31.05.2026 -- 213.686// Zuwachs zum 30.04.2026: 7.376

Rudolf, 21 Jahre
Aus der Kleinstadt Kotelnitsch in der Oblast Kirow kam Rudolf Aleksejewitsch Wesnin, geboren am 8. August 2002. Nach seinem Profil auf VKontakte war er ein sehr durchschnittlicher Jugendlicher mit Machogehabe in halbnackten Jungmännergruppen und reichlich Alkohol. Für die Gruppe Wagner war er in den Krieg gezogen, vielleicht fand er das cool. Am 9. Mai kam dann auch sein Ende. Seine Mutter verortet ihn als Engel im Himmel.

Kirill, 22 Jahre
Kirill Walerjewitsch Grachew, geboren am 15.11.2001 in einem Dorf in Baschkortostan, hatte Ideale: "In einem Zeitalter der Unnahbarkeit und der Angst und des Egoismus, gibt es noch einen Mann mit einer Idee, der aus Liebe zu sich selbst gegangen ist und beschlossen hat, einen Beitrag zur Welt zu leisten und ein Zeichen zu hinterlassen." Das Zeichen wollte er im Krieg gegen die Ukraine setzen. "Ich werde nach Hause kommen, meine Familie, denn es gibt noch verdammt viel zu tun," schrieb er weiter. Nach Hause ist er gekommen, tot, begraben am 28. Mai.

Iwan, 23 Jahre
In einer Staniza in der Kaukasusrepublik Kabardino-Balkarien wurde Iwan Walerjewitsch Zaikin am 2. Juli 2000 geboren. Er hatte wohl einen Vertrag mit dem Militär während seines Wehrdienstes abgeschlossen und bediente im Krieg einen Grantwerfer zur Feuerunterstützung einer Angriffseinheit. Wenn man einem Gedicht glauben kann, das für ihn geschrieben wurde, dann hat am 17. Dezember 23 eine Drohne sein Leben beendet.

Bato, 21 Jahre
Seit Mai 2022 nahm Bato Sajanowitsch Linchojew am russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine teil. Laut Lebenslauf war er erst kurz zuvor zum Wehrdienst einberufen worden und hatte sich in dieser Zeit vertraglich ans Militär gebunden. Bato wurde am 29.04.2002 im Dorf Bajangol im Bezirk Bargusinsky in Burjatien geboren und hat eine Ausbildung zum Automechaniker abgeschlossen. Danach war er wohl arbeitslos und spielte laut Vita Volleyball, Schach und Dame. Kein Wunder, dass er sich beim Militär verpflichtete. Am 20. März 24 war auch sein Leben abgeschlossen.

Dimitri, 20 Jahre
Das Foto von Dmitri Sergejewitsch Kusmin stammt vom Mai 2022 - ein ganz normaler junger Mann, geboren am 08.11.2003 in der Stadt Leninogorsk / Tatarstan. Nach der Schule wurde er zum Schweißer ausgebildet und heute schwelgt die Berichterstatterin in Patriotismus: Die politische Lage im Land hätte ihm keine Ruhe gelassen, er hätte sich auf die Seite seiner Landsleute stellen müssen. Am 14.09.23 Vertragsunterzeichnung, am 5. April 24 hätte "eine feindliche Granate der Nazis" sein Leben beendet. Was auch gelogen ist, denn am 5. April suchten noch seine Angehörigen öffentlich nach ihm, letzter Kontakt 16. Januar (Suchfoto).

Iljas, 20 Jahre
Iljas Maratowitsch Chasanow kam aus der Kleinstadt Agrys in der Republik Tatarstan. Geboren am 24. Juni 2003 war er in jungen Jahren schon verheiratet und Vater geworden. Am 6. Mai wurde er an der Front getötet. "Unser geliebter Mensch ist verstorben. Geliebter Ehemann, Vater, Sohn, Bruder, Neffe, Freund, Onkel, der in der Zone des nördlichen Militärbezirks starb. Die Verabschiedung findet am 25. Mai um 11:00 Uhr im KFOR-Dorf Staraja Tschekalda statt," schrieb das örtliche Stadtportal zu obigem Foto.

Ilnur, 18 Jahre
Ein Junge mit 18 Jahren wurde im Krieg getötet! Wie geht man damit um? Die Behörden des Bezirks Starokulatkinski und die örtliche Zeitung verschweigen das Alter und erlauben keine Kommentare. Ilnur Ildarowitsch Suleymanow wurde am 5. November 2005 in der Oblast Uljanowsk geboren, mehr wissen wir nicht. Es gibt keinen Lebenslauf, keinen Bericht der Schule, dafür einen Abschied mit leeren Worten und großem Tamtam: "Der Mut und das strahlende Bild von Ilnur Ildarovich Suleimanov werden noch lange in unseren Herzen bleiben." Seinen Geburtstag wissen wir nur durch eine Suchanfrage vor längerer Zeit, in der ein Freund nach ihm suchte: Am 25. Januar wäre der Kontakt abgebrochen.

Wjatscheslaw, 20 Jahre
Wjatscheslaw Olegowitsch Saposchnikow war ein junger Wehrpflichtiger, der aus dem kleinen Städtchen Urschum in der Region Kirow stammt. Er war 20 Jahre alt und hatte eine Ausbildung zum "Elektriker für die Reparatur und Wartung elektrischer Geräte" abgeschlossen. Wjatscheslaw wurde zur Sicherung der russischen Grenze in der Region Kursk eingesetzt. Doch auch da wird geschossen. Bei einem Kampfeinsatz wurde Wjatscheslaw am 8. Mai 24 getötet.

Artem, 20 Jahre
Artem Monastyrski, geboren am 05. Februar 2024, kam aus der ländlichen Siedlung Petrowskoje in der Oblast Jaroslawl und ist im Krieg gefallen. Zumindest eine Frau traute sich über die Sinnlosigkeit dieses Todes ein paar Worte zu verlieren, wenn auch nur in Andeutungen: Artem, möge das Himmelreich dir gehören. So sollte das nicht sein, ich verstehe nicht, ist das der Grund, warum das ganze Volk leidet? Junge Leute? Oder Menschen, die auf dieser Welt bereits nichts haben, woran sie sich festhalten können? Wo sind die Möglichkeiten und die Unterstützung geblieben? Ich halte diese natürliche Auslese nicht für... Es sollte Menschen im Land geben, die ein menschliches Herz haben... und nicht mit tierischen Instinkten..

Ayur, 21 Jahre
In der großen Familie von Ayur Wladimirowitsch Batorow, geb. 21.09.2002, gab es wohl einige Probleme. Von einem Vater war nie die Rede, als Ayur 15 Jahre alt war, wurde die Vormundschaft an Onkel und Tante übertragen. Der junge Mann lebte im kleinen Dorf Schemtschug in Burjatien, lernte nach der Schule Automechaniker, leistete Wehrdienst und meldete sich im April 23 freiwillig zum Kriegseinsatz. Am 27.04.24 kam auch sein Ende.

Oleg, 22 Jahre
Im Waisenhaus des Bezirks Kabansky in Burjatien ist Oleg Sergejewitsch Achmadulin groß geworden, geboren am 16.04.2001. Nach der Hauptschule hat er eine Berufsschule besucht, wohl ohne nennenswerten Abschluss. Auch den Wehrdienst musste er nicht ableisten. Dafür durfte Oleg im Dezember 23 sich ganz freiwillig zum Kriegsdienst verpflichten. Den hat er am 7. März 24 abgeschlossen, beigesetzt am 13. Mai.

Romano, 19 Jahre
Viel wissen wir nicht über Romano Robertowitsch Andreenko. Er gehörte zur Abteilung Attacke der russischen Armee, wurde am 05. Juni 2004 geboren und am 18. März 2024 getötet. Dafür wurde der Nachricht ein Gedicht begelegt, das die Angst und den Schmerz des tödlich verwundeten Soldaten lyrisch verklärt:
Schlaf.... Soldat....
Die Erde weinte und drückte
an die verbrannte Brust ihrer Jungs...
Sie wurde zu einer ewigen Wiege
und flüsterte leise: „Schlaf... Soldat. „
Schlafe, Soldat. Held des Vaterlandes!
Verneige dich vor der Erde...
Und irgendwo, weit weg von zu Hause
auf der feuchten Erde.
höre ich dein langes Stöhnen...
Schlaf, mein Bruder, schlaf ein!

Wladislaw, 20 Jahre
Der Zustand des Soldaten ist ernst, lautete eine dringende Nachricht auf VKontakte für die Stadt Kopeisk vom 1. April 24. Gesucht wurden Angehörige von Wladislaw Wjatscheslawowitsch Prosekow, geboren am 12. September 2003 in Kopeisk, Oblast Tscheljabinsk. Wir wissen nicht ob sich Angehörige gemeldet haben oder ob Wladislaw völlig alleine gestorben ist. Am 10. Mai wurde er auf dem Zentralfriedhof der Stadt beigesetzt.

Alexander, 21 Jahre
Alexander Alexejewitsch Ljetschagow kam aus der 800 Seelen Gemeinde Kuknur in der russischen Teilrepublik Mari El. Geboren wurde er am 17. November 2002, getötet am 21.12. 23. Zur Bestattung im Mai bekam er ein Gedicht:
Sie liegen in der feuchten Erde. Ihre Seelen sind zu Gott geflogen.
Gegangen in den rauen Zeiten, Sie wollten leben wie wir.
Sie haben den Vorteil Sie werden nie grau sein.
Die Welt schweigt im Gedenken an sie.
Denn sie werden ewig jung bleiben...

Georgi, 22 Jahre
Etwa 60 km von Moskau entfernt liegt die Stadt Dimitrow. An der dortigen weiterführenden Schule schloss Georgi "Goscha" Wadimowitsch Gamantsew, geb. 6. März 2002, eine Ausbildung in der Fachrichtung „Schutz in Notsituationen“ mit einem Diplom ab. Danach kam das Militär, ob Wehrdienst oder als Freiwilliger, das wissen wir nicht. Georgi wurde in die Region Belgorod abkommandiert. Dort wird jetzt heftig gekämpft und seine Ausbildung half wohl auch nicht. Goscha wurde am 4. Mai getötet.

Danil, 21 Jahre
Eine Ausbildung zum Fahrer einer Lokomotive war früher der Traum von vielen Jungen. Den ersten Schritt dazu hatte Danil Wladimirowitsch Ponomar schon gemacht und ein Diplom als "Assistent des Fahrers einer Elektrolokomotive" erhalten. Dann kam der Wehrdienst, Danil hat sich zum Vertragsdienst überreden lassen. Auch er musste an die Front und hat den Kriegsdienst nicht überlebt - 06.07.2002 - 26.04.2024.

Arsalan, 20 Jahre
Als Granatwerfer in einem motorisierten Schützenzug nahm Arsalan Baldanjamsojew am Krieg gegen die Ukraine teil. Der junge Mann, geboren am 28.10.2003 in einem Dorf in Transbaikalien, wollte eigentlich Flugzeugmechaniker werden. Nach der Schule besuchte er die Technische Hochschule für Luftfahrt in Ulan-Ude, Fakultät für Flugzeugbau. Doch nach Ende des ersten Kurses musste er Wehrdienst leisten (warum auch immer). Dort blieb er unter Vertrag als Fahrer-Elektriker und später musste auch er an die Front. Getötet am 5. April.

Viktor, 19 Jahre
Aus der Stadt Slawgorod in der Region Altai ist auch Wiktor Michailowitsch Troschchinowski, geb. 22. Februar 2005, dem Ruf der Propaganda gefolgt, hat sich zum Kriegsdienst gemeldet und hat den Entschluss nicht überlebt. Am 13 Mai wurde er begraben. Im Nachruf hat man einen weiteren Kübel Propaganda über den toten Jungen geschüttet: "Es ist schwierig, über den Tod so junger Menschen zu schreiben. Das ist für uns alle ein unwiederbringlicher Verlust. Indem sie Zivilisten vor der Grausamkeit der ukrainischen Streitkräfte schützten, zeigten sie ein wahres Beispiel an Mut und Ausdauer. Sie sind echte Helden, sie haben ihre Pflicht bis zur letzten Minute ihres Lebens ehrenhaft erfüllt und unsere Sicherheit und die Sicherheit des Landes verteidigt", schreibt ein unbekannter Autor im Nachruf.

Erdem, 22 Jahre
Geboren am 26. April 2001 in Transbaikalien ist Erdem Tschingisowitsch Schargalow nach der Grundschule in die Hauptstadt von Burjatien, Ulan Ude, umgezogen. Nach seiner Schulausbildung geing es direkt zur Armee und dort blieb er. Er wurde nach Syrien geschickt und danach in den Krieg gegen die Ukraine. Zitat aus seinem Nachruf: "Am 1. Januar geriet er unter schweres feindliches Feuer und starb während eines Kampfeinsatzes, wobei er Standhaftigkeit und Mut bewies und seinem Militäreid treu blieb."

Ainur, 20 Jahre
Mit diesem Foto suchten Angehörige nach Ainur Schaimardanow, geboren am 11.09.2003. Er kam aus dem Dorf Tatarskoje Tanaewo in Tatarstan. Am 17. Februar bekam er den Befehl die Stadt Awdijiwka zu stürmen, seit dem 24. Februar galt er als vermisst. Doch alles Hoffen war vergebens, Ainur wurde am 11. Mai 2024 begraben.

Der Mann auf dem Foto scheint aus Stanley Kubriks Film „Clockwork Orange“ gefallen. Tatsächlich gehörte Michail Komarow zur Rollenspielszene der russischen Stadt Kirow. Wir haben noch ein zweites Foto mit ihm gefunden, das wohl eine Szene aus dem Film „Stalker“ nachstellt. Der Film basiert auf dem Buch „Picknick am Wegesrand“ von den Strugatzki Brüdern. Das Strugatzki-Buch hat er wohl nicht begriffen. Denn am Ende der Geschichte wünschte sich der Stalker Roderic keinen persönlichen Vorteil, sondern „Glück für alle, umsonst, niemand soll erniedrigt von hier fortgehen“. Michail aber zog freiwillig in den Krieg gegen die Ukraine, es wäre seine bewusste Entscheidung gewesen. Ende April 2026 wurde er in Kirow bestattet.

Nachdem die Aufmerksamkeit zu unseren Veröffentlichungen wächst, eine kurze Information zu OskarMaria.
Unter diesem Pseudonym war der Initiator im Internet seit über 25 Jahren recht unregelmäßig präsent. Ab dem Jahr 2014 hat er hier über die Situation in den von Russland besetzten Gebieten des Donbass geschrieben. Als einer der ersten Journalisten überhaupt informierte er über die damals neu gegründete Gruppe Wagner.
Beruflich war er seit den 80-iger Jahren Geschäftsführer von diversen Medienunternehmen im Printbereich. Jetzt im Ruhestand, Kinder erwachsen, bleibt etwas mehr Zeit, die gesammelten Erfahrungen zusammen mit wenigen Mitstreitern für dieses Projekt zu nutzen.
Nachtrag: OskarMaria– das ist eine kleine Verbeugung vor dem beinahe vergessenen Schriftsteller Oskar Maria Graf. In Zeiten der Bücherverbrennungen wurden seine Werke von den Nazis verschont, ja sogar teilweise empfohlen. „Verbrennt mich!“ schrieb er 1933 in der Wiener Arbeiterzeitung, „nach meinem ganzen Leben und nach meinem ganzen Schreiben habe ich das Recht, zu verlangen, dass meine Bücher der reinen Flamme des Scheiterhaufens überantwortet werden und nicht in die blutigen Hände und die verdorbenen Hirne der braunen Mordbanden gelangen!“ Schließlich floh er in die USA – dort lebte er in bescheidenen Verhältnissen. Deutschland wollte den unbequemen Mann nach dem Krieg nicht wieder haben. Er starb 1967 in New York.
Literaturempfehlung: Wir sind Gefangene - Autobiograhie 1927.
17.04.2026
Sergej Jewgenjewitsch Jaschow, 32 Jahre alt
Status: Verstorben
Geburtsdatum: 03.08.1993
Todesdatum: 17.12.2025 (Beerdigung: 16.04.2026 in Ussuriysk)
Geburtsort: Olekminsk, Olekminsker Ulus
Todesort: Sewersk, Lugansk-Region
Dienstart: Vertragsdienst seit November 2025
Dienstort: Maschinengewehrschütze, 123. Motosturmbrigade
Kinder: 2
Die russische Staatsbank hat eine neue Tabelle über ihre Währungsreserven bis einschließlich 1. Mai veröffentlicht. Danach verkauft die Zentralbank seit Jahresanfang monatlich eine beträchtliche Menge an Gold - insgesamt knapp 28 Tonnen.
Russland dürfte durch den Verkauf etwa 3,7 Milliarden Euro eingenommen haben. Das russische Staatsvermögen wird aber nur zu einem geringen Teil, wenn überhaupt, bei den Bürgern ankommen. Der Staat benötigt die Einnahmen, um seinen Krieg gegen die Ukraine zu finanzieren.
„Udmurtien gegen Koruption“ ist ein Telegram-Kanal, über den wir auch Meldungen über russische Kriegstote aus der russischen Teilrepublik Udmurtien beziehen. Der Gründer des Kanals, Iwan Elisejew, hatte bis zum Jahr 2021 das regionale Büro Alexej Nawalnys geleitet. Ende 2021 verließ auch Elisejew Russland, um einer Verhaftung zu entgehen.
„Udmurtien gegen Koruption“ wurde inzwischen in das russische Register der „ausländischen Agenten“ aufgenommen. Iwan Elisejew wurde aktuell vom russischen Innenministerium zur Fahndung ausgeschrieben.
Am 13. und 14. Mai startete Russland den größten Drohnenangriff auf Kiew und die gesamte Ukraine. Moskau setzte 1.567 Drohnen und 56 weitere Raketen ein. Allein in Kiew wurden 24 Menschen getötet.
Zwei Tage später griffen ukrainische Drohnen zum ersten Mal in großem Umfang die Region Moskau an. Ziele waren eine Erdölraffinerie und Betriebe mit militärischer Produktion. Mindestens drei Menschen wurden getötet.
Zum Bericht des Moskauer Internetportals MSK1 über die Schäden, gab es auch einige interessante Kommentare:
Das WZIOM ist ein staatliches Meinungsforschungsinstitut in Russland, das größte seiner Art im Land. Es veröffentlicht regelmäßig Untersuchungen über die Beliebtheitswerte des Präsidenten, der russischen Regierung und der Stimmung im Land. Im April 26 berichtete das Institut, dass die Zustimmungswerte zur Amtsführung des Präsidenten auf 65,6% gefallen wäre. Dem Ministerpräsidenten und seine Regierung bescheinigte das Institut Zustimmungswerte von 44,3%, bzw. 39,7%. Für eine deutsche Regierung wären das beruhigende Werte, im autoritären Staat Russland geht so etwas nicht.
Im Mai 2026 änderte WZIOM dann die Methodik - und siehe da, die Werte für Putin wurden besser. Zitat:
Laut den Ergebnissen einer gemeinsamen Umfrage unter Russen lag die Zustimmungsrate für die Leistung des Präsidenten im Zeitraum vom 4. Mai bis 10. Mai 2026 bei 66,8 %. Die positive Bewertung der Arbeit des Premierministers und der russischen Regierung in der vergangenen Woche betrug 42,2 % bzw. 38,9 %.
Damit kann Präsident Putin ganz gut leben und alle aktuellen politischen Probleme an seine Regierung adressieren.
Damit alles passt, hat WZIOM diesmal seine Methodik verändert. Statt einer reinen Telefonbefragung der Bürger, ist man jetzt zusätzlich von Haustüre zu Haustüre gegangen und hat die Menschen direkt angesprochen.
Frage an unsere Leser: Würden Sie in einem autoritären Staat eine ehrliche Antwort geben, wenn ein Unbekannter vor ihrer Tür steht und Sie nach Ihrer Meinung zum Präsidenten befragt? Auch wenn der Frager versichern würde, alles bliebe anonym?