Oleg Alekseewitsch Iwanow

Oleg, 22 Jahre

In der Schule wäre Oleg Alekseewitsch Iwanow gut im Sport gewesen, heißt es in seinem Nachruf. Nach der Schule kam der Wehrdienst und Olg blieb gleich dort unter Vertrag. Denn in Burjatien sind die Berufsaussichten eher düster. Er war dann in Syrien und ab 2023 als Panzerfahrer in der Ukraine. Die Überlebenschancen bei dieser Aufgabe sind dort gering. Oleg wurde am 4. März getötet.

Wladislaw Alexandrowitsch Podlesnych

Wladislaw, 20 Jahre

Seit dem 17. Februar 24 hatte die Familie keinen Kontakt mehr zu Wladislaw Alexandrowitsch Podlesnych. Der junge Mann, geboren am 05. Juni 2003 aus Omsk, hatte sich als Freiwilliger beim Militär in der Stadt Kasan in Tatarstan eintragen lassen.  Er war in der Region Saporischschja im Kampfeinsatz und nicht mehr zurückgekehrt. Im März veröffentlichten Angehörige ein Suchanfrage, besonderes Kennzeichen: Mickey Mouse Körper- und Halstattoos. Man hat ihn gefunden, tot, am 27. April wurde er begraben.

Daniil Wiktorowitsch Semjonow

Daniil, 22 Jahre

Nicht weit weg von der Stadtgrenze von Moskau liegt die Stadt Dolgoprudny mit etwa 90.000 Einwohnern. Von dort kommt Daniil Wiktorowitsch Semjonow, geb. 12. Oktober 2001. Nach der Schule ging es direkt zum Militär und als die Ukraine überfallen wurde, wollte Daniil auch mitmachen, schreibt seine Schule. Am 17. Oktober 23 wurde er getötet - heldenhaft, schreibt seine Schule.

Sergej Perwuninskij

Sergej, 21 Jahre

VKontakte - Informationen zu Weliki Ustjug (Region Wologda) am 28.04.24:
Ein weiterer Name auf der Liste der in diesem Krieg Getöteten. Sergej Perwuninskij, 21 Jahre alt. Gestorben am 18. April 2024. Der Tod des Soldaten wird vom Gymnasium gemeldet, an dem der Bewohner von Ustjug bis zur 6. Klasse studierte. Bis heute hat der Bezirk Weliki Ustjug mindestens 36 Menschen verloren – Teilnehmer an Militäroperationen in der Ukraine.

Dimitri Alexandrowitsch Scharapow

Dimitri, 19 Jahre

Estnische Bauern haben das Dorf Solotaja Niva im Sommer 1895 gegründet und unter einfachsten Bedingungen zunächst das Land bestellt. Heute hat das Dorf etwa 1.300 Einwohner, es liegt westlich der Hauptstadt der Region Omsk. Dimitri Alexandrowitsch Scharapow kam aus diesem Dorf, war gerade mal 19 Jahre alt und wollte sich im Kriegsdienst versuchen. Im Dezember 23 unterschrieb er sein Todesurteil beim russischen Militär, am 9. März wurde es vollstreckt.

Artur Muchasimowitsch Abuschew

Artur, 21 Jahre

Aus der Stadt Megion im Autonomen Kreis der Chanten und Mansen zog Artur Muchasimowitsch Abuschew in den Krieg. Geboren am 21. November 2002, getötet am 12. Januar bekam er zum Abschied ein Gedicht:
Du bist nicht gestorben. Du bist dem Regiment der Unsterblichen beigetreten.
Dort gibt es Freunde - Helden des neuen Entwurfs.
Während du hier warst, hast du alles getan, was du konntest
um das Land, um dein Heimatland wieder glücklich zu machen.

Artjom Denissowitsch Palamartschuk

Artjom, 22 Jahre

Nach dem Wehrdienst hatte sich Artjom Denissowitsch Palamartschuk für zwei Jahre beim Militär verpflichtet. Danach machte er in Pskow eine Ausbildung zum Kabelpresser und hatte Pech im Jahr 2022 gleich wieder eingezogen zu werden. Am 16. August 23 wurde er irgendwo an der Front getötet und liegen gelassen. Am 19. April 24 wurde das was man als seine Überreste bezeichnet hatte, in Pskow begraben.

Kirill Juriewitsch Bulatow

Kirill, 22 Jahre

Die 18-jährige Olivia schreibt zu dem Foto: "Ein echter junger Held ist gestorben!!! ???? Kirill Juriewitsch Bulatow, 26.04.2001-28.03.2024 ???????? Unser Krieger, unser Schmerz!!!

Nikolai Monin

Nikolai, 19 Jahre

Offizielles Stary Oskol (Region Belgorod) meldet am 28.04.24:
Unser Landsmann, gebürtig aus dem Krasnogvardeysky Bezirk, Nikolai Monin starb während der SVO in der Ukraine. Er war 19 Jahre alt. Ewiges Gedenken an den Helden!

Andrej Dostanowitsch Iskulow

Andrej, 23 Jahre

Ende März wurde Andrej Dostanowitsch Iskulow, geb. 27.01.2000,  im Dorf Berjozki im Gebiet Tscheljabinsk beigesetzt. Andrej hatte bereits ein Jahr lang Kampferfahrung an der Front und war heil nach Hause gekommen. Doch im Oktober 2023 zog es ihn wieder in den Krieg. Diesmal nicht lange, er wurde einen Monat später getötet.

Ildar Gafurowitsch Chasijew

Ildar, 22 Jahre

Aus dem kleinen Dorf Novonikitino in der Region Orenburg kam Ildar Gafurowitsch Chasijew. Er hatte dort die Schule abgeschlossen, während des Wehrdienstes schloss er einen Zeitvertrag mit dem russischen Militär ab. Im März 23 war er auf Heimaturlaub und besuchte seine alte Schule  noch einmal. Wenn man den Bericht der Schule um all die Propaganda und Schönfärberei bereinigt, dann war Ildar alles andere als glücklich über seine Situation. Auf den Fotos sieht man auch keinen strahlenden Helden. Am 22. Januar 24 war sein Leben zuende.

Roman Walerjewitsch Mjasnikow

Roman, 24 Jahre

Aus einem Dorf in der Region Tjumen kam Roman Walerjewitsch Mjasnikow, geb. 20.06.1999. Im Jahr 2017 beendete er seinen Wehrdienst, alles danach bleibt unbekannt. Im November 23 meldete er sich freiwillig zum Kriegsdienst, im Januar 2024 war bereits damit Schluss. Beigesetzt wurde er erst am 22. April.

Jewgeni Walerjewitsch Chitew

Jewgeni, 21 Jahre, Rufzeichen Predator

Er war mit 21 Jahren bereits Oberleutnant, schmückte sich mit dem Kampfnamen "Raubtier" und war seit Anfang des russischen Überfalls auf die Ukraine dabei. Nach Verwundung sei er als Kommandeur einer Angriffsgruppe schnell wieder aufgestanden und hätte weiter gekämpft. Doch auch Jewgeni Walerjewitsch Chitew aus der Region Altai hatte sein Kriegsglück aufgebraucht. Getötet am 6. Dezember. Sein Körper blieb beim Angriff auf Awdijiwka im Gelände liegen, er wurde am 24. April schließlich begraben.

Alexander Alexandrowitsch Krawzow

Alexander, 19 Jahre

Sein Vater war als Offizier im Dienst getötet worden, Sohn Alexander, geb. 03.11.2004 aus Jaroslawl, hätte gerne die militärische Tradition seines Vaters fortgesetzt. Da gehörte seine Ausbildung zum "Monteur für die Reparatur von Baumaschinen" definitiv nicht dazu. Also gab Alexander Alexandrowitsch Krawzow seine Lehre auf und meldete sich zum Kriegsdienst. Zur Elite, den Falschirmspringereinheiten, hätte er es auch noch geschafft, heißt es im Nachruf. Denn am 31. Dezember folgte auch Sascha seinem Vater in den Tod.

Roman Arkadjewitsch Martjuschew

Roman, 18 Jahre

"Es geht nur ums Geld", kommentiert eine Frau die Nachricht, dass Roman Arkadjewitsch Martjuschew aus Wotkinsk in Udmurtien mit 18 Jahren im Krieg gegen die Ukraine getötet wurde. Geboren war Roman am 16. August 2005, er hatte noch nicht einmal seinen Wehrdienst geleistet, aber er war volljährig und konnte einen Vertrag mit dem Militär abschließen. Denen ist das Alter egal, sie nehmen jeden, der aufrecht stehen kann, wie wir wissen. Am 24. April  24 wurde Roman begraben.

Egor Sergejewitsch Schelechow

Egor, 20 Jahre

Jung, Computer affin, reaktionsschnell in Computerspielen, das sind die idealen Dronenpiloten im Krieg gegen die Ukraine. Egor Sergejewitsch Schelechow, geboren 2003 aus Pawlowski Possad in der Region Moskau, war solch ein begnadeter Dronenjongleur. Nach dem Wehrdienst wechselte er zum Vertragsdienst - nicht lange, am 11. April wurde er begraben.

Alexander Konstantinowitsch Tsyganow

Alexander, 20 Jahre

Aus der Kleinstadt Plast in der Region Tscheljabinsk zog Alexander Konstantinowitsch Tsyganow in den Krieg - Rufzeichen Zigeuner. Seit dem 4. Februar hatten die Angehörigen keinen Kontakt mehr zu dem jungen Mann. Am 22. April wurde er in seiner Heimatstadt begraben. "Einem Land zu dienen, das so tragisch endet, ist die höchste Form des Patriotismus. Ewige Erinnerung an unseren Helden. Möge Alexanders Seele in Frieden ruhen", schrieb ein Autor im Nachruf.

Anatoli Minligarjew

Anatoli , 21 Jahre

Anatoli Minligarjew, 21 Jahre alt, Maschinengewehrschütze, Angriffskommando, aus Birsk in Baschkortostan. "Nach einem Angriff kamen 14 Mann aus seiner Einheit nicht zurück. Anatoli gehörte dazu", schrieb ein Jounalist aus Kasan, der ein Interview mit ihm vorbereitet hatte.

Jewgeni Romanowitsch Schtschigolew

Jewgeni, 22 Jahre

Aus dem Autonomen Kreis der Jamal-Nenzen zog Jewgeni Romanowitsch Schtschigolew in den Ukrainekrieg. Geboren war der junge Mann am 31.10.2000 in der Stadt Labytnangi. Bereits ab dem 27. Juni 2023 hatte sein Befehlshaber den Kontakt mit ihm verloren und ihn als vermisst gemeldet. Im Januar suchten Sozialdienste seine Angehörigen, seine Überreste wurden am 16. April endlich bestattet.

Kirill Alikowitsch Chawratow

Kirill , 19 Jahre

Am 18.11.23 feierte Kirill Alikowitsch Chawratow seinen 19. Geburtstag. Er lernte an einer Bauhochschule in Kasan, der Hauptstadt  Tatarstans. Am 6. Dezember meldete er sich freiwillig zum Krieg gegen die Ukraine. Zuvor hatte er seine erste Lehrerin besucht. ""Naila Pawlowna, ich gehe jetzt! Ich fragte: Wohin gehst Du? Und er sagte mir - in die Ukraine, das habe ich beschlossen! Ich bin stolz auf meinen Schüler. So pathetisch es auch klingen mag, aber Kirills Entscheidung ist von Pflichtgefühl und Patriotismus diktiert", meinte seine Lehrerin.  Kirills Diktat endete am 1. März 24.

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