30.06.2026 -- 218.524// Zuwachs zum 31.05.2026: 4.838

Nauryzbek Maidanowitsch, 18 Jahre
Das Foto von Nauryzbek wurde am 25.04.2025 veröffentlicht. Anfang Mai war er dann schon tot. Aber eigentlich war dieser frühe Tod schon lange vorgezeichnet (VK-Status). Mit 15 Jahren war er aktives Mitglied bei der Junarmija, der russischen Jugendarmee. Und auch privat lief er in Uniform durch sein Heimatdorf. Als er 18 Jahre alt wurde meldete er sich sofort freiwillig zum Kriegsdienst und wurde bei einem seiner ersten Einsätze getötet. Nauryzbek Maidanowitsch Kirejew, geboren am 22.03.2007, war eigentlich ethnischer Kasache und wollte sich als „guter“ Russe beweisen. Er lebte im großen Dorf Kulunda in der Region Altai. Das Dorf liegt etwa 20 km von der Grenze zu Kasachstan entfernt. Anfang 2026 wurde er beigesetzt.

Andrej Wladimirowitsch, 18 Jahre
Andrej hat seinen 19. Geburtstag knapp verpasst. Wir haben nur wenige persönliche Informationen über ihn gefunden, aber er war wohl bereits verheiratet. Ohne Ausbildung, ohne Beruf - also zog er los, um im Krieg Geld zu verdienen. Das ging erwartbar schief, am 27.02.2026 wurden seine Reste bestattet. Andrej Wladimirowitsch Schaschkow, (5. August 2006 – 19. Juli 2025), wuchs in der Stadt Ischim in der westsibirischen Oblast Tjumen auf.

Konstantin Nikolajewitsch, 18 Jahre
Schaut man sich Konstantins VKontake-Status an, dann machte er gerne mal den dicken Max, Kippe im Mund und posierte mit teuren Autos. Beim Militär war es nicht anders, nur jetzt mit einer Wumme in der Hand. Es scheint, dass Konstantin nie begriffen hat, auf was er sich einließ. Konstantin Nikolajewitsch Kapustjanski (20.09.2007 - 23.02.2026) wuchs in der Stadt Onega in der Oblast Archangelsk auf. Nach seinem 18. Geburtstag hatte er sich sofort freiwillig zum Krieg gemeldet - ganz ohne militärische Erfahrung.

Alexander Wladimirowitsch, 18 Jahre
„Er war mein Erstgeborener, meine große Liebe. Ich war 16, als ich ihn zur Welt brachte, selbst noch ein Kind. Er wuchs auf und sah, wie schwer es für mich war, ihn großzuziehen. Er war manchmal stur, eine richtige Schlafmütze, der nie genug Schlaf bekam. Er spielte Fußball und Hockey und gewann sogar Urkunden und Medaillen für erste Plätze. Ich war so stolz auf ihn... Ich erinnere mich an all die schönen Momente mit ihm, wir hatten nie einen schlechten. Es schmerzt mich zu realisieren, dass ich seine Stimme nie wieder hören oder ihn sehen werde“, schreibt Sweta, die Mutter von Alexander. Alexander Wladimirowitsch Lartsew, geboren am 04.07.2007, lebte in Kurgan im Westen Sibiriens. Warum sie ihren geliebten Sohn in den Krieg ziehen ließ, kann sie nicht erklären.

Atschity Scholbanowitsch, 19 Jahre
„Bescheiden, respektvoll, mutig, freundlich, hilfsbereit, fleißig, stets lächelnd – Gefreiter der 61424. Einheit aus Nowotorizk, Obermeister der Flugabwehrraketendivision, Atschity Scholbanowitsch Chowalyg, wurde am 27.09.2006 im Dorf Bora-Taiga, Sut-Khol Koschuun, geboren. Sein Spitzname war Samurai. Mit tiefem Bedauern geben wir bekannt, dass er am 22.10.2025 im Kampf fernab seiner Heimat, seiner Eltern, Verwandten und Freunde, sein Leben verlor“. Wir korrigieren: Atschity aus Tuwa ist fernab der Heimat einen sinnlosen Tod gestorben. (Schrift auf dem Foto: Russlands Streitkräfte - Ich diene Russland!)

Ilja Andrejewitsch, 19 Jahre
„Ilja Andrejewitsch Melnikow, geboren am 21.06.2006, gestorben am 02.03.2026. Er starb in der Zone des Sonderkriegseinsatzes bei der Ausführung einer Kampfmission. Die Abschiedszeremonie findet am 30.03.2026 im Leichenschauhaus von Perejaslawka von 13:00 bis 14:00 Uhr statt. Unser Beileid gilt den Angehörigen und Freunden“. Telegram-Kanal „27DPS_LAZO“ vom 27.03.26. Perejaslawka ist eine Siedlung in Chabarowsk in Fernen Osten Russlands. Mehr Informationen über Ilja haben wir nicht gefunden.
Iwan Nikolajewitsch, 21 Jahre
Warum Iwan in den Krieg gegen die Ukraine zog, wissen wir nicht. Einer der Gründe könnte sein, dass er im Jahr 2022 zusammen mit zwei anderen jungen Männern wegen Diebstahls verurteilt wurde. Der Text des Urteils wurde nicht veröffentlicht. Iwan Nikolajewitsch Beznosow wurde im Dorf Nowaja Uda im Bezirk Ust-Udinski in der Region Irkutsk geboren. Er hatte neun Schuljahre absolviert, keinen Wehrdienst geleistet, war unverheiratet und kinderlos. Am 4. April 2024 meldete er sich „freiwillig“ zum Vertragsdienst, bereits am 02. Juli 24 war er tot. Lange Zeit lag er tot irgendwo im Frontgebiet, erst am 21.03.26 wurde das, was von ihm übrig blieb, in seinem Heimatdorf bestattet.

Roman Maximowitsch, 19 Jahre
„Er hat sich bemüht“, das dürfte mit das schlimmste Zeugnis eines Schülers darstellen. Und das waren die letzten Worte seiner Schule über Roman. So wählte Roman als Ausbildung dann den einfachen Beruf des Schweißers und Automechanikers und wahrscheinlich hat er nicht einmal abgeschlossen. Dafür zog er freiwillig in den Krieg, „weil er an das Gute glaubte“, wie seine ehemalige Schule schrieb. Statt einer Zukunft erhielt er so den frühen Tod. Roman Maximowitsch Silitschew, geboren am 29.10.2006, wurde am 1. Mai 2026 in seiner Heimatstadt Kem in Karelien bestattet.
Alexander Alexandrowitsch, 18 Jahre
„Seine Kameraden erinnerten sich, dass er trotz seiner Gehirnerschütterung weiterkämpfte und seine Kameraden deckte. Dann kroch er zu einem feindlichen Schützengraben und bewarf ihn mit Handgranaten. Solch ein Mut verblüffte selbst erfahrene Soldaten“, lautet der Begleittext zu obigem Gemälde. Alexander Alexandrowitsch Kosarew, Rufzeichen „Henjang“, Gruppe Wagner, (20.01.2004 – 05.01.2023), stammte aus der Stadt Bogorodizk in der Oblast Tula. Er war der jüngste Söldner der Gruppe Wagner.

Arslan Arslanowitsch, 19 Jahre
„Jedes Kind ist die Frucht unserer Liebe“, erzählten die Eltern der Presse, denn Arslan hatte sechs Brüder und fünf Schwestern (Weihnachtsfeier). Nach der Schule absolvierte er in Ischewsk, der Hauptstadt der russischen Teilrepublik Udmurtien, eine Ausbildung zum Traktorfahrer. Warum aus der „Frucht der Liebe“ ein „Freiwilliger des Krieges“ wurde, wissen wir nicht. Im Frühjahr 2025 zog er an die Front in der Ukraine. Arslan Arslanowitsch Muchametow wurde am 14.06.2006 in Udmurtien geboren und am 22. März 2026 in Ischewsk beerdigt.

Dmitri Stepanowitsch, 23 Jahre
Dimitri hatte eine zivile Stelle beim Militär in seinem Heimatdorf Orongoj in Burjatien. Mit offenen Ohren hätte er dort erfahren, wie es um die Zeitsoldaten an der Front bestellt ist. Trotzdem schloss er am 10. Dezember 2025 einen Vertrag mit dem russischen Militär und zog in den Krieg. Menschenleben zählen nichts beim russischen Militär und so ging es auch Dimitri. Sein Todestag verschweigt der Nachruf, aber am 19. März 2026 wurde er begraben. Dimitri Stepanowitsch Bykow, geboren am 28.04.2002, hinterlässt seine Ehefrau und eine Tochter.

Denis Antonowitsch, 19 Jahre
Denis war bei der Jugendfeuerwehr und wollte mal Feuerwehrmann werden. Doch mit der Ausbildung dazu hat es nicht geklappt und er wurde im November 2024 zum Wehrdienst eingezogen. Statt Feuer zu löschen, wollte er nach einem Monat lieber Feuer anzünden und meldete sich freiwillig zum Vertragsdienst beim russischen Militär. Ende Juni 2025 wurde seine Einheit ins Kriegsgebiet verlegt, am 18. Februar 2026 wurde Denis getötet. Denis Antonowitsch Abdin wurde am 27. September 2006 im großen Dorf Schira in Chakassien geboren.

Denis Sergejewitsch, 19 Jahre
„Denis Sergejewitsch Tabadjakow aus Nowosibirsk (27.08.2006–15.03.2026) kam im Bezirk Kupjansk in der Oblast Charkiw, in der Ortschaft Peschanoje, ums Leben. Er war Drohnenpilot. Er wurde auf dem Friedhof von Zaelzow beigesetzt.“ Odnoklassniki, vom 24.04.26. Soviel zum Thema Drohnenpiloten droht keine Gefahr.

Wladimir Iwanowitsch, 21 Jahre
„Ich komme bald wieder“, lautet der Text auf dem Foto des Ehepaars Karina und Wladimir Tokarew. Das Foto wurde im August 2023 veröffentlicht, wahrscheinlich ist Wladimir nicht mehr lebend nach Hause gekommen. Dass er in den Krieg zog ist erstaunlich. Im März hatte er noch den Liedtext einer ukrainischen Band in seinen Status gestellt:
Groß ist die Schuld, doch nicht deine Schuld.
Groß ist der Krieg, doch nicht dein Krieg.
Deshalb, Bruder, sei nicht heuchlerisch.
Betritt nicht fremdes Land, Soldat.
Wladimir Iwanowitsch Tokarew ( 29.11.2002 - 21.11.2024) lebte in Rostow am Don.

Kirill Jewgenjewitsch, 20 Jahre
Das Foto von Kirill Jewgenjewitsch Wachruschew wurde im Jahr 2013 aufgenommen. Kirill war da gerade sechs Jahre alt. Vierzehn Jahre später gibt es wieder ein Foto von Kirill - im Prinzip in den selben Klamotten nur zur Winterzeit. Das Foto illustriert seinen Nachruf. Kirill (09.02.2006-15.02.2026) aus einem Dorf im Kuzbass (Kemerowo) ist nicht verstorben, wie sein Nachruf schreibt, sondern wurde an der Front in der Ukraine getötet.

Wladimir Alexandrowitsch Golikow, 25 Jahre alt
Status: Vermisst (vermutlich verstorben)
Geburtsdatum: 17.05.2000
Todesdatum: 29.01.2026
Geburtsort: Ust-Janskij Ulus, Deputatskij Siedlung
Todesort: Warwarowka Dorf, Pologowski Bezirk, Saporischia Region
Diensttyp: Vertrag
Kinder (Anzahl): 1
Friedlicher Beruf: -
Telegram-Kanal „Die Toten aus Sacha(Jakutien)“ vom 13.03.26

Sergej Igorewitsch, 20 Jahre
Sergej Igorewitsch Lepetjucha, geboren am 04. März 2005, kam aus der Stadt Gulkewitschi in der Region Krasnodar. Sergej, Kampfname „Spinne“ wurde an der Front schwer verwundet, konnte noch evakuiert werden und kam ins Krankenhaus. Dort erlag er am 11. Februar 2026 seinen Verletzungen.

Roman Aleksejewitsch, 23 Jahre
„Roman lebte einen gesunden Lebensstil. Seit seiner Kindheit trieb er Sport, unter anderem Sambo und Kraftdreikampf. Er gewann zahlreiche Auszeichnungen. Jeden Frühling wanderte er 100 km über den zugefrorenen Baikalsee zur Insel Olchon“, textet der Nachruf. Doch was hilft das, wenn man sich freiwillig zum Krieg verpflichtet und nach einem halben Jahr tot ist? Roman Aleksejewitsch Aleksejew wurde am 29.09.2002 in Ulan-Ude geboren. Nach Ausbildung als Baggerfahrer und Wehrdienst arbeitete er im Schichtdienst. Im August 2025 meldete er sich freiwillig, am 2. Februar 2026 war er tot.

Danil Alexandrowitsch, 19 Jahre
Helden werden nicht geboren, sondern gemacht! Danil Alexandrowitsch Erin, geboren am 25.09.2005, lebte in der Stadt Buguruslan in der Oblast Orenburg. Er wurde zum Wehrdienst eingezogen und schloß danach einen Zeitvertrag mit dem Militär. Am 23.06.2025 wurde er begraben. Seine Schule widmete ihm einen Heldenschreibtsch: „Sein Leben wurde viel zu früh beendet, doch sein Name ist für immer in die Geschichte eingegangen – als Symbol für Mut und selbstlose Liebe zu seiner Heimat. Danil ist ein Beispiel dafür, wie ein Mensch zu einem wahren Helden werden kann, und seine Heldentat wird in unseren Herzen weiterleben. Dieser Heldenschreibtisch ist mehr als nur ein Möbelstück; er ist eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart, eine Erinnerung daran, dass Helden unter uns leben.“

Konstantin Browarnik, 20 Jahre
Vor ein paar Jahren stellte Konstantin die Frage: BMW M5 oder Mercedes AMG850? Es ist dann nur ein oller Lada geworden. Also wollte er seinen Lebensstandard zwischen Shisha-Bars und Tatoostudios mit dem Einkommen eines Drohnenpiloten aufhübschen. Ende 2024 meldete er sich freiwillig. Doch auch Drohnenpiloten kämpfen nicht aus sicherer Entfernung, am 4. April 26 starb er an seinen Verletzungen. Konstantin Browarnik, 11. September 2005 – 4. April 2026, kam aus dem Dorf Batalnoje im Osten der Krim.

Maxim Wjatscheslawowitsch Safronow wurde am 4. Julij 1995 im Dorf Nowaja Brjan in Burjatien geboren. Das Dorf hat seit den Zeiten der Perestroika fast die Hälfte seiner Einwohner verloren. Heute leben noch etwa 4.200 Menschen dort. Maxim bekam während seiner Schulzeit eine kräftige Dosis Militarismus eingeflösst: Er besuchte den militärpatriotischen Club „Kasatschok“ und absolvierte das Militärspiel „Zarnitsa“. Nach der Schule studierte Maxim Medizin und arbeitete als Anästhesist und Notfallmediziner in einem Krankenhaus in Tschita (Transbaikalien).
Im Jahr 2025 wollte Maxim endlich ordentlich verdienen und ging als Notfallmediziner im Rang eines Leutnants an die Front in der Ukraine. Eine häufige Legende der Nachrufschreiber lautet, dass der Tote heldenhaft Verwundete evakuiert hätte und dabei getötet wurde. So auch bei Maxim - eine Drohne hätte am 23. Juni 26 den Rettungswagen angegriffen und Maxim getötet.

Nachdem die Aufmerksamkeit zu unseren Veröffentlichungen wächst, eine kurze Information zu OskarMaria.
Unter diesem Pseudonym war der Initiator im Internet seit über 25 Jahren recht unregelmäßig präsent. Ab dem Jahr 2014 hat er hier über die Situation in den von Russland besetzten Gebieten des Donbass geschrieben. Als einer der ersten Journalisten überhaupt informierte er über die damals neu gegründete Gruppe Wagner.
Beruflich war er seit den 80-iger Jahren Geschäftsführer von diversen Medienunternehmen im Printbereich. Jetzt im Ruhestand, Kinder erwachsen, bleibt etwas mehr Zeit, die gesammelten Erfahrungen zusammen mit wenigen Mitstreitern für dieses Projekt zu nutzen.
Nachtrag: OskarMaria– das ist eine kleine Verbeugung vor dem beinahe vergessenen Schriftsteller Oskar Maria Graf. In Zeiten der Bücherverbrennungen wurden seine Werke von den Nazis verschont, ja sogar teilweise empfohlen. „Verbrennt mich!“ schrieb er 1933 in der Wiener Arbeiterzeitung, „nach meinem ganzen Leben und nach meinem ganzen Schreiben habe ich das Recht, zu verlangen, dass meine Bücher der reinen Flamme des Scheiterhaufens überantwortet werden und nicht in die blutigen Hände und die verdorbenen Hirne der braunen Mordbanden gelangen!“ Schließlich floh er in die USA – dort lebte er in bescheidenen Verhältnissen. Deutschland wollte den unbequemen Mann nach dem Krieg nicht wieder haben. Er starb 1967 in New York.
Literaturempfehlung: Wir sind Gefangene - Autobiograhie 1927.
Wladimir Sergejewitsch Nenartowitsch, 59 Jahre
Telegram-Kanal „Die Toten aus Sacha“ vom 28.05.2026
Die Kleinstadt Tschulym liegt etwa 130 km westlich der Hauptstadt Nowosibirsk. In der Stadt und im dazugehörigen Bezirk leben rund 20.000 Menschen - Tendenz rückläufig. Die Gegend ist landwirtschaftlich geprägt, etwa ein Drittel aller Erwerbstätigen arbeiten in diesem Bereich.
Ein Denkmal erinnert an die Toten aus den sowjetischen und russischen Kriegen. Im Krieg in Afghanistan sind zwei Soldaten aus dem Bezirk getötet worden, in den Tschetschenienkriegen wurden acht Männer getötet und im aktuellen Krieg gegen die Ukraine wurden bisher 113 Namen eingraviert.
Setzt man jene 113 Kriegtoten ins Verhältnis zur Bevölkerung, so würde jene Region an zweiter Stelle aller russischen Regionen in unserer entsprechenden Tabelle stehen.
Nikolai Afanassjewitsch Atlasow (Rufname „Odun“), 35 Jahre alt
Status: Verstorben Geburtsdatum: 29. Oktober 1989
Sterbedatum: 28. März 2025
Geburtsort: Rajon Changalasski, Dorf Katschikatsy
Sterbeort: Region Donezk, Siedlung Jelisawetowka
Dienstverhältnis: Vertragsdienst (ab 30. November 2024)
Kinder (Anzahl): Unbekannt
Ziviler Beruf: Abfüllung und Lieferservice für reines Trinkwasser
„Die Toten aus Sacha“ vom 5.5.26
Peter Frankopan ist Professor für Weltgeschichte an der Universität Oxford. In einem Essey über Wladimir Putin zitiert er den exilrussischen Telegram-Kanal „Astra“. Astra selbst zitiert in einem Beitrag eine/n Z-Blogger/in „Agna Becker“ der/die den Telegram-Kanal „Haus unter Lorbeeren“ betreibt. Agna Becker wiederum zitiert „unabhängige Studien von 'N' “ und damit kommen wir zur eigentlichen Nachricht.
Nach dieser Studie würde die durchschnittliche Überlebensdauer eines Soldaten bei einem Angriff an den vordersten Positionen nur 20 - 35 Minuten betragen. Laut der selben Studie betrage die „durchschnittliche Lebenserwartung“ eines Soldaten von der Zeit seiner Ankunft auf dem Übungsplatz bis zu seiner Abreise in den Kampfgebiet von zehn Tagen bis zu drei Wochen.
Ganz unrealistisch sind diese Aussagen nicht, wie unsere vielen Beispiele über Kurzzeitsoldaten zeigen. Wir haben Agna Becker angeschrieben und um einen Link auf die Originalveröffentlichung gebeten. Eine Antwort ist nicht zu erwarten.
„Ich freue mich auf meinen Tod“ ist der Titel einer bekannten Kantate von Johann Sebastian Bach. Die ist dem Autor spontan zum unten veröffentlichten - KI-generierten - Video eingefallen. In diesem werden 46 russische Soldaten vorgestellt, die alle aus der Großstadt Artjom oder deren näheren Umgebung in der Region Primorje stammen. Zur Erinnerung - die Region Primorje liegt im Fernen Osten Russlands. Die Soldaten im Video werfen ihre Waffen weg, lachen dabei und schreiten ins Nirwana.
Wieviel sinnvoller wäre es gewesen, wenn all diese Soldaten sich diesem verbrecherischen Krieg verweigert und gemeinsam ihre Waffen niedergelegt hätten? Sie wären zumindest lebend nach Hause gekommen. So dürfte auch diese KI-generierte Schmonzette keine Hilfe und Trost für ihre Angehörigen darstellen.