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15.09.2026 -- 233.026// Zuwachs zum 31.08.2026: 2.885

Oleg Anatoljewitsch Ganzurow, geboren am 9. Mai 1991, stammte aus dem kleinen Dorf Bolschoi Lug (Große Wiese) in Burjatien. Nach seinem Wehrdienst blieb er bei der Armee und stieg auf bis zum Leutnant mit einer stolzen Sammlung Orden. Seine kriegerische Laufbahn wurde am 22.07.2026 beendet. Natascha schreibt dazu in einem Kommentar:
Alles schön und gut, alles klar, Medaillen, alles wie es sein soll …, aber der Verdienst gebührt gerade den Jungs, die er wissentlich in den sicheren Tod geschickt hat – solche Kommandeure darf es nicht geben! Die Jungs, die er dorthin geschickt hat, können bis heute nicht evakuiert werden, und das dauert, nur mal kurz, ein halbes Jahr und länger …, und hier wurden sie so schnell evakuiert, dass er noch nicht einmal Zeit hatte, „verdorben“ zu werden, während die Angehörigen der einfachen, gewöhnlichen Soldaten warten müssen – vielleicht wird ja etwas von eurem Bruder, Ehemann oder Sohn zurückgebracht! Früher oder später kommt alles wie ein Bumerang zurück – möge er im Jenseits für die zahlreichen Leben Rechenschaft ablegen!

Nachdem die Aufmerksamkeit zu unseren Veröffentlichungen wächst, eine kurze Information zu OskarMaria.
Unter diesem Pseudonym war der Initiator im Internet seit über 25 Jahren recht unregelmäßig präsent. Ab dem Jahr 2014 hat er hier über die Situation in den von Russland besetzten Gebieten des Donbass geschrieben. Als einer der ersten Journalisten überhaupt informierte er über die damals neu gegründete Gruppe Wagner.
Beruflich war er seit den 80-iger Jahren Geschäftsführer von diversen Medienunternehmen im Printbereich. Jetzt im Ruhestand, Kinder erwachsen, bleibt etwas mehr Zeit, die gesammelten Erfahrungen zusammen mit wenigen Mitstreitern für dieses Projekt zu nutzen.
Nachtrag: OskarMaria– das ist eine kleine Verbeugung vor dem beinahe vergessenen Schriftsteller Oskar Maria Graf. In Zeiten der Bücherverbrennungen wurden seine Werke von den Nazis verschont, ja sogar teilweise empfohlen. „Verbrennt mich!“ schrieb er 1933 in der Wiener Arbeiterzeitung, „nach meinem ganzen Leben und nach meinem ganzen Schreiben habe ich das Recht, zu verlangen, dass meine Bücher der reinen Flamme des Scheiterhaufens überantwortet werden und nicht in die blutigen Hände und die verdorbenen Hirne der braunen Mordbanden gelangen!“ Schließlich floh er in die USA – dort lebte er in bescheidenen Verhältnissen. Deutschland wollte den unbequemen Mann nach dem Krieg nicht wieder haben. Er starb 1967 in New York.
Literaturempfehlung: Wir sind Gefangene - Autobiograhie 1927.