Auch ein Aspekt Nighon.
Ich biete Angriffsfläche, die auch genutzt wird...warum wird sie genutzt? Wenn
ich mich wehre erzeuge ich Schuldgefühle, für die
ich die Verantwortung trage? Wieso, es sind nicht meine? Ich missbrauche sie? Wo denn? ...siehst du, Wahrheiten...deine Wahrheiten. Meine Entwicklung mag ihre Fehler haben, aber sie ist nicht virtuell, weil nichts virtuell ist. Ich habe auch keinen
Erzrivalen, aber ich weiss wen du meinst...wie gesagt, schönen Dank für deine Wahrheit, aber ich habe keine Vewendung dafür.
Klar ist das naiv Stiff. Manchmal. Manchmal ist es auch dumm. Genauso, wie es manchmal bitter ist. Ich habe ja auch geschrieben, dass der Fehler vermutlich oftmals bei mir liegt. Deine Wertung, wo denn nun
persönlich beginnt oder auch aufhört, ist angepasst an deine Grenzen, die du selbst gesetzt hast. Das ist dein gutes Recht. Wenn andere dadurch möglicherweise verletzt werden, so ist das eine Randerscheinung, die nicht zwingend zu einem Bumerang wird. Das ist wiederum abhängig von der Einsicht.
Man könnte sagen, jeder Mensch hat ein Recht auf Wahrheit. Dem ist aber nicht so. Jeder Mensch wird zur eigenen Wahrheit gezwungen. Du kannst sie nicht abgeben und sie ist nicht übertragbar. Du kannst versuchen sie zu ignorieren oder nicht hinzusehen, gerade so, als ob sie nicht da wäre, manche Menschen verdrängen sie bis zur Unsichtbarkeit. Aber sie ist da und bestimmt dein Leben. Die Wahrheit hat eine Basis aber sie ist keine Konstante, sie verändert sich ständig. Das
einzig Wahre gibt es nicht. Es ist nun die Frage, was wir von anderen übernehmen können. Sicher nicht die Wahrheit. Wir können nur Impulse zulassen, die wir überprüfen müssen und dann einbauen können.
Die Menschen bewegen sich durch ihr Leben, in dem sie innerhalb ihrer Welt ständig ihre Kompetenz erweitern. Kompetenz...das ist Sicherheit. Wahrheit. Auf diese Punkte kannst du dein Standbein setzen. Mit dem anderen Bein gehst du auf Erkundung. Experimentell...auf gut Glück oder eben aufgrund der Ehrlichkeit anderer. Wenn ich nun ein Neuland habe, auf Ehrlichkeit baue, Vertrauen habe, dann kann die Lüge böse Folgen haben, wenn ich nicht vorsichtig genug bin. Manche Menschen sind Hasardeure, Andere bewegen sich bedacht oder zögernd. Manche haben feine Antennen, Andere sind benachteiligt. Deswegen hat Ehrlichkeit diesen hohen moralischen Anspruch immer dann, wenn wir merken, dass Andere auf uns bauen. Werden wir dem nicht gerecht, sind wir skrupellos. Du siehst daran...Lügen sind nicht böse. Nicht immer...
Der letzte Punkt hat auch mit der Lüge zu tun

Mit Selbstbetrug.
...mit dem Gedanken vertraut machen... heisst, sich offenen Auges in die Lebensfalle begeben. Angepasste Erwartungen in existenziellen Dingen...du meinst, das könnte gutgehen? Tatsache ist wohl, dass ein wahnsinnig hoher Anteil aller Partnerschaften genau darauf beruhen. Aus Angst vor der Einsamkeit werden bestehende Angebote wohlwollender beurteilt. Leben ohne Liebe, nebeneinander her. Aber die Hoffnung stirbt nicht. Es könnte ja...es verharren Millionen Menschen in Partnerschaften, nur auf die Chance lauernd, immer auf der Suche. Ein grausames Spiel, wenn keine Chance kommt und die sichere späte Erkenntnis, das Leben vertan zu haben. Wenn ich auf meinem Weg das Ziel nicht sehe, nicht vor Augen habe, dann bedeutet das nicht zwangsläufig einen falschen Weg. Aber die Zeit verunsichert und so kommen die Gedanken zur Umkehr und zum Neubeginn. Zeit ist Leben und wer zu spät kommt...
Tut mir wahnsinnig leid liebe Kistenfrau...das schöne Silvester, affektuell/emotiv vertan. Oder doch nicht verschenkt? Es bieten sich mehrere denkbare Varianten an, diesen Prozess erklärbar zu machen. Es könnte sich zum Einen um die Entladung eines Affektstaus gehandelt haben. In diesem Fall wäre ich lediglich der sprichwörtliche Tropfen gewesen, der euer gemeinsames Konflikt-Fass zum überlaufen brachte. Dann wäre ein Gang zur Familienberatung angeraten. Andererseits deutet dieser kollektve Weinkrampf auf ein identisches, empathisches Level in eurer kleinen Welt. Erweitert gedacht, bliebe somit auch die Möglichkeit einer Heulsusenfamilie, innerhalb derer Alle in einer identischen szenischen Erwartungshaltung verharren, einer Art Affekterwartung, die darauf zielt, Zuwendung gemeinsam zu erleben. Hier müsste man bei Freud nachblättern, um die eventuell vorhandenen Hintergründe zu erhellen. So könnte man der Sau vielleicht die Perlen entreissen und die Sehnsucht nach dem gemeinsamen Erleben von Emotion in eine positivere, weil fruchtbarere Richtung lenken.