15.04.2026 -- 203.108// Zuwachs zum 31.03.2026: 3.907
Russlands Präsident schickt die Jugend seines Landes in einen verbrecherischen Krieg. Wie viele russische Soldaten inzwischen in der Ukraine ihr Leben gelassen haben, können wir nicht komplett aufklären. Wir sammeln hier seit Beginn des Krieges im Februar 2022 die Todesmeldungen aus den Medien der Regionen und sozialen Netzwerken Russlands und verschaffen so zumindest einen ungefähren Überblick.
Im ersten Kriegsjahr haben wir noch die Meldungen im übersetzten Originaltext veröffentlicht, auf Grund der schieren Menge der Kriegstoten mussten wir später zur Tabellenform übergehen, jetzt führen wir nur noch reduzierte Listen. Eine Liste der Regionen und den dazu veröffentlichten Tabellen, finden Sie hier.
Monatlich veröffentlichen wir eine Zusammenfassung unserer Datenbank - die Liste mit allen Auswertungen finden Sie hier - Aktuell Auswertung zum 31.01.2026 & erfasst zum 28.02.2026. | Karte der Regionen Russlands | Föderationssubjekte | Kontakt: info[ɛt]oskarmaria.de
Unsere Webseite oskarmaria.de und die dazu gehörigen IP-Adressen wurden durch die russische Aufsichtsbehörde für das Internet "Roskomnadsor" am 26. August 2024 gesperrt. Details dazu erfahren Sie hier. | Alternativ-Link: gibtsnet.eu
Es ist ja inzwischen allgemein bekannt: Cosmo Connor kann seine Linkseite nicht mehr regelmäßig betreuen. Doch seine Nachfolger stehen schon bereit und hoffen, den Altmeister demnächst beerben zu können. Einer davon ist CoolaShacka mit seiner CSW, jetzt will auch RAW mit seiner RAW syndicates`s Linkseite beim Kampf um das Erbe mitmischen.
Jeder kann sich solch eine Situation gut vorstellen. Viele Board-Projekte sind als Freizeitbeschäftigung entstanden. Jetzt hat ein Macher einfach keine Zeit mehr dafür. Aber es wäre eine Schande, wenn deshalb eine gut funktionierende Community gesprengt werden würde. Das ist der Grund, warum Skyrider für sein xpBoard einen Nachfolger sucht.
Völlig unerwartet hat uns heute Nacht eine Nachricht erreicht. LoddarNewYork und Genial sind als Administratoren des Skats-Board zurückgetreten. Das Skats-Board ohne Loddar, das sind Erdbeeren ohne Schlagsahne oder Internet ohne Computer - einfach undenkbar. Verantwortlich für das Board zeichnet ab sofort Jupp11, er wird unterstützt von Chopper und Choppershexe als Co-Administratoren.
Die Szene der Nachrichtenbretter im Netz ist kaum zu überblicken. Immer wieder findet man ein interessantes Board, das man bisher noch nicht bemerkt hatte, das aber in Qualität und Benutzerzahlen leicht mit vielen hier vorgestellten Boards konkurrieren kann. Die BoardNachrichten wollen kein Werbemedium für ambitionierte Webmaster sein. Wenn wir neue Projekte vorstellen, dann nur, wenn wir von deren Qualität auch überzeugt sind. Solch ein Board ist die VirtualboX, deren Macher ein qualitativ hochwertiges Nachrichtenbrett auf die Beine gestellt haben und das mit seinen Benutzerzahlen leicht mit arrivierten Boards konkurrieren kann.
Lange konnte sich das Ultimate-Board beim Hoster Ezboard halten. Mit der Begründung, dass dort Illegales geschehe, wurde das Forum Mitte Mai schließlich geschlossen. Aber Q-Bert wollte seine Projekte nicht aufgeben und arbeitete an einer Fortsetzung. Doch enttäuscht vom Verlauf einiger Diskussionen hat er sich jetzt entschlossen, seine Projekte ganz einzustellen.
Nachdem das Hoppers-Board lange Zeit nur noch für registrierte Mitglieder zugänglich war, kann man es jetzt wieder als Beobachter mitlesen. Die Registrierungspflicht wurde aufgehoben. Doch Interessantes wird man dort nicht mehr finden, das Board ist inzwischen weitgehend inhaltlich verödet.
Noch immer sind die Umstände nicht völlig aufgeklärt, warum Virtualbox geschlossen werden musste. Doch einige ehemalige Teammitglieder sind nicht untätig geblieben und haben ein Nachfolgeprojekt ins Leben gerufen. Dabei sind Doctor (Administrator), Wotan (Moderator) und øxygen (Server Adminstrator) vom früheren Team. Das neue Board sieht fast genau so aus wie das alte, nur der Name hat sich geändert - Ironbase heißt das neue Forum.
Nicht viel Glück hat zur Zeit die deutsche Elite. Zuerst war das Mainboard des Webservers defekt und musste ausgetauscht werden, jetzt ist der Nameserver verschollen. Das german-Elite-Board kann man im Moment nur über seine IP erreichen oder über eine kleine Umleitung, die die BoardNachrichten eingerichtet haben. Noch schlimmer hat es TheLand getroffen. Das Board wurde vom Betreiber des gEB-Nameservers gehostet und ist überhaupt nicht erreichbar.
Weiterlesen: gEB und TheLand durch Ausfall des Hosters betroffen
Ein einmaliger Ausrutscher ist es sicher nicht. Denn seit Wochen versucht das WbC-Board mit allen Mitteln Usern einen Dialer aufzunötigen, will man das Board verlassen. Und wurde das Programm erst installiert, bekommt man es kaum wieder los. Äußern Mitglieder des Boards zu dieser Praxis Kritik in der Öffentlichkeit, dann müssen sie mit einem Verlust ihres WbC-Accounts rechnen. Dabei ist diese Form der Dialer-Werbung auch für Inhaber von robusten Geschmacksnerven kaum zu ertragen und könnte zudem auch einige gesetzliche Bestimmungen verletzen.
Nach Informationen der BoardNachrichten müsste sowohl beim gEB als auch bei The-Land alles in Kürze wieder normal laufen. Offensichtlich wurde der Serverstandort gewechselt, jetzt dauert es etwas, bis sich im Netz die neuen Adressen verbreitet haben.
Weiterlesen: Update: gEB und TheLand durch Ausfall des Hosters betroffen
Nachdem sich die Wogen scheinbar wieder etwas geglättet, nachdem sich einige Hitzköpfe abgekühlt haben, ist es an der Zeit, das Thema Gulli noch einmal nachzubereiten und den Blick auf das Wesentliche zu lenken. Vorneweg das Thema war zu keiner Zeit das gulli-Board. Es geht auch nicht um Illegales. Es geht auch nicht um die "Szene", was immer man darunter verstehen mag. Und auch die Dialer sind nie Mittelpunkt des Falls Gulli gewesen.
Hier reden wir von einer Geschäftsidee, die auch Gulli betreibt, die allerdings weder ein neues Produkt noch eine besondere Dienstleistung zu bieten hat. Es wird vielmehr versucht im Stil eines billigen Marktschreiers auf dem Rummel, mit Tricks und Rosstäuscherei einige Talmiprodukte an die Dummen und Ahnungslosen im Internet zu verkaufen. Taffe gulli-Boardies sind natürlich außen vor.
Ein Jahr ist es nun her an dem die erste und bis heute große wBB Hacking Seite das Licht der Welt erblickte.
Zwei, damals noch unerfahrene User wollten für die zahlreichen Fans die das WoltLab Burning Board schon hatte eine kleine Community aufmachen in der man Hilfe zum Forum bekommt, Hacks erstellt und und und damit das Forum immer besser und besser wird.
Eine große Überraschung gab es beim xpBoard. Dessen Boardchef Skyrider will sich ganz zurückziehen und suchte einen Nachfolger, der an seine Stelle tritt. Die BoardNachrichten haben hier darüber berichtet. Das neue Team wurde inzwischen gefunden. Mit SilverShadow ist ein altbekannter Namen aus der Boardszene darunter.
Weiterlesen: Update: xpBoard mit neuem Team und voller Überraschungen
Bereits kurz nach der Veröffentlichung der Version der phpBB-Forensoftware haben wir dieses Programm für die Boardrundschau eingesetzt. AA hat damals als technischer Administrator kompetent verschiedene Sicherheitslücken gestopft und neue Features hinzugefügt. Inzwischen wurde allerdings das Programm zur Version 2.03 weiterentwickelt, zahlreiche zusätzliche Features sind dazu gekommen. Deshalb wurde es Zeit, die bisherige Software komplett auszutauschen und in ein "jungfräuliches" System wieder alle Zusatzfunktionen einzubauen.
Das legendäre Sacrificial-Board wurde für immer abgeschaltet. Gegründet wurde es als eine Herberge für ehemalige und aktive Mitglieder des SoS-Boards. Doch im März wurde das Board von einigen Mitarbeitern der Software-Industrie in die Mangel genommen und mit Schließung bedroht. Ab diesem Zeitpunkt ging es bergab.
Viele Liebhaber anspruchsvollerer Musik haben in der letzten Zeit Musik über die Tauschbörse Soulseek getauscht. Doch deren Domain wurde im August nicht verlängert und ist jetzt nicht mehr erreichbar. Kein gutes Zeichen für die Weiterexistenz dieses Napster-Nachfolgers.
Weiterlesen: Die Musiktauschbörse Soulseek wieder ohne Domain
"Um Himmels Willen, tu doch auch mal was Praktisches, um die User an etwas Selbstschutz heranzuführen. Nicht jedem liegt Deine Theoretisiererei!" schrieb vor ein paar Tagen ein Leser und informierte mich über ein aktuelles Treiberupdate für die populäre ISDN-Fritzcard. Dieses verhindert den ungewollten oder versehentlichen Verbindungsaufbau zu Abzocknummern und bietet damit einen wirksamen Schutz.
Weiterlesen: ISDN-Fritzcard: Treiberupdate schützt vor Dialer
Technisch mag es im Prinzip dasselbe sein: Das Kopieren und Tauschen von Computerprogrammen und Musikdateien. Rechtlich gesehen ist es ein großer Unterschied. Im Gegensatz zur Software darf Musik für den privaten Gebrauch kopiert und getauscht werden. Nur aus diesem Grund konnten auch all die Musiktauschbörsen im Netz entstehen. Und wenn wie zuletzt Audiogalaxy sich diese dem Druck der Musikindustrie beugen mussten, so waren dafür weniger Gerichtsentscheidungen ausschlaggebend. Denn langwierige gerichtliche Auseinandersetzungen mit den Musikkonzernen konnte sich bisher keine der meist finanzschwachen Tauschbörsen leisten.
Dabei war es in der Vergangenheit selbstverständlich, dass man Musik aus dem Radio oder von der Schallplatte mit einem Tonbandgerät kopiert hat. Und auch niemand hielt die Hand auf, wenn man abends am Lagerfeuer einen aktuellen Hit zur Gitarre gejodelt hatte. Doch im Zeitalter der digitalen Kopie, die es erlaubt ein Stück ganz ohne Qualitätsverluste wieder und wieder zu kopieren, wollen die Musikkonzerne solch eine Vervielfältigung möglichst unterbinden oder falls das nicht möglich ist, zumindest gutes Geld daran verdienen. Umso wichtiger wird es, das Recht auf den privaten, nicht kommerziellen Austausch von Musik öffentlich zu verteidigen und nicht in eine rechtliche Grauzone drängen zu lassen, wie es immer wieder von den Vertretern der Industrie versucht wird.
Ganz in einer Nische ist Soulseek angesiedelt, eine Musiktauschbörse hauptsächlich für Liebhaber von elektronischer Musik oder Musik ganz abseits des Mainstreams. Das finanziell nicht auf Rosen gebettete Projekt kommt allerdings der Idee des privaten Tausches von Musik wesentlich näher, als es bei anderen Musikbörsen der Fall ist oder war. Denn bei Soulseek kann man sich seine Tauschpartner selbst heraussuchen.
Weiterlesen: Soulseek: Eine Musiktauschbörse der anderen Art
Wir hatten ja bereits gestern über die merkwürdigen Bürgschaftsregeln berichtet, die das Newgen-Board für ihre Mitglieder einführen wollen. Diese sollen für neue Mitglieder bürgen, damit diese Zugang zu allen Foren erhalten. Dabei wurden die Regeln gleich so weitgehend formuliert, dass wohl etwas Widerspruch unter den Mitgliedern aufgekommen und von Sippenhaft die Rede ist. Heute präzisierte Administrator Cabby noch einmal die Regeln und nahm eine argumentative Anleihe beim Bankgewerbe auf.
Mit dieser Zusammenstellung erheben die BoardNachrichten keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wir haben die wichtigsten Tools zusammengestellt und erläutern, was sie bewirken. Eine Bastelanleitung für den fiesesten Boardbetreiber wollen wir damit aber nicht bieten.
Weiterlesen: Teil 2: Die hinterhältigsten Zusatzprogramme zur Forensoftware
Wir haben uns heute mal wieder entschlossen, Neuanmeldungen zu ermöglichen. Ich wünsche allen neuen Mitglieder viel Spass auf dem Vmbox-Board. Unsere Adresse: vmbox.netXpit
Ganesha, Administrator des Natural-Inspiration-Boards, hat heute ein Rundschreiben an alle Mitglieder verschickt. Darin erhebt er schwere Vorwürfe gegen den ehemaligen Moderator Ben-99. Die BoardNachrichten haben inzwischen eine Kopie diesen Briefes aus einer Vielzahl von Quellen zugeschickt bekommen. Nachstehend dokumentieren wir das Schreiben Ganeshas, aber wir haben auch Ben-99 um eine Stellungnahme gebeten.
Weiterlesen: Ein offener Brief vom Natural-Inspiration-Board

Warum Sergej in den Krieg gezogen ist, verrät uns sein Status auf Odnoklassniki nicht. Sergej Alexandrowitsch Baibarow, geboren am 25.10.1991, lebte im kleinen Dorf Kanasch in Tatarstan. Das Dorf wird hauptsächlich von Tschuwaschen bewohnt. Die Tschuwaschen sind ein turkstämmiges Volk christlichen Glaubens - früher auch als Wolgabulgaren bezeichnet. Entsprechend gab es auch eine christliche Beisetzung Ende Februar am Dorfrand - mitten im Schnee.
Wir haben alle russischen Regionen mit den Daten des Monats Februar 2026 aktualisiert.
Folgende Listen wurden neu angelegt:
Die ausführliche Zusammenfassung zum Februar 2026 und die erfassten Daten zum März 2026 werden wir bis spätestens 10. April vorlegen können.
OM, 09.04.2026
Vielleicht ist euch aufgefallen, dass wir sehr häufig Personen aus Burjatien vorstellen. In unserer Rubrik der Kurzzeitsoldaten (Ohne viele Worte) sind überwiegend Gefallene aus Burjatien vertreten. Das hat einfache Gründe - in Burjatien werden gewohnheitsmäßig ausführliche Nachrufe auf die im Krieg getöteten Landeskinder veröffentlicht. So erfahren wir viele Details. Das kommt in anderen Regionen eher selten vor, häufig werden auch mißliebige Daten gezielt verheimlicht. So zum Beispiel dass die getöteten Soldaten aus der Haft an die Front entlassen wurden, dass sie nur eine kurze Überlebensdauer hatten, usw. In einigen Regionen wie Baschkortostan sind inzwischen solche detaillierten Nachrichten verboten, häufig wird sogar das Alter verschwiegen.
So muss Burjatien als Beispiel herhalten, wenn es um Kurzzeitsoldaten, jugendliche Dummköpfe und Häftlinge geht. Es wird in allen anderen Regionen nicht viel anders sein.
Wir haben alle russischen Regionen mit den Daten des Monats Januar 2025 aktualisiert.
Es wurden neun neue Listen angelegt:
Die ausführliche Zusammenfassung zum Januar 2026 und die erfassten Daten zum Februar 2026 werden wir bis spätestens 13. März vorlegen können.
OM, 12.03.26
Der Trend bei den Nachrufen hält an - konkrete Daten werden nicht mehr angegeben. So will es die russische Regierung. Damit kann man nicht mehr abschätzen, wie lange der Zeitvertrag mit dem Militär dauerte oder besser, wie schnell der Soldat nach Vertragsunterzeichnung getötet wurde. Auch wird die Feststellung verhindert, wie lange der getötete Soldat irgendwo an der Front liegen blieb.
Normalerweise haben wir max. einen Kurzzeitsoldaten pro Tag in unserer Rubrik „Ohne viele Worte“ veröffentlicht. Das haben wir heute ausnahmsweiße verändert und alle Kurzzeitsoldaten gelistet, die uns im Zeitraum vom 19. bis 20. Januar 26 aufgefallen sind. Als Beleg dafür, dass auch weiterhin viele russischen Freiwilligen nur kurze Zeit an der Front überleben, auch wenn diese Tatsache unterdrückt werden soll.
CK, 23.02.26
Nach aktuellen Berichten wurden von der russischen Behörde für das Internet "Roskomnadsor" alle „Sozialen Netzwerke“ des Meta-Konzerns abgeschaltet. Folglich sind Facebook, Instagram und der Nachrichtendienst Whatsapp in Russland nicht mehr zu erreichen. Für uns ist das beinahe bedeutungslos. Nur aus der russischen Teilrepublik Nordossetien-Alanien kamen manchmal Informationen via Instagram.
Schwieriger stellt sich die Situation bei Telegram dar. Viele Meldungen von unabhängigen & kritischen Gruppierungen kommen aus Russland über Telegram. Und auch staatliche Akteure nutzen dieses Medium häufig zur Präsentation und Dokumentation ihrer Arbeit. Im Moment berichten Nutzer aus Russland, dass sich Videos und Fotos nur langsam aufbauen - wenn überhaupt. Telegram ist also noch nicht ganz abgeschaltet, aber der Zugriff deutlich erschwert. Wir werden weiter berichten.
OM, 11.02.26
Wir haben jetzt alle russischen Regionen mit den Daten des Monats Dezember 2025 aktualisiert. Es wurden sechs neue Listen angelegt:
Die ausführliche Zusammenfassung zum Dezember 2025 und die erfassten Daten zum Januar 2026 werden wir bis spätestens 4. Februar vorlegen können.
CK, 01.02.26
Noch zwei Tage und wir sind endlich mit den Kriegstoten vom Dezember 2025 durch. Dann müssen die Namen noch übersetzt und alles in unsere Tabellen eingetragen werden, was zusätzlich zwei bis drei Tage in Anspruch nimmt. Zum gleichen Zeitpunkt werden dann auch die erfassten Zahlen vom Januar 2026 verfügbar sein.
Ein Blick in unsere Datenbank zeigt - es wird keine großen Überraschungen geben. Baschkortostan und Tatarstan, führend bei den Kriegstoten nach Regionen, werden ihren Vorsprung weiter ausbauen. Dahinter kommt die Region Swerdlowsk usw. Und wenn man die Kriegstoten ins Verhältnis zur Bevölkerung der Regionen stellt, bauen die ethnisch bestimmten Regionen wie Tuwa, Burjatien, Tschukotka, Altai und Jakutien ihren Abstand zu den russisch geprägten Regionen weiter aus.
OM, 28.01.26
Zu unserer Berichterstattung über den russischen Angriffskrieg passt der Bürgerprotest über den Abriss eines Gebäudes in St. Petersburg vordergründig nicht. Wir meinen aber, der Artikel passt sehr gut.
Zum einen ist er einer der wenigen breit aufgestellten Bürgerproteste seit Beginn des russischen Angriffskrieges. Auf Anhieb fallen uns dazu nur noch die Proteste im baschkirischen Baimak Anfang 2024 ein.
Zum anderen dokumentiert er sehr gut die verschiedenen Meinungen und Vorurteile der Stadtbürger von St. Petersburg. Die „Migranten“ im Beitrag sind keine Migranten in unserem Sinne, sondern ganz normale russische Staatsbürger, deren Geburtsregion der russische Kaukasus ist. Dagestan ist die größte, überwiegend muslimisch geprägte russische Teilrepublik im Kaukasus.
Und vielleicht, vielleicht ein ganz klein wenig, existiert der zivile Ungehorsam in Russland immer noch. Und konnte auch durch die seit Beginn des Krieges ständig erweiterte Repression nicht ganz ausgerottet werden.
Wir haben jetzt alle russischen Regionen mit den Daten des Monats November 2025 aktualisiert. Es wurden 21 neue Listen angelegt:
Bei den Fotos zu den neuen Tabellen haben wir auf Kritik reagiert und möglichst keine Postkartenmotive ausgewählt. Denn diese bilden die Lebenswirklichkeit der Menschen in diesen Regionen nicht ab.
Die große Zahl an russischen Kriegstoten lässt uns kaum noch Zeit zu aktuellen Berichten. Wir können etwa 300 Kriegstote pro Tag bearbeiten, da darf aber nichts dazwischen kommen - wie zum Beispiel persönliche Angelegenheiten. Tatsächlich haben wir im Moment durchschnittlich etwa 400 Fälle in unseren Listen.
Heute haben wir den 20. November bearbeitet, es wird also mindestens noch 11 Tage dauern, bis wir den November abgeschlossen haben.
Die hohe Zahl an Kriegstoten resultiert nicht aus dem aktuellen Kampfgeschehen. Durch das Erbschaftsregister können viele Suchanfragen auf VKontakte und Telegramkanälen geschlossen werden - Soldat tot.
Das alles hindert uns nicht, in den nächsten Tagen einen Zwischenstand zum 15. Dezember zu veröffentlichen.
Wir haben heute alle russischen Regionen mit den Daten des Oktobers aktualisiert. Es wurden drei neue Listen angelegt:
Wir werden für eine kurze Zeit nicht erreichbar sein - einfach später wieder kommen.
Unter den Positionen 1021 und 1022 der Region Krasnojarsk haben wir die im Beitrag „Die Särge sind natürlich geschlossen“ genannten Alexej und Michail Leschok bereits gelistet. Der Originalbeitrag über Alexej ist nicht mehr verfügbar, deshalb haben wir auf eine Zweitveröffentlichung verlinkt. Der Status von Michail Leschok auf VKontakte ist allerdings weiterhin online, dort findet man noch weitere Fotos. Den dritten Bruder Wladimir haben wir bisher noch nicht in unserer Datenbank.
Am 8. November 1939 explodierte um 21:20 h im Bürgerbräukeller in München eine Bombe. Sie galt Adolf Hitler, der zwei Monate zuvor den Angriffskrieg gegen Polen gestartet hatte. Allerdings hatte der „Führer" wegen schlechten Wetters seine Zeitplanung umgestellt und war bereits auf der Rückreise. Wäre das Attentat erfolgreich gewesen, wäre der Welt - vielleicht - jener zweite Weltkrieg erspart geblieben und jene begonnen Kampfhandlungen wären eingestellt worden.
Der schwäbische Tischler Georg Elsner hatte jenes Attentat akribisch geplant, er wurde kurz vor Kriegsende im KZ Dachau ermordet.
Jenes Attentat hat auch im deutschen Grundgesetz Eingang gefunden. In Artikel 20 Absatz 4 der Verfassung heißt es: „Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.“
Auch in Russland bedarf es dringend solch mutiger Menschen, die jenem blutigen & verbrecherischen Gemetzel in der Ukraine ein Ende setzen.
Günter W. Berger, 08.11.25
Die hohen Verlustzahlen der russischen Armee stellen uns aktuell vor unlösbare Probleme. Wir können pro Tag etwa 300 Meldungen verarbeiten bei sechs Arbeitstagen in der Woche. Folglich kommen wir im Moment jeden Tag mit etwa 100 bis 150 Meldungen in den Rückstand.
Aktuell haben wir etwa 7.000 Kriegstote aus dem Oktober bearbeitet - also die regionale Herkunft, das Alter und weitere Informationen in unsere Datenbank eingetragen. Es wird also noch mindestens 12 Tage dauern, bis wir den Monat Oktober 2025 komplett abschließen können.
An den von uns bereits veröffentlichten Zahlen wird sich allerdings nur marginal etwas ändern.
Alle russischen Regionen wurden jetzt mit den Daten des Monats September 2025 aktualisiert.
Folgende neue Listen wurden angelegt:
Die Monatszusammenfassung 09/25 werden wir bis zum 14.10.25 auch fertig bekommen.
Uff....
Aus aktuellem Anlass wollen wir darauf hinweisen, dass wir in unserer Statistik der russischen Kriegstoten in der Regel keine ausländischen Söldner erfassen, die auf der Seite von Russland kämpften. Wir wissen, dass nordkoreanische Einheiten in der Region Kursk am Krieg teilgenommen haben, dass Russland in Nepal, Indien, China, in afrikanischen Staaten und in Kuba aktiv Söldner angeworben hat und viele dieser Männer im Einsatz auch getötet wurden. Und auf Baustellen und in Wirtschaftsbetrieben gibt es Razzien auf Arbeiter ohne russischen Aufenthaltstitel. Da es aber keine öffentlichen Meldungen der russischen Armee über die eigenen Verluste gibt, erfahren wir nichts über diese Kriegsopfer.
Ausnahmen sind dann gegeben, wenn die Ukraine den Tod von Söldnern öffentlich macht oder wenn die ausländischen Soldaten in Russland gelebt und verwurzelt waren. Dann gibt es Meldungen in den lokalen Medien und auch eine Beisetzung auf russischem Boden.
Ein Ableger der staatlichen Initiative „Ich will (jemanden) finden" mit Namen „Ich will leben“ hat heute eine Liste mit gefallenen Söldnern aus Tadschikistan veröffentlicht, die 446 Namen enthält. Die Initiative schreibt dazu:
„Russische Nationalisten haben gemeinsam mit der Polizei eine Jagd auf (Arbeits-)Migranten organisiert: Gefangene werden gezwungen, Verträge zu unterzeichnen, um im Krieg zu kämpfen. Ihnen drohen Abschiebung oder Gefängnis. Duschanbe ignoriert all das weiterhin.“
Stand 30.09.2025 wurden im September 8.626 Kriegstote neu in unsere Datenbank aufgenommen - so viele wie noch nie. Die hohe Zahl an getöteten russischen Soldaten überfordert uns im Moment. Für all diese Namen müssen ja noch die persönlichen Daten festgestellt werden - also Herkunft, Alter, usw. Im Moment haben wir etwa 6.000 davon bearbeitet, wir werden also noch mindestens 12 Tage für unsere übliche Monatszusammenstellung benötigen. Eine vorläufige Zusammenstellung veröffentlichen wir in den kommenden Tagen.
Die monatlich im Jahr 2025 erfassten Toten:
| Januar | 5.360 |
| Februar | 5.578 |
| März | 5.018 |
| April | 3.894 |
| Mai | 3.245 |
| Juni | 4.592 |
| Juli | 7.084 |
| August | 7.224 |
| September | 8.626 |
| Summe 2025 | 50.621 |
| Durchschnitt Monat | 5.625 |
An der Front in der Ukraine wären die Kampfhandlungen leicht zurück gegangen oder zumindest nicht eskaliert, lesen wir aus den Mitteilungen der beiden Kriegsparteien heraus. Doch mit unserer Statistik der Kriegstoten können wir das nicht bestätigen. Natürlich wissen wir, dass die Informationen sehr zeitversetzt bei uns ankommen, aber die Zahlen gehen ständig weiter nach oben. Und im September 2025 gibt es keine außergewöhnlichen Sonderinformationen, wie die vorgestellten Listen der staatlich ukrainischen Initiative "Ich will finden" in den Monaten zuvor.
Doch wenn wir die von uns bisher erfassten Zahlen auf den ganzen Monat hochrechnen, dürften im September mehr als 8.000 neue Kriegstote dazu kommen. Der höchste Wert seit Beginn des Krieges.
24.09.25
In der ersten Hälfte des Septembers 2025 haben wir 4.022 getötete russische Soldaten neu erfasst. In einem halben Monat sind mehr Gefallene zusammengekommen als im Monat April 25 oder Mai 25. Wie üblich sind auch ein paar Auswertungen von Videos und Denkmälern dabei mit Gefallenen der vorherigen Jahre, aber der Anteil ist nicht sehr hoch.
Daraus ergeben sich die folgenden Zahlen nach unseren bewährten Schätzungen:
| Kriegstote 15.09.25 | 137.845 |
| Geschätzt (nur 60% erfasst) |
230.000 |
| Versehrte Soldaten | 804.000 |
| Kriegsopfer gesamt | 1.034.000 |
Die monatlich im Jahr 2025 erfassten Toten:
| Januar | 5.360 |
| Februar | 5.578 |
| März | 5.018 |
| April | 3.894 |
| Mai | 3.245 |
| Juni | 4.592 |
| Juli | 7.084 |
| August | 7.224 |
| bis 15. September | 4.022 |

Nachdem die Aufmerksamkeit zu unseren Veröffentlichungen wächst, eine kurze Information zu OskarMaria.
Unter diesem Pseudonym war der Initiator im Internet seit über 25 Jahren recht unregelmäßig präsent. Ab dem Jahr 2014 hat er hier über die Situation in den von Russland besetzten Gebieten des Donbass geschrieben. Als einer der ersten Journalisten überhaupt informierte er über die damals neu gegründete Gruppe Wagner.
Beruflich war er seit den 80-iger Jahren Geschäftsführer von diversen Medienunternehmen im Printbereich. Jetzt im Ruhestand, Kinder erwachsen, bleibt etwas mehr Zeit, die gesammelten Erfahrungen zusammen mit wenigen Mitstreitern für dieses Projekt zu nutzen.
Nachtrag: OskarMaria– das ist eine kleine Verbeugung vor dem beinahe vergessenen Schriftsteller Oskar Maria Graf. In Zeiten der Bücherverbrennungen wurden seine Werke von den Nazis verschont, ja sogar teilweise empfohlen. „Verbrennt mich!“ schrieb er 1933 in der Wiener Arbeiterzeitung, „nach meinem ganzen Leben und nach meinem ganzen Schreiben habe ich das Recht, zu verlangen, dass meine Bücher der reinen Flamme des Scheiterhaufens überantwortet werden und nicht in die blutigen Hände und die verdorbenen Hirne der braunen Mordbanden gelangen!“ Schließlich floh er in die USA – dort lebte er in bescheidenen Verhältnissen. Deutschland wollte den unbequemen Mann nach dem Krieg nicht wieder haben. Er starb 1967 in New York.
Literaturempfehlung: Wir sind Gefangene - Autobiograhie 1927.
Doppelt
Wladimir: 25. Artem Kozhenkov // Nischni Nowgorod: 35 Artem Kozhenkov
Wolgograd: 01 Juri Agarkov // Pskow: 41 Juri Agarkow
Kutelev Stanislav, dreifach, Kostroma, Rjasan und Orenburg. Nur Orenburg
Nikolai Symov, Rjasan & Tschuwaschien - nur Tschuwaschien
Mamontov Mikhail - Krasnodar Teil 1 & Teil 2
Ivan Alekseevich Chulkov, Kostroma, Pos. 51/56
Elimov Alexey Michailowitsch , Kostroma & Tschuwaschien
Falsch einsortiert
Ruslan Khamitov, Tscheljabinsk, kein Söldner der Gruppe Wagner
Artjom Nikolajewitsch, 18 Jahre
Artjom Nikolajewitsch Galimow wurde am 5. Oktober 2007 geboren und wuchs in der städtischen Siedlung Magistralny in der Oblast Irkutsk auf. Er ging in die dortige Schule Nr. 22 und als er damit fertig war - schnurstraks in den Tod. Nach seinem VKontakte-Status voller Totenköpfe war er bereits verheiratet mit einer Anastasia aus Naltschik. Nur Naltschik liegt in Kabardino-Balkarien im Nordkaukasus und mehrere tausend Kilometer entfernt. Am 5.10.25 wurde Artjom 18 Jahre alt, erst danach konnte er einen Zeitvertrag mit dem russischen Militär abschließen. Vielleicht wollte er seine Ehe finanzieren, auf jeden Fall war er ein Dummkopf. Nur 61 Tage lang war Artjom 18 Jahre alt, am 5.12.2025 war Artjom tot. Erst am 26.12. suchte seine Mutter nach ihm.
In den letzten Tagen sind russische Gerbera-Drohnen über der ukrainischen Region Sumy aufgetaucht und haben Flugblätter abgeworfen. Flugblätter über feindlichem Gebiet abzuwerfen ist eine bekannte Methode der psychologischen Kriegsführung, die man bereits aus dem zweiten Weltkrieg kennt. Im russischen Krieg gegen die Ukraine werden Flugblätter aus der Luft von beiden Seiten verwendet, meist um die gegnerischen Soldaten zur Kapitulation aufzufordern.
Neu ist allerdings, dass Russland versucht, mit der Weltpolitik Ängste bei der Zivilbevölkerung auszulösen. Und wer wäre da besser geeignet als der amerikanische Präsident? So bildet jenes Flugblatt die aktuelle politische Situation nach. Donald Trump wendet sich von der Ukraine ab (was er eigentlich schon länger tut) und kümmert sich um seinen eigenen Krieg gegen den Iran. Der Text: „Die Hilfe für die Ukraine gehört der Vergangenheit an!“
Sergej Wjatscheslawowitsch Kolosow, 42 Jahre alt
Nachricht vom 04.03.2026 des Telegram-Kanals „Die Toten der Republik Sacha (Jakutien)“
Timofej Timofejewitsch Iwanow (Rufname „TT“), 45 Jahre alt
Nachricht vom 01.03.2026 des Telegram-Kanals „Die Toten der Republik Sacha (Jakutien)“
Anton Jurjewitsch Dmitriew, 39 Jahre alt
Nachricht vom 28.02.2026 des Telegram-Kanals „Die Toten der Republik Sacha (Jakutien)“
Überall in Russland wird Werbung für den Vertragsdienst beim russischen Militär geschaltet, denn Russland benötigt jeden Monat mehr als 30.000 frische Soldaten, um die Verluste an Verletzten und getöteten Soldaten an der Front in der Ukraine wieder wett zu machen. Die in den Anzeigen ausgelobten Beträge sind häufig reine Fiktion, sie entsprechen nicht den Vertragsbedingungen. Die hohen Summen bei Vertragsunterzeichnung gibt es nur in wenigen Regionen, der angegebene monatliche Verdienst wird nur dann bezahlt, wenn man an vorderster Front bei den Sturmtruppen aktiv ist. Ist der Soldat verletzt und befindet sich in Behandlung wird nur ein Bruchteil bezahlt. Zudem stellt die Armee nur eine bescheidene Ausrüstung, Schutzwesten, Brillen, Handschuhe usw müssen die Soldaten selbst bezahlen. Auch die Kommandeure verlangen einen großen Obolus für die Regimentskasse, weil sonst der Nachschub nicht gewährleistet wird.
Aktuell ist eine Anzeige aufgetaucht, die 17,5 Millionen Rubel für eine Vertragsunterzeichnung verspricht. 17,5 Millionen Rubel sind umgerechnet knapp 200.000 €, kaufkraftbereinigt sogar noch deutlich mehr. Bei solchen Summen kann man schon mal schwach werden und das Risiko eines Vertragsdienstes auf sich nehmen. Bei einem genaueren Blick auf die Details erfährt der Soldat, dass die vielen Rubel nur dann rollen, wenn er -vertragsgemäß- tot von der Front nach Hause kommt. Ein kriegsunterstützender Telegram-Kanal schreibt zur Anzeige: „In der Werbung wird der jährliche Verdienst zusammen mit der Sterbegeldversicherung angegeben. Könnte jemand Verantwortlicher diesen Werbetreibenden endlich eine Abfuhr erteilen?“
Innokentij Konstantinowitsch Rojew (Rufzeichen „Max“), 41 Jahre
Status: Gefallen
Geburtsdatum: 11.04.1984
Todesdatum: 08.08.2025
Geburtsort: Dorf Neryuktayinsk-1, Ulus Olekminsky
Sterbeort: Unbekannt
Dienstart: Zeitdienst seit Sommer 2025
Kinder (Anzahl): 3
Zivilberuf: Förster
Wohnte in: Pokrowsk, Hangalasski Ulus
Originalnachricht des Telegram-Kanals „Die Toten der Republik Sacha“
Den Medien in Russland ist es verboten, über die Resultate ukrainischer Drohnenangriffe zu berichten. Es werden deshalb ausschließlich Erfolgsmeldungen veröffentlicht - wie zum Beispiel „42 Drohnen abgeschossen“. In der Nacht vom 3. auf 4. April 2026 gab es einen ukrainischen Drohnenangriff auf ein Chemiewerk in der Stadt Toljatti in der Region Samara. Um etwas über die Stimmung unter der Bevölkerung zu erfahren, lohnt es sich, die Kommentare zu den Presseberichten zu lesen:
Das russische Militär braucht dringend frische Zeitsoldaten, um die Verluste an der Front in der Ukraine auszugleichen. Für technikaffine junge Leute gibt es deshalb die Möglichkeit, als Drohnenpilot ausgebildet zu werden. Bisher wurden hauptsächlich junge Studenten, die über 18 Jahre alt waren, an den Hochschulen und Fachschulen gezielt angesprochen. In Wolgograd machen jetzt bereits einige Schulen Werbung zum Vertragsdienst als Drohnenpilot.
Spätestens mit 16 Jahren endet in Russland die Schulzeit, so auch in den beiden Sekundarschulen Nr. 57 und 83. in Wolgograd. Und doch fand sich auf den VKontakte-Seiten der beiden Schulen am 13. Februar 2026 eine Werbeanzeige für den Vertragsdienst in der russischen Armee, speziell als Drohnenpilot. Die Schule Nr. 57 hat die Anzeige inzwischen entfernt, auf den Seiten der Schule Nr. 83 ist die Anzeige immer noch zu finden.
Die Werbeanzeige der Schule Nr. 57, die Anzeige der Schule Nr. 83.
Kirill Dmitrijew ist der eigentliche Außenminister Russlands. Kirill wurde im Jahr 1975 in Kiew in der Ukraine geboren und war einer der ersten sowjetischen Austauschschüler in den USA. Dort erhielt er einen Universitätsabschluss und arbeitete anschließend als Investmentbanker in den USA und Europa. Im Jahr 2000 ging er zurück nach Russland und verwaltete große russische und ukrainische Vermögen. Aktuell ist er Wladimir Putins persönlicher Gesandter bei den Verhandlungen mit der Ukraine. Gute Ratschläge gibt er bei Twitter (X) gerne gratis. So schreibt er angesichts der Verwerfungen durch den US-amerikanischen Krieg gegen den Iran:
„Die EU warnt 15 JAHRE ZU SPÄT: Sie ist nicht auf einen „lang anhaltenden Energieschock“ vorbereitet. Die EU hat es versäumt, die Energieströme zu diversifizieren; sie ließ sich von russophober, grüner und woker Ideologie leiten. Immer noch nur Warnungen, keine wirklichen Lösungen. Nur Ideen: Preiserhöhungen an der Zapfsäule auf eine pro Tag begrenzen und Energieverbrauch senken.“
Kirill irrt wie meist, denn jene angeblich russophobe, grüne und woke Ideologie hat dazu geführt, dass Deutschland sich in Sachen Gas und Erdöl komplett von Russland unabhängig gemacht hat und nicht mehr erpressbar ist. Und zudem - je mehr grüne Energie in Deutschland selbst hergestellt wird, um so weniger sind wir von den aktuellen und zukünftigen Verwerfungen auf dem internationalen Energiemarkt abhängig.