Jegor Dmitrijewitsch Moskwitschew

Jegor Dmitrijewitsch, 18 Jahre

"Wir sind stolz auf unsere Jungs, Jegor hat mit meinem Sohn in derselben Schule studiert. Er diente in derselben Einheit wie mein Mann. Ein Krieger zu sein bedeutet, ewig zu leben", schreibt Schanna zum Nachruf von Jegor Dmitrijewitsch Moskwitschew. Dabei ist letztere Propagandafloskel völlig falsch, ein Krieger ist schnell tot an der Front und trotz russischem Totenkult schnell vergessen. Jegor, 14.11.2005 - 19.06.2024, kam aus der Stadt Woskressensk in der Oblast Moskau.

Erdeni Schigschitowitsch Namdikow

Erdeni Schigschitowitsch, 21 Jahre

Mit 18 Jahren wurde Erdeni Schigschitowitsch Namdikow zum Wehrdienst eingezogen und zum Ende seines Pflichtdienstes schloss er im Oktober 2022 einen Vertrag mit dem Militär ab. Damals ahnte niemand, dass die russische Regierung den größten Krieg in Europa nach dem zweiten Weltkrieg anzetteln würde. Erdeni wurde als Panzerfahrer sofort in den Krieg geschickt, überlebte eine lange Zeit und wurde am 23.11.24 dann doch getötet. Erdeni, geboren am 19.06.2003, kam aus dem Dorf Schemtschug in Burjatien.

Witali Bogdanow

Witali Bogdanow, 18 Jahre

"Unser Sohn, vergib uns, dass wir dich nicht gerettet haben. Du bist immer im Herzen von Mama und Papa. Denk daran, wir lieben dich und werden dich lieben," schreibt Witalis Mutter. Die Einsicht kam zu spät, Witali Bogdanow, geboren am 17. Juni 2006 aus dem kleinen Dorf Rypuschkalitsy in Karelien, wurde am 30.11.24 im Krieg gegen die Ukraine getötet. Am 24. Juni hatte Mama ihren Filius zum Bus gebracht und öffentlich verlautet: "Habe meinen Sohn zur Armee geschickt."

Sergej Wladimirowitsch Bakin

Sergej Wladimirowitsch, 24 Jahre

Onochoi ist eine städtische Siedlung in Burjatien, die an der Transsibirischen Eisenbahn liegt. Aus dieser Kleinstadt kam Sergej Wladimirowitsch Bakin, geboren am 14. Januar 2000, der dort zur Schule ging und danach eine steile militärische Karriere vollbrachte. Mit 22 Jahren erhielt er sein Offizierspatent, heiratete und ein Jahr später wurde er als Oberleutnant in den Krieg geschickt.  Im November 2024 war alles vorbei, Sergej wurde schwer verletzt und starb am 28.11.24 in einem Krankenhaus.

Iwan Dmitrijewitsch Charlamytschew

Iwan Dmitrijewitsch, 20 Jahre

Fakultät für Geschichte, Moskau -- Link
Das Dekanat der Fakultät für Geschichte der MSU teilt mit großem Bedauern mit, dass nach Angaben der Angehörigen am 20. September 2024 ein Student der Fakultät für Geschichte der MSU, Iwan Dmitrijewitsch Charlamytschew, während eines Kampfeinsatzes in der Zone einer speziellen Militäroperation verstorben ist. Als Student im zweiten Studienjahr ließ sich Iwan Dmitrijewitsch im November 2023 beurlauben, um sich freiwillig in die Zone der militärischen Sonderoperation zu begeben, wo er auf eigenen Wunsch im Nachrichtendienst tätig war.

Pawel Chmyzow

Pawel, 21 Jahre

GBOU Ufa Justizvollzugsanstalt Nr. 92 - 11.07.24 -- Link
Heute wurde der Tod unseres Absolventen Pawel Chmyzow bekannt. Pawel starb bei der Ausübung seines Dienstes im nördlichen Militärbezirk. Wir erinnern uns an ihn als einen aufgeweckten und freundlichen Jungen. Gesegnete Erinnerung

Pawel Chmyzow, geb. 03.01.2003, schloss am 16.04.24 einen Sturm-V Vertrag, getötet am 13. Mai 2024. Warum auch immer er einsaß, die Todesstrafe hatte er nicht verdient.

Alexej Alexandrowitsch Tkatschenko

Alexej Alexandrowitsch, 18 Jahre

Alexej wurde im August 2024 vom Militärkommissariat des Bezirks Tomsk der Region Tomsk unter Vertrag einberufen, lautet der Text in seinem Nachruf und verschleiert damit seinen Status. Entweder Alexej wurde zum Wehrdienst einberufen und wurde dort von einem Vertrag "überzeugt" oder Alexej hat sich als Freiwilliger gemeldet. Wobei die erste Version die Wahrscheinlichere ist. Alexej Alexandrowitsch Tkatschenko, geboren am 20.12.2005 kam aus dem kleinen Dorf Werschinino in der Nähe der Stadt Tomsk. Bei einem russischen Angriff in der Ukraine  am 16.11.2024 getötet.

Rinas Gazisowitsch Gubaidullin

Rinas Gazisowitsch, 18 Jahre

„Das letzte Mal hat er sich am 1. März 2024 gemeldet“, bittet Alija um Hilfe bei der Suche nach ihrem Sohn im Juli 2024. Rinas Gazisowitsch Gubaidullin, geboren am 17, März 2005, hatte sich von seinem kleinen Dorf Nusa auf den Weg in die etwa 40 km entfernte Stadt Arsk in Tatarstan gemacht und sich dort als Freiwilliger für den Kriegsdienst eingeschrieben. Erst im Dezember hatte seine Mutter Gewissheit - Rinas war am 4. März 2024 gefallen, seinen 19. Geburtstag hat er nicht mehr erlebt.

Danil Wiktorowitsch Satlajew

Danil Wiktorowitsch, 18 Jahre

Danil Wiktorowitsch Satlajew, geboren am 20. September 2006, kam aus Gorno-Altaisk, der Hauptstadt der Republik Altai. Es ist nicht ganz klar, ob er als Wehrpflichtiger vom Vertragsdienst "überzeugt" wurde oder ob er sich direkt zum Kriegsdienst entschlossen hat. Er hätte den Vertrag selbst unterschrieben, heißt es in einem Kommentar. Danil brach am 17. Oktober 24 ins Kriegsgebiet auf und wurde im November bei einem Kampfeinsatz getötet. Er ist damit der bisher jüngste Soldat, der in jenem verbrecherischen Krieg getötet wurde.
(Link I, Link II)

Kirill Alexandrowitsch Nurajew

Kirill Alexandrowitsch, 18 Jahre

Seine Pflicht gegenüber seinem Mutterland hätte er erfüllt, als er am 16. Oktober 2024 in den Krieg gegen die Ukraine aufbrach, schrieb ein Redakteur einer Nachrichtenseite der Stadt Gai in Orenburg. Kirill Alexandrowitsch Nurajew, geboren am 15. Dezember 2005, zog ohne militärische Erfahrung in den Krieg und war bereits am 28. November 24 tot. Am 6.12. wurde er im Dorf Kameikino begraben.

Kirill Rubtsow

Kirill, 18 Jahre

"Wenn ich durch das Tal der Schatten der Toten gehe, fürchte ich nichts Böses, denn ich bin der Schlimmste im Tal", machte Kirill Rubtsow zu seinem Motto bei VKontakte. Kirill, geboren am 1. Dezember 2005, lebte in der Stadt Saransk, der Hauptstadt der russischen Teilrepublik Mordwinien. Im Krieg hätte er versucht mit aller Macht den Feind zu vernichten, schrieb ein Freund in seinem Nachruf. Jetzt ist er tot und war wahrscheinlich nur ein sich selbst überschätzender junger Mann, der sich im Totenreich die Hose genässt hätte.

Danila Witaljewitsch Lunew

Danila Witaljewitsch, 18 Jahre

Vom kurzen Leben des Danila Witaljewitsch Lunew war nicht viel zu erfahren, eigentlich nicht mehr als auf dem Kreuz auf seinem Grab angegeben ist. Danila, geboren am 22. Mai 2006, getötet am 6. November 2024 im Krieg gegen die Ukraine. Danila stammte aus der Stadt Belowo, die im Kohlerevier Kussbass in der Region Kemerowo liegt.

Artem Welimirowitsch Chairetdinow

Artem Welimirowitsch, 18 Jahre

Während seines Wehrdienstes wurde Artem davon "überzeugt", als Freiwilliger richtig viel Geld zu verdienen und in den Krieg gegen die Ukraine zu ziehen. Artem Welimirowitsch Chairetdinow, geboren am 16. März 2006, kam aus dem Dorf Meneuztamak in Baschkortostan. Er hatte Gas- und Elektroschweißer gelernt, musste danach seinen Wehrdienst antreten und unterschrieb im Mai 2024 sein eigenes Todesurteil. Am 25. Oktober wurde es vollzogen, am 21. November 24 wurde er begraben.

Dimitrij Sergejewitsch Zatsepin

Dimitrij Sergejewitsch, 18 Jahre

Bereits im November 2023 suchten Angehörige nach Dimitrij Sergejewitsch Zatsepin. Dimitrij, geboren am 3. Februar 2005, kam aus der städtischenSiedlung Kuragino in der Region Krasnojarsk. Ein Jahr später widmete eine Freundin ihm ein Gedicht:
Wir haben dich geliebt, unser lieber Freund.
Es tut mir leid, wenn etwas nicht in Ordnung ist
Ohne dich in dieser Welt
Bitterkeit, Schmerz und Dunkelheit.
Wir werden uns an dein Lächeln erinnern
Und die Verschlagenheit in deinen blauen Augen...
Vergib uns jeden Fehler, den wir gemacht haben
Du bist für immer in unseren Herzen..

Wladislaw Alexandrowitsch Tsoi

Wladislaw Alexandrowitsch, 20 Jahre

Der Bezirk Saragatsky berichtet über den Tod von Wladislaw Alexandrowitsch Tsoi, geboren am 05.06.2004:
In der Region Kursk starb unser Landsmann, der 2004 geborene Wehrpflichtige Wladislaw Alexandrowitsch Tsoi, während er eine Aufgabe zum Schutz der Staatsgrenze wahrnahm. Wir sprechen der Familie und den Freunden von Vladislav unser aufrichtiges Beileid für den Verlust aus, der sie erlitten hat.

Pawel Sergejewitsch Guriewski

Pawel Sergejewitsch, 18 Jahre

Suchmeldung vom 28.04.24: Ich bitte um Hilfe bei der Suche nach meinem Bruder Pawel Sergejewitsch Guriewski , (Rufzeichen „Bury“, viele nennen ihn „Malaja“), geboren am 08.09.2005 VCh16871 60. motorisiertes Gewehr, 2. Sturmbataillon, 6. Kompanie... Vertragssoldat.
Brach am 02.04.24 zur Basis auf und ist nicht zurückgekehrt... Seit dem 14.04.24 gilt er als vermisst...
Pawel Sergejewitsch Guriewski kam aus der Stadt Togutschin in der Oblast Nowosibirsk. Im November 24 wurde sein Tod festgestellt.

Sergej Andrejewitsch Maslow

Sergej Andrejewitsch, 20 Jahre

Aus der Kleinstadt Belomorsk in Karelien zog Sergej Andrejewitsch Maslow in den Krieg gegen die Ukraine. Er wurde am 17. November begraben. Ljocha schreibt dazu in den Kommentaren: "Wir alle tragen die Schuld an seinem Tod und werden auch in Zukunft dafür verantwortlich sein!"

Arsen Rustamowitsch Biktimirow

Arsen Rustamowitsch, 21 Jahre

Die Geschichte von Arsen Rustamowitsch Biktimirow haben wir schon viele Male erzählt. Arsen, aufgewachsen in einem Waisenhaus in dem großen Dorf Jazykowo in Baschkortostan, hatte nach Sozialfürsorge, Schule und landwirtschaftlicher Ausbildung nur bescheidene Perspektiven. So lockte das viele Geld und die geordneten Strukturen ihn zum Kriegsdienst. Im August 2024 schloss er einen Vertrag, am 15. November 24 wurde er beigesetzt.

Daniil Jurjewitsch Iwanow

 Daniil Jurjewitsch, 20 Jahre

"Unser junger Kommandant, wir sind stolz auf dich!", schreibt Nadeschda unter den Nachruf seiner Schule. Daniil Jurjewitsch Iwanow, geboren am 10. August 2004, kam aus dem Dorf Lasch in der Region Kirow. Daniil hatte es beim Militär schnell zum Unterleutnant gebracht, am 28. Oktober 24 war seine Karriere beendet. Seine Schule, die sich "Schule der Träume und Freude" nennt, legte für Daniil eine Schweigeminute ein.

Igor Jurjewitsch Makejew

Igor Jurjewitsch, 19 Jahre

Was Igor Jurjewitsch Makejew, geboren am 1. Dezember 2004,verbrochen hat, wissen wir nicht. Er saß in der Untersuchungshaft in der Stadt Tula, als ihm angeboten wurde: Verurteilung und Lagerhaft oder Sturm-V Militärvertrag und nach dem Krieg Freiheit. Er hat die falsche Entscheidung getroffen. Ende Juni 24 ging beim Sturm auf die ukrainische Stadt Makijiwka der Kontakt zu ihm verloren, am 13. November 24 wurde er bestattet.

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