15.01.2026 -- 177.297 // Zuwachs zum 31.12.2025: 3.754

Sturm Z - Selbstmordkommando
Bitte helfen Sie mir, Alexander Sergeewitsch Jurtsew zu finden. geb. 31.12.1990.
Hat Justizvollzugsanstalt 4, Stadt Uljanowsk verlassen, V.ch.71289. 83 Brigade Zhiton AB 526513.
Kontaktiert am 29.12.2023, Rufzeichen „Jurets“, Wer etwas weiß, brauche alle Informationen.
Sturm-Z Selbstmordkommando, so nennt sich die VKontakte-Gruppe, in der Angehörige nach den getöteten ehemaligen Lagerinsassen suchen. Original
Nischnekamsk - Großstadt in Tatarstan
Am 2. März 24, um 10:00 Uhr, fand am Siegesdenkmal eine Trauerfeier statt – Abschied von der Basis:
Wladislaw Wladimirowitsch Trutnew ;
Aidar Rafaeljewitsch Achmadejew ;
Viktor Alexandrowitsch Charitonow ;
Leutnant Rustam Ravilewitsch Taziew .

Sturm Z - Suche nach einem Soldaten
Wladimir Nikolajewitsch Karmeljuk, geboren am 05.03.1992, Rufzeichen „Barsik“.
Geboren in der Stadt Murmansk., Abfahrt von Karelien, #Segezha, Leigubskaya Str.,
Strafkolonie 7, in die Zone des nördlichen Militärbezirks.
Einberufung in die 205. Angriffsbrigade. Zuletzt kontaktiert am 19. November 2023. Korsunka, Region Cherson.
Am 21.11 gab es Beschuss, als tot angesehen, meinte der politische Offizier. Die Leiche wurde noch nicht gefunden, bitte helfen Sie mit zumindest einigen Informationen. Alle Informationen sollten über einen Suchbot übermittelt werden: @Poiskshtormzzbot

Es gibt keinen Tod!
Gestern starb Denis Timofejew, ein medizinischer Ausbilder des Sanitätsbataillons der 85. Brigade, Rufzeichen „Lakoza“, bei Dienst- und Kampfeinsätzen im Raum Kleshcheevka. Trotz der Verletzungen, die er erlitten hatte, leistete er medizinische Hilfe für die Verwundeten bis zum Ende und führten die Evakuierung durch. Er starb während eines FPV-Drohnenangriffs auf die Evakuierungsgruppe. Gesegnete Erinnerung, ein Engel in einer kugelsicheren Weste ...
Es gibt keinen Tod!!!
Telegram-Kanal Машины рисовашки

Die Chance eines Mannes mit 50
Andrei Pawlowitsch Turtschininow aus Transbaikalien wurde 51 Jahre alt. Nach dem Hauptschulabschluss half er seinen Eltern im Hirtenlager, unterbrochen durch zwei Jahre Wehrdienst. Ab seinem 35. Lebensjahr arbeitete er als Traktorfahrer in einem landwirtschaftlichen Großbetrieb. Mit 42 Jahren heiratete er und zog später mit Frau, Kind & Kegel in die Haptstadt Tschita. Dort arbeitete er in "verschiedenen Organisationen", laut Lebenslauf.
Dann kam der Krieg und seine Chance richtig Geld zu verdienen. Im Oktober 22 meldete er sich freiwillig, wurde verletzt, ging zurück an die Front und wurde am 20.02.24 getötet.
Ein typischer Lebenslauf für viele "Freiwillige" im russischen Militär.

In Würde sterben
Valery Viktorovich Starostin wurde am 31. März 1996 im Dorf Olovyannaya (Transbaikalien) geboren. Seine Kindheit und Jugend verbrachte er in seiner Heimat. Valery war eine fleißige, sympathische Person. Aus den Reihen der Wagnerianer unterzeichnete Valery im November 2022 einen Vertrag, dass er, wenn er sterben müsste, in Würde sterben würde. Und er hat den Vertrag nicht gebrochen. Für uns alle wird er ein wahrer Held bleiben, ein Patriot seines Landes.
Spiel, so lange du noch lebst
Die russische Teilrepubik Mari El liegt am Mittellauf der Wolga und ist die Heimat der Mari, ein finnisch-ugrisches Volk. Von dort kommt unser Harmonika-Spieler Igor Gorinow. Er stammt aus dem kleinen Mari-Dorf Eleewo, war 23 Jahre alt und hatte sich freiwillig für den Krieg gemeldet. Am 03. März 2024 fand auch sein Spiel ein Ende.

Sozialkoordinator
Denis Zigangirow ist im Ukrainekrieg gefallen. Seine Familie bekommt Hilfe von "Sozialkoordinatoren". Hier deren Bericht:
Kürzlich wandte sich die Frau des verstorbenen Verteidigers an ihren Sozialkoordinator mit der Bitte, ihr bei der Anmeldung ihres Kindes im Kindergarten zu helfen. Firaya Vakhrameeva kontaktierte Spezialisten der Bildungsabteilung des Bezirks Selenodolsk. Dem kleinen Karim wurde ein Platz im Kindergarten zugewiesen. Regina Zigangirowa will bald wieder arbeiten.

Verschollen
Irgendwo im Gebiet von Berestovoe-Spornoye liegen noch die sterblichen Überreste von Viktor Wladimirowitsch Sewostjanow. Eigentlich zu alt für solche Unternehmungen, zog er aus der jakutischen Stadt Nerjungri in den fernen Krieg. Getötet wurde er bereits am 20. Dezember 23. Aber er liegt dort nicht allein, auch eine andere Familie aus Jakutien vermisst einen Angehörigen im selben Gebiet.

Der wichtigste russische Befehl
Als Oberstleutnant ist man in der militärischen Rangordnung schon ziemlich weit nach oben gekommen. Doch die militärische Karriere von Alexej Jurjewitsch Frolow wurde am 26. Juli 23 abrupt beendet. Wir haben seinen Tod damals nicht registriert und wissen auch nicht, aus welcher Region er kam. Dafür wurde ein halbes Jahr später ein Gedicht für ihn veröffentlicht. Den letzten Vers wollen wir zitieren:
Mögen die Ehrungen ein Andenken an uns sein!
Als ein Zeugnis für Frieden und Leben!
Wir haben den wichtigsten russischen Befehl erfüllt,
Wir starben für den Ruhm unseres Vaterlandes!

Wladimir aus Wladimir
Am 24. Januar 24 starb ein Einwohner der Stadt Koltschugino in der Region Wladimir, Wladimir Semljakow, geboren am 19. April 1979, im Krieg mit der Ukraine. Am 14. Dezember letzten Jahres meldete er sich freiwillig zum Krieg. Ein Verwandter des Verstorbenen erzählte davon.
Meldung der Inititiative "Dovod" aus Wladimir

Die richtige Entscheidung
Im Oktober 2022 traf Rustam Ildusowitsch Iskandarow die für ihn einzig richtige Entscheidung und begab sich in die Zone der militärischen Sonderoperation.
Bei der Erfüllung eines Kampfauftrags, bei dem er Tapferkeit und Mut bewies, ist er gestorben! Unser aufrichtiges Beileid an seine Familie und seine Angehörigen.
Kondolenzschreiben des Leiters des Bezirks Kirow in Baschkortostan.

Trauer im Dorf Kaplino
Der Soldat, der hier auf Leinwand verewigt wurde, heißt Roman Wladimirowitsch Saplin und kommt aus dem Dorf Kaplino bei Stary Oskol in der Region Belgorod. Er ist am 27. Januar 24 in der Ukraine gefallen. Höchstwahrscheinlich gehörte er auch zu einer Sturm-Z Einheit, denn er wurde aus der Haft für den Kriegseinsatz rekrutiert. In den Kommentaren zur Todesmeldung gab es dann Streit. Ein Auszug:
Freund: Und seine Mutter Vita, die ihn zum zweiten Mal ins Gefängnis gebracht hat, von wo aus er zur Sonderoperation ging, wird Geld für für seinen Tod bekommenn. Sie wird weinend vor der Tür stehen.
Mutter: Ich will nicht, dass du auf seiner Beerdigung bist, du Bastard, du willst mich verurteilen, du Bastard? Roma würde dir den Kopf abreißen für das, was du gesagt hast.

Heldenverehrung
Heute ist der Tag der Erinnerung an den Held Russlands
Denis Osipow wurde am 31. Januar 1995 geboren. Heute ist sein irdischer Geburtstag! Erinnern wir uns mit freundlichen Worten und Gebeten an ihn. Gestern, am 30. Januar 24, haben meine Landsleute vom Helden Abschied genommen. Gestorben im Dorf Nevelskoye, Gebiet Donezk. Vielen Dank für Ihren Mut und Ihre Tapferkeit!
Tiefe Verbeugung vor den Eltern!

Sambu, der Burjate
Im Mai 2023 unterzeichnete er auf den Ruf seines Herzens hin einen Vertrag und ging zu einem besonderen Militäreinsatz in die Ukraine. Ohne sich zu schonen, kämpfte er in Sturmtruppen und erfüllte ehrenvoll seine militärische Pflicht, sein Heimatland zu verteidigen. Am 20. Juni 2023 starb er heldenhaft auf dem Schlachtfeld, wo er seine Pflicht erfüllte und Tapferkeit und Mut bewies.
Aktueller Nachruf auf Sambu Wjatscheslawowitsch Darmakhejew, geb. am 06.10.1992, aus dem Dorf Orlik in Burjatien. Unterstreichungen nicht im Original.

Sturm Z
Hallo, ich bin die Mutter von Daniil Sergeewitsch Jurew, geboren am 2. April 1996. Er wurde vom IK Wolgograd zur Militäreinheit 22179 einberufen. Rufzeichen „Granate“. Keine weiteren Informationen verfügbar. Welche Militäreinheit wurde zu welcher Einheit geschickt? Gestorben am 2. März 2023. In der DVR Wodjanoje. Ich bitte diejenigen, die ihn kannten, zu antworten. Ich sammle Stück für Stück Informationen.
19.01.24 - Telegram-Kanal von Angehörigen "Sturm-Z",
IK-Wolgograd ist eine Haftanstalt

Jung und hoch verschuldet
Gestorben bei der Rückzahlung seiner Schulden gegenüber seinem Heimatland
Wladislaw Alexandrowitsch Katamanow, geboren am 19. November 2003.
Vkontakte vom 21.01.24

Hauptmann Fagot
Der russische Offizier mit dem Kampfnamen Fagot hat den Allerweltsnamen Alexej Iwanow, dafür war er kein normaler Offizier, sondern Hauptmann einer Eliteeinheit des russischen Geheimdienstes, Speznas genannt. Deren Funktion ist Aufklärung und Sabotage, häufig hinter den gegnerischen Linien. Fagot lacht auch nicht mehr wie auf diesem Foto, eine von einer Drohne abgeworfene Granate hat sein Leben grausam beendet - wahrscheinlich Ende Februar 24. So wurde auch aus diesem Täter ein Opfer.

Angehörige gesucht
Melnikow Artem Jurjewitsch, 30.07.1988, Nord Z, AB-183738, Gebiet Twer, Dorf Rameschki
Wenn jemand den Namen seines Angehörigen erfährt, bitte anrufen +79363130949 oder schreiben Sie https://t.me/medicosocial
Suchanfrage nach einem gefallenen Häftling der Sturm-Z Einheiten

Alexej Igorewitsch Detkow stammte aus der Region um die ehemalige Großstadt Leninsk-Kusnezki in der Oblast Kemerowo. Im Juli 2011 eskalierte eine Prügelei mit einem Bekannten. Besoffen stürmte Alexej und ein Kumpel zur Wohnung des Bekannten, in der sich dessen Frau und Kind befand. Die Frau wurde mit einem Baseballschläger erschlagen. Aus Angst, entdeckt zu werden, flüchteten die Angreifer in ein anderes Haus, wo sie drei Menschen mit jenem Baseballschläger und Messern töteten und das Haus anschließend in Brand setzten, um ihre Spuren zu verwischen. Sie flohen mit dem Auto eines der Opfer. Im Prozess bekam Alexej 23 Jahre Knast in einem Hochsicherheitsgefängnis. Auch Alexej zog die geringe Chance, den Krieg gegen die Ukraine zu überleben, dem Gefängnis vor. Er hat es nicht geschafft, bekommt stattdessen am 22.01.2026 ein würdiges militärisches Begräbnis.

Nachdem die Aufmerksamkeit zu unseren Veröffentlichungen wächst, eine kurze Information zu OskarMaria.
Unter diesem Pseudonym war der Initiator im Internet seit über 25 Jahren recht unregelmäßig präsent. Ab dem Jahr 2014 hat er hier über die Situation in den von Russland besetzten Gebieten des Donbass geschrieben. Als einer der ersten Journalisten überhaupt informierte er über die damals neu gegründete Gruppe Wagner.
Beruflich war er seit den 80-iger Jahren Geschäftsführer von diversen Medienunternehmen im Printbereich. Jetzt im Ruhestand, Kinder erwachsen, bleibt etwas mehr Zeit, die gesammelten Erfahrungen zusammen mit wenigen Mitstreitern für dieses Projekt zu nutzen.
Nachtrag: OskarMaria– das ist eine kleine Verbeugung vor dem beinahe vergessenen Schriftsteller Oskar Maria Graf. In Zeiten der Bücherverbrennungen wurden seine Werke von den Nazis verschont, ja sogar teilweise empfohlen. „Verbrennt mich!“ schrieb er 1933 in der Wiener Arbeiterzeitung, „nach meinem ganzen Leben und nach meinem ganzen Schreiben habe ich das Recht, zu verlangen, dass meine Bücher der reinen Flamme des Scheiterhaufens überantwortet werden und nicht in die blutigen Hände und die verdorbenen Hirne der braunen Mordbanden gelangen!“ Schließlich floh er in die USA – dort lebte er in bescheidenen Verhältnissen. Deutschland wollte den unbequemen Mann nach dem Krieg nicht wieder haben. Er starb 1967 in New York.
Literaturempfehlung: Wir sind Gefangene - Autobiograhie 1927.
Wir meinen damit die Antrittsprämien, die Russen erhalten, wenn sie freiwillig einen Zeitvertrag mit dem Militär abschließen. Und der Begriff „Russisch Roulette“ ist dabei nicht falsch, denn die Überlebenschancen sind gering.
In der zweiten Hälfte des letzten Jahres haben viele Regionen diese Antrittsprämien stark reduziert. Offensichtlich fehlt es an Neuunterzeichner, deshalb erhöhen manche Regionen diese Prämien zum Teil erheblich - trotz chronischem Haushaltsdefizit. Denn alle Regionen müssen eine bestimmte Quote erfüllen, um jene 30.000 bis 35.000 monatlich gefallenen und verwundeten Soldaten im Krieg gegen die Ukraine zu ersetzen.
Über Anhebung der Prämien in Baschkortostan und Tatarstan haben wir bereits berichtet. In Tschuwaschien wurde die regionale Prämie von 400.000 Rubel auf 2,1 Millionen Rubel angehoben. Bis zum 31.03.26 erhält somit jeder Neuunterzeichner zusammen mit der Prämie des Staates 2,5 Millionen Rubel (€ 27.000). In Samara wurde die Einmalzahlung von 400.000 auf 1,1 Millionen Rubel erhöht, dort erhält jeder Unterzeichner zusammen mit der Staatsprämie 1,5 Millionen Rubel (€ 16.000). Und schließlich in Orenburg gibt es zusammen mit der Staatsprämie statt 800.000 Rubel jetzt 1,4 Millionen Rubel (€ 15.000). Bereits Ende Dezember hat auch die ökonomisch schwache Region Mari El die Prämien stark angehoben. Statt bisher 800.000 Rubel von Staat und Region gibt es jetzt 2,5 Millionen Rubel (€ 27.000).
Es lohnt sich also, quer durch Russland zu reisen - dorthin wo die höchsten Prämien gezahlt werden.
Die Stadt Pokrowsk in der Ukraine ist zur Zeit eine der umkämpfsten Regionen an der Front. Sie wurde im letzten Jahr mit der Taktik der Infiltration durch russische Einheiten teilweise besetzt, deren Unterstützung und Versorgung aber durch ukrainische Kräfte erfolgreich verhindert wurde. So ist die Stadt und deren Umgebung aktuell wieder frei von russischen Angreifern.
Doch immer wieder schicken russische Kommandeure ihre Soldaten einzeln oder in kleinen Gruppen in Richtung der Stadt, in der Hoffnung wieder einen Stützpunkt hinter den Verteidigungslinien aufbauen zu können. Wie in diesem Fall sind die Soldaten nicht einmal bewaffnet.
Weite Teile der Front sind vermint, aber für die vorschleichenden Soldaten warten auch andere Fallen. Unser Video zeigt eine Drohne auf der Lauer. Sie übermittelt ihre Bilder an den Drohnenpiloten, der entscheidet, wann der Sprengkörper gezündet wird. Auch jener russische Soldat wird irgendwann in unseren Listen auftauchen.
Alexej Fjodorowitsch Jeropejew wurde am 21.11.1978 im Dorf Scharaldai in Burjatien geboren. Nach der Schule begann Alexej eine Ausbildung zum Schneider und KFZ-Mechaniker. Nach einem Unfall wurde er schwerbehindert, Stufe 2. Der Nachruf schreibt: „Trotz dieser Schwierigkeiten blieb Alexey optimistisch und verdiente sich etwas dazu, indem er Kleidung und Schuhe nähte und dabei sein handwerkliches Geschick unter Beweis stellte. Er konnte keine Familie gründen, blieb aber stets ein gütiger und mitfühlender Mensch.“
Trotz schwerster Behinderung konnte Alexej am 16.05.2025 einen Vertrag als Zeitsoldat mit dem russischen Militär abschließen.
Die Sache endete schnell - Alexej wurde bereits am 11. Juni 2025 bei einem Einsatz ins Verderben geschickt.
So schwärmt der Nachruf weiter: „Alexey war von Natur aus gutherzig, mitfühlend und hilfsbereit. Er war stets bereit, andere zu unterstützen und mit ihnen Freud und Leid zu teilen. Seine Güte und Menschlichkeit werden in den Herzen all derer, die ihn kannten, für immer weiterleben.“
Ein russischer Kommandeur steht auf dem Rollfeld des Flughafens in Kaliningrad und nimmt vor dem Abflug an die ukrainische Front noch ein Video für seine Familie auf.
Seine Worte in deutscher Übersetzung:
"Hallo, meine Lieben!
Jetzt fliegen wir los. Hinter mir steht ein Il-76-Flugzeug, mit dem wir fliegen werden. Gefühle gemischt. Es ist unklar, was uns erwartet, was als Nächstes kommt.
Aber offiziell geht es in die Zone der Spezialoperation, um Verluste aufzufüllen. Die Verluste sind, soweit ich verstehe, sehr hoch. Deshalb schicken sie jeden dorthin.
Niemand wird in die Kategorie der Untauglichen eingestuft. Wir haben hier mehrere Behinderte. Sogar solche mit Prothesen. Also werden alle der Reihe nach aus dem Krieg zurückkehren – entweder behindert oder mit den Füßen voran.
Aber hoffen wir auf das Beste. Ich hoffe, lebend zurückzukommen. Gott segne euch.
Möge Gott ein schnelles Kriegsende gewähren.
Ich liebe euch, Küsse.Tschüss."
Vorausgeschickt - die wahrscheinliche Liquidierung des „Hispaniola“-Gründers, Stanislaw Orlow, ist für das Kriegsgeschehen in der Ukraine völlig ohne Bedeutung. Interessant ist lediglich, wie der russische Staat mit jenen militärisch-politischen Anführern umgeht, die in der Öffentlichkeit zu viel Aufmerksamkeit bekommen. Wer sich nicht in die graue Masse des Militärs einordnet, läuft Gefahr irgendwann durch staatliche Akteure beseitigt zu werden (Beispiele). Die Ermittlungen zum Tod verlaufen regelmäßig im Sande, aber die liquidierte Person bekommt ein prächtiges Staatsbegäbnis mit vielen weinenden Trauergästen.
So passierte dann auch im Fall Orlow, der am 22.12.2025 in Moskau beerdigt wurde und zu dessen Ehren das Militär ein beachtliches Trauerkommando abstellte.
Der Telegram-Kanal von ehemaligen Hispaniola-Akteuren veröffentliche folgendes Video von der Beisetzung:
Der Gründer der Hooligan-Einheit „Hispaniola“, Stanislaw Alexandrowitsch Orlow, wurde getötet. Orlow wurde am 2.12.1981 geboren und lebte in Moskau. Nach bisher unbestätigten Meldungen, sollte er von russischen Beamten verhaftet werden und wurde dabei erschossen.
Nachdem die kämpfenden Hispaniola-Freibeuter sich bereits im Oktober 2025 aufgelöst hatten, wurde jetzt auch der Piraten-Kapitän liquidiert.
Als Begründung für den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine gab es in den Verlautbarungen der Behörden meist folgende Begründungen:
Immer häufiger finden wir eine etwas andere Begründung für den Krieg unter den Todesmeldungen für gefallenen Soldaten auf VKontakte, Odnoklassniki und Telegram, die dort von russischen Bots gezielt veröffentlicht werden:
Putin hat mit der Gründung des Zentralen Militärbezirks richtig gehandelt; die Ukraine geriet unter den Einfluss des Westens, und das stellte eine ernsthafte Bedrohung dar.
oder
Kurz gesagt, ich unterstütze Putin in seiner Entscheidung, die SWO (Spezielle Militäroperation) zu entfesseln, weil die Ukraine unter den Einfluss des Westens geraten ist und dies eine ernsthafte Bedrohung für uns darstellt.
In der ersten Amtszeit von Donald Trump hat der US-amerikanische Kongress am 2. August 2017 ein Gesetz verabschiedet, das vom damaligen Präsidenten Trump auch unterzeichnet wurde. Darin heißt es im §247:
(1) Unterstützung der Regierung der Ukraine bei der Wiederherstellung ihrer Souveränität und territorialen Integrität;
(2) Verurteilung und Bekämpfung aller destabilisierenden Bestrebungen der Regierung der Russischen Föderation in der Ukraine, die gegen ihre Verpflichtungen und internationalen Zusagen verstoßen;
(3) niemals Anerkennung der illegalen Annexion der Krim durch die Regierung der Russischen Föderation oder der Abtrennung ukrainischen Territoriums durch militärische Gewalt;
Im Zusammenhang mit einem amerikanischen 28 Punkte Friedensplan war Trump bereit, die Krim und den Donbass als russisch anzuerkennen. Er würde damit gegen sein eigenes Gesetz verstoßen.
Nun - Gesetze kann man ändern, dafür bedürfte es dann einer Mehrheit im amerikanischen Kongress. Die wäre aktuell allerdings mehr als fraglich.
Die vom Kriegsfront zurückgekehrten russischen „Helden der speziellen Militäroperation“ haben mehr als tausend Bürger Russlands getötet oder verletzt.
In den fast vier Jahren des Krieges gegen die Ukraine haben die vom Kriegsfront zurückgekehrten Veteranen der „SVO“ mehr als 1000 Menschen getötet und verletzt, wie die Publikation „Вёрстка (Layout)“ zusammenstellte. Ihre Opfer sind meist Angehörige und Bekannte, die Verbrechen werden häufig während Sauftouren begangen.
So zum Beispiel hat der 43-jährige Einwohner der Stadt Wladimir, Alexej Demeschenko, nach seiner Rückkehr aus der Ukraine einen Mitsäufer in der „Snack-Bar“ mit einem Messer erstochen, weil dieser sich gegen den Krieg aussprach. Der Täter bekam neun Jahre aufgebrummt. Das Gericht sah allerdings einen mildernden Umstand für den Täter, da das Opfer sich gegen den Krieg aussprach.
Oder zum Beispiel hat der 33-jährige Andrej Kurbasow, gebürtig aus der Stadt Wladimir, eine 17-jährige Frau vergewaltigt und getötet. Der mobilisierte Soldat Pawel Sawtschenkow erstach einen Mittrinker in der Grill-Bar „Mirage“ und der Soldat aus der Wladimir-Region, Valery Schumilow, erstach einen Saufkumpan in der Küche wegen eines Streits über den Krieg.
Ein Oberst, der Folter und Diebstahl in der Strafanstalt IK Nr. 15 untersuchte, wurde im Krieg getötet. Seine Angehörigen erfuhren von seiner Todesnachricht von der Bank.
Der FSIN-Oberst Alexander Wladimirowitsch Tscheprasow führte eine interne Untersuchung in der Kolonie Nr. 15 in Angarsk durch (Oblast Irkutsk), nachdem dort ein Gefangenenaufstand und ein Feuer stattgefunden hatten. Später wurde von Folter berichtet. Tscheprasow stieß auf ein großes Netzwerk von Sicherheitskräften und Geschäftsleuten, die Holz stahlen und ins Ausland schickten.
Er konnte die Sache nicht zu Ende untersuchen: Tscheprasow wurde selbst der Bestechung beschuldigt und zu 12 Jahren Strafkolonie verurteilt. Dort unterzeichnete er einen Vertrag, ging an die Front und verschwand spurlos.
Was mit ihm passiert ist, können seine Frau und Mutter nicht erfahren. Weder im Wehramt noch in der Militäreinheit selbst antwortet man ihnen. Es gibt auch keine offizielle Todesanzeige.
Aus dem Telegram-Kanal „Menschen vom Baikal“. Den gesamten Beitrag in russischer Sprache gibt es hier.
Der Telegram-Kanal „Udmurtien gegen Korruption“ hat einen Film vom Soldatenfriedhof der Stadt veröffentlicht. Abonnenten des Kanals haben auch Fotos der Soldatengräber eingereicht, allerdings nur von eineinhalb Reihen. „Das ist schwer anzusehen“, erklärten sie.
Wir konnten auf Grund dieser Fotos 21 Namen neu in unsere Datenbank aufnehmen.
Anmerkung: Es empfiehlt sich den Film in größerer Auflösung anzuschauen, dazu nur auf die Überschrift des Beitrags klicken.
Seit dem Jahr 2022 wurden in Usbekistan 338 Strafverfahren gegen eigene Bürger eingeleitet wegen Beteiligung an bewaffneten Konflikten im Ausland. Fast alle dürften auf Seiten Russlands im Krieg gegen die Ukraine gekämpft haben.
Laut usbekischer Darstellung wurde die überwiegende Mehrheit der Beteiligten durch Täuschung in den militärischen Konflikt hineingezogen oder nach Kontakt mit kriminellen Organisationen in Kampfgebiete geschickt. In seltenen Fällen erfolgte die Teilnahme aus finanziellen Gründen.
Eine unserer Informationsquellen aus Baschkortostan ist seit Beginn des Krieges der Telegram-Kanal „Aspekte Baschkortostan“. Er lieferte Einblicke in die bevölkerungsreichste russische Teilrepublik und veröffentlichte auch Namen der im Krieg gegen die Ukraine gefallenen Soldaten. Um nicht unter Zensurmaßnamen zu fallen, beschränkte sich der Kanal ausschließlich auf die Berichterstattung aus der Region und verzichtete auf Kommentierungen und Wertungen.
Das hat alles nichts geholfen. Am 21. November 25 wurde auch Aspekte als „ausländischer Agent“ eingestuft. Das russische Justizministerium schreibt in seiner Erklärung:
„Die Publikation verbreitete Falschinformationen über Entscheidungen und Maßnahmen russischer Regierungsstellen und lehnte die Militäroperation in der Ukraine ab. Sie war an der Erstellung und Verbreitung von Botschaften und Materialien ausländischer Agenten an die Öffentlichkeit beteiligt.“
Die Publikation „Aspekte – Baschkortostan“ wurde vom Team von Echo Moskwy in Ufa kurz nach der Schließung ihres Radiosenders im Frühjahr 2022 ins Leben gerufen. Die erste Sendung wurde am Morgen des 1. April 2022 auf dem YouTube-Kanal des Projekts ausgestrahlt. Seitdem konzentriert sich „Aspekte“ auf regionale Nachrichten.
Jetzt prangt über jedem Beitrag von Aspekte der großgeschriebene Satz: „18+ DAS VORLIEGENDE MATERIAL (INFORMATIONEN) WURDE VON EINEM AUSLÄNDISCHEN AGENTEN DER INTERNETPUBLIKATION „ASPEKTE VON BASCHKORTOSTAN” VERÖFFENTLICHT ODER BEZIEHT SICH AUF DIE TÄTIGKEIT EINES AUSLÄNDISCHEN AGENTEN DER INTERNETPUBLIKATION „ASPEKTE VON BASCHKORTOSTAN”.
Zwei Journalisten des Projekts, Ruslan Walijew und Jewgeni Konoplin, haben Russland inzwischen verlassen und leben in Deutschland.