Alexej Jewgenjewitsch Wolkow

Alexej Jewgenjewitsch, 20 Jahre

Alexej Jewgenjewitsch Wolkow, geboren am 18.01.2003, kam aus der Kleinstadt Nischnjaja Salda in der Oblast Swerdlowsk. Er hatte nach der Schule im Jahr 2022 eine Ausbildung abgeschlossen und musste danach zum Militär. Vermutlich hat er sich während seines Wehrdienstes zu einem Militärvertrag überzeugen lassen. Er wurde am 24. Juni 2023 in der Ukraine getötet. Am 30. Oktober 2024 wurde das, was von ihm noch übrig war, in seiner Heimatstadt begraben.

Nikita Aleksejewitsch Sosnowski

Nikita Aleksejewitsch, 20 Jahre

Nikita Aleksejewitsch Sosnowski, geboren am 17.Juni 2003, kam aus Tschita der Hauptstadt der Region Transbaikalien, war verheiratet und hatte einen Sohn. Am 1. Februar 2024 wurde seine Einheit an die Front zum Angriff geschickt. Seit dem 16. Februar 24 gilt er als vermisst, Kameraden erzählten, dass er an den Beinen verletzt war. All das wissen wir.
Den Rest der Geschichte kann man sich mit großer Wahrscheinlichkeit zusammenreimen. Nikita wurde von einer Granate getroffen, sein Körper war durch einen Körperpanzer geschützt, nicht aber seine Beine. Die Granatfragmente haben seine Beine perforiert, er konnte nicht mehr laufen. Irgendwo im Niemandsland zwischen den Stellungen blieb Nikita liegen und verblutete langsam.

Kolja Fisenko, 20 Jahre

"Überall liegen knietiefe Schneeverwehungen, in denen ich am liebsten ersticken würde," schrieb Nikolai Fisenko Ende Januar 23 in seinem Status. Auf seinen Unterarmen hatte er sich Sinner/Sünder & Hell/Hölle tätowieren lassen. Kolja, geboren am 15. März 2004 aus dem sibirischen Omsk, pendelte laut seinem Status zwischen Rap und Melancholie. Wie er an die Front geraten ist, erklärt er nicht. "Unser Krieg ist vorbei", schrieb seine Mutter zu seinem Tod.

Aleksej Anatoljewitsch Kononow

Aleksej Anatoljewitsch, 21 Jahre

Der Waise Aleksej Anatoljewitsch Kononow war 21 Jahre alt, als er im Krieg gegen die Ukraine am 1. Oktober 24 getötet wurde. Er kam aus der städtischen Siedlung Arbasch in der Oblast Kirow. Galina Arsamasowa schrieb dazu in den Kommentaren: "In der Antike wurden in Russland junge Männer erst in den Krieg geschickt, als er einen Sohn zur Welt brachte, der seinen Ersatz darstellte." Die Option besser keinen Krieg gegen ein anderes Land zu führen, kam der Frau nicht in den Sinn.

Islam Gulamow

Islam, 21 Jahre

Seine Schwester Nina schrieb: "Schlaf gut, geliebter Bruder. Wir erinnern uns, wir lieben, wir trauern." Seinen Status auf VKontakte haben wir noch gefunden: Islam Gulamow, geboren am 20. Dezember 2002, wohnhaft in der Stadt Tomsk. Das war dann alles zum Thema Erinnerung und seine Schwester beschäftigt sowieso die kommende Geburt ihres Sohnes.

Nikita Alexandrowitsch Werjowotschnikow

Nikita Alexandrowitsch, 21 Jahre

Nikita Alexandrowitsch Werjowotschnikow, geboren am 21. Juli 2003, kam aus dem großen Dorf Tschornomorske ganz im Westen der Krim. Warum Nikita gegen sein eigenes Volk in den Krieg gezogen ist, erfahren wir nicht. In den vielen Mitteilungen zu seinem Tod am 7. Oktober fanden wir nur die üblichen Sprechblasen der örtlichen Behörden. Herausgestellt wurde die hohe staatliche Auszeichnung - der Orden des Mutes - den Nikita posthum bekommen hätte. Dabei ist dieser Mutorden nichts anderes als ein Witz, denn jeder getötete russische Soldat bekommt solch eine "Auszeichnung".

Alexej Geraschtschenko

Alexej Geraschtschenko, 22 Jahre

Aus dem Dorf Arzgir in der Region Stawropol kam der 22-jährige Alexej Geraschtschenko. Alexej hatte bereits eine Familie gegründet und lebte mit Frau und Tochter in Stawropol. Er hatte eine landwirtschaftliche Fachschule besucht, über eine geregelte Arbeit wird nichts berichtet. Im August 2024 schloss er einen Vertrag mit dem russischen Militär, am 2. Oktober wurde seine junge Frau Witwe.

Nikolai Walerjewitsch Tatarow

Nikolai Walerjewitsch, 20 Jahre

Im Rahmen einer speziellen Militäroperation ist ein Soldat aus der Republik Altai, Nikolai Walerjewitsch Tatarow, bei der Erfüllung seiner militärischen Pflichten heldenhaft gestorben. Er wurde am 10. Februar 2004 im Dorf Bannoe, Bezirk Ust-Koksinskiy, geboren.
Er erfüllte seine militärische Pflicht mit Ehre und Würde. Familie und Freunde werden Nikolai immer als einen fröhlichen und aufgeschlossenen Menschen in Erinnerung behalten.
Die Verabschiedung des Helden findet am 25. Oktober, einem Freitag, im Dorf Bannoe, Ust-Koksinskij Bezirk, statt.
Telegram, 25.10.24

Fjodor Pawlowitsch Afonin

Fjodor, 18 Jahre

Von der Bildungseinrichtung "Zwezda" in der Stadt Rjasan müsste man Kinder und Jugendliche eigentlich fernhalten. Dabei wurde jene staatliche Einrichtung genau für diese Zielgruppe gegründet. Aber Zwezda bildet und erzieht zum bloßen Militarismus, wie die Webseite dieser Einrichtung zeigt. Ein Opfer war ihr Schüler Fjodor Pawlowitsch Afonin, geboren am 1. Mail 2006. Er war gerade volljährig geworden, als er sich im Juni 2024 beim russischen Militär verpflichtete. Am 7. Oktober 24 war er tot.

Sarmat Kasbekowitsch Sattsajew

Sarmat Kasbekowitsch, 20 Jahre

Sarmat Kasbekowitsch Sattsajew, geboren am 29.10.2003, kam aus aus Nordossetien. Er war drei Monate an der Front, nach seiner Verwundung blieb er weitere drei Monate in einem Militärkrankenhaus, starb am 21.10.2024 an den Folgen der Verletzung. Seine Mutter lebt noch, sein Vater ist gestorben.

Wladislaw Olegowitsch Medwedew

Wladislaw Olegowitsch, 20 Jahre

Als furchtlose Krieger, mit einem Maschinengewehr bewaffnet, zeigen sich die jungen russischen Soldaten gerne auf Fotos vor ihren Einsätzen an der Front, tot werden sie zu Helden. Ihr grausames und völlig sinnloses Sterben will niemand zur Kenntnis nehmen. Wladislaw Olegowitsch Medwedew, geboren am 14.10.2004, getötet am 4. Oktober 2024, kam aus der großen Siedlung Tscherlak in der Region Omsk nahe der Grenze zu Kasachstan.

Aleksej Anatoljewitsch Romanow

Aleksej Anatoljewitsch, 18 Jahre

Aleksej Anatoljewitsch Romanow, geboren am 11. September 2005, kam aus dem sehr kleinen Dorf Dubovy Kolok mit weniger als 300 Bewohnern in der Region Samara. Im Nachruf des Bezirks findet man nur allgemeine Sprechblasen, deshalb weiß man so gut wie nichts über den jugen Mann. Als er 18 Jahre alt wurde, hat er sich sofort beim Militär eingeschrieben, am 21. September 24 suchte seine Schwester Wika öffentlich nach ihm.  Da war er schon tot - getötet am 4. September 24, begraben am 16. Oktober in seinem Heimatdorf.

Marat Rinatowitsch Gafarow

Marat Rinatowitsch, 20 Jahre

Den Vertrag mit dem russischen Militär hätte er bewusst abgeschlossen, kommentierte Tanja seinen Nachruf. Marat Rinatowitsch Gafarow, geboren am 31.07.2004, kam aus einem Dorf nahe der Stadt Jenisseisk in der Region Krasnojarsk in Sibirien. Nach der Schule hatte er eine Ausbildung als Koch abgeschlossen und das Kochen wäre auch seine Profession gewesen. Seine Entscheidung, die Töpfe gegen ein Gewehr einzutauschen, brachte ihm kein Glück und keinen Reichtum. Am 17.10.24 wurde er begraben.

Wladimir Heimer oolowitsch Kan ool

Wladimir Heimer- oolowitsch, 20 Jahre

Unser gesegneter geliebter Mann, der jüngste Sohn seiner Eltern, der liebevolle Bruder seiner Brüder, der geliebte Bruder zahlreicher Tanten, Onkel, Cousins, Brüder, Schwestern, Tanten, vorbildlicher Onkel, Stolz, Vertrauen und Zuversicht vieler Freunde, Freunde. Freundlicher, mutiger, hilfsbereiter, bescheidener, herzensstarker, schöner, charmanter Charakter, Wladimir Heimer-oolowitsch Kan-ool wurde am 25.12.2003 geboren, Träger zahlreicher Ehrenurkunden, Verteidiger des Krieges, kämpfte in der Operation Tuchuskaya am 5. Juni 2024. Wir sprechen der Familie und den Freunden des Helden unser tiefstes Beileid aus, der seinen Mut gezeigt und sein Leben für das friedliche Leben der Menschen in unserem Land gegeben hat. Wir haben unsere Familie, Freunde, Klassenkameraden und Menschen informiert! Das schöne Gesicht unseres Sohnes wird für immer in unseren Herzen bleiben.
Traueranzeige aus Tuwa für einen jungen Offizier

Juri Nikolajewitsch Petuchow

Juri Nikolajewitsch, 18 Jahre

Aus dem Bezirk Dergachewsky in der Oblast Saratow kam Juri Nikolajewitsch Petuchow, geboren am 6. Februar 2006. Mehr Informationen über die Toten im Krieg gegen die Ukraine kann man in der Oblast Saratow selten erhalten. Am 14. Oktober 24 meldete der Bezirksleiter Juris Tod.

Alexander Kretschetow

Alexander Kretschetow, 19 Jahre

"Hab keine Angst vor dem Pfeifen der Kugeln! Du wirst deine nicht hören...", war das Motto von Alexander Kretschetow, geboren am 27. Februar 2005 aus dem Dorf Tjumenzewo in der Region Altai. Seine Schwester meldete seinen Tod.

Roman Alexejewitsch Sarantschin

Roman Alexejewitsch, 22 Jahre

Suchauftrag vom 24.07.24

  • Nachname, Vorname, Vatersname: Roman Alexejewitsch Sarantschin
  • Geburtsdatum: 07.08.2001
  • Woher wurde er eingezogen? Tschita
  • Standort Position: 27.06.2024 war nicht weit von Gorlowka entfernt
  • Rufzeichen: Rumänisch
  • Militärische Einheit: 05525
  • Token (Personennummer): К - 300652
  • Besondere Merkmale: Narbe an der Hand nach einer Operation an der rechten Hand. Kompass-Tätowierung und Navy-Aufschrift auf dem Arm. Narbe über der Oberlippe.
  • Kein Kontakt seit: 27.06.2024.

Am 14.10.24 wurde sein Tod bestätigt

Alexander Gennadjewitsch Lemeschtschenko

Alexander Gennadjewitsch, 20 Jahre

Alexander Gennadjewitsch Lemeschenko, geboren am 16.04.2004 aus Irkutsk, studierte ab 2022 an der Baikal Staatsuniversität "Personalführung" am Institut für Management und Finanzen. Die Universität sagte, dass er einer der besten Studenten gewesen wäre. Er hätte an Konferenzen teilgenommen und neun wissenschaftliche Arbeiten veröffentlicht. Offensichtlich verfügte er über sehr einseitiges kognitives Erfassen, denn im Juli 24 meldete er sich freiwillig an die Front, Anfang Oktober war seine militärische und wissenschaftliche Karriere beendet.

Dmitri Gennadjewitsch Sadownikow

Dmitri Gennadjewitsch, 20 Jahre

Dmitri Gennadjewitsch Sadownikow ist einer der jungen Wehrpflichtigen, die niemals im Krieg hätten eingesetzt werden dürfen. Dimitri, geboren am 22. Juni 2004 kam aus der Kurstadt Sestrorezkt, die zu Sankt Petersburg gehört. Am 19. Mai 24 wurde seine Einheit in die Region Kursk verlegt, dort war auch sein letzter Standort. Nach dem 21. September 24 brach der Kontakt zu ihm ab. Seine Angehörigen betonen, dass er zu keiner Zeit einen Militärvertrag abgeschlossen hätte.

Nikita Konstantinowitsch Molotschkowski

Nikita Konstantinowitsch, 21 Jahre

Geboren unter Putin, getötet unter Putin: Nikita Konstantinowitsch Molotschkowski, geboren im Jahr 2003, kam aus der Stadt Ocha im Norden der Insel Sachalin mit knapp 20.000 Einwohnern. Die Initiative "Sachalin gegen den Krieg" schreibt, dass die Unterschrift unter seinen Militärvertrag gefälscht gewesen wäre.

Go to top