31.03.2026 -- 199.201// Zuwachs zum 28.02.2026: 8.227

Nikita Igorewitsch, 21 Jahre
Am 6. September 2024 fand in der Stadt Bachtschyssaraj in der Ehrengasse des dortigen Friedhofs eine Abschiedszeremonie für Nikita Igorewitsch Maneschin statt. Nikita wurde am 4. Mai 2003 geboren, hatte einen kompletten Schulabschluss und Elektriker gelernt. Arbeit bekam er danach in der Landwirtschaft. 2022 trat er den Wehrdienst in der russischen Armee an und wurde dort zum Vertragsdienst überzeugt, der am 17. August 24 für ihn tödlich endete. Dabei war Nikita eigentlich Ukrainer, Bachtschyssaraj ist eine Stadt im Süden der Krim und ehemaige Hauptstadt des Khanat Krim.

Pjotr Nikolajewitsch, 23 Jahre
Balagansk ist eine stadtähnliche Siedlung in der Oblast Irkutsk mit etwa 3.800 Bewohnern. Ende der 50-iger Jahre musste der Ort umziehen, da ein Stausee die Ansiedlung überflutete. Heute hat die Ortsverwaltung unerträgliche Schmerzen, wie sie schreibt. Sie musste den Tod von Pjotr Nikolajewitsch Juwtschenko bekannt geben. Pjotr, geboren am 7. Januar 2001, hatte eine Fachschule im Ort erfolgreich abgeschlossen. Warum er in den Krieg zog, verriet die Ortsverwaltung nicht. Am 14. Juni 24 unterzeichnete er den Vertrag, am 19. August 24 ereilte ihn der erwartbare Tod.

Ai-Huler, 18 Jahre
Ai-Huler Tumen-Olzejewitsch Tumat , geboren am 7. Juli 2005 aus der Republik Tuwa, war ein junger Wehrpflichtiger, der zur Grenzsicherung in der Region Belgorod eingesetzt wurde. Er hätte dort niemals anwesend sein dürfen, denn in dieser Grenzregion gibt es andauernd Gefechte zwischen Russland und der Ukraine. Am 9. November 2023 wurde Ai-Huler getötet.

Kirill Aleksandrowitsich, 20 Jahre
Es ist ein Graus mit jenen zusammengeschummelten Lebensläufen. Da haben wir Kirill Alexandrowitsch Nowikow, geboren am 8. April 2004, getötet am 29. August 24. Das dürfte so stimmen. Am 12. Juli 24 unterschrieb Kirill einen Vertrag, aber sicher nicht "weil er nicht tatenlos zusehen konnte, wenn das Leben von Menschen durch Feinde in Gefahr wäre", wie in einem Kommentar zu lesen stand. Und Kirill war mit seinen 20 Jahren und keiner militärischen Ausbildung auch sicher nicht "leitender Vorarbeiter der Panzerreparaturabteilung des Panzerreparaturzuges", wie der Nachruf schreibt. Wahrscheinlich ist eher, Kirill hatte keine Berufsperspektive, weil nichts gelernt und war auf den schnellen Rubel aus.

Wladimir Aleksejewitsch, 20 Jahre
"Wladimir Aleksejewitsch Garetow, geboren am 03.09.2003. Er starb am 23. August 2024 allein und gab seiner Heimat etwas zurück, beschützte unser Leben und sorgte für einen klaren Himmel über unseren Köpfen," schrieb seine Schwester Arina. Wladimir und Arina stammen aus Meleus, einer Stadt in Baschkirien mit etwa 60.000 Einwohnern.
Igor, 21 Jahre
Igor Antipow wurde am 24. April 2003 in Wereschtschagino in der Region Perm geboren, schloss die Schule ab, besuchte eine multidisziplinäre technische Schule und erhielt eine Ausbildung als Ofenbauer. Da war sein Einsatz als Drohnenpilot in einer russischen Sturmabteilung spannender und besser bezahlt. Doch im Gegensatz zu Computerspielen hat man im Krieg nur ein Leben und das endete für Igor am 10. August 24.

Amir, 18 Jahre
Amir Alexandrowitsch Sat, geboren am 11.09.2005, getötet am 15.08.2024, kam aus der tuwinischen Hauptstadt Kysyl. "Schon in jungen Jahren war unser Sohn fleißig im Lernen, enthusiastisch und temperamentvoll. Sein Weggang von uns in so jungen Jahren ist ein unwiederbringlicher Verlust für seine Lieben", heißt es in seinem Nachruf.

Artur Walerjewitsch, 20 Jahre
"Mein lieber Sohn, schlaf gut, weiche Wolken für dich", schrieb Swetlana Scherstjuk aus Birobidschan in der Jüdischen Autonomen Oblast am 30. August 24, nachdem sie über den Tod ihres Sohnes benachrichtigt wurde. Die Zeit der Ungewissheit war damit vorbei, schon zwei Monate zuvor hatte sie nach Artur im Internet gesucht. Artur Walerjewitsch Scherstjuk, geboren am 08.07.2003, hatte sich seit Mitte Mai nicht mehr gemeldet. Warum er im Krieg gelandet war, konnten wir den wenigen Meldungen nicht entnehmen.

Albert, 20 Jahre
Einen wirklich dummen Nachruf hat die ehemalige Schule von Albert verfasst: "Nachdem Albert seine Militärpflicht ehrenhaft erfüllt hatte, blieb er für immer zwanzig Jahre alt." Nein, Albert hat nicht das ewige Leben erhalten, sondern einen viel zu frühen Tod in einem verbrecherischen Krieg. Albert Ildusowitsch Ischmakow kam aus der Stadt Barysch in der Oblast Uljanowsk. Er wurde am 4. August 24 getötet und am 31. August in seiner Heimatstadt nach muslimischem Ritus begraben.

Eric, 21 Jahre
Wir mussten schon hartnäckig suchen, um ein paar Details über Eric Schutjew zu finden. Eric wurde am 11. Juni 2003 geboren und kam aus der Stadt Mzensk in der Region Orjol. Seine hübsche Freundin Polina hat seinen Tod im Krieg gegen die Ukraine öffentlich gemacht. In seinem VKontakte-Profil sieht man ihn irgendwo im Kriegsgebiet. Aber warum Eric in den Krieg gezogen ist, blieb uns unbekannt.
Michail, 22 Jahre
Michail Wantschuk, geboren am 5. Juni 2002, kam aus der Hauptstadt Juschno-Sachalinsk der Insel Sachalin, also aus dem östlichsten Teil Russlands. Der Gouverneur Limarenko hat seinen Tod vermeldet, aber wie üblich keine persönlichen Informationen beigefügt. Am 25. Juni 24 hat Michail das Foto in seinem Status gestellt, am 8. August 24 wurde er im Krieg getötet. Wir können uns vorstellen, dass er auch zu den Opfern jenes HIMARS-Angiffs in der Region Kursk gehörte.

Wassili Wassiljewitsch, 22 Jahre
Nur eine Schotterstraße führt in das Dorf Koo im Bezirk Ulaganski in der Republik Altai. Im Dorf lebten im Jahr 2016 nur 236 Personen. Einer davon war Wassili Wassiljewitsch Jadomykow, der dort am 5. April 2002 geboren wurde. Er hatte den Beruf eines Traktorfahrers erlernt, doch während des Wehrdienstes ließ er sich zu einem anschließenden Vertragsdienst überzeugen. Im Juni musste er ins Kriegsgebiet, am 14. Juli wurde er in der ukrainischen Stadt Woltschansk getötet.
Stepan, 23 Jahre
Nachname, Vorname, Patronym: Kaigorodow Stepan Viktorowitsch
Geburtsdatum: 30. Juli 2000
Einberufen aus: Region Pensa, Nischni Lomow
Zuletzt kontaktiert: 4. Juni 24
Militäreinheit: 3 Penza-Formation (3. Regiment), 2 Kompanie, 4 Zug
Abzeichen (Personennummer): UK-665226
Besondere Merkmale: Kleiner Chip am linken mittleren Schneidezahn
Suchanfrage vom 20.06.24, am 2. September wurde sein Tod gemeldet.

Wladislaw Aleksejewitsch, 19 Jahre
Seine Freundin Swetlana hat ab dem 13. August 24 nach Wladislaw öffentlich gesucht, am 26. August hatte sie Gewissheit, dass ihr Freund in der russischen Region Kursk getötet wurde. Wladislaw Aleksejewitsch Nametkin wurde am 17. November 2004 in der russischen Teilrepublik Komi geboren. Gelebt hat er - vielleicht - in Ulan-Ude in Burjatien, denn von dort kam die Meldung über seinen Tod. Bei Swetlana können wir nicht nachfragen - ihr Account bei VKontakte ist inzwischen gesperrt. Auch Wladislaw hätte als Wehrdienstleistender niemals am Krieg gegen die Ukraine teilnehmen dürfen.

Samir Chertekowitsch, 20 Jahre
Samir Chertekowitsch Kuular, geboren am 17. August 2004 aus der russischen Teilrepublik Tuwa, war gerade 20 Jahre alt geworden, als er am 23. August 24 in der Ukraine getötetet wurde. "Unser geliebter Mann, der geliebte Sohn seiner Mutter, der Sohn seiner Großmutter, die Hoffnung seines Bruders, der Stolz seiner Schwestern, der Onkel seines Onkels, der starke Unterstützer seiner Frau, der Vater seiner Tochter...," heißt es im Nachruf.

Wsewolod, 19 Jahre
Über Wsewolod Jurjewitsch Dawletchanow wissen wir so gut wie nichts. Er wurde am 18. Januar 2005 geboren und kam aus Nasarowo, einer Stadt in der sibirischen Region Krasnojarsk. Gemeldet hat seinen Tod Rita Dawletchanowa am 25. August 24, von der wir annehmen, dass sie mit Wsewolod verheiratet war. Einem Foto nach zu urteilen, hatte die junge Frau im April dieses Jahres ein gemeinsames Kind geboren.
Dinijil, 20 Jahre
Bei einem Besuch des Chochrjakowsky-Friedhofs in Ischewsk, der Hauptstadt von Udmurtien, wurde das Grab eines bisher unbekannten Kriegsopfers gefunden. Pawel Alexejewitsch Sedow liegt dort begraben, geboren am 1. Juni 2005 und getötet am 8. Juli 2024 - also gerade mal 19 Jahre alt. Das Foto am Grab zeigt einen etwas pummeligen jungen Mann, dazu passt auch die Packung Snickers, die irgend jemand dazu gelegt hat.
Dinijil, 20 Jahre
Mit Sonnenbrille, Schlapphut und zwei Scharfschützengewehren mit Schalldämpfer lässt sich ganz cool für die Freundinnen und Freunde zuhause posieren, meinte wohl Dinijil Nikolajewitsch Ermolin, als jenes Foto entstand. Danijil, geboren am 27. November 2003 kam aus der Stadt Nischneudinsk in der Region Irkutsk. Jetzt ist der junge Mann ganz cool, nämlich richtig kalt, getötet am 10. August 2024.

Alexej Viktorowitsch, 22 Jahre
Alexej Viktorowitsch Poludnitsyn, geboren am 11. August 2001, ist in der Stadt Kirs in der Region Kirow aufgewachsen. Alexej hatte eine Ausbildung zum KFZ-Mechaniker abgeschlossen und verpflichtete sich im Anschluss beim Militär. Zuerst war er im fernen Osten auf der Insel Sachalin stationiert, im Januar 23 musste er an die Front in den Donbass. Bei einem Raketenangriff am 28.07. wurde er scher verletzt, gestorben im Krankenhaus am 7. August 24.

Anton Walerjewitsch, 21 Jahre
Anton Walerjewitsch Nikitin, geboren am 12.04.2003, kam aus dem Dorf Kriwojar (ca. 1.000 Bewohner) in der Region Saratow. Er hätte sich beim Militär vertraglich verpflichtet, schreibt der Bezirksvorsteher. Die genauen Umstände nannte er nicht, dafür Antons vorgebliche Beweggründe: "In schwierigen Zeiten für das Land blieb Anton Valerievich nicht stehen und schloss einen Vertrag zum Schutz seiner Familie und Freunde."

In ein paar Sätzen kann man die Lebensgeschichte von Nikolai Petrowitsch Pychtin kaum erzählen. Nikolai, 51 Jahre, arbeitete als Schuhmacher für Bedürftige in der Stadt Tscheremchowo, etwa 75 km von Irkutsk entfernt. Hinter ihm lag eine Haftstrafe wegen Mordes und Raubes von 11 Jahren. Nach der Entlassung gab er an, er hätte zu Gott gefunden, änderte seinen Namen in „Geschenk Gottes (Dar Bog)“ und eröffnete eine Werkstatt zur Reparatur von Schuhen für Arme, Behinderte und Obdachlose. Im Winter konnten Obdachlose auch dort schlafen. Im Oktober 2023 unterzeichnete er freiwillig einen Vertrag und zog in den Krieg in die Ukraine. Nikolai sagte, als Christ müsse er dort sein, wo die Not am größten sei. Am 4. Juli 2025 wurde er getötet.

Nachdem die Aufmerksamkeit zu unseren Veröffentlichungen wächst, eine kurze Information zu OskarMaria.
Unter diesem Pseudonym war der Initiator im Internet seit über 25 Jahren recht unregelmäßig präsent. Ab dem Jahr 2014 hat er hier über die Situation in den von Russland besetzten Gebieten des Donbass geschrieben. Als einer der ersten Journalisten überhaupt informierte er über die damals neu gegründete Gruppe Wagner.
Beruflich war er seit den 80-iger Jahren Geschäftsführer von diversen Medienunternehmen im Printbereich. Jetzt im Ruhestand, Kinder erwachsen, bleibt etwas mehr Zeit, die gesammelten Erfahrungen zusammen mit wenigen Mitstreitern für dieses Projekt zu nutzen.
Nachtrag: OskarMaria– das ist eine kleine Verbeugung vor dem beinahe vergessenen Schriftsteller Oskar Maria Graf. In Zeiten der Bücherverbrennungen wurden seine Werke von den Nazis verschont, ja sogar teilweise empfohlen. „Verbrennt mich!“ schrieb er 1933 in der Wiener Arbeiterzeitung, „nach meinem ganzen Leben und nach meinem ganzen Schreiben habe ich das Recht, zu verlangen, dass meine Bücher der reinen Flamme des Scheiterhaufens überantwortet werden und nicht in die blutigen Hände und die verdorbenen Hirne der braunen Mordbanden gelangen!“ Schließlich floh er in die USA – dort lebte er in bescheidenen Verhältnissen. Deutschland wollte den unbequemen Mann nach dem Krieg nicht wieder haben. Er starb 1967 in New York.
Literaturempfehlung: Wir sind Gefangene - Autobiograhie 1927.
Überall in Russland wird Werbung für den Vertragsdienst beim russischen Militär geschaltet, denn Russland benötigt jeden Monat mehr als 30.000 frische Soldaten, um die Verluste an Verletzten und getöteten Soldaten an der Front in der Ukraine wieder wett zu machen. Die in den Anzeigen ausgelobten Beträge sind häufig reine Fiktion, sie entsprechen nicht den Vertragsbedingungen. Die hohen Summen bei Vertragsunterzeichnung gibt es nur in wenigen Regionen, der angegebene monatliche Verdienst wird nur dann bezahlt, wenn man an vorderster Front bei den Sturmtruppen aktiv ist. Ist der Soldat verletzt und befindet sich in Behandlung wird nur ein Bruchteil bezahlt. Zudem stellt die Armee nur eine bescheidene Ausrüstung, Schutzwesten, Brillen, Handschuhe usw müssen die Soldaten selbst bezahlen. Auch die Kommandeure verlangen einen großen Obolus für die Regimentskasse, weil sonst der Nachschub nicht gewährleistet wird.
Aktuell ist eine Anzeige aufgetaucht, die 17,5 Millionen Rubel für eine Vertragsunterzeichnung verspricht. 17,5 Millionen Rubel sind umgerechnet knapp 200.000 €, kaufkraftbereinigt sogar noch deutlich mehr. Bei solchen Summen kann man schon mal schwach werden und das Risiko eines Vertragsdienstes auf sich nehmen. Bei einem genaueren Blick auf die Details erfährt der Soldat, dass die vielen Rubel nur dann rollen, wenn er -vertragsgemäß- tot von der Front nach Hause kommt. Ein kriegsunterstützender Telegram-Kanal schreibt zur Anzeige: „In der Werbung wird der jährliche Verdienst zusammen mit der Sterbegeldversicherung angegeben. Könnte jemand Verantwortlicher diesen Werbetreibenden endlich eine Abfuhr erteilen?“
Innokentij Konstantinowitsch Rojew (Rufzeichen „Max“), 41 Jahre
Status: Gefallen
Geburtsdatum: 11.04.1984
Todesdatum: 08.08.2025
Geburtsort: Dorf Neryuktayinsk-1, Ulus Olekminsky
Sterbeort: Unbekannt
Dienstart: Zeitdienst seit Sommer 2025
Kinder (Anzahl): 3
Zivilberuf: Förster
Wohnte in: Pokrowsk, Hangalasski Ulus
Originalnachricht des Telegram-Kanals „Die Toten der Republik Sacha“
Den Medien in Russland ist es verboten, über die Resultate ukrainischer Drohnenangriffe zu berichten. Es werden deshalb ausschließlich Erfolgsmeldungen veröffentlicht - wie zum Beispiel „42 Drohnen abgeschossen“. In der Nacht vom 3. auf 4. April 2026 gab es einen ukrainischen Drohnenangriff auf ein Chemiewerk in der Stadt Toljatti in der Region Samara. Um etwas über die Stimmung unter der Bevölkerung zu erfahren, lohnt es sich, die Kommentare zu den Presseberichten zu lesen:
Das russische Militär braucht dringend frische Zeitsoldaten, um die Verluste an der Front in der Ukraine auszugleichen. Für technikaffine junge Leute gibt es deshalb die Möglichkeit, als Drohnenpilot ausgebildet zu werden. Bisher wurden hauptsächlich junge Studenten, die über 18 Jahre alt waren, an den Hochschulen und Fachschulen gezielt angesprochen. In Wolgograd machen jetzt bereits einige Schulen Werbung zum Vertragsdienst als Drohnenpilot.
Spätestens mit 16 Jahren endet in Russland die Schulzeit, so auch in den beiden Sekundarschulen Nr. 57 und 83. in Wolgograd. Und doch fand sich auf den VKontakte-Seiten der beiden Schulen am 13. Februar 2026 eine Werbeanzeige für den Vertragsdienst in der russischen Armee, speziell als Drohnenpilot. Die Schule Nr. 57 hat die Anzeige inzwischen entfernt, auf den Seiten der Schule Nr. 83 ist die Anzeige immer noch zu finden.
Die Werbeanzeige der Schule Nr. 57, die Anzeige der Schule Nr. 83.
Kirill Dmitrijew ist der eigentliche Außenminister Russlands. Kirill wurde im Jahr 1975 in Kiew in der Ukraine geboren und war einer der ersten sowjetischen Austauschschüler in den USA. Dort erhielt er einen Universitätsabschluss und arbeitete anschließend als Investmentbanker in den USA und Europa. Im Jahr 2000 ging er zurück nach Russland und verwaltete große russische und ukrainische Vermögen. Aktuell ist er Wladimir Putins persönlicher Gesandter bei den Verhandlungen mit der Ukraine. Gute Ratschläge gibt er bei Twitter (X) gerne gratis. So schreibt er angesichts der Verwerfungen durch den US-amerikanischen Krieg gegen den Iran:
„Die EU warnt 15 JAHRE ZU SPÄT: Sie ist nicht auf einen „lang anhaltenden Energieschock“ vorbereitet. Die EU hat es versäumt, die Energieströme zu diversifizieren; sie ließ sich von russophober, grüner und woker Ideologie leiten. Immer noch nur Warnungen, keine wirklichen Lösungen. Nur Ideen: Preiserhöhungen an der Zapfsäule auf eine pro Tag begrenzen und Energieverbrauch senken.“
Kirill irrt wie meist, denn jene angeblich russophobe, grüne und woke Ideologie hat dazu geführt, dass Deutschland sich in Sachen Gas und Erdöl komplett von Russland unabhängig gemacht hat und nicht mehr erpressbar ist. Und zudem - je mehr grüne Energie in Deutschland selbst hergestellt wird, um so weniger sind wir von den aktuellen und zukünftigen Verwerfungen auf dem internationalen Energiemarkt abhängig.
Das russische Militär benötigt ständig neue Zeitsoldaten, um die großen Verluste an der Front zu ersetzen. Der Gouverneur der Region Rjasan, Pawel Malkow (Foto), verpflichtet jetzt Firmen, eine gewisse Quote ihrer Mitarbeiter an die Front abzustellen.
Der entsprechende Erlass sieht vor, dass Unternehmen mit einer Belegschaft von 150 bis 300 Mitarbeitern zwei Zeitsoldaten abstellen müssen, Firmen mit einer Belegschaft von 300 bis 500 Mitarbeitern müssen drei und Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern müssen fünf Vertragssoldaten stellen.
Rechtliche Grundlage ist ein Erlass des russischen Präsidenten aus dem Jahr 2022, die den Leitern der Regionen die Befugniss erteilt, „Maßnahmen zur Deckung des Bedarfs“ der russischen Streitkräfte umzusetzen.
Meldung des Telegram-Kanals „Die Toten der Republik Sacha“
Der ehemalige Bürgermeister der Stadt Manturowo in der Region Kostroma Igor Leonidowitsch Ustuschanin schloss einen Vertrag mit dem Verteidigungsministerium, nachdem er wegen Korruptionsvorwürfen verurteilt worden war. Am 16.02.2026 wurde sein Tod gemeldet. Igor führte die Stadtverwaltung nur zwei Jahre lang.
Wie das Gericht feststellte, erhielt Ustuschanin persönlich von November 2021 bis März 2023 über einen bevollmächtigten Vertreter große Bestechungsgelder von drei Unternehmern. Die Gesamtsumme betrug 760.000 Rubel (etwa 8.100 €). Im Gegenzug ermöglichte er ihnen, immobiles Eigentum eines Werks zu demontieren.
Igor wurde zu einer Freiheitsstrafe von 8,5 Jahren verurteilt - in einer Kolonie mit strengem Regime. Statt die Strafe zu verbüßen unterschrieb er einen Zeitvertrag mit dem Militär und ging an die Front. Dort nahm Igor ein Video auf, in dem er erklärte, man habe ihn hereingelegt. Es sei ihm nicht gelungen, eine Überprüfung des Falls zu erreichen und seine Unschuld zu beweisen. Seiner Behauptung zufolge wurde er beseitigt, um die Stelle für eine andere Person freizumachen.
Der Getötete hinterließ eine Frau und fünf Kinder. Die Abschiedszeremonie fand am 17. Februar 2026 in der Stadt Manturowo statt.
Die St. Petersburger Internetzeitung „Fontanka“ berichtet, dass Ilja Remeslo sich noch immer in der geschlossenen Abteilung der psychiatrischen Klink befindet. Das gab sein Anwalt bekannt: „Die Familie teilte mit, dass Ilja Borissowitsch seine Behandlung fortsetzt und bittet darum, Takt und Diskretion walten zu lassen – nicht gestört zu werden.“ Die Berichte um seine Freilassung sind falsch.
„Sie behandeln die Wahrheit“, kommentiert ein Leser den Beitrag auf „Fontanka“.