Alexander Alexandrowitsch Krawzow

Alexander, 19 Jahre

Sein Vater war als Offizier im Dienst getötet worden, Sohn Alexander, geb. 03.11.2004 aus Jaroslawl, hätte gerne die militärische Tradition seines Vaters fortgesetzt. Da gehörte seine Ausbildung zum "Monteur für die Reparatur von Baumaschinen" definitiv nicht dazu. Also gab Alexander Alexandrowitsch Krawzow seine Lehre auf und meldete sich zum Kriegsdienst. Zur Elite, den Falschirmspringereinheiten, hätte er es auch noch geschafft, heißt es im Nachruf. Denn am 31. Dezember folgte auch Sascha seinem Vater in den Tod.

Roman Arkadjewitsch Martjuschew

Roman, 18 Jahre

"Es geht nur ums Geld", kommentiert eine Frau die Nachricht, dass Roman Arkadjewitsch Martjuschew aus Wotkinsk in Udmurtien mit 18 Jahren im Krieg gegen die Ukraine getötet wurde. Geboren war Roman am 16. August 2005, er hatte noch nicht einmal seinen Wehrdienst geleistet, aber er war volljährig und konnte einen Vertrag mit dem Militär abschließen. Denen ist das Alter egal, sie nehmen jeden, der aufrecht stehen kann, wie wir wissen. Am 24. April  24 wurde Roman begraben.

Egor Sergejewitsch Schelechow

Egor, 20 Jahre

Jung, Computer affin, reaktionsschnell in Computerspielen, das sind die idealen Dronenpiloten im Krieg gegen die Ukraine. Egor Sergejewitsch Schelechow, geboren 2003 aus Pawlowski Possad in der Region Moskau, war solch ein begnadeter Dronenjongleur. Nach dem Wehrdienst wechselte er zum Vertragsdienst - nicht lange, am 11. April wurde er begraben.

Alexander Konstantinowitsch Tsyganow

Alexander, 20 Jahre

Aus der Kleinstadt Plast in der Region Tscheljabinsk zog Alexander Konstantinowitsch Tsyganow in den Krieg - Rufzeichen Zigeuner. Seit dem 4. Februar hatten die Angehörigen keinen Kontakt mehr zu dem jungen Mann. Am 22. April wurde er in seiner Heimatstadt begraben. "Einem Land zu dienen, das so tragisch endet, ist die höchste Form des Patriotismus. Ewige Erinnerung an unseren Helden. Möge Alexanders Seele in Frieden ruhen", schrieb ein Autor im Nachruf.

Anatoli Minligarjew

Anatoli , 21 Jahre

Anatoli Minligarjew, 21 Jahre alt, Maschinengewehrschütze, Angriffskommando, aus Birsk in Baschkortostan. "Nach einem Angriff kamen 14 Mann aus seiner Einheit nicht zurück. Anatoli gehörte dazu", schrieb ein Jounalist aus Kasan, der ein Interview mit ihm vorbereitet hatte.

Jewgeni Romanowitsch Schtschigolew

Jewgeni, 22 Jahre

Aus dem Autonomen Kreis der Jamal-Nenzen zog Jewgeni Romanowitsch Schtschigolew in den Ukrainekrieg. Geboren war der junge Mann am 31.10.2000 in der Stadt Labytnangi. Bereits ab dem 27. Juni 2023 hatte sein Befehlshaber den Kontakt mit ihm verloren und ihn als vermisst gemeldet. Im Januar suchten Sozialdienste seine Angehörigen, seine Überreste wurden am 16. April endlich bestattet.

Kirill Alikowitsch Chawratow

Kirill , 19 Jahre

Am 18.11.23 feierte Kirill Alikowitsch Chawratow seinen 19. Geburtstag. Er lernte an einer Bauhochschule in Kasan, der Hauptstadt  Tatarstans. Am 6. Dezember meldete er sich freiwillig zum Krieg gegen die Ukraine. Zuvor hatte er seine erste Lehrerin besucht. ""Naila Pawlowna, ich gehe jetzt! Ich fragte: Wohin gehst Du? Und er sagte mir - in die Ukraine, das habe ich beschlossen! Ich bin stolz auf meinen Schüler. So pathetisch es auch klingen mag, aber Kirills Entscheidung ist von Pflichtgefühl und Patriotismus diktiert", meinte seine Lehrerin.  Kirills Diktat endete am 1. März 24.

Artem Igorewitsch Rybkin

Artem, 20 Jahre

Über Artem Igorewitsch Rybkin wissen wir nur wenig. Er kam aus der Stadt Kineschma in der Region Iwanowo, war 20 Jahre alt, als er im Krieg getötet wurde. Persönliche Informationen haben wir nicht gefunden und es gibt auch nur ein Foto für den Soldatenausweis von ihm. Die beiden Geistlichen spendeten bei seiner Beisetzung Trost:
"Er gab sein Leben für seine Freunde hin. Und es gibt keine größere Nächstenliebe, "... als wenn jemand sein Leben für seine Freunde hingibt" (Johannes 15,13) - sagt der Herr Christus selbst. Das menschliche Leben ist wie eine Kerze, die wir in der Hand halten - und wie eine Kerze wird auch unser Leben eines Tages ausbrennen. Aber alles hängt davon ab, wie hell diese Kerze brennt, inwieweit sie mit ihrem Licht den Raum für die Menschen um uns herum heiligt, inwieweit dieses Licht in der Lage ist, den Menschen den richtigen Weg des Lebens zu zeigen."

Jewgeni Aleksejewitsch Leonidtschenko

Jewgeni , 20 Jahre

"Ich habe die Entscheidung, mich freiwillig zu engagieren, bewusst und mit großer Verantwortung für das Schicksal meines Landes getroffen. Ich wollte Weltfrieden", so zitiert der VKontakte-Nachruf Jewgeni Aleksejewitsch Leonidtschenko. Jewgeni kommt aus dem Dorf Zimari im Altai-Territorium und feierte am 16. März 24 seinen 20. Geburtstag. Wenige Tage später war er ein weiteres Opfer des russischen Angriffskrieges.

Michail Juriewitsch Nogtew

Michail, 20 Jahre

Aus Petschora, einer Stadt in der Republik Komi, kam Michail Juriewitsch Nogtew. Seine Mutter meldete seinen Tod in den sozialen Netzwerken. Im Januar 24 wurde er im Krieg getötet, im April soll er bestattet werden. Er wurde nur 20 Jahre alt.

Alexej Artemowitsch Bulanow

Alexej, 19 Jahre

Aus der Swerdlowsker Kleinstadt Sredneuralsk kam Alexej Artemowitsch Bulanow, geboren am 05.08.2003. Er war mit seiner Berufsausbildung als Schweißer fertig und musste seinen Wehrdienst antreten. Wehrdienstleistende dürfen nicht im russischen Krieg eingesetzt werden. Aber Alexej kam in die Region Belgorod nahe der ukrainischen Grenze und da wird ständig geschossen. Am 4. April beendeten die Splitter einer Granate sein Leben.

Daniil Tscheklezow

Daniil, 25 Jahre

Daniil Tscheklezow, geb. 30.04.1998, arbeitete in einer Textilfirma in Jekaterinburg als Näher. Am 10.01.24 unterschrieb er beim Militär, ab dem 15. März gab es kein Lebenszeichen mehr von ihm. Seine Mutter identifizierte ihn anhand zugeschickter Fotos seiner Tatoos.

Maxim Witaliewitsch Nastin

Maxim, 21 Jahre

Aus Nischni Nowgorod kam Maxim Witaliewitsch Nastin. Er hatte sich früh der militär-patriotischen Bewegung angeschlossen und anderen Jugendlichen das Militärhandwerk im Allgemeinen und den Umgang mit Waffen im Speziellen beigebracht. Mit 18 verdingte er sich beim Militär, mit 19 ging es in den Krieg und im Februar bekam er Heimaturlaub nach einer Verletzung. Der Heimatzeitung erzählte er von seinen Abenteuern an der Front. Drei Wochen später, zurück im Krieg, kam er unter Beschuss und starb "heldenhaft" - laut seinem Nachruf.

Sachar Kotugin

Sachar, 22 Jahre

Die Stadt Zarechny liegt in der Region Swerdlowsk und hat als größte Attraktion ein Kernkraftwerk. Von dort  kam der Vertragssoldat Sachar Kotugin, gerade mal 22 Jahre alt und schon ein alter Hase im Kriegshandwerk. Ende Januar dozierte er an seiner alten Schule über seine Abenteuer an der Front, Ende März beendeten die Splitter einer Granate sein junges Leben.

Stanislaw Lukin

Stanislaw, 19 Jahre

Stanislaw Lukin kam aus der Großstadt Stary Oskol in der Region Belgorod. Mit 19 Jahren war er im Boxsport Sieger in gesamtrussischen Wettbewerben. Als Freiwilliger zog er in den Krieg. Am 17. März wurde Stanislav verwundet und starb am 28. März im Krankenhaus an einer traumatischen Hirnverletzung. Er erwachte niemehr aus seinem Koma. Sie begruben den Mann in einem offenen Sarg mit zugenähtem Gesicht. Es war von Granatsplittern zerschnitten.

Jewgeni Korjukin

Jewgeni, 21 Jahre

Gestern haben wir uns von unserem Großneffen, Enkel, Sohn und Bruder verabschiedet – Jewgeni Korjukin. Er kämpfte heldenhaft und starb beim Sturm auf Avdeevka. Er war erst 21 Jahre alt. Ewige Erinnerung an ihn und alle gefallenen Helden! Passt auf eure Jungs auf! VKontakte

Juri Pawlowitsch Prisjaschnjuk

Juri, 21 Jahre

Bei der Ausübung seines offiziellen Dienstes in der Zone des nördlichen Militärbezirks starb Juri Pawlowitsch Prisjaschnjuk heldenhaft . Die Verabschiedung findet am 7. März 24 im Kulturzentrum im Dorf Deulina im Bezirk Kargapol (Kurgan) von 11:00 bis 12:00 Uhr statt

VKontakte, 05.03.24

Паршутин Семён Романович

Semjon, 19 Jahre

Großmutter Natalja Kljukowa aus Rostow am Don schreibt am 3. März dieses Jahres:
Mein Enkel, Semyon Romanovich Parshutin, starb am 28.02.2024 während seines Dienstes in der Zone des nördlichen Militärbezirks. Er war erst 19 Jahre alt. Rufzeichen Sani.

Ilja Andrejewitsch Basarow

Ilja, 21 Jahre

Es ist kalt in Mirny, einer Stadt mit etwa 34.000 Einwohnern in der Region Jakutien, die heute Sacha genannt wird. Die durchschnittliche Temperatur über das Jahr ist etwa -10 Grad Celsius. Von dort aus hat es  Ilja Andrejewitsch Basarow in den fernen Krieg in der Ukraine gezogen. Er hatte sich freiwillig im Herbst 2023 zum Kriegsdienst gemeldet, einen Beruf hatte der junge Mann wohl nicht. Viele Möglichkeiten gibt es dort auch nicht. Man kann untertage in einer Diamantenmine arbeiten, besonders attraktiv ist das nicht, die Bevölkerung schrumpft. Jetzt ist auch Ilja weg, er hat seinen 22. Geburtstag knapp verpasst.

Iwan Alexejewitsch Stoljarow

Iwan, 21. Geburtstag verpasst

Gefreiter, Gewehrschütze-Assistent-Granatwerfer der motorisierten Gewehrbrigade, Iwan Alexejewitsch Stoljarow, Rufzeichen "GOLDEN", geboren am 20.02.2003 in Joschkar-Ola, wurde am 14.02.2024 im Gebiet der Siedlung Belogorovka bei der Erfüllung der Aufgaben während der Kampfhandlungen auf dem Gebiet der Ukraine, LNR, DNR getötet. 7. November 2023 erhielt er die Medaille "Ruhm des Soldaten", 9. März 2024 wurde ihm posthum der "Orden der Tapferkeit" verliehen. Ruhm den Helden !!!

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