15.05.2026 -- 210.406// Zuwachs zum 30.04.2026: 4.096

Danila Witaljewitsch, 18 Jahre
Vom kurzen Leben des Danila Witaljewitsch Lunew war nicht viel zu erfahren, eigentlich nicht mehr als auf dem Kreuz auf seinem Grab angegeben ist. Danila, geboren am 22. Mai 2006, getötet am 6. November 2024 im Krieg gegen die Ukraine. Danila stammte aus der Stadt Belowo, die im Kohlerevier Kussbass in der Region Kemerowo liegt.

Artem Welimirowitsch, 18 Jahre
Während seines Wehrdienstes wurde Artem davon "überzeugt", als Freiwilliger richtig viel Geld zu verdienen und in den Krieg gegen die Ukraine zu ziehen. Artem Welimirowitsch Chairetdinow, geboren am 16. März 2006, kam aus dem Dorf Meneuztamak in Baschkortostan. Er hatte Gas- und Elektroschweißer gelernt, musste danach seinen Wehrdienst antreten und unterschrieb im Mai 2024 sein eigenes Todesurteil. Am 25. Oktober wurde es vollzogen, am 21. November 24 wurde er begraben.

Dimitrij Sergejewitsch, 18 Jahre
Bereits im November 2023 suchten Angehörige nach Dimitrij Sergejewitsch Zatsepin. Dimitrij, geboren am 3. Februar 2005, kam aus der städtischenSiedlung Kuragino in der Region Krasnojarsk. Ein Jahr später widmete eine Freundin ihm ein Gedicht:
Wir haben dich geliebt, unser lieber Freund.
Es tut mir leid, wenn etwas nicht in Ordnung ist
Ohne dich in dieser Welt
Bitterkeit, Schmerz und Dunkelheit.
Wir werden uns an dein Lächeln erinnern
Und die Verschlagenheit in deinen blauen Augen...
Vergib uns jeden Fehler, den wir gemacht haben
Du bist für immer in unseren Herzen..

Wladislaw Alexandrowitsch, 20 Jahre
Der Bezirk Saragatsky berichtet über den Tod von Wladislaw Alexandrowitsch Tsoi, geboren am 05.06.2004:
In der Region Kursk starb unser Landsmann, der 2004 geborene Wehrpflichtige Wladislaw Alexandrowitsch Tsoi, während er eine Aufgabe zum Schutz der Staatsgrenze wahrnahm. Wir sprechen der Familie und den Freunden von Vladislav unser aufrichtiges Beileid für den Verlust aus, der sie erlitten hat.

Pawel Sergejewitsch, 18 Jahre
Suchmeldung vom 28.04.24: Ich bitte um Hilfe bei der Suche nach meinem Bruder Pawel Sergejewitsch Guriewski , (Rufzeichen „Bury“, viele nennen ihn „Malaja“), geboren am 08.09.2005 VCh16871 60. motorisiertes Gewehr, 2. Sturmbataillon, 6. Kompanie... Vertragssoldat.
Brach am 02.04.24 zur Basis auf und ist nicht zurückgekehrt... Seit dem 14.04.24 gilt er als vermisst...
Pawel Sergejewitsch Guriewski kam aus der Stadt Togutschin in der Oblast Nowosibirsk. Im November 24 wurde sein Tod festgestellt.

Sergej Andrejewitsch, 20 Jahre
Aus der Kleinstadt Belomorsk in Karelien zog Sergej Andrejewitsch Maslow in den Krieg gegen die Ukraine. Er wurde am 17. November begraben. Ljocha schreibt dazu in den Kommentaren: "Wir alle tragen die Schuld an seinem Tod und werden auch in Zukunft dafür verantwortlich sein!"

Arsen Rustamowitsch, 21 Jahre
Die Geschichte von Arsen Rustamowitsch Biktimirow haben wir schon viele Male erzählt. Arsen, aufgewachsen in einem Waisenhaus in dem großen Dorf Jazykowo in Baschkortostan, hatte nach Sozialfürsorge, Schule und landwirtschaftlicher Ausbildung nur bescheidene Perspektiven. So lockte das viele Geld und die geordneten Strukturen ihn zum Kriegsdienst. Im August 2024 schloss er einen Vertrag, am 15. November 24 wurde er beigesetzt.

Daniil Jurjewitsch, 20 Jahre
"Unser junger Kommandant, wir sind stolz auf dich!", schreibt Nadeschda unter den Nachruf seiner Schule. Daniil Jurjewitsch Iwanow, geboren am 10. August 2004, kam aus dem Dorf Lasch in der Region Kirow. Daniil hatte es beim Militär schnell zum Unterleutnant gebracht, am 28. Oktober 24 war seine Karriere beendet. Seine Schule, die sich "Schule der Träume und Freude" nennt, legte für Daniil eine Schweigeminute ein.

Igor Jurjewitsch, 19 Jahre
Was Igor Jurjewitsch Makejew, geboren am 1. Dezember 2004,verbrochen hat, wissen wir nicht. Er saß in der Untersuchungshaft in der Stadt Tula, als ihm angeboten wurde: Verurteilung und Lagerhaft oder Sturm-V Militärvertrag und nach dem Krieg Freiheit. Er hat die falsche Entscheidung getroffen. Ende Juni 24 ging beim Sturm auf die ukrainische Stadt Makijiwka der Kontakt zu ihm verloren, am 13. November 24 wurde er bestattet.
Danil Sergejewitsch, 19 Jahre
"Mein Bruder!!! Herr, warum brauchen wir das alles?!", schrieb ein Freund zum Tod von Danil Sergejewitsch Mysgin und stellte damit die richtige Frage. Daniel, geboren am 26.05.2005 aus der Stadt Topki in der Region Kemerowo, hat den Krieg nicht überlebt und wurde am 2. Oktober 24 getötet. Des Geldes wegen hat er sich in der Stadt Uljanowsk beim Militär eingeschrieben. Das braucht er jetzt nicht mehr und sein neues Schwalbe-Fahrrad will der Freund an Freiwillige verschenken.

Dmitri Gabitow, 19 Jahre
Ob Dimitri seinen 19. Geburtstag erlebt hat, bleibt unbekannt, sein Todesdatum wurde nicht angegeben. Dimitri Gabitow, geboren am 19. September 2005, kam aus der Stadt Schachtjorsk auf der Insel Sachalin. Wie der Name schon sagt, lebte die Stadt vom Kohlebergbau. Doch das letzte Bergwerk wurde 2017 geschlossen und die Bevölkerung hat sich seit 1989 halbiert. Kein Wunder, dass junge Menschen ihre Perspektive im Krieg suchen, die Heimat hat wenig zu bieten. Dimitri wurde am 20. November 24 in Schachtjorsk begraben.

Unterleutnant Michail Jurjewitsch, 20 Jahre
Viele Informationen gibt es über den jungen Offizier nicht. Michail Jurjewitsch Andrejew, geboren am 26.06.2004, stammte aus der städtischen Siedlung Swetscha in der Oblast Kirow, die aus einem Bahnhof an der Transsibirischen Eisenbahn heraus entstanden ist. Er war wohl schnell an die Front kommandiert worden, weil es an Offizieren in der russischen Armee mangelt. Da nimmt man auch nicht fertig ausgebildete Leutnantanwärter. Er starb an einer Verwundung am 8. September 2024.

Kirill Denisowitsch, 20 Jahre
Am 31.10.24 schrieb Elvira Tschistjakowa aus der Stadt Wotkinsk in Udmurtien zu obigem Foto: "4 Monate, wo bist du, mein Junge! Wann wird diese Hölle enden?!" Eine Woche später hatte sie dann Gewissheit. Ihr Sohn Kirill Denisowitsch Syzrantsew, geboren am 11.04.2004, war im russischen Krieg gegen die Ukraine getötet worden. Am 12. November 24 wurde er begraben.

Maxim Witaljewitsch, 21 Jahre
Ab Juni 2022 leistete Maxim Witaljewitsch Scheybo seinen Wehrdienst ab und wäre ein Jahr später wieder in seiner Heimatstadt Neftekamsk in Baschkirien gewesen. Aber Maxim ließ sich bereits im September zum Vertragsdienst überreden, obwohl ihm zu diesem Zeitpunkt die Realitäten im Krieg gegen die Ukraine bekannt sein mussten. Am 25. Juli 24 wäre Maxim "heldenhaft" gestorben, heißt es im Nachruf der Stadt Neftekamsk.
Kirill Antonowitsch, 20 Jahre
Kursk war sein Schicksal könnte man auch zum Tod von Kirill Antonowitsch Mezentzew titeln. Kirill war ein junger Wehrpflichtiger, geboren am 24.04.2004, der aus der Stadt Syktywkar, der Hauptstadt der Republik Komi, stammte. Auch Kirill wurde in den Kampf geworfen, als ukrainische Truppen das Gebiet besetzten und wurde vermutlich nach dem 6. August 2024 getötet.

Danil Ruslanowitsch, 18 Jahre
Danil Ruslanowitsch Chismatulin, geboren am 10. Mai 2006, stammte aus der an der Wolga gelegenen Stadt Wolschsk in der Republik Mari El. Er kam aus einem mittelständischen Elternhaus, war nach seinem Status ein Computer-Zocker, aber all das erklärt nicht warum er in den Krieg zog. "Selbst wenn du mir in die Augen schaust, wirst du nicht die Wahrheit sehen," war sein Motto auf VKontakte. Die Wahrheit ist, Danil ist tot - getötet im Krieg und begraben am 4.11.24.

Rail Rustamowitsch, jünger als 22 Jahre
"Ich werde dich vor der Einsamkeit retten. Aber ich weiß nicht, wie ich mich selbst retten kann," war das Motto von Rail Rustamowitsch Abzaletdinow in seinem VKontakte-Status. Wahrscheinlich wurde er am 20. März 2003 im kleinen baschkirischen Dorf Vesjoly geboren, in der Schule war er gut und hatte ansonsten altersgemäße Laster (Rauchen, Alkohol). Sein Entschluss seine Rettung beim Militär zu suchen, ging erwatungsgemäß schief. Am 1. November 24 wurde er begraben.
Wadim Wjatscheslawowitsch, 19 Jahre
Es ist ein weiter Weg von der Halbinsel Kamtschatka in den Krieg in der Ukraine. Für Wadim Wjatscheslawowitsch Wuvuvier, geboren am 11.11.2004, war der Weg noch ein ganzes Stück weiter. Er kam aus dem Dorf Atschaiwajam im Norden Kamtschatkas. Im Dorf lebten 2021 gerade mal 344 Menschen, dabei ist die Fläche des Dorfes größer als die von Berlin und sowieso kann man Atschaiwajam nur aus der Luft erreichen. Wadim leistete Wehrdienst, wurde zum Vertragsdienst überredet und am 23.09.24 in der Ukraine getötet. Zurück blieb eine sehr junge Mutter mit ihrem Kleinkind.
Willi, 20 Jahre
Aus Solikamsk, einer größeren Stadt in der Region Perm. kam Willi Karsten. Auf Grund des Namens kann man eine russlanddeutsche Herkunft sicher annehmen. Den Rest muss man sich aus Andeutungen zusammenreimen.
Willi, geboren am 13. Februar 2003, hat während oder direkt im Anschluss an seinen Wehrdienst einen Vertrag mit dem Militär abgeschlossen. Weihnachten 2023 hatte er bereits 9 Monate gedient und hätte im April 2023 das Militär hinter sich gelassen. Stattdessen wurde Willi am 14.Oktober 23 getötet.
Dann brauchte sein Körper ein Jahr, bis er in seiner Heimat bestattet wurde. Warum seine Mutter ein Foto eines unbesiegbaren Willi mit zwei Maschinenpistolen in der Hand auf dem Grab postiert hat, bleibt ihr Geheimnis.

Danil Valeriewitsch, 21 Jahre
Danil Valeriwitsch Ruban, 01.11.2002 – 17.10.2024, lebte in Sewastopolauf der Krim. Seine Mutter stammt aus der Stadt Kreminna in der ukrainischen Region Luhansk. Warum sie ihren Sohnemann in den Krieg ziehen ließ, geht aus ihrem Profil nicht hervor. Zum Abschied schreibt sie ein Gedicht:
Du bist erst 21 Jahre alt.
Ich werde dich nicht an deiner Türschwelle treffen...
Du bist für immer weg, allein!
Du bist nicht mehr mein Sohn, sondern der von Gott!

Wie veruntreut man Forschungsgelder? Dimitri hat es vorgemacht. Man beantragt Fördermittel beim Staat und gibt die gewährten Mittel selbst aus. Als Ergebnis reicht man dann die Arbeiten anderer Wissenschaftler ein, die man vorher einfach umgeschrieben hat. Beteiligt waren an diesem Betrug der Rektor der Polytechnischen Universität Omsk, Dmitri Pawlowitsch Maewski, die ehemalige Professorin für Außenbeziehungen und Jugendpolitik, Alexandra Kosulina, und der Professor Wladislaw Ratscheki. Im Oktober 2024 wurden alle drei zu Bewährungs- und zusätzlichen Geldstrafen verurteilt, zudem mussten sie Schadensersatz leisten.
Der jetzt ehemalige Rektor Dimitri Maewski, geboren am 03.09.1974, wollte sich mit der Tötung von Ukrainern refinanzieren und zog in den Krieg. Am 16.10.2025 wurde er selbst getötet.

Nachdem die Aufmerksamkeit zu unseren Veröffentlichungen wächst, eine kurze Information zu OskarMaria.
Unter diesem Pseudonym war der Initiator im Internet seit über 25 Jahren recht unregelmäßig präsent. Ab dem Jahr 2014 hat er hier über die Situation in den von Russland besetzten Gebieten des Donbass geschrieben. Als einer der ersten Journalisten überhaupt informierte er über die damals neu gegründete Gruppe Wagner.
Beruflich war er seit den 80-iger Jahren Geschäftsführer von diversen Medienunternehmen im Printbereich. Jetzt im Ruhestand, Kinder erwachsen, bleibt etwas mehr Zeit, die gesammelten Erfahrungen zusammen mit wenigen Mitstreitern für dieses Projekt zu nutzen.
Nachtrag: OskarMaria– das ist eine kleine Verbeugung vor dem beinahe vergessenen Schriftsteller Oskar Maria Graf. In Zeiten der Bücherverbrennungen wurden seine Werke von den Nazis verschont, ja sogar teilweise empfohlen. „Verbrennt mich!“ schrieb er 1933 in der Wiener Arbeiterzeitung, „nach meinem ganzen Leben und nach meinem ganzen Schreiben habe ich das Recht, zu verlangen, dass meine Bücher der reinen Flamme des Scheiterhaufens überantwortet werden und nicht in die blutigen Hände und die verdorbenen Hirne der braunen Mordbanden gelangen!“ Schließlich floh er in die USA – dort lebte er in bescheidenen Verhältnissen. Deutschland wollte den unbequemen Mann nach dem Krieg nicht wieder haben. Er starb 1967 in New York.
Literaturempfehlung: Wir sind Gefangene - Autobiograhie 1927.
Das WZIOM ist ein staatliches Meinungsforschungsinstitut in Russland, das größte seiner Art im Land. Es veröffentlicht regelmäßig Untersuchungen über die Beliebtheitswerte des Präsidenten, der russischen Regierung und der Stimmung im Land. Im April 26 berichtete das Institut, dass die Zustimmungswerte zur Amtsführung des Präsidenten auf 65,6% gefallen wäre. Dem Ministerpräsidenten und seine Regierung bescheinigte das Institut Zustimmungswerte von 44,3%, bzw. 39,7%. Für eine deutsche Regierung wären das beruhigende Werte, im autoritären Staat Russland geht so etwas nicht.
Im Mai 2026 änderte WZIOM dann die Methodik - und siehe da, die Werte für Putin wurden besser. Zitat:
Laut den Ergebnissen einer gemeinsamen Umfrage unter Russen lag die Zustimmungsrate für die Leistung des Präsidenten im Zeitraum vom 4. Mai bis 10. Mai 2026 bei 66,8 %. Die positive Bewertung der Arbeit des Premierministers und der russischen Regierung in der vergangenen Woche betrug 42,2 % bzw. 38,9 %.
Damit kann Präsident Putin ganz gut leben und alle aktuellen politischen Probleme an seine Regierung adressieren.
Damit alles passt, hat WZIOM diesmal seine Methodik verändert. Statt einer reinen Telefonbefragung der Bürger, ist man jetzt zusätzlich von Haustüre zu Haustüre gegangen und hat die Menschen direkt angesprochen.
Frage an unsere Leser: Würden Sie in einem autoritären Staat eine ehrliche Antwort geben, wenn ein Unbekannter vor ihrer Tür steht und Sie nach Ihrer Meinung zum Präsidenten befragt? Auch wenn der Frager versichern würde, alles bliebe anonym?
Jeder deutsche Bundeskanzler wäre glücklich und froh, wenn er die Zustimmungswerte des russischen Präsidenten auch nur annähernd erreichen könnte. Die lagen seit Beginn des Angriffskrieges stabil bei über 80% in der russischen Bevölkerung.
Doch Unruhe kommt auf, das einzig verbliebene, unabhängige russische Meinungsforschungsinstitut, das Lewada-Zentrum, berichtet von ihrer letzten Umfrage vom 30.04.26:
Die Zustimmungswerte für Wladimir Putin als Präsident lagen im April 2026 bei 79 Prozent und sind in den vergangenen sechs Monaten kontinuierlich gesunken – um 8 Prozentpunkte seit September 2025. 16 Prozent der Befragten missbilligen die Amtsführung des Präsidenten (ein Anstieg um 5 Prozentpunkte seit September 2025). Dies ist das erste Mal seit Herbst 2022, dass dieser Wert unter 80 Prozent gefallen ist.
Am 9. Mai feierte ganz Russland den Tag des Sieges über Nazideutschland. Aus Sicherheitsgründen wurden landesweit die Massenveranstaltungen mit Militärparaden und schwerem Gerät abgesagt. Doch kleinere Paraden fanden statt, häufig mit Bezug auf den Krieg gegen die Ukraine.
„Gesucht wird Valentin Michailowitsch Kulikow, geboren am 22.03.2007. Militäreinheit 75281. Er ging am 09.06.2025 in Redkodub auf Patrouille. Ab dem 11.06.2025 wurde er vermisst. Von der Einheit wurde berichtet, dass die Gruppe unter einen Mörserbeschuss geraten sei und die Soldaten sich zur Erhaltung der Truppe zerstreut hätten. Seine Mutter sucht nach ihm. Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder er ist gefangen oder er liegt in einem Buschversteck. Dort herrscht eine Temperatur von 40 Grad.“ Telegram vom 11.08.25 (Kopie).
Inzwischen wissen wir aus dem russischen Erbschaftsregister, dass Valentin am 11. Juni 2025 getötet wurde. Ein Foto und weitere Informationen haben wir nicht gefunden.
Was wir aber sicher wissen: Valentin wurde am 22.03.2025 18 Jahre alt. Erst danach konnte er einen Vertrag mit dem russischen Militär abschließen. Und militärische Vorkenntnisse hatte er auch nicht. 81 Tage oder nicht ganz drei Monate nach seinem 18. Geburtstag wurde Valentin an der Front verheizt.
Am 30. April begeht Russland zum ersten Mal den Tag der indigenen Völker. Vor Vertretern verschiedener Ethnien erklärt Wladimir Putin:
In der Russischen Föderation leben 47 indigene Völker. Jedes von ihnen ist ein integraler Bestandteil des Landes und seiner unverwechselbaren Vielfalt und trägt zudem einzigartige Bräuche, kulturelle Codes und nationale Eigenheiten. Jede ethnische Gruppe innerhalb der brüderlichen Völkerfamilie Russlands stellt das gemeinsame Erbe des Landes dar. Dessen Erhaltung, Wachstum und Wohlergehen bedeuten unmittelbar die Erhaltung und das Wachstum des gesamten multinationalen Volkes Russlands.
Perm - das ist die östlichste Millionenstadt in Europa und Hauptstadt der gleichlautenden Oblast. Ukrainische Langstreckendrohnen haben in der Nacht zum 29. April 2026 Rohöl verarbeitende Anlagen in der Stadt in Brand gesetzt. Eine riesige schwarze Rauchsäule steigt seither zum Himmel.
Der Gouverneur der Region, Dimitri Machonin, gibt Entwarnung: „Die Schadstoffwerte liegen im Normbereich und stellen keine Gefahr für die Einwohner von Perm dar.“ Im Bericht des Internetmediums 59.RU geht es in den Kommentaren hoch her. Einige Beispiele:
Oleg Jurjewitsch Kasantsew, 39 Jahre alt
Status: Verstorben
Geburtsdatum: 12.07.1986
Todesdatum: 20.08.2025 (Beerdigung: 2026)
Geburtsort: Siedlung Aichalsky, Bezirk Mirny
Todesort: Siedlung Poddubnoe, Bezirk Velikonowoselsky, Region Donezk
Dienstart: Vertragsdienst seit Juli 2025
Friedlicher Beruf: Arbeitet im Aichalsky Bergbau- und Aufbereitungskombinat
Originalmeldung Telegramkanal „Die Toten aus der Republik Sacha (Jakutien)“ vom 19.03.26
Am 17. April wurde der Vater des 43-jährigen christlichen Bloggers Vegan Christoljub Boschij (Foto links bei einer Anti-Kriegsdemonstration) informiert, dass er die Leiche seines Sohnes aus einer Strafkolonie in der Oblast Woronesch abholen könne. Sein Sohn hätte sich in seiner Zelle erhängt. Seine Familie hält einen Selbstmord für unwahrscheinlich: „Seinen religiösen Überzeugungen zufolge ist das eine Sünde“, sagten sie.
Vegan, der bürgerlich mal Dimitrij Kusnetzow hieß, war bekennender Christ, Kriegsgegner und Veganer. Er hatte sich in YouTube-Videos kritisch zur Rolle der Sowjetunion im 2. Weltkrieg geäußert und meinte zudem, dass der Islam nicht als Religion der Gewaltlosigkeit betrachtet werden sollte. Dafür bekam Vegan drei Jahre Haft in einer Strafkolonie.
Vegan war allerdings alles andere als ein weltabgewandter christlicher Fundamentalist, wie auch seine Einschätzung des russischen Präsidenten zeigt:
„Seit 25 Jahren regiert das Land ein verrückter, alter Geheimdienstler, der längst kein heimlicher, sondern ein offenkundiger Menschenfresser geworden ist, dessen jedes Wort per Definition eine Lüge ist. Polen hat Hitler 1939 dazu gezwungen, es anzugreifen.... Wir bedrohen niemanden, wir brauchen keine fremden Länder, Wehrpflichtige kämpfen nicht (im Krieg gegen die Ukraine, Red.), es wird keine Mobilmachung geben, ‚sie sind nicht da‘. Wir brauchen die Krim nicht, ich werde das Rentenalter nicht anheben, sie ist untergegangen (Flaggschiff Moskwa, Red.), ich werde die Verfassung nicht ändern, ich werde nicht für eine dritte Amtszeit kandidieren, ich werde mich nicht an der Macht festklammern und so weiter, man könnte die Liste noch sehr lange fortsetzen. Nur in einer Sache hat er nicht gelogen, nämlich als er sagte, ich zitiere RIA Novosti vom 12. 2. 2004: „Wenn man sieben Jahre lang so als Präsident arbeitet, kann man den Verstand verlieren.“