischen Teilrepublik Udmurtien beziehen. Der Gründer des Kanals, Iwan Elisejew, hatte bis zum Jahr 2021 das regionale Büro Alexej Nawalnys geleitet. Ende 2021 verließ auch Elisejew Russland, um einer Verhaftung zu entgehen.
„Udmurtien gegen Koruption“ wurde inzwischen in das russische Register der „ausländischen Agenten“ aufgenommen. Iwan Elisejew wurde aktuell vom russischen Innenministerium zur Fahndung ausgeschrieben.