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30.11.2025 -- 162.913 // Zuwachs zum 31.10.2025: 9.801

Todesurteil schnell vollstreckt!
Wassili Walerjewitsch Schabartschin, geboren am 28.11.1987 in Sterlitamak in Baschkortostan, war bereits mehrfach vorbestraft, als er sich am 13.10.2022 ein Mobiltelefon erschwindelte. Im März 2023 bekam er deshalb vom Gericht ein weiteres Jahr in einer Strafanstalt des strengen Regimes. „In Sünden ertrinkend, träumen wir vom Paradies“, schrieb er in seinem VKontakte-Status. Doch statt das Jahr abzusitzen, unterschrieb er am 5.07.2023 in der Strafkolonie Nr. 7 in Meleus/Baschkortostan einen Vertrag zum Kriegsdienst. Seine Schwester suchte ihn: „Acht Mann des Zuges werden vermisst, vermutlich in der Nähe von Soledar/Kleschtschejewka oder Bachmut.“ Wassili wurde am 15.07.2023 getötet.

Nachdem die Aufmerksamkeit zu unseren Veröffentlichungen wächst, eine kurze Information zu OskarMaria.
Unter diesem Pseudonym war der Initiator im Internet seit über 25 Jahren recht unregelmäßig präsent. Ab dem Jahr 2014 hat er hier über die Situation in den von Russland besetzten Gebieten des Donbass geschrieben. Als einer der ersten Journalisten überhaupt informierte er über die damals neu gegründete Gruppe Wagner.
Beruflich war er seit den 80-iger Jahren Geschäftsführer von diversen Medienunternehmen im Printbereich. Jetzt im Ruhestand, Kinder erwachsen, bleibt etwas mehr Zeit, die gesammelten Erfahrungen zusammen mit wenigen Mitstreitern für dieses Projekt zu nutzen.
Nachtrag: OskarMaria– das ist eine kleine Verbeugung vor dem beinahe vergessenen Schriftsteller Oskar Maria Graf. In Zeiten der Bücherverbrennungen wurden seine Werke von den Nazis verschont, ja sogar teilweise empfohlen. „Verbrennt mich!“ schrieb er 1933 in der Wiener Arbeiterzeitung, „nach meinem ganzen Leben und nach meinem ganzen Schreiben habe ich das Recht, zu verlangen, dass meine Bücher der reinen Flamme des Scheiterhaufens überantwortet werden und nicht in die blutigen Hände und die verdorbenen Hirne der braunen Mordbanden gelangen!“ Schließlich floh er in die USA – dort lebte er in bescheidenen Verhältnissen. Deutschland wollte den unbequemen Mann nach dem Krieg nicht wieder haben. Er starb 1967 in New York.
Literaturempfehlung: Wir sind Gefangene - Autobiograhie 1927.