15.04.2026 -- 203.108// Zuwachs zum 31.03.2026: 3.907
Kirill Artemowitsch, 19 Jahre
Diese Geschichte haben wir schon vielfach erzählt. Kirill Artemowitsch Babkin, geboren am 28. Juni 2005, kam aus der Stadt Jelabuga in Tatarstan. Seine Kindheit verlief unglücklich. Seiner Mutter wurde das elterliche Sorgerecht entzogen und er wuchs zusammen mit seinen vier Geschwistern in einem Waisenhaus in Leninogorsk auf. Kirill war der Älteste, ein guter Eishockeyspieler. Seine Mutter starb bei einem Brand im Frühjahr 2024 und Kirill machte den selben Fehler, wie so viele Waisen bereits vor ihm. Er verkaufte im Frühjahr sein Leben an das russische Militär. Im September wurde er getötet, Anfang Dezember in Jelabuga begraben.

Anatoli Egorowitsch, 19 Jahre
Die Geschichte von Anatoli Egorowitsch Kusnezow ist schnell erzählt. Anatoli wurde am 30. März 2005 in der Stadt Tschussowoi in der Region Perm geboren. Im November 2023 musste er seinen Wehrdienst ableisten, seine Einheit wurde zum Grenzschutz abkommandiert. Er soll dort einen Panzer gefahren haben und wurde so zum lohnenden Ziel. Am 13. September 24 war sein junges Leben zuende.

Denis Sergejewitsch, 19 Jahre
Denis Sergejewitsch Klotschkow, geboren am 7. Juni 2005 aus der Stadt Bulguma in Tatarstan, unterschrieb während des Wehrdienstes einen Militärvertrag. Auch er wurde vom russischen Militär nicht in der Etappe geschont, sondern musste beim Angriff vorne mit dabei sein. Kurz nach seinem 19. Geburtstag wurde er getötet, erst am 11. Dezember 24 in seiner Heimat begraben.

Wadim Witaljewitsch, 21 Jahre
Militarismus war wohl die Lebensaufgabe von Wadim Witaljewitsch Kuritsyn. Wadim, geboren am 26. Februar 2003, kam aus der Kleinstadt Gorodischtsche in der Region Pensa. Seine Berufsausbildung war kein Thema in einem der Nachrufe, dafür das Militär. Im November 21 zum Wehdienst einberufen, im November 22 entlassen, danach Leiter der örtlichen Jugendarmee. Im Juni 23 wollte er es mit einem richtigen Krieg versuchen und meldete sich freiwillig. Der Entschluss endete am 1. Dezember 24 für ihn tödlich.

Maxim Anatoljewitsch, 19 Jahre
Burjatien hat die zweihöchsten Opferzahlen im Krieg gegen die Ukraine - gemessen an der Bevölkerung und trotzdem reißt der Strom der Verlustmeldungen nicht ab. Maxim Anatoljewitsch Ustjansew, geboren am 19. November 2004 in Ust-Bargusin am Baikalsee, wäre dem "Ruf seines Herzens" gefolgt und hat im August 24 sein Leben an das russische Militär verkauft. Bereits am 7. November 24 wurde der Wechsel eingelöst. Er wäre ein aktiver, heiterer und fröhlicher Mensch gewesen, der verantwortungsbewusst, reaktionsschnell immer zu Hilfe kam, steht in seinem Nachruf.
Jegor Dmitrijewitsch, 18 Jahre
"Wir sind stolz auf unsere Jungs, Jegor hat mit meinem Sohn in derselben Schule studiert. Er diente in derselben Einheit wie mein Mann. Ein Krieger zu sein bedeutet, ewig zu leben", schreibt Schanna zum Nachruf von Jegor Dmitrijewitsch Moskwitschew. Dabei ist letztere Propagandafloskel völlig falsch, ein Krieger ist schnell tot an der Front und trotz russischem Totenkult schnell vergessen. Jegor, 14.11.2005 - 19.06.2024, kam aus der Stadt Woskressensk in der Oblast Moskau.

Erdeni Schigschitowitsch, 21 Jahre
Mit 18 Jahren wurde Erdeni Schigschitowitsch Namdikow zum Wehrdienst eingezogen und zum Ende seines Pflichtdienstes schloss er im Oktober 2022 einen Vertrag mit dem Militär ab. Damals ahnte niemand, dass die russische Regierung den größten Krieg in Europa nach dem zweiten Weltkrieg anzetteln würde. Erdeni wurde als Panzerfahrer sofort in den Krieg geschickt, überlebte eine lange Zeit und wurde am 23.11.24 dann doch getötet. Erdeni, geboren am 19.06.2003, kam aus dem Dorf Schemtschug in Burjatien.

Witali Bogdanow, 18 Jahre
"Unser Sohn, vergib uns, dass wir dich nicht gerettet haben. Du bist immer im Herzen von Mama und Papa. Denk daran, wir lieben dich und werden dich lieben," schreibt Witalis Mutter. Die Einsicht kam zu spät, Witali Bogdanow, geboren am 17. Juni 2006 aus dem kleinen Dorf Rypuschkalitsy in Karelien, wurde am 30.11.24 im Krieg gegen die Ukraine getötet. Am 24. Juni hatte Mama ihren Filius zum Bus gebracht und öffentlich verlautet: "Habe meinen Sohn zur Armee geschickt."

Sergej Wladimirowitsch, 24 Jahre
Onochoi ist eine städtische Siedlung in Burjatien, die an der Transsibirischen Eisenbahn liegt. Aus dieser Kleinstadt kam Sergej Wladimirowitsch Bakin, geboren am 14. Januar 2000, der dort zur Schule ging und danach eine steile militärische Karriere vollbrachte. Mit 22 Jahren erhielt er sein Offizierspatent, heiratete und ein Jahr später wurde er als Oberleutnant in den Krieg geschickt. Im November 2024 war alles vorbei, Sergej wurde schwer verletzt und starb am 28.11.24 in einem Krankenhaus.

Iwan Dmitrijewitsch, 20 Jahre
Fakultät für Geschichte, Moskau -- Link
Das Dekanat der Fakultät für Geschichte der MSU teilt mit großem Bedauern mit, dass nach Angaben der Angehörigen am 20. September 2024 ein Student der Fakultät für Geschichte der MSU, Iwan Dmitrijewitsch Charlamytschew, während eines Kampfeinsatzes in der Zone einer speziellen Militäroperation verstorben ist. Als Student im zweiten Studienjahr ließ sich Iwan Dmitrijewitsch im November 2023 beurlauben, um sich freiwillig in die Zone der militärischen Sonderoperation zu begeben, wo er auf eigenen Wunsch im Nachrichtendienst tätig war.

Pawel, 21 Jahre
GBOU Ufa Justizvollzugsanstalt Nr. 92 - 11.07.24 -- Link
Heute wurde der Tod unseres Absolventen Pawel Chmyzow bekannt. Pawel starb bei der Ausübung seines Dienstes im nördlichen Militärbezirk. Wir erinnern uns an ihn als einen aufgeweckten und freundlichen Jungen. Gesegnete Erinnerung
Pawel Chmyzow, geb. 03.01.2003, schloss am 16.04.24 einen Sturm-V Vertrag, getötet am 13. Mai 2024. Warum auch immer er einsaß, die Todesstrafe hatte er nicht verdient.

Alexej Alexandrowitsch, 18 Jahre
Alexej wurde im August 2024 vom Militärkommissariat des Bezirks Tomsk der Region Tomsk unter Vertrag einberufen, lautet der Text in seinem Nachruf und verschleiert damit seinen Status. Entweder Alexej wurde zum Wehrdienst einberufen und wurde dort von einem Vertrag "überzeugt" oder Alexej hat sich als Freiwilliger gemeldet. Wobei die erste Version die Wahrscheinlichere ist. Alexej Alexandrowitsch Tkatschenko, geboren am 20.12.2005 kam aus dem kleinen Dorf Werschinino in der Nähe der Stadt Tomsk. Bei einem russischen Angriff in der Ukraine am 16.11.2024 getötet.
Rinas Gazisowitsch, 18 Jahre
„Das letzte Mal hat er sich am 1. März 2024 gemeldet“, bittet Alija um Hilfe bei der Suche nach ihrem Sohn im Juli 2024. Rinas Gazisowitsch Gubaidullin, geboren am 17, März 2005, hatte sich von seinem kleinen Dorf Nusa auf den Weg in die etwa 40 km entfernte Stadt Arsk in Tatarstan gemacht und sich dort als Freiwilliger für den Kriegsdienst eingeschrieben. Erst im Dezember hatte seine Mutter Gewissheit - Rinas war am 4. März 2024 gefallen, seinen 19. Geburtstag hat er nicht mehr erlebt.
Danil Wiktorowitsch, 18 Jahre
Danil Wiktorowitsch Satlajew, geboren am 20. September 2006, kam aus Gorno-Altaisk, der Hauptstadt der Republik Altai. Es ist nicht ganz klar, ob er als Wehrpflichtiger vom Vertragsdienst "überzeugt" wurde oder ob er sich direkt zum Kriegsdienst entschlossen hat. Er hätte den Vertrag selbst unterschrieben, heißt es in einem Kommentar. Danil brach am 17. Oktober 24 ins Kriegsgebiet auf und wurde im November bei einem Kampfeinsatz getötet. Er ist damit der bisher jüngste Soldat, der in jenem verbrecherischen Krieg getötet wurde.
(Link I, Link II)

Kirill Alexandrowitsch, 18 Jahre
Seine Pflicht gegenüber seinem Mutterland hätte er erfüllt, als er am 16. Oktober 2024 in den Krieg gegen die Ukraine aufbrach, schrieb ein Redakteur einer Nachrichtenseite der Stadt Gai in Orenburg. Kirill Alexandrowitsch Nurajew, geboren am 15. Dezember 2005, zog ohne militärische Erfahrung in den Krieg und war bereits am 28. November 24 tot. Am 6.12. wurde er im Dorf Kameikino begraben.
Kirill, 18 Jahre
"Wenn ich durch das Tal der Schatten der Toten gehe, fürchte ich nichts Böses, denn ich bin der Schlimmste im Tal", machte Kirill Rubtsow zu seinem Motto bei VKontakte. Kirill, geboren am 1. Dezember 2005, lebte in der Stadt Saransk, der Hauptstadt der russischen Teilrepublik Mordwinien. Im Krieg hätte er versucht mit aller Macht den Feind zu vernichten, schrieb ein Freund in seinem Nachruf. Jetzt ist er tot und war wahrscheinlich nur ein sich selbst überschätzender junger Mann, der sich im Totenreich die Hose genässt hätte.

Danila Witaljewitsch, 18 Jahre
Vom kurzen Leben des Danila Witaljewitsch Lunew war nicht viel zu erfahren, eigentlich nicht mehr als auf dem Kreuz auf seinem Grab angegeben ist. Danila, geboren am 22. Mai 2006, getötet am 6. November 2024 im Krieg gegen die Ukraine. Danila stammte aus der Stadt Belowo, die im Kohlerevier Kussbass in der Region Kemerowo liegt.

Artem Welimirowitsch, 18 Jahre
Während seines Wehrdienstes wurde Artem davon "überzeugt", als Freiwilliger richtig viel Geld zu verdienen und in den Krieg gegen die Ukraine zu ziehen. Artem Welimirowitsch Chairetdinow, geboren am 16. März 2006, kam aus dem Dorf Meneuztamak in Baschkortostan. Er hatte Gas- und Elektroschweißer gelernt, musste danach seinen Wehrdienst antreten und unterschrieb im Mai 2024 sein eigenes Todesurteil. Am 25. Oktober wurde es vollzogen, am 21. November 24 wurde er begraben.

Dimitrij Sergejewitsch, 18 Jahre
Bereits im November 2023 suchten Angehörige nach Dimitrij Sergejewitsch Zatsepin. Dimitrij, geboren am 3. Februar 2005, kam aus der städtischenSiedlung Kuragino in der Region Krasnojarsk. Ein Jahr später widmete eine Freundin ihm ein Gedicht:
Wir haben dich geliebt, unser lieber Freund.
Es tut mir leid, wenn etwas nicht in Ordnung ist
Ohne dich in dieser Welt
Bitterkeit, Schmerz und Dunkelheit.
Wir werden uns an dein Lächeln erinnern
Und die Verschlagenheit in deinen blauen Augen...
Vergib uns jeden Fehler, den wir gemacht haben
Du bist für immer in unseren Herzen..

Wladislaw Alexandrowitsch, 20 Jahre
Der Bezirk Saragatsky berichtet über den Tod von Wladislaw Alexandrowitsch Tsoi, geboren am 05.06.2004:
In der Region Kursk starb unser Landsmann, der 2004 geborene Wehrpflichtige Wladislaw Alexandrowitsch Tsoi, während er eine Aufgabe zum Schutz der Staatsgrenze wahrnahm. Wir sprechen der Familie und den Freunden von Vladislav unser aufrichtiges Beileid für den Verlust aus, der sie erlitten hat.

Warum Sergej in den Krieg gezogen ist, verrät uns sein Status auf Odnoklassniki nicht. Sergej Alexandrowitsch Baibarow, geboren am 25.10.1991, lebte im kleinen Dorf Kanasch in Tatarstan. Das Dorf wird hauptsächlich von Tschuwaschen bewohnt. Die Tschuwaschen sind ein turkstämmiges Volk christlichen Glaubens - früher auch als Wolgabulgaren bezeichnet. Entsprechend gab es auch eine christliche Beisetzung Ende Februar am Dorfrand - mitten im Schnee.

Nachdem die Aufmerksamkeit zu unseren Veröffentlichungen wächst, eine kurze Information zu OskarMaria.
Unter diesem Pseudonym war der Initiator im Internet seit über 25 Jahren recht unregelmäßig präsent. Ab dem Jahr 2014 hat er hier über die Situation in den von Russland besetzten Gebieten des Donbass geschrieben. Als einer der ersten Journalisten überhaupt informierte er über die damals neu gegründete Gruppe Wagner.
Beruflich war er seit den 80-iger Jahren Geschäftsführer von diversen Medienunternehmen im Printbereich. Jetzt im Ruhestand, Kinder erwachsen, bleibt etwas mehr Zeit, die gesammelten Erfahrungen zusammen mit wenigen Mitstreitern für dieses Projekt zu nutzen.
Nachtrag: OskarMaria– das ist eine kleine Verbeugung vor dem beinahe vergessenen Schriftsteller Oskar Maria Graf. In Zeiten der Bücherverbrennungen wurden seine Werke von den Nazis verschont, ja sogar teilweise empfohlen. „Verbrennt mich!“ schrieb er 1933 in der Wiener Arbeiterzeitung, „nach meinem ganzen Leben und nach meinem ganzen Schreiben habe ich das Recht, zu verlangen, dass meine Bücher der reinen Flamme des Scheiterhaufens überantwortet werden und nicht in die blutigen Hände und die verdorbenen Hirne der braunen Mordbanden gelangen!“ Schließlich floh er in die USA – dort lebte er in bescheidenen Verhältnissen. Deutschland wollte den unbequemen Mann nach dem Krieg nicht wieder haben. Er starb 1967 in New York.
Literaturempfehlung: Wir sind Gefangene - Autobiograhie 1927.
In den letzten Tagen sind russische Gerbera-Drohnen über der ukrainischen Region Sumy aufgetaucht und haben Flugblätter abgeworfen. Flugblätter über feindlichem Gebiet abzuwerfen ist eine bekannte Methode der psychologischen Kriegsführung, die man bereits aus dem zweiten Weltkrieg kennt. Im russischen Krieg gegen die Ukraine werden Flugblätter aus der Luft von beiden Seiten verwendet, meist um die gegnerischen Soldaten zur Kapitulation aufzufordern.
Neu ist allerdings, dass Russland versucht, mit der Weltpolitik Ängste bei der Zivilbevölkerung auszulösen. Und wer wäre da besser geeignet als der amerikanische Präsident? So bildet jenes Flugblatt die aktuelle politische Situation nach. Donald Trump wendet sich von der Ukraine ab (was er eigentlich schon länger tut) und kümmert sich um seinen eigenen Krieg gegen den Iran. Der Text: „Die Hilfe für die Ukraine gehört der Vergangenheit an!“
Sergej Wjatscheslawowitsch Kolosow, 42 Jahre alt
Nachricht vom 04.03.2026 des Telegram-Kanals „Die Toten der Republik Sacha (Jakutien)“
Timofej Timofejewitsch Iwanow (Rufname „TT“), 45 Jahre alt
Nachricht vom 01.03.2026 des Telegram-Kanals „Die Toten der Republik Sacha (Jakutien)“
Anton Jurjewitsch Dmitriew, 39 Jahre alt
Nachricht vom 28.02.2026 des Telegram-Kanals „Die Toten der Republik Sacha (Jakutien)“
Überall in Russland wird Werbung für den Vertragsdienst beim russischen Militär geschaltet, denn Russland benötigt jeden Monat mehr als 30.000 frische Soldaten, um die Verluste an Verletzten und getöteten Soldaten an der Front in der Ukraine wieder wett zu machen. Die in den Anzeigen ausgelobten Beträge sind häufig reine Fiktion, sie entsprechen nicht den Vertragsbedingungen. Die hohen Summen bei Vertragsunterzeichnung gibt es nur in wenigen Regionen, der angegebene monatliche Verdienst wird nur dann bezahlt, wenn man an vorderster Front bei den Sturmtruppen aktiv ist. Ist der Soldat verletzt und befindet sich in Behandlung wird nur ein Bruchteil bezahlt. Zudem stellt die Armee nur eine bescheidene Ausrüstung, Schutzwesten, Brillen, Handschuhe usw müssen die Soldaten selbst bezahlen. Auch die Kommandeure verlangen einen großen Obolus für die Regimentskasse, weil sonst der Nachschub nicht gewährleistet wird.
Aktuell ist eine Anzeige aufgetaucht, die 17,5 Millionen Rubel für eine Vertragsunterzeichnung verspricht. 17,5 Millionen Rubel sind umgerechnet knapp 200.000 €, kaufkraftbereinigt sogar noch deutlich mehr. Bei solchen Summen kann man schon mal schwach werden und das Risiko eines Vertragsdienstes auf sich nehmen. Bei einem genaueren Blick auf die Details erfährt der Soldat, dass die vielen Rubel nur dann rollen, wenn er -vertragsgemäß- tot von der Front nach Hause kommt. Ein kriegsunterstützender Telegram-Kanal schreibt zur Anzeige: „In der Werbung wird der jährliche Verdienst zusammen mit der Sterbegeldversicherung angegeben. Könnte jemand Verantwortlicher diesen Werbetreibenden endlich eine Abfuhr erteilen?“
Innokentij Konstantinowitsch Rojew (Rufzeichen „Max“), 41 Jahre
Status: Gefallen
Geburtsdatum: 11.04.1984
Todesdatum: 08.08.2025
Geburtsort: Dorf Neryuktayinsk-1, Ulus Olekminsky
Sterbeort: Unbekannt
Dienstart: Zeitdienst seit Sommer 2025
Kinder (Anzahl): 3
Zivilberuf: Förster
Wohnte in: Pokrowsk, Hangalasski Ulus
Originalnachricht des Telegram-Kanals „Die Toten der Republik Sacha“
Den Medien in Russland ist es verboten, über die Resultate ukrainischer Drohnenangriffe zu berichten. Es werden deshalb ausschließlich Erfolgsmeldungen veröffentlicht - wie zum Beispiel „42 Drohnen abgeschossen“. In der Nacht vom 3. auf 4. April 2026 gab es einen ukrainischen Drohnenangriff auf ein Chemiewerk in der Stadt Toljatti in der Region Samara. Um etwas über die Stimmung unter der Bevölkerung zu erfahren, lohnt es sich, die Kommentare zu den Presseberichten zu lesen:
Das russische Militär braucht dringend frische Zeitsoldaten, um die Verluste an der Front in der Ukraine auszugleichen. Für technikaffine junge Leute gibt es deshalb die Möglichkeit, als Drohnenpilot ausgebildet zu werden. Bisher wurden hauptsächlich junge Studenten, die über 18 Jahre alt waren, an den Hochschulen und Fachschulen gezielt angesprochen. In Wolgograd machen jetzt bereits einige Schulen Werbung zum Vertragsdienst als Drohnenpilot.
Spätestens mit 16 Jahren endet in Russland die Schulzeit, so auch in den beiden Sekundarschulen Nr. 57 und 83. in Wolgograd. Und doch fand sich auf den VKontakte-Seiten der beiden Schulen am 13. Februar 2026 eine Werbeanzeige für den Vertragsdienst in der russischen Armee, speziell als Drohnenpilot. Die Schule Nr. 57 hat die Anzeige inzwischen entfernt, auf den Seiten der Schule Nr. 83 ist die Anzeige immer noch zu finden.
Die Werbeanzeige der Schule Nr. 57, die Anzeige der Schule Nr. 83.
Kirill Dmitrijew ist der eigentliche Außenminister Russlands. Kirill wurde im Jahr 1975 in Kiew in der Ukraine geboren und war einer der ersten sowjetischen Austauschschüler in den USA. Dort erhielt er einen Universitätsabschluss und arbeitete anschließend als Investmentbanker in den USA und Europa. Im Jahr 2000 ging er zurück nach Russland und verwaltete große russische und ukrainische Vermögen. Aktuell ist er Wladimir Putins persönlicher Gesandter bei den Verhandlungen mit der Ukraine. Gute Ratschläge gibt er bei Twitter (X) gerne gratis. So schreibt er angesichts der Verwerfungen durch den US-amerikanischen Krieg gegen den Iran:
„Die EU warnt 15 JAHRE ZU SPÄT: Sie ist nicht auf einen „lang anhaltenden Energieschock“ vorbereitet. Die EU hat es versäumt, die Energieströme zu diversifizieren; sie ließ sich von russophober, grüner und woker Ideologie leiten. Immer noch nur Warnungen, keine wirklichen Lösungen. Nur Ideen: Preiserhöhungen an der Zapfsäule auf eine pro Tag begrenzen und Energieverbrauch senken.“
Kirill irrt wie meist, denn jene angeblich russophobe, grüne und woke Ideologie hat dazu geführt, dass Deutschland sich in Sachen Gas und Erdöl komplett von Russland unabhängig gemacht hat und nicht mehr erpressbar ist. Und zudem - je mehr grüne Energie in Deutschland selbst hergestellt wird, um so weniger sind wir von den aktuellen und zukünftigen Verwerfungen auf dem internationalen Energiemarkt abhängig.