30.06.2026 -- 218.524// Zuwachs zum 31.05.2026: 4.838
„Leute, traut den Huren an der Macht nicht, aber vergesst nicht: Russland ist Mutter Russland, und wir müssen gewinnen! Wenn ihr euch also als Söhne Russlands seht, dann seid dort, wo eure Brüder sind. Wir kümmern uns um den Dreck im Inneren, wenn Russlands äußerer Feind vollständig vernichtet ist. Die Frage ist: Zu wem wollt ihr gehören – zum Dreck oder zu den Söhnen Russlands?“, schrieb Sergej Anatoljewitsch Pjatych zuletzt in seinen VKontakte-Status. Sergej, geboren am 01.11.1970, hatte sich freiwillig zum Krieg gemeldet und lebte in Tschita, der Hauptstadt Transbaikaliens. Wann er getötet wurde, wissen wir nicht. Im August 2025 wurde seinen Angehörigen posthum eine Tapferkeitsmedaille überreicht.
Alexander Wladimirowitsch Potanin, Jahrgang 1973, stammte aus Tatarstans Hauptstadt Kasan. Er war dort ein bekannter Onlologe. Doch als der russische Angriffskrieg startete, verpflichtete er sich als einfacher Mediziner bei der Gruppe Wagner. Man kann annehmen, dass er Probleme mit dem Gesetz hatte. Als die Gruppe Wagner aufgelöst wurde, verpflichtete er sich gleich beim tschetschenischen Achmat-Bataillon. Anfang März 2026 wurde Alexander unter mysteriösen Umständen getötet. Seine Asche wurde halbiert - die eine Hälfte wurde auf dem Wagnerfriedhof bei Gorjatschi Kljutsch begraben, die andere Hälfte in Kasan.
Ilschat Ridikowitsch Faschitdinow, geboren am 10.02.1972, war Solist des Staatlichen Akademischen Volkstanzensembles der Republik Baschkortostan. Später übernahm er die künstlerische Leitung des Ensembles. Ilschat wäre ein kreativer Mensch gewesen, der sich durch seinen Wunsch nach beruflicher Weiterentwicklung auszeichnete. Also meldete er sich im September 2024 zum Kriegsdienst in der Ukraine und verschwand an der Front - spurlos. Am 14.02.26 gab es zumindest eine Abschiedsveranstaltung für Ilschat.
Veronika Welmedowna Welmedowa, Jahrgang 2002, war im Jahr 2023 als Freiwillige in die von Russland besetzte Region Cherson in der Ukraine gekommen. Zunächst arbeitete sie als Dorflehrerin, danach wurde sie Polizistin. Am 28.02.2026 nahm sie in der ukrainischen Stadt Skadowsk an einer Versammlung russischer Polizisten in einer Polizeistation teil. Die Versammlung wurde verraten, ein ukrainisches Geschoss tötete fünf Polizisten, darunter auch Veronika. Am 5. März wurde sie in Baschkortostan beigesetzt.
Stanislaw Alexejewitsch Lengle wurde am 30.10.1997 in der Stadt Tschernjachowsk in der russischen Exklave Kaliningrad geboren. Falls ihr den Namen der Stadt nicht kennt, sie hieß bis zum Ende des zweiten Weltkrieges Insterburg. Und auch der Nachname Lengle weist auf süddeutsche Vorfahren hin. Zudem hat Stanislaws Mutter einige Internetfreunde in Deutschland. Über Stanislaw selbst konnten wir wenig erfahren, seine Odnoklassniki-Seite hat er ab 2014 nicht mehr bedient. Mit 18 Jahren hat er sich beim russischen Militär verpflichtet und ist in seiner Karriere bis zum Hauptmann aufgestiegen. Beim Krieg gegen die Ukraine war er von Anfang mit dabei, bis er am 03.02.2025 irgendwo getötet wurde. Dort blieb er eine lange Zeit liegen, erst am 10. März 2026 wurde er bestattet. Das Gedenkessen fand im Café „Wir erinnern uns – Wir lieben“ statt.
Mit dem Kampfnamen „MacGregor“ zog Said Sergejewitsch Oorschak in den Krieg. Said, geboren am 01.07.1988, hatte eine Kadettenklasse in seiner Heimatstadt Ak-Dowurak in der russischen Teilrepublik Tuwa absolviert. Nach dem Wehrdienst blieb er gleich beim Militär und war seit Beginn der „Speziellen Militäroperation“ als Teil der 55. Garde-Gebirgsschützenbrigade dabei. Die Brigade gehört zu den brutalsten Einheiten im Krieg gegen die Ukraine mit überdurchschnittlichen Verlusten. Insgesamt hat die Brigade bis Anfang 2025 mindestens 1.430 Tote und 1.467 Vermisste verloren. Weitere 1.616 Tuwiner, die 4.000 Kilometer von zu Hause entfernt in den Tod geschickt wurden, desertierten aus der Einheit. Jetzt ist auch der menschliche, freundliche, heimatverbundene, sportliche, respektvolle und hilfsbereite McGregor nicht mehr dabei. Am 19. Februar wurde er getötet.
Dmitri Valeriewitschch Koschmann, Jahrgang 1979, lebte in der Stadt Liski in der Oblast Woronesch und war dort orthodoxer Küster und Gemeindepfarrer. Er hatte eigentlich Jura studiert, zog aber den orthodoxen Kirchendienst vor. Bereits im Juli 2022 meldete er sich freiwillig zum Kriegsdienst. Er hätte diese Entscheidung lange überlegt und bewusst getroffen, meinte sein Bruder. „Er hat das Evangelium gelebt. Er bewies, dass die Worte ‚Niemand hat größere Liebe als die, dass er sein Leben für seine Freunde hingibt‘ für ihn mehr als nur leere Worte waren“, berichtete seine ehemalige Lehrerin. Was beweist, dass Dmitri das biblische Evangelium völlig falsch verstanden hat. So wurde Dimitri (der kleine Mann in der Mitte des Fotos) am 10. September 2025 an der Front getötet.
Andrej Jewgenjewitsch Jewtschenko wurde 1973 in Armjansk auf der Krim geboren, war verheiratet, hatte ein Kind und war arbeitslos. So beschäftigte er sich im Jahr 2023 ein wenig mit der Gärtnerei. „In seinem Wohnhaus stattete er ein Gewächshaus mit künstlicher Beleuchtung, Belüftung und Tropfbewässerung aus und säte Hanfsamen in Blähton aus. Um die Pflanzen bis zur Reife zu bringen, pflegte er sie durch Gießen, Düngen mit Nährstoffen für schnelles Wachstum und er kontrollierte die Wasserqualität genau. So zog er 29 Hanfpflanzen heran“, erläutert das Gerichtsprotokoll. Wahrscheinlich bekam die Polizei einen Tipp und Andrejs Gartenprojekt flog auf. Die Richter auf der Krim hatten wenig Mitleid mit Andrej und verdonnerten ihn im Jahr 2024 zu sieben Jahren Haft. Auch Andrej meldete sich so „freiwillig“ zum Krieg gegen sein Geburtsland. Am 8. März 2026 soll er bestattet werden.
Sawwa Anatoljewitsch Michailow war der erste Sekretär des Jakutsker Stadtkomitees der Kommunistischen Partei der Russischen Föderation und Mitglied des Büros des Republikanischen Komitees der Kommunistischen Partei der Russischen Föderation. Sawwa, Jahrgang 1984, wurde im Herbst 2022 mobilisiert und befand sich bei den russischen Truppen in der Ukraine.
Nach Absprache sollte er einen Sitz im Parlament von Sacha (Jakutien) von einem älteren Parteigenossen übernehmen. Doch der weigerte sich plötzlich sein Mandat abzugeben und Sawwa, der bereits sich auf der Rückreise nach Jakutien befand, musste umkehren und zurück an die Front. Dort holte er sich eine Magen- & Darmkrankheit, an der er schließlich im Hospital verstarb.
Das war im Jahr 2023, Sawwa wurde danach posthum in Jakutien geehrt. Seine Frau nahm seine Orden & Auszeichnungen entgegen. Im Oktober 2025 waren sie und ihr 11jähriger Sohn auch tot - erstochen und erschlagen mit Messer und Hammer. Verhaftet wurden zwei 16jährige Mädchen, ihre Tochter und deren Freundin. Die Tochter hätte den Tod ihres Vaters nicht verkraftet.
„Iwan Walerjewitsch Kostesch wurde am 22. Februar 1991 in Leningrad geboren. Nach seinem Schulabschluss in Kolpino arbeitete er in Betrieben im Leningrader Gebiet. Als die Spezialoperation begann, meldete sich Iwan Kostesch freiwillig zum Fronteinsatz, um sein Vaterland zu verteidigen“, schreibt der Nachruf. Gemeint ist der junge Mann, der auf obigem Foto so elegant gekleidet ist. Dumm ist nur - inzwischen kennt man die allgemeinen Formulierungen, wenn mit den Personen irgend etwas nicht stimmt. Wer in verschiedenen Betrieben gearbeitet hatte, war meistens arbeitslos, arbeitsunwillig oder saß in Haft. Iwan wurde im Jahr 2017 wegen Raubes verurteilt und bekam nach seiner Entlassung wegen Rückfallgefahr Bewährungsaufsicht. Gegen die hatte er wohl verstoßen oder war erneut straffällig geworden, so meldete er sich „freiwillig“ und wurde am 23.03.25 getötet. Ende Januar 2026 wurde er beigesetzt.
Michail Wladimirowitsch Andruchin, geboren am 13.07.1970, stammte aus Serpuchow in der Oblast Moskau. Er war mehrfacher Meister des Sport im Kraftdreikampf in Russland und vierfacher Weltmeister. Michail arbeitete als Techniklehrer an einer Förderschule und trainierte Jugendliche. Im April 2023 meldete er sich freiwillig an die Front. Doch all seine Muckies brachten ihm im Krieg wenig. Michail wurde bei einem Einsatz durch ein Drohne verwundet, kroch noch in Deckung, wo er an seinen Verletzungen erlag.
Am 23. August 2024 wurde Michail getötet, erst am 22.02.2026 wurde er beigesetzt.
Die wirtschaftlichen Aussichten in der Stadt Makarow auf der Insel Sachalin im Fernen Osten Russlands sind trübe. Die Stadt hatte im Jahr 1959 noch 14.000 Bewohner, doch mit dem Ende der Sowjetunion gingen die örtliche Papierfabrik und ein Bergwerk pleite. So leben heute noch 5.700 Menschen in der Stadt. Das könnte ein Grund sein warum Igor Wiktorowitsch Bodulew, geboren am 10.01.1966, meinte, auf seine alten Tage in den Krieg ziehen zu müssen. Am 19. November 2024 war seine Kriegsteilnahme beendet. Sein Sohn Viktor Igorowitsch Bodulew, geboren am 05.10.1990, hatte dazu noch weitere Probleme. Er war wegen mehrfachen Autodiebstahls, Zerstörung fremden Eigentums und Betrug im Jahr 2020 zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden. Ob er sich aus dem Gefängnis heraus zum Kriegsdienst verpflichtet hatte, wissen wir nicht. Aber auch er zog in den Krieg und überlebte ihn nicht.
Andrej Wiktorowitsch Sucharew, geboren am 15.09.1974, lebte und arbeitete im Dorf Ust-Egita in Burjatien. Im Herbst 2022 wurde er mobilisiert und verbrachte den Rest seines Lebens als Besatzungssoldat in der Ukraine. Er bekam in der ganzen Zeit keinen Urlaub, am 27. Dezember 2025 wurde er getötet.
Andrej Alexandrowitsch Jumanow wurde am 30. Juni 1962 in der Region Amur geboren. Mit 31 Jahren zog er in das Dorf Srednjaja Muja in der Oblast Irkutsk. Sein Nachruf sagt: „Als das Land Schutz benötigte, wählte Andrei Alexandrowitsch den Weg des Kriegers“. Viel wahrscheinlicher wäre die Formulierung „Als Andrej Geld benötigte, wählte er den Weg des Kriegers“. Andrej wurde am 16.12.2025 getötet. Seine Familie kann sich jetzt über eine großzügige Abfindung von mindestens 10 Millionen Rubel freuen.
Alexander Grigorjewitsch Koschkin, 03.09.1959 - 13.05.2024, kam aus dem Dorf Orda im Süden der Region Perm. Er wurde als Kampfveteran geführt, könnte also noch beim russischen Afghanistankrieg (1979-1989) mitgekämpft haben. Im August 2024 suchte seine Familie nach ihm: Kampfname „Alt“, Beule auf der Stirn.
Da lag er schon eine ganze Weile tot im Frontgebiet. Am 22.01.26 wurden seine Überreste, wenn es überhaupt solche gab, in seinem Heimatdorf begraben. Das Begräbnisfoto lässt seine Beweggründe erahnen - er wollte die Sowjetunion zurück.
„Er hatte keine Familie, keine Arbeit. Er sagte: ‚Mama, ich gehe.‘ Wir haben ihn alle angefleht, ‚Nein‘, aber er ist trotzdem gegangen“, erinnert sich seine Mutter. Der Rest ist schnell erzählt, auch Iljas wurde an der Front verheizt. Am 12. Januar 2024 ging es ab zum Militär, am 17. Februar 2024 war er tot. Danach verweste sein Körper über ein Jahr lang in der Todeszone. Ein DNA-Vergleich brachte am Ende die Gewissheit für seine Mutter. Ende Januar 2026 gab es noch keinen Termin für die Bestattung. Iljas Asadow wurde am 18.02.1996 in der Kleinstadt Nowoanninski in der Oblast Wolgograd geboren.
Ist Kickboxen eigentlich eine Sportart oder nur eine Prügelei vor Zuschauern? Wladislaw Wladislawowitsch Nefedow gewann mal den Weltcup im Kickboxen. Anschließend leitete er die Abteilung für Jugendpolitik, Körperkultur und Sport der Stadt Belowo, den Kickboxverband der Region Kemerowo und das regionale Sportzentrum Kusbass. Im Januar 2024 wurde er wegen Bestechlichkeit verhaftet, er hatte seine Seele für immerhin 24 Millionen Rubel verkauft. Dafür gab es sieben Jahre Haft in einem Hochsicherheitsgefängnis. Am 4. Juni wurde gemeldet, dass sich Wladislaw zum Kriegsdienst freigekauft hatte. Es war ein kurzes Gastspiel an der Front und seine motorischen Fähigkeiten haben ihm auch nicht geholfen. Am 22. Juni 2025 wurde er irgendwo an der Front getötet. Am 20.02.2026 wurde er in Belowo (Kemerowo) bestattet.
Soslan Albertowitsch Tscheldiew, geboren im Jahr 1986, stammte aus dem Dorf Kirowo in der russischen Teilrepublik Nordossetien-Alanien. Beim russischen Militär bekam er den Kampfnamen Babai. Babai ist eine Figur der slawischen Folklore, ein Nachtgeist oder böser alter Mann, der unartige Kinder erschreckt. So ähnlich agierte Soslan dann auch. In einem Militärsanatorium in Rostow am Don suchte er sich passenden Kandidaten unter den Soldaten aus und versuchte mit Gewalt Bargeld von ihnen zu kassieren. Als Legende behauptete er, das Opfer hätte Schulden bei ihm. Ein Militärgericht verurteilte ihn Ende Juli 2024 zu einem Jahr und drei Monaten Haft. Er hat die Strafe wohl nicht abgesessen. Im August 2025 ging er an der Front verloren, konnte lange nicht gefunden werden und wurde am 21.02.2026 in seinem Dorf begraben.
Ruslan Mirgasimowitsch Gazijew, 26.05.1975 - ??.12.2025, lebte im Kur- und Ferienort Aluschta auf der Krim. Er hatte sich freiwillig gemeldet, warum auch immer. Zumindest legte er wert darauf, als Soldat möglichst cool aufzutreten, wie seine Fotos zeigen. Der Nachruf bleibt sachlich: Ruslan Mirgasimowitsch starb im Dienst der Interessen seines Landes.
Viele Informationen gibt das Internet nicht über Andrej Leonidowitsch Ritter her. Andrej wurde am 11. Juni 1977 in Kasachstan geboren. Seine Familie gehörte zu den Russlanddeutschen, die während des Stalin-Regimes nach Kasachstan deportiert wurden. Nach Auflösung der Sowjetunion zog seine Familie zurück in die alte Heimat in der Region Omsk. Früher gab es dort ein Dorf voller Russlanddeutschen mit dem Namen Rosenfeld, im Jahr 1981 wurde es aufgelöst. In der Nachbarschaft befindet sich das Dorf Moskalensky, dort zog Andrejs Familie dann hin. Warum Andrej in den Krieg zog, gibt sein Odnoklassniki-Profil nicht preis. Auch Andrej wurde vom russischen Militär schnell verheizt. Im Februar 2025 unterzeichnete er den Militärvertrag, am 23. März war er tot und wurde erst am 16. Januar 2026 in seinem Heimatdorf bestattet.

Maxim Wjatscheslawowitsch Safronow wurde am 4. Julij 1995 im Dorf Nowaja Brjan in Burjatien geboren. Das Dorf hat seit den Zeiten der Perestroika fast die Hälfte seiner Einwohner verloren. Heute leben noch etwa 4.200 Menschen dort. Maxim bekam während seiner Schulzeit eine kräftige Dosis Militarismus eingeflösst: Er besuchte den militärpatriotischen Club „Kasatschok“ und absolvierte das Militärspiel „Zarnitsa“. Nach der Schule studierte Maxim Medizin und arbeitete als Anästhesist und Notfallmediziner in einem Krankenhaus in Tschita (Transbaikalien).
Im Jahr 2025 wollte Maxim endlich ordentlich verdienen und ging als Notfallmediziner im Rang eines Leutnants an die Front in der Ukraine. Eine häufige Legende der Nachrufschreiber lautet, dass der Tote heldenhaft Verwundete evakuiert hätte und dabei getötet wurde. So auch bei Maxim - eine Drohne hätte am 23. Juni 26 den Rettungswagen angegriffen und Maxim getötet.

Nachdem die Aufmerksamkeit zu unseren Veröffentlichungen wächst, eine kurze Information zu OskarMaria.
Unter diesem Pseudonym war der Initiator im Internet seit über 25 Jahren recht unregelmäßig präsent. Ab dem Jahr 2014 hat er hier über die Situation in den von Russland besetzten Gebieten des Donbass geschrieben. Als einer der ersten Journalisten überhaupt informierte er über die damals neu gegründete Gruppe Wagner.
Beruflich war er seit den 80-iger Jahren Geschäftsführer von diversen Medienunternehmen im Printbereich. Jetzt im Ruhestand, Kinder erwachsen, bleibt etwas mehr Zeit, die gesammelten Erfahrungen zusammen mit wenigen Mitstreitern für dieses Projekt zu nutzen.
Nachtrag: OskarMaria– das ist eine kleine Verbeugung vor dem beinahe vergessenen Schriftsteller Oskar Maria Graf. In Zeiten der Bücherverbrennungen wurden seine Werke von den Nazis verschont, ja sogar teilweise empfohlen. „Verbrennt mich!“ schrieb er 1933 in der Wiener Arbeiterzeitung, „nach meinem ganzen Leben und nach meinem ganzen Schreiben habe ich das Recht, zu verlangen, dass meine Bücher der reinen Flamme des Scheiterhaufens überantwortet werden und nicht in die blutigen Hände und die verdorbenen Hirne der braunen Mordbanden gelangen!“ Schließlich floh er in die USA – dort lebte er in bescheidenen Verhältnissen. Deutschland wollte den unbequemen Mann nach dem Krieg nicht wieder haben. Er starb 1967 in New York.
Literaturempfehlung: Wir sind Gefangene - Autobiograhie 1927.