31.08.2026 -- 230.141// Zuwachs zum 31.07.2026: 6.580

Trolleybus in Twer -- Urheber: Rakoon -- Lizenz: CC0
Twer befindet sich etwa 170 km nordwestlich von Moskau an der Mündung des Flüsschens Twerza in die Wolga. Die Stadt hat ungefähr 400 Tausend Einwohner und ist Hauptstadt der Oblast Twer mit knapp 1,4 Millionen Einwohnern. Twer ist ein wichtiges Industriezentrum in Russland mit Holz-, Textil und Chemieindustrie und zudem Universitätsstadt.
Twer: Teil I bis 100 -- Teil II bis 200 -- Teil III bis 400 -- Teil IV bis 1.000 -- Teil V bis 2.000 -- Teil VI ab 2.001
Weiterlesen: Twer - Sterben mit Mut und Heldentum -- Teil VI
Luftverschmutzung über Tscheljabinsk -- Urheber: LEANSER -- Lizenz: CC BY-SA 4.0
Tscheljabinsk, die Millionenstadt im Ural, trat vor zehn Jahren in den Mittelpunkt des Interesses. Im Gebiet der Oblast ging ein ein riesiger Meteor mit einem Gewicht von etwa 12.000 Tonnen nieder - der größte seit über 100 Jahren. Durch die Druckwelle entstand eine laute Abfolge von Knallen, Fenster gingen zu Bruch und das Dach einer Fabrik stürzte ein.
Die Stadt Magnitogorsk mit über 400.000 Bewohnern ist ein Zentrum der russischen Stahlindustrie. In Begleitung der Stahlverarbeitung kommt eine sehr hohe Luftverschmutzung mit hohen Schwefelwerten in der Luft und Schwermetalle im Trinkwasser.
Im Krieg gegen die Ukraine wird auch in der Oblast Tscheljabinsk fleißig gestorben. Die Opfer kommen vorwiegend aus den Dörfern und Kleinstädten, was die Zuordung häufig erschwert.
Tscheljabinsk: Teil I bis 100 -- Teil II bis 200 -- Teil III bis 400 -- Teil IV bis 600 -- Teil V bis 800 -- Teil VI bis 1000 -- Teil VII bis 1.500 -- Teil VIII bis.2.000 - Teil IX bis 3.000 - Teil X bis 4.000 -- Teil XI bis 5.000 -- Teil XII bis 6.000 -- Teil XIII bis 7.000 -- Teil XIV ab 7.001
Weiterlesen: Tscheljabinsk - Sterben für Frieden und Wohlstand - Teil XIV
Ruine der Turbinenhalle des Wasserkraftwerks B. Karajskaja in der Oblast Saratow -- Urheber/Fotograf: Lizemz: CC BY 3.0
Die Oblast und Stadt Saratow haben eine deutsche Geschichte. Auf Einladung der deutschstämmigen Zarin Katharina II zogen sehr viele Deutsche, besonders aus Süddeutschland, in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts in die Region - die Wolgadeutschen, wie sie genannt wurden. Josef Stalin beendete dann 1941 deren Einfluss auf die Region. Aus Angst vor Kollaboration mit den vorrückenden deutschen Truppen wurden die deutschstämmigen Bürger nach Zentralasien und Sibirien deportiert.
In der Oblast Saratow gibt es zwei Städte, die nach deutschen Kommunisten benannt sind: Marx und Engels. Auf einem Flughafen von Engels sind Langsteckenbomber stationiert, die regelmäßig Marschflugkörper in Richtung der Ukraine abfeuern. Aus aktuellen Anlass - das Treibstoffdepot des Flughafens wurde in der Nacht vom 7. auf 8. Januar 2025 mit Drohnen angegriffen, die einen großen Brand verursachten.
Auch Saratow hat eine hohe Anzahl von gefallenen Soldaten im Krieg gegen die Ukraine zu verzeichnen.
Saratow: Teil I bis 99 -- Teil II bis 300 -- Teil III bis 500 -- Teil IV bis 700 -- Teil V bis 1.000 -- Teil VI bis 1.500 -- Teil VII bis 2.000 -- Teil VIII bis 3.000 -- Teil IX bis 4.000 -- Teil X bis 5.000 -- Teil XI bis 6.000 -- Teil XII ab 6.001

Autofriedhof in der Autostadt Toljatti in Samara -- Foto: Svetlov Artem -- Lizenz: CC BY 3.0
Die Oblast Samara ist eine der bedeutendsten Industrieregionen Russlands, zudem hat man in der Region Erdöl gefunden. Der größte russische Autohersteller AwtoWAS (Lada/Schiguli) produziert in der Großstadt Toljatti. Über drei Millionen Menschen wohnen in der Oblast, davon etwa 1,2 Millionen in der Stadt Samara und 700.000 in Toljatti. Die ländlichen Gebiete dagegen sind nur dünn besiedelt, die gesamte Bevölkerung der Oblast schrumpft seit Jahren.
Hatte die Region Samara bisdahin eine geringe Rate an toten Soldaten im Krieg gegen die Ukraine, änderte sich das mit der Sylvesternacht 2022/23 schlagartig. Mindestens 138 Soldaten aus der Region wurden allein bei einem Raktenangriff auf eine von der russischen Armee als Unterkunft und Hauptquartier benutzten Berufsschule in Makijiwka getötet.
Samara: Teil I bis 100 -- Teil II bis 200 -- Teil III bis 400 -- Teil IV bis 600 -- Teil V bis 800 -- Teil VI bis 1.000 -- Teil VII bis 1.500 -- Teil VIII bis 2.000 -- Teil IX bis 3.000 -- Teil X bis 4.000 -- Teil XI ab 4.001
Weiterlesen: Samara - gestorben zum Schutz von Donezk und Luhansk - Teil XI

Das Dorf Halbstadt im Deutschen Nationalkreis in der Region Altai - Urheber: vlakon1986 - Lizenz: CC BY-SA 3.0
Die Region Altai ist eine Verwaltungsregion (Krai) in Russland. Die Region liegt im südlichen Sibirien am Oberlauf des Ob. Sie grenzt im Süden an Kasachstan und im Südosten an die Republik Altai.
In der Region leben etwa 2,1 Millionen Menschen, davon kommen auf das Verwaltungszentrum Barnaul 620.000 Einwohner. Etwa drei Prozent der Bürger sind deutscher Abstammung, unter den Opfern des Krieges finden sich folglich häufig deutsche Nachnamen in unseren Listen.
Region Altai: Teil I bis 200 -- Teil II bis 400 -- Teil III bis 1.000 -- Teil IV bis 1.500 -- Teil V bis 2.000 -- Teil VI bis 3.000 -- Teil VII bis 4.000 -- Teil VIII ab 4.001
Weiterlesen: Im Kampf gegen "Nazis" wird auch im Altai gestorben - Teil VIII

Pskow ist Garnisonsstadt für die 76. Garde-Luftsturm-Division, die bereits im ersten Krieg gegen die Ukraine im Jahr 2014 und auch beim Massaker von Butscha beteilgt war. Das Foto zeigt eine Übung der Spezialeinheit.
Die Oblast Pskow ist eine Verwaltungseinheit im Nordwesten Russlands mit etwa 700.000 Einwohnern. Hauptstadt ist die gleichnamige Stadt mit ca. 200.000 Einwohnern. Die Region ist landwirtschaftlich geprägt mit vielen Seen und Wäldern.
Pskow: Teil I bis 150 -- Teil II bis 500 -- Teil III bis 1.000 -- Teil IV ab 1.001
Weiterlesen: Pskow - Todesumstände meist unbekannt - Teil IV

Die Erdölraffinerie in Omsk wurde Anfang Juli 2026 durch ukrainische Drohnen beschädigt
Omsk ist eine Großstadt in Sibiren mit 1,1 Millionen Einwohnern. Es ist auch die Hauptstadt der gleichnamigen Oblast mit einer Gesamtbevölkerung von knapp zwei Millionen. Die Region Omsk ist der viertgrößte Wirtschaftsstandort Russlands, mit einem Zentrum der Petro- und Rüstungsindustrie. Angebunden ist die Stadt an die Transsibirische Eisenbahn.
Auch Omsk ist eine Stadt aus den Randgebieten Russlands. Die Oblast grenzt im Süden an Kasachstan. Nach Kiew sind es etwa 3.000 km Luftlinie, trotzdem sterben junge Menschen auch im Krieg russischen Krieg gegen die Ukraine.
Omsk: Teil I bis 200 -- Teil II bis 400 -- Teil III bis 1.000 -- Teil IV bis 2.000 -- Teil V bis 3.000 -- Teil VI ab 3.001
Weiterlesen: Omsk - opfern für Frieden und Gerechtigkeit - Teil VI
Ukrainische Drohnen haben am 15.08.2026 ein Lagerhaus im Dorf Poledino angegriffen. Das kleine Dorf gehört zur Großstadt Podolsk mit 350.000 Bewohnern in der Oblast Moskau.
Die Oblast Moskau ist so etwas wie der Speckgürtel rund um Moskau. Die Stadt Moskau ist zwar der Verwaltungssitz der Oblast, ist aber ein eigenstädiges Föderationssubjekt. Die Oblast ist eine der dichtest besiedelsten Regionen Russlands und nach der Stadt Moskau die Region mit der höchsten Bevölkerung. Nach der Volkszählung von 2010 lebten 7,1 Millionen Menschen in der Region, die englische Wikipedia nennt inzwischen sogar 8,5 Millionen. 17 Großstädte über 100.000 Einwohner befinden sich in der Oblast, es gibt auch noch geschlossene Städte, nämich eine Stadt und vier städtische Siedlungen.
Was für die Stadt Moskau gilt, gilt auch für die Oblast in etwas abgeschwächter Form: Es gilt Kriegstote im Krieg gegen die Ukraine zu vermeiden. Folglich sind die Kriegsopfer gemessen an der Bevölkerung mit die niedrigsten in ganz Russland.
Oblast Moskau: Teil I bis 500 -- Teil II bis 700 -- Teil III bis 1.000 -- Teil IV bis 1.500 -- Teil V bis 2.000 -- Teil VI bis 2.500 -- Teil VII bis 3.000 -- Teil VIII bis 4.000 -- Teil IX bis 5.000 -- Teil X bis 6.000 -- Teil XI ab 6.001
Das Dorf Medjakowo im Kupinsky Bezirk in der Oblast Nowosibirsk -- Urheber: Xrtls2 -- Lizenz: CC BY-SA 4.0
Das Dorf hatte im Jahr 2010 576 Bewohner, die Hauptstraße ist aus Schotter, es gibt keine Kanalisation und auch keine Gasversorgung.
Nowosibirsk, die drittgrößte Stadt Russlands, die größte Stadt Sibiriens und Hauptstadt der Oblast Nowosibirsk hat etwa 1,6 Millionen. Einwohner. Sie liegt in Westsibirien. Die Landschaft im Oblast ist meist flach. Die Stadt ist ein ökonomisches Zentrum in Sibirien mit Flugzeugbau, Herstellung von Nuklearbrennstäben, Generatoren, Textil- und Landwirtschaft.
Die gesamte Oblast zählte im Jahr 2024 2,8 Millionen Einwohner. Die Wirtschaft der Region Nowosibirsk ist nicht typisch für Russland. Seit Mitte der 2000er Jahre macht der Dienstleistungssektor über 60 % des Bruttoregionalprodukts aus , während die Industrie (20–24 %) und die Landwirtschaft (6–9 %) einen relativ geringen Anteil haben.
Nowosibirsk: Teil I bis 100 -- Teil II bis 200 -- Teil III bis 300 -- Teil IV bis 500 -- Teil V bis 1.000 -- Teil VI ab 1.500 -- Teil VII bis 2.000 -- Teil VIII bis 3.000 -- Teil IX bis 4.000 -- Teil X ab 4.001
Weiterlesen: Nowosibirsk -- freundliche, fröhliche Menschen sterben den Heldentod - Teil X
Brennendes Auslieferungslager der Firma Wildberries in Krasnodar am 22.07.26. Der Brand wurde durch einen ukrainischen Angriff hervorgerufen.
Die Region Krasnodar zählt zu den dichtestbesiedelten und wirtschaftlich am stärksten entwickelten Regionen Russlands. Insbesondere die Landwirtschaft ist ein Schwerpunkt der Region. Die fruchtbaren Schwarzerdeböden brachten der Region Krasnodar den Namen „Kornkammer Russlands“, dazu gibt es Weinanbau, Tee, Tabak und Zitrusfrüchte.
Die Stadt Gelendschik ist eine der wichtigsten touristischen Zentren in der Region. Sie liegt etwa 90 km südwestlich der Hauptstadt Krasnodar. Ganz in der Nähe von Gelendschik steht auch jenes geheimnisvolle Anwesen, das Alexei Nawalny in einem Film als Putins Palast vorgestellt hat.
Bei etwa fünf Millionen Einwohnern sind die bisher gemeldeten Kriegstoten im Ukrainekrieg keine bedeutende Zahl. Aber auf den Friedhöfen der Region wächst die Anzahl der Soldatengräber, so ist es nur eine Frage der Zeit, bis auch jene verheimlichten Verluste in die Öffentlichkeit gelangen. Die Kriegsgräber rund um Krasnodar haben wir in einer gesonderten Datei zusammengefasst, soweit es keine weiteren Informationen zu den dort begrabenen Soldaten gibt, die zudem auch aus anderen Regionen kommen können.
Krasnodar:
Teil I bis 102 -- Teil II bis 300 -- Teil III bis 400 -- Teil IV bis 600 -- Teil V bis 800 -- Teil VI bis 1.000 -- Teil VII bis 1.500 -- Teil VIII bis 3.000 -- Teil IX bis 4.000 -- Teil X bis 5.000 -- Teil XI bis 6.000 -- Teil XII ab 6.001 --
Friedhöfe I bis 100 -- Friedhöfe II bis 300 -- Friedhöfe bis 500 -- Friedhöfe ab 501
Wagner-Friedhof I -- Wagner Friedhof II -- Wagner Friedhof III
Weiterlesen: Krasnodar - von der russischen Riviera in den ukrainischen Tod -- Teil XII
Stadtbus in Kostroma - Marke LiAZ-677 -- Foto: Jeka3000 -- Lizenz: CC BY-SA 3.0
Kostroma ist eine russische Stadt mit etwa 270.000 Einwohnern. Sie liegt etwa 300 Kilometer nordöstlich von Moskau am Zusammenfluss der Wolga und des Flusses Kostroma und ist eine der ältesten und architektonisch reizvollsten russischen Städte.
Kostroma ist gleichzeitig auch die Hauptstadt der Oblast Kostroma mit etwa 670 Tausend Einwohnern.
Kostroma ist auch die Heimat des 331. Luftlanderegiments. Die Elitetruppe wurden bereits im ersten russischen Krieg gegen die Ukraine zwischen 2014 und 2016 eingesetzt. Bei der russischen Invasion im Februar 2022 war die Einheit ebenfalls mit dabei. Die Falschirmjäger hatten den Auftrag, den Flughafen Gostomel am Stadtrand von Kiew einzunehmen. Der Flughafen sollte als Ausgangsbasis für die Einnahme von Kiew dienen. Der Angriff scheiterte und das Regiment erlitt hohe Verlust. So verzeichneten wir zu Beginn des Krieges sehr viele Gefallene aus Kostroma, später gingen dann die Verluste aus der Region zurück.
Kostroma: Teil I bis 200 -- Teil II bis 500 -- Teil III bis 1.000 -- Teil IV ab 1.001
Hauptstadt Jakutsk im Februar 2019 -- Urheber: Ilya Varlamov Lizenz: CC BY-SA 4.0
Jakutien oder Sacha wie das Land heute amtlich heißt, ist eine Republik im nordöstlichen Teil des asiatischen Russlands. Die Fläche des Landes ist beinahe so groß wie Indien, aber dünn besiedelt, gerade mal eine knappe Million Einwohner hat die Region. Das Land ist reich an Bodenschätzen - Edelmetallen, Erdöl, Erdgas, Kohle und Diamanten.
Der Journalist Vitaly Obedin zu Jakutien: „Leider kann der Chef von Jakutien derzeit am besten das Image einer kreativen, exotischen und fortschrittlichen Region auf föderaler Ebene verkaufen ... Und dies wird nicht durch die Tatsache behindert, dass mehr als ein Viertel der Bevölkerung hier im Winter bei minus 40 "auf Holztoiletten geht, heizt die Räumlichkeiten mit Holz und nutzt mangels fließendem Wasser das auf den Seen gehackte Eis".(Telegram-Link)
Sacha (Jakutien): Teil I bis 100 -- Teil II bis 300 -- Teil III bis 500 -- Teil IV bis 1.000 -- Teil V bis 2.000 -- Teil VI bis 3.000 -- Teil VII ab 3.001
Weiterlesen: Jakutien - mit goldenen Händen zum Krieg in der Ukraine - Teil VII
Im Jahr 2011 mischte sich der russische Präsident noch unter das Volk, inzwischen verbringt er seine Zeit meist im Bunker. Hier besuchte er das kleine Dorf Tugnoi mit 740 Bewohnern in Burjatien. Die Hauptstraße ist lediglich geschottert und seither dürfte sich wenig geändert haben. Dafür starben inzwischen mindestens 12 Männer aus dem Dorf im Krieg gegen die Ukraine. Rechnet man das mit unserem üblichen Faktor (Kriegstote auf 100.000 Menschen) um, dann erhält man den Wert 1.622. Im Vergleich - ganz Burjatien hatte im Juli 2026 einen Wert von 522.
Die Burjaten, Namensgeber der Republik, sind eine mongolische Ethnie, die vorwiegend den Buddhismus als Religion praktizieren. Sie stellen aber in der Republik eine Minderheit dar, zwei Drittel der Bevölkerung sind Russen.
Die Entfernung zwischen Ulan-Ude und Kiew beträgt über 5.000 km Luftlinie, mit dem Auto sind es noch einmal 1000 km extra. Trotzdem tragen Burjaten einen erheblichen Beitrag zum Krieg Russlands gegen die Ukraine bei und haben im Verhältnis zur Bevölkerung den zweihöchsten Anteil der Kriegsopfer aller russischen Gebietseinheiten.
Burjatien: Teil I bis 99 -- Teil II bis 199 -- Teil III bis 300 -- Teil IV bis 400 -- Teil V bis 500 -- Teil VI bis 700 -- Teil VII bis 900 -- Teil VIII bis 1100 -- Teil IX bis 1.500 -- Teil X bis 2.000 -- Teil XI bis 3.000 -- Teil XII bis 4.000 -- Teil XIII bis 5.000 -- Teil XIV ab 5.001
Rauchfahnen der Severstal-Werke in Tscherepowez -- Foto: CC BY 3.0
Die Oblast Wologda gehört zum Föderationskreis Nordwestrusslandund und hat etwa 1,2 Millionen Einwohner. Verwaltungssitz ist die gleichnamige Stadt mit etwa 300.000 Bewohnern, die am Fluss Wologda liegt. Der wichtigste Wirtschaftsstandort der Region ist die Stadt Tscherepowez mit 310.000 Einwohnern.
Die Landschaft der Oblast ist hügelig mit vielen Flüssen, Seen, Sümpfen und mit lehmigen Böden. 70 Prozent des Gebietes sind von Wäldern bedeckt, weitere 12 Prozent sind Sümpfe und Moorlandschaften. Nur 11 Prozent können landwirtschaftlich genutzt werden. Wichtigster Wirtschaftsfaktor ist die Metall verarbeitende Industrie.
Wologda: Teil I bis 150 -- Teil II bis 300 -- Teil III bis 500 -- Teil IV bis 1.000 -- Teil V bis 2.000 -- Teil VI ab 2.001

Drohnenproduktion in der Stadt Jelabuga in Tatarstan
Die russische Republik Tatarstan hat etwa 3,8 Millionen Einwohner, davon leben 1,14 Millionen in der Hauptstadt Kasan. Namensgeber der Republik sind die Tataren, die nach der letzten Erhebung 2021 53,6% der Bevölkerung stellen. Die Tataren sind ein Turk-Volk muslimischen Glaubens. Die größte Minderheit in Tatarstan stellen die Russen mit 39,3 % Bevölkerungsanteil.
Tatarstan gilt als eine der reichsten Republiken Russlands mit reichhaltigen Gas- und Erdölvorkommen und einer entwickelten Industrie.
Dank des aktiven Telegramkanals "Погибшие из Татарстана" (Die Toten aus Tatarstan) dürften in dieser Republik beinahe alle Kriegstoten dokumentiert werden.
Republik Tatarstan: Teil I bis 100 -- Teil II bis 200 -- Teil III bis 300 -- Teil IV bis 500 -- Teil V bis 700 -- Teil VI bis 1.000 -- Teil VII bis 1500 -- Teil VIII bis 2.000 -- Teil IX bis 2.500 -- Teil X bis 3.000 -- Teil XI bis 3.500 -- Teil XII bis 4.000 -- Teil XIII bis 5.000 -- Teil XIV bis 6.000 -- Teil XV bis 7.000 -- Teil XVI bis 8.000 -- Teil XVII bis 9.000 -- Teil XVIII bis 10.000 -- Teil XIX ab 10.001
Weiterlesen: Tatarstans Jugend verblutet in der Ukraine -- Teil XIX
Hütte auf Sanddüne in Komi -- Urheber: ojkumena
Die Republik Komi liegt im äußersten Nordosten Europas, Hauptstadt ist Syktywkar. Das Land ist dünn besiedelt, etwa 900.000 Menschen leben dort, davon über 200.000 in der Hauptstadt. Die Landschaft ist flach, eine dünnbesiedelte Taiga- und Tundra-Vegetation. Das Gebiet ist reich an Bodenschätzen mit Kohle, Erdöl, Erdgas und Eisenerzen.
Wie aus allen, noch so entfernten Regionen sterben auch Bürger Komis im Ukrainekrieg.
Komi: Teil I bis 150 -- Teil II bis 300 -- Teil III bis 500 -- Teil IV bis 1.000 -- Teil V bis 2.000 -- Teil VI ab 2001
Weiterlesen: Republik Komi - gefallene Soldaten aus dem hohen Norden - Teil VI

Aluminiumschmelze in der Stadt Bratsk -- Urheber: A.D. -- Lizenz: CC BY 4.0
Irkutsk liegt am Abfluss des Baikalsees im südlichen Sibirien und ist die Hauptstadt der gleichnamigen Oblast. Die Universitätsstadt hat knapp 600 Tausend, die gesamte Oblast etwa 2,5 Millionen Einwohner. Die Region ist ein wirtschaftliches Zentrum in Sibirien mit Schwerindustrie, Flugzeugbau ( Ilyuschin, MiG, Suchoi, Tupolew, Yak) und Aluminiumproduktion.
Die Distanz zwischen Irkutsk und Kiew beträgt etwa 5.000 km (Fahrstrecke ca 6.000 km). Im Verlauf des Krieges gegen die Ukraine stiegen ab September 2025 die Kriegstoten aus der Region Irkutsk überdurchschnittlich an.
Irkutsk: Teil I bis 100 -- Teil II bis 200 -- Teil III bis 300 -- Teil IV bis 500 -- Teil V bis 700 -- Teil VI bis 1.000 -- Teil VII bis 1.500 -- Teil VIII bis 2.000 -- Teil IX bis 3.000 -- Teil X bis 4.000 -- Teil XI bis 5.000 -- Teil XII bis 6.000 -- Teil XIII ab 6.001
Weiterlesen: Irkutsk - Sterben in einem 5000 km entfernten Krieg - Teil XIII
06.06.2026 - Trainingslager für Auszubildende des Transuralen Agrar- und Industriekollegs
Die Republik Baschkortostan hat sich nach dem Zerfall der Sowjetunion weitgehende Autonomierechte gesichert, die aber von der Zentralregierung in Moskau immer weiter eingeschränkt werden. Baschkortostan ist die bevölkerungsreichste unter den russischen Teilrepubliken mit 4,1 Millionen Bewohner, die Hauptstadt Ufa hat etwa 1,1 Millionen Einwohner.
Nach der letzten Volkszählung im Jahr 2020 stellen die Russen mit 36,9 % die größte Gruppe der Bevölkerung, die Baschkiren kommen auf 31% und die Tataren auf 23,9% . Baschkiren und Tataren sind überwiegend muslimischen Glaubens.
Die Teilrepublik gilt als wohlhabend mit einer gut ausgebildeten Infrastruktur und eigenen Erdölvorkommen. Doch dieser Reichtum ist nicht in den ländlichen Gebieten angekommen.
Im Krieg gegen die Ukraine steht die Teilrepublik aber fest an der Seite der Zentralregierung und hat eigene Freiwilligenverbände an die Front geschickt. Diese Freiwilligen werden bei vielen Angriffen ganz vorne in den Tod geschickt, im Volksmund "Fleischangriffe" genannt. Im Winter 2024 gab es Proteste wegen der Verurteilung eines politischen Aktivisten. Es zeigte sich bei diesen Protesten, dass die Bevölkerung mit den extrem hohen Opferzahlen im Krieg gegen die Ukraine unzufrieden ist.
Baschkortostan hat unter allen föderalen Einheiten Russlands in absoluten Zahlen die höchste Anzahl an Kriegstoten.
Baschkortostan:
Teil I bis 99 -- Teil II bis 200 -- Teil III bis 300 -- Teil IV bis 500 -- Teil V bis 700 -- Teil VI bis 900 -- Teil VII bis 1.100 -- Teil VIII bis 1300 -- Teil IX bis 2.000 -- Teil X bis 2.500 -- Teil XI bis 3.000 -- Teil XII bis 3.500 -- Teil XIII bis 4.000 -- Teil XIV bis 4.500 -- Teil XV bis 5.000 -- Teil XVI bis 6.000 -- Teil XVII bis 7.000 -- Teil XVIII bis 8.000 -- Teil XIX bis 9.000 -- Teil XX bis 10.000 -- Teil XXI ab 10.001
Weiterlesen: Baschkiren, die für den Donbass starben - Teil XXI
Sowjetische Nostalgie: Kulturpalast des Progress Hubschrauberwerkes in Arsenjew -- Foto: Andshel -- Lizenz: CC BY-SA 3.0
Fährt man mit der Transsibirischen Eisenbahn immer weiter nach Osten landet man am Ende in Wladiwostok. Die Stadt am Pazifischen Ozean ist die Hauptstadt der Region Primorje, was so viel heißt wie "am Meer gelegen". Von Wladiwostok aus gibt es übrigens eine Fähre weiter nach Japan. Die Region hat ungefähr zwei Millionen Bewohner wovon etwa 600 Tausend in Wladiwostok leben. Obwohl die Stadt geografisch auf Höhe von Florenz liegt, ist das Klima wesentlich rauer mit kalten und trockenen Wintern und schwül milden Sommermonaten.
Primorje hat eine lange Grenze zu China und was im Moment politisch interessant ist, eine kurze Grenze zu Nordkorea. Die ist nur 17 km lang, aber es gibt eine Eisenbahnbrücke über den Grenzfluss Tumen - keine Straßenverbindung. Genau über diese Verbindung kann Nordkorea Russland auch Nachschub an Waffen und Munition liefern.
Die Stadt Arsenjew hat rund 47.000 Einwohner. Wichtigstes Unternehmen der Stadt ist die Hubschrauber-Fabrik Progress. Wir haben die Kriegstoten der Stadt in einem ausführlichen Beitrag vorgestellt.
Region Primorje: Teil I bis 300 -- Teil II bis 500 -- Teil III bis 1.000 -- Teil IV bis 2.000 -- Teil V bis 3.000 -- Teil VI ab 3.001
Verlassene Schule in der geschlossenen Stadt Norilsk, der nördlichsten Großstadt der Erde -- Foto: Bestito -- Lizenz: CC BY-SA 3.0
Die Region Krasnojarsk liegt in der Mitte Sibiriens und umfasst eine riesige Fläche von ca. 2,4 Millionen km ² - also etwas größer als Grönland. Von Süden nach Norden betrachtet, erstreckt sich das Land etwa von Kopenhagen bis 1400 km zum Nordpol. Die Region hat 2,8 Millionen Einwohner wovon knapp eine Million in der Hauptstadt Krasnojarsk leben.
Die wichtigen Industriezweige der Region wie die Schwerindustrie sind im Süden der Region angesiedelt, mit Bergbau, Aluminiumproduktion, Metallverarbeitung usw. Nahe der Stadt Krasnojarsk liegt einer der größten unterirdischen Industriekomplexe der Welt, das „Bergbau- und Chemiekombinat“ Schelesnogorsk (früher Krasnojarsk-26), ein früher streng geheimes und bis heute von der Außenwelt abgeschirmter Betrieb, in dem seit seiner Gründung in den 1950er Jahren unter anderem in drei Plutonium-Reaktoren Material für das russische Kernwaffenprogramm erzeugt wird.
Dudinka ist eine geschlossene Stadt mit etwa 20.000 Einwohnern, die 300 km nördlich des Polarkreises liegt. Der Hafen ist Fluss- und Meerhafen zugleich und wird künstlich eisfrei gehalten. Über den Hafen wird die Nickelproduktion aus Norilsk weltweit verschifft.
Krasnojarsk: Teil I bis 500 -- Teil II bis 1.000 -- Teil III bis 1.500 -- Teil IV bis 2.000 -- Teil V bis 3.000 -- Teil VI bis 4.000 -- Teil VII ab 4.001
Eingetragenes architektonisches Denkmal in der Klubnaya-Straße 3 in Wolgograd - Foto: CC BY-SA 4.0
Wolgograd, das frühere Stalingrad, ist eine russische Großstadt mit etwa einer Million Einwohnern. Sie ist das administrative und wirtschaftliche Zentrum an der unteren Wolga. Die Stadt ist ein bedeutender Verkehrsknotenpunkt und ein wichtiges Industriezentrum. In der Oblast Wolgograd leben etwa 2,5 Millionen Menschen, die Oblast gehört zu den wirtschaftlich führenden Regionen in ganz Russland.
Wolgograd: Teil I bis 99 -- Teil II bis 200 -- Teil III bis 300 -- Teil IV bis 400 -- Teil V bis 600 -- Teil VI bis 800 -- Teil VII bis 1.000 -- Teil VIII bis 2.000 -- Teil IX bis 3.000 -- Teil X bis 4.000 -- Teil XI ab 4.001
Weiterlesen: Wolgograd - Befehle befolgen bis zum Schluss - Teil XI
Historische Getreidemühle in Dimitrowgrad -- Foto: Ludvig14 -- Lizenz: CC BY-SA 3.0
Uljanowsk ist eine russische Großstadt an der Wolga mit etwa 600.000 Einwohnern und Hauptstadt des Gebietes Uljanowsk. Die Stadt liegt an der Wolgaplatte, an den Ufern der Flüsse Wolga (Kuibyschewer Stausee) und Swijaga, an dem Punkt, wo ihre Kanäle zusammenlaufen. Sie liegt 890 km östlich/südöstlich von Moskau.
Aus der Region werden vereinzelte Proteste gegen den Ukrainekrieg berichtet.
Uljanowsk: Teil I bis 100 -- Teil II bis 200 -- Teil III bis 400 -- Teil IV bis 1.000 -- Teil V bis 2.000 -- Teil VI ab 2.001
Weiterlesen: Uljanowsk: Kriegstote begraben und Demonstranten verurteilt -- Teil VI
Am Strand des Waldai-Sees -- Urheber: Александр Байдуков - Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Oblast Nowgorod liegt im Nordwesten Russlands und grenzt an die Oblast Leningrad. Es leben dort etwa 600.00 Einwohner davon ca. 200.000 in der Hauptstadt Weliki Nowgorod. Industrieproduktion macht etwa 40 % des Bruttonationaleinkommens der Oblast aus - in der Mehrzahl Chemieunternehmen.
Zum Foto: Auf einer Halbinsel des Waldai-Sees befindet sich ein offizieller Amtssitz des russischen Präsidenten - etwa 20 km von der Stadt Waldai entfernt. Zu der „Datscha“ führt eine extra angelegte Bahnstrecke. Angeblich würden sich Putins Töchter dort aufhalten.
Nowgorod: Teil I bis 100 -- Teil II bis 500 -- Teil III bis 1.000 -- Teil IV ab 1.001
Weiterlesen: Nowgorod - Auszeichnungen für Kriegstod - Teil IV
Dorf Schekino mit 59 Bewohnern im Jahr 2010 -- Urheber: - Lizenz: CC BY-SA 3.0
Die Oblast Nischni Nowgorod liegt im europäischen Teil Russlands an der Wolga, ihre Fläche ist beinahe so groß wie Österreich. Von Moskau aus erreicht man die gleichnamige Hauptstadt leicht mit der Transsibierischen Eisenbahn, die Fahrtzeit beträgt etwa vier Stunden. Nischni Nowgorod gehört zu den interessantesten russischen Städten.
Mit Beginn der Mobilisierung Ende September 2022 haben sich die Todeszalhlen russischer Soldaten im Krieg gegen die Ukraine in fast allen Verwaltungseinheiten an der Wolga beschleunigt - auch aus der Oblast Nischni Nowgorod.
Nischni Nowgorod: Teil I bis 100 -- Teil II bis 300 -- Teil III bis 500 -- Teil IV bis 700 -- Teil V bis 1.000 -- Teil VI bis 2.000 -- Teil VII bis 3.000 -- Teil VIII ab 3.001
Weiterlesen: Nischni Nowgorod: Die Besten gehen in der Ukraine in den Tod -- Teil VIII
Großstadt Nowokusnezk - Urheber: Игоревич -- Lizenz: CC BY 3.0
Kusbass, das ist der bekanntere Name für die Region Kemerowo. Er steht für das große Steinkohlerevier Kusnezker Becken, aus dem die meiste russische Kohle gefördert wird.
Die Region Kemerowo gehört zu den dichtbesiedelsten Gebieten Sibiriens, die Oblast hat ca. 2,8 Millionen Einwohner. Davon leben in der gleichnamigen Stadt über 500 Tausend Menschen. Der Raubbau an der Natur bringt die erwartbaren Konsequenzen - großflächige Umweltverschmutzungen und Zerstörungen der Landschaft, Smog mit geringerer Lebenserwartung der Menschen.
Kemerowo: Teil I bis 400 -- Teil II bis 1.000 -- Teil III bis 1.500 -- Teil IV bis 2.000 -- Teil V ab bis 3.000 -- Teil VI bis 4.000 -- Teil VII ab 4.001
Weiterlesen: Kemerowo - Andenken an die Kriegshelden -- Teil VII

„Unser geliebter Sohn, Ehemann, Bruder, Neffe und Freund Boris Andrejewitsch Schaurow starb im Einsatz während einer militärischen Spezialoperation. Im Oktober 2022 wurde er in die SWO-Zone abkommandiert. Fast vier Jahre lang diente er seinem Land und war stets seinen Kameraden zur Seite. Er war ein gütiger, fröhlicher Mann mit einem großen Herzen. Er hatte viele Pläne für sein Leben, die er leider nicht mehr verwirklichen konnte,“ schreiben die Angehörigen im Nachruf. Boris wurde am 20. September 1991 geboren und lebte in Barnaul, der Hauptstadt der Region Altai.

Nachdem die Aufmerksamkeit zu unseren Veröffentlichungen wächst, eine kurze Information zu OskarMaria.
Unter diesem Pseudonym war der Initiator im Internet seit über 25 Jahren recht unregelmäßig präsent. Ab dem Jahr 2014 hat er hier über die Situation in den von Russland besetzten Gebieten des Donbass geschrieben. Als einer der ersten Journalisten überhaupt informierte er über die damals neu gegründete Gruppe Wagner.
Beruflich war er seit den 80-iger Jahren Geschäftsführer von diversen Medienunternehmen im Printbereich. Jetzt im Ruhestand, Kinder erwachsen, bleibt etwas mehr Zeit, die gesammelten Erfahrungen zusammen mit wenigen Mitstreitern für dieses Projekt zu nutzen.
Nachtrag: OskarMaria– das ist eine kleine Verbeugung vor dem beinahe vergessenen Schriftsteller Oskar Maria Graf. In Zeiten der Bücherverbrennungen wurden seine Werke von den Nazis verschont, ja sogar teilweise empfohlen. „Verbrennt mich!“ schrieb er 1933 in der Wiener Arbeiterzeitung, „nach meinem ganzen Leben und nach meinem ganzen Schreiben habe ich das Recht, zu verlangen, dass meine Bücher der reinen Flamme des Scheiterhaufens überantwortet werden und nicht in die blutigen Hände und die verdorbenen Hirne der braunen Mordbanden gelangen!“ Schließlich floh er in die USA – dort lebte er in bescheidenen Verhältnissen. Deutschland wollte den unbequemen Mann nach dem Krieg nicht wieder haben. Er starb 1967 in New York.
Literaturempfehlung: Wir sind Gefangene - Autobiograhie 1927.