15.09.2026 -- 233.026// Zuwachs zum 31.08.2026: 2.885

Heute besuchen wir das große Dorf Idrinskoje in der Region Krasnojarsk. Das Dorf hat rund 5.000 Bewohner und liegt ziemlich abgelegen. Der nächste Bahnhof ist 120 km entfernt.
Aber auch diese Dorfschule zeigt, wie eng verwoben jene militär-patriotische Erziehung mit dem Schulsystem ist. Die Jugendarmee „Junarmija“ ist Teil des schulischen Freizeitangebots, der Krieg gegen die Ukraine Teil der schulischen Erziehung.
Mitte Februar 2026 wurden zwei „Heldenschreibtische“ eröffnet. Wir geben den Bericht der Schule übersetzt wieder:
Weiterlesen: Die Dorfschule von Idrinskoje in der Region Krasnojarsk
Könnten wir mit unserer Berichterstattung über den russischen Angriffskrieg noch einmal von vorne beginnen - also zum Anfang des Krieges zurückspringen, dann würden wir eine extra Rubrik für Waisen eröffnen. Wir wissen nicht, wie viele Waisen auf russischer Seite gefallen sind, aber es sind sehr viele. In den Waisenhäusern Russlands werden die Heranwachsenden gezielt zum Militärdienst erzogen, um „richtige“ Männer aus ihnen zu machen.
Eigentlich müsste der Staat den jungen Leuten ein Zimmer oder eine Wohnung zur Verfügung stellen, wenn sie aus der Obhut der Waisenhäuser entlassen werden. Aber das findet häufig nicht statt oder wird an die Unterzeichnung eines Militärvertrags geknüpft. Zudem fehlt es den Waisen im Berufsleben meist an Unterstützern, so dass sie nur als einfache Hilfsarbeiter eine Anstellung finden.
Andrej Zlygostew (Foto links) aus Mirny in Jakutien (Sacha) ist so ein Fall.

Nachdem wir in der Regel von getöteten russischen Soldaten berichten, wollen wir hier fünf Fahndungsplakate nach lebenden Soldaten aus dem von Russland zerstörten Mariupol zeigen. Sie wurden aktuell an Bushaltestellen ausgehängt und zeigen fünf gesuchte Deserteure der russischen Armee. Es handelt sich um vier Männer aus der von Russland besetzten Ukraine und einem jungen Mann aus der russischen Oblast Uljanowsk.
Weiterlesen: Fünf Deserteure - gesucht im russisch besetzten Mariupol
Elista, Hauptstadt Kalmückiens -- Foto: Alexxx1979 -- Lizenz: CC BY-SA 4.0
Kalmückien ist eine russische Teilrepublik im südlichen Teil Russlands, die im Südosten an das kaspische Meer angrenzt. Das Land ist stark versteppt als Resultat von intensiver Viehhaltung aus Zeiten der Sowjetunion. Immer mehr Land wurde und wird zur Wüste. Dazu kommt noch die Versalzung des Trinkwassers und des Sandes als Folge des Rückgangs des Wasserpegels des Kaspischen Meeres. Die Öl- und Gasvorkommen am Kaspischen Meer werden von russischen staatlichen Konzernen ausgebeutet.
Die Kalmücken sind ein ehemaliges Reitervolk aus dem Westen der Mongolei, das sich in dieser Region angesiedelt und den buddhistischen Glauben mitgebracht hatte. Die Kalmücken stellen mehr als 60% der Bevölkerung.
Wir veröffentlichen zum zweiten Mal eine Liste aller im Krieg gegen die Ukraine gefallenen ethnischen Kalmücken, Sie ist nicht identisch mit unserer normalen Liste, die alle Bürger Kalmückiens umfasst. Auffällig hier ist, dass deutlich mehr ethnische Kalmücken unter den Kriegstoten zu finden sind. Bis Januar 2026 haben wir 156 Kriegstote auf 100.000 Einwohner Kalmückiens berechnet. Nimmt man nur die ethnischen Kalmücken, so kommen wir auf 259 Kriegstote auf 100.000 Kalmücken.
Weiterlesen: Das kalmückische Volk wird immer weniger / Teil II
Michail Kalinkin, 19 Jahre, wurde im Krieg gegen die Ukraine getötet. Er stammte aus Wladiwostok, hatte seinen Wehrdienst abgeleistet und danach einen Vertrag mit dem russischen Militär abgeschlossen. Der Nachruf verbreitete die übliche Legende, dass er bei der Evakuierung von Verwundeten von den hinterhältigen Ukrainern getötet wurde. Michails kurzer Lebensweg war vorbestimmt, er wurde schon als Jugendlicher zum Soldaten und zum Töten herangezogen.
Das Tofalanen-Dorf Alygscher im Ostsayan -- Foto: Rusinserg -- Lizenz: CC BY-SA 3.0
Wir haben die sibirische Ethnie der Tofalaren bereits im Januar 2026 vorgestellt. Die Tofalaren sind eine turksprachige Ethnie, die früher nomadisch gelebt hat und die durch andere Ethnien in das abgelegene Gebiet im Ostsayan abgedrängt wurde. Das Volk ist klein, es gibt nur noch 800 Menschen, die sich als Tofalare bezeichnen können. Im abgelegenen Tofalaren-Dorf Alygdscher im Bezirk Nischneudisk der Oblast Irkutsk lebten zuletzt noch weniger als 400 Menschen.
Jetzt sind erneut zwei sehr junge Tofalaren aus dem Dorf Alygdscher im Krieg gegen die Ukraine in den Tod geschickt worden. Sergej Denisowitsch Tokuew, geboren am 20. Juni 2007, getötet am 31.12.2025 und Arseni Josifowitsch Smeschikow, geboren am 26. Februar 2003, getötet am 14.April 2025. Wir veröffentlichen die Meldungen im übersetzten Original.
Wir haben bereits erwähnt, dass das russische Militär im Moment nicht genügend Freiwillige findet, um die monatlich verletzt und getötet ausscheidenden Soldaten im Krieg gegen die Ukraine zu ersetzen. Einer der Gründe waren die stark reduzierten Prämien bei Vertragsschluss, weil die meist defizitären Regionen Probleme haben, diese Beträge zu finanzieren. Ein anderer Grund ist die hohe Verlustrate unter den Freiwilligen, die häufig beim ersten Einsatz bereits verletzt oder getötet werden.
Um die von der Zentralregierung festgesetzten Quoten zu erfüllen, haben einige Regionen die Prämienzahlungen wieder erhöht. Die russische Regierung bietet inzwischen sogar Hilfe dabei an, sich in der Region einzuschreiben, die die höchsten Prämien zahlt. Ein Bot soll interessierten dabei behilflich sein.
Wir geben die Zahlen der russischen Regierung im übersetzten Original wieder:
Weiterlesen: Regionale Prämien für den russischen Vertragsdienst

Eigentlich handelt es sich um zwei Geschichten, über die wir hier schreiben wollen. Die Erste handelt von Sohn & Vater und ist recht kurz. Die Zweite handelt von dem Dorf Jugydjag in der russischen Teilrepublik Komi, das Teil des sowjetischen Gulag-Systems war und in das Russlanddeutsche verbannt wurden.
Sergei Ruslanowitsch Lodygin unterschrieb im Oktober 2023 einen Zeitvertrag mit dem russischen Militär und wurde am 23.03.2025 getötet. Also meldete sich sein Vater, Ruslan Anatoljewitsch Lodygin, freiwillig und unterschrieb noch im März 2025 den Vertrag. Ruslan wurde 31.12.2025 in der Region Belgorod getötet. Gemeinsam wurden beide am 10. Januar 2026 im Dorf Jugydjag bestattet.
Und jetzt zur zweiten Geschichte:

Dorf Dalyr im Werchnewiljujski Ulus (Bezirk) in Jakutien
Wir befinden uns ganz grob im Zentrum der russischen Teilrepublik Jakutien. Der Werchnewiljujski Ulus (Bezirk) ist nicht ganz so groß wie Niedersachsen, wird aber nur von rund 21.000 Menschen bewohnt, fast ausschließlich Jakuten und Ewenken. Das Klima ist ausgeprägt kontinental, mit Wintertemperaturen von bis zu minus 60 Grad Celsius und Sommertemperaturen von bis zu 33 Grad Celsius.
Das Dorf Dalyr liegt in diesem Bezirk und dort wohnen rund 700 Menschen. Und auch in diesem abgelegenen Teil Jakutiens ist der russische Angriffskrieg angekommen.
Drei Brüder aus dem Dorf, Kinder der ehemaligen Lehrerin Valentina Osipow(Video), wurden aktuell im Krieg gegen die Ukraine getötet. Insgesamt haben wir sieben getötete und einen vermissten Soldaten aus Dalyr erfasst.
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Andrej Jewgenjewitsch Graf (Граф Андрей Евгеньевич), geboren am 03. Dezember 1991, lebte im Dorf Golyschmanowo in der sibirischen Oblast Tjumen. Sein VKontakte-Status ist verwaist und gibt keine Informationen her. |
Igor Wladimirowitsch Keller (Келлер Игорь Владимирович), geboren am 24.11.1984, lebte mit seiner (Ex-?)Familie in der Stadt Kamen am Ob in der Region Altai. Er war etwas bei Odnoklassniki (Klassenkameraden) aktiv, unter seinen Freunden finden sich auch deutsche Namen. |
Maxim Lindermann |
Weiterlesen: Deutsche Namen unter den russischen Kriegstoten von September - Dezember 2025

Familie Lutschnikow mit ihren beiden Adoptivkindern
Iwan Maslennikow und Pawel Popow waren zwei afro-russische Kinder von verschiedenen Müttern, die in Waisenhäusern in Moskau aufwuchsen. In beiden Fällen handelte es sich um Kinder von afrikanischen Männern und russischen Frauen. Die Männer blieben nicht in Russland, die Frauen wollten sich nicht mit einem „farbigen“ Kind belasten und gaben die Kinder in staatliche Fürsorge.
Beide Kinder wurden in jungen Jahren von der musikalischen Familie Lutschnikow aus der Stadt Uwarowo in der Oblast Tambow adoptiert, die keine Probleme mit der Hautfarbe der Kinder hatte.
Syktywkar -- Foto: msdte -- Lizenz: CC BY 3.0
Etwa 4.000 Bewohner hat die Siedlung Werchnjaja Maksakowka. Sie gehört zu Syktywkar, der Hauptstadt der russischen Teilrepublik Komi und hatte nach dem zweiten Weltkrieg sogar eine deutsche Geschichte. Von 1931 bis 1956 befand sich auf dem Gebiet des Dorfes eine Sondersiedlung, in der enteignete Bauern und später deportierte russische Deutsche lebten. Ein Gedenkstein im Ort erinnert an diese Russlanddeutschen.
In dieser Siedlung wuchsen zwei Jugendliche auf, die miteinander befreundet waren und sich gemeinsam entschlossen, zusammen in den Krieg zu ziehen - Wladislaw Jurjewitsch Katyschew und Wladislaw Alexandrowitsch Bojarkin.

Oleg Anatoljewitsch Ganzurow, geboren am 9. Mai 1991, stammte aus dem kleinen Dorf Bolschoi Lug (Große Wiese) in Burjatien. Nach seinem Wehrdienst blieb er bei der Armee und stieg auf bis zum Leutnant mit einer stolzen Sammlung Orden. Seine kriegerische Laufbahn wurde am 22.07.2026 beendet. Natascha schreibt dazu in einem Kommentar:
Alles schön und gut, alles klar, Medaillen, alles wie es sein soll …, aber der Verdienst gebührt gerade den Jungs, die er wissentlich in den sicheren Tod geschickt hat – solche Kommandeure darf es nicht geben! Die Jungs, die er dorthin geschickt hat, können bis heute nicht evakuiert werden, und das dauert, nur mal kurz, ein halbes Jahr und länger …, und hier wurden sie so schnell evakuiert, dass er noch nicht einmal Zeit hatte, „verdorben“ zu werden, während die Angehörigen der einfachen, gewöhnlichen Soldaten warten müssen – vielleicht wird ja etwas von eurem Bruder, Ehemann oder Sohn zurückgebracht! Früher oder später kommt alles wie ein Bumerang zurück – möge er im Jenseits für die zahlreichen Leben Rechenschaft ablegen!

Nachdem die Aufmerksamkeit zu unseren Veröffentlichungen wächst, eine kurze Information zu OskarMaria.
Unter diesem Pseudonym war der Initiator im Internet seit über 25 Jahren recht unregelmäßig präsent. Ab dem Jahr 2014 hat er hier über die Situation in den von Russland besetzten Gebieten des Donbass geschrieben. Als einer der ersten Journalisten überhaupt informierte er über die damals neu gegründete Gruppe Wagner.
Beruflich war er seit den 80-iger Jahren Geschäftsführer von diversen Medienunternehmen im Printbereich. Jetzt im Ruhestand, Kinder erwachsen, bleibt etwas mehr Zeit, die gesammelten Erfahrungen zusammen mit wenigen Mitstreitern für dieses Projekt zu nutzen.
Nachtrag: OskarMaria– das ist eine kleine Verbeugung vor dem beinahe vergessenen Schriftsteller Oskar Maria Graf. In Zeiten der Bücherverbrennungen wurden seine Werke von den Nazis verschont, ja sogar teilweise empfohlen. „Verbrennt mich!“ schrieb er 1933 in der Wiener Arbeiterzeitung, „nach meinem ganzen Leben und nach meinem ganzen Schreiben habe ich das Recht, zu verlangen, dass meine Bücher der reinen Flamme des Scheiterhaufens überantwortet werden und nicht in die blutigen Hände und die verdorbenen Hirne der braunen Mordbanden gelangen!“ Schließlich floh er in die USA – dort lebte er in bescheidenen Verhältnissen. Deutschland wollte den unbequemen Mann nach dem Krieg nicht wieder haben. Er starb 1967 in New York.
Literaturempfehlung: Wir sind Gefangene - Autobiograhie 1927.
Wir haben die Liste der russischen Regionen mit den Prämien für den Abschluss von -unbefristeten- Zeitverträgen mit dem Militär aktualisiert.
Seit unserer letzten Veröffentlichung Ende Juli haben einige Regionen ihre Antrittsprämien angepasst. Wenn eine Region Probleme hatte, ihre von Moskau vorgegeben Quoten zu erreichen, wurden die Zahlungen erhöht. Im Fall dass eine Region ausreichend Zeitsoldaten stellen kann, wurden die Zahlungen reduziert. Wir haben die Veränderungen in der Liste mit einem Sternchen (*) markiert.
In der Summe sind die bezahlten Prämien weiter angestiegen. Im Juli zahlten die Regionen im Durchschnitt 2.167.000 Rubel als Prämie, Anfang September 2026 erhöhte sich der Durchschnittsbetrag auf 2.339.000 Rubel.
Neu dabei sind Sonderzahlungen, die manche Regionen für Drohnenpiloten ausloben. Die Regionen Inguschetien, Kaliningrad, Pskow und die Stadt Sewastopol auf der Krim weisen diese Extrazahlungen aus. Eine besondere Pointe setzt die Region Komi - die Zeitsoldaten erhalten extra 100.000 Rubel bei Rückkehr, wohl wissend, dass nicht viele lebend von der Front nach Hause kommen werden.
Die russischen Behörden versuchen auf allen Ebenen zu verhindern, dass Informationen über Kriegstote das Land verlassen. Seit Beginn des russischen Krieges verschicken russische Bürger aus den verschiedensten Regionen Fotos und Videoaufnahmen über neue Kriegsgräber. Und zwar nicht an Geheimdienste, sondern zu den Telegram-Kanälen, die solche Informationen sammeln. Solch offene Info-Kanäle werden natürlich auch von den Geheimdiensten aller Länder gerne besucht, auch wenn diese mit Agententätigkeit nichts zu tun haben.
Nachstehend eine Presseerklärung des Regionalgerichts Jaroslawl vom 08.09.26:
Neuigkeiten vom 8. September 2026
Ein Einwohner von Jaroslawl, der Informationen über tote Soldaten weitergegeben hatte, wurde wegen Hochverrats verurteilt.
Das Regionalgericht Jaroslawl verurteilte heute einen 48-jährigen Einwohner wegen Hochverrats (Artikel 275 des Strafgesetzbuches der Russischen Föderation).
Das Gericht stellte fest, dass der Angeklagte Nikolai Schtscherbakow ab Oktober 2024 regelmäßig den Gedenkfriedhof aufsuchte und dort heimlich die Gräber von Militärangehörigen fotografierte und filmte. Der in Jaroslawl lebende Mann übermittelte die gesammelten Informationen anschließend per Instant Messenger an Vertreter der ukrainischen Geheimdienste.
Kriminelle Aktivitäten wurden von Beamten der FSB-Direktion für die Region Jaroslawl identifiziert und gestoppt.
Mit Urteil des Gerichts wurde Shcherbakov N. des Hochverrats (Artikel 275 des Strafgesetzbuches der Russischen Föderation) für schuldig befunden und zu einer Freiheitsstrafe von 14 Jahren in einer Strafkolonie mit strengem Regime verurteilt, gefolgt von einer Freiheitsbeschränkung von 1 Jahr und 6 Monaten.
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Im Herbst 2022 hat die russische Armee 300.000 Reservisten für den Krieg in der Ukraine eingezogen. Diese mobilisierten Soldaten sind jetzt viereinhalb Jahre im Dienst in einem Krieg, bei dem kein Ende in Sicht ist.
Bei vielen Meldungen über im Krieg gefallenen Soldaten können wir nicht erfahren, ob der Kriegstote ein freiwilliger Zeitsoldat, ein Mobilisierter oder ein Berufssoldat war. Trotzdem finden wir jeden Tag Meldungen, die den Status des Gefallenen nennen. Und da sind einige mobilisierte Reservisten darunter.
Deshalb stellt sich die Frage, wie viele der mobilisierten Männer noch im Kriegsgebiet vorhanden sind? Janis Kluge, von der Stiftung Wissenschaft & Politik, hat dazu eine Antwort geliefert. Anhand der Zahlungen im Bundeshaushalt für die mobilisierten Soldaten, konnte er ihre Anzahl berechnen. Von den knapp 300.000 mobilisierten Männern waren im Juli 2024 noch 246.303 vorhanden, im Juli 2025 waren noch 168.594 verblieben. Neuere Zahlen gibt es noch nicht. Setzt sich der Schwund fort, so dürften aktuell nur noch etwa 100.000 Mobilisierte im Dienst sein.
Diese Mobilisierten wurden im letzten Jahr häufig unter Druck gesetzt, in einen Zeitvertrag zu wechseln (siehe hier). Der weit größere Teil wurde getötet oder ist kriegsuntauglich, also physisch oder psychisch schwer verletzt.
„Dies ist eine sehr ernste und verantwortungsvolle Angelegenheit. Wir unternehmen gemeinsam mit Ihnen und den Bürgermeistern der Gemeinden auf allen Ebenen größte Anstrengungen, diese Aufgabe mit Würde zu bewältigen“, sprach der Gouverneur von Irkutsk, Igor Kobzew (Foto links), zu den Parlamentariern der Regionalversammlung. Er meinte damit die Erfüllung der Quote an Freiwilligen für den Kriegsdienst, die der Region Irkutsk von Moskau auferlegt wurde. Auf seinen Antrag hin wurden die Prämien von 2,1 Millionen Rubel auf 1,8 Millionen reduziert. Verurteilte und Angeklagte erhalten eine Million Rubel und neu eingeführt wurde die Zahlung von 900.000 Rubel für Ausländer und Statenlose.
Der eingebrachte Gesetzesentwurf wurde überarbeitet und in zweiter Lesung angenommen. Die Behörden gehen wohl davon aus, dass sie ihre Vorgaben hauptsächlich durch die Strafverfolgungs- und Ausländerbehörden abdecken können. Das spart Geld.
In der russischen Teilrepublik Inguschetien im Kaukasus überbringt der Ministerpräsident die Beileidsbekundigungen für die im Krieg gegen die Ukraine getöteten Inguschen persönlich. Mitte August hatte er vier Familien aufzusuchen.
Laut Wladimir Slasteinin, dem Ministerpräsidenten, nehmen insgesamt mehr als zweitausend Einwohner Inguschetiens an den Kampfhandlungen bei der russischen Armee teil. Wir haben bisher 290 Kriegstote registriert, die tatsächliche Zahl dürfte deutlich höher liegen.
Der Telegram-Kanal „Fortanga“ schreibt zu den Kriegsversehrten:
Mehrere hundert Menschen erlitten schwere Verletzungen. Allein im Jahr 2025 wurden in Inguschetien 464 Teilnehmer an den Kampfhandlungen behandelt. Die genaue Zahl der Verletzten und derjenigen, die im Laufe der Kampfhandlungen eine Behinderung erlitten, wird nicht genannt. Die Verwundeten erhalten nicht immer die ihnen zustehenden Prothesen und sind gezwungen, sich bei verschiedenen Behörden zu beschweren.
Eine Gruppe Lehrer hatten die Möglichkeit zu einer Audienz bei Wladimir Putin. Ein Mann berichtet von einem Ausflug zum Nordpol und auf Rückfrage berichtet er, zwei Eisbären gesehen zu haben. Das findet Wladimir interessant und erzählt, dass Orcas Eisbären in Stücke reißen und vertilgen würden (dafür konnte der Verfasser keine Belege finden). So wäre das Leben, meint Wladimir, der Stärkere frisst den Schwächeren, die Nahrungskette eben. Das sollen die Lehrer ruhig ihren Schülern beibringen. Und deshalb würde Russland ja auch die „Spezielle Militäroperation“ durchführen.
Jabloko ist die einzige Partei in Russland, die sich gegen den Angriffskrieg gegen die Ukraine ausspricht. Sie wurde durch Beschluss eines Moskauer Gerichts, von den kommenden Parlamentswahlen ausgeschlossen. Geklagt hatte die linksnationalistische Partei „Rodina“, die sich selbst nationalkonservativ nennt. Soviel zur allgemeinen Verwirrung.
In ihrer Klage warf Rodina der Partei Jabloko Uhrheberrechtsverletzungen vor. So hätte Jabloko ohne Genehmigung Zeilen aus dem Antikriegslied „Es soll immer Sonnenschein geben“ und die Zeile „Wenn es doch nur keinen Krieg gäbe“ aus Alexander Wolodins Theaterstück „Fünf Abende“ verwendet, sowie Umfragedaten des Lewada-Zentrums zitiert. Es gibt in der Klage weitere Vorwürfe ähnlicher Qualität.
Bliebe zum Schluss noch zu erwähnen: Der Sohn des Komponisten des Liedes „Es soll immer Sonnenschein geben“ hatte der Partei ganz offiziell die Erlaubnis zur Nutzung gegeben.
In den ersten sechs Monaten dieses Jahres hat Russland 43,5 Tonnen Gold verkauft. Aber es hat noch reichlich Reserven, Anfang Juli sollen sich noch 2.282 Tonnen Gold in den staatlichen Tresoren befunden haben. Trotzdem bedeutet dieser Verkauf den größten Rückgang der Goldreserven in den letzten 25 Jahre.
Der Goldverkauf dient in erster Linie der Deckung des russischen Haushaltsdefizits, der Staat muss immer höhere Ausgaben für den Krieg gegen die Ukraine finanzieren. Allerdings dürfte jenes verkaufte Gold meist im Land geblieben sein. In unsicheren Zeiten heben die Russen gerne ihre Rücklagen vom Konto ab und kaufen dafür Gold.
Die Kleinstadt Bad Ems liegt an der unteren Lahn und nur wenige Kilometer von der Stadt Koblenz entfernt. Bad Ems hatte seine Glanzzeit im 19. Jahrhundert. Es war die Kurstadt und Sommerresidenz von bedeutendem Adel und angesagten Künstlern. So führte zum Beispiel die Emser Depesche zum Französisch-Deutschen Krieg 1870/71.
Auch der russische Zar Alexander der II. verbrachte den Sommer gerne in Bad Ems. Dort unterzeichnete er am 30. Mai 1876 den „Emser Erlass“. Damit verbot er die Einfuhr und Veröffentlichung von Schriften in ukrainischer und belarussischer Sprache im Russischen Kaiserreich und stellte Zuwiderhandlungen unter Strafe. Eine kaiserliche Kommission hatte festgestellt, dass die Verwendung der ukrainischen Sprache staatsgefährdend wäre.
Dieses russische Überheblichkeitsdenken gegenüber den „Kleinrussen (Ukrainer)“ wirkt bis heute nach. Auf ihm basiert auch der propagandistische Überbau, mit dem der „Putinismus“ den russischen Angriffskrieg begründet.
Foto: Silin2005 -- Lizenz: Gemeinfrei -- Die Plakette wurde nach dem russischen Angriffskrieg 2022 von Unbekannten entfernt.
Wir hatten bereits über die Aussage der russischen Militätbloggerin Agnes Becker berichtet, die in ihrem Telegramkanal eine angeblich unabhängige Studie zitiert hatte. Danach würde die durchschnittliche Überlebensdauer eines Soldaten bei einem Angriff an den vordersten Positionen nur 20 - 35 Minuten betragen. Am letzten Mittwoch bestätigte der CIA-Direktor John Ratcliff diese Aussage:
„Unsere Erkenntnisse decken sich mit einigen Berichten aus offenen Quellen, die Sie möglicherweise im Zusammenhang mit der Ukraine gesehen haben: Die durchschnittliche Lebenserwartung eines russischen Rekruten, der derzeit auf dem Schlachtfeld in der Ukraine eintrifft, wird auf 20 bis 30 Minuten geschätzt.“
Durch den Einsatz von Drohnen mit KI-Unterstützung steigen jedoch die Verlustzahlen auch weit hinter der Front. Im folgenden Video sieht man solch eine Drohne, die zielgerichtet einen russischen Militärlaster ausschaltet. Vermutlich handelt es sich um die in Deutschland hergestellt HX-2 der Rüstungsfirma Helsing.
Die Kleinstadt Tschulym liegt etwa 130 km westlich der Hauptstadt Nowosibirsk. In der Stadt und im dazugehörigen Bezirk leben rund 20.000 Menschen - Tendenz rückläufig. Die Gegend ist landwirtschaftlich geprägt, etwa ein Drittel aller Erwerbstätigen arbeiten in diesem Bereich.
Ein Denkmal erinnert an die Toten aus den sowjetischen und russischen Kriegen. Im Krieg in Afghanistan sind zwei Soldaten aus dem Bezirk getötet worden, in den Tschetschenienkriegen wurden acht Männer getötet und im aktuellen Krieg gegen die Ukraine wurden bisher 113 Namen eingraviert.
Setzt man jene 113 Kriegtoten ins Verhältnis zur Bevölkerung, so würde jene Region an zweiter Stelle aller russischen Regionen in unserer entsprechenden Tabelle stehen.
Peter Frankopan ist Professor für Weltgeschichte an der Universität Oxford. In einem Essey über Wladimir Putin zitiert er den exilrussischen Telegram-Kanal „Astra“. Astra selbst zitiert in einem Beitrag eine/n Z-Blogger/in „Agna Becker“ der/die den Telegram-Kanal „Haus unter Lorbeeren“ betreibt. Agna Becker wiederum zitiert „unabhängige Studien von 'N' “ und damit kommen wir zur eigentlichen Nachricht.
Nach dieser Studie würde die durchschnittliche Überlebensdauer eines Soldaten bei einem Angriff an den vordersten Positionen nur 20 - 35 Minuten betragen. Laut der selben Studie betrage die „durchschnittliche Lebenserwartung“ eines Soldaten von der Zeit seiner Ankunft auf dem Übungsplatz bis zu seiner Abreise in den Kampfgebiet von zehn Tagen bis zu drei Wochen.
Ganz unrealistisch sind diese Aussagen nicht, wie unsere vielen Beispiele über Kurzzeitsoldaten zeigen. Wir haben Agna Becker angeschrieben und um einen Link auf die Originalveröffentlichung gebeten. Eine Antwort ist nicht zu erwarten.
„Ich freue mich auf meinen Tod“ ist der Titel einer bekannten Kantate von Johann Sebastian Bach. Die ist dem Autor spontan zum unten veröffentlichten - KI-generierten - Video eingefallen. In diesem werden 46 russische Soldaten vorgestellt, die alle aus der Großstadt Artjom oder deren näheren Umgebung in der Region Primorje stammen. Zur Erinnerung - die Region Primorje liegt im Fernen Osten Russlands. Die Soldaten im Video werfen ihre Waffen weg, lachen dabei und schreiten ins Nirwana.
Wieviel sinnvoller wäre es gewesen, wenn all diese Soldaten sich diesem verbrecherischen Krieg verweigert und gemeinsam ihre Waffen niedergelegt hätten? Sie wären zumindest lebend nach Hause gekommen. So dürfte auch diese KI-generierte Schmonzette keine Hilfe und Trost für ihre Angehörigen darstellen.
Im ersten Quartal 2026 floss beinahe jeder zweite Rubel aus dem russischen Staatshaushalt in das Militär. Das berichtet ein Mitarbeiter der deutschen Stiftung Wissenschaft und Politik in seinem aktuellen Rundschreiben. Ganz genau betragen die militärischen Ausgaben inzwischen 46% des gesamten russischen Haushalts.
Am 01.08.1914 ist Deutschland in den Ersten Weltkrieg eingetreten, am 11. November 1918 unterzeichnete eine deutsche Delegation den Waffenstillstand. Berechnet man die Zeitspanne des Krieges, so kommt man auf 1.564 Tage Krieg.
Am 24.02.2022 begann die zweite russische Invasion der Ukraine. Bis zum heutigen Tag gerechnet sind das inzwischen 1.570 Tage Krieg, der Konflikt dauert also inzwischen länger als der Erste Weltkrieg - trotz zwischen 300.000 und 500.000 russischen und vermutlich 100.000 ukrainischen Kriegstoten, all den Kriegsversehrten und unermesslicher Zerstörung der Lebensgrundlage der Menschen in der Region. Und noch immer ist kein Ende in Sicht.
Und zur Erinnerung: Die erste russischen Invasion in der Ukraine fand bereits im Jahr 2014 statt, als Russland die Krim gewaltsam annektierte und russische Geheimdiensttruppen in den Donbass einsickerten.
Das Dorf Uinskoje liegt in der russischen Region Perm mit etwa 4.000 Bewohnern. Vermutlich wurde in diesem Dorf ein Versuchsballon gestartet. In einer Information auf der VKonatkte-Seite der „Verwaltung des Stadtbezirks Uinsky“ wurde eine Anzeige der Verwaltung veröffentlicht. Danach werden Frauen in der Region Perm für den Kriegseinsatz rekrutiert. Die Behörden versprechen ein Gehalt von 210.000 Rubel pro Monat und einen Bonus von 1,5 Millionen Rubel für die Unterzeichnung eines Vertrags mit dem russischen Verteidigungsministerium. Der Vertrag soll eine Laufzeit von einem Jahr beinhalten. (Allerdings können solche Verträge laut einem Erlass des Präsidenten so lange verlängert werden, solange die Mobilisierung nicht aufgehoben ist.)
Laut dem Informationstext können nur Frauen zwischen 18 und 35 Jahren einen Vertrag als Drohnenpilotin unterzeichnen, Frauen unter 45 Jahren dürfen sich für Positionen als Fahrerin für humanitäre Hilfstransporte bewerben.
Die Informationsseite wurde inzwischen gelöscht. Allerdings ist es uns gelungen, noch einen Screenshot der betreffenden Anzeige zu sichern (Original, deutsche Übersetzung.).
Die russische Zensur verbietet die genaue Berichterstattung über die vielen ukrainischen Drohnenangriffe auf Erdölraffinerien und Militärstützpunkte im ganzen Land. Die örtlichen Medien berichten deshalb nur sehr zögerlich über die Resultate und zitieren lieber staatliche Erfolgsmeldungen, dass wieder eine Vielzahl von Drohnen abgeschossen wurden.
In den Kommentaren zu den Berichten der großen lokalen Medien ließen die Bürger ihrer Wut freien Lauf und verspotteten Behörden und Regierung. Wir haben mehrfach solche Kommentare veröffentlicht.
In den letzten Tagen gab es erneut Drohnenangriffe auf die Region Krasnodar und St. Petersburg. Wieder wurde im Raum Krasnodar eine Erdöl verarbeitende Anlage in Brand gesetzt und bei St. Petersburg wurde ein Munitionslager angegriffen. Es kam zu Explosionen, die Bevölkerung in der Nähe wurde evakuiert.
Leserkommentare zu den Berichten von Fontanka in St. Petersburg sind jetzt nicht mehr möglich, die Funktion wurde deaktiviert.
Die russische Staatsbank hat eine neue Tabelle über ihre Währungsreserven bis einschließlich 1. Mai veröffentlicht. Danach verkauft die Zentralbank seit Jahresanfang monatlich eine beträchtliche Menge an Gold - insgesamt knapp 28 Tonnen.
Russland dürfte durch den Verkauf etwa 3,7 Milliarden Euro eingenommen haben. Das russische Staatsvermögen wird aber nur zu einem geringen Teil, wenn überhaupt, bei den Bürgern ankommen. Der Staat benötigt die Einnahmen, um seinen Krieg gegen die Ukraine zu finanzieren.
„Udmurtien gegen Koruption“ ist ein Telegram-Kanal, über den wir auch Meldungen über russische Kriegstote aus der russischen Teilrepublik Udmurtien beziehen. Der Gründer des Kanals, Iwan Elisejew, hatte bis zum Jahr 2021 das regionale Büro Alexej Nawalnys geleitet. Ende 2021 verließ auch Elisejew Russland, um einer Verhaftung zu entgehen.
„Udmurtien gegen Koruption“ wurde inzwischen in das russische Register der „ausländischen Agenten“ aufgenommen. Iwan Elisejew wurde aktuell vom russischen Innenministerium zur Fahndung ausgeschrieben.
Am 13. und 14. Mai startete Russland den größten Drohnenangriff auf Kiew und die gesamte Ukraine. Moskau setzte 1.567 Drohnen und 56 weitere Raketen ein. Allein in Kiew wurden 24 Menschen getötet.
Zwei Tage später griffen ukrainische Drohnen zum ersten Mal in großem Umfang die Region Moskau an. Ziele waren eine Erdölraffinerie und Betriebe mit militärischer Produktion. Mindestens drei Menschen wurden getötet.
Zum Bericht des Moskauer Internetportals MSK1 über die Schäden, gab es auch einige interessante Kommentare:
Das WZIOM ist ein staatliches Meinungsforschungsinstitut in Russland, das größte seiner Art im Land. Es veröffentlicht regelmäßig Untersuchungen über die Beliebtheitswerte des Präsidenten, der russischen Regierung und der Stimmung im Land. Im April 26 berichtete das Institut, dass die Zustimmungswerte zur Amtsführung des Präsidenten auf 65,6% gefallen wäre. Dem Ministerpräsidenten und seine Regierung bescheinigte das Institut Zustimmungswerte von 44,3%, bzw. 39,7%. Für eine deutsche Regierung wären das beruhigende Werte, im autoritären Staat Russland geht so etwas nicht.
Im Mai 2026 änderte WZIOM dann die Methodik - und siehe da, die Werte für Putin wurden besser. Zitat:
Laut den Ergebnissen einer gemeinsamen Umfrage unter Russen lag die Zustimmungsrate für die Leistung des Präsidenten im Zeitraum vom 4. Mai bis 10. Mai 2026 bei 66,8 %. Die positive Bewertung der Arbeit des Premierministers und der russischen Regierung in der vergangenen Woche betrug 42,2 % bzw. 38,9 %.
Damit kann Präsident Putin ganz gut leben und alle aktuellen politischen Probleme an seine Regierung adressieren.
Damit alles passt, hat WZIOM diesmal seine Methodik verändert. Statt einer reinen Telefonbefragung der Bürger, ist man jetzt zusätzlich von Haustüre zu Haustüre gegangen und hat die Menschen direkt angesprochen.
Frage an unsere Leser: Würden Sie in einem autoritären Staat eine ehrliche Antwort geben, wenn ein Unbekannter vor ihrer Tür steht und Sie nach Ihrer Meinung zum Präsidenten befragt? Auch wenn der Frager versichern würde, alles bliebe anonym?
Jeder deutsche Bundeskanzler wäre glücklich und froh, wenn er die Zustimmungswerte des russischen Präsidenten auch nur annähernd erreichen könnte. Die lagen seit Beginn des Angriffskrieges stabil bei über 80% in der russischen Bevölkerung.
Doch Unruhe kommt auf, das einzig verbliebene, unabhängige russische Meinungsforschungsinstitut, das Lewada-Zentrum, berichtet von ihrer letzten Umfrage vom 30.04.26:
Die Zustimmungswerte für Wladimir Putin als Präsident lagen im April 2026 bei 79 Prozent und sind in den vergangenen sechs Monaten kontinuierlich gesunken – um 8 Prozentpunkte seit September 2025. 16 Prozent der Befragten missbilligen die Amtsführung des Präsidenten (ein Anstieg um 5 Prozentpunkte seit September 2025). Dies ist das erste Mal seit Herbst 2022, dass dieser Wert unter 80 Prozent gefallen ist.