Nauryzbek Maidanowitsch Kirejew 25.04.2025

Nauryzbek Maidanowitsch, 18 Jahre

Das Foto von Nauryzbek wurde am 25.04.2025 veröffentlicht. Anfang Mai war er dann schon tot. Aber eigentlich war dieser frühe Tod schon lange vorgezeichnet (VK-Status). Mit 15 Jahren war er aktives Mitglied bei der Junarmija, der russischen Jugendarmee. Und auch privat lief er in Uniform durch sein Heimatdorf. Als er 18 Jahre alt wurde meldete er sich sofort freiwillig zum Kriegsdienst und wurde bei einem seiner ersten Einsätze getötet. Nauryzbek Maidanowitsch Kirejew, geboren am 22.03.2007, war eigentlich ethnischer Kasache und wollte sich als „guter“ Russe beweisen. Er lebte im großen Dorf Kulunda in der Region Altai. Das Dorf liegt etwa 20 km von der Grenze zu Kasachstan entfernt. Anfang 2026 wurde er beigesetzt.

Andrej Wladimirowitsch Schaschkow

Andrej Wladimirowitsch, 18 Jahre

Andrej hat seinen 19. Geburtstag knapp verpasst. Wir haben nur wenige persönliche Informationen über ihn gefunden, aber er war wohl bereits verheiratet. Ohne Ausbildung, ohne Beruf - also zog er los, um im Krieg Geld zu verdienen. Das ging erwartbar schief, am 27.02.2026 wurden seine Reste bestattet. Andrej Wladimirowitsch Schaschkow, (5. August 2006 – 19. Juli 2025), wuchs in der Stadt Ischim in der westsibirischen Oblast Tjumen auf.

Konstantin Nikolajewitsch Kapustjanski

Konstantin Nikolajewitsch, 18 Jahre

Schaut man sich Konstantins VKontake-Status an, dann machte er gerne mal den dicken Max, Kippe im Mund und posierte mit teuren Autos. Beim Militär war es nicht anders, nur jetzt mit einer Wumme in der Hand. Es scheint, dass Konstantin nie begriffen hat, auf was er sich einließ. Konstantin Nikolajewitsch Kapustjanski (20.09.2007 - 23.02.2026) wuchs in der Stadt Onega in der Oblast Archangelsk auf. Nach seinem 18. Geburtstag hatte er sich sofort freiwillig zum Krieg gemeldet - ganz ohne militärische Erfahrung.

Alexander Wladimirowitsch Lartsew

Alexander Wladimirowitsch, 18 Jahre

„Er war mein Erstgeborener, meine große Liebe. Ich war 16, als ich ihn zur Welt brachte, selbst noch ein Kind. Er wuchs auf und sah, wie schwer es für mich war, ihn großzuziehen. Er war manchmal stur, eine richtige Schlafmütze, der nie genug Schlaf bekam. Er spielte Fußball und Hockey und gewann sogar Urkunden und Medaillen für erste Plätze. Ich war so stolz auf ihn... Ich erinnere mich an all die schönen Momente mit ihm, wir hatten nie einen schlechten. Es schmerzt mich zu realisieren, dass ich seine Stimme nie wieder hören oder ihn sehen werde“, schreibt Sweta, die Mutter von Alexander. Alexander Wladimirowitsch Lartsew, geboren am 04.07.2007, lebte in Kurgan im Westen Sibiriens. Warum sie ihren geliebten Sohn in den Krieg ziehen ließ, kann sie nicht erklären.

Atschity Scholbanowitsch Chowalyg

Atschity Scholbanowitsch, 19 Jahre

„Bescheiden, respektvoll, mutig, freundlich, hilfsbereit, fleißig, stets lächelnd – Gefreiter der 61424. Einheit aus Nowotorizk, Obermeister der Flugabwehrraketendivision, Atschity Scholbanowitsch Chowalyg, wurde am 27.09.2006 im Dorf Bora-Taiga, Sut-Khol Koschuun, geboren. Sein Spitzname war Samurai. Mit tiefem Bedauern geben wir bekannt, dass er am 22.10.2025 im Kampf fernab seiner Heimat, seiner Eltern, Verwandten und Freunde, sein Leben verlor“. Wir korrigieren: Atschity aus Tuwa ist fernab der Heimat einen sinnlosen Tod gestorben. (Schrift auf dem Foto: Russlands Streitkräfte - Ich diene Russland!)

Ilja Andrejewitsch Melnikow

Ilja Andrejewitsch, 19 Jahre

Ilja Andrejewitsch Melnikow, geboren am 21.06.2006, gestorben am 02.03.2026. Er starb in der Zone des Sonderkriegseinsatzes bei der Ausführung einer Kampfmission. Die Abschiedszeremonie findet am 30.03.2026 im Leichenschauhaus von Perejaslawka von 13:00 bis 14:00 Uhr statt. Unser Beileid gilt den Angehörigen und Freunden“. Telegram-Kanal „27DPS_LAZO“ vom 27.03.26. Perejaslawka ist eine Siedlung in Chabarowsk in Fernen Osten Russlands. Mehr Informationen über Ilja haben wir nicht gefunden.

Iwan Nikolajewitsch Beznosow

Iwan Nikolajewitsch, 21 Jahre

Warum Iwan in den Krieg gegen die Ukraine zog, wissen wir nicht. Einer der Gründe könnte sein, dass er im Jahr 2022 zusammen mit zwei anderen jungen Männern wegen Diebstahls verurteilt wurde. Der Text des Urteils wurde nicht veröffentlicht. Iwan Nikolajewitsch Beznosow wurde im Dorf Nowaja Uda im Bezirk Ust-Udinski in der Region Irkutsk geboren. Er hatte neun Schuljahre absolviert, keinen Wehrdienst geleistet, war unverheiratet und kinderlos. Am 4. April 2024 meldete er sich „freiwillig“ zum Vertragsdienst, bereits am 02. Juli 24 war er tot. Lange Zeit lag er tot irgendwo im Frontgebiet, erst am 21.03.26 wurde das, was von ihm übrig blieb, in seinem Heimatdorf bestattet.

Roman Maximowitsch Silitschew

Roman Maximowitsch, 19 Jahre

Er hat sich bemüht“, das dürfte mit das schlimmste Zeugnis eines Schülers darstellen. Und das waren die letzten Worte seiner Schule über Roman. So wählte Roman als Ausbildung dann den einfachen Beruf des Schweißers und Automechanikers und wahrscheinlich hat er nicht einmal abgeschlossen. Dafür zog er freiwillig in den Krieg, „weil er an das Gute glaubte“, wie seine ehemalige Schule schrieb. Statt einer Zukunft erhielt er so den frühen Tod. Roman Maximowitsch Silitschew, geboren am 29.10.2006, wurde am 1. Mai 2026 in seiner Heimatstadt Kem in Karelien bestattet.

Alexander Alexandrowitsch Kosarew

Alexander Alexandrowitsch, 18 Jahre

„Seine Kameraden erinnerten sich, dass er trotz seiner Gehirnerschütterung weiterkämpfte und seine Kameraden deckte. Dann kroch er zu einem feindlichen Schützengraben und bewarf ihn mit Handgranaten. Solch ein Mut verblüffte selbst erfahrene Soldaten“, lautet der Begleittext zu obigem Gemälde. Alexander Alexandrowitsch Kosarew, Rufzeichen „Henjang“,  Gruppe Wagner,  (20.01.2004 – 05.01.2023), stammte aus der Stadt Bogorodizk in der Oblast Tula. Er war der jüngste Söldner der Gruppe Wagner.

Arslan Arslanowitsch Muchametow

Arslan Arslanowitsch, 19 Jahre

„Jedes Kind ist die Frucht unserer Liebe“, erzählten die Eltern der Presse, denn Arslan hatte sechs Brüder und fünf Schwestern (Weihnachtsfeier). Nach der Schule absolvierte er in Ischewsk, der Hauptstadt der russischen Teilrepublik Udmurtien, eine Ausbildung zum Traktorfahrer. Warum aus der „Frucht der Liebe“ ein „Freiwilliger des Krieges“ wurde, wissen wir nicht. Im Frühjahr 2025 zog er an die Front in der Ukraine. Arslan Arslanowitsch Muchametow wurde am 14.06.2006 in Udmurtien geboren und am 22. März 2026 in Ischewsk beerdigt.

Dimitri Stepanowitsch Bykow

Dmitri Stepanowitsch, 23 Jahre

Dimitri hatte eine zivile Stelle beim Militär in seinem Heimatdorf Orongoj in Burjatien. Mit offenen Ohren hätte er dort erfahren, wie es um die Zeitsoldaten an der Front bestellt ist. Trotzdem schloss er am 10. Dezember 2025 einen Vertrag mit dem russischen Militär und zog in den Krieg. Menschenleben zählen nichts beim russischen Militär und so ging es auch Dimitri. Sein Todestag verschweigt der Nachruf, aber am 19. März 2026 wurde er begraben. Dimitri Stepanowitsch Bykow, geboren am 28.04.2002, hinterlässt seine Ehefrau und eine Tochter.

Denis Antonowitsch Abdin

Denis Antonowitsch, 19 Jahre

Denis war bei der Jugendfeuerwehr und wollte mal Feuerwehrmann werden. Doch mit der Ausbildung dazu hat es nicht geklappt und er wurde im November 2024 zum Wehrdienst eingezogen. Statt Feuer zu löschen, wollte er nach einem Monat lieber Feuer anzünden und meldete sich freiwillig zum Vertragsdienst beim russischen Militär. Ende Juni 2025 wurde seine Einheit ins Kriegsgebiet verlegt, am 18. Februar 2026 wurde Denis getötet. Denis Antonowitsch Abdin wurde am 27. September 2006 im großen Dorf Schira in Chakassien geboren.

Denis Sergejewitsch Tabadjakow

Denis Sergejewitsch, 19 Jahre

Denis Sergejewitsch Tabadjakow aus Nowosibirsk (27.08.2006–15.03.2026) kam im Bezirk Kupjansk in der Oblast Charkiw, in der Ortschaft Peschanoje, ums Leben. Er war Drohnenpilot. Er wurde auf dem Friedhof von Zaelzow beigesetzt.“ Odnoklassniki, vom 24.04.26. Soviel zum Thema Drohnenpiloten droht keine Gefahr.

Wladimir Tokarew

Wladimir Iwanowitsch, 21 Jahre

Ich komme bald wieder“, lautet der Text auf dem Foto des Ehepaars Karina und Wladimir Tokarew. Das Foto wurde im August 2023 veröffentlicht, wahrscheinlich ist Wladimir nicht mehr lebend nach Hause gekommen. Dass er in den Krieg zog ist erstaunlich. Im März hatte er noch den Liedtext einer ukrainischen Band in seinen Status gestellt:
Groß ist die Schuld, doch nicht deine Schuld.
Groß ist der Krieg, doch nicht dein Krieg.
Deshalb, Bruder, sei nicht heuchlerisch.
Betritt nicht fremdes Land, Soldat.
Wladimir Iwanowitsch Tokarew ( 29.11.2002 - 21.11.2024) lebte in Rostow am Don.

Kirill Jewgenjewitsch Wachruschew

Kirill Jewgenjewitsch, 20 Jahre

Das Foto von Kirill Jewgenjewitsch Wachruschew wurde im Jahr 2013 aufgenommen. Kirill war da gerade sechs Jahre alt. Vierzehn Jahre später gibt es wieder ein Foto von Kirill - im Prinzip in den selben Klamotten nur zur Winterzeit. Das Foto illustriert seinen Nachruf. Kirill (09.02.2006-15.02.2026) aus einem Dorf im Kuzbass (Kemerowo) ist nicht verstorben, wie sein Nachruf schreibt, sondern wurde an der Front in der Ukraine getötet.

Wladimir Alexandrowitsch Golikow

Wladimir Alexandrowitsch Golikow, 25 Jahre alt

Status: Vermisst (vermutlich verstorben)
Geburtsdatum: 17.05.2000
Todesdatum: 29.01.2026
Geburtsort: Ust-Janskij Ulus, Deputatskij Siedlung
Todesort: Warwarowka Dorf, Pologowski Bezirk, Saporischia Region
Diensttyp: Vertrag
Kinder (Anzahl): 1
Friedlicher Beruf: -

Telegram-Kanal „Die Toten aus Sacha(Jakutien)“ vom 13.03.26

Sergej Igorewitsch Lepetjucha

Sergej Igorewitsch, 20 Jahre

Sergej Igorewitsch Lepetjucha, geboren am 04. März 2005, kam aus der Stadt Gulkewitschi in der Region Krasnodar. Sergej, Kampfname „Spinne“ wurde an der Front schwer verwundet, konnte noch evakuiert werden und kam ins Krankenhaus. Dort erlag er am 11. Februar 2026 seinen Verletzungen.

Roman Aleksejewitsch Aleksejew

Roman Aleksejewitsch, 23 Jahre

„Roman lebte einen gesunden Lebensstil. Seit seiner Kindheit trieb er Sport, unter anderem Sambo und Kraftdreikampf. Er gewann zahlreiche Auszeichnungen. Jeden Frühling wanderte er 100 km über den zugefrorenen Baikalsee zur Insel Olchon“, textet der Nachruf. Doch was hilft das, wenn man sich freiwillig zum Krieg verpflichtet und nach einem halben Jahr tot ist? Roman Aleksejewitsch Aleksejew wurde am 29.09.2002 in Ulan-Ude geboren. Nach Ausbildung als Baggerfahrer und Wehrdienst arbeitete er im Schichtdienst. Im August 2025 meldete er sich freiwillig, am 2. Februar 2026 war er tot.

Danila Alexandrowitsch Jerin

Danil Alexandrowitsch, 19 Jahre

Helden werden nicht geboren, sondern gemacht! Danil Alexandrowitsch Erin, geboren am 25.09.2005, lebte in der Stadt Buguruslan in der Oblast Orenburg. Er wurde zum Wehrdienst eingezogen und schloß danach einen Zeitvertrag mit dem Militär. Am 23.06.2025 wurde er begraben. Seine Schule widmete ihm einen Heldenschreibtsch: „Sein Leben wurde viel zu früh beendet, doch sein Name ist für immer in die Geschichte eingegangen – als Symbol für Mut und selbstlose Liebe zu seiner Heimat. Danil ist ein Beispiel dafür, wie ein Mensch zu einem wahren Helden werden kann, und seine Heldentat wird in unseren Herzen weiterleben. Dieser Heldenschreibtisch ist mehr als nur ein Möbelstück; er ist eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart, eine Erinnerung daran, dass Helden unter uns leben.

Konstantin Browarnik

Konstantin Browarnik, 20 Jahre

Vor ein paar Jahren stellte Konstantin die Frage: BMW M5 oder Mercedes AMG850? Es ist dann nur ein oller Lada geworden. Also wollte er seinen Lebensstandard zwischen Shisha-Bars und Tatoostudios mit dem Einkommen eines Drohnenpiloten aufhübschen. Ende 2024 meldete er sich freiwillig. Doch auch Drohnenpiloten kämpfen nicht aus sicherer Entfernung, am 4. April 26 starb er an seinen Verletzungen. Konstantin Browarnik, 11. September 2005 – 4. April 2026, kam aus dem Dorf Batalnoje im Osten der Krim.

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