31.03.2026 -- 199.201// Zuwachs zum 28.02.2026: 8.227

Oleg, 22 Jahre
In der Schule wäre Oleg Alekseewitsch Iwanow gut im Sport gewesen, heißt es in seinem Nachruf. Nach der Schule kam der Wehrdienst und Olg blieb gleich dort unter Vertrag. Denn in Burjatien sind die Berufsaussichten eher düster. Er war dann in Syrien und ab 2023 als Panzerfahrer in der Ukraine. Die Überlebenschancen bei dieser Aufgabe sind dort gering. Oleg wurde am 4. März getötet.

Wladislaw, 20 Jahre
Seit dem 17. Februar 24 hatte die Familie keinen Kontakt mehr zu Wladislaw Alexandrowitsch Podlesnych. Der junge Mann, geboren am 05. Juni 2003 aus Omsk, hatte sich als Freiwilliger beim Militär in der Stadt Kasan in Tatarstan eintragen lassen. Er war in der Region Saporischschja im Kampfeinsatz und nicht mehr zurückgekehrt. Im März veröffentlichten Angehörige ein Suchanfrage, besonderes Kennzeichen: Mickey Mouse Körper- und Halstattoos. Man hat ihn gefunden, tot, am 27. April wurde er begraben.

Daniil, 22 Jahre
Nicht weit weg von der Stadtgrenze von Moskau liegt die Stadt Dolgoprudny mit etwa 90.000 Einwohnern. Von dort kommt Daniil Wiktorowitsch Semjonow, geb. 12. Oktober 2001. Nach der Schule ging es direkt zum Militär und als die Ukraine überfallen wurde, wollte Daniil auch mitmachen, schreibt seine Schule. Am 17. Oktober 23 wurde er getötet - heldenhaft, schreibt seine Schule.

Sergej, 21 Jahre
VKontakte - Informationen zu Weliki Ustjug (Region Wologda) am 28.04.24:
Ein weiterer Name auf der Liste der in diesem Krieg Getöteten. Sergej Perwuninskij, 21 Jahre alt. Gestorben am 18. April 2024. Der Tod des Soldaten wird vom Gymnasium gemeldet, an dem der Bewohner von Ustjug bis zur 6. Klasse studierte. Bis heute hat der Bezirk Weliki Ustjug mindestens 36 Menschen verloren – Teilnehmer an Militäroperationen in der Ukraine.

Dimitri, 19 Jahre
Estnische Bauern haben das Dorf Solotaja Niva im Sommer 1895 gegründet und unter einfachsten Bedingungen zunächst das Land bestellt. Heute hat das Dorf etwa 1.300 Einwohner, es liegt westlich der Hauptstadt der Region Omsk. Dimitri Alexandrowitsch Scharapow kam aus diesem Dorf, war gerade mal 19 Jahre alt und wollte sich im Kriegsdienst versuchen. Im Dezember 23 unterschrieb er sein Todesurteil beim russischen Militär, am 9. März wurde es vollstreckt.

Artur, 21 Jahre
Aus der Stadt Megion im Autonomen Kreis der Chanten und Mansen zog Artur Muchasimowitsch Abuschew in den Krieg. Geboren am 21. November 2002, getötet am 12. Januar bekam er zum Abschied ein Gedicht:
Du bist nicht gestorben. Du bist dem Regiment der Unsterblichen beigetreten.
Dort gibt es Freunde - Helden des neuen Entwurfs.
Während du hier warst, hast du alles getan, was du konntest
um das Land, um dein Heimatland wieder glücklich zu machen.

Artjom, 22 Jahre
Nach dem Wehrdienst hatte sich Artjom Denissowitsch Palamartschuk für zwei Jahre beim Militär verpflichtet. Danach machte er in Pskow eine Ausbildung zum Kabelpresser und hatte Pech im Jahr 2022 gleich wieder eingezogen zu werden. Am 16. August 23 wurde er irgendwo an der Front getötet und liegen gelassen. Am 19. April 24 wurde das was man als seine Überreste bezeichnet hatte, in Pskow begraben.

Kirill, 22 Jahre
Die 18-jährige Olivia schreibt zu dem Foto: "Ein echter junger Held ist gestorben!!!
Kirill Juriewitsch Bulatow, 26.04.2001-28.03.2024 
Unser Krieger, unser Schmerz!!!

Nikolai, 19 Jahre
Offizielles Stary Oskol (Region Belgorod) meldet am 28.04.24:
Unser Landsmann, gebürtig aus dem Krasnogvardeysky Bezirk, Nikolai Monin starb während der SVO in der Ukraine. Er war 19 Jahre alt. Ewiges Gedenken an den Helden!

Andrej, 23 Jahre
Ende März wurde Andrej Dostanowitsch Iskulow, geb. 27.01.2000, im Dorf Berjozki im Gebiet Tscheljabinsk beigesetzt. Andrej hatte bereits ein Jahr lang Kampferfahrung an der Front und war heil nach Hause gekommen. Doch im Oktober 2023 zog es ihn wieder in den Krieg. Diesmal nicht lange, er wurde einen Monat später getötet.

Ildar, 22 Jahre
Aus dem kleinen Dorf Novonikitino in der Region Orenburg kam Ildar Gafurowitsch Chasijew. Er hatte dort die Schule abgeschlossen, während des Wehrdienstes schloss er einen Zeitvertrag mit dem russischen Militär ab. Im März 23 war er auf Heimaturlaub und besuchte seine alte Schule noch einmal. Wenn man den Bericht der Schule um all die Propaganda und Schönfärberei bereinigt, dann war Ildar alles andere als glücklich über seine Situation. Auf den Fotos sieht man auch keinen strahlenden Helden. Am 22. Januar 24 war sein Leben zuende.

Roman, 24 Jahre
Aus einem Dorf in der Region Tjumen kam Roman Walerjewitsch Mjasnikow, geb. 20.06.1999. Im Jahr 2017 beendete er seinen Wehrdienst, alles danach bleibt unbekannt. Im November 23 meldete er sich freiwillig zum Kriegsdienst, im Januar 2024 war bereits damit Schluss. Beigesetzt wurde er erst am 22. April.

Jewgeni, 21 Jahre, Rufzeichen Predator
Er war mit 21 Jahren bereits Oberleutnant, schmückte sich mit dem Kampfnamen "Raubtier" und war seit Anfang des russischen Überfalls auf die Ukraine dabei. Nach Verwundung sei er als Kommandeur einer Angriffsgruppe schnell wieder aufgestanden und hätte weiter gekämpft. Doch auch Jewgeni Walerjewitsch Chitew aus der Region Altai hatte sein Kriegsglück aufgebraucht. Getötet am 6. Dezember. Sein Körper blieb beim Angriff auf Awdijiwka im Gelände liegen, er wurde am 24. April schließlich begraben.

Alexander, 19 Jahre
Sein Vater war als Offizier im Dienst getötet worden, Sohn Alexander, geb. 03.11.2004 aus Jaroslawl, hätte gerne die militärische Tradition seines Vaters fortgesetzt. Da gehörte seine Ausbildung zum "Monteur für die Reparatur von Baumaschinen" definitiv nicht dazu. Also gab Alexander Alexandrowitsch Krawzow seine Lehre auf und meldete sich zum Kriegsdienst. Zur Elite, den Falschirmspringereinheiten, hätte er es auch noch geschafft, heißt es im Nachruf. Denn am 31. Dezember folgte auch Sascha seinem Vater in den Tod.

Roman, 18 Jahre
"Es geht nur ums Geld", kommentiert eine Frau die Nachricht, dass Roman Arkadjewitsch Martjuschew aus Wotkinsk in Udmurtien mit 18 Jahren im Krieg gegen die Ukraine getötet wurde. Geboren war Roman am 16. August 2005, er hatte noch nicht einmal seinen Wehrdienst geleistet, aber er war volljährig und konnte einen Vertrag mit dem Militär abschließen. Denen ist das Alter egal, sie nehmen jeden, der aufrecht stehen kann, wie wir wissen. Am 24. April 24 wurde Roman begraben.

Egor, 20 Jahre
Jung, Computer affin, reaktionsschnell in Computerspielen, das sind die idealen Dronenpiloten im Krieg gegen die Ukraine. Egor Sergejewitsch Schelechow, geboren 2003 aus Pawlowski Possad in der Region Moskau, war solch ein begnadeter Dronenjongleur. Nach dem Wehrdienst wechselte er zum Vertragsdienst - nicht lange, am 11. April wurde er begraben.

Alexander, 20 Jahre
Aus der Kleinstadt Plast in der Region Tscheljabinsk zog Alexander Konstantinowitsch Tsyganow in den Krieg - Rufzeichen Zigeuner. Seit dem 4. Februar hatten die Angehörigen keinen Kontakt mehr zu dem jungen Mann. Am 22. April wurde er in seiner Heimatstadt begraben. "Einem Land zu dienen, das so tragisch endet, ist die höchste Form des Patriotismus. Ewige Erinnerung an unseren Helden. Möge Alexanders Seele in Frieden ruhen", schrieb ein Autor im Nachruf.

Anatoli , 21 Jahre
Anatoli Minligarjew, 21 Jahre alt, Maschinengewehrschütze, Angriffskommando, aus Birsk in Baschkortostan. "Nach einem Angriff kamen 14 Mann aus seiner Einheit nicht zurück. Anatoli gehörte dazu", schrieb ein Jounalist aus Kasan, der ein Interview mit ihm vorbereitet hatte.

Jewgeni, 22 Jahre
Aus dem Autonomen Kreis der Jamal-Nenzen zog Jewgeni Romanowitsch Schtschigolew in den Ukrainekrieg. Geboren war der junge Mann am 31.10.2000 in der Stadt Labytnangi. Bereits ab dem 27. Juni 2023 hatte sein Befehlshaber den Kontakt mit ihm verloren und ihn als vermisst gemeldet. Im Januar suchten Sozialdienste seine Angehörigen, seine Überreste wurden am 16. April endlich bestattet.

Kirill , 19 Jahre
Am 18.11.23 feierte Kirill Alikowitsch Chawratow seinen 19. Geburtstag. Er lernte an einer Bauhochschule in Kasan, der Hauptstadt Tatarstans. Am 6. Dezember meldete er sich freiwillig zum Krieg gegen die Ukraine. Zuvor hatte er seine erste Lehrerin besucht. ""Naila Pawlowna, ich gehe jetzt! Ich fragte: Wohin gehst Du? Und er sagte mir - in die Ukraine, das habe ich beschlossen! Ich bin stolz auf meinen Schüler. So pathetisch es auch klingen mag, aber Kirills Entscheidung ist von Pflichtgefühl und Patriotismus diktiert", meinte seine Lehrerin. Kirills Diktat endete am 1. März 24.

In ein paar Sätzen kann man die Lebensgeschichte von Nikolai Petrowitsch Pychtin kaum erzählen. Nikolai, 51 Jahre, arbeitete als Schuhmacher für Bedürftige in der Stadt Tscheremchowo, etwa 75 km von Irkutsk entfernt. Hinter ihm lag eine Haftstrafe wegen Mordes und Raubes von 11 Jahren. Nach der Entlassung gab er an, er hätte zu Gott gefunden, änderte seinen Namen in „Geschenk Gottes (Dar Bog)“ und eröffnete eine Werkstatt zur Reparatur von Schuhen für Arme, Behinderte und Obdachlose. Im Winter konnten Obdachlose auch dort schlafen. Im Oktober 2023 unterzeichnete er freiwillig einen Vertrag und zog in den Krieg in die Ukraine. Nikolai sagte, als Christ müsse er dort sein, wo die Not am größten sei. Am 4. Juli 2025 wurde er getötet.

Nachdem die Aufmerksamkeit zu unseren Veröffentlichungen wächst, eine kurze Information zu OskarMaria.
Unter diesem Pseudonym war der Initiator im Internet seit über 25 Jahren recht unregelmäßig präsent. Ab dem Jahr 2014 hat er hier über die Situation in den von Russland besetzten Gebieten des Donbass geschrieben. Als einer der ersten Journalisten überhaupt informierte er über die damals neu gegründete Gruppe Wagner.
Beruflich war er seit den 80-iger Jahren Geschäftsführer von diversen Medienunternehmen im Printbereich. Jetzt im Ruhestand, Kinder erwachsen, bleibt etwas mehr Zeit, die gesammelten Erfahrungen zusammen mit wenigen Mitstreitern für dieses Projekt zu nutzen.
Nachtrag: OskarMaria– das ist eine kleine Verbeugung vor dem beinahe vergessenen Schriftsteller Oskar Maria Graf. In Zeiten der Bücherverbrennungen wurden seine Werke von den Nazis verschont, ja sogar teilweise empfohlen. „Verbrennt mich!“ schrieb er 1933 in der Wiener Arbeiterzeitung, „nach meinem ganzen Leben und nach meinem ganzen Schreiben habe ich das Recht, zu verlangen, dass meine Bücher der reinen Flamme des Scheiterhaufens überantwortet werden und nicht in die blutigen Hände und die verdorbenen Hirne der braunen Mordbanden gelangen!“ Schließlich floh er in die USA – dort lebte er in bescheidenen Verhältnissen. Deutschland wollte den unbequemen Mann nach dem Krieg nicht wieder haben. Er starb 1967 in New York.
Literaturempfehlung: Wir sind Gefangene - Autobiograhie 1927.
Überall in Russland wird Werbung für den Vertragsdienst beim russischen Militär geschaltet, denn Russland benötigt jeden Monat mehr als 30.000 frische Soldaten, um die Verluste an Verletzten und getöteten Soldaten an der Front in der Ukraine wieder wett zu machen. Die in den Anzeigen ausgelobten Beträge sind häufig reine Fiktion, sie entsprechen nicht den Vertragsbedingungen. Die hohen Summen bei Vertragsunterzeichnung gibt es nur in wenigen Regionen, der angegebene monatliche Verdienst wird nur dann bezahlt, wenn man an vorderster Front bei den Sturmtruppen aktiv ist. Ist der Soldat verletzt und befindet sich in Behandlung wird nur ein Bruchteil bezahlt. Zudem stellt die Armee nur eine bescheidene Ausrüstung, Schutzwesten, Brillen, Handschuhe usw müssen die Soldaten selbst bezahlen. Auch die Kommandeure verlangen einen großen Obolus für die Regimentskasse, weil sonst der Nachschub nicht gewährleistet wird.
Aktuell ist eine Anzeige aufgetaucht, die 17,5 Millionen Rubel für eine Vertragsunterzeichnung verspricht. 17,5 Millionen Rubel sind umgerechnet knapp 200.000 €, kaufkraftbereinigt sogar noch deutlich mehr. Bei solchen Summen kann man schon mal schwach werden und das Risiko eines Vertragsdienstes auf sich nehmen. Bei einem genaueren Blick auf die Details erfährt der Soldat, dass die vielen Rubel nur dann rollen, wenn er -vertragsgemäß- tot von der Front nach Hause kommt. Ein kriegsunterstützender Telegram-Kanal schreibt zur Anzeige: „In der Werbung wird der jährliche Verdienst zusammen mit der Sterbegeldversicherung angegeben. Könnte jemand Verantwortlicher diesen Werbetreibenden endlich eine Abfuhr erteilen?“
Innokentij Konstantinowitsch Rojew (Rufzeichen „Max“), 41 Jahre
Status: Gefallen
Geburtsdatum: 11.04.1984
Todesdatum: 08.08.2025
Geburtsort: Dorf Neryuktayinsk-1, Ulus Olekminsky
Sterbeort: Unbekannt
Dienstart: Zeitdienst seit Sommer 2025
Kinder (Anzahl): 3
Zivilberuf: Förster
Wohnte in: Pokrowsk, Hangalasski Ulus
Originalnachricht des Telegram-Kanals „Die Toten der Republik Sacha“
Den Medien in Russland ist es verboten, über die Resultate ukrainischer Drohnenangriffe zu berichten. Es werden deshalb ausschließlich Erfolgsmeldungen veröffentlicht - wie zum Beispiel „42 Drohnen abgeschossen“. In der Nacht vom 3. auf 4. April 2026 gab es einen ukrainischen Drohnenangriff auf ein Chemiewerk in der Stadt Toljatti in der Region Samara. Um etwas über die Stimmung unter der Bevölkerung zu erfahren, lohnt es sich, die Kommentare zu den Presseberichten zu lesen:
Das russische Militär braucht dringend frische Zeitsoldaten, um die Verluste an der Front in der Ukraine auszugleichen. Für technikaffine junge Leute gibt es deshalb die Möglichkeit, als Drohnenpilot ausgebildet zu werden. Bisher wurden hauptsächlich junge Studenten, die über 18 Jahre alt waren, an den Hochschulen und Fachschulen gezielt angesprochen. In Wolgograd machen jetzt bereits einige Schulen Werbung zum Vertragsdienst als Drohnenpilot.
Spätestens mit 16 Jahren endet in Russland die Schulzeit, so auch in den beiden Sekundarschulen Nr. 57 und 83. in Wolgograd. Und doch fand sich auf den VKontakte-Seiten der beiden Schulen am 13. Februar 2026 eine Werbeanzeige für den Vertragsdienst in der russischen Armee, speziell als Drohnenpilot. Die Schule Nr. 57 hat die Anzeige inzwischen entfernt, auf den Seiten der Schule Nr. 83 ist die Anzeige immer noch zu finden.
Die Werbeanzeige der Schule Nr. 57, die Anzeige der Schule Nr. 83.
Kirill Dmitrijew ist der eigentliche Außenminister Russlands. Kirill wurde im Jahr 1975 in Kiew in der Ukraine geboren und war einer der ersten sowjetischen Austauschschüler in den USA. Dort erhielt er einen Universitätsabschluss und arbeitete anschließend als Investmentbanker in den USA und Europa. Im Jahr 2000 ging er zurück nach Russland und verwaltete große russische und ukrainische Vermögen. Aktuell ist er Wladimir Putins persönlicher Gesandter bei den Verhandlungen mit der Ukraine. Gute Ratschläge gibt er bei Twitter (X) gerne gratis. So schreibt er angesichts der Verwerfungen durch den US-amerikanischen Krieg gegen den Iran:
„Die EU warnt 15 JAHRE ZU SPÄT: Sie ist nicht auf einen „lang anhaltenden Energieschock“ vorbereitet. Die EU hat es versäumt, die Energieströme zu diversifizieren; sie ließ sich von russophober, grüner und woker Ideologie leiten. Immer noch nur Warnungen, keine wirklichen Lösungen. Nur Ideen: Preiserhöhungen an der Zapfsäule auf eine pro Tag begrenzen und Energieverbrauch senken.“
Kirill irrt wie meist, denn jene angeblich russophobe, grüne und woke Ideologie hat dazu geführt, dass Deutschland sich in Sachen Gas und Erdöl komplett von Russland unabhängig gemacht hat und nicht mehr erpressbar ist. Und zudem - je mehr grüne Energie in Deutschland selbst hergestellt wird, um so weniger sind wir von den aktuellen und zukünftigen Verwerfungen auf dem internationalen Energiemarkt abhängig.
Das russische Militär benötigt ständig neue Zeitsoldaten, um die großen Verluste an der Front zu ersetzen. Der Gouverneur der Region Rjasan, Pawel Malkow (Foto), verpflichtet jetzt Firmen, eine gewisse Quote ihrer Mitarbeiter an die Front abzustellen.
Der entsprechende Erlass sieht vor, dass Unternehmen mit einer Belegschaft von 150 bis 300 Mitarbeitern zwei Zeitsoldaten abstellen müssen, Firmen mit einer Belegschaft von 300 bis 500 Mitarbeitern müssen drei und Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern müssen fünf Vertragssoldaten stellen.
Rechtliche Grundlage ist ein Erlass des russischen Präsidenten aus dem Jahr 2022, die den Leitern der Regionen die Befugniss erteilt, „Maßnahmen zur Deckung des Bedarfs“ der russischen Streitkräfte umzusetzen.
Meldung des Telegram-Kanals „Die Toten der Republik Sacha“
Der ehemalige Bürgermeister der Stadt Manturowo in der Region Kostroma Igor Leonidowitsch Ustuschanin schloss einen Vertrag mit dem Verteidigungsministerium, nachdem er wegen Korruptionsvorwürfen verurteilt worden war. Am 16.02.2026 wurde sein Tod gemeldet. Igor führte die Stadtverwaltung nur zwei Jahre lang.
Wie das Gericht feststellte, erhielt Ustuschanin persönlich von November 2021 bis März 2023 über einen bevollmächtigten Vertreter große Bestechungsgelder von drei Unternehmern. Die Gesamtsumme betrug 760.000 Rubel (etwa 8.100 €). Im Gegenzug ermöglichte er ihnen, immobiles Eigentum eines Werks zu demontieren.
Igor wurde zu einer Freiheitsstrafe von 8,5 Jahren verurteilt - in einer Kolonie mit strengem Regime. Statt die Strafe zu verbüßen unterschrieb er einen Zeitvertrag mit dem Militär und ging an die Front. Dort nahm Igor ein Video auf, in dem er erklärte, man habe ihn hereingelegt. Es sei ihm nicht gelungen, eine Überprüfung des Falls zu erreichen und seine Unschuld zu beweisen. Seiner Behauptung zufolge wurde er beseitigt, um die Stelle für eine andere Person freizumachen.
Der Getötete hinterließ eine Frau und fünf Kinder. Die Abschiedszeremonie fand am 17. Februar 2026 in der Stadt Manturowo statt.
Die St. Petersburger Internetzeitung „Fontanka“ berichtet, dass Ilja Remeslo sich noch immer in der geschlossenen Abteilung der psychiatrischen Klink befindet. Das gab sein Anwalt bekannt: „Die Familie teilte mit, dass Ilja Borissowitsch seine Behandlung fortsetzt und bittet darum, Takt und Diskretion walten zu lassen – nicht gestört zu werden.“ Die Berichte um seine Freilassung sind falsch.
„Sie behandeln die Wahrheit“, kommentiert ein Leser den Beitrag auf „Fontanka“.